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Geschichte: Fanfiktion
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von LittleMistress
erstellt: 24.02.2009
letztes Update: 25.03.2009
Geschichte, Drama / P16
(abgebrochen)
Revelations
Die Sonne schien gleißend hell in Brooke Davis Schlafzimmer, als sie zögerlich die Augen aufschlug und zum Fenster blickte. Müde drehte sie sich auf die Seite und zog sich die Decke über den Kopf, denn die Nacht war kurz gewesen. Viel lieber hätte sie sich jetzt noch einmal umgedreht und ein paar Stunden geschlafen, doch dummerweise musste sie in den Laden und hatte keine andere Wahl, als langsam die Beine über den Rand ihres Bettes zu schwingen und im Sitzen erst einmal verschlafen eine Runde durch ihr Schlafzimmer zu blicken. Mit einem Zeh angelte sie nach ihren Hausschuhen und schlüpfte hinein, bevor sie aufstand und lustlos in Richtung Bad tappste. Nach einer halben Stunde duschen sah die Welt schon viel besser aus und eine letzte Tasse Kaffee im Hinausgehen erledigte den Rest, um Brooke munter zu machen. Wesentlich besser gelaunt schwang sie sich hinter das Steuer ihres Wagens und fuhr in die Stadt hinunter. Es gab kaum etwas, auf das Brooke Davis stolzer war, als auf ihren eigenen Laden. Sie hatte 4 Jahre lang hart dafür gearbeitet, ihre eigene Modelinie ‚Clothes over Bros’ zu grünen, Unmengen an Zeit und Geld investiert, doch auch wenn es sie letzten Endes wieder zurück nach Tree Hill verschlagen hatte, war sie stolz darauf, dass sie ihre Träume verwirklicht hatte. Ihr Laden lief gut, sie arbeitete mit einigen Modefirmen zusammen und machte Entwürfe für sie – es gab nichts, was sie sich noch wünschen konnte – abgesehen von einer Familie, aber diesen Wunsch hatte sie schon vor Jahren auf Eis gelegt. Es schien ihr, als habe der berufliche Erfolg all ihr Glück ausgeschöpft und es war ihr nicht mehr vergönnt, auch noch im Privatleben auf ihre Kosten zu kommen. Es machte sie traurig, alleine abends auf ihrer Couch zu sitzen und ins Feuer ihres Kamins zu starren, doch Brooke war Optimistin genug, um sich von trüben Gedanken gleich wieder ablenken zu können, indem sie etwas tat, was wie gerne machte. Meistens rief sie ihre beste Freundin Peyton an und zitierte sie hinüber, oder sie arbeitete einfach, bis sie todmüde ins Bett fiel und nichts mehr von ihrer Einsamkeit registrierte.
Nun parkte sie ihren Wagen in der Nähe ihres Geschäftes und stieg mit ihrem Kaffeebecher vergnügt aus. Sie hatte einen hohen Bedarf an Koffein und deshalb immer ihren etwas grell gemusterten Plastikbecher dabei, den sie nach Belieben neu auffüllen konnte, egal wo sie war. Nur im Kaffee kochen war sie nicht besonders gut, deshalb lobte sie sich ihre High Tech Kaffeemaschine, die auf Knopfdruck genau das tat, was sie wollte. Altmodische Maschinen, in die man Pulver kippen musste, waren ihr suspekt, denn ihr damit erstellter Trank konnte sicherlich noch Tote wecken. So war sie außerhalb der Reichweite ihrer Küche Stammgast bei Starbucks.
