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von StormXPadme    erstellt: 16.12.2008    letztes Update: 27.12.2008    Geschichte, Allgemein / P12    (fertiggestellt)
bisherige und Nachfolgeteile dieser Serie:
- Pilot: http://www.fanfiktion.de/s/4943da490000161f069003e8
- Teil 2: http://www.fanfiktion.de/s/495680680000161f069003e8
- Teil 3: http://www.fanfiktion.de/s/495bb4ff0000161f069003e8
- Teil 4: http://www.fanfiktion.de/s/49734e760000161f069003e8
- Teil 5: http://www.fanfiktion.de/s/4992100f0000161f069003e8
- Teil 6: http://www.fanfiktion.de/s/49a5a7210000161f069003e8
- Teil 7: http://www.fanfiktion.de/s/49dd016a0000161f069003e8
- Teil 8: http://www.fanfiktion.de/s/4a3e2b620000161f069003e8
- Teil 9: http://www.fanfiktion.de/s/4ae1a8930000161f069003e8
- Teil 10: http://www.fanfiktion.de/s/4b757c0b0000161f069003e8

Outtake:
- 'Snow angel (Storm)': http://www.fanfiktion.de/s/4bffe7450000161f069003e8  


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Serie: X-Men: Weathered I
Titel: FIRE & ICE (#1)
Titelbild: http://i296.photobucket.com/albums/mm194/stormxpadme/art/fi.jpg
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Marvel, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: Realfilme Teil 1 und 2; Teil 3 schließe ich aus meinem persönlichen Canon aus.
Zeitlinie: kurz nach dem Film ‚X-Men‘
Zensur: P-12
Zusammenfassung: Magneto bricht schon kurz nach Liberty Island aus dem Gefängnis aus. Nach den letzten Angriffen wissen die X-Men, dass sie sich vor der Bruderschaft in Acht nehmen müssen. Eine gefährliche Jagd beginnt- aber das Team bekommt auch unerwartete Hilfe. Firestar, eine ehemalige Schülerin von Emma Frost, steht den X-Men zur Seite, doch wie jeder Mutant hat auch sie mit Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen.
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D







X-Men: Weathered I
FIRE & ICE
(#1)




1



Die Hoffnung auf eine Nacht ruhigen Schlafs hatte Katja schon ganz am Beginn ihrer Zeit bei den X-Men aufgegeben.
Selbst wenn gerade nicht die Weltrettung auf dem Programm stand, irgendetwas war immer, das die wohlverdienten Ruhe nach anstrengenden Tagen störte. Wichtige Anrufe von Freunden und Partnern des Teams weltweit, Probleme bei den Kindern, Krisensitzungen im Wohnzimmer, kritische Berichterstattung im Fernsehen bezüglich der Mutanten, die sofortigen Handlungsbedarf verlangten oder auch die guten alten Albträume… In viel zu wenigen, aufregenden Nächten war es auch eine verspielt streichelnde Hand ihres Partners an ihrem Körper, die Katja davon überzeugte, dass sie sich auch später noch erholen konnte.
An diesem Abend war der Grund für ihr unruhiges Hochschrecken aus einem beginnenden, angenehmen Zustand des Dösens allerdings nichts von alledem. Es war ein schüchternes Klopfen an ihrer Wohnungstür, so leise, dass sie es fast nicht gehört hätte. Scott, der nach einem harten Trainingstag mit den Jugendlichen bereits tief und fest neben ihr schlief, hatte es jedenfalls nicht gehört. Vielleicht nur Einbildung… Nachschauen musste Katja trotzdem, und gleich darauf war sie froh, dass sie es getan hatte.

Ein kleiner Junge mit tiefschwarzen, verwuschelten Haaren und müden dunklen Augen stand auf dem Gang des Lehrerstockwerks der Xavier-Villa, in einem Spiderman-Schlafanzug, der ihm schon viel zu klein war und von dem er sich trotzdem nicht trennen konnte. Er hatte geweint, Katja sah es sofort. Er weinte oft, er war eins der sensibelsten Kinder in der Spielgruppe, die Xavier ihr vor kurzem zur Betreuung anvertraut hatte. Sie hatte den Knirps von Anfang an ihr Herz geschlossen, und sie hatte auch das Gefühl, er mochte sie recht gern, um diese Zeit war er allerdings noch nie vor ihrer Tür gestanden. Es war ihm auch sichtlich etwas peinlich, er traute sich kaum den Kopf zu heben.

„Hey, Artie. Was gibt’s denn? Ist was passiert?“ Katja schlug die Enden ihres langen Morgenmantels ein wenig enger um ihren Körper, damit sie nicht völlig zerknittert aussah und kniete sich besorgt neben den Kleinen hin.

„Kann nicht schlafen“, murmelte das Kind, kaum zu verstehen durch das Lispeln, das seine Reptilzunge verursachte.

