■
Geschichte: Fanfiktion
/ Anime & Manga
/ Rurouni Kenshin
/ Die letzte Pflicht
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von Lycanda
erstellt: 20.01.2009
letztes Update: 20.01.2009
Geschichte, Drama / P18
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Nur die Idee ist meine und deshalb freue ich mich über Kommis!
Warnungen: Death, Shortfic...
Er kam zum Halten und hörte, wie ein Körper hinter ihm, mit einem dumpfen Laut zu Boden ging. Mit steinerner Miene drehte der Gelbäugige sich um und betrachtete die leblose Gestalt von Seijuro Hiko. Mit einem schabenden Geräusch glitt das Schwert wieder in die dafür vorgesehene Scheide zurück.
Das wars… Ein hauchzartes, grausames Lächeln glitt über die Lippen des Attentäters, dessen Namen man nun schon zum zweiten Mal fürchtete. Battosai… War er bereits zu Beginn der Meijizeit verschwunden, so war er vor zwei Jahren wieder aufgetaucht, noch gefährlicher und grausamer als zuvor. Ohne Rücksicht hatte er seine Rückkehr mit einem Massenmord gefeiert. Ohne einen Grund, hatte er ein ganzes Dorf vernichtet. Frauen, Kinder… es war ihm egal gewesen, wer gestorben war, für ihn waren sie einfach nur Opfer, mehr nicht.
Und jetzt? Vor wenigen Augenblicken war der letzte Mann gestorben, der noch ernsthaft eine Bedrohung für Battosai den Attentäter dargestellt hätte. „Ich hätte mehr erwartet, Meister… Du hast gewaltig nachgelassen, die letzten fünf Jahre.“ Durchschnitt die kalte Stimme des Rothaarigen die gespenstische Stille, die sich noch während des Kampfes über diese Lichtung gelegt hatte.
Mit Seijuros Tod war Japans letzte Hoffnung gestorben, die es von der Geißel des Attentäters hätte befreien können. Die anderen hatten schon in den letzten beiden Jahren ihr Leben in dem Versuch gelassen, den Rothaarigen zu töten. Sano, Aoshi, Misao… selbst Hajime war ihm nicht einmal ansatzweise gewachsen gewesen. An ihnen hatte der Gelbäugige sein neues Schwert ausprobiert, das keine verkehrte Klinge mehr hatte.
Mit einem abfälligen Laut wandte Himura sich um. Es war nicht so, dass er selbst keine Wunden aus diesem Kampf davon getragen hatte, im Gegenteil. Seijuro war der erste seit einer halben Ewigkeit gewesen, der ihm einen spannenden Kampf hatte liefern können. Ein paar Mal hatte es sogar ziemlich knapp ausgesehen, doch letztendlich war Battosai der Bessere gewesen. Er stand noch, er lebte noch, während sein Lehrer tot hinter ihm im Dreck lag.
>Tja, so ist das Leben… wer stark ist, lebt, wer schwach ist, stirbt. < Ein Grinsen huschte über Die Lippen des Rothaarigen. Vor 5 Jahren hatte der Schwertkämpfer genau diese Worte von Shishio gehört. Damals hatte er noch geglaubt, dass er sein Schwert wirklich dazu verwenden konnte, um andere zu beschützen und er hatte gegen diesen gekämpft. Wie schnell konnte sich doch eine Einstellung verändern, wenn bestimmte Ereignisse aufeinander folgten… Es war schon fast wieder lächerlich, dass der Gelbäugige genau diese Worte vor zwei Jahren zu seiner neuen Philosophie gemacht hatte.
Nach Kaorus Tod, hatte einfach alles seinen Sinn verloren… Der Rothaarige spürte einen plötzlichen Schmerz und blickte an sich hinab. „Du… hättest lie-ieber… auf Nummer sicher… g-gehen sollen! D-du bist noch immer… der dumme… Schüler von… damals.“ Hallte die Stimme seines Meisters hinter ihm durch die Stille, während die Klinge des Schwertes sich wieder aus seinem Körper zurückzog.
