■
Geschichte: Fanfiktion
/ Cartoons & Comics
/ X-Men
/ Weathered I: COLD WAR (#2)
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von StormXPadme
erstellt: 27.12.2008
letztes Update: 31.12.2008
Geschichte, Allgemein / P12
(fertiggestellt)
a) An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Diese Story enthält eine explizite Nc 17-Szene. Wie immer in meinen Geschichten kommt diese Szene nicht online sondern wird nur privat verschickt. Reviewer, die über 18 sind, können mich einfach mit ihrer E-Mail-Adresse kontaktieren, dann bekommen sie das entsprechende unzensierte Kapitel zugeschickt.
b) bisherige und Nachfolgeteile dieser Serie:
- Pilot: http://www.fanfiktion.de/s/4943da490000161f069003e8
- Teil 1: http://www.fanfiktion.de/s/4947fa690000161f069003e8
- Teil 3: http://www.fanfiktion.de/s/495bb4ff0000161f069003e8
- Teil 4: http://www.fanfiktion.de/s/49734e760000161f069003e8
- Teil 5: http://www.fanfiktion.de/s/4992100f0000161f069003e8
- Teil 6: http://www.fanfiktion.de/s/49a5a7210000161f069003e8
- Teil 7: http://www.fanfiktion.de/s/49dd016a0000161f069003e8
- Teil 8: http://www.fanfiktion.de/s/4a3e2b620000161f069003e8
- Teil 9: http://www.fanfiktion.de/s/4ae1a8930000161f069003e8
- Teil 10: http://www.fanfiktion.de/s/4b757c0b0000161f069003e8
Outtake:
- 'Snow angel (Storm)': http://www.fanfiktion.de/s/4bffe7450000161f069003e8
######################################
Serie: X-Men: Weathered I
Titel: COLD WAR (#2)
Titelbild: http://i296.photobucket.com/albums/mm194/stormxpadme/art/cwa1.jpg
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Marvel, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: Realfilme Teil 1 und 2; Teil 3 schließe ich aus meinem persönlichen Canon aus.
Zeitlinie: kurz nach dem Film ‚X-Men‘
Zensur: P-12
Zusammenfassung: Magneto sieht sich nach neuen Mitstreitern um, um sein Team zu stärken und weiter seine Pläne weiter zu verfolgen, die Menschheit zu mutieren. Doch er hat keine Ahnung, welche Katastrophen er heraufbeschwört, als er ausgerechnet Avery Anderson anheuert…
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D
Danke an:
- ScareGlow, der einige Szenen in dieser Geschichte mit geschrieben hat
- meine bisherigen treuen Leser- ich hoffe, euch gefällt die Serie auch weiterhin
X-Men: Weathered I
COLD WAR
(#2)
COLD WAR
(#2)
1
Raven Darkholme war deprimiert.
Es hatte einige Wochen gedauert, bis sie sich selbst hatte eingestehen können, was ihre ständige Müdigkeit und Niedergeschlagenheit, ihre andauernde miese Laune sogar Erik gegenüber, zu bedeuten hatten, aber inzwischen konnte sie es nicht länger abstreiten. Es ging ihr wirklich nicht gut, es war genau genommen ihre schlechteste Phase überhaupt, seit sie Erik kennen gelernt hatte. Es war ein untragbarer Zustand, soviel stand fest. Sie hatte keine Zeit für so einen Unsinn, vor allem nicht jetzt, wo ihr Team endlich so kurz vor seinem größten Erfolg stand. Melancholie war in Ordnung. Depressionen waren es definitiv nicht. Wahrscheinlich war der Auslöser für diese anhaltende Dunkelheit in ihrem Inneren, die zeitweise sogar ihren Fokus auf ihre Aufgaben beeinträchtigte, ohnehin nur dieser fremde, kalte Raum, der für die nächste Zeit ihr neues Zuhause sein sollte. Ein viel zu kleines, schimmeldurchzogenes Zimmer ohne eigene Waschmöglichkeit mit schlechter Beleuchtung und exklusivem Ausblick auf stinkende, verlassene Kanalisationstunnel… Nun, was tat man nicht alles für ungestörtes Arbeiten in einem sicheren Versteck? Diesmal würden ihre Feinde sie nicht mehr aufspüren können. Erik hatte tagelang daran gearbeitet, sämtliche Zugänge zum neuen Quartier der Bruderschaft mit Gestein und Stahlplatten so zu versiegeln, dass es aussah, als hätte es hier nie zusätzliche Tunnel gegeben. Die X-Men würden sie hier auf keinen Fall vermuten. Und auch zu unangenehmen Begegnungen mit den Morlocks würde es hoffentlich nicht mehr kommen.
