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von -Tora-    erstellt: 01.05.2009    letztes Update: 24.08.2009    Geschichte, Abenteuer / P6    (abgebrochen)
Huhu!
Bin gestern zwar schon mit Übersetzen fertig geworden, aber da war’s dann schon so spät und ich war zu müde zum posten ^^ Als ich gestern Abend das Kapi noch mal durchgeguckt hab, hab ich mich echt manchmal gewundert, was ich für einen Mist geschrieben habe xD Ich denke... oder hoffe, dass ich alle Grammatikfehler wieder korrigiert hab. Wenn nicht, bitte drauf hinweisen ^^
Aber eins kann ich definitiv sagen: Ich hasse Kursivschrift! Warum muss das hier so umständlich sein, das dauert immer ewig, bis man den ganzen Text durchgearbeitet hat. Naja, wie auch immer...

Ich hab Ikkakus „Akzent“ nicht so wirklich mit übersetzt... nur so ganz leicht... Ich hoffe, das ist nicht so schlimm xD

Das nächste Kapitel wird länger dauern, weil ich nächste Woche Montag BLF schreibe und ehrlich gesagt hab ich noch nicht wirklich gelernt ^^

Jetzt aber genug gelabert! Viel Spaß beim Chap!


*+*+*


Ichigo kämpfte wieder. Der Hollow unterbrach, was er gerade machte und schloss seine Augen, hoffend, mehr mitzubekommen von dem, was draußen vorging.

Zangetsus Welt war, wie zu erwarten war, ziemlich langweilig. Sicher, die wahllosen Quader, die in einem roten Nichts schwebten, waren am Anfang etwas irritierend... und die vielfältigen Dinge, die aus dem Nichts sprangen, um ihn anzugreifen und ihm etwas über sein Schwert beizubringen, hielten ihn wach und informiert.... Aber als er sich daran gewöhnt hatte war der Ort einfach nur langweilig.

Er wusste, dass hier drin sein ihm half, stärker zu werden. Die willkürlichen Feinde waren nicht die einzigen Dinge, die ihn über Zangetsu unterrichteten. Nur hier zu sein war genug, um wahllose Fakten in sein Bewusstsein sinken zu lassen.

Und nicht nur über Zangetsu. Der Hollow fand es ziemlich seltsam, dass Namen wie Yoruichi und Ganju nach einer Weile Sinn für ihn ergaben.

Aber es war trotzdem so langweilig, dass er, wann immer Dinge von draußen durch welche Verbindung der Hollow auch immer mit seiner anderen Hälfte hatte durchsickerten, bei allem anderen innehielt, um aufzupassen. Ichigos Leben war angefüllt mit Farben und Geschehen – weitaus interessanter als das.

Es hatte vor einer Weile angefangen, als Gemische von Emotionen zu willkürlichen Zeiten in der Luft; Aufregung, Angst, Triumph, Niederlage... Der Hollow vermutete, basierend darauf, dass die Gefühle nur durchsickerten, wenn Ichigo kämpfte.

Schließlich blitzten gelegentlich ein oder zwei Bilder über seine periphere Sicht, zusammen mit den Gefühlen; unbewegliche Bilder von dem Kampf durch Ichigos Augen, die klarer wurden, wenn der Hollow seine eigenen Augen geschlossen hatte. Durch diese entdeckte der Hollow, dass Ichigos Gegner in diesen Kämpfen immer Urahara-san war. Offensichtlich trainierte Ichigo noch immer.

Als die Zeit verging, der Hollow war sich nicht sicher, wie viel genau – es war unmöglich, das hier drin zu sagen, kamen manchmal einige von Ichigos anderen Sinnen zu ihm, neben den Bildern.

Das Gefühl von Zangetsu, fest mit seinen Händen umklammert. Der Geruch von Staub und Schweiß. Der Geschmack von Blut, wenn Ichigo ein bisschen zu hart geschlagen wurde. Das Klingen von aufeinanderprallenden Schwertern. Passagen von geschrienen Gesprächen.

Besonders ein belauschter Ausruf hatte den Hollow großartig amüsiert: „Ich stand zu dieser Zeit ein kleines bisschen unter Druck ! Ich kann mich nicht erinnern, wie ich es abgefeuert habe!“

Dann eines Tages, war Ichigos Gegner, anstatt Urahara, ein riesiger Mann, mit einer Shinigamiuniform bekleidet, der zwei große Äxte trug. Der Kampf war schnell vorbei, mit Ichigo als klarem Sieger, aber es war genug für den Hollow um zu erraten, dass sie durch Soul Society reisten...

Soul Society, um Rukia zu retten. Hier drin, während er ununterbrochen trainierte, um stärker zu werden für eine Chance, die Außenwelt noch einmal zu sehen, schien Rukia irgendwie... unbedeutend.

Als er darüber nachdachte, verpasste er fast gänzlich, was als nächstes geschah. Was auch immer es war, es passierte zu schnell für den Hollow, um mehr als einen flüchtigen Blick zu erhaschen und dann kämpfe Ichigo wieder. Dieses Mal war sein Gegner ein Mann mit kurzen, silbernen Haaren und einem merkwürdigen Lächeln. Und dann war dieser Kampf auch vorbei, viel zu schnell.

Ichigo wechselte aus Kampfhaltung und das bisschen, das durch ihre Verbindung übertragen wurde, verschwand komplett. Der Hollow verblieb frustriert und verwirrt, allein in Zangetsus Welt mit dem Wort „Captain“, das in seinem Kopf widerhallte.

Schließlich verstand der Hollow, dass Ichimaru Gin ein Captain der Shinigami war und dass Yoruichi sie gewarnt hatte, nicht zu versuchen, einen der Captains zu bekämpfen.

Der nächste Kampf von Ichigo war dann der Interessanteste, den er bis dahin gesehen hatte. Zum ersten Mal konnte er den Kampf durch sich bewegende Bilder beobachten, anstelle von unbeweglichen Bildern.

Es war eine schreckliche Qualität. Die Bilder waren verschwommen und es sprang gelegentlich umher, mit konstanten Zeitspannen von Schwärze. Die Geräusche, Gerüche und Gefühle, die mit dem Kampf kamen, waren ebenfalls selten synchron mit den Bildern.

Aber es war besser, als gar nichts.

Natürlich machte Ichigos Gegner die Dinge sogar noch interessanter. Dieser Typ Madarame Ikkaku sah aus, als würde es Spaß machen, mit ihm zu kämpfen. Ichigo sah definitiv so aus, als würde er den Kampf genießen, obwohl er aus irgendeinem Grund, den der Hollow nicht verstehen konnte, diesen Gedanken immer wieder beiseite schob.

Fast sofort nach diesem Kampf hatte Ichigo eine kurze Zeit damit verbracht, grundlos einen ganzen Haufen von Shinigami rennend im Kreis herumzuführen... Das war amüsant zu beobachten gewesen und er bedauerte es, als seine ‚Sicht’ sich wieder verdunkelte...

Aber jetzt kämpfte Ichigo wieder und die Sicht des Hollows davon schien sich wieder ein bisschen verbessert zu haben. Nicht viel, aber ein bisschen.

Ichigos Gegner war kein anderer als Abarai Renji, der rothaarige Vizecaptain, der bei Kuchiki Byakuya gewesen war, als sie zur wirklichen Welt gekommen waren und ihn geschlagen und in den Boden gestampft hatten.

... Ihn geschlagen...? Oder Ichigo geschlagen? Der Gedanke ließ den Hollow innehalten, während er langsam mit einem plötzlichen Stirnrunzeln die Erinnerung durchging.

