Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
«
»
von -Tora-    erstellt: 01.05.2009    letztes Update: 24.08.2009    Geschichte, Abenteuer / P6    (abgebrochen)
Hey...
Ja, ich weiß, dass ich viel zu spät bin, aber ich hab erst ab den Ferien Zeit gehabt, zu übersetzen...
Hier ist auf jeden Fall endlich das nächste Kapitel.


*+*+*



„Ich muss dich um einen Gefallen bitten.“ Der Hollow war sehr verärgert darüber, dass er sich plötzlich auf den seitwärts stehenden Gebäuden in Ichigos innerer Welt wiederfand und es wurde nicht besser, als Zangetsu sofort zu sprechen begann und sich nicht einmal um eine Begrüßung bemühte.

Während er mit einem finsteren Blick versuchte, seine Orientierung zurückzugewinnen und für sich selbst bemerkte, dass sein Schwert scheinbar in Zangetsus Welt liegen geblieben war, drehte sich der Hollow herum, um sich dem ausdruckslosen Zanpakutou zuzuwenden. „Du brauchst meine Hilfe?“, fragte er ungläubig.

Entweder bemerkte Zangetsu seinen Ärger nicht oder es war ihm egal. „Du hast auf Ichigo geachtet, richtig?“

Der Hollow grinste. Das war eine dumme Frage...

Ichigo hatte einen Kampf gegen einen Captain mit dem Namen Zaraki Kenpachi angefangen. Naja, er rannte mehr weg, als dass er kämpfte, doch es war genug, ihre Verbindung wieder zu öffnen.

„Was ist los mit diesem Kerl?“, sickerten Ichigos Gedanken weiter durch ihre Verbindung, und sie waren angefüllt von blanker Angst vor diesem Captain. Es erstickte und trübte seine Fähigkeit zu Kämpfen oder überhaupt klar zu denken. „Gegen Renji, einem Vizecaptain, hatte ich wenigstens eine Chance! Ich kann diesen Kerl nicht mal verletzen, egal wie stark ich ihn treffe!“

Kenpachi holte ihn ein und seine Gedanken verschwammen wieder zu einem Wirbel von Panik. Er versuchte verzweifelt, den größeren Mann abzuwehren, erreichte jedoch nicht viel und bald kehrte Ichigo wieder um und fing wieder an zu rennen.

Der Hollow runzelte leicht die Stirn. Er konnte sagen, dass Ichigo nicht nur wegrannte. Er strengte sich an, zu Kämpfen... Aber er hatte immer noch nicht daran gedacht, Zangetsus Kraft anzufordern und jedes Mal, wenn Kenpachi seine zugegebenermaßen hohe spirituelle Energie vorführte, verlor er das kleine Maß an Ruhe, das er aufbauen konnte.

„Das ist wahnsinnig! Wenn das so weitergeht, wird er mich wirklich umbringen!“

Der Hollow lenkte seine Aufmerksamkeit mit einem Schulterzucken wieder auf Zangetsus Frage. „Also dieser Kenpachi Typ schubst ihn ein bisschen rum und er macht sich nicht die Mühe, nach Hilfe zu fragen. Es ist ein bisschen armselig, ja, aber was erwartest du von mir, was ich dagegen tun soll?“

Zangetsu sah nicht zufrieden über diese offensichtliche Kritik aus. „Verurteile ihn nicht; du warst vorher genauso. Er kennt mich einfach noch nicht so wie du, deshalb erkennt er nicht, dass er nach mir rufen kann.“

Der Hollow nickte entgegenkommend. „Ja, ja, ich weiß... Meine Frage steht aber immer noch; was willst du, dass ich dagegen mache?“ Es war nicht nur eine unbegründete Frage, er wollte wirklich gern wissen, was Zangetsu für einen Vorschlag hatte.

„Ichigo muss nur gezeigt werden, wie ich genau genutzt werden kann“, erklärte Zangetsu. „Und der einzige, der es ihm wirklich zeigen kann...“ er blickte bedeutend zu dem Hollow.

Der Hollow hob verwirrt eine Augenbraue. „Ich? Aber wie...“ Seine Frage verstummte in der Hälfte, als er realisierte, was das Zanpakutou plante und er grinste. „Du bringst ihn hier her?“

Zangetsu nickte. „Ich arbeite daran. Wenn er mich nicht ruft, muss ich derjenige sein, der ihn ruft. Wie auch immer, mich selbst draußen zu manifestieren ist keine leichte Aufgabe.“

„Ich verstehe.“ Der Hollow schloss seine Augen, sein Kopf neigte sich nach oben, als er wieder einmal nach dem Kampf draußen suchte. „Solange er uns vorher nicht umbringt, dann...“

Zangetsu runzelte die Stirn und nickte lediglich zustimmend.

Ichigo hatte es geschafft, sich selbst weit genug von Kenpachi zu entfernen, dass er dachte, er könnte eine Verschnaufpause einlegen. Sich schwer sowohl an Zangetsu als auch an eine nahe Wand lehnend versuchte er, sich selbst zu beruhigen.

„Beruhige dich... beruhige dich... es ist unmöglich, dass eine Person nicht verwundet werden kann...“, dachte Ichigo zu sich selbst. „Es scheint nur so, weil mein Reiatsu von meiner Angst gedämpft wird. Wie der alte Mann Zangetsu gesagt hat, ’Vergiss die Angst. Geh vorwärts. Halte niemals an.’ Ich muss mich nur beruhigen und mich konzentrieren...“

Der Hollow grinste. Ichigo wusste, was sein Problem war und er war auf dem Weg, es zu verbessern... Er wunderte sich trotzdem, wie er immer noch in der Lage war, den Fakt, dass er nach seinem Schwert rufen konnte, zu übersehen. Dachte er wirklich, dass das seine ganze Stärke war, die er hatte?

Ichigo atmete tief ein und setzte einen grimmigen Blick auf. „Richtig. Ich kann das schaffen.“ Er stand wieder aufrecht und begann, wieder in die Richtung, aus der er gekommen war, zurückzulaufen.

Er war kaum zwei Schritte weit gekommen, als er abrupt anhielt und mit aufgerissenen Augen in den Himmel starrte und strengte sich an, um etwas zu spüren. „D... das kann nicht sein... Chad?“

Der Hollow brauchte einen Moment um zu erkennen, dass Ichigo nichts spürte, was in der Luft war, sondern eher etwas, das nicht da war. Ichigo hatte irgendwie gemerkt, dass Chads spirituelle Energie verschwunden war.

Der Hollow blicke finster, nicht sicher, wie er darüber dachte, dass Chad starb. Chad war sein Freund, oder war es vorher gewesen...

In der Tat war sich der Hollow nicht sicher, wie er über irgendeinen seiner alten Freunde dachte, jetzt, wo er darüber nachdachte. Er war ziemlich sicher, dass Rukia irgendetwas darüber erwähnt hatte, dass Hollows dazu neigen, diejenigen, die ihnen vorher am nächsten waren, anzugreifen, deshalb hatte er etwas fühlen würde wie... Hunger? Verlangen? Irgendetwas Ähnliches.

