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von Regulus Black
erstellt: 16.03.2009
letztes Update: 10.11.2010
Geschichte, Abenteuer / P12
(abgebrochen)
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Perseus Black
Er hatte es geschafft. Ein elfjähriger Junge mit schwarzen wild abstehenden Harren und smaragdgrünen Augen stand am Gleis 9 3/4. Harry Potter, der Junge der lebt, war überglücklich nicht gegen die Wand gerannt zu sein, die zwischen Gleis 9 und 10 gewesen war. Hagrid hatte ihm zwar gesagt, dass dies eine Absperrung war und er hindurch laufen musste um auf das Gleis zu kommen, aber so ganz überzeugt war er nicht. Es war noch viel zu viel an das er sich gewöhnen musste. Doch die erste Hürde hatte er bestanden. Harry starrte jetzt fasziniert auf die große rote Dampflok und schluckte. Er musste träumen. Nur in seinen Träumen war er mit solch einem Zug gefahren. Harry schüttelte kurzen Kopf und versuchte sich einzureden, dass dies alles wirklich war. Dann ging er langsam, immer noch staunend, den Zug entlang. Als er am letzten Wagon war hievte Harry seinen Koffer in den Zug. Er wusste zwar nicht wie er es geschafft hatte, aber er war mit seinem Koffer im Zug. Und nur das zählte!
Harry nahm seinen Koffer und suchte sich ein halbwegs leeres Abteil. Schließlich fand er eins, in dem ein Junge saß, der abwesend vor sich hinstarrte. Harry vermutete, dass dieser in seinem Alter war. Er hatte ebenfalls schwarzes Haar. Dies fiel ihm allerdings elegant in das Gesicht. Außerdem war er auffallend hübsch und schien zehn Zentimeter größer zu sein als Harry selbst. Harry gab sich einen Ruck und öffnete die Abteiltür.
„Hey. Ist hier noch Platz frei?“, fragte er und versuchte seine Nervosität zu überspielen. Der fremde Junge sah kurz auf und leises Lächeln schlich sich über sein Gesicht.
„Klar. Setz dich.“, sagte er und macht eine einladende Geste. Harry nickte erleichtert und nahm gegenüber dem Jungen platz.
„Bist du auch Erstklässler?“, platzte es aus Harry heraus.
„Ja.“, war die einzige Antwort. Harry war erstaunt. Er hätte vieles von dem Jungen erwatet, aber nicht das er so wortkarg war. So sah er gar nicht aus.
„Wie heißt du eigentlich?“, fragte Harry und versuchte die Stimmung etwas auf zu lockern.
„Perseus Sirius Black.“, antwortete der Junge schleppend. Dann sah er erstaunt auf und zog eine Augenbraue nach oben und grinste schief. „Du bist ja noch gar nicht weg gerannt.“ Es war keine Frage, sondern eine Feststellung.
„Wieso sollte ich?“, fragte Harry. Dieser Perseus verwirrte ihn eindeutig.
„Weil ich ein Black bin!“, antwortete Perseus und wirkte auf einmal unsicher. Harry begriff immer noch nicht. Er sollte weg rennen, weil sein Gegenüber ein Black war. Hatte er irgendetwas verpasst oder hatte Hagrid ihm vergessen irgendetwas zu sagen.
„Ach so.“, sagte Perseus und schien etwas zu begreifen. „Deine Eltern sind Muggel.“ Er schien etwas erleichtert.
„Nein sind sie nicht oder waren sie nicht.“, antwortete Harry und seine Ratlosigkeit nahm zu. Die Erleichterung aus Perseus’ Gesicht verschwand augenblicklich wieder.
„Deine Eltern sind keine Muggel und trotzdem hast du keine Angst vor mir. Wieso?“, fragte Perseus und schien jetzt ebenfalls verwirrt zu sein.
„Ich bin bei Muggeln aufgewachsen. Zu meinem elften Geburtstag kam Hagrid zu mir und erzählte mir, dass ich ein Zauberer bin. Davor wusste ich nichts von dieser Welt, von meinen Eltern und Voldemort.“, sprudelte es aus Harry heraus in der Hoffnung er könnte mit seinen Antworten, wenigstens etwas schlau aus Perseus werden.
„Du bist Harry Potter!“, platzte es aus Perseus heraus und sein Gesicht wurde bleich.
„Ja.“, sagte Harry und war jetzt vollkommen vor den Kopf gestoßen. Mit dieser Reaktion hätte er am allerwenigstens gerechnet. Er wusste zwar, dass er in dieser Welt ein Held war, aber keinem dem er begegnet war, hatte so heftig reagiert! Sofort sprang Perseus auf, schnappte sein Zeug und ging zur Abteiltür.