Schnellen Schrittes lief sie auf ihren Laden zu und bemerkte die etwas unansehnlich gekleidete ältere Dame vor ihrer Türe. Sollte die beabsichtigen bei ihr einzukaufen, war das eindeutig eine gute Entscheidung, denn diese Frau hatte eindeutig seit mindestens 40 Jahren kein Modemagazin mehr durch geblättert. Brooke hob eine Augenbraue, als sie in der Tasche ihres Mantels nach dem Ladenschlüssel fischte und auf die Türe zutrat. „Sind die Mrs. Davis?“, fragte sie Fremde mit freundlicher Stimme und blickte die Brünette aufmerksam an. Brooke, die den Schlüssel bereits ins Schloss gesteckt hatte, schloss auf und öffnete die Ladentüre. „Ja, die bin ich, was kann ich für sie tun?“, fragte sie etwas kritisch, schließlich war sie es nicht gewohnt, dass Kunden ihren Namen kannten.
Sie hielt die Türe auf, damit die Fremde eintreten konnte und schloss sie hinter ihnen. Mit einer fließenden Handbewegung drehte sie das kleine Schild an der Glasscheibe um, sodass es nach außen hin ‚Open’ anzeigte und wandte sich ihrer vermeintlichen Kundin zu. „Nun ja, mein Name ist Lauren Green, ich komme vom örtlichen Jugendamt“, begann die ältere Frau und veranlasste Brooke dazu, noch kritischer zu schauen. Was hatte sie denn bitte mit dem Jugendamt zu tun? Wollte man die Kinder des Kinderheimes neu einkleiden? Leicht verständnislos verschränkte sie die Arme vor der Brust und sah Mrs. Green erwartungsvoll an.
„Ich weiß, mein Besuch kommt sicher etwas unerwartet für sie“, setzte die Dame neu an und hielt Brooke eine Mappe entgegen. Zögerlich ergriff die junge Frau den braunen Ordner, auf den eine Nummer geschrieben stand. B-198-11. Sie zog die Brauen ein wenig zusammen und klappte den Deckel auf. Es war so etwas wie eine Personalakte mit dem Foto eines kleinen Mädchens darin. Fragend schaute Brooke auf, ohne eine Zeile gelesen zu haben. „Das Mrs. Davis ist ihre Halbschwester Abby. Und die benötigt dringend ihre Hilfe, sofern sie bereit sind, sie ihr zu gewähren“, erklärte Mrs. Green und Brookes Blick ging automatisch zurück zu dem alten, verblichenen Foto. Die blauen Augen des Mädchens schienen sich anklagend in ihre Netzhaut zu brennen und Brooke klappte den Deckel schnell zu. „Ich habe keine Schwester“, sagte sie kühl und händigte die Mappe zurück. „Es muss sich hierbei um einen Irrtum handeln.“ Die Frau vom Jugendamt schüttelte den Kopf. „Richard Davis ist ihr Vater?“ Brooke nickte zögerlich. „Dann ist es kein Irrtum. Es tut mir leid, wenn sie davon nicht unterrichtet waren und ich sie nun so damit überfalle, doch ich würde es nicht tun, wenn es nicht unbedingt notwendig wäre…“ Brooke starrte in absolutem Unglauben die Frau vor sich an und konnte nicht fassen, was sie gerade gehört hatte. Mit einem Ruck zog sie Mrs. Green die Mappe wieder aus der Hand und schlug sie auf. Ihre braunen Augen überflogen die kurzen und knappen Fakten auf der ersten Seite:
Name: Abby Marie Davis
Geburtsort: Raleigh
Alter : 18
Eltern : Richard Davis ; Sarah McLane
Pflegefamilie: siehe folgende Akte
Nach einer ganzen Weile hob sich Brookes Blick wieder und sie sah die Dame vom Jugendamt an. „Wobei brauchen sie meine Hilfe?“, fragte sie schließlich ein wenig heiser, was dies die erste der hundert Fragen war, die sie in ihrer momentanen Verwirrung aussprechen konnte. Mrs. Green seufzte leise und blickte Brooke an. „Ihre Schwester, Mrs. Davis, ist schwer krank und sie könnten ihre letzte Hoffnung auf Heilung sein…“
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