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von AbGab    erstellt: 27.05.2009    letztes Update: 08.09.2011    Geschichte, Abenteuer / P12    (pausiert)
So, jetzt ist es endlich so weit - nach 9 erstklasisgen Charas starte ich meine Story, der Name bleibt vorerst. Bevor ihs vergesse: Sollte noch eienr Lust haben, jemandne zu entwerfen, kann er das ruhig machne, bis zum Ende bau ich ejdne in die Story ein^^
Ich hoffe es findne sich noch einige Leser, heir allerdings erst einmal der Prolog ;)
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Prolog

Die Nächte in Astania waren noch nie besonders friedfertig gewesen, doch so schlimm wie in dieser war es noch nie gewesen.
Der Mond ließ sein fahles Licht nur spärlich durch die dichten Wolken dringen, aufgrund eines urplötzlich eingetretenen Stromausfalles konnte man als normaler Mensch kaum die Hand vor Augen sehen.
Doch Charles O´Connor, ein dunkelhaariger Mann in den Vierzigern, der sich selbst nur Mastermind nannte, war kein normaler Mensch. Er war ein Übermensch, ein Wesen, gesegnet mit besonderen Kräften, gegeben von Gott, dem Schicksal oder wem auch immer. Im Grunde ist es nicht von belang, woher er die Kräfte hatte.
Allerdings war ihm das auch noch nie so egal gewesen wie in jener Nacht, in der Alles nur darauf ankam, zu überleben.
Schwer atmend kniete Mastermind sich auf den Boden, dabei stützte er sich mit der rechten, geschlossenen Faust ab. Die andere Hand hielt ein Bündel, es bestand aus weißen Lumpen und stank fürchterlich.
Keuchend ließ er seinen Blick über die Wolkenkratzer der riesigen Stadt wandern – wo er auch hinsah, überall zuckten von Zeit zu Zeit Lichtblitze gen Himmel, Explosionen ließen die Erde erbeben.
Astania befand sich im Krieg, und das war garantiert kein Krieg zwischen zwei Völkern, die sich um Land oder eine Religion stritten.
Es war ein Krieg zwischen gut und böse, zwischen Recht und Unrecht, Leben und tot, ein Krieg, der das Schicksal der Welt entscheiden könnte. Nein, nicht könnte. Er würde.
„Schon so erschöpft, Charles?“, erklang eine raue, basslastige Stimme in Masterminds Rücken.
Ein Koloss von einem Mann, mit breiten Schultern, einem fast ergrauten, blitzförmigen Bart und einer Größe von über zwei Metern trat neben ihn. Er trug ein Kostüm aus eng anliegendem Latex, und obwohl es dunkel war, konnte man den Blitz, der auf Brusthöhe angebracht war, noch leuchten sehen.
Die Falten im Gesicht des Mannes zeugten von einem hohen Alter, doch noch immer war er muskelbepackt und vermittelte den Eindruck von purem Leben, woran vermutlich auch seine tiefblauen Augen Schuld waren.
„Ich werde… alt“, erwiderte Mastermind lächelnd.
„DU wirst alt? Nimm dir ein Beispiel an mir, alter Freund, und dann sag mir, was alt bedeutet.“
Grinsend erhob sich Mastermind wieder, er spürte die Wärme einer riesigen Explosion weit hinter ihm aufwallen.
„Können wir jetzt los, oder willst du noch plaudern?“, fragte er den Riesen, bevor er sich umdrehte und mit einer einzigen Bewegung vom Rand des Daches sprang.  Ohne zu zögern folgte der Ältere ihm, es dauerte nur einen kurzen Moment, dann hatte er ihn noch im Fluge eingeholt.
„Du bist noch immer langsam und unausgeglichen!“, schrie er, denn der Wind, der ihnen entgegenschlug machte jegliche Konversation in normaler Lautstärke unmöglich.
„Und du unterschätzt mich immer noch, James!“, brüllte Mastermind zurück, presste seine Gliedmaßen an den Körper und schoss noch schneller auf den Erdboden zu. Das Bündel, das er dabei fest an seine Brust drückte, gab nicht einmal den geringsten Laut von sich – und das, obwohl es das Objekt war, um das momentan alle so verbissen kämpften. In ihm schlummerte ein Baby, das gerade einmal zwei Monate alt war – ein Junge, der das Schicksal der Welt bestimme würde.
Ohne eine Vorwarnung raste der massige Körper James´ an ihm vorbei, der blitzförmige Bart flatterte dabei wild im Wind. Staunend beobachtete Mastermind, wie der Riese sich dem Boden Stück für Stück näherte, sich dann kurz davor ausstreckte und schließlich ganz einfach abbremste. Danach landeten die Füße, welche in hohe Latexstiefel gekleidet waren, aus einem halben Meter Höhe elegant auf dem Boden.