Überhaupt bemerkte er, dass er diesen Hunger nicht gefühlt hatte, seit er ganz am Anfang ein Hollow wurde. Er wusste nicht, warum. Wahrscheinlich irgendetwas wie, solange Ichigo etwas aß, würde er auch nicht hungrig sein.

Wie auch immer, er fühlte keinen Hunger und er schien auch nicht wirklich anders über seine Freunde zu denken, als zuvor. Solange man nicht die Tatsache dazuzählte, dass er jetzt dazu neigte, sie jetzt in Stärkegrade zu kategorisieren. Chad war stark, Ishida etwas stärker, Inoue und Rukia vergleichsweise schwach, und so weiter.

Obwohl, er nahm an, dass Ichigos üblicher Antrieb, seine Freunde zu beschützen, nicht mehr ganz richtig zu sein schien. Es war nur eine Entschuldigung zum Kämpfen, richtig?

So weit, wie Chads plötzlich plötzliches Verschwinden ging, fühlte er ein wenig... Enttäuschung, schätzte er... Mitleid, sicherlich...

Aber er war definitiv nicht annähernd so verletzt darüber, wie Ichigo, der jetzt komplett erstarrt war, seine Sinne so weit er konnte und noch weiter ausstreckend, auf der Suche nach Chad. Alle Gedanken über seine eigene, persönliche Sicherheit und den Kampf, den er austrug waren völlig verworfen.

Der Hollow wollte seinen Partner beinahe anschreien, aufzupassen. Mach dir über andere später Sorgen, wenn gerade kein verrückter, starker Typ hinter dir her ist, der versucht, dich umzubringen!

Aber er wusste, dass es nichts bringen würde. Selbst von hier drin, Ichigos geistiger Welt, würde Ichigo ihn nicht hören, solange er nicht zuhörte; das war an erster Stelle Zangetsus Problem.

„Da! Es ist schwach, aber es ist da!“ Ichigos Stimme und klare Erleichterung unterbrachen die Gedanken des Hollows.

Irgendwie überrascht sah der Hollow ebenfalls nach. Tatsächlich war da ein kleiner Funke spiritueller Energie in der Richtung, wo Chad als letztes war. Und es war definitiv Chads...

„Richtig... Warum verschwende ich hier Zeit, indem ich mich fürchte?“ Ichigo redete wieder vor sich hin. „Ich kann jetzt nicht aufhören. Ich habe Leute, die auf mich zählen. Chad, Ishida, Inoue, Ganju und Hanatarou... Rukia...“ Ichigo atmete tief durch und wandte sich resolut wieder dahin, wo Kenpachi irgendwo wartete. „Ich habe keine Zeit, Angst zu haben.“

Der Hollow grinste. Ichigo hatte seine Entschlossenheit gefunden und seine ganze Angst war zurückgedrängt worden. Er musste immer noch nach Zangetsu rufen, aber wenigstens würde er jetzt in der Lage sein, sich selbst für eine Weile zu halten.

Ichigo brauchte nicht lange, um Kenpachi wiederzufinden; es hatte ihn gelangweilt, ihn zu jagen und er saß ihn einer der Gassen und sah deprimiert aus. Als er Ichigo entdeckte, wie er sich ihm näherte mit einem Gesichtsausdruck voller Entschlossenheit, strahlte er sofort und stand schnell auf.

„Hey, du hast aufgehört, wegzurennen!“, lachte Kenpachi, während er sein Schwert wieder zog. „Hast du entschieden, dass du bereit bist, zu sterben? Oder hast du einfach nur aufgegeben?“

Ichigo blickte grimmig und hielt Zangetsu bereit in beiden Händen. „Beides mal falsch!“ Damit sprang er vorwärts und schwang sein Schwert zu stark er konnte gegen seinen Gegner.

Eine schmale Linie Blut erschein über Kenpachis Brust und Ichigos Stimmung hob sich, als er außer Reichweite eines möglichen Gegenschlages sprang. „Er kann verletzt werden!“, dachte er triumphierend.

„Tut mir leid“, sagte er laut. „Aber ich kann hier nicht sterben. Ansonsten wäre alles, wofür ich kämpfe, zerstört!“

Kenpachi war begeistert. „Du kannst es also doch!“, lachte er, Ichigos Worte scheinbar ignorierend. „Mach weiter so! Der Spaß fängt gerade erst an!“

Damit sprang er auf Ichigo zu und die beiden begannen, zu kämpfen.

Der Hollow runzelte leicht die Stirn. Ohne seine Augen zu öffnen sagte er laut zu Zangetsu: „Bist du sicher, dass du meine Hilfe brauchst?“

„Was meinst du?“, fragte das Zanpakutou ernst.

Der Hollow zuckte mit den Schultern. „Ich meine, klar, er hat dich noch nicht gerufen, aber das hat er während seinem Kampf mit Renji auch nicht gemacht. Ist es so wichtig, dass er es jetzt tut? Er kommt doch schon besser zurecht, als eben gerade erst.“

Zangetsu wartete kurz, bevor er antwortete und seufzte leise. „Sein Gegner hält sich in diesem Kampf zurück. Er lebt für die Aufregung des Kampfes. Wenn Ichigo seine Stärke nicht mit meiner verbindet, wird unsere Kraft kollidieren und er wird nicht in der Lage sein, ihn zu besiegen.“

„Oh.“ Der Hollow dachte für einen Moment darüber nach, bevor er grinste und amüsiert den Kopf zur Seite legte. „Was wird passieren, wenn du ihn hier rein holst, während er kämpft? Würde er dann nicht ohnmächtig werden oder so?“

Zangetsu schüttelte seien Kopf. „Nein. Du weißt, dass sich meine speziellen Fähigkeiten um Geschwindigkeit drehen. Für kurze Zeit kann ich unsere Wahrnehmung beschleunigen, sodass die Außenwelt scheinbar still steht. Ich kann es nicht lange aufrechterhalten, doch es wird genügen.“

Der Hollow nickte nachdenklich. „Das wäre ein nützlicher Zug im Kampf, weißt du? Sich so schnell bewegen zu können...“

Zangetsu runzelte die Stirn. „Ich kann es nicht lange aufrechterhalten“, wiederholte er. „Und es ist nur wirksam, während Ichigo in seiner inneren Welt ist.“

„Hmm.“ Der Hollow wandte seine Aufmerksamkeit wieder Ichigo und Kenpachi zu, gerade, als der Kampf interessant wurde.

Als Kenpachi einem Angriff von Ichigo auswich, streckte er eine Hand aus und ergriff Zangetsu direkt, drehte es und sandte Ichigo fliegend nach oben, schlitzte aber währenddessen mit seiner anderen Hand hoch. Es schien ihn nicht zu kümmern und er nutzte lediglich den Moment, in dem Ichigo in der Luft war, um sein Schwert nach ihm zu schlagen.