Das hieß trotzdem nicht, dass es Raven hier drin gefallen musste, auch wenn sie Erik nie einen Vorwurf wegen solchen Dingen gemacht hätte. So etwas gehörte eben dazu, genau wie die simple Tatsache, dass ihr Boss Sabretooth, Toad und sie in diesem letzten Kampf nüchtern gesehen an einem gefährlichen Punkt im Stich gelassen hatte. Die Sicherung seiner Forschungsdaten hatte Priorität gehabt, solche Dinge akzeptierte man, wenn man in der Bruderschaft arbeitete. Wenn sie mit denselben emotionalen Fehlern wie ihre Feinde anfingen, würden sie am Ende an den gleichen Niederlagen wie diese zugrundegehen.
Erik wusste schon, was er tat, das war nie anders gewesen. Wenn er sagte, dass seine neue ultimative Waffe gegen die Menschen in absehbarer Zeit einsatzbereit sein würde, dass dafür jedes Opfer gerechtfertigt war und dann alles Verstecken für immer ein Ende haben würde, dann war das auch so. Erik hatte Raven noch nie angelogen. Im Gegensatz zu Leuten wie Xavier hatte man von ihm immer nur die Wahrheit zu erwarten, egal wie unangenehm sie an manchen Tagen sein mochte.
Also hatte Raven auch die Zähne zusammengebissen und ihre neue Unterkunft kommentarlos akzeptiert. Heute Morgen erst hatten Erik, Victor und sie den Umzug abgeschlossen. Es hatte keine Probleme gegeben.
Die X-Men waren nicht zu den Tunneln zurückgekehrt, das Erik vorher als Versteck benutzt hatte. Alle Waffen und Ausrüstungsgegenstände hatten unversehrt hierher gebracht werden können. Ein taktischer Fehler der Gegenseite, aber ein voraussehbarer. Xavier war immer schon in der Verteidigungspose geblieben. Wenn Erik nicht so warmherzig ihm und seinen Leuten gegenüber gewesen wäre, wären die X-Men längst Geschichte gewesen.
Mystique selbst hätte es nichts ausgemacht, diese Störenfriede endgültig aus dem Weg zu räumen, im Gegenteil. Angefangen von Wolverine, diesem kanadischen Freddie Krueger-Verschnitt bis hin zu dieser halben Portion mit seinen albernen Sonnenbrillen... Aber da Erik so viel Wert darauf legte, hielt sie sich zurück. Mühsam. Immerhin, gegen ihre Methoden hatte Erik noch nie etwas gesagt. Das hieß, wenn das Einauge ihr noch mal auf die falsche Tour kommen würde, würde sie ihn in einem unbeobachteten Moment ganz einfach trittweise kastrieren. Mit freundlichen Grüßen an seine Freundin, die neue Wetterhexe im gegnerischen Team.
Mit diesem Wolverine hingegen hatte sie ein wenig mehr Nachsicht. Wenn sie ihn auch nicht kalt machen durfte – und das zugegebenermaßen wahrscheinlich auch gar nicht gekonnt hätte – gegen ihn zu kämpfen machte immer wieder Spaß. Sie liebte Herausforderungen von jeher. Die X-Men waren im Grunde auch nicht wirklich das Problem.
Vielleicht ging es in Wahrheit auch gar nicht um dieses unwürdige Loch, in dem sie momentan hausen musste. Was sie am meisten in schlaflosen Nächten beschäftigte, war der Mann, dem sie schon vor Jahren bedingungslose Liebe geschworen hatte.