Kurz darauf vollzog Mastermind das gleiche Spektakel, auch wenn er sich sehr stark anstrengen musste, um sich überhaupt zu bremsen.
„Ich hasse das Fliegen. Das war schon immer so – schon als ich meine Kräfte vor dreißig Jahren entdeckt hab´, wollt ich´s nicht können“, beschwerte er sich, nachdem er die Hohe Geschwindigkeit, die er nach der Landung noch immer gehabt hatte, ausgelaufen war.
„Du bist nur neidisch, weil du weniger talentiert bist als ich“, lachte James, während er seinem Freund auf die Schulter klopfte. Es waren nur leichte Schläge, doch Mastermind zuckte darunter zusammen. Sofort nahm James seine Hand zurück.
„Verzeih. Ich vergesse manchmal, wie unermesslich groß meine Kräfte sind.“
Mastermind schüttelte den Kopf.
„Rein theoretisch könnten wir diesen Sack hier“, er schüttelte den kleinen, in Lumpen eingewickelten Jungen, „einfach im nächstgelegenen Fluss versenken. Warum stellst du dich nicht der Gefahr in der Zukunft?“
„Glaub mir, das werde ich. Aber ich bin nun einmal nicht der Auserwählte. Ich kann nur meine drei-“
Mastermind hielt seinem Freund die Hand vor den Mund. Sofort spannte dieser seinen riesigen Muskelberge an, denn natürlich hörte er es auch: Schritte, die sich näherten.
Als auch noch mehrere Stimmen erklangen, ballte James die Faust.
„Psst, ruhig. Es könnten auch Freunde sein.“
In diesem Moment kamen sie um die Ecke eines halb zerstörten Hauses: drei Gestalten, von unterschiedlichster Statur.
Der eine war groß, breit und glatzköpfig, er hielt eine mit Stacheln ausgestatte Peitsche in der Hand. Der andere war klein, aber nicht schmal, seine Haare reichten bis zu den Schultern und in seiner Hand leuchteten orangene Lichter.
Der dritte war etwa so groß wie Mastermind, besaß eine durchschnittliche Statur und einen kurzen Haarschnitt. Auf den ersten Blick gab es an diesem Mann nichts, was furchterregend sein könnte.
„Nanu, nanu, wen haben wir denn da?“, sprach der Unbewaffnete, dabei trat er einen Schritt auf Mastermind und James zu.
„Thunderstorm und Mastermind, zusammen mit… der Hoffnung der Menschheit?“
Die letzten Worte sprach er mit einem so widerlichen Hohn in der Stimme, dass Mastermind sich sofort auf ihn stürzen wollte. Doch die Vergangenheit hatte ihn gelehrt, dass überhastete Aktionen schnell ins Auge gehen konnten, deshalb tat er einfach gar nichts.
„Was willst du von uns, Paul?“, fragte James, seine Fäuste zuckten vor Anspannung.
„Übergebt mir den Jungen – und nenn mich nie wieder Paul“, sprach er mit fester Stimme, nicht ein Hauch von Angst war zu spüren, obwohl auch er schon von den Künsten James’ gehört haben musste.
Dieser begann lauthals zu lachen, und auch Mastermind stimmte mit ein. Paul ließ es über sich ergehen.
„Oh Paul, du dummer, dummer Junge“, meinte Mastermind kurz darauf, „wie kommst du darauf, dass du auch nur den Hauch einer Chance gegen uns hättest? Du weißt doch, wer wir sind.“
Der Angesprochene grinste nur belustigt.
„Natürlich, Charles. Allerdings solltet ihr mittlerweile auch wissen, wer ich bin. Ich bin nicht irgend so ein unterbelichteter Idiot, ich plane.“
Nun wurde Mastermind doch stutzig. James gehörte zu den talentiertesten Übermenschen, die die Welt je gesehen hatte, aber diese Seichtheit von ihrem Gegner… die machte ihn nervös.
„Sieht euch um. In einem Umkreis von fünfzig Kilometern um euch herum leben Menschen, die angsterfüllt in ihren Häusern hocken und vermutlich zu Gott beten. Willst du diese Menschen wirklich angreifen, James und wenn es auch nur durch Zufall geschieht? Und Charles – wie willst du kämpfen, so lange du eure große Hoffnung in der Hand haltet?“
Eine gewaltige Explosion irgendwo außerhalb der Stadt hellte die Umgebung auf, und Mastermind erblickte das siegessichere Grinsen von Paul.
„Es waren nette Zeiten mit euch. Aber alles hat einmal ein Ende, nicht wahr?“ Paul trat ein paar Schritte zurück.