Ichigo schaffte es nur knapp, auszuweichen, die Klinge schnitt durch den Stoff seiner Uniform, als er fiel. Kenpachis Griff um sein Schwert nutzend stabilisierte er sich selbst in der Lust und trat das Schwert aus den Händen seines Gegners, drehte sich dann nach rechts und landete schwer auf beiden Füßen.

Schnell hob er Zangetsu wieder zur Verteidigung und blickte zu Kenpachi, um sich zu versichern, dass er nicht von dem nächsten Angriff überrascht sein würde.

Kenpachi war nicht da. Ichigo starrte für einen Moment verwirrt in die leere Gasse, bevor ein plötzliches Klingeln direkt hinter ihm erklang.

Gerade noch rechtzeitig brachte er Zangetsu über seinen Kopf, um Kenpachis Schwert wieder abzublocken. Während er die Klinge wegdrückte, wirbelte Ichigo herum, um sich seinem Gegner zuzuwenden.

Kenpachis Grinsen war noch breiter geworden. „Großartig! Sehr gute Reaktion!“, lobte er. „Deine Konzentration verbessert sich! Anders als vorher hörst du jetzt sogar das Läuten meiner Glöckchen!“

Ichigo verengte die Augen, schwer atmend. Was war los mit diesem Kerl? Er benahm sich so, als wäre das irgendeine Trainingsstunde, anstelle eines Kampfes auf Leben und Tod.

Kenpachi schien seine Verwirrung zu bemerken und er grinste. „Sieh mal, Ichigo... die Glöckchen, die Augenklappe, das alles sind Accessoires, die ich speziell dafür trage, um meinem Gegner einen Vorteil zu geben, um sie stärker zu machen. Ansonsten besiege ich sie zu schnell und der Kampf macht keinen Spaß. Also, nutze sie aus!“

Ichigo blickte grimmig und verfestigte den Griff um Zangetsu. „Du unterschätzt mich immer noch“, schlussfolgerte er, verärgert von der Einstellung des anderen. „Hast du deshalb auch dein Schwert noch nicht befreit?“

Es entstand eine kurze Pause, in der Kenpachis Grinsen verschwand. Er blickte Ichigo seltsam an.

Das als Zeichen nehmend, dass er Recht hatte, zwang Ichigo ein Grinsen au sein Gesicht. „Du solltest besser anfangen, mich ernst zu nehmen, weißt du. Ich habe dich bereits einmal verletzt und wenn du dich weiter zurückhältst-“

Kenpachi unterbrach ihn und beobachtete ihn mit einem unbewegten Gesichtsausdruck. „Mein Zanpakutou hat keinen Namen. Du bekommst, was du hier siehst.“

Der Hollow pfiff anerkennend. „Wow, er hat sein Reiatsu so hoch aufgebaut, ohne, dass sein Schwert ihm hilft? Gute Arbeit...“

Ichigo schien es jedoch nicht zu kapieren. Er grinste erleichtert. „Oh, wirklich? Das ist gut zu wissen. Also kann dein Schwert nicht stärker werden. Also...“

Der Hollow wäre beinahe an Ichigos Worten erstickt. „Du Heuchler! Prahle nicht mit dem, was du selbst nicht machst!“

„Sei still“, wies der alte Mann Zangetsu ihn leicht verärgert an, während er sich noch stark konzentrierte. „Das wird gerade übel...“

Tatsächlich hatte Kenpachi Ichigo wieder unterbrochen, dieses Mal mit seinem Schwert. Ichigo hob Zangetsu schnell und Blockte mit der Seite seiner Klinge, während er seine Worte wieder unterschluckte.

„Also was?“, brummte Kenpachi. „Dann kannst du gewinnen, wenn du dich ein bisschen mehr anstrengst? Du bist derjenige, der mich unterschätzt!“ Seine bereits jetzt eindrucksvolle spirituelle Energie loderte sogar noch mehr auf in seinem Ärger und Ichigos Augen weiteten sich mit ununterdrückbarer Angst.

Der Hollow blickte grimmig. Wenn Ichigo sich nicht sofort bewegen würde, würde Kenpachis Schwert einfach durch Zangetsu schneiden!

„Zangetsu-san, kannst du denn gar nichts machen?“

Zangetsu klang unglaublich frustriert. „Nicht, solange er mich nicht ruft!“

„Mein Schwert hat keine versiegelte Form, einfach weil es nicht versiegelt werden kann“, erklärte Kenpachi langsam und erhöhte den Druck. „Ich habe so viel spirituelle Energie, dass das stärkste Siegel nicht hält, ganz egal, was ich versuche!“

Ichigo starrte ungläubig, als Kenpachi sein Schwert in einem Schub fest genug stieß, um Zangetsu einen Riss zuzufügen und es dann weiter auf Ichigos ungeschützte Brust zuzudrücken.

Naja, nicht lange ungeschützt. Schnell reagierend ließ der Hollow die Maske wieder unter Ichigos Uniform entstehen. Kenpachis Schwert glitt scharf an einem Rand ab und stach in Ichigos Brust. Schmerzhaft und immer noch potentiell tödlich, aber es hatte die lebenswichtigen Organe, auf die Kenpachi gezielt hatte, verfehlt.

Kenpachi redete weiter. „Ich dachte, ich hätte dir gesagt, nicht mit deinem spirituellen Druck nachzulassen“, missbilligte Kenpachi und klang sehr enttäuscht. „Kaum siehst du die leiseste Hoffnung auf einen Sieg, lässt du deine Deckung fallen und entspannst dich?“

Ichigo konnte nicht antworten. Er hustete unwillkürlich und Blut floss in seinen Mund. Schmerz bereitete sich in seiner gesamten Brust aus, welcher nur noch stärker wurde, als Kenpachi sein Schwert plötzlich wieder zurückzog.

Sobald das Schwert entfernt war, brach Ichigos Klinge da, wo es durchstochen wurde, durch und sie fiel in zwei Teilen zu Boden. Zangetsu zuckte sichtbar zusammen. Bestürzt brach Ichigo zusammen.

„Bist du schon erledigt?“, fragte Kenpachi belanglos. „Wie langweilig... Was für eine Zeitverschwendung...“ Er drehte Ichigo seinen Rücken zu und begann, wegzugehen.

Für einen Moment lag Ichigo lediglich schockiert da. Dann spannte er sich an und stellte schmerzhaft einen Arm unter sich auf und versuchte, wieder aufzustehen. „Ich kann hier nicht sterben!“, dachte er stur und hob seinen Kopf, um dem Captain der 11. Division einen feindseligen Blick zuzuwerfen. „Ich... kann nicht!“

Kenpachi ignorierte seine Mühen einfach und schabte die Spitze seiner Klinge mit einem lauten Kratzgeräusch über den Zement.

