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Chapter 1
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Times|Arial|Helvetica
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| von dracosprincess erstellt: 31.12.2008 letztes Update: 17.06.2009 Humor / P16 Slash | 165 Reviews |
Hey!
Schön, dass ihr euch hier eingefunden habt.
Das ist eine richtige Premiere. Das ist die erste Geschichte die ich poste und gleichzeitig auch die erste Übersetzung (selbstverständlich autorisiert). Diese wunderbar humorvolle Story entstammt der Feder von ana-chan86. (Thanks for your permission again. :-)) und ist hier-> http://www.fanfiction.net/s/3248762/1/Hes_a_WHATr in der englischen Originalfassung zu finden. In dieser Sory wird nicht mit Zitronen geworfen, aber ich hab mich beim ersten lesen trotzdem sofort verliebt. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir nach dem lesen ein klitzekleines Review hinterlassen würdet, damit ich weiß, wie die Story hier ankommt.
Lg,
princesssssss
xXx
(Original-) Titel: He's a WHAT?
(Übersetzungs-) Titel: Warum kann er kein Veela sein?
Timeline: die Story spielt zur Zeit des 7. Schuljahres in Hogwarts (Bücher 1-4 werden berücksichtigt.)
Disclaimer: Mir, genausowenig wie ana-chan, gehören weder Orte noch Charaktere. Die entstammen der Feder J.K. Rowlings und ich verdiene hiermit kein Geld (ana-chan übrigens auch nicht).
Rating: M (Ich hab mich da an die Einstufung von ana-chan gehalten, meldet euch, wenn ihr was dran auszusetzen habt.)
Warnings: Slash...m/m....auch language
Pairings: HP/DM RW/HG SB/SS RL/NT
Summary: Er hätte alles sein können. Ein Kobold. Ein Ork. Ein Bergtroll. Hölle, er hätte sogar der König der Zwerge sein können. Das alles wäre Harry egal gewesen. Aber NEIN. Von all den magischen Kreaturen musste Draco Malfoy unbedingt der Vampir sein.
Kapitel: 1/18
Uploads: Das weiß ich noch nicht genau, aber ich versuche jede Woche zu posten. Ich übersetze zwar fleißig, aber es kommen eben auch immer wieder Fragen und Probleme auf. Ana-chan antwortet immer sehr schnell, aber manchmal löst die Antwort nicht das Problem.
Beta: Ich habe leider keine/n. :-( Wenn jemand Interesse hat, kann er/sie sich gerne melden. Ich würde mich freuen..
->Fehler: Wer welche findet, darf sie herauskopieren, vergrößern und an die Wand hängen. Nein. Im Ernst. Ich bemühe mich sehr, auf Rechtschreibung und Grammatik zu achten, aber manchmal rutscht halt mal was durch. Errare humanum est.
Sonstiges: Ich bin nur die Übersetzerin, die nebenbei gesagt relativ frei übersetzt, und habe so gut wie nix zu melden. Anmerkungen von mir findet ihr meist am Ende des Kapitels. So, jetz gehts los!
oOo
He’s a WHAT?
-Warum kann er kein Veela sein?-
Chapter 1
„Ein Vampir. Du weißt schon. Nosferatu. Von mir aus auch Blutegel…, “ wiederholte Hermine geduldig.
Ron stütze sein Kinn in die rechte Hand, gab vor zu denken. „Gut, er ist ein Egel, wir sollten vielleicht einfach den Teil mit dem Blut weglassen…“
„Aber- woher willst du das wissen, Mine?“, fragte ein verwirrter Harry, während Ron die schmerzende Stelle an seinem Kopf rieb, die Hermine mit ihrem Schlag getroffen hatte.
„Weißt du, ich kann denken, Harry. Abgesehen davon, weiß jeder das ich alles weiß!“, antwortete sie spitz.
„Aber- das muss ein Irrtum sein!“, beharrte der Junge-der-lebt, während Hermine Ron abwesend eine Kopfnuss verpasste; für den weniger freundlichen Kommentar über ihr monströses Gehirn.
„Aber- Ich meine- hast du ihn dir noch nicht angesehen? Er ist eine verdammte Blondine-“
„Ich wusste nicht, dass du solche Vorurteile hast, Mann“, äußerte sich Ron.
„-und er hat graue Augen, verdammt noch mal!“
Hermine betrachtete ihn misstrauisch.
„Harry…Hast du bemerkt, dass du jeden Satz mit ‚aber‘ begonnen hast?“ Sie machte eine kurze Pause, bevor sie todernst fragte: „Bist du sexuell frustriert?
Ron gab einen komischen Laut von sich. Wann war seine unschuldige, bücherwurmige Freundin zu einem Sexualratgeber für Schwule geworden? Ehm, vielleicht als sie diesen Bereich in der Bibliothek in Angriff genommen hat. Wie auch immer.
„Ha, verdammt, ha, Hermine“, Harry beschloss die Frage zu ignorieren, wo seine braunhaarige Freundin diese Art von Wissen her hatte. Hölle, er war sich noch nicht mal sicher, ob er wissen wollte warum. Armes, armes Ronnielein. Er wollte nicht wissen, was seinen Freund noch erwarten würde.
Harry seufzte.
Ron würde Liebe wohl noch nicht mal erkennen, wenn sie ihn in den Arsch biss, also würde Hermine…
Eh…
Memo an mich selbst: Niemals ‚Ron‘, ‚Mine‘ und ‚in den Arsch beißen‘ in einem Satz erwähnen. Nie!