„Tötet sie.“
Mit einem Mal sprangen überall aus den hauptsächlich leer stehenden Häusern in ihrer direkten Umgebung Übermenschen heraus, manche griffen sofort an, andere gesellten sich erst zu Paul.
Ohne zu überlegen ließ Mastermind einen transparenten Schild um ihn und Thunderstorm herum erscheinen, die unterschiedlichsten Angriffe, von mächtigen Laserstrahlen bis zu geworfenen Felsbrocken, prallten daran ab.
„Was machen wir jetzt?“
Mastermind biss die Zähne zusammen, einen Schild aufrecht zu erhalten, der permanent angegriffen wurde, war sehr kraftaufwendig.
„Du bringst das Kind in Sicherheit… ich halte die hier davon ab, dir zu folgen“, antwortete James, heftig mit den Händen gestikulierend.
Mastermind schüttelte den Kopf.
„Nein. Nein James, nein.“
„Ich schaff das schon…“
„Du bist mächtig, aber nicht so mächtig, James, nein, nein…“
Thunderstorm ballte die Fäuste, es begann zu knistern.
„Weißt du, Pauls Plan war im Grunde ganz gut. Aber er hat eines vergessen.“
„Und was?“
„Die Bürger wurden evakuiert… es gibt nichts, was mich aufhalten würde, meine Kräfte einzusetzen.“
„James…“
„GEH!“
Mit diesen Worten rannte Thunderstorm aus dem transparenten Schild heraus, kurz drauf verschwand er im aufwallenden Staub.
„Verdammt“, flüsterte Mastermind, während das Bündel in seinen Armen zu schreien anfing.
Ein Schemen sprang auf ihn zu, doch anstatt auszuweichen ließ er ein großes Stück Stein, das aus einem der Häuser herausgebrochen war, gegen den Angreifer krachen.
Dieser wurde irgendwohin geschleudert, nur ein Schrei war noch zu hören, als Stein auf Stein rieb, vermutlich war das Geschoss gegen ein weiteres Haus geflogen.
Nun verlor Mastermind keine Zeit mehr. Er wusste, dass er James nicht mehr vom Kampf loskriegen würde, also nutze er die Chance, die sich ihm bot:
Mithilfe seiner Flugkräfte schwebte er eines der Gebäude hoch, noch immer den Schutzschild um sich herum erhaltend. Als er auf dem Gebäude gelandet war, nahm er Anlauf und sprang in die Lüfte, um das Kind in Sicherheit zu bringen.

Der erste Idiot rannte Thunderstorm direkt in die Faust. Ehe der Mann mit der seltsam dunklen Haut sich versah, brach sein Genick, leblos fiel er auf die verstaubte Straße.
Der Koloss kümmerte sich nicht weiter darum, er lief weiter geradeaus, sprang über einige Angriffe hinweg und schlug und trat um sich.
Einen besonders irrwitzigen Kerl, de ihn von hinten mit einem Dolch hatte überraschen wollen, packte er an der Taille, um ihn dort Entzwei zu reißen und die beiden Stücke zu Boden zu werfen.
„Hört mich an, ihr Schurken! Ich bin Thunderstorm, Hüter der Gerechtigkeit! Flieht, solange ihr noch könnt, oder erwartet keine Gnade!“
Der Held konnte hören, wie sich zwei, drei Männer zurückzogen, mehr nicht. Das war Pech. Für die Anderen.
Eine Frau flog vom Himmel aus auf ihn zu, sie hatte zwei Stacheln aus ihren Handflächen wachsen lassen, mit denen sie ihm den Kopf zu durchbohren versucht hätte, wenn er sie vorher nicht gepackt und weggeschleudert hätte.
Immer mehr Feinden musste Thunderstorm sich erwehren, immer mehr Gegner musste er verletzten und töten. Schließlich wuchs die Anzahl so dermaßen an, dass er gar keine andere Wahl mehr hatte:
Er musste seine Kräfte einsetzen.
Die Kugel einer Schusswaffe prallte an seiner Brust ab, doch er lachte nur. Er war so gut wie unverwundbar. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck drückte er seine Fäuste so fest zusammen, wie er nur konnte.
„Jetzt zeige ich euch, wieso man mich Thunderstorm nennt!“
Mit einem einzigen Schrei stieß er seine Fäuste nach vorn, die Elektrizität schoss einem Wasserstrahl gleich auf die Gegner zu, alles, was sie traf, begann zu zucken und zu quietschen. Thunderstorm begann eine wahre Kombination aus Blitzstößen, und auch nach mehreren Minuten spürte er nicht den Hauch einer Erschöpfung.