Die Stirn runzelnd sah der Hollow wieder zu Zangetsu hoch. „Zangetsu-san?“, fragte er eilig. „Jetzt würde ein passender Moment sein!“

Zangetsu verzog das Gesicht, die Augen noch immer geschlossen. „Fast...“

Kenpachis Schwert wurde vom Boden gehoben, als er es schwang, um es auf seinen Schultern abzulegen. Staub vom Zement flog in die Luft und zog den Bogen nach.

Und dann fror alles ein. „Ich hab’s.“ Zangetsu verschwand und materialisierte sich dramatisch in der Außenwelt.

Ichigo starrte ihn an. „Alter Mann... Zangetsu?“, brachte er mühsam raus.

Zangetsu sah ihn ausdruckslos an, ein Ausdruck von Enttäuschung auf dem Gesicht. Stumm fing er an, auf ihn zuzugehen, offensichtlich vorsichtig seine nächsten Worte formulierend.

Nach einem langen Moment sagte er rücksichtslos: „Ichigo. Wünschst du dir, zu kämpfen? Oder wünschst du dir, zu leben. Das eine oder das andere. Wähle.“

Ichigo blickte grimmig und sein Griff um das zerbrochene Schwert festigte sich. „Ich will gewinnen“, murmelte er.

„Ich kann dich nicht hören“, drängte Zangetsu nachdrücklich.

Ichigo atmete tief ein und stemmte sich selbst weiter hoch und versuchte es erneut. „Nur zu Kämpfen... ist bedeutungslos!“, erklärte er, seine Stimme wurde fester. „Nur zu Überleben... ist bedeutungslos! Ich will gewinnen... Ich will gewinnen!“

Zangetsu nickte und sah zufrieden mit der Antwort aus. „Dann kann ich dich mitnehmen.“ Er kniete sich vor seinen gefallenen Meister und legte eine Hand auf seine Schulter.

Mit einem Mal wurde Ichigos Sicht schwarz und der Hollow grinste, während er seine eigenen Augen öffnete und sich umsah um zu sehen, wo Ichigo erscheinen würde.

Er konnte nicht anders, als aufgeregt zu sein. Das würde das erste Mal sein, dass die beiden sich überhaupt persönlich treffen würden und so, wie es sich angehört hatte, plante Zangetsu, sie kämpfen zu lassen.

Die zwei Gegner, die Zangetsu während des Trainings nie gegen den Hollow kämpfen lassen hatte, waren Ichigo und Zangetsu selbst. Die Gründe waren ziemlich offensichtlich, aber der Hollow wollte wirklich seine Stärke gegen sein früheres Selbst testen. Er brauchte Bestätigung, dass er hier drin wirklich etwas Sinnvolles tat.

Der Hollow wunderte sich vage, ob Ichigo den Zusammenhang zwischen ihm und seiner ‚Glücksmaske’ erkennen würde. Er lachte über diese Idee, da er wusste, dass er hier drin nicht unbedingt aussah, wie ein Hollow. Von daher, wahrscheinlich nicht.

Ein bekannter Aufschrei in einiger Entfernung erregte seine Aufmerksamkeit und er spottete leicht. Natürlich würde Zangetsu Ichigo zu einem Gebäude, ganz am Ende der ‚Stadt’ bringen, nur um es ihm schwer zu machen. Sofort begann er, auf die Geräusche zuzurennen und übersprang die Distanz zwischen den Gebäuden, über die er lief.

Als er sie entdeckte, musste er grinsen. Zangetsu ging von Ichigo weg, während er auf ihn einredete. Ichigo hatte sich selbst auf eines der Fenster auf dem Boden geschmissen und starrte mit aufgerissenen Augen auf den Grund. Offensichtlich hatte ihn die Schwerkraft an diesem Ort aus der Fassung gebracht.

Der Hollow hatte die eine klare Antwort aus Zangetsu oder seinen Puppen herausbekommen, warum diese Welt auf der Seite stand. Er hatte den Verdacht, dass das Zanpakutou es ebenfalls nicht wusste, aber natürlich würde er niemals zugeben, etwas nicht zu wissen.

Während er Ichigo jetzt beobachtete, hatte der Hollow das merkwürdige Gefühl, einen Blick auf sich selbst in einem entfernten Spiegel zu werfen oder, wahrscheinlich richtiger, ein Video von sich selbst zu sehen, wie er früher war. Das war das erste Mal, dass er sein anderes Ich wirklich sah, anstatt nur zu sehen, wo er hinsah.

Ichigo kam wieder auf seine Füße und sah sehr unsicher über die Oberfläche, auf der er stand, aus. Zangetsu ließ ihm nicht viel Zeit, darüber nachzudenken und warf ein kleines, schmales Schwert in seine Richtung.

Automatisch versuchte Ichigo, es zu fangen und fummelte eine Weile, als er realisierte, dass es ein Schwert war und dass er fast die scharfe Seite ergriffen hätte. „Bist du verrückt?“, schrie er Zangetsu an. „Wirf nicht einfach scharfe Schwerter umher! Das ist gefährlich!“

Der Hollow grinste spöttisch. Das Schwert werfen... Das war eine Idee. Vielleicht wenn er das Band um Zangetsus Griff festhielt...

Zangetsu ignorierte Ichigos Ausbruch und ging weiter von ihm weg. „Das ist ein Asauchi; ein namenloses Zanpakutou, das Shinigami in niederen Klassen, die noch nicht Shikai erreicht haben, gegeben wird. Nimm es. Es gehört dir.“

Ichigo sah verwirrt aus und blicke runter auf das kleine Schwert. „Mir? Aber, äh... Mein Schwert ist... äh... Zangetsu, oder nicht?“

„Zangetsu?“ Das Zanpakutou hielt abrupt an. Der Hollow konnte den Schmerz und die Verärgerung in seiner Stimme hören, als er erneut sprach. „Du meinst das Schwert, das dein Feind gerade zerbrochen hat? Du meinst das?“

Zangetsu drehte sich um, um Ichigo anzusehen und offenbarte die Schwertversion von sich selbst in einer Hand.

Ichigo sah gebührend schuldig aus, während er auf das Schwert, das er jetzt trug, starrte. „Naja, ähm...“

Zangetsu schüttelte den Kopf. Ich kann dir das nicht überlassen“, sagte er in scharfem Ton. Er blickte kurz für einen Moment über Ichigos Schultern zu dem Hollow und warf Zangetsu dann über den Rand des Gebäudes, auf dem sie standen.

„H-hey!“ Überrascht ging Ichigo vorwärts, um es zu fangen, doch der Hollow war ihm schon weit voraus.

„Aus dem Weg!“, rief er und schoss mit großer Geschwindigkeit an seinem anderen Selbst vorbei. Während er in die Luft sprang, umfasste er Zangetsus Griff, machte zusätzlich eine Rolle in der Luft und landete dann hart auf seinen Füßen auf dem nächsten Gebäude.