Wirklich, er mochte seine beiden besten Freunde, aber er brauchte diese mentalen Bilder nicht als Seelenterror. Igitt. Das war einfach… Igitt.
Harry entschied sich zum eigentlichen Thema zurückzukehren.
„Leute! Ich bin nicht frustriert und sexuell schon gar nicht“, seufzte er, „Was ich meine ist, dass er einfach nicht dieser dunkle Typ-“
„Nun, es kommt auf die Art an, wie du den Begriff ‚Dunkel‘ auslegst, nicht?“, begann Hermine.
Ron runzelte die Stirn. „Alter, so sehr es mich schmerzt, das zu sagen, aber dieser Typ ist der Eisprinz von Slytherin und er hat leider eben doch diesen ‚Ich bin so böse kriecht vor mir im Dreck-Ruf und alles was dazu gehört.“
Die Laune des Jungen-der-lebt-um-Du-weißt-schon-wem-in-den-Arsch-zu-treten sank minütlich gegen null.
„Aber- Ich meine- oh Shit! Denkt doch einfach mal logisch! Wie, bei Hades, sollst du ein Vampir sein, wenn du aussiehst wie ein verdammter Elf? Okay, bis auf die spitzen Ohren und das verträumte Aussehen“, fügte er nachdenklich dazu. „Die Geschichte passt einfach nicht zusammen! Wenn Draco Schau-mich-an-und-fahr-zur-Hölle Malfoy schon irgendwas sein muss, dann ein Veela, VEE-LA, kein verdammter Vampir!“
„Harry“, ermahnte Hermine.
„Er kann kein Vampir sein, er ist doch nur-“
„Harry“, sagte Ron beunruhigt.
„Ich kann nicht glauben, dass dieser Verrückte-“
„HARRY!“, brüllten Ron und Hermine zusammen.
„Was?“, schnappte der.
„Du…du bist doch nicht zufällig…“, begann Hermine langsam.
„Also…irgendwie klingst du absolut…“, Ron hatte ebenso begonnen.
„…eifersüchtig“, endeten sie gemeinsam und mit dem gleichen entsetzten Gesichtsausdruck.
xXx
Nun war es offiziell. Harry Potter war richtig angepisst.
Wie konnten sie nur denken das- das-
AW! Er wollte am liebsten zum See gehen und wie ein Bekloppter losbrüllen. Er könnte natürlich auch den Malfoyerben hin schleifen und darin ertränken. Er dachte ein paar Minuten darüber nach. Das würde bestimmt helfen.
Die Tatsache, die ihn jedoch am wütendsten machte, war, dass seine besten Freunde dachten, er, Harry Potter, sei ei-fer-süch-tig auf Malfoy.
Hölle, schon ihre Namen stellten den perfekten sprichwörtlichen ‚schlauen Blödmann‘ * dar.
Wo wir gerade über Blödmänner reden…
Dieser unerträgliche Blödmann sollte ihm mal beweisen, dass auf seinem Gesicht kein höhnisches Lächeln klebte.
Satan würde augenblicklich Schneemänner in der Hölle bauen, an dem Tag, an dem Draco Malfoy überhaupt mal richtig lächeln würde.
Der Schwachkopf dachte, die ganze Welt würde ihm etwas schulden, weil er sich dazu herabgelassen hatte, geboren zu werden.
AAAAHW! Harry brauchte jetzt wirklich etwas, was er zerstören konnte.
Nicht, das er das nicht schon getan hätte…
xXx
Einige Stunden früher…
In der Großen Halle herrschte reges Treiben; die Erstklässler waren etwas schwerer voneinander zu trennen gewesen, als die Letzt-Semester, gruben sich aber nun bis zu den Ohren im Festmahl der Hauselfen ein.
Der Direktor saß vollkommen zufrieden am Lehrertisch -man meinte, er wollte sich die Augen wund zwinkern- und Snape sah aus, als würde er die glücklich lärmenden Erstsemester gleich ins nächste Jahrhundert hexen. Um wenigstens irgendetwas an dieser Situation zu ändern. Flitwick und McGonagall waren in eine Diskussion über die richtige Aussprache einiger unklarer Sprüche vertieft – „Ich versichere dir, Minerva, wenn du das zweite ‚i‘ zu sehr betonst wirst du als Göttin einer Horde verrückt gewordener Ghoule enden.“ „Nein, nein! Das meine ich nicht. Was ich sagen will, ist, dass du den Spruch langsamer sprechen musst, damit er länger wirkt…“ – Hagrid dachte über Madame Maxine nach, seit er versucht hatte, sein rechtes Ohr zu füttern und Remus Lupin war als VgdDK-Lehrer zurückgekehrt.
Die Slytherins waren bereits dabei einen Racheplan gegen einen bestimmten ‚Retter des Lichts‘ zu entwickeln. Es war ihnen egal, dass sie während des Krieges auf der gleichen Seite gekämpft hatten, Gryffindorks würden immer Gryffindorks bleiben.
Die Ravenclaws waren nicht mehr zu sehen, sie hatten sich hinter einer Mauer von Büchern verbarrikadiert.
