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von BlubbFisch    erstellt: 23.02.2009    letztes Update: 18.05.2010    Geschichte, Drama / P12 Slash    (abgebrochen)
Hey ihr

Ich hab gedacht ich versuch es mal mit einer längeren Story.
Ich hoffe es gefällt euch (Keine der Personen gehört mir und ich verdiene damit kein Geld)

Per ist gerade beim mir als es klingelt. „Erwartest du noch Besuch?“ „Eigentlich nicht.“ Ich gehe zu Türe und mache auf.

„Lena?“ Ich schaue ungläubig auf die junge Frau, die vor meiner Türe steht. „Kann ich rein kommen?“ Sie spricht leise und schüchtern. „Ähh..Ok.“ Ich trete zur Seite und lasse sie rein.

„Ich geh dann mal.“ Per kommt mir im Flur entgegen, als er Lena sieht zieht er nur fragend die Augenbrauen zusammen. „Ich ruf dich nachher an.“ „Ok, Tschau.“ Per schließt die Türe hinter sich und ich drehe mich wieder zu Lena.

„Ja, komm rein, willst du was trinken?“ „Nein, schon Ok.“ Ich nicke nur und gehe ins Wohnzimmer. Sie folgt mir und schaut mich schüchtern an. „Also, was ist los?“ Ich schaue sie an. „Na ja, ich...“ Sie verstummt und schaut auf den Boden, und in meinem Bauch macht sich ein komisches Gefühl breit.

„Clemens, ich bin schwanger.“ „Schwanger?“ Meine Stimme ist tonlos und rau. „Von mir?“ „Du warst der Einzige.“ Sie schaut verlegen auf den Boden und ich kann für ein par Momente nicht mehr klar denken.

„Und was willst du jetzt von mir?“ Meine Stimme ist immer noch wackelig. „Ich will kein Geld oder so, es ist was anderes.“ „Was?“ „Ich hab AIDS, ich hab vermutlich nicht mehr lange zu leben.“

„Du hast AIDS!“ Ich schaue sie ungläubig an. „Dann hab ich mich vielleicht bei dir angesteckt?“ Sie zuckt nur mit den Schultern und ich sehe die Tränen in ihren Augen. „Scheiße Lena, warum hast du nichts gesagt?“ „Ich wusste es nicht. Ich hab es erst durch den Arzt erfahren, wegen der Schwangerschaft. Du musst dich auf jeden Fall testen lassen.“ Ich nicke nur und lasse mich auf den Boden sinken. In meinem Hirn herrscht im Moment totale Leere.

Ich merke, wie sich Lena neben mich setzt und schaue sie an. „Es tut mir Leid.“ Sie weint und ich merke, wie auch mir die Tränen kommen. „Und das Kind?“ „Wenn ich es per Kaiserschnitt bekomme ist es vermutlich gesund.“ „Und es ist sicher von mir?“ „Ja, ich bin jetzt im zweiten Monat.“ Ich nicke, es passt.

„Clemens, der Arzt hat gesagt, meine Chancen stehen schlecht, dass ich die Geburt überlebe. Es ist also deine Entscheidung, was mit dem Kind passiert.“ „Aber.....“ „Tut mir Leid Clemens.“ Ich nicke wieder nur, mir ist das alles zu viel. Ich spüre Lenas Hand an meiner Schulter und bin ihr dankbar dafür.

Nach einer Weile stehen wir wieder auf und setzten uns aufs Sofa. „Ok, wir müssen besprechen, wie es weiter geht.“ Sie nickt nur. „Egal, was passiert, wir ziehen das jetzt zusammen durch, es ist auch mein Kind, also hab auch ich die Verantwortung.“ „Danke.“ Sie lächelt schwach. „Wann soll das Baby zur Welt kommen?“ „Im März.“ „Willst du, dass ich mit dir in so einen Kurs gehe?“ „Würdest du den ?“ „Vielleicht?“ „Wäre schön.“ Sie lacht.

Als sie nach einer Stunde geht bin ich froh, ich mag sie, aber ich brauche jetzt auch einfach kurz meine Ruhe. Ich hab alles noch gar nicht so realisiert. Ich weiß nur eins, dass ich scheiße Angst habe, dass ich AIDS habe, das wäre mein Ende.

Ehe wich weiß was ich tue habe ich mir schon meine Jacke und meinen Schlüssel geschnappt und stehe auf der Straße. Ich brauche jetzt Per mit seiner ruhigen, realistischen Art.

Als Per die Türe öffnet falle ich ihm ohne ein Wort um den Hals. Er legt nur die Arme um mich und hält mich fest.

„Was ist passiert?“ Er zieht mich mit ins Wohnzimmer. „Sie ist schwanger.“ Ich lasse mich aufs Sofa fallen. „Von dir?“ „Sieht so aus.“ Ich zucke nur mit den Schultern und schaue an die Wand.

„Sie hat AIDS.“ „Was?“ Per klingt entsetzt. „Und du?“ „Keine Ahnung.“ Ich spüre, wie die Tränen kommen und finde mich eine Sekunde später in Pers Armen. „Ganz ruhig Clemens.“ „Aber ich hab so Angst.“ Ich schluchze und klammere mich an ihn. Er hält mich fest uns streicht mir über den Rücken, bis ich mich wieder einigermaßen beruhigt habe.

