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von Caro88    erstellt: 28.05.2009    letztes Update: 11.12.2009    Geschichte, Drama / P6    (abgebrochen)
Disclaimer: Wicked gehört mir in keinster Weise, ich leihe es mir für meine Fanfic aus.

Eigentlich als One-Shot gedacht; ich habe aber einige gute Ideen gehabt und so entstand nun eine Fortsetzung.
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Ihre Augen brannten. Die Tränen schossen hervor und ihr Kopf dröhnte. Der Schmerz pochte zwischen ihren Schläfen. Die Übelkeit hielt ihren Magen gefangen. Ihre Finger zitterten bei jeder Bewegung. Ihr war kalt.
Sie war allein.

Wütend? Traurig? Enttäuscht? Entsetzt? Entwurzelt?

Ein Schluchzen kratzte in ihrer Kehle. Ein leises Wimmern verließ ihre Lippen. Nur kurz, ganz still.
Sie zog die Jacke enger um ihren Oberkörper. Es half nichts. Die kühle Nacht kroch unter ihre Kleidung, unter ihre Haut. Die grüne Haut, bis in die Knochen. Es war normal, es war ihr Leben.
Warum tat es jetzt so weh? Sie war an die Verwirrung gewöhnt, an die Blicke. Nie hatte sie richtig ins Bild gepasst. Sie war anders, sie war ein Grund. Ein Grund zu lachen, zu staunen. Darauf zeigen. Eine Grimasse. Eine graue Masse, in die sie nicht hineinpasste. Ihr war so schlecht. Sie konnte fühlen, wie die Übelkeit sich ausbreitete. Das betäubende Gefühl sich ausbreitete.

Es war die Zurückweisung.
Es war die Angst.

Gefühle, wie sie sie vorher gehabt hatte. Die sie wieder haben würde, für den Rest ihres verdammten Lebens. Ihres gottverdammten verfluchten Lebens. Wut machte sich breit.
Sie hatte nichts falsch gemacht. Es war nicht ihr Fehler, der ihr anhaftete. Sie wurde in eine Welt geboren, in der es nur Gut und Böse gab. Schwarz und Weiß, und grün. Anders. Anders. Einfach anders.

Sie konnte es nicht aushalten. Sie wollte weglaufen. Einfach rennen und die kalte Luft der Nacht stechend in ihren Lungen spüren. Laufen und irgendwann zusammenbrechen. Das Gesicht zum Himmel wenden und die Sterne sehen. Die kühlen Sterne, entrückt, dort oben. Die kalte Erde an ihrem Rücken. Nasses Gras. Darin verschwinden. Einfach einsinken und nie erwachen. Nie wieder diese Gefühle haben. Verschwinden. In einer Sekunde. Weg.
Sie wollte rennen und bewegte sich keinen Millimeter. Sie saß still da, immer noch kalt, immer noch allein.

Es war niemand da. Immer hatte sie Ablehnung erfahren. Nie hatte sich irgendjemand dieser seltsamen Gestalten jemals Zeit für sie genommen, so waren doch alle nur daran interessiert zu sehen, ob sie innen genauso war wie außen. Grün. Anders.
Niemand hatte je Zeit mit ihr verbracht, weil er es wollte, aus freien Stücken.
Doch, eine Person. Sie war ihr nahe gewesen. Ihr war etwas warm geworden, wenn sie zusammen waren. Vertrauen. Trost, Freundschaft.
Liebe. Ein unbekanntes Gefühl. Gut war es gewesen. Es ging tief unter die Haut. Es ging tiefer als Blicke. Es war in ihrem Herzen.
Wie ein Handabdruck auf ihrem Herzen.

Ein Abdruck, der brannte. Wieder Abweisung. Falsche Vorstellungen. Falsche Ausgangslage. Keine Übereinstimmung. Sie passte doch nicht vollkommen in das Bild. Weg damit, grün.
Warum konnte sie nicht mit der ihr gewohnten Ignoranz all diese stechenden Gefühle zur Seite schieben? Warum machte sie sich immer noch Gedanken darüber? Es war vollkommen unnötig. Völlig überflüssig. Sie würde keine Antworten auf die quälenden Fragen bekommen. Niemand würde zuhören. Niemand würde irgendetwas sagen. Und sie dachte daran und wurde wütend.

Sie konnte es nicht mehr aushalten, dass sie an sie dachte. Und dabei wusste, dass sie nicht an sie dachte.
 
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