Die Hufflepuffs redeten über das nächste Hogsmeade-Wochenende – „Und dann werde ich vor ihr niederknien und mein Gedicht lesen.“ „Ach du meine Güte! Meinst du nicht das das etwas zu schnell geht?“ – und die Gryffindors…
Nun, unsere lieben Gryffindors hatten mit einem sehr wütenden Harry Potter zu kämpfen, der wirklich, wirklich geschockt von den Neuigkeiten, dass sein bester schlimmster Feind- jetzt, da der andere etwas…sagen wir…tot war- es gewagt hatte, ein Vampir zu sein. Das war so unfair! Hatte er schon erwähnt, dass das nicht möglich war? Das war aber nicht der springende Punkt. Die größten Schwierigkeiten sich unter Kontrolle zu halten, hatte er gehabt, als seine beiden besten Freunde diese lächerliche, absurde Idee geäußert hatten. Er sollte auf Malfoy eifersüchtig sein, weil der ein Vampir war! –Bei aller Liebe!
Es war einfach zu viel auf einmal gewesen.
Und zu sagen, einige Dinge auf dem Gryffindor-Tisch hätten den Tobsuchtsanfall von Harry überlebt, wäre wohl die Untertreibung des Jahrhunderts.
Während Dumbledore einen kleinen ‚Reparo‘ sprach, machte er sich eine gedankliche Notiz: Niemals diesen reizbaren Teenager in die Nähe meines geheimen Zitronendropsverstecks lassen. Es wären wirklich zu viele zum aufsammeln. Und wir wollen sie doch nicht verschwenden, oder?
xXx
Harry stampfte den Korridor zum Gryffindorturm hinunter. Er war aus der Großen Halle gestürmt ohne sich einmal das Chaos anzusehen, das er veranstaltet hatte. Er hatte entschieden, dass genug genug war. Zur Hölle mit dem Essen und der Feier, er hatte keine Lust mehr, diese Unterstellung zu tolerieren.
Das waren die Gedanken des Großen Harry Potter, als er den Grund seiner Eifersu- eh- seines Wutausbruchs auf sich zukommen sah.
Draco Malfoy lief wirklich, begleitet von Blaise Zabini, geradewegs auf ihn zu. Crabbe und Goyle waren wirklich nett, aber Draco hatte Angst davor, dass es schädlich sein könnte, wenn man zu viel Zeit mit Leuten verbrachte, deren Leben vom nächsten Dessert abhing. Blaise hatte die Vermutung, dass dieses Syndrom in irgendeiner Weise mit dem Tick von Pansy verwandt war, nachdem man alles kaufen musste, was auch nur annähernd pink, flauschig und/oder mit Pailletten bestickt war. „Es muss eine Gemeinsamkeit geben“, hatte er geschlussfolgert.
Als der Malfoyspross den Retter der feigen magischen Welt- wie konnten diese Leute nur denken, dass ein einfacher Junge ihre bedauernswerten Ärsche retten würde?- im Gang sah, wusste er bereits, dass es schon zu spät war, sich einen geeigneten Zufluchtsort zu suchen.
Nicht das er Angst vor seiner Nemesis hatte. Er war eher angenervt von der Tatsache, welche Richtung seine Beziehung zu dem Gryffindor nahm. Nach allem, was sie durchgemacht hatten – fünf Jahre Hass und der Krieg gegen den Dunkelsten – und Hässlichsten- Lord aller Zeiten- hatte Harry vom leidenschaftlichen Hass einfach zu abgestumpfter Gleichgültigkeit umgeschaltet. Draco seufzte innerlich und kam in die Realität zurück, als Blaise ihm seinen Ellbogen zwischen die Rippen hieb. Was sollte schon passieren? Potter würde ihn noch nicht einmal bemerken.
Draco war gerade dabei seine Unterhaltung mit Blaise über die Quidditch-Auswahlspiele fortzusetzen, als er Harrys wütenden Blick auf sich spürte. Was war denn jetzt los?
Mit wenigen schnellen Schritten war Harry bei den Slytherins, stoppte allerdings nicht, als er Draco bissig fragte:
„Du konntest nicht einfach ein Veela sein, oder?“
Draco blinzelte einmal. Zweimal. Er wollte etwas entgegnen, aber Harry war schon laut stampfend um die nächste Ecke verschwunden. So laut, dass die Bilder an der Wand wackelten.
„Was ist denn mit dem los? Hat der seine Tage oder was?“, fragte Blaise, gelangweilt. Draco zuckte die Achseln, konnte aber auch nicht aufhören sich zu fragen, was das eben gewesen war.
Jeder wusste, das Draco ein Vampir war. Nun, das war auch nicht weiter verwunderlich, da er sich nicht bemüht hatte, die Veränderungen die er an seinem 16. Geburtstag durchlaufen hatte, vor der Schule geheim zu halten. Dass er gerne mal seine Zähne entblößte um sich nervende Mitschüler vom Leib zu halten, war wohl die beste Erklärung von allen. Warum also sah Potter nun so aus, als hätte er es eben erst erfahren?
Die beiden Slytherins setzten ihren Weg zur Großen Halle fort. Der eine murmelte irgendetwas das sich stark nach ‚launische‘ und ‚verdammte Gryffindorks‘ anhörte, während der andere sich fragte, ob er diesen ‚Veela-Kommentar‘ nun als Kompliment nehmen sollte oder nicht. Um was ging es hier überhaupt?
xXx
Harry schmollte sicherlich nicht in den Gryffindor-Schlafsälen, herzlichen Dank auch. Er wollte seine Freunde nur nicht mit seiner Anwesenheit ‚beglücken‘, weil es in letzter Zeit wirklich so aussah, als wollten sie ihn beleidigen. Nun lag er auf seinem Bett, die Vorhänge geschlossen.
