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Geschichte: Fanfiktion
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/ Weathered I: FROST (#4)
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von StormXPadme
erstellt: 18.01.2009
letztes Update: 01.02.2009
Geschichte, Allgemein / P16
(fertiggestellt)
- Pilot: http://www.fanfiktion.de/s/4943da490000161f069003e8
- Teil 1: http://www.fanfiktion.de/s/4947fa690000161f069003e8
- Teil 2: http://www.fanfiktion.de/s/495680680000161f069003e8
- Teil 3: http://www.fanfiktion.de/s/495bb4ff0000161f069003e8
- Teil 5: http://www.fanfiktion.de/s/4992100f0000161f069003e8
- Teil 6: http://www.fanfiktion.de/s/49a5a7210000161f069003e8
- Teil 7: http://www.fanfiktion.de/s/49dd016a0000161f069003e8
- Teil 8: http://www.fanfiktion.de/s/4a3e2b620000161f069003e8
- Teil 9: http://www.fanfiktion.de/s/4ae1a8930000161f069003e8
- Teil 10: http://www.fanfiktion.de/s/4b757c0b0000161f069003e8
Outtake:
- 'Snow angel (Storm)': http://www.fanfiktion.de/s/4bffe7450000161f069003e8
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Serie: X-Men: Weathered I
Titel: FROST (#4)
Titelbild: http://i296.photobucket.com/albums/mm194/stormxpadme/art/frost.jpg
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Marvel, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: Realfilme Teil 1 und 2; Teil 3 schließe ich aus meinem persönlichen Canon aus.
Zeitlinie: einige Monate nach dem Film ‚X-Men‘
Zensur: P-16 (Gewalt)
Zusammenfassung: Auf einem gewagten Einsatz, bei dem sie die Bruderschaft sabotieren sollen, kommen Scott und Logan in große Gefahr. Und die Bruderschaft schmiedet noch weit schlimmere Pläne. Die X-Men sind gezwungen, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung gegen ihre Prinzipien, gegen alte Freundschaften und für das Risiko, das eine Partnerschaft mit einer der geheimnisvollsten Mutantinnen aller Zeiten in sich birgt.
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D
Danke an: Stoffpferd, die eine sehr wichtige Szene in dieser Geschichte mit geschrieben hat und mir damit wahnsinnig geholfen hat
X-Men: Weathered I
FROST
(#4)
FROST
(#4)
1
Es gab wohl kaum einen bescheideneren Anfang für eine Arbeitswoche als eine Inspektion von ganz oben. Vor allem, wenn sie völlig unangekündigt über einen kam. Nicht, dass Harold Simmons, seines Zeichens Generaldirektor des größten Elektrizitätswerks von ganz New York, etwas zu verstecken gehabt hätte. Seit stolzen 10 Jahren bürgte er mit seinem Namen dafür, dass die hohen technischen Standards, der reibungslose Ablauf der Zulieferung und vor allem die ständigen Sicherheitskontrollen in diesem Haus gewahrt wurden. Es gab nichts, dass die Aufsichtsbehörde hier finden konnte, was einen Tadel in seiner Akte wert gewesen wäre.
Diese Frau machte ihn nur ganz einfach nervös.
Seit sie sein Büro betreten und ihm ihren Ausweis unter die Nase gehalten hatte, so kurz, dass er kaum mehr als ein ‚Rachel‘ in der Namenszeile hatte erspähen können, hatte sie kein Wort gesprochen. Ein Diktiergerät, das zwischen ihnen auf dem Schreibtisch lag, zeichnete jede von Harolds Erklärungen, jedes Wort seines Berichts auf, jede einzelne Zahl, die er aus dem letzten Jahresabschluss vorlas, obwohl er sich sicher war, dass die Aufsicht sowieso jede Seite davon in ihren Unterlagen hatte. Aber was tat man nicht alles, um die Geldgeber zufriedenzustellen, selbst wenn man eigentlich heute ganz andere Dinge vorgehabt hätte? Die Konkurrenz in diesem Geschäft war hart, die privaten Anbieter arbeiteten sich immer weiter nach oben, da musste man zusehen, dass man nicht an sicherem Boden verlor. Also leierte er Erfolge, die wenigen Verluste und die Innovationen des letzten Jahres herunter und sah immer wieder unauffällig auf die Uhr. Die Gäste aus Europa, hohe Tiere aus dem alternativen Energiesektor, wartete schon seit einer halben Stunde im Konferenzzimmer. So langsam wurde er wirklich unruhig.
