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von fluffy cloud    erstellt: 03.04.2009    letztes Update: 01.06.2009    Geschichte, Romanze / P16    (fertiggestellt)
Pairing/Charas: Renesmee/ Jacob
                         Bella/ Edward
                         Carlisle
Rating: P16
Disclaimer: Auch bei diesem Kapitel gehört mir nur die Handlung.
Stephenie Meyer: Kriegt heute leider kein Foto von mir. Es hat einfach nicht gereicht.
Kommentar: Tadah! Das nächste Kapitel. Sogar schneller, als das vorherige


- SEIFENBLASENTRÄUME -  


Kapitel 3 – Zuckerwatteküsse


~+~


Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier.
Giacomo Girolamo Casanova(02.04.1725 – 04.06.1798)
Italienischer Abenteurer, Schriftsteller und Meister der Verführung


~+~


Das laute Aufheulen eines Motors, ließ Nessie aus dem Schlaf hochfahren. Müde rieb sie sich den Schlaf aus den Augen und schaute sich um. In ihrem Zimmer war alles normal, aber der Lärm hörte nicht auf. Neugierig machte sie sich auf die Suche nach der Ursache des Geräuschs und trat an ihr Fenster. Sie schob die weiße Gardine zur Seite und spähte hinaus. Auf dem Zufahrtsweg zum Haus saß Jacob auf ihrer Harley Davidson und fuhr Slalom um ein paar improvisierte Hindernisse. Sie erkannte einen Liegestuhl, Jaspers Lieblingssessel und die große Stehlampe aus dem Wohnzimmer wieder. Sie bezweifelte, dass Esme von der Aktion begeistert sein würde. Am Rand der Zufahrt stand Emmett und feuerte Jacob zu immer waghalsigeren Manövern an.
Kichernd beobachtete Nessie die beiden eine Weile, bis Jacob sie erblickte und unvermittelt stoppte. Mit einer Handbewegung bedeutete er ihr nach draußen zu kommen. Sie nickte, warf ihm eine Kusshand zu und verschwand.

Wenige Augenblicke später trat Nessie angezogen und geduscht aus der Haustür ins Freie. Jacob hatte das Motorrad inzwischen abgestellt und Emmett versuchte mit Hilfe einer improvisierten Rampe über die Lampe zu springen.
„Guten Morgen, Nessie!“, begrüßte Jacob sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Hi, Jake. Wem gehört das Motorrad eigentlich? Euch oder mir?“, fragte sie und versuchte Emmett und Jacob böse anzuschauen.
„Tut mir leid, dass wir nicht gefragt haben. Ich bin eigentlich vorbeigekommen, um dir deine erste Fahrstunde zu geben. Aber Emmett hat gemeint, dass du noch schlafen würdest und dass man dich auf keinen Fall wecken dürfte. Da habe ich das Motorrad schon mal aus der Garage geholt und den Motor warmlaufen lassen.“, erklärte Jacob grinsend.
„Ja, das habe ich gehört.“, meinte Nessie streng, konnte sich ein Grinsen aber ebenfalls nicht verkneifen. Sie genoss die Situation. Jacob sah in solchen Momenten einfach zu niedlich aus.
„Dann lass uns mal loslegen!“, sagte Nessie enthusiastisch, als Jacob nichts erwiderte.


Erschöpft warf Nessie sich auf die weiche Couch in ihrem Zimmer. Jacob setzte sich neben sie. Nessies hatte das Gefühl ihr Kopf würde platzen. Jacob hatte ihr so viel über Zündung, Gangschaltung und Mechanik erzählt, dass sie das Gefühl hatte nichts anderes mehr lernen zu können, weil ihr Gehirn voller neuer Informationen war.