„Es ist besser, wenn man uns nicht zusammen sieht.“, sagte er und wollte schon gehen.
„Warum?“, fragte Harry. Er wurde aus diesem Jungen einfach nicht schlau. Was sollte dieses Theater.
„Das willst du nicht wissen.“, sagte er.
„Natürlich. Und du wirst mir jetzt auf der Stelle sagen warum du dich so komisch benimmst!“, sagte Harry. Auch er hatte sich jetzt erhoben, wirkte aber gegenüber Perseus eher klein.
„Okay wie du willst, aber du wirst mich danach mehr hassen, als alles Andere.“, sagte Perseus und setzte sich wieder aus seinen Platz.
„Was weißt du alles über Voldemort?“, fragte Perseus.
„Er hat meine Eltern ermordet und wollte mich ebenfalls ermorden. Das gelang ihm aber nicht und seine Macht brach zusammen. Außerdem hatte er viele Anhänger die so dachten wir er.“ Das war es zumindest was er Hagrids Worten entnommen hatte.
„Ja.“, sagte Perseus und fuhr sich nervös durch die Haare. „Mein Vater und deine Eltern waren schon in Hogwarts befreundet. Als Voldemort dann deine Eltern töten wollte versteckten sich diese. Und mein Vater hat sie dann verraten. Ein weiterer Freund deiner Eltern, Peter Pettigrew, wollte meinen Vater dann stellen, doch dieser jagte ihn dann einfach, zusammen mit zwölf unschuldigen Muggeln, in die Luft. Das größte Stück was man von Peter Pettigrew gefunden hat war ein Finger.“ Harry saß da wie gelähmt. Er wusste nicht was er denken sollte. Es ging einfach nichts. Schließlich sah er zu Perseus auf, dessen Gesicht gequält wirkte.
„Deswegen willst du nicht mit mir gesehen werden.“, schlussfolgerte Harry.
„Ja. Ich meine, wer verrät seine eigenen Freunde? Deine Großeltern haben meinen Vater mit sechzehn quasi als zweiten Sohn adoptiert, als er von zu Hause abgehauen ist, weil er eben nicht so werden wollte, wie seine Eltern!“ Eine ganze Weile herrschte eisiges Schweigen in dem Abteil, während der Zug an großen Feldern und Wiesen vorbei fuhr. Harry spürte keinen Hass gegenüber Perseus, sondern eher Dankbarkeit, weil er ihm die ganze Geschichte erzählt hatte.
„Und du lebst jetzt mit deiner Mutter alleine?“, fragte Harry um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Doch Perseus schüttelte nur traurig den Kopf.
„Nein sie wurde von Todessern ermordet.“, antwortete Perseus traurig.
„Was sind Todesser?“, fragte Harry neugierig. Auch wenn ihn die Tatsache abschreckte, dass sich eine Gruppierung so nennen konnte.
„Todesser sind oder waren die Gefolgsleute von Voldemort. Meistens sind es Reinblüter.“ Auf Harrys fragenden Gesichtsausdruck hin fuhr er fort. „Es gibt Zauberer die sich selbst Reinblüter nennen, weil schon ihre Vorfahren Zauberer waren. Sie sind der Meinung, dass nur sie das Recht zu zaubern haben.“
„Also war dein Vater Reinblüter?“, fragte Harry um sicher zugehen.
„Ja und meine Mutter auch. Aber nicht jeder Reinblüter ist ein Todesser. Dein Vater zum Beispiel war auch einer und er wurde von Voldemort getötet.“ Wieder nickte Harry. Es war unheimlich schwer die ganzen Informationen zu speichern.
„Und bei wem lebst du jetzt?“, fragte Harry.
„Bei eine Cousine meines Vaters. Also eine Cousine zweiten Grades von mir und das ist etwas was mich so sehr verwirrt.“, sagte Perseus.
„Wieso verwirrt dich das?“, wollte Harry wissen.