Der Hollow konnte fühlen, dass Ichigo ihn anstarrte und als er grinsend zurückblickte, lachte er über seinen Gesichtsausdruck.

„Was... was bist du?“, fragte Ichigo schockiert.

Der Hollow grinste. „’Was’? Das ist aber nicht sehr nett, Partner!“

Ichigo wollte gerade antworten, aber der alte Mann unterbrach ihn. „Wenn du beweisen willst, dass du es wert bist, mich zu führen, Ichigo, musst du mich zurückholen mit deinen eigenen Händen“, wies er ihn an. „Dein Gegner... bist du selbst!“

Der Hollow lachte, da er wusste, dass Ichigo wahrscheinlich nicht realisierte, wie wörtlich diese Aussage war. Das würde lustig werden. „Ja, hol es dir zurück – wenn du kannst, Partner!“

Abrupt übersprang er die Entfernung zwischen den zwei Gebäuden und rannte auf Ichigo zu, das Schwert hoch erhoben. Ichigo hob schnell das namenlose Zanpakutou zur Verteidigung und die zwei Schwerter trafen Funken sprühend aufeinander.

Zangetsu war sichtlich größer und viel stärker, als das Asauchi und Ichigos Augen weiteten sich, als er dies erkannte. Durch einen Stoß schlitterte Ichigo zurück über das Gebäude und kämpfte um sein Gleichgewicht.

Beinahe hätte der Hollow ein finsteres Gesicht gemacht. Wenn Ichigo dieses erbärmliche Ding, was der alte Mann Zangetsu ihm gegeben hatte benutzen würde, würde der Kampf überhaupt keinen Spaß machen. Er warf dem alten Mann Zangetsu einen kurzen, verärgerten blick zu und fing dann an, das zu tun, wonach er überhaupt gefragt worden war; Zangetsus Stärke vorzuführen.

Als Ichigo wieder zu ihm hochblickte, erfüllte der Hollow Zangetsu mit spiritueller Energie, woraufhin es in einem kräftigen Rot glühte, entgegengesetzt zu Ichigos normalem Blau.

Der Hollow hatte sogar versucht, Zangetsu auch darüber zu fragen. Hatte sich seine spirituelle Energie so sehr verändert, weil er ein Hollow geworden war? Aber es schien, als würde Zangetsu darauf auch keine Antwort wissen.

Ichigo richtete seinen Blick wieder auf das Asauchi in seinen Händen und sah es empört an. Es war nicht schwer zu erkennen, wie nutzlos das Schwert war, besonders im Vergleich mit Zangetsu.

Der Hollow grinse spöttisch. Das War langweilig. Zeit, zu versuchen, die Dinge etwas aufleben zu lassen. „Hey, Ichigo!“, rief er, ließ Zangetsu fallen und fing, noch während es fiel, das weiße Band um den Griff.

Ichigo Blinzelte überrascht zu ihm hoch und der Hollow fing an, Zangetsu hin und her zu schwingen. Dann drehte er sein Handgelenk in einer schnellen Bewegung und ließ das Schwert schnell über seinem Kopf wirbeln. „Wenn du weiter da stehst, werde ich dich noch umbringen.“

Der Hollow grinste, als er den schockierten Ausdruck, der auf Ichigos Gesicht erschienen, sah und fühlte einen Ausbruch von Triumph, als er realisierte, das sogar der alte Mann Zangetsu leicht überrascht über diese seltsame Technik aussah.

Als Zangetsu einen weiten Kreis vollführte, machte der Hollow mit dem Arm einen Ruck nach vorne und ließ das Schwert direkt auf Ichigo zufliegen, der es nur knapp schaffte, aus dem Weg zu rennen.

„Tz, daneben.“ Der Hollow lachte und zog kräftig an dem Band, um Zangetsu direkt wieder in Drehung zu versetzen. Das Gebäude, das er getroffen hatte, bröckelte und begann, nach unten zu fallen. Seitwärts?

Es war merkwürdig, dass die Wolken an diesem Ort, genauso, wie die Dinge auf dem Boden/Wand, noch immer der Schwerkraft folgten, die die Welt haben sollte, aber Dinge, wie die zerbrochenen Gebäude ihrer neuen, seitlichen Schwerkraft folgten. Er würde später Zangetsu fragen müssen, wie das funktionierte.

Zangetsu warf ihm einen ziemlich ungeduldigen Blick zu und er grinste. Richtig; er hatte ja gesagt, dass er dieses Zeitstopding nicht für immer aufrechterhalten könne und er wollte, dass sich der Hollow beeilte.

Der Hollow wollte natürlich weiter kämpfen. (Naja, er wollte, dass Ichigo seine eigene Version von Zangetsu bekam und dann weiter kämpfen, aber das würde nicht geschehen.) Aber er schätzte, Zangetsu hatte einen triftigen Grund. Sie würden nicht wollen, dass Ichigo starb...

Er nickte Zangetsu kurz zu und ließ sein Schwert weiter durch die Luft wirbeln, anstatt einen weiteren Wurf zu probieren. Der Erste hatte perfekt funktioniert; er war ziemlich zufrieden mit seiner neuen Technik.

„Ich verstehe es nicht, Ichigo!“, rief er und bekam Ichigos Aufmerksamkeit wieder. „Du hattest so ein eindrucksvolles Schwert und trotzdem hast du es irgendwie geschafft, aufgeschlitzt und halb tot auf dem Boden zu enden! Wie konntest du so etwas geschehen lassen?“

Ichigo atmete schwer und warf ihm einen halbherzigen bösen Blick zu.

Der Hollow runzelte die Stirn. Er kapierte es immer noch nicht. „Ichigo, wird ein völlig Fremder plötzlich dein bester Freund, nur weil du ihn gefragt hast, wie er heißt?“, fragte er wieder grinsend.

„Was?“ Ichigo war überrascht von dieser Frage.

„Ich rede über dich und dein Schwert“, klärte der Hollow mit einem leichten Kopfschütteln. „Hast du angenommen, dass du alles über ihn weißt, nur weil du seinen Namen kennst? Als du gekämpft hast, hast du auch nur ein Mal daran gedacht, Zangetsu um Hilfe zu bitten?“

Ichigos Augen weiteten sich, als er an den Kampf zurückdachte. Der Hollow grinste, da er wusste, dass sein ‚Job’ so ziemlich getan war.

„Das ist nicht Zangetsus ganze Kraft!“, fuhr er fort. „Wenn du ihm mehr vertraust, wird er stärker! Aber das tust du nicht! Du vertraust nicht auf die Kraft deines eigenen Zanpakutous!“

Er ließ Zangetsu wieder auf sein anderes Selbst zufliegen. Ichigo war von seinen Worten abgelenkt und die fliegende Klinge hätte ihn dieses Mal beinahe getroffen.

