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Geschichte: Fanfiktion
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von LittleMistress
erstellt: 24.02.2009
letztes Update: 25.03.2009
Geschichte, Drama / P16
(abgebrochen)
Müde glitten die blauen Augen des Mädchens über die Zeilen des aufgeschlagenen Buches, das in ihrer Handfläche lag. Sie konnte sich kaum auf den Text konzentrieren, doch die Langeweile hatte sie dazu getrieben, doch aufzuschlagen, was sie als einziges Andenken an ihre kleine Schwester behalten hatte. Ein Kinderbuch. Sie musste die Worte nicht lesen, um sie zu kennen, denn in den vergangenen Monaten hatte Abby sie beinahe auswendig gelernt. Wann auch immer sie sich einsam gefühlt hatte, oder nicht im Stande gewesen war, weiter zu kämpfen, hatte sie das Buch genommen und die Seiten durchgeblättert. Es roch nach Jordan. Zumindest bildete sie es sich ein. Den Pullover ihrer Mutter, den sie ebenfalls behalten hatte, trug sie immer nachts, denn sie fror leicht und auch bei ihm hatte sie immer das Gefühl, dass noch etwas von ihrem Duft daran haften geblieben war. Wenn sie die Augen schloss und die Nase im weichen Material vergrub, konnte sie sich vorstellen, Zuhause bei ihrer Mom im Bett zu liegen und sofort schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Das Bett ihrer Mom war schon immer ihr größter Zufluchtsort gewesen. Egal was passiert war, sie hatte sich dorthin verkrochen, die Decke über den Kopf gezogen, sich an ihre Mutter geschmiegt und die Welt war ein Stückchen besser geworden. Heute war die Welt ein kalter, verlassener Ort für sie und Abby war müde geworden. Es gab nichts mehr, was sie hier hielt, warum also sollte sie noch kämpfen? Für was? Ihr Leben war ein Scherbenhaufen und nur der junge Mann, der auf dem Bett neben ihr eingeschlafen war, mit ihrer zarten Hand in seiner, war der einzige Lichtblick am düsteren Horizont.
Ihr Blick glitt hinüber zum Fenster und sie blinzelte kurz, als sich ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen einen Weg durch die dichte Wolkendecke bahnten und sie blendeten. Vor den dreckigen Scheiben wiegten sich die Bäume sanft im Wind und Kindergeschrei drang zu ihnen herüber. Am liebsten wäre Abby aufgestanden und hätte das Fenster geschlossen, doch dazu war sie zu müde. Seufzend klappte sie das Buch zu und legte es neben sich auf den kleinen Nachtschrank, der neben jedem Bett stand. Ihre Hand strich sanft über die von Tristan und sie lächelte kurz, als er sich im Halbschlaf nach vorne lehnte und ihre Handfläche sachte küsste. Liebevoll schmiegte sie sich an ihn, bis die Türe aufschlug und ein paar Kinder herein gerannt kamen. Abby knurrte. Sie hasste diesen Ort und hätte wahrscheinlich lieber auf der Straße gelebt, als in diesem Heim. Ein Junge bewarb sie mit altem Laub, dass er scheinbar draußen aufgelesen hatte und liebend gerne hätte Abby ihm den Hintern versohlt, doch das handelte ihr nur wieder Ärger ein.
Tristan war neben ihr erwacht und richtete sich auf, ohne ihre Hand dabei los zu lassen. „Hallo Schönheit“, murmelte er mit einem Lächeln und küsste ihre Schläfe. „Hallo mein Herz“, antwortete das Mädchen und warf einen Blick auf die Uhr. Das Abendessen stand kurz bevor und Tristan musste das Heim verlassen, bevor die Erzieherinnen, liebevoll auch Aufseherinnen genannt, ihn erwischten und hinaus warfen, denn Besuch war hier leider nicht gerne gesehen.