Malfoy anzuschnauzen hatte ihm geholfen, sich zu beruhigen. Aber dennoch. Wie konnte er ihm das nur antun? Sie waren schon so lange verfeindet, wie konnte Harry so eine wichtige Information über Malfoy übersehen? Allerdings würde er das niemals jemandem sagen. Nein. Nur über seine Leiche. Es ist eine Sache, der Retter der verdammten Zauberergemeinschaft zu sein, aber eine andere, geheime Träume und Wünsche zu haben.
Wie ein Vampir sein zu wollen.
Harry würde sich immer an die letzen Monate vor dem Krieg erinnern, in denen er durch das Land zog, wie es von ihm erwartet worden war. Und wie sehr er sich danach sehnte gegenüber niemandem irgendwelche Verantwortung tragen zu müssen. Er hatte schließlich nie danach gefragt. Besonders nicht nach einer hässlichen Narbe, hinterlassen von einem Psychopathen, der mehr oder weniger sein ganzes restliches Leben beeinflussen würde.
Aaach. Manchmal konnte er einfach nicht anders als sich mit diesem armen Jungen aus dem Muggelbuch zu vergleichen, der einen verdammten Ring auf Kosten seines eigenen Lebens tragen musste. Eine Bürde, nach der er nie gefragt hatte.
Nun, dass der große böse Voldie jetzt Party mit Hades‘ Höllenhunden machte, war wirklich eine Erleichterung.
Als Kind war er bei den Dursleys über ein Buch über Vampire gestolpert. Natürlich, es war alles aus der Sicht der Muggel geschrieben; eine vereinfachte Version der Realität. Nichtsdestotrotz, konnte Harry sich ganz genau erinnern, wie er sich immer gewünscht hatte, einfach in den Schatten zu verschwinden, Dudley dank seiner unmenschlichen Geschwindigkeit zu entkommen und ihn mithilfe seiner gebleckten, spitzen Zähne so sehr zu erschrecken, dass dieser sich vor Angst in die Hose machen würde. Sicher, er hätte sich mit Blut versorgen müssen, um leben zu können, aber der einfache Traum ein Vampir zu sein, war die perfekte Vorstellung von Freiheit für das eingesperrte Kind gewesen.
Harry seufzte zum x-ten Mal. Er sollte einfach nicht mehr darüber nachdenken.
Nach dem Ende des Krieges wurden die Morde an Lily und James Potter aufgeklärt und Sirius wurde freigesprochen. Endlich konnte Harry zu seinem Paten ziehen.
Pettigrew hatte den Preis für seine üblen Aktionen gezahlt; ein Dementor hatte sich kurz vor dem Ende des Kampfes das Recht herausgenommen ihn abzuknutschen.
Bellatrix Lestrange hatte man zuletzt in einer Psychiatrischen Klinik mit ihren Häschen-Hausschuhen reden hören: einer ihrer Flüche war zurückgeprallt und hatte sie getroffen.
Und Lucius Malfoy? Der war von einer extrem wütenden Furie namens Narcissa Malfoy aus seinem eigenen Haus geworfen worden, nachdem sie herausgefunden hatte, dass er, trotz seiner Beteuerungen nichts damit zu tun zu haben, vor diesem schlangengesichtigen Psycho im Dreck gekrochen war. Er, ein Malfoy. Die Auroren, die gekommen waren um ihn abzuholen, bevor ihn die Justiz fand, entdeckten ihn schluchzend und schniefend wie ein kleines Kind auf der obersten Treppenstufe vor der geschlossenen Haustür zu Malfoy Manor. Seine Jetzt-Ex-Frau hatte ihn mit einem Verjüngungs-Zauber verflucht um das ‚launenhafte Kleinkind, dass er sein ganzes Erwachsenenleben gewesen war, zu bestrafen“.
Ja, Harrys Leben war definitiv besser geworden. Warum also hatte er immer noch den blöden Traum ein Vampir zu sein? Harry seufzte unbewusst. Er wusste warum. Irgendetwas fehlte ihm. Wie eine Angewohnheit, die er gehabt und die er jetzt aufgegeben hatte. Es schien irgendetwas Wichtiges zu sein, aber er konnte nicht genau sagen was.
Wie auch immer. Was verloren war, war verloren. Er sollte jetzt sowieso lieber schlafen gehen. Morgen würde der erste Schultag seines siebten und letzten Schuljahres in Hogwarts sein und er hatte Sirius versprochen, es so sehr wie möglich zu genießen.
Und genau das würde er tun.
oOo
* Da hatte ich ganz schöne Probleme mit der Übersetzung, weil das von ana-chan als Wortwitz gedacht war.
Die englischen Sätze heißen: ''Hell, their very names were an oxymoron.
Talking about morons...'' (Ein Oxymoron bezeichnet Wortzusammenstellungen wie 'leiser Schrei' oder 'lautes Flüstern'; es sind eigentlich Gegensätze.)
Die deutsche Übersetzung wäre: ''Hölle, schon ihre Namen bildeten ein Oxymoron. Wo wir gerade über Idioten reden.'' Da geht also der Witz 'OxyMoron-moron' verloren...
Deswegen habe ich mir die Freiheit genommen, das etwas abzuändern. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das. Wenn jemand eine bessere Idee hat, bitte melden!
Okee, das war das erste Pitel und das zweite folgt hoffentlich in einer Woche. Wär lieb wenn ihr mir ein paar Sätze hinterlasst.
