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Geschichte: Fanfiktion
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von lilalilly
erstellt: 17.02.2009
letztes Update: 17.02.2009
Geschichte, Drama / P12
(fertiggestellt)
Sie sah so wunderschön aus. So wie damals. Damals… als wir noch glücklich waren. Es schien mir so fern, so unendlich fern. Sie hat sich nicht verändert, und doch konnte ich erkennen, dass sie nicht mehr die Selbe ist. Der Schmerz, der Verlust hat sie gebrochen, ebenso wie mich.
Wieder frage ich mich, ob meine Entscheidung die richtige war. Ich hatte sie so geliebt, und ich wäre ein Narr, wenn ich es nicht mehr täte. Ich habe es verdrängt, ja, ich habe versucht sie zu hassen. Versucht, ich konnte es nie.
Ein Teil von mir wollte damals aufspringen und ihr nachlaufen. Ihr sagen, dass sie vergessen soll was ich zu ihr gesagt hatte. Aber der andere Teil von mir hatte Bilder vor den Augen. Bilder von ihr… mit anderen Männern. Ich konnte es nicht ertragen, sie war doch meine Frau. Gewesen.
Doch was war sie jetzt, in diesem Moment. So wie sie vor ihm stand. Mit den langen, roten Haaren, der großen, schlanken Gestalt und für einen Moment glomm das Funkeln in ihren Augen wieder auf.
Es wurde immer heller, bis die Funken auf mich übergingen und mein Feuer, meine Sehnsucht nach ihr wieder erwachen ließen. Gott, meine Liebe war nur gewachsen in der Zeit der Entbehrung. War ich jetzt endlich bereit ihr zu verzeihen?
„Athos...“, flüsterte sie leise und streckte ihre Hand nach mir aus. Ich konnte mich nicht regen, fühlte ihre Wärme, als sie sanft meine Schulter berührte.
„Warum...“. Ich konnte nicht mehr sagen, die Erinnerung schnitt mir die Worte ab. Sie schien trotzdem zu erkennen, was ich wissen wollte.
„Ich war jung, so jung. Damals... ein Priester hat mich vergewaltigt und im Nachhinein als Hure dargestellt. Ich hatte keine Chance. Doch der einzige Mann, den ich je ehrlich geliebt habe, das warst stets du, Athos. Dir gehörte mein Herz und es wird immer dein sein. Genau so wie du wollte ich nur vergessen. Die Sehnsucht fraß mich auf, machte mich kalt wie ein Stein und jetzt sehe ich dich endlich wieder...“ Ihre Stimme versagte, brach unter der Last der Jahre, die wir ohne einander leben mussten.
„Trotzdem... trotzdem hat mich nie die Hoffnung verlassen, dass du mir verzeihst.“ Ich drehte mich weg, schüttelte ihre Hand ab. Mein Herz schrie nach ihr, doch mein Verstand konnte nicht vergessen.
Für einen Moment war mein Herz, meine Liebe stärker und ich zog sie fest an mich. Wie lange war das nur her, dass wir uns so nahe waren? Zu lange, viel zu lange. Ich wollte sie nie wieder hergeben. Sie löste sich leicht von mir, sah in meine Augen. In den ihren konnte ich erkennen, dass sie genau so viel Angst hatte wie ich. Und dann tat sie, was ich nicht konnte. Sie beugte sich vor, ich sah, wie ihre Augenlider mit den langen, dichten Wimpern sich schlossen, bevor sich unsere Lippen trafen. Es war ein einzigartiger Kuss, ein Kuss wie damals. Doch er endete viel zu schnell, ich hörte Stimmen. Meine Kälte ihr gegenüber kehrte zurück. Ich sah meinem Freund in die Augen und stieß sie weg von mir.
„Das Urteil?“, fragte ich. Sie sah mir erschrocken in die Augen.
„Tod“, antwortete er nüchtern. Ich schloss die Augen, versuchte, den grausamen Stich in mein Herz zu unterdrücken.
„Athos...“, hauchte sie verzweifelt, packte meinen Arm und sah mich an. Aber ich konnte nicht sprechen, ich zögerte. Zu lange. Sie schien zu begreifen, ein „Ich liebe dich“, verließ ihre Lippen und bevor ich einen Atemzug tun konnte, war sie gesprungen.
„Nein!“, schrie ich voller Schmerz, die Mauer war zerstört. Doch sie war tot, bevor ihr geschändeter Körper auf dem Boden aufschlug.
Was hatte ich getan. Ich hatte meine großen, unendlichen Liebe verraten, aus Sturheit und verletztem Stolz ihren Tod herbei geführt. In diesem Moment erkannte ich, dass ich ihr längst verziehen hatte.