„Hey, hat Mrs. Green sich schon bei dir gemeldet? Wegen der Schwesternsache?“, fragte der Junge, während er sich langsam einen Pullover wieder anzog, nachdem auch er einen Blick auf die Uhr geworfen hatte. Abby schüttelte den Kopf und ließ ihre Hand aus seiner gleiten. „Nein, sie wollte heute zu ihr gehen glaube ich. Keine Ahnung…“, sie zuckte mit den Schultern und richtete den Blick auf die Bettdecke. „Ich hoffe sie hilft und ist das, was wir brauchen, um dich gesund zu machen…“, murmelte Tristan mit einem Seufzen, erntete allerdings nicht mehr als ein halbherziges Nicken als Antwort. Abby konnte nichts sagen, denn alles was er nun hören wollte, wäre eine Lüge gewesen. Sie wollte nicht gerettet werden. „Pass auf dich auf, bis morgen. Meld dich, wenn was ist“, flüsterte er und küsste ihre Stirn, bevor er seine Tasche schnappte und nach kurzem Zögern den Raum verließ. Abby sah ihm kurz nach und lehnte sich dann auf ihrem Bett zurück. Sie tastete neben sich nach einem anderen Buch, aus dem sie ein Foto zog. Es zeigte eine junge, hübsche Frau mit 2 kleinen Mädchen im Arm. Alle lachten fröhlich in die Kamera und hatten vor Glück strahlende Augen. Diese Zeiten waren vorbei. Abby biss sich auf die Unterlippe und schluckte hart, während ihr Daumen über das glatte Material des Bildes strich. Sachte fuhr sie die Konturen der Frau nach und versuchte die Tränen weg zu blinzeln, die in ihre Augen getreten waren. Als der Gong zum Essen ertönte, schaute das Mädchen kurz auf, zog dann ihren IPod unter dem Kopfkissen hervor und drehte die Musik voll auf. Sie hatte keinen Hunger und keine Lust darauf, mit dieser Horde von Fremden essen zu müssen. Wieder blickte sie aus dem Fenster, während aus ihren Kopfhörern laut „Beauty from pain“ von Superchick dröhnte. Ihre Gedanken kreisten rund um die Frau, die man ihr als Halbschwester präsentiert hatte und letzte Chance auf ihr Überleben, nachdem ihr glorreicher Vater sich geweigert hatte, irgendetwas für sie zu tun. Es war kein schönes Gefühl, wenn der eigene Vater sich so wenig um einen scherte, dass ihm sogar der Tod des eigenen Kindes egal war. Vielleicht war ihre Halbschwester Brooke Davis anders. Vielleicht aber auch nicht. Abby hatte keine Lust, sich mit dem Teil der Familie näher zu beschäftigen, der sie bisher nur enttäuscht hatte. Außerdem kam es ihr ganz gelegen, dass ihr Ende bevor stand, denn so konnte sie von diesem furchtbaren Ort entkommen und wieder bei ihrer Familie sein. Endlich. Während sie nachdachte, fielen ihr die Augen zu und sie bemerkte nicht, wie es Nacht wurde draußen.
Ihr Blick glitt hinüber zum Fenster und sie blinzelte kurz, als sich ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen einen Weg durch die dichte Wolkendecke bahnten und sie blendeten. Vor den dreckigen Scheiben wiegten sich die Bäume sanft im Wind und Kindergeschrei drang zu ihnen herüber. Am liebsten wäre Abby aufgestanden und hätte das Fenster geschlossen, doch dazu war sie zu müde. Seufzend klappte sie das Buch zu und legte es neben sich auf den kleinen Nachtschrank, der neben jedem Bett stand. Ihre Hand strich sanft über die von Tristan und sie lächelte kurz, als er sich im Halbschlaf nach vorne lehnte und ihre Handfläche sachte küsste. Liebevoll schmiegte sie sich an ihn, bis die Türe aufschlug und ein paar Kinder herein gerannt kamen. Abby knurrte. Sie hasste diesen Ort und hätte wahrscheinlich lieber auf der Straße gelebt, als in diesem Heim. Ein Junge bewarb sie mit altem Laub, dass er scheinbar draußen aufgelesen hatte und liebend gerne hätte Abby ihm den Hintern versohlt, doch das handelte ihr nur wieder Ärger ein.
