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von Amy11    erstellt: 11.03.2009    letztes Update: 08.02.2010    Geschichte, Drama / P16    (abgebrochen)
@Addie: Schön, dass dir die deutsche Version gefällt. Ich habe einige Sachen (Namen und einzelne Sätze) ein bisschen verändert, z.B. Devonys zweiten Vornamen und den Namen von Addisons Bruder. Ich weiß, dass er in Wirklichkeit Archer heißt, aber der Name klingt einfach fürchterlich. Und dann gibt es da eine Szene im 4. Kapitel, die ich (noch) nicht übersetzt habe, und das ist die Szene, in der Devony entstanden ist. Was meinst du, soll ich sie noch übersetzen oder weglassen?

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Mark ~ Seattle Grace ~ Gegenwart

Mark konnte nicht anders, als zu denken, dass Derek aussah, als wäre ihm gerade ein Meteorit auf den Kopf gefallen. „Sorgerecht – was?“, war alles, was er herausbrachte.

„Es tut mir leid, dass wir es Ihnen auf diese Weise mitteilen müssen, Dr. Shepherd, aber Addison Montgomery wird vermisst und hat Ihnen das Sorgerecht für ihr Kind, dessen Vater Sie sind, hinterlassen.“

„M-Meine Frau wird vermisst?“, flüsterte Derek entsetzt.

„Ex-Frau, soweit ich weiß, Dr. Shepherd.“ Derek antwortete nicht. „Es tut mir leid, Dr. Shepherd. Es tut mir wirklich leid. Wie ich sehe, haben Sie nichts von Devony gewusst. Aber wir müssen nun die Sache mit dem Sorgerecht klären.


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~ Meredith ~

„Ich unterstütze dich nur, Cristina. Ich komme mit und sehe mir Burkes OP mit dir an.“

„Okay, jetzt kannst du aufhören, mich zu unterstützen. Es geht mir gut, Burke und ich hatten nur einen kleinen Streit. Verheiratete Paare haben Streits, okay?“

Meredith seufzte und rollte mit den Augen, als sie die Galerie betraten. Zu ihrer Überraschung stand dort ein kleines Mädchen auf einem Stuhl und beobachtete die OP mit ungeheurem Interesse.

„Hey, ich glaube nicht, dass du hier etwas verloren hast“, sagte Cristina forsch.

„He, sei nett zu ihr“, protestierte Meredith, aber sie hielt inne, als sich das Mädchen umdrehte. Sie sah Meredith unschuldig an, und es war der gleiche Blick, den Derek hatte, wenn er nicht zugeben wollte, dass er etwas falsch gemacht hatte.

Nein. Das konnte nicht sein. Meredith starrte die Kleine an, die in die OP vertieft war, als wäre es ein Zeichentrickfilm. Sie konnte einfach nicht Dereks Kind sein. Doch sie hatte solche Augen sonst noch nie gesehen.

Sie wollte es dementieren, es ignorieren, aber es bestand kein Zweifel.

„Hey Leute, habt ihr…oh, da ist sie.“, sagte Izzie erleichtert. „Ich – Meredith“, stotterte sie, als sie ihre Freundin sah.

„Ist sie…“, fragte Meredith.

„Ist sie wer?“, wollte Cristina wissen.

„Das ist Devony Montgomery-Shepherd“, sagte Izzie leise zu Cristina.

„WAS??“, rief Cristina.

„Komm Devony, lass uns deine Mutter suchen.“, sagte Izzie und nahm ihre Hand. Devony sprang breitwillig von dem Stuhl.

Meredith setzte sich auf einen der Stühle und legte den Kopf in die Hände. Leise schluchzte sie vor sich hin. In nur eine Minute war ihr Leben mit Derek von einem kleinen Mädchen zerstört worden.



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~ Derek ~

Derek sah sie Frau vor sich an, doch er nahm ihre Worte kaum wahr. In einem einzigen Augenblick hatte sich sein Leben total verändert. Addison war nicht glücklich und sicher in New York, sie wurde vermisst und war möglicherweise tot! Und sie hatten ein Kind. Zusammen. Es fühlte sich so an, als wäre die Welt für ihn stehen geblieben, während sie sich für alle Anderen weiterdrehte.