Aber diese hübsche Blondine, die ihn seit Stunden mit undefinierbarem Gesichtsausdruck fixierte, machte keine Anstalten, sich mit seinen Ausführungen zufrieden zu geben. Da wollte es jemand ganz genau wissen. Vielleicht sollte es auch nur eine kleine Rache dafür sein, dass er bei ihrem Eintreten vorhin einen Augenblick zu lange auf diese fantastischen langen Beine gestarrt hatte. Was mussten diese hyperaktiven Karrieremäuschen aber auch alle mit viel zu engen und kurzen Röcken zu solchen Terminen erscheinen? Soviel zur hochgelobten Emanzipation. Der penetrante Duft eines süßlichen Parfums hing inzwischen wie eine schwere Wolke im Raum, ein Geruch nach Cocktailpartys und verschwitzten Bettlaken nach einer langen Nacht, der es zusätzlich erschwerte, sich nur auf seine Aufgabe zu konzentrieren.
Irgendwann ging ihm auch der Redestoff aus. Er erzählte diesem überstylten, schweigsamen Vamp schätzungsweise gerade zum vierten Mal dasselbe, was wollte sie eigentlich? So langsam bekam er den Verdacht, sie war gar nicht hier, um sich etwas über seine Arbeit anzuhören. Wäre gar nicht so abwegig gewesen. Immerhin hatte er nicht zu unterschätzende Macht in dieser Stadt, und seine dritte Scheidung war gerade das Tagesthema im Wirtschaftsblatt. Es wäre nicht das erste arbeitsscheue Häschen gewesen, das sich an seine Seite gesellte, um sich auf seine Kosten ein schönes Leben zu machen. Nicht dass er grundsätzlich etwas dagegen hatte. Solange die Gegenleistung stimmte, konnte man so ziemlich alles von ihm haben. Privat gesehen natürlich nur. Vielleicht konnte er diesem unerträglichen Tanz um glänzende Statistiken, die sowieso für sich sprachen, ja ganz einfach ein Ende bereiten. „Wenn ich fragen darf, Miss…“ Für einen kurzen, verzweifelten Moment befürchtete er, dass ihm wirklich nicht mehr einfallen würde, wie sich die Dame vorhin vorgestellt hatte, aber zum Glück war der etwas exotische Name am Ende doch hängen geblieben. „…Miss Katsopolis, was ist der Anlass für diese Kontrolle? Hat es Schwierigkeiten mit Kunden gegeben, die mir nicht zugetragen wurden? Ich versichere Ihnen, falls es…“
„Routine“, erwiderte eine verführerisch tiefe und rauchige Stimme kurz angebunden, mit einem seltsamen Lächeln, das durchaus charmant gewirkt hätte, wenn die Augen darüber nicht so eiskalt und berechnend gewesen wären. „In den letzten Jahren hat es immer wieder Übergriffe durch Mutanten auf öffentliche Versorgungsstätten gegeben. Wir befürchten terroristische Angriffe wie bei Liberty Island. Gerade jetzt, wo Lehnsherr wieder in Freiheit ist.“
„Magneto? Ich bitte Sie.“ Harold wehrte mit einer wegwerfenden Handbewegung ab. „Ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, was dieser alte Mann mit seinen paar Freaks ausgerechnet mit einem E-Werk anfangen könnte…“ Mit leichtem Amüsement beobachtete er ein gereiztes Zucken um Rachels hübsche helle Augen. Da war es wohl jemand nicht gewöhnt, dass man ihr Konter gab. Nun, mit ihm hatte sie sich den falschen Mann ausgesucht, um Vorträge zu halten. Dafür war er schon viel zu lange in diesem Geschäft, und wenn man an seinem Stuhl sägen sollte, bekam er innerhalb von ein paar Wochen einen neuen Job. Kein Grund zur Beunruhigung also. „In meinem Haus hat es noch nie irgendwelche Probleme mit der Sicherheit gegeben. Jeder einzelne, der dieses Gebäude betritt und verlässt, wird ausführlich durchgecheckt. Wie ich eben schon aufgezeigt habe…“ Er kramte ein Informationsblatt aus seinem Schreibtisch, das Besucher über die Sicherheitskontrollen an den Eingängen aufklärte.