„Ich muss mich bei dir noch für vorletzte Nacht Entschuldigen. Ich hätte dich nicht so überrumpeln dürfen. Mir hätte klar sein müssen, dass du etwas Zeit brauchst.“, brach Jacob die Stille.
„Hmm…Ist nicht so schlimm. Ich glaube ich habe ein bisschen überreagiert. Das ist mir gestern klar geworden, nachdem ich mit Mom und Emmett gesprochen habe.“
„Du hast mit Emmett gesprochen?“, fragte Jacob verwirrt.
„Das hat sich mehr zufällig ergeben.“
„Achso. Was haben Bella und er denn gesagt?“, wollte er wissen.
„Meine Mutter hat eine relativ verkorkste Einstellung. Scheinbar ist sie echt konservativ bei so etwas. Fast so wie Edward. Das hat mich wirklich überrascht, weil sie ansonsten die beste Mutter ist, die ich mir vorstellen kann. Du weißt schon…Sonst ist sie immer ziemlich cool und locker.
Naja Emmett meinte, dass ich mir nichts daraus machen sollte und einfach das tun soll, was mir richtig vorkommt und das ein bisschen Unsicherheit ganz normal ist. Aber er meinte auch, dass es gut wäre mit Carlisle darüber zu sprechen.“, erzählte Nessie.
„Ja, ich habe überlegt, dass es wahrscheinlich wirklich gut ist, ihn zu fragen. Und es tut mir wirklich leid.“, wiederholte Jacob reuevoll.
„Ach Jake, vergiss es, ja? Ich habe doch gesagt, dass es nicht schlimm war.“
Langsam war Nessie genervt von seinen Entschuldigungen.
„Aber ich hätte mich nicht so verhalten dürfen. Ich liebe dich doch!“
„Das ist das einzige was zählt. Und ich liebe dich auch.“

Mit diesen Worten stürzte sie sich auf ihn und begann ihn abzuküssen. Stürmisch küsste sie sich von seinem Scheitel über seine Stirn bis zu seiner Nasenspitze.
Gerade als sie sich seinem Mund widmen wollte, packte Jacob sie, drückte sie mit dem Rücken auf die Couch und küsste sie leidenschaftlich.
In diesem Moment öffnete sich die Tür zu Nessies Zimmer und Emmett platzte herein. Erschrocken fuhren Nessie und Jacob hoch, was Emmett laut auflachen ließ.
„Kannst du nicht einmal anklopfen?“, fuhr Nessie ihn an.
„Kannst du nicht abschließen, wenn du mit Jake rumknutschst?“, erwiderte Emmett.
„In diesem Haus hat man echt keine Privatsphäre.“, bemerkte Jacob trocken.
„Was willst du denn?“, erkundigte sich Nessie und zupfte ihre Bluse zu Recht.
„Ach, ist eigentlich nicht so wichtig.“
„Warum stehst du dann noch hier rum? Mach, dass du wegkommst.“, rief Nessie und warf ein Stofftier nach Emmett, der immer noch vor sich hin lachte.
„Hmm… Aber sei vorsichtig mit Nessie. Nicht dass es ihr so ergeht wie der armen Bella. Blaue Flecken würden sich auf ihrem hübschen Körper bestimmt nicht so gut machen. Das siehst du doch auch so Jake, oder?“, sagte Emmett und ließ die beiden alleine.


Carlisle Cullen wurde von einem Klopfen an seiner Arbeitszimmertür bei der Arbeit an seinem neuen Projekt gestört.
„Herein.“, sagte er.
Die schwere Eichentür schwang auf und Nessie trat ein. Überrascht sah Carlisle auf, er hatte Nessie nicht erwartet.
„Hallo! Setzt dich doch.“, begrüßte er sie mit einem freundlichen Lächeln.
Dankbar nahm Nessie ihm gegenüber in einem gepolsterten Sessel Platz. Sie ließ ihren Blick durch das Zimmer schweifen und blieb wie immer an den Bücherregalen hängen. Sie war nicht allzu häufig im Büro ihres Großvaters und es faszinierte sie jedes Mal von neuem, wie ein einziger Mensch so viele Bücher besitzen konnte.
„Nessie?“, holte Carlisle Nessie zurück in die Realität. „Nett, dass du mich auch mal wieder besuchen kommst. Kann ich irgendetwas für dich tun?“
„Ja. Jedenfalls hoffe ich das. Also die ganze Sache ist für mich sehr wichtig. Und natürlich streng vertraulich.“, fügte sie nervös hinzu.
„Ist etwas passiert?“, fragte er besorgt.
Das Lächeln war von seinem Gesicht verschwunden, stattdessen zeichnete sich eine Sorgenfalte auf seiner Stirn ab.

