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von tenshi-chan87    erstellt: 29.04.2009    letztes Update: 07.04.2010    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt)
Hallo alle zusammen.
Freut mich, dass ihr zu meiner Story gefunden habt und hoffe ich kann euer Interesse daran wecken.
Wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Disclaimer: Alles meins. Die Story ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit irgendwelchen Personen oder anderen Geschichten wäre rein zufällig und nicht beabsichtig!


~***~

Chapter 1: Der Morgen danach...


“Einen wunderschönen guten Morgen. Es ist 8:45 Uhr und der Himmel zeigt sich von seiner besten Seite...”
Missmutig zog ich mir ein Kopfkissen über mein Gesicht. Gott, war das penetrant. Blind tastete ich nach diesem verdammten Radio, um diesem Quacksalber endlich das Maul zu stopfen. War ja nicht auszuhalten. Wie konnte man am frühen Morgen schon so eine beschissen gute Laune haben. Währe definitiv kein Beruf für mich.

Da mich dieser Trottel noch immer zulaberte, mir dadurch meinen erholsamen Schlaf stahl und ich den richtigen Knopf zum Ausschalten des Radioweckers nicht fand, tastete ich weiter zum Kabel und hatte ihn mit einem Ruck zum Schweigen gebracht. Ich seufzte erleichtert, drehte mich auf den Bauch und schlummerte weiter.

Zumindest versuchte ich es, denn da ich jetzt wach war, wurde ich unausweichlich mit meinem pochendem Schädel konfrontiert. Stöhnend vergrub ich mein Gesicht noch weiter in den Kissen. Das durfte doch jetzt nicht wahr sein oder? Warum musste ich auch gestern, die halbe Nacht durchzechen? Alles nur die Schuld meiner bekloppten Freunde. Ich hätte doch wissen müssen, dass sie mich wieder abfüllen würden und ich Idiot stieg auch noch drauf ein.

So gut es ging, versuchte ich den Gedanken an diesen Abend, an den ich mich sowieso nur noch lückenhaft erinnern konnte zu vertreiben. Auch meinen Kater versuchte ich zu ignorieren und war gerade dabei wieder einigermaßen einzuschlafen, als mich erneut etwas, diesmal ein penetrantes Klingeln aus meinem Schlaf holte.

Wer zum Teufel hatte nur diese nervigen, verfluchten Handys erfunden. Dem gehörte doch wirklich eine reingewürgt. Dass man es auch ausschalten hätte können, überging ich geflissentlich. Wieder tastete ich blind an meinem Nachttisch herum und fand den gesuchten Störenfried. Ohne auf das Display zu sehen, drückte ich auf den grünen Knopf und legte mir das Scheißteil an mein Ohr.

“Was?”, brummte ich alles andere als gut gelaunt in den Hörer.
“Hey Andrew!”, kam es auch schon gut gelaunt von der anderen Seite.
Ich antwortete nicht, auf diese fröhliche Begrüßung, verfluchte nur innerlich den Anrufer, der sich als mein bester Freund entpuppte und wünschte ihm im selben Moment alle schmerzhaften und tödlichen Krankheiten an den Hals.

“Ah, ich hör schon. Hast wohl wieder schlechte Laune.”, trällerte er auch schon weiter.
Zu gerne, hätte ich ihm jetzt wirklich eine auf die Fresse gegeben.
“Hast du schon mal auf die Uhr gesehen, du elende Nervensäge.”
Ich war wirklich nicht in Stimmung, mich jetzt großartig mit ihm zu unterhalten und wollte das Telefonat so schnell es ging wieder zu Ende bringen.

“Oh.”, kam es nur etwas überrascht von der anderen Leitung. “Hab ich dich etwas geweckt?”
Was für eine seltendämliche Frage. Dann lachte er auch schon los.
“Tut mir leid, Mann.”
Was war daran bitte so witzig? Mir brummte der Schädel und dieser Idiot hatte nichts besseres zu tun, als meine sowieso schon überspannten Nerven, noch weiter zu strapazieren. Seine Entschuldigung sollte er sich an die Backe nageln und endlich zum Punkt kommen.
“Was willst du?”, fragte ich ihn doch etwas eingeschnappt.

