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von fluffy cloud    erstellt: 03.04.2009    letztes Update: 01.06.2009    Geschichte, Romanze / P16    (fertiggestellt)
*****************************Für Melissa********************************

Pairing: Renesmee/ Jacob
Rating: P16
Disclaimer: Manches ist meins.
Stephenie Meyer: Frisst Pinguinscheiße.
Kommentar: Das hier ist das schöne Ende. Man könnte auch Happy End sagen. Es wird auch noch ein alternatives Ende geben, für die hartgesottenen unter euch. Zarten Seelchen rate ich allerdings davon ab das alternative Ende zu lesen. Es könnte zu traumatischen Störungen kommen. Aber es ist sehr schön und mit viel Liebe geschrieben. Vielleicht traut ihr euch ja trotzdem es zu lesen. Ich denke es kommt am Samstag so gegen 0 Uhr. Oder auch erst Sonntag.^^


- SEIFENBLASENTRÄUME -  


Kapitel 4 – Traumluftschlössler


~+~



Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird.

Antoine de Saint-Exupéry (1900-44)

französischer Flieger und Schriftsteller  



~+~



Manche Tage beginnen ganz unscheinbar und enden doch als etwas Besonderes. Sie erscheinen einfach, doch, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, blühen sie auf und entfalten sich zu einer prächtigen Blüte.


Dieser Tag war so ein Tag. Nessie war schon früh wach, weil sie mit offenem Fenster geschlafen hatte, und das Gezwitscher der Vögel sie geweckt hatte. Nachdem sie ein ausgiebiges Bad und ein ausgiebiges Frühstück genossen hatte, saß sie nun mit einer uralten Originalausgabe von Shakespeares „Romeo und Julia“ von 1597 auf der Hollywoodschaukel im von Esme penibel gepflegten Garten.

Eigentlich las Nessie nicht viel. Was interessierten sie Fantasybücher, wo ihr eigenes Leben um ein vielfaches fantastischer und aufregender war. Warum sollte sie Liebesschnulzen lesen, wenn sie eine fast perfekte Beziehung hatte. „Romeo und Julia“ las sie nur, weil Bella so davon geschwärmt hatte. Sie meinte, dass es eine so wundervolle Geschichte wäre, dass Nessie sie unbedingt lesen müsste. Edward hatte ihr zugestimmt und hinzugefügt, dass Shakespeares Stücke Klassiker waren und Nessie ruhig mal ihren Horizont erweitern sollte.
So kam es, dass Nessie am frühen Morgen in Carlisles Arbeitszimmer geschlichen war und sich das Buch besorgt hatte. Sie hatte nicht allzu viel von dem Stück erwartet, doch sie musste zugeben, dass Shakespeare einen wirklich beeindruckenden Stil hatte. Wie er Wörter aneinanderreihte; ihnen einen neuen Sinn gab. Seine Art mit Worten zu spielen war wirklich beeindruckend.

Vertieft in ihre Lektüre bemerkte Nessie nicht, wie jemand von hinten an sie heranschlich.
„Buh!“
Nessie fuhr zusammen und drehte sich erschrocken um. Sie blickte in Jacobs braune Augen. Wie immer funkelten sie vor Freude, sie zu sehen.
„Guten Morgen Jake.“, sagte sie und küsste ihn flüchtig auf den Mund.
„Guten Morgen? Es ist schon Nachmittag, Süße. Ich weiß nicht, was mit deinem Zeitgefühl los ist, aber der Morgen ist schon etwas länger vorbei.“
„Oh. Ich habe gar nicht bemerkt, wie schnell die Zeit verflogen ist. Die Geschichte hat mich ziemlich gefesselt. So dramatisch und romantisch wie sie ist.“
„Was liest du denn?“, erkundigte Jacob sich.
„Romeo und Julia. Da geht es um einen jungen Mann und eine junge Frau, die sich lieben, aber-“
„-aber ihre Liebe wird nicht geduldet. Ich weiß, ich weiß. Wir haben das Stück mal in der Schule durchgenommen und außerdem ist es Bellas Lieblingsgeschichte, wenn ich mich richtig erinnere.“, unterbrach Jacob sie.
„Ah gut. Übrigens nett von dir, dass du vorbeigekommen bist. Wollen wir irgendetwas unternehmen?“
„Wir können nach oben gehen und einen Film anschauen.“, schlug er vor.
„Oh ja, ich habe mir eine neue DVD gekauft und sie noch nicht gesehen. Die könnten wir gucken.“, meinte Nessie.