„…DNA-Scan, Sie hatten es erwähnt.“ Sein Gegenüber hatte nur einen kurzen Blick für den Folder übrig. „Großer Aufwand dafür, dass sie sich als einfachem Energielieferanten keine Bedeutung in den aktuellen politischen Geschehnissen zumessen.“
„Einfach trifft es wohl nicht ganz.“ Harold spürte, wie er Oberhand gewann, für einen Augenblick sah die Frau tatsächlich beeindruckt aus. Terroristische Angriffe, was auch immer… Wenn es wirklich nur darum ging, hatte er seine Arbeit jedenfalls im besten Licht präsentiert. Vielleicht konnte er sich ja jetzt wieder seinen eigentlichen Aufgaben zuwenden. Erst nachdem er die Telefonnummer von der Kleinen eingesteckt hatte, natürlich. „Wir müssen durchaus mit Übergriffen von außen rechnen, wenn auch nicht unbedingt von irgendwelchen fehlgeleiteten Menschen mit Genfehlern. Durch unsere vorteilhafte Lage in diesem Windsektor und unsere hoch entwickelten Technologien haben wir unsere Ressourcen in den letzten Jahren verdreifachen können. Unser Netz ist sämtlichen Orten der Stadt zugänglich. Dieses Werk ist so konzipiert, dass es auf Knopfdruck tagelang ganz New York allein mit Strom versorgen kann, sollte es einen Notfall geben. Es muss die höchsten Sicherheitsauflagen erfüllen.“
„Dann ist es höchste Zeit, dass Sie diese einführen, Simmons“, war die ruhige, aber sehr bestimmte Erwiderung seiner Vorgesetzten. „Sie scheinen sich in den letzten Jahren zu oft in ihren Labors verkrochen zu haben. Ein paar Scanner und Wachleute stellen kaum mehr als ein klappriges Gartentor dar, wenn Persönlichkeiten wie Anhänger der Bruderschaft der Mutanten beschließen sollten, sich Ihre Arbeit zunutze zu machen. Sie haben noch einiges zu lernen. Ich sehe, mein Besuch hier kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Stellen Sie mir einen Laptop zur Verfügung.
Aber bevor wir uns die Details ansehen, trinken Sie doch noch einen Kaffee mit mir.“
„Äh… ja… natürlich.“ Es gab nicht viele Leute, die Harold sprachlos machen konnten, aber jetzt brauchte er einen Moment, bis ihm eine Erwiderung einfiel. Soviel zu der Hoffnung, er könnte den Termin mit den Europäern noch irgendwie einhalten. Sicherheitsvorschriften. Hurricanes, Tsunamis, Brände, Erdbeben und jetzt auch noch Mutanten… Wovor sollte er sich als nächstes schützen? Vor der Apokalypse persönlich?
Resignierend griff er nach dem Telefonhörer. „Mandy? Sag den Schweden, sie müssen bis morgen Geduld haben. Organisier jemanden, der ihnen das Werk zeigt. Und bring uns Nachschub. Groß und schwarz.“ Das sollte anscheinend noch ein langer Nachmittag werden.
„Sie entschuldigen mich kurz.“ Rachel versöhnte ihn mit einem bezaubernden kleinen Lächeln für die Unannehmlichkeit. Vielleicht würde die unnütze Schulung ja nicht halb so langweilig werden wie gedacht, wenn diese laufende Verführung neben ihm sitzen würde… Rachel schulterte ihre Handtasche, erhob sich und sah sich mit hochgezogenen Augenbrauen um.