Danke fürs Lesen.
Lg, princessssss :-)
Schön, dass ihr euch hier eingefunden habt.
Das ist eine richtige Premiere. Das ist die erste Geschichte die ich poste und gleichzeitig auch die erste Übersetzung (selbstverständlich autorisiert). Diese wunderbar humorvolle Story entstammt der Feder von ana-chan86. (Thanks for your permission again. :-)) und ist hier-> http://www.fanfiction.net/s/3248762/1/Hes_a_WHATr in der englischen Originalfassung zu finden. In dieser Sory wird nicht mit Zitronen geworfen, aber ich hab mich beim ersten lesen trotzdem sofort verliebt. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir nach dem lesen ein klitzekleines Review hinterlassen würdet, damit ich weiß, wie die Story hier ankommt.
Lg,
princesssssss
xXx
(Original-) Titel: He's a WHAT?
(Übersetzungs-) Titel: Warum kann er kein Veela sein?
Timeline: die Story spielt zur Zeit des 7. Schuljahres in Hogwarts (Bücher 1-4 werden berücksichtigt.)
Disclaimer: Mir, genausowenig wie ana-chan, gehören weder Orte noch Charaktere. Die entstammen der Feder J.K. Rowlings und ich verdiene hiermit kein Geld (ana-chan übrigens auch nicht).
Rating: M (Ich hab mich da an die Einstufung von ana-chan gehalten, meldet euch, wenn ihr was dran auszusetzen habt.)
Warnings: Slash...m/m....auch language
Pairings: HP/DM RW/HG SB/SS RL/NT
Summary: Er hätte alles sein können. Ein Kobold. Ein Ork. Ein Bergtroll. Hölle, er hätte sogar der König der Zwerge sein können. Das alles wäre Harry egal gewesen. Aber NEIN. Von all den magischen Kreaturen musste Draco Malfoy unbedingt der Vampir sein.
Kapitel: 1/18
Uploads: Das weiß ich noch nicht genau, aber ich versuche jede Woche zu posten. Ich übersetze zwar fleißig, aber es kommen eben auch immer wieder Fragen und Probleme auf. Ana-chan antwortet immer sehr schnell, aber manchmal löst die Antwort nicht das Problem.
Beta: Ich habe leider keine/n. :-( Wenn jemand Interesse hat, kann er/sie sich gerne melden. Ich würde mich freuen..
->Fehler: Wer welche findet, darf sie herauskopieren, vergrößern und an die Wand hängen. Nein. Im Ernst. Ich bemühe mich sehr, auf Rechtschreibung und Grammatik zu achten, aber manchmal rutscht halt mal was durch. Errare humanum est.
Sonstiges: Ich bin nur die Übersetzerin, die nebenbei gesagt relativ frei übersetzt, und habe so gut wie nix zu melden. Anmerkungen von mir findet ihr meist am Ende des Kapitels. So, jetz gehts los!
oOo
He’s a WHAT?
-Warum kann er kein Veela sein?-
Chapter 1
„Ein Vampir. Du weißt schon. Nosferatu. Von mir aus auch Blutegel…, “ wiederholte Hermine geduldig.
Ron stütze sein Kinn in die rechte Hand, gab vor zu denken. „Gut, er ist ein Egel, wir sollten vielleicht einfach den Teil mit dem Blut weglassen…“
„Aber- woher willst du das wissen, Mine?“, fragte ein verwirrter Harry, während Ron die schmerzende Stelle an seinem Kopf rieb, die Hermine mit ihrem Schlag getroffen hatte.
„Weißt du, ich kann denken, Harry. Abgesehen davon, weiß jeder das ich alles weiß!“, antwortete sie spitz.
„Aber- das muss ein Irrtum sein!“, beharrte der Junge-der-lebt, während Hermine Ron abwesend eine Kopfnuss verpasste; für den weniger freundlichen Kommentar über ihr monströses Gehirn.
„Aber- Ich meine- hast du ihn dir noch nicht angesehen? Er ist eine verdammte Blondine-“
„Ich wusste nicht, dass du solche Vorurteile hast, Mann“, äußerte sich Ron.
„-und er hat graue Augen, verdammt noch mal!“
Hermine betrachtete ihn misstrauisch.
„Harry…Hast du bemerkt, dass du jeden Satz mit ‚aber‘ begonnen hast?“ Sie machte eine kurze Pause, bevor sie todernst fragte: „Bist du sexuell frustriert?
Ron gab einen komischen Laut von sich. Wann war seine unschuldige, bücherwurmige Freundin zu einem Sexualratgeber für Schwule geworden? Ehm, vielleicht als sie diesen Bereich in der Bibliothek in Angriff genommen hat. Wie auch immer.
„Ha, verdammt, ha, Hermine“, Harry beschloss die Frage zu ignorieren, wo seine braunhaarige Freundin diese Art von Wissen her hatte. Hölle, er war sich noch nicht mal sicher, ob er wissen wollte warum. Armes, armes Ronnielein. Er wollte nicht wissen, was seinen Freund noch erwarten würde.
Harry seufzte.
Ron würde Liebe wohl noch nicht mal erkennen, wenn sie ihn in den Arsch biss, also würde Hermine…
Eh…
Memo an mich selbst: Niemals ‚Ron‘, ‚Mine‘ und ‚in den Arsch beißen‘ in einem Satz erwähnen. Nie!