“Ich wollte mich eigentlich nur bei dir bedanken.”
Ich antwortete nicht, versuchte einen Sinn aus seinen Worten zu basteln. Musste ich das nun verstehen?
“Für was?”, fragte ich dann doch nach, weil ich wirklich keine Ahnung hatte, was ich für ihn getan haben sollte, dass es eines Dankes würdig war.

“Ich hatte gestern noch hervorragenden Sex mit meiner Liebsten, dank dir.”
Wieder herrschte Stille. Okay, war ich nun besoffen oder er? Was bitte, hatte ich getan um sein Sexleben zu bereichern. War gestern irgendetwas vorgefallen, von dem ich wissen sollte. Ich hatte anscheinend ein größeres Blackout als mir vermutlich lieb war.
“Darf ich fragen, was du damit meinst?”
Ich war wirklich neugierig was er mir offenbaren würde.

“Was? Weißt du das etwa nicht mehr?”
Würde ich es wissen, würde ich auch logischerweise nicht nachfragen. So ein Idiot.
“Na, ich meinte dein Rumgeknutsche mit diesem einem Typen gestern. Das hat sie total scharf gemacht. Schon komisch, auf was Frauen alles abfahren, findest du nicht?”

Und wieder herrschte Stille. Diesmal eine etwas längere. Wie war das gerade?
Mein Rumgeknutsche mit einem...
“Hallo? Andrew? Bist du noch dran?”
Ich rührte mich nicht. Unbewusste hielt ich den Atem an, mein Gesicht immer noch in den Kissen vergraben. Währe jetzt jemand in mein Schlafzimmer gekommen, hätte er mich garantiert für Tod gehalten. Dieser Schock saß tief. Meine Gedanken streiften im Augenblick nur drei Wörter.
Ich, Rumgeknutsche und Typ.

“Andrew. Wenn du mir nicht bald antwortest, leg ich wieder auf.”
Noch immer gab ich kein Lebenszeichen von mir, bis ich plötzlich aufsprang und ziemlich laut in den Hörer brüllte.
“WAS HAST DU MISTMADE, GESTERN IN MEINEN DRINK GEMISCHT!!!”
Jetzt war es an der anderen Leitung still. Vermutlich um das Surren aus seinem Ohr zu bekommen.

“Sag mal, spinnst du. Ich hab dir gar nichts reingemischt. Selber Schuld, wenn du dich bis zur Besinnungslosigkeit Volllaufen lässt.”
Mein erster Schock verwandelte sich nun in blanke Panik.
“Warum kann ich mich nicht erinnern. Oh Gott, Ben sag mir was ich getan habe.”
Das ich ziemlich hysterisch klang, war mir im Augenblick ziemlich egal.

“Jetzt beruhig dich wieder und komm runter.”, versuchte er locker zu beschwichtigen.
Runterkommen? Runterkommen?! Ich hatte einen mir wildfremden Kerl geküsst und der Idiot meinte ich solle RUNTERKOMMEN!!
“Hör zu. Es ist jetzt halb zehn. Komm um zehn in unser Café und dann helfe ich dir mit deinem Blackout.”

Ich antwortete ihm nicht mehr. Pfefferte mein Handy irgendwohin und wollte aus dem Bett springen um mich Stadtfein zu machen. Meine Kopfschmerzen waren schon lange vergessen. Die kamen aber prompt wieder, als ich mich in meiner Eile in der Bettdecke verwuselte, stolperte und bäuchlings auf die Schnauze knallte.

Kurz blieb ich liegen. Verfluchte meinen Fall, verfluchte meine Situation und verfluchte mein verdammtes Blackout. Was zum Teufel hatte ich gestern nur getan?!


Tbc

~***~

Hoffe es hat euch gefallen. Auf Meinungen würde ich mich sehr freuen.^^
Bis zum nächsten Chap.

Bye Bye eure tenshi
 
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