Tristan war neben ihr erwacht und richtete sich auf, ohne ihre Hand dabei los zu lassen. „Hallo Schönheit“, murmelte er mit einem Lächeln und küsste ihre Schläfe. „Hallo mein Herz“, antwortete das Mädchen und warf einen Blick auf die Uhr. Das Abendessen stand kurz bevor und Tristan musste das Heim verlassen, bevor die Erzieherinnen, liebevoll auch Aufseherinnen genannt, ihn erwischten und hinaus warfen, denn Besuch war hier leider nicht gerne gesehen.
„Hey, hat Mrs. Green sich schon bei dir gemeldet? Wegen der Schwesternsache?“, fragte der Junge, während er sich langsam einen Pullover wieder anzog, nachdem auch er einen Blick auf die Uhr geworfen hatte. Abby schüttelte den Kopf und ließ ihre Hand aus seiner gleiten. „Nein, sie wollte heute zu ihr gehen glaube ich. Keine Ahnung…“, sie zuckte mit den Schultern und richtete den Blick auf die Bettdecke. „Ich hoffe sie hilft und ist das, was wir brauchen, um dich gesund zu machen…“, murmelte Tristan mit einem Seufzen, erntete allerdings nicht mehr als ein halbherziges Nicken als Antwort. Abby konnte nichts sagen, denn alles was er nun hören wollte, wäre eine Lüge gewesen. Sie wollte nicht gerettet werden. „Pass auf dich auf, bis morgen. Meld dich, wenn was ist“, flüsterte er und küsste ihre Stirn, bevor er seine Tasche schnappte und nach kurzem Zögern den Raum verließ. Abby sah ihm kurz nach und lehnte sich dann auf ihrem Bett zurück. Sie tastete neben sich nach einem anderen Buch, aus dem sie ein Foto zog. Es zeigte eine junge, hübsche Frau mit 2 kleinen Mädchen im Arm. Alle lachten fröhlich in die Kamera und hatten vor Glück strahlende Augen. Diese Zeiten waren vorbei. Abby biss sich auf die Unterlippe und schluckte hart, während ihr Daumen über das glatte Material des Bildes strich. Sachte fuhr sie die Konturen der Frau nach und versuchte die Tränen weg zu blinzeln, die in ihre Augen getreten waren. Als der Gong zum Essen ertönte, schaute das Mädchen kurz auf, zog dann ihren IPod unter dem Kopfkissen hervor und drehte die Musik voll auf. Sie hatte keinen Hunger und keine Lust darauf, mit dieser Horde von Fremden essen zu müssen. Wieder blickte sie aus dem Fenster, während aus ihren Kopfhörern laut „Beauty from pain“ von Superchick dröhnte. Ihre Gedanken kreisten rund um die Frau, die man ihr als Halbschwester präsentiert hatte und letzte Chance auf ihr Überleben, nachdem ihr glorreicher Vater sich geweigert hatte, irgendetwas für sie zu tun. Es war kein schönes Gefühl, wenn der eigene Vater sich so wenig um einen scherte, dass ihm sogar der Tod des eigenen Kindes egal war. Vielleicht war ihre Halbschwester Brooke Davis anders. Vielleicht aber auch nicht. Abby hatte keine Lust, sich mit dem Teil der Familie näher zu beschäftigen, der sie bisher nur enttäuscht hatte. Außerdem kam es ihr ganz gelegen, dass ihr Ende bevor stand, denn so konnte sie von diesem furchtbaren Ort entkommen und wieder bei ihrer Familie sein. Endlich. Während sie nachdachte, fielen ihr die Augen zu und sie bemerkte nicht, wie es Nacht wurde draußen.
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