Der Hollow zog das Schwert zurück, drehte es einmal über seinem Kopf und warf es noch einmal. Dieses Mal versuchte Ichigo sogar, sich mit dem armseligen, namenlosen Schwert zur Wehr zu setzen. Er lenkte Zangetsu zu einer Seite ab, aber er brachte es größtenteils nur fertig, sich selbst aus dem Gleichgewicht zu bringen und machte sich so zu einem offenen Ziel für einen weiteren Angriff.

Lachend warf der Hollow Zangetsu noch einmal, zufrieden, als Ichigo noch in der Lage war, der Attacke auszuweichen, obwohl er aus dem Gleichgewicht und völlig abgelenkt war. Er grinste.

Okay, er hatte das Anliegen vom alten Mann Zangetsu übermittelt. Mit einer Bewegung des Handgelenkes ließ er Zangetsu aus seiner Drehung fallen und ließ das Band am Griff los, den Griff in einer Hand fangend und die flache Seite der Klinge über seiner Schulter ablegend.

Sobald die Angriffe aufhörten, wandte Ichigo seine Aufmerksamkeit komplett von ihm ab. Er sah ihn nicht einmal an und blickte stattdessen über seine Schulter, wo Zangetsu bedrohlich auf seiner Stange stand. Ichigo hatte einen zögernden, reuevollen Ausdruck im Gesicht.

Das Lächeln des Hollows verblasste langsam. Es war ein irrationales Gefühl; die ganze Sache war eingeleitet worden, damit Ichigo endlich auf sein Schwert hören würde. Trotzdem hatte er gehofft, dass Ichigo wenigstens ein bisschen mehr zu ihm sagen würde, als nur eine leichte Neugier zu zeigen, was er war...

Er sollte eigentlich nicht wirklich überrascht sein. Ichigo erkante wahrscheinlich nicht einmal, dass er eine richtige Person war. Höchstwahrscheinlich nahm er an, dass der Hollow eine Erfindung von Zangetsu war, wie die Puppen und das namenlose Schwert, welches er in der Hand hielt...

Der Hollow lachte beinahe. Namenloses Schwert... Er hatte seinen Namen noch nicht zurückverdient und er war ein Teil von Zangetsu...

Jedenfalls war er es ein bisschen satt, ignoriert zu werden. „Hey!“, rief er, um Ichigos Aufmerksamkeit wieder zurückzubekommen. „Zeit, das zu beenden! Ich werde dir zeigen, wie man Zangetsu richtig benutzt, weil du es wahrscheinlich nicht mal herausfinden würdest, wenn es dein Leben retten würde!“

Er hielt Zangetsu parallel zum Boden vor sich und fing an, mit einem Grinsen im Gesicht auf Ichigo zuzurennen. Ichigos Gesicht verfinsterte sich. Langsam bewegte er das Asauchi in eine Verteidigungsposition, sein Blick immer noch auf Zangetsu gerichtet.

Der Hollow war jetzt nahe. Er sprang in die Luft und hielt Zangetsu über sich und begann den Schlag, der es schaffen würde, direkt durch Ichigos nutzlose Klinge zu schlagen.

Als er sich bewegte, verlagerte sich das Gewicht des Schwertes plötzlich in seinen Händen. Es gab einen Lichtblitz, als die zwei Klingen aufeinandertrafen und Funken flogen und dann erstarrten beide und starrten auf die Schwerter runter, die sie in der Hand hielten.

Der alte Mann Zangetsu hatte ihre Schwerter vertauscht.

Ichigo hielt jetzt Zangetsu und die Kraft, die der Hollow dazu benutzt hatte, um das große Schwert zu schwingen, hatte stattdessen das Asauchi, das er jetzt in der Hand hielt, dort, wo sich die Klingen getroffen hatten, splittern lassen.

„Zangetsu...“, flüsterte Ichigo ehrfürchtig. „Heißt das... du gibst mir noch eine Chance?“

Der Hollow fühlte eine Welle von Verärgerung. Sie standen jetzt weniger als einen Schritt voneinander entfernt, aber Ichigos Blick war immer noch über seine Schulter gerichtet, zum alten Mann Zangetsu. Er bezweifelte, dass Ichigo überhaupt merkte, dass er da war.

Zangetsu nickte langsam, seine Augen schließend und er hatte Ichigo aus seiner inneren Welt, zurück zu dem Kampf.

Langsam richtete sich der Hollow auf und blickte schräg runter auf die jetzt zerbrochene Klinge in seinen Händen. „Er ist also wieder weg, hm?“, fragte er und versuchte, die Frustration, die er fühlte, nicht in seiner Stimme zu zeigen.

„Ja. Tut mir Leid, dass ich dich so hierher gerufen habe.“

Der Hollow warf ihm einen seltsamen Blick zu. Das war eine unübliche Aussage für das Zanpakutou... Seine Wortwahl war vorsichtig, als ob Ichigo noch irgendwie zusehen würde.

Eigentlich würde er das vielleicht sogar. Jetzt, da sich Ichigo seiner inneren Welt bewusst war und versuchte, mit Zangetsu zu kommunizieren, war es möglich, dass er diese Konversation beobachten konnte, besonders, weil er gerade erst zurückgeschickt worden war.

Das erklärte trotzdem noch nicht, warum Zangetsu es in so einer seltsamen Weise gesagt hatte. Es sei denn...

Es sei denn, Zangetsu hatte die Verärgerung des Hollows bemerkt und versuchte, Ichigo einfach klar zu machen, dass der Hollow eine wirkliche Person war und nicht nur eine Illusion.

Der Hollow warf das zerbrochene Schwert leichtfertig weg. „Kein Problem, Zangetsu-san. Ich meine, er ist der Besitzer dieser Welt. Es würde problematisch werden, wenn er verlieren würde, deshalb musste ich natürlich helfen.“

Es entstand eine kurze Pause und der Hollow bemerkte, dass Ichigo wieder aufstand, seine spirituelle Energie um ihn herumwirbelnd, als er versuchte, es zu fokussieren.

Wenn Ichigo noch auf seine innere Welt achtete, würde er vielleicht keinen Gefallen daran finden, zu wissen, dass der Hollow ihn beobachtete. Er warf Zangetsu einen schrägen Blick zu. „Und? Schick mich zurück, Zangetsu-san.“

Zangetsu nickte leicht und der Hollow begann, sich von unten her wieder aufzulösen, um wieder in Zangetsus Welt zurückzukehren.

„Er ist stark, Zangetsu-san“, bemerkte der Hollow laut. Er lächelte. „Trainiere ihn gut... Eines Tages wird seine Kraft auch meine sein.“ [1]

Er vermutete, dass das Ende seines Satzes abgeschnitten worden war, als er sich aufgelöst hatte, aber es war ihm egal; Zangetsu wusste, was er meinte.

Sobald er wieder in Zangetsus Welt war, setzte er sich im Schneidersitz hin und schloss seine Augen wieder. Er brauchte nicht lange, um den Kampf zu finden; die Hollowmaske war draußen noch da, deshalb war alles ziemlich klar.