Wirklich, er mochte seine beiden besten Freunde, aber er brauchte diese mentalen Bilder nicht als Seelenterror. Igitt. Das war einfach… Igitt.
Harry entschied sich zum eigentlichen Thema zurückzukehren.
„Leute! Ich bin nicht frustriert und sexuell schon gar nicht“, seufzte er, „Was ich meine ist, dass er einfach nicht dieser dunkle Typ-“
„Nun, es kommt auf die Art an, wie du den Begriff ‚Dunkel‘ auslegst, nicht?“, begann Hermine.
Ron runzelte die Stirn. „Alter, so sehr es mich schmerzt, das zu sagen, aber dieser Typ ist der Eisprinz von Slytherin und er hat leider eben doch diesen ‚Ich bin so böse kriecht vor mir im Dreck-Ruf und alles was dazu gehört.“
Die Laune des Jungen-der-lebt-um-Du-weißt-schon-wem-in-den-Arsch-zu-treten sank minütlich gegen null.
„Aber- Ich meine- oh Shit! Denkt doch einfach mal logisch! Wie, bei Hades, sollst du ein Vampir sein, wenn du aussiehst wie ein verdammter Elf? Okay, bis auf die spitzen Ohren und das verträumte Aussehen“, fügte er nachdenklich dazu. „Die Geschichte passt einfach nicht zusammen! Wenn Draco Schau-mich-an-und-fahr-zur-Hölle Malfoy schon irgendwas sein muss, dann ein Veela, VEE-LA, kein verdammter Vampir!“
„Harry“, ermahnte Hermine.
„Er kann kein Vampir sein, er ist doch nur-“
„Harry“, sagte Ron beunruhigt.
„Ich kann nicht glauben, dass dieser Verrückte-“
„HARRY!“, brüllten Ron und Hermine zusammen.
„Was?“, schnappte der.
„Du…du bist doch nicht zufällig…“, begann Hermine langsam.
„Also…irgendwie klingst du absolut…“, Ron hatte ebenso begonnen.
„…eifersüchtig“, endeten sie gemeinsam und mit dem gleichen entsetzten Gesichtsausdruck.
xXx
Nun war es offiziell. Harry Potter war richtig angepisst.
Wie konnten sie nur denken das- das-
AW! Er wollte am liebsten zum See gehen und wie ein Bekloppter losbrüllen. Er könnte natürlich auch den Malfoyerben hin schleifen und darin ertränken. Er dachte ein paar Minuten darüber nach. Das würde bestimmt helfen.
Die Tatsache, die ihn jedoch am wütendsten machte, war, dass seine besten Freunde dachten, er, Harry Potter, sei ei-fer-süch-tig auf Malfoy.
Hölle, schon ihre Namen stellten den perfekten sprichwörtlichen ‚schlauen Blödmann‘ * dar.
Wo wir gerade über Blödmänner reden…
Dieser unerträgliche Blödmann sollte ihm mal beweisen, dass auf seinem Gesicht kein höhnisches Lächeln klebte.
Satan würde augenblicklich Schneemänner in der Hölle bauen, an dem Tag, an dem Draco Malfoy überhaupt mal richtig lächeln würde.
Der Schwachkopf dachte, die ganze Welt würde ihm etwas schulden, weil er sich dazu herabgelassen hatte, geboren zu werden.
AAAAHW! Harry brauchte jetzt wirklich etwas, was er zerstören konnte.
Nicht, das er das nicht schon getan hätte…
xXx
Einige Stunden früher…
In der Großen Halle herrschte reges Treiben; die Erstklässler waren etwas schwerer voneinander zu trennen gewesen, als die Letzt-Semester, gruben sich aber nun bis zu den Ohren im Festmahl der Hauselfen ein.
Der Direktor saß vollkommen zufrieden am Lehrertisch -man meinte, er wollte sich die Augen wund zwinkern- und Snape sah aus, als würde er die glücklich lärmenden Erstsemester gleich ins nächste Jahrhundert hexen. Um wenigstens irgendetwas an dieser Situation zu ändern. Flitwick und McGonagall waren in eine Diskussion über die richtige Aussprache einiger unklarer Sprüche vertieft – „Ich versichere dir, Minerva, wenn du das zweite ‚i‘ zu sehr betonst wirst du als Göttin einer Horde verrückt gewordener Ghoule enden.“ „Nein, nein! Das meine ich nicht. Was ich sagen will, ist, dass du den Spruch langsamer sprechen musst, damit er länger wirkt…“ – Hagrid dachte über Madame Maxine nach, seit er versucht hatte, sein rechtes Ohr zu füttern und Remus Lupin war als VgdDK-Lehrer zurückgekehrt.
Die Slytherins waren bereits dabei einen Racheplan gegen einen bestimmten ‚Retter des Lichts‘ zu entwickeln. Es war ihnen egal, dass sie während des Krieges auf der gleichen Seite gekämpft hatten, Gryffindorks würden immer Gryffindorks bleiben.
Die Ravenclaws waren nicht mehr zu sehen, sie hatten sich hinter einer Mauer von Büchern verbarrikadiert.
