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von Amy11    erstellt: 11.03.2009    letztes Update: 08.02.2010    Geschichte, Drama / P16    (abgebrochen)
@Addison4ever: Danke fürs reviewen! Mich hat es total genervt, dass es so wenige deutsche Addison-Stroys gibt, also habe ich einfach diese hier aus dem Englischen übersetzt. Ich hoffe, dir gefällt sie auch weiterhin!
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Derek ~ Seattle Grace ~ vor 4 Jahren

Nachdem Addison gegangen war, konnte Derek einfach nicht anders, als sich zu fragen, ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Natürlich hatte er Meredith gesagt, dass er sich für sie entschieden hatte, doch was, wenn sein Instinkt doch Recht gehabt hätte? Er hatte sich nach dem entschieden, was er glaubte, dass ihm sein Herz gesagt hatte. Doch war das auch richtig gewesen?

Derek versuchte, die bohrenden Forderungen seines Herzens zu ignorieren. Es schrie in ihm, er solle Addison nachlaufen und wieder gut machen, was er vermasselt hatte. Das Gefühl, gerade die falsche Entscheidung getroffen zu haben und das Gefühl, dass ihm gerade sein Leben davonrannte, überwältigten ihn. Doch er schüttelte es ab, fest entschlossen, die Sache zu vergessen. Er hatte Seattle, er hatte Meredith.

Doch er würde bald herausfinden, dass das Leben, das er sich mit ihr ausgemalt hatte, nichts weiter als Fantasie war.


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~ Addison ~

Langsam verließ Addison das Seattle Grace und ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie war fest entschlossen, nie wieder an diesen ihr so verhassten Ort zurück zu kommen. Sie war mit Derek fertig. Er würde immer die Liebe ihres Lebens sein, doch sie war nicht seine.

„Und weißt du, was er mir erzählt hat? Er hat gesagt, dass er sich falsch entschieden hat und er sich jetzt wünscht, er hätte sich für mich entschieden, anstatt für Addison. Und er ist extra zu mir gekommen, um mir zu sagen, dass er mich liebt. Er liebt mich.“

Die Worte, die Meredith Grey, die ganz in der Nähe um die Ecke stand, so gedankenlos ausgesprochen hatte, ließen Addisons Herz zerbrechen. Sie schleppte sich zum Parkplatz. Der heitere Himmel Seattles schien sie zu verspotten. Im Flugzeug erleuchtete das Sonnenlicht ihr blasses Gesicht. Als ob sie nicht bereits glühen würde – verglühen.

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Mark ~ Seattle Grace ~ Gegenwart

Als sie durch die Halle auf ihn zukam, erkannte Mark, wie ähnlich sie Addison sah. Ehrlich gesagt sah sie aus wie beide, aber mehr wie Addison. Fast eine exakte Kopie, mit Ausnahme der langen, dunklen Haare. Es bestand kein Zweifel darin, wessen Kind sie war, obwohl sie nicht älter als drei Jahre sein konnte. Er hatte den Schock noch nicht verdaut, als sie aufsah und ihn erblickte. Und Mark sah in dieselben blauen Augen, in die er seit dreißig Jahren sah.

Diese Augen machten es offensichtlich. Das Kind, das auf ihn zukam, war Dereks Kind. Mark begann sich unwillkürlich nach Addison umzusehen, doch er konnte das Rot ihrer Haare, dass ihm ihre Anwesenheit verkünden sollte, nirgends entdecken.

Das Kind, Addisons Kind, kam direkt auf ihn zu. Sie zeigte ihm in einem bezaubernden Lächeln ihre perfekten weißen Zähne. „Weißt du, wo Mommy ist?“

„Devony!“, rief die Frau an der Spitze der Menschenmenge. Sie lief zu ihr und packte ihre Hand.

„Wo ist Mommy?“, fragte das Kind abermals.