„Du musst eins wissen: Todesser hassen Muggelgeborene Zauberer und Hexen. Mein Vater hatte drei Cousinen und er will, dass ich unbedingt zu der komme, die einen Muggelgeborenen geheiratet hat. Aus Strafe hat man sie, Andromeda, aus dem Familienstammbaum der Blacks gesprengt. Die anderen zwei Cousinen meines Vaters sind Todesser oder zumindest mit einem Todesser verheiratet und er schickt mich zu der mit einem Muggelgeborenen Ehemann. Nicht das es mich stören würde. Es ist bloß etwas verwirrend für mich.“, erzählte Perseus und Harry hatte ihm Mühe zu folgen. Und wieder entstand eine lange Pause, doch dieses Mal durchbrach Perseus die Stille. „Und wie sind deine Verwandten?“
„Wenn es so etwas wie Todesser auf der Seite von Muggeln gäbe, wären sie genau das!“, sagte Harry. „Okay sie töten nicht, aber sie lassen mich spüren, dass ich nicht willkommen bin und sie hassen Zauberer.“, sagte Harry.
„Oh. Dass es so etwas auch in diese Richtung gibt hätte ich nicht gedacht.“, sagte Perseus und grinste leicht. „In welches Haus willst du?“
„Umpff. Ich bin mir über die Bedeutung der Häuser nicht im Klaren, aber auf keinen Fall nach Slytherin! Hagrid sagte, dass alle Zauberer die böse wurden in Slytherin waren.“, sagte Harry.
„Das stimmt nicht!“, erwiderte Perseus. „Mein Vater war in Gryffindor und auch er ist Todesser geworden. Das einzige was ich weiß ist, dass ich auf keinen Fall solch ein Monster werden will, dass sich Todesser nennt!“
Der Zug fuhr weiter, während die Landschaft an ihnen vorbei zog. Es war wieder Schweigen in das Abteil getreten und Harry verarbeitet gerade die Informationen die er von Perseus erhalten hatte. Vor ihm saß also der Sohn eines Todessers und dieser Todesser verriet seine Eltern an Voldemort. Obwohl seine, Harrys Eltern, glaubten, dass sie wären Freunde. Doch anstatt seinen Sohn zu seinen Todesserverwandten zuschicken, wollte der Verräter seiner Eltern, dass sein Sohn bei einem Muggelgeborenen aufwuchs und das wo doch Todesser alle Muggelgeborenen hassten. Irgendetwas passte da nicht. Das spürte Harry.
„Ihr Lieben möchtet ihr was vom Servierwagen?“ Harry schreckte hoch und blickte zur Abteiltür. Eine kleine faltige Frau stand in der Tür. Vor ihr war ein Wagen voller Süßigkeiten.
„Ja bitte.“, sagte Harry und stand auf. Doch was er dann sah hätte er nicht erwartet. Er kannte keine einzige dieser Süßigkeiten. Er hätte es wissen müssen.
„Was würdest du mir denn empfehlen?“, fragte er Perseus.
„Nimm Schokofrösche.“, antwortet dieser. „Die sind immer gut.“
„Dann zehn Stück bitte.“, sagte Harry zur der Frau und reichte ihr das Geld.
„Du hast dir ja ganz schön was vorgenommen.“, grinste Perseus. Harry grinste ihn an und warf ihm fünf Schokofrösche rüber.
„Wow. Danke.“, sagte der junge Black überrascht. „Ich bin übrigens immer noch der Meinung, dass wir nicht befreundet sein sollten. Du könntest in eine Menge Schwierigkeiten bekommen.“
„Ich glaube nicht. Ich bin eine selbstdenkende Person und kann mir meine Freunde aussuchen. Und immerhin warst du es der mir die ganze Wahrheit erzählt hat.“
„Du bist dumm, wenn du glaubst, dass unserer Freundschaft jemals eine Chance hätte.“, sagte Perseus ernst.
„Du willst nicht wie dein Vater ein Todesser werden und ich werde wohl kaum auf der Freunde Liste von Voldemort stehen, wenn er mich schon als Baby töten wollte. Wir beide haben keine Eltern mehr und leben bei Verwandten. Wir haben eine Menge Gemeinsamkeiten.
„Aber auch eine Menge Unterschiede. Während ich aus einer der ältesten Zaubererfamilien komme, die sich fast ausschließlich der dunklen Seite zugewandt hat, kommst du aus einer der ältesten Zaubererfamilien die immer auf der Seite des Lichtes stand.“
Die Beiden führten noch eine scheinbar endlose Diskussion darüber ob ihre Freundschaft nun Sinn hatte oder nicht. Schließlich kamen sie zu dem Ergebnis, dass abwarten würden was die Zukunft bringt…
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Ich hoffe, dass euch das erste Kapitel gefallen hat. Würde mich über ein paar Reviews nicht beklagen.
Zu meiner Story "Kampf gegen den Dunklen Lord": Ich werde alles daran setzten diese Woch das nächste Kapitel hochzuladen.
LG
Euer Regulus Black
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