Janice erklärte ihm alles über Addisons Verschwinden. Das war einfach zu viel auf einmal für Derek. Es war ein merkwürdiges Gefühl, dass Addison ein Kind hatte, dass dieses Kind auch seines war und dass sie damals allein und schwanger nach New York zurückgegangen war. Es war unvorstellbar für ihn, dass, während er in einem Untersuchungsraum mit Meredith geschlafen hatte, nur wenige Meter entfernt seine Frau sein Kind in sich getragen hatte. Es war unbegreiflich für ihn, dass er eine Tochter hatte, die gerade jetzt im Krankenhaus herumrannte. Derek ließ sich auf einen Stuhl fallen.

Und jetzt wurde Addison vermisst? Das musste ein Fehler sein! Addison war doch in New York und führte ein wunderbares Leben. Sie musste einfach! Das war das Einzige, das ihm jeden Morgen die Kraft gab, aufzustehen. Vor allem morgens, wenn er sich wünschte, neben Addisons roten Haaren aufzuwachen, anstatt neben Merediths braunen. Das gab ihm Kraft, wenn er nachts wach lag und über seine Probleme mit Meredith nachdachte. Der Gedanke daran, dass es ihr, wo auch immer sie war, gut ging, half ihm, die harten Tage, an denen er ständig an sie dachte, zu überstehen.

Da kam Izzie Stevens mit einem kleinen Mädchen an der Hand herein. Derek lächelte, als er sah, welche Ähnlichkeit sie mit Addison hatte. Die kleine Devony betrachtete alle kurz, und Derek fand sie unglaublich süß. Er stellte sich Addison vor, wie sie schwanger mit ihr gewesen war, wie sie Devony als Baby gehalten hatte, und er wünschte sich, er wäre dabei gewesen.

Er hatte so viel verpasst, aber er hätte dort sein können, wenn er es nicht vermasselt hätte. Aber…vielleicht war das die Chance, das wieder gut zu machen. Er wollte wieder gut machen, wie er Addison behandelt hatte, indem er gut für ihre Tochter sorgte. In diesem Moment erkannte er, dass er alles für sie opfern würde, egal ob es seine Arbeit oder seine Freundin war.

„Natürlich werde ich Devony zu mir nehmen, so lange es notwendig ist. W-weiß sie von der Sache mit Addison?“, fragte er und sah die Kleine an. Devony hatte irgendein Handy und drückte auf den Knöpfen herum. Derek wusste nicht, wem das rote Telefon gehörte, aber wenigstens war sie für eine Weile beschäftigt.

Janice öffnete die Tür zu einem Untersuchungsraum und Derek und Mark traten ein. Einige andere Leute folgten ihnen. Auch Devony kam herein, noch immer mit dem Handy beschäftigt. „Savannah hat ihr erzählt, dass ihre Mutter für eine Weile weg sein wird“, erzählte ihnen Janice leise.

„Hallo? Hallo?“, kam seine Stimme aus einem Lautsprecher. Derek, Mark und Janice drehten sich zu Devony um, die das Handy in der Hand hielt.

„Das ist mein Telefon!“, kreischte Janice.

„Hallo Mister“, sagte Devony ins Handy hinein. Sie hielt es verkehrt herum und hatte großen Spaß damit. Janice rannte zu ihr, schnappte das Telefon und klappte es zu.

„Mommys Telefon ist besser. Es hat lustige Spiele. Wie Cat-Ball. Es ist ein ipone.

„Du meinst wohl iPhone?“, fragte Derek lächelnd. Er hatte das kleine Mädchen sofort ins Herz geschlossen, doch er wusste, dass das Leben mit ihr nicht einfach werden würde. „Nur so aus Neugier, wer würde sie denn nehmen, wenn ich sie nicht nehmen würde?“

„Dann würden wir Tom Montgomery oder Addisons Eltern benachrichtigen“

„Es ist sicher das Beste, wenn ich sie zu mir nehme.“

„Dann müssen wir uns noch einmal treffen. Sie müssen einige Papiere unterschreiben und wir müssen besprechen, was wir alles tun, um Addison zu finden. Aber dann kann sie bei Ihnen bleiben. Haben Sie ein Haus oder eine Wohnung?“

„Tja, eigentlich habe ich einen Wohnwagen auf einem wunderschönen Grundstück oberhalb von Seattle. Ich will dort ein Haus bauen. Addison und ich haben auch in dem Wohnwagen gewohnt, als sie noch hier gelebt hat.“, sagte er, als er Janices Blick bei dem Wort „Wohnwagen“ sah.