„Es tut mir leid“, sagte Mark, „Ich weiß nicht, wo Addis-Mommy ist.“

„Sie kennen Addison Montgomery?“, fragte die Frau scharf und hob die Augenbrauen.

„Ja, ich bin…“

„Aber Sie wissen nicht, dass sie vor zwei Wochen als vermisst gemeldet worden ist.“ Es war keine Frage, doch das war egal, denn Mark war erstarrt.

„Addie wird nicht vermisst“, sagte er gedankenlos.

„Das werte ich als ein Nein. Dr. Montgomery hat ihr Kind, Devony, bei Savannah…“

„Savvy und Weiss, natürlich. Tut mir leid“, sagte Mark, als sie ihn anfunkelte.

„Ja, Savannah und Weiss. Sie hätte an einer Ärztekonferenz in Los Angeles teilnehmen sollen, aber sie ist nie dort erschienen und ist nie zu Devony zurückgekehrt. Savannah hat schließlich eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Das ist alles, was wir wissen, es gibt keine neuen Hinweise. Wie auch immer, Addison hat das Sorgerecht für ihr Kind dem Vater hinterlassen. Ich bin Janice Swanson vom Sozialamt.

„Derek weiß nichts von Devony. Ich habe bis jetzt auch nichts von ihr gewusst.“

„Sie kennen auch Derek Shepherd?“

„Ja, ich…“

„Wissen Sie, wo er zu finden ist? Wenn er nichts von dem Kind weiß, müssen wir die Sorgerechtssituation klären und ihn benachrichtigen, dass seine Ex-Frau offiziell als vermisst gemeldet worden ist.“

„Er operiert gerade“, sagte Mark, „Aber er müsste bald fertig sein. Ich bringe Sie zum OP, Sie können davor auf ihn warten.“

Gerade als Janice losgehen wollte, riss sich Devony von ihrer Hand los und rannte durchs Krankenhaus davon.
„Sie ist ziemlich schwierig.“

„Das kann ich sehen."


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~ Derek ~

Das gedämpfte Licht im OP war genauso ruhig wie Derek es war. Er gehörte hier her und er hatte sein Leben unter Kontrolle. Das war sein Rückzugsort wenn es Probleme gab. Und gerade in diesem Moment tauchten Probleme auf.

Es gab Probleme, vor allem mit Meredith. Sie hatten einfach nicht die gleiche Vorstellung vom Leben. Am Anfang hatte er gedacht, dass sie beide sich das gemeinsame Leben gleich vorstellten. Sich eine Weile abends zu treffen, dann zusammenziehen, sich verloben, heiraten und vielleicht Kinder bekommen. Er hatte schnell herausgefunden, dass Meredith nicht bereit dafür war. Und er hatte herausgefunden, dass sie das vielleicht auch gar nicht wollte.

Die Wahrheit war, dass er sich das Leben mit ihr so vorgestellt hatte wie die ersten Jahre seiner Ehe. Doch jetzt war er entschlossen, weder die Arbeit noch traurige Erinnerungen dazwischen kommen zu lassen.

Derek fummelte an den Bändern seiner Kappe herum und versuchte sich nicht daran zu erinnern, wie Addison ihm immer dabei geholfen hatte. Er blickte nach draußen und erstarrte geschockt Vor der Tür standen einige Leute, die auf jemanden warteten, und da er der Einzige war, der noch im OP war, konnten sie nur auf ihn warten.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte Derek, als er vor die Tür trat. Er bemerkte, dass Mark neben der spitzgesichtigen Frau, die im Begriff war, ihn anzureden, stand. Er sah aus, als hätte er gerade ein Gespenst gesehen. Tja, in einer gewissen Weise hatte er das auch.

„Sind Sie Derek Shepherd?“, fragte die Frau aggressiv.

„Ja“, antwortete Derek verwirrt.