Ichigo kämpfte hart gegen diesen Kenpachi, welcher, genau wie Zangetsu vorausgesagt hatte, seine Stärke erhöht hatte, als er dachte, dass Ichigo damit klarkommen würde. Der Hollow grinste. Er würde später gegen ihn kämpfen müssen, als eine von Zangetsus Puppe, er wusste es einfach. Es würde auch Spaß machen. Vielleicht konnte er ihn dazu bringen, alles zu geben!

Er wunderte sich, wann er gegen richtige Gegner draußen kämpfen könnte. Wahrscheinlich nicht so bald. Zangetsu war immer noch stärker als er, also war Ichigo ihm natürlich noch weit voraus.

Wenn Ichigo seine eigene Version von Zangetsu gehabt hätte, anstelle dieses schwachen Dinges, das der alte Mann ihm gegeben hatte, hätte der Hollow ihn immer noch auf Trab halten können, aber Ichigo wäre definitiv der Gewinner gewesen. Es würde noch eine Weile dauern, bevor Ichigo seine Stärke wirklich in einem richtigen Kampf benutzen könnte.

Nicht, dass es schlimm war, Ichigo kam gut ohne ihn zurecht, besonders mit Zangetsus Hilfe. Jetzt, wo er nicht mehr sein eigenes Schwert ignorierte, war er in der Lage, seine Fertigkeiten zu verbessern, um sich mit Kenpachis zu messen und zu übertreffen, selbst, wenn der andere Mann dieses bizarre Augenklappenmonster abzog.

Schließlich musste Zangetsu Ichigo informieren, dass er seine Wunden nicht viel länger geschlossen halten konnte. Sie waren beide am Limit ihrer Kraft. Er hatte einen Schlag übrig und dann würde es vorbei sein.

Zum ersten Mal war Ichigo komplett ruhig. Während er Zangetsu stark umfasste, leitete er so viel spirituelle Energie in die Klinge, wie er konnte. Der alte Mann Zangetsu antwortete hilfsbereit, indem er seine eigene Stärke dazufügte und es dann Ichigo direkt wiedergab.

Der Hollow wartete erwartungsvoll, nicht fähig, mehr zu tun, als die Maske, die noch immer unter Ichigos Uniform versteckt lag und als ungesehenes Schild fungierte, zu verstärken. Er würde es wahrscheinlich auch brauchen. Kenpachi lachte jetzt, aufgeregt, dass Ichigo immer noch dazu fähig war, seine spirituelle Energie so weit in diesem Kampf zu erhöhen.

Mit einem Schrei rannte Kenpachi vor und hob sein gezacktes, namenloses Schwert hoch. Ichigo bewegte sich vorwärts, sein Gesicht ausdruckslos und bereitete sich, Zangetsu erhoben, darauf vor, mit dem Kopf voraus auf seinen Gegner zu treffen.

Die beiden trafen aufeinander. Der Hollow zuckte zusammen, als Kenpachis Klinge die Seite der Maske, die es traf, zerschmetterte. Schmerz schoss durch Ichigos gesamten Körper, aber es war keine Zeit, darüber nachzudenken.

Zangetsu steckte tief in Kenpachis Schulter, aber der andere Mann stand noch immer, als hätte er es nicht gemerkt. Ein leicht überraschter Blick war das einzige Anzeichen dafür, dass er überhaupt Schmerzen von der Verletzung fühlte.

Blut floss über die Vorderseite von Ichigos Uniform, nicht nur von seiner neuen Wunde, sondern auch von den Alten, als Zangetsu seinen Halt an ihnen verlor. Es war vorbei...

Enttäuschung und Bedauern stiegen in Ichigo auf und er kniff die Augen zusammen. „Es tut mir Leid... ihr alle...“

Mit einem Ruck riss er sich selbst von Kenpachis Klinge. Es schnitt seitwärts über seine Brust, riss die Hollowmaske sogar noch weiter ein und ließ Blut über den aufgerissenen Beton unter ihren Füßen spritzen.

Dann brach Ichigo zusammen, unfähig, noch irgendwas zu tun. Nichts würde sich bewegen. Er war zu müde, hatte zu viele Schmerzen. Nichts würde sich bewegen und wenn Kenpachi noch stand, war alles vorbei...

Kenpachi lachte trocken. „Wofür entschuldigst du dich?“, verlangte er. Er begann, vor und zurückzuschwanken, sich an seinem Schwert festhaltend. Mit einem Grinsen beendete er: „Du hast gewonnen...“

Die Klinge zerbrach in zwei Hälften (der Hollow war froh, dass das nicht geschehen war, während es noch in Ichigos Bauch steckte) und dann fiel Kenpachi zu Boden.

Der Hollow grinste, genauso erschöpft, wie Ichigo. Unentschieden.

Bald wurde Ichigo auf eine weitere Person, die sich langsam näherte, aufmerksam. Das Mädchen! Alle seine Instinkte sagten ihm, er solle sich bewegen, aber sein Körper reagierte noch immer auf nichts.

Wie konnte er das Mädchen vergessen? Yachiru, war es nicht so? Jetzt war es wirklich vorbei; er konnte sich nicht bewegen und sie war-

„Dankeschön!“ Das kleine Mädchen verbeugte sich tief vor ihm, ein Lächeln im Gesicht. „Ken-chan hatte heute eine Menge Spaß!“

Sie drehte sich um und mit einer Kraft, die kein normales Mädchen in ihrem Alter haben sollte, hob sie Kenpachi auf ihre Schultern. Dann grinste sie Ichigo wieder an. „Wenn du kannst, dann stirb nicht, Ichi. Vielleicht kannst du irgendwann mal wieder mit Ken-chan spielen!“

Damit sprang sie weg und verschwand mit Kenpachi aus seiner Sicht.

Ichigo hätte gelacht, wenn er es denn gekonnt hätte. Sie waren total verrückt, alle beide... Seine Augen schlossen sich und er glitt ab in die Bewusstlosigkeit.

Der Hollow beobachtete weiter und versuchte, zu entscheiden, ob Ichigo in Ordnung sein würde.

Er hatte es geschafft, größeren Schaden an den lebenswichtigen Organen zu vermeiden, aber das würde nichts bedeuten, wenn diese Blutung nicht irgendwie gestoppt werden würde. Die Tatsache, dass Ichigo Schwierigkeiten mit dem Atmen hatte, war wahrscheinlich auch kein gutes Zeichen. Sie würden bald in Schwierigkeiten kommen, wenn sie nicht bald jemand fand...

Obwohl, an diesem Ort würde er vielleicht in noch größeren Schwierigkeiten sein, wenn ihn jemand fand.

Eine Stimme erklang plötzlich, nahe an Ichigos Kopf und der Hollow fuhr überrascht auf. Wie war jemand so nahe gekommen, ohne, dass er es bemerkt hatte? Ichigos Augen waren geschlossen, aber mit seinem Gehör war alles in Ordnung, er hätte hören sollen...