Die Erinnerungen des Hollows von Ereignissen, die stattfanden, bevor er ein Hollow wurde, schienen jetzt fast seltsam für ihn, bemerkte er. Sie waren seine Erinnerungen, weil ungeachtet dessen, was er Zangetsu gesagt hatte und trotz dessen, dass er jetzt ein Hollow war, war er immer noch Ichigo...

Aber zur selben Zeit sah er die Dinge jetzt, als ein Hollow, anders, als er vorher über sie gedacht hatte. Die Erinnerungen von seinen vorherigen Handlungen und Argumentationen schienen beinahe fremd für ihn. Sie waren Ichigos Erinnerungen, viel mehr, als dass sie seine eigenen waren.

Der Hollow drängte diesen Gedanken in die hinterste Ecke seines Verstandes um später darüber nachzudenken. Im Moment kämpfte Ichigo wieder und das war weitaus interessanter.

Renji hatte bereits sein Schwert befreit, als der Hollow versuchte, den Kampf einzuschätzen. Ichigos größtes Problem mit diesem Kerl war, nahe genug an ihn heranzukommen, um Schaden zuzufügen ohne getroffen zu werden. Er wusste schon aus Erfahrung, dass er nicht wollte, dass Renjis Schwert ihn auch nur berührte; das Ding war konstruiert für maximale Schmerzen pro Treffer.

Das nächste große Problem war die Stärke, die Renji seit dem letzten Mal, als sie gekämpft hatten, dazu gewonnen hatte. Irgendetwas wie eine Beschränkung von spiritueller Energie, die er in der richtigen Welt hatte, zusätzlich zu der Tatsache, dass Renji hier mehr Platz hatte, sein Schwert zu schwingen, als ihm die enge Straße vorher geboten hatte...

Renjis erste Attacke hatte Ichigo direkt durch eine Wand der umliegenden Gebäude gestoßen. Jetzt versuchte er größtenteils, Renjis andauernden Angriffen auszuweichen, alles mit schwankenden Füßen und einer sich verdoppelnden Sicht. Dies hatte den Hollow ein bisschen verärgert. Als ob seine ‚Sicht’ des Kampfes nicht schon schlecht genug war.

Ichigo schaffte es sogar recht gut, aus dem Weg zu gelangen, indem er auf Dächer der benachbarten Gebäude sprang und einige eindrucksvolle Rollen vollführte, wenn man bedachte, wie viel Mühe es ihm eine Weile vorher noch bereitet hatte, nur zu stehen.

„Hör auf so stur zu sein!“, schrie ihm Renji frustriert zu. Der Hollow bemerkte zufrieden, dass die Stimme dieses Mal sogar synchron mit dem Bild, das er erhielt, war. „Willst du Rukia wirklich so dringend retten?“

Schwer atmend blickte Ichigo böse zu ihm hoch. „Idiot“, rief er. „Ich will sie nicht nur retten. Ich werde sie retten.“

Das machte Renji nur noch mehr sauer. „Keine Chance!“ Ärgerlich sandte er sein Schwert, Zabimaru, wieder auf Ichigo zufliegend aus.

Ichigo erhob Zangetsu als Verteidigung, aber Zabimaru traf hart genug, um es zurückprallen zu lassen. Die mit Haken versehenen Abschnitte des Schwertes prallten einer nach dem anderen von der Fläche des Schwertes ab und schnitten leicht in seine rechte Schulter, als sie vorbei flogen.

Plötzlich schoss Schmerz durch den Arm des Hollows und er zuckte instinktiv zurück, seine Augen flogen auf vor Überraschung. Hatte ihn einer von Zangetsus willkürlichen Feinden angegriffen, während er nicht aufgepasst hatte?

Sich schnell nach allen Seiten umsehend bemerkte er, dass niemand in Sicht war und er nutzte die Gelegenheit um an sich selbst herunterzusehen und den Schaden einzuschätzen.

Das war nichts. Noch nicht einmal seine Kleidung war zerrissen. Tatsächlich war da auch... kein Schmerz.

Verwirrt rieb der Hollow abwesend seine Schulter. Was war...?

Ichigo.

Natürlich. Ichigo war gerade dort getroffen worden und der Hollow hatte einen Augenblick lang seine Schmerzen gespürt. Es war sichtlich ein Gefühl, von dem er nicht einmal bemerkt hatte, dass es fehlte, bis es wieder da war. Er wunderte sich kurz, warum er vorher noch keinen Schmerz von Ichigo gespürt hatte...

So plötzlich zurückzuschrecken hatte seine Verbindung mit seiner anderen Hälfte getrennt und jetzt sah der Hollow nichts als Zangetsus merkwürdige Welt.

Für einen Moment zögerte er. Die Außenwelt zu sehen, hatte jetzt einen Preis; Wenn Ichigo verletzt wurde...

Er hätte sich selbst treten können, für diesen feigen Gedanken. Er war ein Hollow. Er konnte ein bisschen Schmerz aushalten. Sich leicht über sich selbst lustig machend schloss er die Augen, wieder nach dem Kampf suchend.

Es dauerte einen Moment, aber langsam begannen Bilder durch die Verbindung zu dringen, gefolgt von Geräuschen; das Ende des Gespräches, von dem der Hollow die Mitte verpasst hatte: „Du denkst, ich weiß das nicht?! Darum muss ich sie retten!“

Ichigo hatte die leichte Wunde bereits als unwichtig abgetan; sie wurde kaum bemerkt, während er mit Renji stritt.

Der Hollow versuchte, sich selbst davon zu überzeugen, dass er sie auch so ignoriert haben könnte, wenn er nicht davon überrascht worden wäre, aber die Wörter hörten sich verlogen an, sogar für ihn. ... Und dann lachte er über das schreckliche Wortspiel. [1]

Währenddessen dachte Ichigo über weitaus nützlichere Dinge nach; er fand ein Schema zu Renjis Angriffen und formte eine Gegenstrategie.

Er rannte plötzlich auf Renji zu, Zangetsu bereitgehalten. Mit einem wütenden Schrei schwang Renji Zabimaru vorwärts. Ichigo sprang auf eine Seite und die Klingensegmente flogen an ihm vorbei. „Eins...“ Er rannte weiter direkt auf seinem Gegner zu.

Zabimaru schwang wieder an ihm vorbei, dieses Mal knapp Ichigos andere Seite verfehlend. „Zwei...“

Der Hollow verstand; es gab eine maximale Anzahl wie oft Renji mit Zabimaru ausschlagen konnte, bevor es wieder kurz zu einer Schwertform werden musste.

„Drei Mal!“ Ichigo blockte das letzte Mal direkt mit Zangetsu. Als Renjis Schwert begann, sich wieder zusammenzufügen, überwand Ichigo die letzte Distanz zwischen ihnen.

In die Luft springend rief er: „Es ist vorbei, Renji!“

Für einen Moment sah Renji überrascht über Ichigos plötzliche Attacke aus. Und dann verhärtete sich sein Gesichtsausdruck. Der Hollow realisierte nur einen Bruchteil einer Sekunde zu spät, was gerade geschah.

Renji wich aus.

Jetzt war Ichigo derjenige in der verwundbaren Position, einer, der er nicht entkommen konnte. Renji hatte Zabimaru zum Angriff erhoben. Die Zeit schien sich zu verlangsamen...

