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von Snow White
erstellt: 14.03.2009
letztes Update: 30.12.2011
Geschichte, Drama, Romanze / P16
(fertiggestellt)
Titel: Tanz über den Wolken
Genre: Drama/Romanze
Disclaimer: Kein Charakter dieser Geschichte, mit einigen Ausnahmen, gehört mir. Ich verdiene mit dieser Ff kein Geld, sondern schreibe sie aus Spaß an der Sache
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Ich heiße Euch herzlich Willkommen zu meiner Neuen Ff, dessen Ideen nun unbedingt niedergeschrieben werden wollten. Ich hoffe doch sie gefällt euch genau so gut, wie meine anderen und ihr lasst mir einige Reviews da ;-)
Und nun viel spaß.
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Mit meinem Siebzehn Jahren habe ich schon mehr von Alagaësia gesehen, als so manch alter Mann. Es ist nicht immer leicht in einem fahrenden Volk zu leben, aber es macht Spaß und missen möchte ich es nicht mehr. Wir sind zwanzig Männer und Frauen, neun Kinder. Das ganze Jahr über reisen wir durch ganz Alagaësia, stoppen in sämtlichen Städten und Dörfern und führen unser Können auf. Ich bin eine Seiltänzerin. Meist spannt mein Vater eine stabile Schnur über zwei Häuser, auf der ich dann entlang balanciere und einige Kunststückchen vorführe. Drei Tage genau bleiben wir immer, dann ziehen wir mit unseren Kutschen weiter. Versorgen tun wir uns mit den Gaben der Menschen. Als Bezahlung für unsere Vorführungen erhalten wir immer etwas Geld, Kleidung und Nahrung.
Es ist wieder soweit. Wie jedes Jahr im Sommer kommen wir nach Urû-baen, um auf den Festen des Königs zu spielen. Es ist das unangenehmste unserer Ziele, der König persönlich hat in dem Fall die Macht über uns, ob wir weiter ziehen können, oder ihm zu Diensten seien müssen. Und dieses Mal müssen wir noch weitere private Vorführungen für den Lord geben. Ich bin nicht die einzige Unsichere hier, mein Bruder neben mir rutscht unruhig umher, als wir die Tore der Stadt erreichen.
~°~
Sie hatte das kleine Lederbüchlein wieder zu geschlagen und sicher unter dem Umhang versteckt, als die Kutschen vor Urû-baen hielten. Rasch hatten die kleinen Gruppen sich gesammelt und machte sich auf den Weg in die Stadt. Die starrenden Augen waren sie schon gewöhnt, in jeder Stadt, in jedem Dorf war das selbe – Stadthalter begrüßen, Szenerie aufbauen und Proben. Bereits am nächsten Mittag war die erste Aufführung für das Volk. Urû-baen machte das ganze für sie nicht leichter.
Der König höchst persönlich erwartete sie bereits. Es war selten, dass der dunkle Lord sich die Ehre gab, jemanden zu begrüßen. Doch dies steigerte auch seine Gunst beim Volke. Immerhin war das fahrende Volk für die Unterhaltung da und, um die Leute von dem drohenden Krieg abzulenken. „Lía! Richte deine Haare! Du trittst gleich dem König unter die Augen.“, fuhr der schwarzhaarige Mann seine Tochter neben sich an. Wasil, der erfahrenste und gleichzeitig auch Anführer des Volkes, eilte voran. Doch mit einem Mal blieb er stehen und wirbelte herum zu seiner Familie. Sie alle repräsentierten die Schausteller und sollten dem König ihre Aufwartungen für alle machen.
Bestimmt blickte er noch einmal seine Familie an – Seine Frau Fay, glanzvoll und schön wie immer; die beiden ältesten Söhne Dale und Abel; dann zu Lía, die sich immer noch ihre roten Haare feststeckte; und dann zum jüngsten Mitglied, der 2jährigen Nerinja, die freudig auf den Armen ihrer Mutter auf und ab wippte. Ein letzter skeptischer Blick fiel auf Lía, die gerade ihr dunkelblaues Kleid glatt strich. Sie erwiderte seinen Blick nicht, versuchte ihm nur auszuweichen. Sie wusste genau, was ihr Ziehvater dachte. Für ihn war sie nur ein Klotz am Bein, ein weiterer Mund, den es zu füllen galt.
„Benehmt euch! Sprecht nur, wenn ihr dazu aufgefordert werdet, ist das klar?“, fragte Wasil noch ein mal streng und sah seine Familie die Reihe nach an, die allesamt nickten. Er wirbelte herum, ging mit festen Schritten Richtung Burg. Keine Wache stoppte sie, als der kleine Trupp durch die Tore schritt. Sie folgten einem kleinen Gang in den riesigen Innenhof des Schlosses. „Ah! Wasil, mein Freund! Ihr habt euch Zeit gelassen!“, rief bereits eine schneidend freundliche Stimme von weitem. Auf der anderen Seite des Innenhofes stand der König mit einigen Beratern und sah zu, wie Arbeiter den Innenhof mit Sand auffüllten.
Weit hatte der König seine Arme ausgebreitet und warte auf Wasil. Dieser hatte den Innenhof mit schneller Schritten überquert, ohne auf seine Familie zu achten. Dafür schloss er den König freundschaftlich in die Arme. Schon seit jungen Jahren waren die beiden beste Freunde gewesen. Erst, als Galbatorix einer der Drachenreiter wurde, lebten sie sich auseinander. Doch ihre Freundschaft war noch immer erhalten.
„Deine Familie scheint auch von Jahr zu Jahr zu wachsen!“, scherzte Galbatorix, küsste die Hand von Fay und strich der kleinen Nerinja einmal über den Kopf. Den beiden Zwillingen klopfte er auf die Schultern, dann wandte er sich Lía zu. Sie war die einzige, die sich ihrem Stand treu, verbeugte. „Aber, aber, mein Kind!“, sprach der König und packte sie sanft an den Schultern. Mit einem Ruck hatte er sie wieder aufgerichtet, zwang sie mit einer Hand ihm in die Augen zu blicken. Doch Lía wollte nicht. Immer wieder versuchte sie seinem Blick auszuweichen, doch es gelang nicht. Das Lächeln des Königs erstarb langsam, doch sofort kehrte es zurück, als Lía die Gegenwehr fallen ließ.
„Wie hübsch du geworden bist, kleine Lía. Ich habe dich die letzten zwei Jahre vermisst. Auf deine Aufführung freue ich mich am meisten.“ Wie es sich gehörte, lächelte sie. Doch sie wollte nicht. Sie hasste den König, verhasste ihn für seine Taten, verachtete ihn für seine Kriege. „Wasil!“, rief er mit einem Mal aus. „Hier wird alles für euch vorbereitet. Aber ich bestehe darauf, dass ihr heute Abend mit mir und meinem Hof speist. Sie alle sollen von euch wissen!“ Er hatte sich mit einem Ruck zu einem Diener umgedreht und wies ihn an, die Zimmer vorzubereiten. „Willkommen in Urû-baen“, schrie der König in die Luft und folgte dem Bediensteten zurück ins Schloss. Lía dachte nur an eins, Der Wahnsinn hatte begonnen.
Tbc.
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