Der Film war ein Independentfilm und nicht allzu aufregend. Nessie hatte an ein paar Stellen gelacht, aber Jacob fand den Film zum einschlafen langweilig. Dabei hatte er gar keine hohen Ansprüche. Hauptsache Blut floss, es starb jemand und eine Verfolgungsjagd in schnellen Autos kam vor.

„Sag mal, jetzt wo du erwachsen bist, willst du da eigentlich auch studieren?“, fragte Jacob.
„Zur Zeit eigentlich. Jetzt will ich einfach nur mit dir zusammen sein. Und später vielleicht auch einmal eine eigene Familie gründen.“
„Mit mir?“, fragte Jacob verdutzt.
„Nein, eigentlich hatte ich eher an Emmett gedacht.“, sagte Nessie sarkastisch.
„Aber jetzt will ich noch keine Kinder haben. Das hat noch Zeit.“, sagte Jacob.
„Ja, sehe ich auch so. Zuerst will ich erstmal was anderes…“, flüsterte Nessie.

Entspannt kuschelte Nessie sich auf ihrem Bett in Jacobs Arm. Vor zwei Tagen hatte sie sich in der Apotheke in Forks die Pille geben lassen und nun fühlte sie sich sicher, als Jacob sie zu küssen und streicheln begann.
Immer wieder küsste er sie leidenschaftlich und wurde dabei fordernder. Früher hatte Nessie sich dabei immer etwas unwohl gefühlt. Doch heute war es anders. Sie spürte ein ihr unbekanntes Gefühl in sich aufsteigen. Eine nie empfundene Begierde, die sich schnell ausbreitete, sie ausfüllte und jede Faser ihres Körpers durchdrang.
Ihre Hände machten sich selbstständig und begannen Jacobs Körper zu erkunden. Sie konnten nicht genug von ihm bekommen und fuhren unter sein Hemd und strich über seinen muskulöse Brust. Als Jacob das bemerkte, riss er sein Hemd kurzerhand auf und enthüllte seinen braungebrannten Oberkörper. Nessie verschlang ihn mit ihren Blicken. Sie wollte seinen Körper weiter erkunden, aber andererseits auch von ihm berührt werden und drängte sich Jacob entgegen.

Unsicher schaute Jacob sie an, doch als er das erregte Glitzern in ihren Augen bemerkte, griff er den Saum ihres T-Shirts und zog es ihr aus. Mit ungeübten Fingern hantierte er am Verschluss ihres BHs herum. Als er merkte, wie Nessie ungeduldig zappelte, streifte er ihn ihr einfach über den Kopf. Langsam begann er ihre Brüste zu küssen, er verweilte dort aber nicht lange und arbeitete sich langsam bis zu ihrem Bauchnabel runter und umkreiste ihn mit seiner Zunge. Nessie ließ sich gerne verwöhnen, aber als sie genug hatte, drückte sie ihn tief in die Kissen und fuhr mit ihren Fingern die Adern auf seinem Oberkörper nach. Dann begann sie jedes Muttermal auf seinem Körper zu küssen. Auf seiner rechten Seite entdeckte sie einen besonders großen Leberfleck, der die Form eines kleinen Wolfes hatte. Kichernd gab sie diesem Leberfleck einen besonders dicken Kuss und begann dann Jacob seine Jeans auszuziehen.