„Nein!“ Der Hollow geriet in Panik, wissend, dass welchen Schmerz Ichigo auch immer fühlte, er würde ihn auch spüren. Und dieses Mal konnte er sich nicht einfach zurückziehen um den Schmerz zu vermeiden. Wenn Renji seine ganze Kraft in diesen Schlag steckte, würde der Kampf vorbei sein. Ichigo würde definitiv sterben.

Da waren keine Gedanken; nur Instinkt.

Er musste etwas tun, um zu helfen. Er war immer noch viel zu schwach, um die Kontrolle zu übernehmen. Er hätte nicht mehr tun können, als das, was Ichigo schon tat, sogar, wenn er stark genug wäre. Was Ichigo brauchte, war ein schweres Schild und er brauchte es jetzt.

Eigentlich war keine seiner Hollowkräfte, die er gerade im Moment nutzen konnte sehr schildartig, aber wenn er genug Kraft in die Maske selbst stecken könnte, vielleicht...

Die Zeit beschleunigte wieder. Zabimaru grub sich in Ichigos Schulter und ließ Blut hoch spritzen, von der tiefen Wunde, die es hinterließ, trotz der plötzlichen Anwesenheit der Maske.

Renji grinste. „Ich habe es dir gesagt; deine Chancen stehen nicht mal eins zu eine Millionen, mich zu schlagen.“

Ichigo war erstarrt von dem Schock. „Er... ist ausgewichen?“, dachte er benommen, geistig taumelnd von dem Schlag.

Der Hollow war ebenfalls geschockt, aber nicht von Renjis Zug oder sogar von dem enormen Schmerz von dem Schwert, das immer noch in Ichigos Schulter steckte. Er war schockiert... weil er plötzlich sehen konnte.

Er dachte, er könnte vorher schon sehen, aber jetzt konnte er sehen, richtig sehen! Es war, als würde man von Mondlicht zu richtigem Tageslicht wechseln.

Vorher hatte er ein Bild. Er hatte Ton. Er hatte Tastsinn. Er hatte Gefühle, Gerüche, Geschmack und gelegentlich Gedankenfetzen von Ichigo. Aber jetzt hatte er durch die Maske alles zusammen, klarer. Als ob jemand ein Puzzle genommen hätte und plötzlich alle Teile für ihn zusammengelegt hatte, zu einer zusammenhängenden Form.

Ichigo hatte natürlich immer noch die Kontrolle. Der Hollow war nicht mit einem Mal grundlos so stark geworden...

Aber wenn er vorher eher seine stärkere Seite beobachtet hatte, fühlte es sich jetzt beinahe so an, als würde er selbst da stehen.

Seine Füße standen auf der aufgebrochenen Oberfläche der gepflasterten Straße. Seine Hände umfassten fest den Griff seines Schwertes. Er konnte Hanatarou und Ganju hinter sich hören, wie sie ungläubig riefen. Er konnte Renji sehen, direkt an seiner linken Seite, ein triumphierendes Grinsen noch immer im Gesicht. Er konnte fühlen...

Und dann erinnerte ihn Renji sehr freundlich daran, warum genau es gerade etwas Schlechtes sein konnte, sich übermäßig seiner Umgebung bewusst zu sein. Er stieß Zabimaru runter und schnitt weiter in Ichigos Schulter und führte das mit Haken versehene Schwert hinunter über seine Brust.

Schmerz. Die Maske brach in der Mitte durch, als die Klinge durch Ichigos Fleisch schnitt. Der Hollow fühlte Schmerz von beiden Seiten; Ichigos und seinen eigenen, zusammen vereint. Allein in Zangetsus Welt konnte er sich nicht anders, als zu schreien.

Ichigo fiel auf die Knie, sein Gesicht hielt immer noch den Ausdruck betäubten Schocks. Sein gesamter Oberkörper und sein linker Arm fühlten sich an, als würden sie brennen vor Schmerzen und sein Kopf dröhnte. „Wie...?“

„Du siehst aus, als könntest du nicht verstehen, wie ich seinem Angriff ausgewichen bin.“ Zum ersten Mal hörte sich Renji nicht so an, als würde er prahlen; nur einen Fakt nennen. „In der Pause zwischen meinen Attacken anzugreifen ist eine gute Idee. Deine Zeiteinteilung war ebenfalls perfekt. Warum hat es also nicht geklappt?“

Als Ichigo nicht antwortete, fuhr Renji ruhig fort. „Es gibt nur eine Antwort... Es ist, weil du langsamer bist, als ich.“

Die Worte trafen Ichigo tief. „Langsam...? Aber wie...?“ Der Schmerz war so stark, dass er sogar kaum klar denken konnte.

Renji nickte. „Die unüberbrückbare Spalte zwischen meiner Kraft und deiner ist schlicht und einfach nur das. Verstehst du es jetzt? Du kannst Rukia nicht retten.“ Renji hörte sich beinahe... enttäuscht darüber an.

Gemächlich hob er Zabimaru über seinen Kopf, wie ein Henker, bereit, es auf Ichigos Kopf zu schmettern.

Ichigo starrte verdutzt zu ihm hoch, nicht in der Lage, sehr viel mehr zu tun, durch den Nebel aus Schmerzen. „Beweg dich...“, dachte er sich eilig. Trotzdem reagierte sein Körper nicht auf seine Mühen. „Beweg dich!“

Der Hollow konnte ebenfalls nichts tun. Er war noch immer zu schwach um zu übernehmen, zu schwach zu helfen. Zu schwach.

Zabimaru begann, herunterzuschwingen. Ganju und Hanatarou schrien beide seinen Namen. Das war’s, es war fast vorbei.

Ichigo war schließlich in der Lage, sich selbst dazu zu zwingen, sich zu bewegen, und er entkam knapp dem gezackten Schwert. Es krachte in den Boden neben ihm und ließ Staub und Dreck überall herumfliegen. Ichigo zuckte zusammen, als mehrere Betonstücke in Kontakt kamen mit seinem Gesicht und seinen Wunden.

Als der Staub sich genug gelegt hatte, dass Renji sehen konnte, dass er nicht getroffen hatte, blickte er grimmig zu Ichigo. „Du bist wohl stur bis zum Ende.“

Ganju und Hanatarou schrien ihm etwas zu, aber Ichigo achtete nicht auf sie oder sogar auf Renji. Stattdessen erinnerte er sich plötzlich an eine Trainingsstunde mit Urahara.

Der Hollow war fasziniert, aus mehreren Gründen. Der erste war, dass es erstaunlich war, wie sehr ihn die Existenz der Maske mit seiner anderen Hälfte verband. Als Ichigo zurückdachte an die Erfahrung, konnte es der Hollow auch sehen, ziemlich genau.

Der andere Grund war, dass er dies vorher noch nicht gesehen hatte. Diese Erinnerung war von einem Zeitpunkt, nachdem der Hollow erschaffen worden war, aber jetzt sah er es, als hätte er sie nie verpasst.

Urahara hatte offensichtlich versucht, Ichigo dazu zu bringen, seine Getsuga Tenshou Attacke noch einmal abzufeuern. Der Hollow bekam sogar das ganze Gespräch zu hören, wovon er vorher nur einen Teil gehört hatte, welcher sehr interessant war.

Der Teil des Trainings jedoch, an das sich Ichigo erinnerte, war etwas, das Urahara ihm ganz am Ende erzählt hatte.

„Ich bin enttäuscht von dir, Ichigo.“ Urahara runzelte die Stirn. „Dein Schwert spricht von nichts anderem als Angst.“

Ichigo sah runter zu Zangetsu, nicht sicher, worüber Urahara sprach. Das Schwert spricht von Angst...?