„Nein. Also noch nicht. An sich ist es nicht so schlimm.“, beschwichtigte Nessie.
„Okay. Vielleicht erzählst du mir einfach dein Problem und dann schauen wir mal, ob es schlimm ist.“ Carlisle schien nicht ganz überzeugt.
„Ja…Also Jake und ich möchten miteinander schlafen. Aber ich mache mir ein bisschen Sorgen. Wegen der Verhütung und so etwas. Und da wollte ich dich fragen,…“
„…, welche Risiken bestehen.“, beendete er den Satz für sie. „Erstmal finde ich es gut von dir, dass du mit jemandem darüber redest. Ich kann mir vorstellen, dass es dich viel Überwindung gekostet hat zu mir zu kommen. Aber ich kann dich beruhigen.  Du kannst zwar schwanger werden, wie ein Mensch, aber wenn ihr richtig verhütet besteht keine Gefahr. Ihr solltet auf jeden Fall ein Kondom benutzen. Und wenn euch das noch nicht sicher genug ist, kann ich dir auch ein Rezept für die Anti-Baby-Pille ausstellen, und du kannst dir sie in der Apotheke besorgen.“
„Ja, das ist eine gute Idee, glaube ich.“, sagte Nessie perplex. So einfach hatte sie sich das gar nicht vorgestellt. Sie wollte schon wieder gehen und Carlisle weiterarbeiten lassen, als ihr noch eine Frage in den Sinn kam.

„Besteht eigentlich die Gefahr, dass wir uns gegenseitig verletzen?“, fragte sie verlegen.
Verwundert schaute Carlisle zu ihr, dann prustete er los.
„Wie kommst du denn darauf?“
„Emmett hat da so ein paar Andeutungen bezüglich Mom und Dad gemacht.“
Carlisle versuchte wieder eine ernste Miene aufzusetzen, was ihm allerdings nicht ganz gelang.
„Ich weiß ja nicht, was Emmett dir erzählt hat, aber ich garantiere, dass er übertreibt.“, gluckste er. „Bei Edward und Bella war das ganze etwas problematischer, weil das Kräfteverhältnis der beiden nicht ganz ausgeglichen war. Bei dir und Jacob sollte das allerdings kein Problem darstellen. Soweit ich das abschätzen kann, seid ihr ungefähr gleichstark.“
„Mach dir nicht so viele Sorgen, es wird schon nichts passieren.“, fügte er mit einem aufmunternden Lächeln hinzu.
Nessie nickte, erhob sich und ging aus dem Zimmer.
„Bis zum Abendessen!“, rief er ihr hinterher.

Schmunzelnd lehnte Carlisle sich in seinem Schreibtischstuhl zurück. Er würde noch mal ein ernstes Wörtchen mit Bella und Edward reden müssen. Klar schmeichelte es ihm, dass Nessie mit solchen Fragen von allein zu ihm kam, aber normal war das nicht. Normalerweise war Bella und Alice Nessies Ansprechpartnerinnen in allen Lebenslagen. Gut, Alice war mit Jasper verreist, aber, warum Nessie nicht mit Bella darüber sprach, war ihm schleierhaft.
Nessie war wirklich schnell erwachsen geworden. Zu schnell für seinen Geschmack. Es wäre besser gewesen, wenn sie sich genauso schnell entwickelt hätte, wie ein Menschenkind. Dann hätte sie mehr Zeit für ihre psychische Entwicklung gehabt. Andererseits war es so für Jacob besser gewesen. Er hatte nur sechs Jahre warten müssen, bis sie endlich alt genug für ihn war. Und es war auch wirklich faszinierend gewesen Nessies Entwicklung zu beobachten. Er hatte sehr interessante wissenschaftliche Erkenntnisse erworben. Diese Informationen würden ihm bei seinem Handbuch für und über Vampire sehr hilfreich sein.
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