Anzeigeoptionen|Kurzbeschreibung anzeigen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand|Kontrast
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Verdana
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
◄   normal|stark
«
 
,,Ich nehme das als ja", ergänzte Gretchen stöhnend. Langsam ging ihr Lincoln auf die Nerven.
Selbst wenn sie jetzt seine Zusicherung bekommen würde, dass er sich benehmen und keinen Ärger machen würde, zweifelte sie daran. Er war ein Kämpfer - und noch hatte sie ihn nicht gebrochen. Doch allmählich wurde es Zeit, dass sie auch den letzten Siegeswillen aus ihn heraus bekam. Nur wie sie es anstellen sollte, war ihr noch ein Rätsel.

Linc spürte derweil wie sich eine Hand an seinem Hinterkopf zu schaffen machte. Und nur wenige Sekunden später verschwand die Augenbinde und damit seine Blindheit.
Der Flur, in dem die drei standen, war sperrlich belichtet, sodass er sich schnell an die Lichtverhältnisse gewöhnen konnte. Er war schmal, die
Wände kahl und die Türen, die links und rechts von ihm abgingen, waren aus dunklem Holz. Der Boden war dunkelgrauer Teppich, der seit längerem nicht gereinigt worden war. Fenster gab es hier nicht.
Alles in allem war dies ein Ort, der wenig einladend war.

,,Wenn du dich benimmst, kann ich dir auch von den Handschellen befreien", Gretchen klang fast versöhnlich, als sie ihm diesen Vorschlag machte. Linc warf ihr einen fast verständnislosen Blick zu.
,,Nun schau mich nicht so an. Ja, selbst ich kann einmal einen Schritt in deine Richtung machen", sie schien völlig von sich überzeugt, als sie ihrem Kollegen ein Zeichen gab und dieser ohne Umschweife Lincolns Handschellen abnahm.
,,Ich hoffe, du weißt das zu schätzen."
Linc nickte nur und massierte stumm seine Gelenke.

Wenig später nahm Gretchen ihren Schlüssel zur Hand und öffnete die Tür, hinter der LIncoln Burrows seinen Sohn erwartete. Ohne zu zögern betrat er den Raum. Während er ein paar Schritte in die Mitte des Zimmers machte, schaute er sich suchend um, doch er konnte L.J. nirgends entdecken.
,,Wo ist er?", als er sich zur Tür umwandte, wurde diese gerade geschlossen.
,,Verdammt!", fluchte er und ärgerte sich über seine Dummheit. Das ganze war also nur ein Trick gewesen. Und er war so naiv und hatte ihre Lüge geglaubt.
Lincoln schluckte seine Wut hinunter und beschloss, die Ruhe zu bewahren. Gretchen würde früher oder später zurückkommen und ihm ihre Forderungen stellen. Ob er auf diese einging, würde sich dann herausstellen.
Plötzlich tat sich nur noch eine Frage in seinem Kopf auf: Wo war L.J. wirklich?

Der Gedanke an seinen Sohn und die Chance, ihn wieder zu sehen übermannten ihn für einen kurzen Moment und binnen weniger Sekunden verlor Lincoln die Fassung und schlug mit seiner Faust auf einen kopfhohen Lampenschirm ein. Den Schmerz vernahm er kaum. Erst, als er wieder zur Besinnung kam und seine Handknöchel unbewusst betastete, wurde ihm klar, dass er hilflos war und ihn genau diese Hilflosigkeit soeben besiegt hatte. Geschlagen ließ er seine Hände sinken und seufzte kurz auf.

Um wieder etwas zu Verstand zu kommen, versuchte er einen klaren Gedanken zu fassen. Was hatte Gretchen mit ihm vor? Sollte er vielleicht an jemanden ausgeliefert werden? Sollte er nun hier verhungern? Oder hatte sie ihn nur aus den Weg geschafft, damit sie sich jetzt auch noch Michael schnappen konnte?
Um seinen wilden Gedankengängen zu entkommen, blickte er sich nun detailliert im ZImmer um. Dieser war klein, dunkel, kaum möbilisiert und beinhaltete zwei Matratzen, die an der gegenüberliegenden Wand angelehnt waren, einen kleinen Holztisch, die nun zerfetzte Stoffstehlampe und ein vergittertes Fenster, welches ein Stück geöffnet war. Zumindest die Luft war dadurch einigermaßen zu ertragen.

Wie lange er jetzt hier wohl bleiben würde? Auf jeden Fall gab es keinen anderen Ausweg als die Tür. Doch erschien eine Flucht wirklich als hilfreich. Und vor allem: Wie sollte Lincoln es anstellen? Er war ratlos.
Um sich erstmal ein wenig zu beruhigen, beschloss er, es sich etwas gemütlicher zu machen.
«
 
Anzeigeoptionen|Kurzbeschreibung anzeigen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand|Kontrast
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Verdana
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
◄   normal|stark