„Ich kann von der Art wie du dein Schwert benutzt erkennen, was du denkst, während du dich bewegst“, klärte Urahara. „Wenn du meinen Angriffen ausweichst, hast du ‚Angst, getroffen zu werden’. Wenn du mich angreifst, hast du ‚Angst, mich zu treffen’. Wenn du jemanden beschützt, hast du ‚Angst, dass sie sterben’. Dein Schwert erzählt mir nur von sinnloser Angst.“

Ichigo machte ein mürrisches Gesicht und fühlte einen irrationalen Ausbruch seiner Wut. Der alte Mann Zangetsu hatte ihm dasselbe gesagt... aber seine Angst zu vergessen, war leichter gesagt, als getan!

Urahara beobachtete ihn vorsichtig. „Gib deiner Angst niemals während einem Kampf nach. Angst wird dir nie helfen.“ Langsam hob er sein Schwert, Benihime, hoch in die Luft und hielt es über seinem Kopf. Die Luft um ihn herum wurde aufgeladen mit spiritueller Energie und Staub flog dramatisch um ihn herum. „Siehst du, was in meinem Schwert dargestellt wird? Siehst du meine Absicht, dich zu treffen?“

Als ob es seinen Worten Nachdruck verleihen wollte, begann sein Schwert rot zu glühen. Ichigo starrte ihn staunend an, während er fortfuhr. „Ändere deine Art zu Denken, Ichigo. Wenn du ausweichst, denkst du ‚Ich werde mich nicht treffen
lassen’. Wenn du jemanden beschützt, denkst du ‚Ich werde dich nicht sterben lassen’. Und wenn du angreifst, denkst du... ‚Ich werde dich treffen!’“

Ichigos Gesichtsausdruck verhärtete sich und er hob Zangetsu über seinen Kopf, während er spirituelle Energie in die Klinge leitete, in einer Imitation von dem, was Urahara tat. Okay. Er konnte auch auf diese Art denken.

Urahara grinste ihn an. „Jetzt hast du ihn... Der Vorsatz den du brauchst.“

Sie standen so für einen Moment, jeder von ihnen stehend mit seinem Schwert in der Luft, wortwörtlich glühend durch die Menge an spiritueller Energie, die sie nutzten. Und dann bewegten sie sich beide.

Ichigo konzentrierte sich, sein Vorsatz fest, und er schwang Zangetsu nach unten, zur selben Zeit, in der Urahara Benihime schwang. Explosionen an Energie von den zwei Schwertern kollidierten wie ein Sturm  und gruben tiefe Rillen in den Boden unter ihnen.


Der Hollow grinste. Also war Ichigo nach allem dazu fähig, Getsuga Tenshou selbst zu benutzen...

Und jetzt hatte er vor, es wieder zu benutzen. Sich stark konzentrierend zwang Ichigo seine Angst weg und sah wieder zu Renji auf. „Entschuldige, dass ich dich warten lassen musste, Renji. Das... ist meine ganze Stärke.“ Er hob Zangetsu hoch über seinen Kopf.

Renji sah überrascht aus über Ichigos stetig steigende spirituelle Energie. Mit einem Schrei peitschte er Zabimaru wieder auf Ichigo zu.

Er war zu spät. Ichigo setzte den Energieangriff frei, indem er Zangetsu scharf nach unten schwang. Die Attacke kam in Kontakt mit Renjis ausgezogenem Schwert und schnitt direkt hindurch, während sie ihren Weg fortsetzte um in seiner Brust einzuschlagen. Renji segelte durch die Luft und traf einen Haufen Schutt mehrere Meter weiter hinten.

Erschöpft und schmerzerfüllt beobachtete Ichigo Renji misstrauisch, doch der andere sah nicht so aus, als würde er ihn in nächster Zeit weiter angreifen. Er hatte eine große Schnittwunde über seiner Brust, die genauso schlimm, wenn nicht noch schlechter war, wie die, die Ichigo hatte und sein Schwert war beinahe am Griff abgebrochen. Sein Haar hatte sich aus seinem Pferdeschwanz befreit und hing nun in seinem Gesicht, seinen Gesichtsausdruck verdeckend.

Es entstand eine Pause, in der jeder in sich aufnahm, was gerade geschehen war, und dann brach Renji die Stille, indem er hoch in den Himmel blickte und in Qualen schrie. Er wusste, er konnte nicht weiterkämpfen. Er war erledigt.

Ichigo schwankte auf seinen Füßen für einen Moment und versuchte zu entscheiden, ob er sich selbst jetzt einfach fallen lassen konnte. Renji würde nicht mehr angreifen und Ganju und Hanatarou waren noch irgendwo in der Nähe...

Renji sprach unerwartet wieder, so leise, dass Ichigo ihn fast nicht gehört hätte. Er blinzelte ihn an, sich dazu zwingend, den Worten des anderen zuzuhören.

Renji erzählte Ichigo knapp, wie er Rukia getroffen hatte und mit ihr in Rukongai aufgewachsen war und was geschehen war, als die Kuchikifamilie entschieden hatte, sie zu adoptieren. Er erklärte sein Verlangen, Kuchiki Byakuya seinen Wert zu beweisen und es vielleicht zu verdienen, wieder mit ihr befreundet zu sein.

Während er sprach wurden seine Worte stärker und er kam langsam auf seine Füße, auf ihn zutaumelnd. Ichigo war am Anfang leicht darüber besorgt, aber das schwand, als er realisierte, dass Renji die zerbrochenen Überreste seines Schwertes neben dem Schutthaufen liegen gelassen hatte. Er würde nicht angreifen, nur reden.

Als er nahe genug war, ergriff er die Vorderseite von Ichigos Uniform, teils um drohend zu wirken und teils um nicht hinzufallen, bevor er fertig war mit reden. Als er dies tat, streifte seine Hand die verdeckte Hollowmaske, aber der Hollow bezweifelte, dass er das überhaupt bemerkte.

„Ich habe niemals gegen Kuchiki-taichou gewonnen“, informierte Renji Ichigo wütend. „Ich habe jeden Tag trainiert, seit Rukia weggegangen ist, aber er ist immer jenseits meiner Reichweite. Er ist einfach zu stark. Ich will Rukia retten, aber Kämpfen, um sie zurückzubekommen ist nichts als ein unmöglicher Traum für mich.“

Der Hollow lachte trocken für sich selbst. Die ganze Zeit hätte Renji Ichigo helfen können, Rukia zu retten. Sie hätten zusammenarbeiten können und hätten eine Chance gehabt, zu gewinnen, aber jetzt waren beide zu zerrüttet, um noch sehr viel zu machen. Wenn jemand anderes jetzt hier auftauchen würde...

„Renji, du bist ein Idiot“, zischte der Hollow sanft, auch wenn keiner in der Lage sein würde, ihn von hier drin zu hören. „’Wenn du mich nicht schlagen kannst, dann wirst du niemals Byakuya besiegen können’... Das ist so eine dumme Denkweise!“

„Kurosaki... Vielleicht bin ich schamlos, weil ich dich frage, aber... Bitte. Du musst Rukia retten!“, schrie Renji ihn hilflos an.

Ichigo blinzelte auf ihn herab mit einem müden Gesichtsausdruck. „Ja“, stimmte er nach einem Moment zu.

„Idiot“, wiederholte der Hollow voller Abscheu.