Geschockt blickte Battosai an die Stelle, an welcher bis eben noch rötlich schimmerndes Metall aus seinem Leib geragt hatte. Der rote Fleck, der seine Kleidung tränkte wurde wahnsinnig schnell größer. Langsam drehte der Jüngere sich zu seinem Meister um, der offensichtlich mehr schlecht als Recht wieder auf den Beinen stand. Der Attentäter begriff noch immer nicht, wie das hatte passieren können. Seijuro war doch ganz sicher tot gewesen. Der Rothaarige hatte doch extra auf die Atmung geachtet…
Wie war das möglich? „Ich k-kann… nicht zulassen… dass du weiter… wahllos Menschen tötest… Ken-shin… Du hast… dich schon immer… überschätzt…“ Ohne ein weiteres Wort zuzulassen, zog der Jüngere sein Schwert. Er spürte bereits, dass diese eine Wunde ihn gewaltig schwächte, doch er würde ganz sicher nicht der erste von ihnen beiden sein, der starb.
Hiko wich dem Schlag des Battosai mit einer schon fast beleidigenden Leichtigkeit aus, nur um einen Moment später in die Knie zu gehen. >Warum kann er noch stehen? Das ist unmöglich, er müsste schon längst tot sein… Und diese Wunde… Keine mir bekannte Technik, kann eine Wunde so bluten lassen. < dachte Himura, als er noch einen weiteren Angriff versuchte, der jedoch ebenfalls erfolglos blieb. Er hatte Seijuro wohl tatsächlich unterschätzt.
Fast schon erschrocken registrierte der Attentäter, wie seine Beine ganz langsam unter ihm nachgaben und er zu Boden sank. „Diese Wunde…“ „Du wirst nicht… lebend davon… kommen. Das… ist meine letzte… Aufgabe, als… dein Lehrmeister… zu verhindern… dass du jemals… wieder töten kannst…“ >Zu schnell… wie kann er… < In diesem Moment traf ihn die Attacke des Schwarzhaarigen mit voller Wucht und der Battosai wurde nach hinten geschleudert.
Etwas Schwarzes begann sich von den Seiten her in sein Blickfeld zu schieben und Mittig verhinderte eine rote Schliere, dass er richtig sehen konnte. Mühsam alle Kraft zusammen kratzend, versuchte der Gelbäugige noch einmal hoch zu kommen, doch auf halben Wege, traf ihn eine neuerliche Attacke seines Meisters und alles um ihn herum begann endgültig zu verblassen… „hng… Meister…“ hauchte er mit letzter Kraft, ehe die Dunkelheit ihn ganz einholte.
„Was… hat dich nur so… werden lassen?“ hauchte Hiko mit trauriger Stimme, während er sich auf seinem Schwert abstürzte. Er erinnerte sich noch… vor etwas mehr als fünf Jahren war sein Schüler noch voller Elan gewesen. Der Rothaarige hatte seine Freunde mit allen Mitteln beschützen wollen. Das was der Meister der Hiten- Mitsurugi- Technik jedoch aus den letzten fünf Jahren erfahren hatte… was als Gerüchte zu ihm durchgedrungen war, passte nicht mehr in dieses Bild. Und so hatte er sich aufgemacht, um ihn zu suchen, seinen dummen Schüler und gegebenenfalls seine letzte Pflicht als Lehrmeister zu erfüllen. >Zu schade… nur, dass es… keinen 14. Meister… geben wird. <
Es war vorbei und nach einem weiteren dumpfen Laut, legte sich eine erneute Stille über die Lichtung. Nicht einmal das Rauschen der Blätter oder Vogelgezwitscher waren zu hören. Der Name seines Schülers war ungehört verhallt… Es war, als verabschiedete Mutter Natur sich damit von den letzten beiden Kämpfern einer Chaotischen Zeit, um endlich eine neue Ära einzuleiten. Eine Zeit der Ruhe, aber auch der Veränderung für Japan…
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
