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Geschichte: Fanfiktion
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von marymarie
erstellt: 28.05.2009
letztes Update: 06.10.2009
Geschichte, Abenteuer / P16
(fertiggestellt)
EPOV
Ich war nicht mehr Edward Masen. Ich war dieses Wesen. Dieses Monster. Und das schlimmste daran war die Einsamkeit.
Den letzten bewussten Gedanken hatte ich als ich im Krankenhaus ankam und dieses seltsame goldene Licht über mir gesehen hatte. Ich hatte mehrmals geblinzelt um herauszufinden was dieses mysteriöse Ding war. Vielleicht war ich tot, vielleicht lag ich auf einem Operationstisch. Die Vernunft hatte mich schon vor langer Zeit verlassen. Ich versuchte durch den brennenden Schmerz in meinem Bauch zu denken, aber mein Verstand war wie Schlamm und ich konnte nicht hindurchwaten. Ich spürte kalte Hände, die gegen meine Wunde und meine Stirn drückten. Dann wurde alles schwarz.
Und dann begann das Verbrennen. Das Feuer, das in meinem Körper tobte.
Es erschütterte mich und ich schrie, tat mein bestes um meine Augen zu öffnen. Der einzige Gedanke, der mich durch den Schmerz tragen konnte war der an Bella. Der Glaube, dass wenn ich aufwachen würde, ich sie wieder sehen könnte. Das war der einzige Stern in der Dunkelheit meiner Schmerzen.
Meine Augen öffneten sich plötzlich und ich saß aufrecht, keuchend nach Luft. Ich blinzelte mehrmals, versuchte zu erkennen wo ich war und was geschehen war. Ich nahm vage ein Brennen in meiner Kehle wahr und die letzten Flammen die durch meinen Oberkörper zogen. Dann sah ich, dass ich nicht alleine war. Ich war umgeben von schockierten Personen. Ich knurrte wütend als ich sie erblickte und schlug die Decken von mir. Bevor ich überhaupt realisierte was geschah wurde ich in die Wand geschleudert. Ich kämpfte gegen die Fesseln, brach sie. Und blieb reglos stehen, als ich erkannte, was ich da gerade von mir geworfen hatte. In meinem Kopf war ein Strom von Geräuschen aber ich ignorierte ihn, versuchte meinen Verstand wieder zusammen zu bekommen.
„Was bin ich“, flüsterte ich leicht. Ich sah hinunter auf meine Hand, auf die Blässe meiner Haut. Ich berührte sie mit meiner anderen Hand, spürte wie kalt sie sich anfühlte. Wie hart sie sich anfühlte. „Bin ich tot?“
„Nein“, kam die ruhige Antwort von einem der Männer. Ich sah auf. Er schien der Anführer dieser seltsamen, wunderschönen Wesen zu sein. Er hatte hellblonde Haare und goldene Augen. Ich erkannte ihn sofort, auch wenn ich ihn nur einmal gesehen hatte zuvor. Er war der Doktor vom Krankenhaus. Ich sah zu den anderen, die noch immer geschockt waren. Der Lärm in meinem Kopf wurde lauter. Ich schüttelte meinen Kopf, drückte die Geräusche weg.
„Kann ich zurück in mein altes Leben?“, fragte ich, weil ich plötzlich an Bella denken musste. Der blonde Mann lächelte traurig.
„Nur kurz“, antwortete er mir mit einer jahrhunderten alten Traurigkeit. In diesem Augeblick wusste ich nicht, was er meinte.
~~~*~~~
Carlisle, der hellblonde Mann, rannte neben mir. Wenn ich hätte weinen können, würden wütende Tränen mein Gesicht bedeckt haben. Stattdessen hinterließ ich einen Weg der Zerstörung hinter mir, schlug Baumäste weg, zerschmetterte Baumstämme, riss alles heraus was meinen Weg kreuzte. Carlisle hinderte mich nicht. Ich glaubte, dass er mich bemitleidete. Ich war wütend über das, was ich gefragt wurde, auf das was ich hinter mir lassen musste. Aber ich war mehr als wütend auf das was ich geworden war.
Ein Monster.
Wir erreichten das Krankenhaus in kurzer Zeit. Carlisle hatte mir Erklärungen gegeben, früher in dieser Nacht.
~~~*~~~
„Edward, ich muss etwas von dir verlangen. Um es einfacher für dich zu machen zugehen, um das Leiden deiner Familie und deiner Freunde einfacher zu machen musst du mit mir ins Krankenhaus kommen.“ Carlisle hatte seine beiden Hände auf meine Schultern gelegt und mir gerade in die Augen gesehen.