Für einen langen Moment, standen die beiden da, schwer atmend und versuchend, bei Bewusstsein zu bleiben. Schließlich lösten sich jedoch Renjis Finger und er fiel zu Boden.

Ichigo beobachtete ihn stumm, während sich seine Sicht verdoppelte und verschwamm. Er ließ seine Augen zufallen und dann kippte er ebenfalls nach vorne.

Ganju schrie seinen Name und rennende Schritte kündigten an, dass er und Hanatarou auf ihn zu rannten. „Ey! Ichigo! Geht es dir gut?“, fragte Ganju besorgt, während er ihn leicht schüttelte.

Die Hollow musste lachen über die Ironie dieser Situation. Ichigo war bewusstlos; so viel war offensichtlich. Und seine ‚Sicht’ der Szene draußen hätte mit Ichigos verschwinden sollen...

Die Hollowmaske war jedoch immer noch da, versteckt unter Ichigos Kleidung und so war die Verbindung des Hollows mit der Außenwelt genauso klar, als wäre Ichigo immer noch da. Mit der Ausnahme vom Sehvermögen natürlich. Ichigos Augen waren geschlossen, daher sah der Hollow nichts. Aber seine anderen Sinne funktionierten alle ganz gut.

Was natürlich bedeutete, dass während Ichigo gar nichts fühlte, der Hollow alles fühlte, den Schmerz eingeschlossen.

Er konnte sich auch nicht davor zurückziehen. Wenn er sich nicht mehr auf die Maske konzentrieren würde, würde sie verschwinden und das würde seine Verbindung mit draußen abbrechen. So sehr er auch den Schmerz hasste, er hasste die Isolation noch mehr. Er brauchte die Maske, um dazubleiben.

„Es kommt jemand!“, hörte er Hanatarou besorgt sagen. „Drei Leute... nein, vier... vielleicht sogar fünf!“

Ganju hob Ichigo auf und legte ihn sich grob über die Schulter, was Feuer durch alle seine Wunden sandte. „Wenn zu viele Leute auftauchen, wird es Schwierigkeiten geben“, sagte er unnötig.

Wenn der Hollow mit den Augen hätte rollen können, hätte er es getan. Das war nicht die offenkundigste Bemerkung der Welt. Dummer Renji...

„Lass uns abhauen.“ Ganju fing an zu rennen, nicht einmal versuchend, sanft mit dem, was er trug, umzugehen. Der Hollow schauderte, als der Schmerz jetzt überall war.

Es war möglich, ihn vorher zu ignorieren. Da waren andere Dinge, auf die man sich konzentrieren konnte, wie ausweichen, angreifen oder einfach nur Renjis Worten zuhören. Jetzt hingegen gab es nichts, außer dem Geräusch von schwerem Atem, lauten Schritten und dem Gefühl von Schmerz, das sich mit jedem Schritt, den Ganju machte, verschlimmerte.

Es gab nicht genug Worte für Schmerz, entschied der Hollow. Es gab eine Menge Worte, um Schmerz zu beschreiben; qualvoll, unerträglich, quälend, folternd und so weiter... Aber es gab trotzdem nur ein Wort für Schmerz. Es schien beinahe unfair...

Langsam zwang der Hollow sich selbst, seine Augen zu öffnen, zurück in Zangetsus Welt. Er gab sein Bestes, die Verbindung mit der Maske aufrecht zu erhalten, aber er musste etwas tun, um den Schmerz zu verringern.

Er war ein bisschen überrascht, sich selbst auf Händen und Knien wiederzufinden, seine Finger gruben Rillen in den Boden und Zangetsu lag mehrere Meter von ihm entfernt. Er erinnerte sich nicht, sich während allem überhaupt bewegt zu haben, aber er schätzte, dass es nicht so eine große Überraschung sein sollte; er war schließlich ein wenig abgelenkt gewesen.

Sich immer noch im Hinterkopf auf die Maske konzentrierend stand der Hollow auf und hob währenddessen Zangetsu auf.

Es war nicht der Schmerz, der das Bewegen schwierig machte. Er selbst war unverletzt, also ließ sich herumzubewegen den Schmerz nicht noch stärker auflodern, als er ohnehin schon tat. Das machte es leicht, den Schmerz zu ignorieren und er ging bereits zurück, zu den Grenzen seiner Wahrnehmung sickernd.

Nein, es war einfach schwierig, sich darauf zu konzentrieren, sich zu bewegen und die Welt um ihn zu sehen, während er das Bild der Hollowmaske klar im Kopf behielt. Seine Bewegungen waren langsam und bedächtig.

Er lachte ein bisschen. Er wäre okay, solange Zangetsu nicht gerade diesen Moment aussuchte, noch einen seiner willkürlichen Gegner zu ihm zu senden.

Eine Bewegung stach ihm ins Auge und sein Gelächter wurde abrupt unterbrochen. Nein, er hatte nicht...

Eine einsame Figur sprang in einiger Entfernung von Quader zu Quader auf ihn zu. Ein Schwert in seiner Scheide wurde lose in einer Hand gehalten.

Der Hollow grinste zittrig und hob Zangetsu in Vorbereitung auf den Kampf. Na großartig... Das würde interessant werden, versuchen zu kämpfen, während er von so vielen Dingen abgelenkt wurde.

Zangetsus willkürliche Gegner waren üblicherweise Leute, gegen die Ichigo vorher schon mal gekämpft hatte; Leute, die irgendwie seinen Respekt während des Kampfes verdient hatten. Diese umfassten alte Fieslinge von der Schule, sowie verschiedene Hollows und sogar gelegentlich Urahara.

Dieser Gegner bildete keine Ausnahme; Madarame Ikkaku landete leichtfüßig auf dem großen Quader, auf dem er gerade stand und begann, auf ihn zuzulaufen, sein Schwert über beiden Schultern liegend.

„Yo, Ichigo!“, rief Ikkaku gutgelaunt mit einem Grinsen. „Hast Probleme, stimmt’s?“

Der Hollow ignorierte die Frage. „Nenn mich nicht so. Ich bin nicht Ichigo.“

Die meisten von Zangetsus Gegnern taten dies und es störte ihn jedes Mal. Er war sich nicht ganz sicher, was diese Gegner waren, aber er hatte den Verdacht, dass der alte Mann Zangetsu kontrollieren konnte, was sie taten und sagten.

Während das Zanpakutou ihn also nicht direkt Ichigo nennen würde, taten es diese Typen immer noch. Er vermutete, dass Zangetsu versuchte, ihm etwas zu vermitteln, ohne eigentlich gegen das, wonach der Hollow gefragt hatte, zu verstoßen.

Der Name ärgerte ihn besonders jetzt, wenn er immer noch so eng verbunden mit seinem anderen Selbst war. Er war nicht mehr Ichigo, selbst, wenn sein Zanpakutou das scheinbar immer noch dachte...

Ikkaku zuckte bloß mit den Schultern und prüfte ihn kritisch. „Du bist nicht bereit fürs Kämpfen, Ichigo“, bemerkte er.

Die Hände des Hollows umfassten Zangetsus Griff fester und er grinste. „Bereit? Wovon redest du?“

Ikkaku grinste, noch immer keine Anstalten machend, sein Schwert aus der Scheide zu ziehen. „Deine Gedanken sind noch nicht hier“, klagte er. „Immer noch nach Außen gerichtet, statt aufs hier und jetzt. Ist das, was hier passiert nicht interessant genug für dich?“

Der Hollow öffnete seinen Mund um zu protestieren, aber wie um Ikkaku zu bestätigen, drehte Ganju Ichigo plötzlich um von seiner Schulter und legte ihn grob auf eine harte, ungemütliche Oberfläche. Der Hollow zuckte zusammen, als der Schmerz wieder aufloderte.

