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Prolog
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von marymarie    erstellt: 28.05.2009    letztes Update: 06.10.2009    Actionabenteuer / P16    (fertiggestellt) 356 Reviews
Nichts hier von gehört mir. Dies ist eine Übersetzugn aus dem Englischen!


From Emerald to Gold

(Von Smaragdgrün zu Gold)



Prolog



Ich hatte vor diesem Moment nie viel über die Kriminalitätsrate von Phoenix nachgedacht.

Das hat mich nie beschäftigt. Es war einfach ein Teil meines Lebens.

Das änderte sich aber heute Nacht, jetzt, weil ich eine neue Statistik sein würde.

Und das Problem daran war:

Ich war nicht allein. Ich war hier mit der Person, die ich am meisten liebte auf dieser Welt, und der einzigen Person, die mich bis zum Ende hin beschützen würde.

Edward Masen.

Die Gruppe betrunkener Männer stolperte nicht mehr hinter uns her. Sie liefen mit einer festeren Absicht, ihren Schritte schwer hinter uns, die von der Straße wieder hallten. Ich packte Edwards Hand fester. Er sah hinunter mit Zuversicht, seine glänzenden, grünen Augen glitzerten im Dunkeln. Ich fühlte mich wohl durch die Vertraulichkeit seines Blickes, aber ich konnte meine Angst in seinen Augen reflektiert sehen. Er lächelte sein schiefes Lächeln, in das ich mich verliebt hatte. Sorgenfalten zogen sich über seine Stirn und ich drückte seiner Hand, versuchte ihn zu beruhigen, wie er mich beruhigt hatte.