Sie hätte mit den Differenzen bezüglich der anderen Mutanten leben können, die sie beide oft hatten. Auch mit Eriks rücksichtsvoller Art zu kämpfen, die sie manchmal auf die Palme brachte. Aber seit seiner Gefangenschaft nach dem Kampf von Liberty Island war er… anders. Nein, das stimmte so nicht ganz. Auslöser für diese Veränderung war dieser erste Konflikt mit den X-Men nach seiner Befreiung vor kurzem gewesen. Der Tag, an dem er von Sabretooths kleinem Ausrutscher erfahren hatte.
Mystique selbst interessierte diese Geschichte kein bisschen. Was Victor machte, war seine Sache. Wenn er meinte, Vergeltung für irgendwelche Kindereien üben zu müssen, würde sie ihn nicht aufhalten. Das war nicht ihr Bier.
Auch wenn sie persönlich die Art, wie er mit Storm umgegangen war, auch nicht gerade schätzte. Er hätte diesem Mädchen einfach die Kehle durchschneiden sollen, als er mit ihr fertig gewesen war, dann hätte Ruhe und Frieden geherrscht. Dann hätte die Bruderschaft mit dem X-Team, das sich in diesem Fall sicher blind und mordlustig vor Hass auf sie gestürzt hätte, leichtes Spiel gehabt. Wenn Magnetos Leben oder das seiner Anhänger in Gefahr war, galt die Regel, keinen anderen Mutanten zu töten, nicht mehr.
Nun, diese Chance hatte Sabretooth vertan. Es hatte einen verhältnismäßig apokalyptischen Streit zwischen ihm und Erik gegeben…
Und seitdem stimmte mit Magneto etwas nicht. Er zog sich zurück. Die Pläne für die neue Waffe lagen seit Tagen auf Eis, genauso wie Flashwinds Untersuchungsergebnisse, die genau für jene Waffe angeblich so wichtig gewesen waren, und die Überlegungen, wie man Toad aus dem Gefängnis holen konnte. Unsicher. Erik war unsicher geworden.
Raven musste mit ihm reden. Und genau da lag das Problem. Sie liebte diesen Menschen nun mal. Die Sache anzusprechen ohne einen Streit heraufzubeschwören, war fast unmöglich.
Leider hatte sie keine Wahl. Sie straffte sich und machte sich auf den Weg zu seinem Quartier.
„Ich habe dich erwartet, Raven.“ Erik saß an seinem Schreibtisch, vor seinem Laptop, sichtlich tief in Gedanken versunken. „Ich habe eigentlich schon letzte Nacht gehofft, du würdest noch zu mir kommen.“
„Ich war müde.“ Raven tat den versteckten Vorwurf mit einem kurzen Schulterzucken ab, setzte sich auf seinen Schreibtisch und baumelte mit ihren langen Beinen. „Kann ich dich dafür jetzt vom Arbeiten ablenken?“
„Ich arbeite nicht“, winkte er ab. „Ich frische nur mein Gedächtnis auf.“ Er nickte kurz auf den Laptop. Ein Programm, voll gestopft mit Informationen über verschiedenste Mutanten, flimmerte über den Monitor. Mutanten, die irgendwie irgendwann einmal ins Licht der Öffentlichkeit geraten waren. Potentielle Mitstreiter. Erik beobachtete viel. Er suchte sich seine Partner gezielt aus. Die meisten dieser Leute waren für die Bruderschaft nie interessant geworden.
Aber die Datei, die er Raven nun zeigte, sah sie nicht zum ersten Mal. „Avery.“
„Du erinnerst dich?“ Magneto lehnte sich im Sessel zurück und verschränkte die Arme, ohne Mystique aus den Augen zu lassen. Er testete ihre Reaktion.