„Warum? Warum muss ich zurück?“, fragte ich leicht. Die zwei jüngeren Männer, Emmett und Jasper, saßen ruhig neben mir und warteten darauf, dass ich erneut ausrastete. Emmett war der gewesen, der mich zuvor an die Wand genagelt hatte. Er war wie ein Bär, seine Muskeln waren beeindruckend, dennoch war ich im Stande gewesen ihn von mir zu werfen. Er sah verärgert aus. Jasper war schmaler als sein Bruder, aber bekam mehr mit, was in meinem Kopf vorging. Er konnte meine Emotionen spüren. Und sie manipulieren.
„Weil du zur letzten Ruhe gebracht werden musst“, hatte Carlisle sanft gesagt. Ich wusste sofort, was er meinte und dass es der einzige Weg war, wie ich verschwinden konnte ohne dass es jemand bemerkte. Ich hatte gefaucht als Antwort und Emmett machte sich bereit, sich auf mich zu stürzen. Jasper hatte mir nur eine Welle von Ruhe geschickt. Und ich spürte wie es weggewaschen wurde von meinen Gefühlen, die zu stark waren um ruhig gestellt zu werden.
„Du meinst, ich muss zurück zur Leichenhalle, mich hinlegen um einen toten Jungen zu mimen, während ich meiner trauernden Familie zuhöre“, hatte ich gezischt. „Du verlangst das, obwohl du entschieden hast, mich zu diesem…diesem Wesen zu machen.“
„Ich verlange nur von dir, meinem Plan zu folgen. Du kannst uns danach verlassen oder du bleibst und lernst so zu leben wie wir“, hatte Carlisle zurückgegeben. Da war keine Spur von einer Entschuldigung in seiner Stimme. Es tat ihm nicht leid.
„Gut“, hatte ich als Antwort geblafft. „Ich werde mit dir kommen. Aber nur bis ich meinen eigenen Weg finde.“ Carlisle lächelte.
„Das ist alles, was ich von dir verlange“, sagte er. „Emmett, lass den armen Jungen atmen.“
„Also, was planst du?“, hatte ich ihn gefragt.
„Du wirst zum Leichenschauhaus gehen und dort werde ich deinen Totenschein ausfüllen. Deine „Leiche“ wird freigegeben als ein offener und abgeschlossener Fall. Du wirst völlig still liegen müssen und Atmen ist nicht erlaubt“, hatte Carlisle mir erzählt. „Dann wirst du begraben werden auf dem Friedhof. Später in der Nacht werden dich Emmett und Jasper ausgraben und wir werden verschwinden.“
Ich hatte zu diesem Plan nur geschnaubt. Es erschien mir lächerlich bei so vielen Dingen die schief gehen könnten. Carlisle las meinen Gesichtsausdruck und lachte leicht auf.
„Ich kenne da eine verlässliche Quelle“, hatte er mit klarer Stimme gesagt. „Komm mit, Edward, ich bin mir sicher, dass du Durst hast.“
~~~*~~~
Ich schloss meine Augen fest und ließ meinen Körper erstarren, was ich nicht als schwer zu bewältigen bezeichnen konnte. Es kam mir natürlich vor. Nicht zu atmen war die schwere Aufgabe, die auszuhalten war; Ich musste ohne einen einzigen Geruch auskommen was ich ungemütlich fand. Aber ich hatte Zeit mehr noch einen Atemzug zu nehmen, denn die erste Person hatte die Kirche betreten. Ich konzentrierte mich darauf, das Geräusch in meinem Kopf weg zu drücken, was ich als Stimmen wieder erkannt hatte. Noch etwas in meinem Leben, was ich ohne…
Die ersten weinenden Töne trafen mich wie einen Vorschlaghammer. Ich wimmerte kurz auf als ich die Stimme meiner Mutter unter der Trauergemeinde ausmachte. Ich summte in meinem Kopf, versuchte alles was um mich herum geschah zu ignorieren, aber es war schwer. Ihre geflüsterten Worte quer durch den Raum hörten sich für mich wie geschrieen an, die Beileidsbekundigungen fühlten sich wie Messer an, die in mich gestoßen wurden. Das war eines der schmerzhaftesten Erlebnisse, das ich jemals hatte, hier liegen zu müssen und meiner Familie zuhören zu müssen, wie sie um mich trauerte. Aber das schlimmste würde noch kommen.