Ich wollte zurück zu uns bekannten Orten, zurück nach Hause, wo uns meine Mutter eine heiße Schokolade machen würde, wie sie es immer tat. Aber ein quälendes Gefühl in meinem Hinterkopf gab mir das Anzeichen, dass wir es nicht schaffen würden. Ich versuchte diesen Gedanken abzuschütteln, als Edward wieder zu mir nach unten sah. Mich mit seinem bekannten Blick ansehend, bei dem ich schwören könnte, dass er meine Gedanken hörte. Es war, wie wenn er gerade durch mich hindurch sehen würde, die Wahrheit hinter der Maske erblicken würde. Er konnte mich so gut durchschauen und umarmte mich fest als wir schneller liefen, weil er wusste, dass ich Angst hatte.
Die Männer hinter uns lachten laut und der Klang ging mir durch Mark und Bein. Mir blieb die Luft im Hals stecken, als ich sah, warum sie lachten. Wir steuerten auf eine enge Gasse zu. Entweder wir würden umkehren, den Weg zurückgehen den wir gekommen waren und uns ihnen entgegenstellen oder wir würden uns zwischen den zwei Wänden vor uns durchquetschen müssen. Ich wusste, was ich lieber tun würde. Ich sah zu Edward um ihm ohne Worte zu verstehen zu geben, aber wurde zu Boden geworfen.
Mit dem Kopf auf dem Boden aufschlagend, betäubte ich mich für einen Augenblick.. Ich versuchte heraus zu bekommen was geschehen war, wer mich zu Boden gedrückt hatte. Da realisierte ich, dass Edward es getan hatte. Ich drehte mich schnell um zu sehen wo er war und mein Herzschlag setzte aus.
Zwei der Gruppe hatten ihn an der Kehle gepackt und gegen eine Wand gedrückt, während die anderen zwei auf mich zukamen. Sie hatten ein dreckiges Grinsen im Gesicht, was ihre Absichten nur zu deutlich machten. Ich krabbelte weg von ihnen, meine Hände aufschürfend am Boden. Ich ignorierte das Gefühl des feuchten Bluts, das von den Wunden kam, zu verzweifelt zu entkommen und Hilfe zu holen.
Edward drehte sich in dem Augenblick und sah, wie einer der Männer nach meinem Bein griff. Er stieß ein unmenschliches Brüllen aus und schubste die Männer von sich, die ihn fest hielten. Rennend überwand er den kurzen Abstand zwischen uns und packte den Mann, der am nahsten zu mir stand. Der sah fassungslos aus, als Edward ausholte und ihm mit seiner Faust ins Gesicht schlug. Es gab ein krachendes Geräusch, als seine Nase brach.
In dieser Zeit schaffte ich es aufzustehen. Ich packte meine Tasche und ging ein wenig zurück. Keiner der Männer bewegte sich mehr auf mich zu; sie waren alle fixiert auf Edward. Der Mann, dessen Nase gebrochen war, machte einen Schritt nach vorn und schlang seine Arme um ihn. Edward versuchte sich aus diesem Griff zu befreien, aber der größte von ihnen schlug ihm in den Magen. Ich keuchte auf und hielt mir die Hände vor den Mund, als Edward, mein Edward, ein Keuchen aus Schmerzen ausstieß. Einer von den anderen trat dann seinen Fuß in Edwards Brust, ein anderer kickte seine Beine unter ihm weg. Sie alle stürzten sich auf ihn. Ich stand da, erstarrt, zu ängstlich um mich zu bewegen, während mir Tränen das Gesicht runter liefen. Ich hatte mein Handy zu Hause, hatte nicht daran gedacht, es mit zu nehmen.  
Jetzt wünschte ich mir von ganzem Herzen, dass ich es getan hätte.
Ich sah mich um, um schätzen zu können, wie weit ich rennen musste um Hilfe zu finden. Aber als ich das tat, schnitt der wohl herzzerreißendste Laut durch die Nacht. Ich drehte mich um und sah, wie einer der Männer geschockt zurückwich mit Blut an seinen Händen. Ich fühlte meinen Kopf vernebeln bei dem Anblick von Blut, doch was mir schlechter werden ließ, war die Möglichkeit die sich dadurch ergab. Die anderen Männer starrten ihren Kumpel an, das blitzende Objekt in seinen Händen. Wie in Zeitlupe rannte sie alle los.
Blinzelnd versuchte ich besser zu sehen mit den Tränen, die meine Sicht verschwommen machten. Ich musste sehen, was geschehen war, musste Edward sehen. Ein leichter Schluchzer entkam mir, als ich ihn zusammengerollt auf dem Boden erblickte. Ich sank auf meine Knie und kroch zu ihm. Er öffnete seine Augen langsam und ich lächelte schwach, zu schockiert um etwas zu sagen. Ich streckte ihm meine Hand entgegen und er nahm sie.
Blut breitete sich um seinen zitternden Körper aus. Ich zog meine Jacke aus und legte sie um ihn, während ich ihn gleichzeitig auf meinen Schoss zog. Mit meiner Hand fuhr ich durch seine bronzefarbenen Haare und hinterließ Blut dort, wo ich es berührte. Er lächelte mir zu und ich versuchte es zu erwidern. Das Geschrei der Vorbeikommenden hörte ich nicht oder die Hilferufe. Es gab nur mich und ihn dort.
Er hob seine Hand zu meinen Lippen und ich küsste sie sanft. Er ließ seinen Arm wieder fallen und ich verschränkte unsere Finger miteinander. Seine grünen Augen, die normalerweise immer strahlten vor Leben, waren leblos. Er wollte seine Hand wieder anheben, um meine Tränen weg zu wischen die frei fielen, aber ich ließ ihn nicht. Ich umarmte ihn so fest ich mich getraute und presste dabei mit meiner Hand meine Jacke auf seine Wunde, versuchte die Blutung zu stoppen. Die andere Hand hielt noch immer seine.
„Edward. Ich liebe dich.“ Ich flüsterte es, als die Leute um uns herum standen, versuchten zu helfen. Kurz fragte ich mich, wo sie gewesen waren, als wir sie gebraucht hätten.
Edward versuchte mir zu antworten, doch ich legte einen Finger auf seinen Lippen. „Ich weiß. Nicht sprechen, Liebling“, es tat weh, als ich meinen Kosenamen für ihn aussprach. Seine Augen schlossen sich halb und ich lehnte mich hinunter, presste meine Lippen auf seine. Ich verhaarte dort, bis sein Atem flacher wurde und ich von einem Sanitäter weggezogen wurde. Ich starrte seinem schwachen Körper hinterher, Tränen flossen noch immer mein Gesicht hinunter, Blut befleckte meine Hände und mein Herz brach in tausend kleine Teile.
 
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