Dann erkannte er, dass die Stimme zu Yoruichi gehört, Uraharas schwarze Katze, die mit ihnen gekommen war. Natürlich hatte der Hollow ihn nicht gehört; Katzenpfoten waren lautlos.

„Keine Sorge“, sagte Yoruichi sanft. „Ich werde dich nicht sterben lassen.“

Eine immense Welle spiritueller Energie war gefolgt von zwei starken Armen, die Ichigo behutsam aufhoben.

Der Hollow ließ sich selbst entspannen. Okay, er war nicht sicher, wie die Katze es schaffte, Ichigo hochzuheben, aber wenigstens würde Ichigo jetzt definitiv nicht sterben. Das reichte.

Langsam stand der Hollow auf und streckte seine Muskeln, die vom zu langen Sitzen auf einer Stelle steif waren. „Alles klar, Zangetsu-san“, rief er laut. Er zog sein Schwert und grinste. „Ich bin fertig, wenn du es auch bist.“

Zangetsu richtete sich danach und mehrere Gestalten erschienen in einiger Entfernung, die schnell auf ihn zukamen. Das Training wurde fortgesetzt.

________________________________________

Yoruichi entdeckte die Maske natürlich. Es war irgendwie schwer zu übersehen, wie sie über Ichigos Wunden lag. Yoruichi ignorierte sie ziemlich und legte sie zur Seite, während er Ichigo einbandagierte.

Es war immer noch etwas merkwürdig, wie Yoruichi das alles machte, aber dem Hollow war es ziemlich egal.

Ichigo wachte schließlich einige Zeit, nachdem Yoruichi die Blutung gestoppt hatte, auf. Ichigo dachte sofort an Chad und versuchte, stur wieder aufzustehen, aber Yoruichi unterband das schnell.

Und dann erwähnte die Katze die Hollowmaske, bewegte sie vorsichtig auf dem Boden und stützte sie, sodass Ichigo sie sehen konnte. „Wenn dieses Ding nicht gewesen wäre, wärst du wahrscheinlich völlig in zwei Hälften geschnitten worden“, informierte er ihn. „Du hast wirklich Glück. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich ein bisschen überrascht darüber bin, dass du so etwas mit dir herumtragen würdest...“

Ichigos Augen waren weit aufgerissen, als er die Maske mit offenem Mund anstarrte. „Ich... hatte die an mir?“, fragte er schockiert.

Yoruichis Gesichtsausdruck verhärtete sich. „Du trägst sie nicht bei dir?“

Ichigo schüttelte leicht den Kopf. „Nein, nicht wirklich. Ich meine, sie hat mich auch gerettet, als ich gegen Renji den anderen Tag gekämpft habe und deshalb wollte sich sie behalten... aber Hanatarou hat darauf bestanden, dass ich sie wegschmeiße und er hat sie in den Abwasserkanal geworfen.“

Für einen Moment sagte Yoruichi nichts. Ichigo interpretierte das Schweigen falsch und erklärte hastig: „Oh, Hanatarou ist in Ordnung. Er ist von der vierten Division, aber er hat mir geholfen.“

Als Yoruichi immer noch nicht antwortete, wandte Ichigo seine Aufmerksamkeit wieder der Maske zu. Langsam streckte er die Hand aus und hob sie auf, um sie über seinen Kopf zu halten, damit er sie untersuchen konnte, ohne sich überanstrengen zu müssen. „Jedenfalls habe ich keine Ahnung, wie sie zurückgekommen ist. Ich bin mir sicher, dass Hanatarou sie weggeschmissen hat...“

Der Hollow untersuchte die Maske ebenfalls mit einiger Belustigung. Das rote Streifendesign hatte sich leicht verändert, seit dem letzten Mal und hatte ein paar mehr rote Streifen bekommen. Was genau brachte das zum Ausdruck? Hieß das, dass er stärker geworden war seit dem letzten Mal oder wechselte es einfach willkürlich?

Es gab wirklich keine Möglichkeit, das herauszufinden. Zangetsu zu fragen, würde sinnlos sein; warum würde er irgendetwas darüber wissen, wie seine Hollowkräfte funktionierten?

„Gib mir das zur Aufbewahrung“, wies Yoruichi plötzlich an, seine Stimme fest.

Blinzelnd blickte Ichigo rüber zu der schwarzen Katze. „Was? Warum? Du hast selbst gesagt, dieses Ding hat mein Leben wieder gerettet. Ich habe Glück, dass sie zurückgekommen ist. Ich will sie behalten...“

Der Hollow fühlte eine Welle von Stolz, welche abrupt unterbrochen wurde von Yoruichis nächsten Worten.

„Gib es mir. Ende der Diskussion.“ Die Katze betonte seine Worte die Zähne zeigend mit einem Fauchen und einem großen Ausbruch spiritueller Energie.

Erschüttert von den Worten legte Ichigo die Maske zögernd auf den Boden vor Yoruichi. „J-ja... okay... ganz wie du willst...“

Die Sicht des Hollows wurde ein bisschen eingedämmt, als er auf den Besitz der Maske verzichtete. Er setzte einen finsteren Blick auf, als er beobachtete, dass die Katze sie nachdenklich anstarrte.

Yoruichi hatte wahrscheinlich erraten, was die Maske wirklich für Ichigo bedeutete, weil er aussah, als würde ihre Existenz ihn stören. Er bezweifelte, dass die Katze sie wegwerfen würde, wie Hanatarou es getan hatte, aber das war nicht zwangsläufig besser. Er würde sie Ichigo in nächster Zeit definitiv nicht zurückgeben.

Ichigo wechselte das Thema und lenkte Yoruichis Aufmerksamkeit von der Hollowmaske weg.

Der Hollow grinste spöttisch. Schön, sollte Yoruichi verdächtigen, so viel er wollte. Es würde nichts daran ändern, was bereits geschehen war. Er war was er war.

Lachend ließ der Hollow die Maske verschwinden. Seine Verbindung zu Ichigo wurde getrennt, aber er bereute nur, dass er Yoruichis Reaktion auf das plötzliche Verschwinden der Maske nicht sehen würde.

Resolut wandte er sich wieder seinem Training zu. Das nächste Mal, versprach er sich selbst, würde er dazu fähig sein, mehr zu helfen, als die Maske nur als Schild zu rufen.

Das nächste Mal würde er stark genug sein.


*+*+*



[1] Leider wird hier im Deutschen nicht das Ende des Satzes weggeschnitten, sondern die Mitte.

Das wars. Wer noch irgendwelche Fehler findet, soll mir das bitte sagen, damit ich das ändern kann. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich viel zu viele Kommas gesetzt habe... o.O
Naja, über Kommis würde ich mich freuen^^
lG
Angel
«
»
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.9-7097