„Den Gang hinunter, zweite Tür links.“
Raven stieß zischend, erleichtert die Luft aus, als sie wenigstens für ein paar Minuten aus dem Dunstkreis dieses pummeligen Ekelpaktes eines Homo Sapiens kam. Es gab Jobs, bei denen man sich mental immer und immer wieder stumpf vorsagen musste, wofür man sie eigentlich machte, sonst hätte sie diesem sexistischen Vollidioten vermutlich schon längst mit bloßer Hand den Hals umgedreht. Leider brauchte sie den Kerl noch. So sehr es sie gereizt hätte, ihn zu beseitigen, seine Rolle einzunehmen, sodass Magneto seine Pläne hier in diesem Gebäude ungestört betreiben konnte, ihr fehlte schlicht die Zeit dazu. Es war an vielen Tagen schon schwierig genug, ihre Paraderolle als Senator Kelly zu spielen, ohne jemandem aufzufallen, weil sie weit weniger Zeit im Kongress verbrachte als es angemessen gewesen wäre. Vorerst brauchten sie diesen Simmons leider noch. Aber es würde ihr das größte Vergnügen zu bereiten, ihn endlich zum Schweigen zu bringen. Sie wusste jetzt, was sie wissen musste, bis sie zurückkommen würde, würde er hoffentlich auch den Zugang zum Netzwerk des E-Werks geöffnet haben. Dann konnte sie endlich mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen.
Sie warf einen kurzen Blick in eins der Büros, an denen sie auf dem Weg vorbeikam, betrat die Toilette gerade lange genug, um ihre körperliche Form in eine der Mitarbeiterinnen zu verwandeln und huschte dann so schnell und unauffällig wie möglich in die Kaffeeküche, wo ein rothaariges, offensichtlich völlig überfordertes Menschenmädchen mit fliegenden, zitternden Händen zwei Tassen befüllte. „Mandy? Einer von den Schweden verlangt nach dir.“
„Das hat mir noch gefehlt. Bring du Harold das Tablett. Du weißt doch, wie ungern er wartet. Hast doch sonst sowieso nichts zu tun, oder? Dachte ich mir. Beeil dich.“ Schimpfend und fluchend, ohne auch nur eine Antwort abzuwarten, eilte die junge Frau an ihr vorbei.
„Mit größtem Vergnügen.“ Raven kickte die Küchentür mit dem Absatz zu und griff nach einer mitgebrachten Tablettenpackung in ihrer Handtasche. Nach kurzem Überlegen löste sie drei statt der sonstigen zwei Schlafpillen in einer der Tassen auf. Es würde eine Wohltat sein, ihren redseligen Freund so schnell wie möglich verstummen zu hören.
„Das war aber nicht Sinn der Sache. Sie sind Gast hier. Wo ist denn meine Assistentin?“ Stirnrunzelnd sah Harold ihr entgegen, als sie das große Tablett mit Kaffee und Keksen selbst in sein Büro balancierte.
„Die Kleine hatte wohl wichtigere Aufgaben, das ist so in der Küche gestanden.“ Raven lächelte zuckersüß und reichte Simmons seinen gewünschten Koffeinnachschub. „Laptop?“
„Wir können an meinem arbeiten. Setzen Sie sich.“ Gönnerhaft tätschelte der Mann die Sitzfläche des Stuhls, den er mit kaum mehr als ein paar Zentimeter Abstand neben seinem platziert hatte, und tippte ein paar Daten in seinen Computer. Zugangsdaten, wie Raven zufrieden feststellte.