„Habt ihr nicht verhütet?“ „Doch, aber das Kondom ist geplatzt.“ „Scheiße.“ Per zieht mich wieder an sich. „Per was mach ich den jetzt?“ „Erst mal zum Arzt, das ist am wichtigsten. Das Baby braucht ja eh noch eine Weile.“ „Sieben Monate.“ Er nickt nur. „Willst du zu Götz?“ „Ja, es ist egal, er hat ja eh Schweigepflicht.“ „Ok.“ Per steht auf.

Wir fahren zu der kleinen Praxis, die Götz noch zusätzlich zu seinem Job bei Werder betreibt.
„Per ich hab Angst.“ „Brauchst du nicht.“ Er nimmt meine Hand und zusammen betreten wir das Gebäude.

Götz schaut ziemlich überrascht, aber wir haben Glück und kommen direkt dran ohne Warten zu müssen.

„Also was ist los?“ Götz schaut uns an und ich wechsle einen schnellen Blick mit per, der mich aufmunternd anlächelt. „Du musst einen AIDS Test bei mir machen.“ Ich schaue auf meine Hände. „Gibt es dazu einen Grund, oder einfach nur so?“ „Ich schüttle nur den Kopf und Götz nickt.

„Ok, ich werd dir jetzt Blut abnehmen, das ich dann zum Test ins Labor schicke. Allerdings musst du ca. drei Wochen auf das Ergebnis warten.“ „Drei Wochen?“ „Ja, ich weiß das ist lang, aber das ist so.“ Ich nicke wider nur und spüre wieder die Tränen auf meinen Wangen. „Hey, alles wird gut.“ Per zieht mich in seine Armen.

„Ganz ruhig Clemens.“ Ich spüre wie mir Götz den Pulli nach oben schiebt und meine Armbeuge desinfiziert. Ich klammere mich weiter an Per und zucke zusammen, als Götz die Nadel in meinen Arm sticht. „Wird dir nicht immer schwindelig?“ Ich nicke nur. Ich hasse Blut abnehmen, ich kipp da manchmal auch um.

„Fertig.“ Ich spüre wie Götz die Nadel aus meinem Arm zieht und versuche den aufsteigenden Schwindel zu unterdrücken. Ich klammere mich noch ein bisschen fester an Per, der mir beruhigend über den Rücken streicht.

Ich bin froh, als wir wieder auf die Straße treten. Ich hab zwar immer noch ein flaues Gefühl im Magen, aber an der frischen Luft wird es besser. „Geht's?“ „Ja.“

Ich gehe mit zu Per und wir kochen noch was. Danach setzen wir und aufs Sofa und schauen noch eine DVD, aber ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren, was auch Per merkt. Er macht den Film aus und zieht mich in die Arme. „Ich hab so Angst.“ „Du bist gesund Clemens, du musst daran glauben.“ „Aber ich kann nicht daran glauben, ich hab zu viel Angst.“ Ich schaue ihn an.

„Verdammt, warum muss mir auch so etwas passieren?“ „Stimmt, wie bist du überhaupt dazu gekommen mit einer Frau zu schlafen?“ „Tja, das frag ich mich im Nachhinein auch, aber sie war halt einfach da, damals in der Disko und hat mich angesprochen. Ich hab es selber nicht verstanden, warum ich mit ihr gegangen bin, aber ich hab es halt gemacht.“

„Ich dachte du stehst nicht auf Frauen.“ „Tu ich auch nicht Per. Es war ein Ausrutscher, und wenn du es genau wissen willst hab ich auch an einen Mann gedacht, als ich mit ihr geschlafen habe.“ „Hast du es ihr schon gesagt?“ „Nein, muss ich noch.“ Per nickt. „Ach scheiße, da schlafe ich zum zweiten mal im Leben mit einer Frau und gleich ist alles scheiße.“ Ich schlage mit der Faust aufs Sofa.

„Es liegt sicher nicht an der Frau Clemens, das hätte dir genau so gut mit einem Kerl passieren können.“ „Nein, ich hätte jetzt kein Kind am Hals.“ „Wieso du, sie hat es doch.“ „Ja, aber der Arzt sagt ihre Chancen die Schwangerschaft zu überleben stehen sehr schlecht, und dann muss ich entscheiden, was mit dem Kind passieren soll.“ „Und?“ „Keine Ahnung, ich bin Fußballer und Single. Vielleicht nicht die besten Voraussetzungen für ein Kind.“

„Aber auch nicht die schlechtesten und vielleicht bist du in sieben Monaten gar kein Single mehr.“ „Ja, noch schlimmer. Wer will schon einen Typ mit Kind?“ „Ach Clem, du machst dir viel zu viele Gedanken. Das braucht alles noch einen Weile.“ „Ja, ich hab die schlimmsten drei Wochen meines Lebens vor mir.“

Später liege ich im Bett und schaue an die dunkle Wand. Per neben mir atmet ganz ruhig. Ich bin bei ihm geblieben, weil ich einfach nicht alleine sein wollte. Pers Arm liegt auf meiner Hüfte und er hat sich dicht an mich gedrängt. Wenn wir zusammen in einem Bett schlafen kuscheln wir und immer so eng zusammen. Per weiß, dass ich ihn nicht anfassen würde und ich hab nicht vor das zu ändern.

Ich seufze und drehe mich um. Per zuckt nur kurz und festigt seinen Griff um mich noch mal. Ich lächle und kuschel mich eng an ihn, dann schlafe auch ich ein.


So ich hoffe es hat euch gefallen
ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen, damit
ich weiß, was ihr davon haltet und als Ansporn zum weiter schreiben
LG
 
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