„Dieser Typ kämpft nicht’ mehr“, bemerkte Ikkaku mit einem Grinsen. „Lass es gehen. Du solltest dich auf dein Training konzentrieren.“

Die Zähne zusammenbeißend schlug der Hollow verärgert Zangetsu nach ihm. „Ich bin konzentriert! Ich kann kämpfen!“

Ikkaku ging zur Seite, um dem Hieb auszuweichen und dann ging er um ihn herum und schlug ihm schroff mit seinem Schwert, das noch immer in der Scheide steckte, auf den Hinterkopf. „Du denkst zu viel, Ichigo!“, lachte er. „Du hättest das grade eben abblocken können, haste aber nicht! Warum?“

Der Hollow runzelte die Stirn, drehte sich herum und hob Zangetsu wieder langsam. Er hatte Recht; es war schwierig, sich auf schnelle Bewegungen zu konzentrieren, wenn der größte Teil seiner Aufmerksamkeit noch auf die Maske gerichtet war. Wenn er sein Training fortsetzen wollte, müsste er sein Bewusstsein nach draußen zur Seite schieben und die Dinge, die Ichigo geschahen, ignorieren. Aber er weigerte sich, die Maske aufzugeben!

Wie um ihn zu verspotten drangen Hanatarous Worte von draußen zu ihm durch. Der Junge redete offensichtlich mit Ganju, aber er hörte ihn genauso und die Worte waren ablenkend. „Keine Sorge. Ich werde ihn heilen. Ich brauche nur eine Nacht um ihn komplett zu heilen.“

Seinen Kopf schüttelnd zwang er sich selbst, sich wieder auf seinen Gegner zu konzentrieren.

Ikkaku grinste ihn an und zog schließlich sein Schwert aus der Scheide und bewegte es bewusst langsam, sodass der Hollow seinen Bewegungen folgen konnte. Der Hollow verengte seine Augen, verstehend was er ausdrücken wollte. Wenn er das nicht bald ernst nahm, würde er getroffen werden.

„Sei nicht so verkrampft!“, rief ihm Ikkaku mit einem Grinsen zu. Er kam leicht in eine Kampfposition mit seinem Schwert in einer Hand und der Scheide in der anderen. „Hab ein bisschen Spaß! Und vergiss draußen! Wir kämpfen hier und jetzt!“

Ikkaku sprang plötzlich auf ihn zu, sein Schwert schimmerte jetzt gefährlich. Der Hollow hob Zangetsu schnell zur Verteidigung und mehrere Hiebe wurden ausgetauscht.

Der Hollow hatte große Schwierigkeiten, sowohl seinen Gegner davon abzuhalten, ihn zu treffen, als auch selbst einige Treffer zu landen. Die merkwürdige Methode des anderen, die Scheide zur Verteidigung zu nutzen, während er das Schwert zum Angriff benutzte, war ziemlich wirksam.

Schließlich wich Ikkaku ein wenig zurück und die Gedanken des Hollows kehrten zurück zu der Maske. Er geriet ein wenig in Panik, als er merkte, dass seine Wahrnehmung nach draußen nicht mehr da war. Hatte er die Maske verloren? War sie...

Nein, es war egal; sie war immer noch da. Er konnte Hanatarou immer noch leise zu Ganju sprechen hören. Es war leiser, als vorher, aber als er darüber nachdachte, realisierte er, dass seine ‚Sicht’ von draußen wahrscheinlich geschwächt wurde, weil Hanatarou die Maske von Ichigo runter genommen hatte und sie aus dem Weg gelegt hatte. Jetzt machte Hanatarou-

Ikkaku griff erneut an und erwischte den Hollow scharf am Arm, bevor er Zangetsu wieder zur Verteidigung aufbringen konnte. „Du denkst zu viel, Ichigo!“, rief er noch einmal.

Davon überrascht schlug der Hollow hektisch nach ihm und Ikkaku sprang zurück aus dem Weg mit einem Lachen.

„Ich lasse es nicht gehen!“, beharrte der Hollow, während er Zangetsu wieder bereit machte, die leichte Wunde auf seinem Arm ignorierend. Er grinste. „Das ist kein Problem. Es ist nur mein Handikap, sodass ich dich nicht zu schnell besiege!“

Ikkaku lachte wieder. „Das ist eine Möglichkeit, es zu sehen“, sagte er locker. „Ich denke, ich sollte dich dann nicht so unterschätzen. Zeit, ernst zu werden. Streck dich! Houzukimaru!“

Er steckte die Enden von seinem Schwert und seiner Scheide zusammen und setzte das Schwert zu seinem dreiteiligen Speer frei, während er in eine Angriffspose ging. „Mach’s nicht zu leicht für mich! Na los!“

Der Hollow grinste und griff an, indem er schnell auf Ikkaku zu rannte und Zangetsu kräftig schwang.

Er konnte nicht anders, als zu grinsen, während sie kämpften. Es war schließlich nicht so, als würde er nicht kämpfen wollen; es war einfach nur schwierig, während er seine Wahrnehmung auf die Maske gerichtet hielt. Und wenn Zangetsus Darstellung von den Kampkünsten dieses Kerls (wie auch immer das funktionierte) genau war, dann stimmte seine frühere Annahme, dass es Spaß machen würde, gegen ihn zu kämpfen.

Es dauerte nicht lange, bis der Hollow völlig auf den Kampf eingegangen war, hier und dort ausweichend und auch Ikkaku wachsam haltend. Es war ein komplizierter, gefährlicher Tanz, den der Hollow genoss...

Ikkaku grinste, als er dem nächsten Hieb auswich. „Siehste, jetzt haben wir Spaß, Ichigo! Du hast endlich aufgehört, so viel zu denken!“ Er drehte seinen Speer um und stach damit wieder auf den Hollow ein, bevor er fortfuhr. „Wie sieht’s draußen jetzt aus?“

Überraschung breitete sich auf dem Gesicht des Hollows aus, als er plötzlich zurückwich und wieder etwas Abstand zwischen sie beide brachte. Wie konnte er so schnell vergessen? Er war völlig in dem Kampf aufgegangen und hatte die Maske vergessen!

Seine Dummheit verfluchend schloss er seine Augen wieder, nach der Außenwelt suchend, sich fast nicht trauend, zu hoffen, dass es noch in seiner Reichweite sein würde...

Es war noch da. Die Maske existierte noch, immer noch da liegend, wo Hanatarou sie vorher hingelegt hatte, ein paar Meter von der Stelle entfernt, an der er hart arbeitend versuchte, Ichigos Wunden zu heilen.

Ikkaku ging nun wieder langsam auf ihn zu und lenkte seine Aufmerksamkeit zurück zu der inneren Welt. Er hatte ein selbstbewusstes Grinsen im Gesicht, als er seinen Speer über seine Schultern schwang und es dort beiläufig mit beiden Handgelenken hielt. „Siehste? Was hab ich dir gesagt? Du denkst zu viel...“

Der Hollow verstand langsam, was er damit sagen wollte. „Sie wird nicht verschwinden, solange ich das nicht will oder sie nicht zerstört wird“, schlussfolgerte er. „Ich muss mich nicht die ganze Zeit darauf konzentrieren.“

Ikkaku lachte. „Jetzt kapierst du’s.“

„Und natürlich hättest du mir das nicht einfach sagen können“, brachte der Hollow sarkastisch mit zusammengebissenen Zähnen heraus, grinsend, um die Tatsache zu verstecken, dass er von der plötzlichen Panik, die er verspürt hatte, zitterte. „Trottel.“

Ikkaku grinste ihn an. „Natürlich. Wo wär’ der Spaß dran gewesen, es dir einfach zu sagen?“ Damit drehte er sich um und begann, wegzugehen. Scheinbar war diese ‚Trainingssitzung’ vorbei...