Janice nickte. „Devony, komm her. Ich möchte dir jemanden vorstellen.“ Devony betrachtete die beiden für einen Moment mit schräg gelegtem Kopf, bevor sie langsam auf sie zu kam und sich neben Janice stellte. „Das ist dein Dad“, sagte diese und deutete auf Derek.

„Daddy?“, fragte Devony und sah Derek an.

„Ja Devony, ich bin dein Daddy.“ Derek wusste nicht, was er sonst sagen sollte.

Als Devony ihn ansah war es, als würde er in einen Spiegel schauen. Ihre Augen waren genauso blau wie seine. Irgendwie war er froh, andererseits gab es ihm jedes Mal, wenn er sie ansah, einen Stich ins Herzen.

„Ist das hier Sewattle?“, fragte Devony plötzlich.

Derek wechselte einen kurzen Blick mit Janice. Es war Mark, der antwortete. „Ja, das ist Seattle. Woher weißt du denn das?“

Devony zuckte mit den Schultern. Derek bemerkte, dass sie Designerkleidung trug und verkniff sich ein Grinsen. „Meine Mommy hat gesagt, dass wir meinen Daddy in Sewattle treffen, wenn ich vier bin.“

Also hatte Addison geplant, es ihm zu sagen und ihn vielleicht sogar ein Teil ihres Lebens sein zu lassen. Sie hatte bis zu Devonys viertem Geburtstag warten wollen, damit die Kleine es dann vielleicht besser verstanden hätte.

„Sie hat immer gesagt, dass wir warten müssen, bis ich vier bin. Sie hat das oft gesagt, aber ich wollte meinen Daddy schon vorher sehen, weil alle meine Freundinnen im Kindergarten ihre Daddys iiiiiiimmer sehen. Wo ist meine Mommy? Ich will zu ihr!“, wimmerte Devony. Derek wusste nicht, wie er ihr erklären sollte, dass ihre Mutter vielleicht nie wieder kommen würde.

„Nun siehst du mich also ein bisschen früher. Und jetzt kommst du mit mir mit nach Hause, okay?“

„Aber ich will zu Mommy!“, sagte Devony und begann zu schniefen. Derek geriet in Verlegenheit, aber zum Glück rettete ihn Mark.

Er kniete sich vor Devony hin und nahm ihre kleinen Hände in seine. „Devony, deine Mommy ist für eine Weile weit weg. Wir wissen nicht, wie lange sie weg sein wird. Aber du kannst solange bei deinem Daddy bleiben. Das wird lustig werden. Er wird mit dir spielen und alles tun, was du willst.“

Devony lächelte und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Können wir auch Prinzessinnen spielen?“, fragte sie und Mark nickte. „Was ist mit dir? Spielst du auch mit?“, fragte sie Mark.

„Natürlich. Ich bin dein Onkel Mark.“, sagte Mark zu Dereks Überraschung.

„Okay!“, sagte Devony und schaute aufgeregt umher. „Ich will Cinderella sein. Onkel Mark, du kannst Schneewittchen sein. Und Daddy“ Derek sprang auf, als sie ihn als ihren Vater ansprach. „Du kannst die kleine Meerjungfrau sein.“

Mark kicherte. „Willst du denn nicht, dass wir die Prinzen sind?“, fragte Derek kläglich.

„Nein. Dann würde es ja nur eine Prinzessin geben!“, erklärte Devony. Derek und Mark wechselten nervöse Blicke. Ja, ihr Leben hatte sich gerade für immer verändert.


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Addison ~ New York ~ vor 3 Jahren und 11 Monaten

Addison ging durch die Halle und umklammerte ihre Testergebnisse. Sie wusste nicht, auf was sie hoffen sollte. Sie wusste, sie sollte nicht darauf hoffen, schwanger zu sein, da sie allein war und der Vater wahrscheinlich gerade seine Schlampe-aber-irgendwie-doch-keine-Schlampe flachlegte. Aber ein Teil von ihr sehnte sich nach einem Kind, ein Teil von ihr hatte sich immer danach gesehnt.
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