Die Hufflepuffs redeten über das nächste Hogsmeade-Wochenende – „Und dann werde ich vor ihr niederknien und mein Gedicht lesen.“ „Ach du meine Güte! Meinst du nicht das das etwas zu schnell geht?“ – und die Gryffindors…
Nun, unsere lieben Gryffindors hatten mit einem sehr wütenden Harry Potter zu kämpfen, der wirklich, wirklich geschockt von den Neuigkeiten, dass sein bester schlimmster Feind- jetzt, da der andere etwas…sagen wir…tot war- es gewagt hatte, ein Vampir zu sein. Das war so unfair! Hatte er schon erwähnt, dass das nicht möglich war? Das war aber nicht der springende Punkt. Die größten Schwierigkeiten sich unter Kontrolle zu halten, hatte er gehabt, als seine beiden besten Freunde diese lächerliche, absurde Idee geäußert hatten. Er sollte auf Malfoy eifersüchtig sein, weil der ein Vampir war! –Bei aller Liebe!
Es war einfach zu viel auf einmal gewesen.
Und zu sagen, einige Dinge auf dem Gryffindor-Tisch hätten den Tobsuchtsanfall von Harry überlebt, wäre wohl die Untertreibung des Jahrhunderts.
Während Dumbledore einen kleinen ‚Reparo‘ sprach, machte er sich eine gedankliche Notiz: Niemals diesen reizbaren Teenager in die Nähe meines geheimen Zitronendropsverstecks lassen. Es wären wirklich zu viele zum aufsammeln. Und wir wollen sie doch nicht verschwenden, oder?
xXx
Harry stampfte den Korridor zum Gryffindorturm hinunter. Er war aus der Großen Halle gestürmt ohne sich einmal das Chaos anzusehen, das er veranstaltet hatte. Er hatte entschieden, dass genug genug war. Zur Hölle mit dem Essen und der Feier, er hatte keine Lust mehr, diese Unterstellung zu tolerieren.
Das waren die Gedanken des Großen Harry Potter, als er den Grund seiner Eifersu- eh- seines Wutausbruchs auf sich zukommen sah.
Draco Malfoy lief wirklich, begleitet von Blaise Zabini, geradewegs auf ihn zu. Crabbe und Goyle waren wirklich nett, aber Draco hatte Angst davor, dass es schädlich sein könnte, wenn man zu viel Zeit mit Leuten verbrachte, deren Leben vom nächsten Dessert abhing. Blaise hatte die Vermutung, dass dieses Syndrom in irgendeiner Weise mit dem Tick von Pansy verwandt war, nachdem man alles kaufen musste, was auch nur annähernd pink, flauschig und/oder mit Pailletten bestickt war. „Es muss eine Gemeinsamkeit geben“, hatte er geschlussfolgert.
Als der Malfoyspross den Retter der feigen magischen Welt- wie konnten diese Leute nur denken, dass ein einfacher Junge ihre bedauernswerten Ärsche retten würde?- im Gang sah, wusste er bereits, dass es schon zu spät war, sich einen geeigneten Zufluchtsort zu suchen.
Nicht das er Angst vor seiner Nemesis hatte. Er war eher angenervt von der Tatsache, welche Richtung seine Beziehung zu dem Gryffindor nahm. Nach allem, was sie durchgemacht hatten – fünf Jahre Hass und der Krieg gegen den Dunkelsten – und Hässlichsten- Lord aller Zeiten- hatte Harry vom leidenschaftlichen Hass einfach zu abgestumpfter Gleichgültigkeit umgeschaltet. Draco seufzte innerlich und kam in die Realität zurück, als Blaise ihm seinen Ellbogen zwischen die Rippen hieb. Was sollte schon passieren? Potter würde ihn noch nicht einmal bemerken.
Draco war gerade dabei seine Unterhaltung mit Blaise über die Quidditch-Auswahlspiele fortzusetzen, als er Harrys wütenden Blick auf sich spürte. Was war denn jetzt los?
Mit wenigen schnellen Schritten war Harry bei den Slytherins, stoppte allerdings nicht, als er Draco bissig fragte:
„Du konntest nicht einfach ein Veela sein, oder?“
Draco blinzelte einmal. Zweimal. Er wollte etwas entgegnen, aber Harry war schon laut stampfend um die nächste Ecke verschwunden. So laut, dass die Bilder an der Wand wackelten.
„Was ist denn mit dem los? Hat der seine Tage oder was?“, fragte Blaise, gelangweilt. Draco zuckte die Achseln, konnte aber auch nicht aufhören sich zu fragen, was das eben gewesen war.
Jeder wusste, das Draco ein Vampir war. Nun, das war auch nicht weiter verwunderlich, da er sich nicht bemüht hatte, die Veränderungen die er an seinem 16. Geburtstag durchlaufen hatte, vor der Schule geheim zu halten. Dass er gerne mal seine Zähne entblößte um sich nervende Mitschüler vom Leib zu halten, war wohl die beste Erklärung von allen. Warum also sah Potter nun so aus, als hätte er es eben erst erfahren?
Die beiden Slytherins setzten ihren Weg zur Großen Halle fort. Der eine murmelte irgendetwas das sich stark nach ‚launische‘ und ‚verdammte Gryffindorks‘ anhörte, während der andere sich fragte, ob er diesen ‚Veela-Kommentar‘ nun als Kompliment nehmen sollte oder nicht. Um was ging es hier überhaupt?
xXx
Harry schmollte sicherlich nicht in den Gryffindor-Schlafsälen, herzlichen Dank auch. Er wollte seine Freunde nur nicht mit seiner Anwesenheit ‚beglücken‘, weil es in letzter Zeit wirklich so aussah, als wollten sie ihn beleidigen. Nun lag er auf seinem Bett, die Vorhänge geschlossen.