Dann sprang eine Art Löwenmensch auf ihn zu. Der Feind hatte langes, gelocktes Haar, war am ganzen Körper mit Fell bedeckt und besaß unterarmlange, spitz zulaufende Krallen.
James grinste. Diesem Wesen würde er zeigen, wo der Hammer hing.
Mit Zeige-und Mittelfinger zielte er auf den Gegner, der sich nun kurz vor seiner Brust befand.
„Viel Spaß beim brutzeln!“, rief er – und nichts geschah.
In diesem Moment begann die Zeit, still zu stehen. Es dauerte vermutlich nur den Bruchteil einer Sekunde, bis Thunderstorm begriff, was los war, und auch die Folgen dieses Bruchteils geschahen in sehr kurzer Zeit. Doch für ihn waren es Stunden, die es brauchte, bis der Feind ihn erreichte.
„Nein“, murmelte er, „Nein, nicht jetzt.“
Zwanzig Jahre lang hatte er es ohne eine Spur überstanden, und jetzt das.
„NEIN!“
Gleichzeitig mit diesem Schrei durchstießen die Krallen des Löwenmenschen seine Brust, bohrten sich durch die dünne Schicht aus Latex und entwichen dem Rücken, mit Blut und Stückchen der Innereien bedeckt.
Die letzte Kraft aufwendend, warf Thunderstorm den Gegner beiseite, schleuderte ihn gegen eine Wand. Er atmete aus, und ein Blutspritzer schoss aus der Wunde.
„Wie konnte es so weit-“
Es surrte, und spitze, sich drehende Bohrer kamen aus seiner Brust hervor.
„Damit hast du nicht gerechnet, oder?“, fraget Paul, der sich von hinten an ihn heran geschlichen hatte, höhnisch.
Thunderstorm schmeckte das Blut, das sich in seinem Mund ansammelte, und er wusste, dass er nicht mehr lange durchhielte.
„Das mir deine Krankheit ausgerechnet jetzt zu Hilfe kommt… welch Ironie.“
Paul ließ die Bohrer, die er aus jedem beliebigen Körperteils schießen lassen konnte, sich noch schneller drehen. Thunderstorm stöhnte vor Schmerzen auf.
„Ich will dir ins Gesicht sehen, wenn ich dich töte“, hauchte Paul ihm ins Ohr und begann, sich an dem breiten Körper James’ entlang zu tasten.
„Ich werde sterben, Paul, aber dich nehme ich mit!“
Alle Kräfte zusammen nehmend, stieß er sich vom Boden ab, schoss mit einer Geschwindigkeit von über dreihundert Kilometern pro Stunde gen Himmel und blieb schließlich weit über der Stadt in der Schwebe.
„Nein!“, kreischte Paul, krampfhaft hielt er sich an Thunderstorm fest, dessen halb zerfetzter Umhang im Wind wehte.
„Es wäre mir ei leichtes, dich falle zu lassen, aber dieser Tod wäre nicht qualvoll genug!“, schrie der Riese, gleichzeitig überhäufte er seinen ganzen Körper mit Strom, um Paul zu quälen.
Dieser ließ los – wurde jedoch von der großen Hand James´ eisern festgehalten.
Minutenlang ließ Thunderstorm Starkstrom durch Pauls Körper fließen – aufgrund der Kräfte eines Übermenschen starb der Mann nicht daran, es war jedoch genau so schmerzhaft wie bei einem normalen Lebewesen.
„Und nun, Paul, setze ich deinem Leben ein Ende.“
„Nein, bitte nicht… ich flehe dich an…“
Thunderstorm blickte in das gebräunte Gesicht des Mannes, der in diesem Moment kein Übermensch war, sondern nur ein Kerl, der um Gnade bat.
„Das taten die Juden auch.“
Er sammelte all seine Kraft, warf Paul hoch in den Nachthimmel. Schreiend fiel dieser gen Boden, in dem Moment ließ Thunderstorm allerdings einen Blitz hinausschießen, er traf Paul genau in die Brust, schleuderte in viele Kilometer durch die Lüfte, direkt auf ein Atomkraftwerk zu, das ein wenig außerhalb der Stadt lag.
Froh, noch einen Gegner besiegt zu haben, blickte Thunderstorm dem Blitz hinterher, der sich selbst und Paul durch den Nachthimmel bewegte. Schließlich traf er das Atomkraftwerk, das sich sofort in seine Einzelteile auflöste.
Die riesige Explosion, die halb Astania vernichtete, bekam der Held gar nicht mehr mit – er trudelte bewusstlos in die Tiefe, raste ohnmächtig auf den Grund zu.


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Hoffe es hat einigermaßen Gefallen gefunden^^
Die erstellten Charaktere werde ich sehr bald einfügen :P
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