Das Spiel kannte sie schon, und sie hatte heute keine Lust darauf. „Du hast ihn seit gut sieben Jahren im Visier. Natürlich erinnere ich mich. Er müsste jetzt Anfang zwanzig sein.“
„Einundzwanzig, seit heute. Vielleicht habe ich deswegen vorhin an ihn gedacht. Vor sieben Jahren, an seinem vierzehnten Geburtstag, wurden seine Eltern getötet. Eine Explosion hat ihr Haus zum Einsturz gebracht. Der Fall wurde nie geklärt, aber zu diesem Zeitpunkt muss Avery mutiert sein. Kurz danach habe ich das erste Mal seine Spur entdeckt. Der Junge hat unglaubliche Fähigkeiten. Er kann den Aggregatszustand jeglicher Materie verändern, die er berührt.“ Magneto rieb abwesend über seine rechte Hand, während er sprach. Die Stelle machte immer noch Probleme, obwohl die schwere Verbrennung, die ihm Firestar im letzten Kampf zugefügt hatte, fast abgeheilt war.
„Du hast immer befürchtet, dass du ihn nicht kontrollieren kannst“, erinnerte Raven, nur wenig begeistert. Ein Grünschnabel im Team, den am Ende sicher sie zu erziehen haben würde, das war das letzte, was sie brauchte.
„Seine Kräfte sind für meinen Einfluss viel zu stark, das ist wahr. Er war immer ein Risiko. Aber er hat sich verändert. Er ist gerade aus der Haft entlassen worden. Jetzt hat er begonnen zu studieren. Das ist der beste Zeitpunkt, ihn zu erwischen.“ Erik nickte langsam. „Häng dich wieder an ihn dran. Arrangier ein Treffen. Ich will es zumindest versuchen. Auf keinen Fall darf er sich Charles anschließen.“
„Wenn Xavier nicht schon von ihm weiß“, gab Raven zu bedenken.
„Kaum.“ Ein kurzes, bitteres Lächeln umspielte Eriks Lippen, wie immer bei der Erwähnung seines alten Freundes. „Avery hat immer sehr darauf geachtet, dass seine Person nicht ins Licht der Öffentlichkeit gerät. Niemand weiß, dass er kein normaler Mensch ist. Meine Nachforschungen haben ergeben, dass sogar ein Unfall in dem Heim, in dem man ihn nach dem Tod seiner Eltern untergebracht hat, vertuscht wurde. Danach ist er untergetaucht.“
„Und seine Gaunerkarriere? Das stand immerhin in allen Zeitungen.“ Raven war immer noch nicht überzeugt.
„Charles sucht sich selten Verbrecher als Mitstreiter aus.“ Ein leises, amüsiertes Lachen entfuhr Erik. Das unterschied Xavier und ihn grundlegend. Erik wusste, wo er seine stärksten Verbündeten fand. „Und selbst wenn ihm ausgerechnet ein Mann aufgefallen wäre, der vor zwei Jahren allein drei Casinos in Las Vegas ausgeraubt hat, würde er ihn nicht finden, weil er immer eine Maske getragen hat, und so wurde er auch in der Zeitung damals abgebildet. Nur wir beide wissen, dass dieser Mann Avery Anderson heißt und ein Mutant ist, und das auch nur, weil du ihn damals verfolgt hast. Wir haben freie Bahn. Wir brauchen ihn.“
„Heißt das, du gibst Toad jetzt endgültig auf?“ Ravens Augen wurden schmal. Das war ungewöhnlich, sogar für jemanden wie Erik, der sich nicht halb so sehr wie Xavier um seine Leute kümmerte. Außerdem, so wenig sie für die Kröte übrig hatte, als Techniker brauchten sie ihn im Team.
„Nein, das heißt nur, dass ich den Zeitplan ändere. Sollte Avery sich uns anschließen, werden Gefängnismauern kein Problem mehr sein.“ Damit schloss Erik seinen Laptop, ein deutliches Zeichen, dass das Gespräch für den Moment beendet war, und schob ihn mit einer harschen Handbewegung beiseite, bevor er Raven an sich heranzog.
Ein erster fordernder, dominanter Kuss ließ seine Partnerin wenigstens für den Moment alle Sorgen und Zweifel vergessen.
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