Für einen Moment zögerte der Hollow. Dann hielt er ihn an mit einem Ruf: „Hey!“

Der andere hielt an und sah zurück zu ihm, eine Augenbraue hochgezogen. „Jo?“

„Etwas beschäftigt mich wegen all dem“, gab der Hollow nachdenklich zu. „Und ich bin nicht ganz sicher, was du bist, aber vielleicht kannst du mir etwas über Zangetsu-san sagen...“

Ikkaku zuckte mit den Schultern. „Kommt drauf an, was du wissen willst.“

Der Hollow wählte seine Worte vorsichtig. Zangetsus ‚Puppen’ Fragen über Zangetsu zu stellen war soweit er wusste, genau dasselbe, wie Zangetsu selbst zu fragen. Es war schwer zu sagen, welche Fragen ihn kränken würden und es würde sogar noch schwerer sein, zu sagen, ob Ikkaku die Wahrheit sagte...

Schließlich sagte er: „Zangetsu-san ist ein Zanpakutou. Ein Schwert, das von einem Shinigami geführt wird... ich kann also sehen, warum er wollen würde, dass Ichigo so stark wird, wie möglich... Aber warum sollte das Zanpakutou eines Shinigami irgendwelche Gründe dazu haben, einen Hollow stark zu machen?“

Ikkaku runzelte die Stirn. „Wovon redest du?“

„Ich meine mich, offensichtlich“, klärte der Hollow. „Warum hält er sich damit auf, mir zu helfen, selbst mit so etwas, das ich früher oder später sowieso rausgefunden hätte?“

Ikkaku dachte einen Moment darüber nach, dann seufzte er und sah nachdenklich hoch zu den Quadern, die über ihnen schwebten. „Du bist immer noch Ichigo“, sagte er schließlich. „Oder zumindest ein Teil von ihm. Egal wie stark dein Shinigami-Selbst wird, wenn tief in ihm ein Teil von ihm wäre, der schwächer bleiben würde, würde er nie sein volles Potential erreichen.“

Der Hollow schüttelte seinen Kopf. Er hatte bereits an so etwas gedacht. „Es erscheint mir ein riskanter Zug zu sein. Was wird passieren, wenn ich stärker werde, als Ichigo? Ein Zanpakutou braucht keinem Hollow zu dienen.“

Ikkaku grinste nur. „Es ist ein schmaler Grad auf dem wir uns bewegen.“, stimmte er zu. Langsam drehte er sich rum und fing wieder an wegzugehen. „Aber am Ende bist du immer noch Ichigo. Und Zangetsu respektiert dich als seinen Meister, genauso wie deine andere Hälfte. Du wirst es irgendwann verstehen.“

Damit war der andere verschwunden, den Hollow zurücklassend um über seine Worte nachzudenken und Hanatarou dabei zuzusehen, wie er sich um Ichigo kümmerte...

________________________________________

Der Hollow wurde wieder vom Training abgelenkt dadurch, dass jemand die Hollowmaske aufhob und sie langsam umdrehte. Ichigo war noch immer ohnmächtig und es war irgendwie seltsam, nicht sehen zu können oder die Maske physisch zu fühlen, und trotzdem zu wissen, wenn jemand sie in der Hand hielt.

Ichigo war sogar kurz vor ein paar Stunden aufgewacht. Zu der Zeit war er ein bisschen neben sich gewesen und er hatte versucht, aufzustehen und wegzugehen, während er irgendetwas murmelte über Chad und Ishida finden oder etwas anderes Dummes. Ganju hatte diesen Versuch schnell gestoppt mit einem harten Schlag an den Kopf.

Hanatarou war nicht sehr glücklich darüber gewesen, genauso wenig wie der Hollow, wenn er ehrlich war, aber er beschwerte sich nicht weiter, nachdem Ganju ihm angedroht hatte, ihn auch zu schlagen. Hanatarou hatte damit fortgefahren, Ichigo einzubandagieren und schließlich war Ganju wieder um die Ecke gegangen.

Jetzt war Hanatarou scheinbar fertig mit was auch immer er gemacht hatte um Ichigo zu heilen und hatte seine Aufmerksamkeit darauf gerichtet, die Maske zu untersuchen.

Der Hollow konnte nicht anders, als sich zu fragen, was Hanatarou darüber dachte. Es war immerhin eine Hollowmaske und das war nicht etwas, das normalerweise gefunden wurde, wie es einen Shinigami schützte... Er wäre nicht überrascht darüber, wenn der kleine Shinigami Bedenken darüber hatte.

Ichigo rührte sich ein wenig und der Hollow grinste. Er würde es sehr bald herausfinden; Hanatarou war zu höflich, die Maske Ichigo nicht zurückzugeben und er würde ihm wahrscheinlich ein paar Fragen dazu stellen wollen.

Mit einem Stöhnen versuchte Ichigo, sich selbst in eine sitzende Position zu bringen, während seine verschiedenen Wunden heftig gegen die Bewegung protestierten.

Sobald Hanatarou Ichigos Bewegungen bemerkte, ließ er die Maske abrupt fallen und trat an seine Seite, ihm helfend, sich hinzusetzen. „Ichigo-san, du bist wach?“

Ichigo machte ein mürrisches Gesicht und hob eine Hand, um über sein Gesicht zu reiben, wo Ganju ihn vorher geschlagen hatte. „Ah... Ganju, du Idiot...“

Hanatarou lachte nervös. „Du erinnerst dich daran, hm?“

„Als ob ich das vergessen würde... Au...“ Es tat nicht wirklich weh, aber Ichigo war ziemlich gut darin, Groll gegen jemanden zu hegen.

Mit einem zögerlichen Lächeln fuhr Hanatarou fort. „Trotzdem bin ich froh, dass Ganju-san dich aufgehalten hat... Sonst würdest du schon wieder bluten...“

Ichigo seufzte. Ja. Entschuldige. Ich hätte nicht versuchen sollen, aufzustehen.“

„Ist schon okay“, versicherte ihm Hanatarou. „Du solltest wahrscheinlich sogar noch eine Weile liegen bleiben. Du bist noch nicht vollständig geheilt und es ist sowieso noch dunkel draußen...“

Ichigo nickte. „Ja, okay...“

Für einen Moment saß er stumm da, weil sich noch nicht wirklich wieder hinlegen wollte. Gedanken von dem, was er immer noch machen musste, sobald er genug geheilt war, fingen an, in seinem Kopf herumzuspuken. Der Hollow hörte interessiert zu.