Man fand meine menschliche Hülle, bevor die Sonne unterging an der Stelle, an der sie ihr Leben gelassen hatte. Ich war ihr gefolgt, ins Jenseits mit der Hoffnung, dass sie mir nun verzeihen konnte.
Dort sind wir uns näher als im Leben.
Wieder frage ich mich, ob meine Entscheidung die richtige war. Ich hatte sie so geliebt, und ich wäre ein Narr, wenn ich es nicht mehr täte. Ich habe es verdrängt, ja, ich habe versucht sie zu hassen. Versucht, ich konnte es nie.
Ein Teil von mir wollte damals aufspringen und ihr nachlaufen. Ihr sagen, dass sie vergessen soll was ich zu ihr gesagt hatte. Aber der andere Teil von mir hatte Bilder vor den Augen. Bilder von ihr… mit anderen Männern. Ich konnte es nicht ertragen, sie war doch meine Frau. Gewesen.
Doch was war sie jetzt, in diesem Moment. So wie sie vor ihm stand. Mit den langen, roten Haaren, der großen, schlanken Gestalt und für einen Moment glomm das Funkeln in ihren Augen wieder auf.
Es wurde immer heller, bis die Funken auf mich übergingen und mein Feuer, meine Sehnsucht nach ihr wieder erwachen ließen. Gott, meine Liebe war nur gewachsen in der Zeit der Entbehrung. War ich jetzt endlich bereit ihr zu verzeihen?
„Athos...“, flüsterte sie leise und streckte ihre Hand nach mir aus. Ich konnte mich nicht regen, fühlte ihre Wärme, als sie sanft meine Schulter berührte.
„Warum...“. Ich konnte nicht mehr sagen, die Erinnerung schnitt mir die Worte ab. Sie schien trotzdem zu erkennen, was ich wissen wollte.
„Ich war jung, so jung. Damals... ein Priester hat mich vergewaltigt und im Nachhinein als Hure dargestellt. Ich hatte keine Chance. Doch der einzige Mann, den ich je ehrlich geliebt habe, das warst stets du, Athos. Dir gehörte mein Herz und es wird immer dein sein. Genau so wie du wollte ich nur vergessen. Die Sehnsucht fraß mich auf, machte mich kalt wie ein Stein und jetzt sehe ich dich endlich wieder...“ Ihre Stimme versagte, brach unter der Last der Jahre, die wir ohne einander leben mussten.
„Trotzdem... trotzdem hat mich nie die Hoffnung verlassen, dass du mir verzeihst.“ Ich drehte mich weg, schüttelte ihre Hand ab. Mein Herz schrie nach ihr, doch mein Verstand konnte nicht vergessen.
Für einen Moment war mein Herz, meine Liebe stärker und ich zog sie fest an mich. Wie lange war das nur her, dass wir uns so nahe waren? Zu lange, viel zu lange. Ich wollte sie nie wieder hergeben. Sie löste sich leicht von mir, sah in meine Augen. In den ihren konnte ich erkennen, dass sie genau so viel Angst hatte wie ich. Und dann tat sie, was ich nicht konnte. Sie beugte sich vor, ich sah, wie ihre Augenlider mit den langen, dichten Wimpern sich schlossen, bevor sich unsere Lippen trafen. Es war ein einzigartiger Kuss, ein Kuss wie damals. Doch er endete viel zu schnell, ich hörte Stimmen. Meine Kälte ihr gegenüber kehrte zurück. Ich sah meinem Freund in die Augen und stieß sie weg von mir.
„Das Urteil?“, fragte ich. Sie sah mir erschrocken in die Augen.
„Tod“, antwortete er nüchtern. Ich schloss die Augen, versuchte, den grausamen Stich in mein Herz zu unterdrücken.
„Athos...“, hauchte sie verzweifelt, packte meinen Arm und sah mich an. Aber ich konnte nicht sprechen, ich zögerte. Zu lange. Sie schien zu begreifen, ein „Ich liebe dich“, verließ ihre Lippen und bevor ich einen Atemzug tun konnte, war sie gesprungen.
„Nein!“, schrie ich voller Schmerz, die Mauer war zerstört. Doch sie war tot, bevor ihr geschändeter Körper auf dem Boden aufschlug.
Was hatte ich getan. Ich hatte meine großen, unendlichen Liebe verraten, aus Sturheit und verletztem Stolz ihren Tod herbei geführt. In diesem Moment erkannte ich, dass ich ihr längst verziehen hatte.
Man fand meine menschliche Hülle, bevor die Sonne unterging an der Stelle, an der sie ihr Leben gelassen hatte. Ich war ihr gefolgt, ins Jenseits mit der Hoffnung, dass sie mir nun verzeihen konnte.
Dort sind wir uns näher als im Leben.
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