Malfoy anzuschnauzen hatte ihm geholfen, sich zu beruhigen. Aber dennoch. Wie konnte er ihm das nur antun? Sie waren schon so lange verfeindet, wie konnte Harry so eine wichtige Information über Malfoy übersehen? Allerdings würde er das niemals jemandem sagen. Nein. Nur über seine Leiche. Es ist eine Sache, der Retter der verdammten Zauberergemeinschaft zu sein, aber eine andere, geheime Träume und Wünsche zu haben.
Wie ein Vampir sein zu wollen.
Harry würde sich immer an die letzen Monate vor dem Krieg erinnern, in denen er durch das Land zog, wie es von ihm erwartet worden war. Und wie sehr er sich danach sehnte gegenüber niemandem irgendwelche Verantwortung tragen zu müssen. Er hatte schließlich nie danach gefragt. Besonders nicht nach einer hässlichen Narbe, hinterlassen von einem Psychopathen, der mehr oder weniger sein ganzes restliches Leben beeinflussen würde.
Aaach. Manchmal konnte er einfach nicht anders als sich mit diesem armen Jungen aus dem Muggelbuch zu vergleichen, der einen verdammten Ring auf Kosten seines eigenen Lebens tragen musste. Eine Bürde, nach der er nie gefragt hatte.
Nun, dass der große böse Voldie jetzt Party mit Hades‘ Höllenhunden machte, war wirklich eine Erleichterung.
Als Kind war er bei den Dursleys über ein Buch über Vampire gestolpert. Natürlich, es war alles aus der Sicht der Muggel geschrieben; eine vereinfachte Version der Realität. Nichtsdestotrotz, konnte Harry sich ganz genau erinnern, wie er sich immer gewünscht hatte, einfach in den Schatten zu verschwinden, Dudley dank seiner unmenschlichen Geschwindigkeit zu entkommen und ihn mithilfe seiner gebleckten, spitzen Zähne so sehr zu erschrecken, dass dieser sich vor Angst in die Hose machen würde. Sicher, er hätte sich mit Blut versorgen müssen, um leben zu können, aber der einfache Traum ein Vampir zu sein, war die perfekte Vorstellung von Freiheit für das eingesperrte Kind gewesen.
Harry seufzte zum x-ten Mal. Er sollte einfach nicht mehr darüber nachdenken.
Nach dem Ende des Krieges wurden die Morde an Lily und James Potter aufgeklärt und Sirius wurde freigesprochen. Endlich konnte Harry zu seinem Paten ziehen.
Pettigrew hatte den Preis für seine üblen Aktionen gezahlt; ein Dementor hatte sich kurz vor dem Ende des Kampfes das Recht herausgenommen ihn abzuknutschen.
Bellatrix Lestrange hatte man zuletzt in einer Psychiatrischen Klinik mit ihren Häschen-Hausschuhen reden hören: einer ihrer Flüche war zurückgeprallt und hatte sie getroffen.
Und Lucius Malfoy? Der war von einer extrem wütenden Furie namens Narcissa Malfoy aus seinem eigenen Haus geworfen worden, nachdem sie herausgefunden hatte, dass er, trotz seiner Beteuerungen nichts damit zu tun zu haben, vor diesem schlangengesichtigen Psycho im Dreck gekrochen war. Er, ein Malfoy. Die Auroren, die gekommen waren um ihn abzuholen, bevor ihn die Justiz fand, entdeckten ihn schluchzend und schniefend wie ein kleines Kind auf der obersten Treppenstufe vor der geschlossenen Haustür zu Malfoy Manor. Seine Jetzt-Ex-Frau hatte ihn mit einem Verjüngungs-Zauber verflucht um das ‚launenhafte Kleinkind, dass er sein ganzes Erwachsenenleben gewesen war, zu bestrafen“.
Ja, Harrys Leben war definitiv besser geworden. Warum also hatte er immer noch den blöden Traum ein Vampir zu sein? Harry seufzte unbewusst. Er wusste warum. Irgendetwas fehlte ihm. Wie eine Angewohnheit, die er gehabt und die er jetzt aufgegeben hatte. Es schien irgendetwas Wichtiges zu sein, aber er konnte nicht genau sagen was.
Wie auch immer. Was verloren war, war verloren. Er sollte jetzt sowieso lieber schlafen gehen. Morgen würde der erste Schultag seines siebten und letzten Schuljahres in Hogwarts sein und er hatte Sirius versprochen, es so sehr wie möglich zu genießen.
Und genau das würde er tun.
oOo
* Da hatte ich ganz schöne Probleme mit der Übersetzung, weil das von ana-chan als Wortwitz gedacht war.
Die englischen Sätze heißen: ''Hell, their very names were an oxymoron.
Talking about morons...'' (Ein Oxymoron bezeichnet Wortzusammenstellungen wie 'leiser Schrei' oder 'lautes Flüstern'; es sind eigentlich Gegensätze.)
Die deutsche Übersetzung wäre: ''Hölle, schon ihre Namen bildeten ein Oxymoron. Wo wir gerade über Idioten reden.'' Da geht also der Witz 'OxyMoron-moron' verloren...
Deswegen habe ich mir die Freiheit genommen, das etwas abzuändern. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das. Wenn jemand eine bessere Idee hat, bitte melden!
Okee, das war das erste Pitel und das zweite folgt hoffentlich in einer Woche. Wär lieb wenn ihr mir ein paar Sätze hinterlasst.
Danke fürs Lesen.
Lg, princessssss :-)
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