„Von dem, was Renji gesagt hat, werde ich wahrscheinlich mindestens noch mehr Vizecaptains treffen, bevor ich zu Rukia kann, wenn nicht sogar Captains. Yoruichi hat gesagt, wir sollen Gegner auf Captainlevel vermeiden, aber ich werde einfach damit leben müssen. Schließlich ist Kuchiki Byakuya ein Captain und ich werde ihn besiegen müssen, wenn ich Rukia da rausholen will. Renji wird wahrscheinlich gewillt sein, jetzt zu helfen, wenn er nicht bereits tot ist.“

Ichigo empfand das als einen ziemlich beunruhigenden Gedanken. Mit einem Stirnrunzeln drehte er sich zurück zu Hanatarou. „Hey, was ist mit Renji? Wie geht es ihm?“

Die Frage kam überraschend für Hanatarou. „Hä? Oh, naja, ich weiß es nicht genau... Alles, was ich sagen kann ist, dass er wahrscheinlich nicht tot ist. Es sind ein paar Leute angekommen, als wir abgehauen sind und wenn die normale Verhaltensweise eingehalten wurde, wird er Behandlung von einer speziellen Einheit der vierten Division erhalten...“

Ichigo nickte stumm. „Also wird es Renji schaffen. Und ich kann vielleicht auf ihn zählen, dass er hilft, wenn er kann.“

Ein langer Augenblick verging, in dem die beiden darüber nachdachten und dann seufzte Ichigo und rückte sich zurecht, sodass er sich wieder hinlegen konnte.

Als er dies tat bemerkte er einen weißen Punkt aus dem Augenwinkel heraus und er hielt inne, als er hinüber sah. Der Hollow bewegte sich nicht, als er realisierte, dass er die Maske bemerkt hatte...

Die Hand danach ausstreckend hob Ichigo sie vorsichtig hoch und sah sie sich Stirn runzelnd an. Auf seine Berührung hin klärte sich die ‚Sicht’ des Hollows wieder auf.

Anders als bei Hanatarou musste sich der Hollow nicht wundern, welche Gedanken durch Ichigos Kopf schossen. Er hatte vollen Zugang zu Gefühlen von Verwirrung über die Existenz der Maske und eine leichte Unruhe über seine Erscheinung.

Der Hollow sah zögerlich zu. Bis dahin, keine Feindseligkeit; nur Neugier...

„Was ist das?“, fragte Ichigo Hanatarou und drehte die Maske in seinen Händen um.

Hanatarou war sichtlich überrascht von der Frage. „Was? Ich... Eigentlich hatte ich irgendwie gehofft, du würdest mir das sagen, Ichigo-san... Ich habe sie gefunden, während ich dich geheilt habe.“

„Gefunden“, wiederholte Ichigo und sah auf zu Hanatarou mit einem verwirrten Stirnrunzeln. „Wo? An mir?“

Hanatarou nickte, auf die einbandagierte Wunde an Ichigos linker Schulter zeigend. „Ja. Sie war da und offensichtlich hat es das Schlimmste von dem Schlag abgefangen...“

Ichigo ließ seine Finger über die Risse auf der Oberseite der Maske gleiten, plötzlich realisierend, dass sie von Renjis Schwert waren. „Sie hat mich geschützt?“

Der Hollow blinzelte, als Ichigos Gedanken sich auf diese Worte hin abrupt änderten in Dankbarkeit und ein gewisses Interesse daran, wer sie dorthin getan hatte.

„Ich schätze, ich habe jemanden, der auf mich aufpasst“, grübelte Ichigo. Der Hollow konnte nicht anders, als sich auf Ichigos Worte hin von sich selbst zufrieden zu fühlen. Damit hatte er Recht.

Hanatarou sah weniger davon überzeugt aus. „Ichigo-san, ich denke, du solltest dieses Ding loswerden.“

Ichigo starrte ihn überrascht an, nicht so sehr wegen den Worten, sondern von der Kraft mit der der normalerweise ruhige, unsichere Junge sie ausgesprochen hatte. „Was? Warum? Sie hat mich gerettet, oder nicht? Ich sollte sie behalten... zumindest als Glücksbringer.“

Hanatarou zerrte die Maske vorsichtig aus Ichigos Griff und sah sie Stirn runzelnd an. „Es ist nur... Vielleicht ist es ja gar nichts, aber... Sie sieht nur so sehr aus wie die Maske eines Hollows. Es ist irgendwie unheimlich und es verursacht ein schlechtes Gefühl bei mir...“

Ichigo runzelte ebenfalls die Stirn und streckte seine Hand aus, um die Maske wieder zurück zu nehmen. „Aber wie kann sie schlecht sein, wenn sie mich beschützt hat?“

Hanatarou zog sie von Ichigo weg und ließ ihn sie nicht nehmen. „Das Ding ist böse, Ichigo-san!“, beharrte er.

„Das weißt du nicht!“, protestierte Ichigo. „Ich will sie behalten!“

„Nein! Es ist mir egal! Ich werde das nicht zulassen!“ Hanatarou schüttelte seinen Kopf, drehte sich herum und warf die Maske so fest er konnte ins Wasser.

Ichigo und der Hollow schrien beide bestürzt auf. Ichigo machte einen Sprung nach vorne und versuchte, sie zu fangen, aber es war zu spät. Die Maske verschwand unter der Oberfläche des trüben Wassers mit einem leisen Platsch und sank schnell zum Grund.

„Hanatarou! Warum hast du-“

Der Hollow guckte grimmig, als die Geräusche langsam von seiner Wahrnehmung verklangen. Ichigo besaß die Maske nicht länger, daher war die Verbindung nicht mehr so stark, wie zuvor. Als die Bilder ebenfalls verblassten, stieß er einen frustrierten Schrei aus, die Maske verärgert auflösend und Zangetsu von seinem Rücken nehmend.

„Sie hat nicht dir gehört!“, schrie er zu keinem Bestimmten, während er sein Schwert mehrere Male durch die leere Luft schwang, um seine Worte zu unterstreichen. „Du hattest kein Recht dazu! Er wollte sie behalten!“

Das ließ ihn kurz etwas realisieren und er hielt schwer atmend inne. Ein Grinsen zog sich langsam über sein Gesicht. „Er wollte sie behalten“, wiederholte er leicht erstaunt. „Er wusste, was es war, aber er wollte sie behalten...“

Naja, das war nicht ganz richtig. Ichigo wusste, dass sie wie eine Hollowmaske aussah, aber er war nicht in der Lage gewesen, zu sagen, ob er dachte, dass es wirklich eine war.

Selbst dann, wen kümmerte er es, dass Hanatarou sie weggeschmissen hatte? Ichigo schien sich nicht an der Maske gestört zu haben. Seine einzigen Gedanken waren darüber gewesen, wie viel Glück er doch hatte, dass jemand auf ihn aufgepasst hatte.

Der Hollow lachte. Er war ein bisschen besorgt gewesen über die wahrscheinliche Ablehnung seiner anderen Hälfte, mit einem Hollow zusammenzuarbeiten, selbst mit einer Hollowversion von sich selbst, aber das hatte gerade gezeigt, dass Ichigo dazu bereit war, mit ihm zu arbeiten, solange er half.

Auf diesen Gedanken hin lächelte der Hollow. Er versuchte sein Bestes. Er wurde stärker. Eines Tages würden sie beide das perfekte Team abgeben. Partner. Sie würden Rukia retten und jeden zu Fall bringen, der ihnen irgendwie im Weg stand!

Dann erschienen mehr von Zangetsus willkürlichen Gegnern und der Hollow war mehr als nur bereit für sie. Das Training ging weiter.


*+*+*



[1] „Verlogen“ ist eine Übersetzung des englischen Adjektivs „hollow“.

Wie immer hört sich manches im Deutschen nicht mehr soo gut an (meiner Meinung nach) und leider hat das Wortspiel seine ganze Bedeutung verloren -_-
Den Schluss fand ich auf jeden Fall total süß ^.^
Bitte hinterlasst ein paar Meinungen!
lG
Angel
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