Sie erlaubte sich, die nächsten fünf Minuten ihre Ohren auf Durchzug zu schalten, wenn es nicht gerade um für ihre Aufgabe relevante Daten ging- eine Kunst, die man perfektionierte, wenn man mit einer überdimensionierten Kröte und einem hormongesteuerten Neandertaler in einem Team leben musste. Mit spitzen Fingern schob sie Harolds Stuhl zur Seite, als der Kerl endlich eingenickt war, und las sich in das geradezu lächerlich simple Hauptprogramm des Werks ein. Rasch setzte sie noch ihr Headset auf, um ihren Boss über ihre Fortschritte zu informieren. Mit einem kurzen Tastendruck verband ihr Kommunikator sie mit dem von Erik. „Ich bin im Netzwerk.“
‚Beeil dich‘, war die ungewöhnlich ruppige Antwort. Schwierigkeiten, Raven hörte es sofort an der unruhigen Nuance in Eriks Stimme.
Einmal mehr verfluchte sie, dass sie soviel Zeit in diesem geschmacklosen, mit Kitsch vollgestopften Büro hatte vertrödeln müssen. „Was ist passiert?“
‚Toad braucht deine Hilfe. Wir haben Späher im System.‘
„Xavier.“ Mystique biss hart die Zähne zusammen, um nicht einen sehr unfreundlichen Kommentar über ihre Lieblingsfeinde, die X-Men loszuwerden, für die Erik bekanntlich um einiges mehr als sie übrig hatte. Jetzt gingen diese Plagen zu weit. Sie wollten Zugriff auf das Computersystem der Bruderschaft? Nun, Raven würde ihnen mit Freuden zeigen, was passierte, wenn man sich in fremde Angelegenheiten einmischen. Da gab es so einige technische Spielereien in Xaviers Haus, die man gegen die Bewohner verwenden konnte… Mit dem Gedanken hatte sie schon bei Liberty Island gespielt, als sie sich das erste Mal in Westchester umgesehen hatte. Und diesmal würde sie nicht zögern. Man konnte soviele schöne Dinge anstellen, wenn man sich erst über einen Trojaner in fremden System befand… Ein außer Kontrolle geratenes Danger Room-Setting zum Beispiel… Eine Selbstschussanlage, die nicht mehr so wollte, wie sie sollte… Oder wie wäre es mit einem Fehler in den Lüftungssystemen gewesen? Ein sadistisches Grinsen glitt über Ravens Gesicht. Sie würde Magneto schon klar machen, dass sie diese Nervensägen diesmal nicht mit Samthandschuhen anfassen durften. Wenn diese es tatsächlich schaffen würden, an die gesammelten Daten der Bruderschaft zu kommen- an die Daten für die Mutationswaffe… Dann war alles verloren, wofür sie in den letzten Jahren gearbeitet hatten. Das würde sie nicht zulassen. „Ich komme so schnell wie möglich. Toad soll nichts anfassen.“
Mühsam lenkte Raven ihre Gedanken von dieser besorgniserregenden Neuigkeit wieder auf ihre jetzige Aufgabe. Noch konnte Magneto nicht die Kontrolle über dieses Werk übernehmen, dafür fehlten ihr die Möglichkeiten, aber sie konnten hier inzwischen schon mal einige… Modifikationen vornehmen. Dafür brauchte sie nur ihre eigenen Daten in einem Personalakt des E-Werks anlegen, die von Erik, Victor und Toad, und der Vollständigkeit halber auch von ihrem jüngsten Teamzuwachs, Avery, obwohl sie bezweifelte, dass der großes Interesse daran haben würde, im Keller des Elektrizitätswerks Handwerkerarbeiten zu verrichten. Dieser Junge war stinkend faul. Aber man konnte ja nie wissen. Raven nahm die Gestalten ihrer Teammitglieder an, nach der Reihe, um mit Hilfe des Scanners an der Tür Fingerabdrücke und Retinadaten von allen zu erfassen, damit war es das mit den sogenannten Sicherheitsauflagen hier drin auch schon gewesen, und sie konnte sich aus dem Staub machen. Weitere Vorbereitungen für die große Offensive abgeschlossen. Nur noch ein wenig Planung, ein wenig technische Spielerei und ein paar letzte Tests… Dann konnte es losgehen. Sie waren ihrem Zeitplan zur Abwechslung einmal sogar voraus.
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