„Ich bin Janice Swanson vom Sozialamt. Wir sind wegen dem Sorgerecht für ihre Tochter Devony hier.“



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~ Izzie ~

Izzie gähnte und rieb sich die Augen. Sie hatte die ganze Nacht Bereitschaft gehabt, und noch dazu hatte ein Patient sie sechs Mal wegen Nichts und wieder Nichts angepiept. Sie hatte die ganze Nacht nicht geschlafen.

Sie taumelte in einen Wandschrank, nur um dort überrascht festzustellen, dass dort bereits jemand war. Ein zierlicher schwarzhaariger Kopf wanderte suchend auf und ab und eine kleine Hand versuchte, die Beatmungsgeräte zu erreichen.

„Hey Süße, was machst du denn hier?“

Das Mädchen wirbelte herum, eine der Pumpen in der Hand. Sie lächelte unschuldig, als würde sie schon wissen, dass sie Ärger bekommen würde und dass ihr das Lächeln vielleicht au der Patsche helfen würde.

„Ich will wie Mommy sein. Sie rettet Leute mit den Dingern.“ Izzie schätzte sie auf etwa drei Jahre. Sie war kleiner als die meisten Dreijährigen, aber sie sprach wie eine Fünfjährige.

„Oh, deine Mommy ist Ärztin? Das bin ich auch. Vielleicht kann ich dir helfen, sie zu finden. Wie heißt du denn?“, fragte Izzie. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass sie dieses Kind schon einmal gesehen hatte.

„Devony Malina Addison Montgomery-Shepherd“, verkündete die Kleine stolz und Izzie blieb fast die Luft weg. Das war Addisons Kind! Und nachdem sie den Namen Shepherd gehört hatte, gab es für sie auch keinen Zweifel mehr, wer der Vater war.

Devony bemerkte, dass Izzie sie anstarrte und zum ersten Mal sah Izzie in ihre Augen. Sie waren genauso blau wie die eines Mannes, mit dem sie jeden Tag arbeitete. Ein Mann, der mit einer ihrer besten Freundinnen zusammen war. Ein Mann, und dessen war sich Izzie sicher, der keine Ahnung hatte, dass er ein Kind hatte.

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Addison ~ Mt. Sinai Hospital ~ vor 3 Jahren und 11 Monaten

„Hallo Mary, ich bin Dr. Montgomery.“, sagte Addison zu dem wartenden Mädchen im Untersuchungsraum. Eine Freundin des Mädchens, Kat, stand neben ihr und sah unruhig zwischen den beiden hin und her. „Was ist das Problem?“, fragte Addison.

„I-Ich“, stotterte das Mädchen und starrte auf ihre Knie. „Ich glaube ich bin schwanger.“, flüsterte sie.

„Okay“, sagte Addison beruhigend. „Ich werde dir jetzt ein paar Fragen stellen und dann können wir einen Test machen, wenn du dann immer noch glaubst, schwanger zu sein.“ Mary nickte.

„Wann hattest du deine letzte Periode?“, fragte Addison.

„Äh, wow“, sagte das Mädchen, „Ich bin mir nicht sicher…“

„Ich weiß, dass das verwirrend ist, aber versuch dich zu an den ersten Tag deiner letzten Periode zu erinnern. Bei mir zum Beispiel…“ Addison erstarrte. Sie bewegte lautlos ihre Lippen. Das konnte nicht stimmen! Verzweifelt versuchte sie sich zu erinnern.

Ihre letzte Periode hatte sie in Seattle gehabt, vor über zwei Monaten!

„Dr. Montgomery?“, fragte Mary, „Geht es Ihnen gut?“

„I-I-Ich“ Addison kämpfte gegen den Brechreiz an. „Ich glaube, ich muss mich übergeben.“, sagte sie und rannte aus dem Untersuchungsraum. Die zwei Mädchen starrten ihr nach. Addison schaffte es gerade noch zur Toilette.

„Sieht so aus, als wärst du nicht die Einzige, die ein Problem hat“, meinte Kat und hob die Augenbrauen.
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