Der Raum war still und blieb das auch für eine Weile. Ich konzentrierte mich darauf ein paar Atemzüge frischer Luft zu nehmen und mich auf die nächste Gruppe vorzubereiten. Ich hörte, wie sich die Tür sanft öffnete und hörte auf zu atmen, lag still da und lauschte. Es schien, wie wenn es diesmal nur eine Person wäre, eine kleine Person, die sich ihre Zeit nahm durch den Raum zu gehen. Sie zögerte und ich unterdrückte den Drang kurz nachzuschauen wer es war. Dann waren da wieder die sanften Schritte, die sich näher an meinen Sarg bewegten. Ich amtete vorsichtig ein, den schweren Blutgeruch, der mich aber nicht überwältigte. Carlisle hatte mich bereits vor dem Durst von Neugeborenen gewarnt. Ich war zufrieden damit still da zu liegen, anstatt aufzuspringen und diesem Menschen die Kehle aufzureißen.
Für einige Minuten blieb die Person still, gab keine Schluchzer oder Weinen von sich. Ich fragte mich, wer es war. Ich konnte keine Stimmen in meinem Kopf hören und ich wunderte mich, warum. War es, weil ich mich damit abfand das Monster zu werden? Oder war es etwas Schlimmeres? Die Ruhe war genauso schmerzhaft wie das Weinen zuvor; wie wenn kein Laut oder Wort die Menge an Schmerz ausdrücken könnte, die die Person mit sich trug. Ein Geräusch durchbrach die Stille, ein Rascheln als die Person sich nach vorne bewegte, um einen kalten Gegenstand um meinen Hals zu legen. Ich realisierte, dass es eine Kette mit einem Medaillon war.
Die Person legte ihre Hände, so warm auf meiner kalten Haut, auf meine Wange, meinen Hals und schließlich auf meine Brust. Sie seufzte und lehnte sich über mich, berührte mit ihren Lippen meine Stirn. Die Wärme kribbelte durch meinen Körper wie Elektrizität. Ich wusste, dass ich diese Wärme nie wieder spüren würde.
Die Person setzte sich und dann durchschnitt mich der herzzerreißendeste Laut. Ich erkannte diese Stimme und ich wollte mich aufsetzen, sie auf meinen Schoss ziehen, sie küssen und ihr sagen, dass alles in Ordnung war, dass ich hier war und es mir gut ging. Sie schluchzte und wiederholte, wie sehr es ihr Leid tue, immer und immer wieder. Wut stieg in mir auf, wie sie sich selbst die Schuld zuschob. Sie war niemals die Schuldige. Ich würde sie immer beschützen.
Aber anstatt fähig dazu zu sein, sie zu beruhigen und ihr zu sagen, dass ich sie liebte, musste ich still liegen und ihrem Weinen zuhören. Letztendlich verklangen die Schluchzer und sie stand auf. Sie küsste mich noch einmal und verließ den Raum. Und damit mein Leben.
~~~*~~~
„Hey, kleines Brüderchen“, ärgerte mich Emmett ein wenig und holte mich aus meinen Gedanken. „Das Leben ist nicht so schlimm. Sieh dir das neue Mädchen an.“
„Das neue Mädchen?“, sagte ich ausdruckslos. Ich war so eingesogen von allem was um mich herum geschehen war, lebte so zurückgezogen von den anderen, das ich gar nicht mitbekommen hatte, dass eine neue Schülerin an die Forks High gekommen war. Emmett fand das unkomisch und stieß ein lautes Lachen aus. Rose besah ihn mir einem Todesblick. Das war normal.
„Ja, das da drüben mit Jessica Stanley. Sie sieht dich gerade eben an“, schnaubte Emmett. „Soll ich ihr sagen, dass du kein Interesse hast oder willst du das übernehmen?“
„Welches ist das neue Mädchen?“, fragte ich und ignorierte seine Frage. Alice fühlte sich verpflichtet und antwortete.
„Die mit den Mahagonibraunen Haaren. Ich glaube sie heißt Bella Swan“, meinte Alice leise.
Aber ich hörte ihr nicht zu. Wenn mein Herz noch geschlagen hätte, dann wäre es jetzt stehen geblieben. Das Mädchen, Bella, sah mich mit einem intensiven, hoffnungsvollen Ausdruck in ihrem Gesicht an. Sie wurde rot, als sie bemerkte, dass ich sie ansah und ihre Augen wirkten wütend und enttäuscht, aber eher zu ihr selbst. Sie drehte sich um und ich umklammerte das Medaillon um meinen Hals mit einer Locke ihres wunderschönen mahagonifarbenen Haars.
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Überraschung!!! Ein Cap aus Edwards Sicht...ja ich weiß, ich hätte euch warnen sollen, aber einige von meinen Reviewern waren schon vorbereitet, wer also nichts schreibt bekommt auch keine Tipps aufs nächste Chap! *hehehhe*
Danke fürs Lesen!
Reviews???
marymarie
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