Auf einmal setzte Jacob sich auf.
„Willst du das wirklich? Du musst das nicht machen, um mir einen Gefallen zu tun.“, sagte er und schaute sie ernst an.
„Bist du verrückt? Natürlich will ich das. Sonst würde ich dir wohl kaum die Hose ausziehen.“
„Naja, hätte ja sein können. Ich will dich zu nichts drängen und ich möchte nicht, dass du es nachher bereust.“
„Ich werde gar nichts bereuen. Jake, ich liebe dich! Und ich fühle mich nicht von dir gedrängt. Abgesehen davon, wie soll ich etwas bereuen, wenn ich es nicht ausprobiert habe?!“, fragte sie.
„Keine Ahnung, aber kann doch sein.“
„Man könnte meinen, du hast Angst davor mit mir zu schlafen.“
„Ich…Ich habe nicht Angst davor mit dir zu schlafen. Ich habe nur Angst, dass ich dir vielleicht wehtue. Ich meine, ich habe doch überhaupt keine Erfahrung.“, meinte Jacob unsicher.
„Ja und? Ich doch auch. Aber der Drang mit dir schlafen zu wollen ist gerade stärker als alle Unsicherheit. Also küss mich jetzt und lass uns weitermachen.“, hauchte Nessie ihm ins Ohr.
„Okay. Dann werde ich dich jetzt so richtig durchnehmen. Und wenn ich richtig sage, meine ich das auch“, flüsterte er mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht.
Das brachte Nessie so zum lachen, dass die ganze Matratze bebte. Immer noch grinsend stürzte Jacob sich auf sie und riss ihr die Hose vom Leib. Er entledigte sich noch schnell seiner Boxershorts und beugte sich dann über sie.


Atemlos und verschwitzt lagen Jacob und Nessie nebeneinander und sahen an den Himmel von Nessies Himmelbett.
„Das war verdammt geil.“, hauchte Nessie.
„Aber Hallo. Sogar sehr verdammt geil.“, bestätigte Jacob.
„Meinst du wir könnten…“ Nessie ließ die Frage unbeendet im Raum stehen.
„Noch mal?“, beendete Jacob ihre Frage.
Nessie nickte langsam und sah ihn erwartungsvoll an. Jacob legte die Stirn in Falten, tat so, als ob er nachdenken würde, und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Mit Ihnen, doch immer gerne, meine Dame.“, kicherte er und drückte sie wieder tief in die Kissen.


Nachdem sie ein zweites Mal miteinander geschlafen hatten, kamen sie langsam zur Ruhe. Die Bettlaken waren nass geschwitzt und die Kissen waren über das Zimmer verteilt und flogen auf dem Boden rum. Müde und erschöpft lagen  Nessie und Jacob sich in den Armen.
Liebevoll sah Jacob Nessie an, die mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht heftig atmete. Er beobachtete, wie ihr Atem immer ruhiger wurde und ihr die Augen langsam zufielen. Als sie eingeschlafen war, zog Jacob sie noch näher an sich ran und Nessie drückte sich im Schlaf an ihn. Jacob wusste, dass sie jetzt nichts mehr auseinander bringen konnte. Sie hatten die erste Krise in ihrer Beziehung erfolgreich gemeistert. Alle anderen Hindernisse würden sie auch überwinden. Und er wusste, dass dieser Tag, auch wenn er noch so unspektakulär begonnen hatte, etwas Besonderes war. Es war der schönste Tag in seinem Leben.


Erst spät in der Nacht erlosch das Licht in Nessies Zimmer. Auf der Hollywoodschaukel lag einsam im fahlen Licht des Mondes Emmett und las seit langer Zeit wieder ein Buch. Ein Buch über die tragische Geschichte zweier unglücklich verliebter Menschen. Eine einsame Träne quoll aus seinem Augenwinkel und lief über seine Wange hinunter auf sein T-Shirt. Es war das erste Mal, dass der sonst so starke Emmett weinte. Und das nur wegen einer Liebesgeschichte. Der wohl bekanntesten Liebesgeschichte der Welt.
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