„Kannst du nicht oder willst du nicht?“ Mit fragendem Blick nahm Katja seine viel zu kalte, kleine Hand in ihre und streichelte beruhigend darüber. „Wieder Träume?“

Artie zuckte unbehaglich mit den Achseln. Er sprach nicht gern darüber, was ihn im Schlaf oft so quälte. Von Ororo, die ihn schon um einiges länger betreute, wusste Katja, dass er große Angst vor seiner Mutation hatte, davor, was sich irgendwann daraus entwickeln mochte. „Ich wollte zu Miss Munroe, aber sie hat nicht aufgemacht. Darf ich heute vielleicht bei euch im Bett schlafen?“

„Das wird ein wenig eng, meinst du nicht?“ Katja bemühte sich, ihr Lächeln aufrecht zu erhalten, obwohl sofort die Alarmglocken in ihr schlugen. Ororo verschanzte sich nicht das erste Mal seit ihrer schlimmen Begegnung mit ihrem größten Feind Sabretooth letztens in ihrem Apartment. Wenn sie nicht einmal für die Kinder da war, hieß das, dass ihr Zustand langsam wirklich kritisch wurde. Sie musste morgen mit ihr reden. Hoffentlich würde ihre Freundin auch zuhören… Bis jetzt hatte sie mit niemandem über diese Sache sprechen wollen.

Für den Kleinen konnte sie da schon eher da sein, aber dass er bei Scott und ihr schlief, kam natürlich nicht in Frage, das hätte er auch bei Ororo nicht gedurft, das wusste er. Artie spielte noch ein wenig damit, wie weit er bei Katja gehen durfte. Für solche Aktionen war er schon viel zu groß, die anderen Kinder hätten ihn nur ausgelacht. Er musste lernen, mit seinen Träumen umzugehen, denn verschwinden würden sie nicht einfach.

„Gegenvorschlag“, beeilte sich Katja zu sagen, als Arties Unterlippe verdächtig zu zittern begann. „Ich komme mit zu euch und bleibe bei dir, bis du eingeschlafen bist, ist das okay?“

„Erzählst du auch mir eine Geschichte?“ Schon war der Kleine wieder versöhnt, ein erleichtertes Lächeln huschte über seine hübschen, feinen Gesichtszüge.

„Damit wecken wir die anderen.“ Katja strich ihm ebenfalls lächelnd durch die Haare und richtete sich auf, ohne seine Hand loszulassen. „Morgen in der Spielstunde, ja?“ Damit hatten sie einen Deal, und zumindest der Kleine war dann auch recht schnell wieder eingeschlafen.

Bei Katja wollte das leider nicht so problemlos funktionieren. Zurück in ihrem Apartment verzog sie sich erst einmal mit einer Zigarette auf den Balkon. Wachsende Unruhe machte es ihr unmöglich, sich gleich wieder hinzulegen. Sie hatte kurz bei Ororo geklopft, aber wie erwartet hatte auch ihr niemand aufgemacht.

Ororo zog sich immer mehr zurück, nicht einmal mehr Scott und Jean oder der Professor kamen richtig an sie heran. Sogar zu ihren Unterrichtseinheiten erschien sie nicht mehr regelmäßig, obwohl ihr die Kinder sonst so am Herzen lagen. So konnte das nicht weitergehen, soviel stand fest.

So eine wirkliche Ahnung, was sie da tun konnte, hatte Katja allerdings auch nicht… Und Hilflosigkeit hatte sie immer schon wahnsinnig gemacht.

Die Balkontür hinter ihr wurde geöffnet, leise genug, um sie nicht zu erschrecken. Sie war wohl nicht ganz so leise gewesen wie geplant.

„Alles okay?“ Sie hörte, ohne hinzusehen, wie Scott nach seiner Brille auf dem Nachttisch griff, bevor er ihr nachkam, eine Bewegung, die bei einer unkontrollierbaren Mutation wie seinen Laserstrahlen zum Automatismus wurde. Er stellte sich hinter sie und verschränkte die Arme vor ihrem Bauch, stützte das Kinn auf ihre Schulter. So richtig wach war er auch noch nicht, verstohlen gähnte er in ihre Schulter hinein. Katja mochte es, wenn er so zerknautscht wirkte, gerade weil er im Alltag immer so auf korrektes Aussehen bedacht war. Er wirkte viel menschlicher, wenn mal zur Abwechslung nicht jedes Härchen penibel an seinem Platz saß und sein T-Shirt verrutschte, den Ausblick auf einen verführerischen, durchtrainierten Bauch freigab.

Wenn sie nicht gerade ganz andere Sorgen gehabt hätte, hätte sie der Anblick sicher auf andere Gedanken gebracht, aber für solche Dinge hatten sie beider bisher irgendwie immer viel zuwenig Zeit gehabt. Da war gern mal ein Angriff der Bruderschaft oder Katjas hartes tägliches 12-Stunden-Training dazwischen gekommen.
„Mehr oder weniger.“ Sie erzählte in wenigen Worten von der nächtlichen Begegnung, ihre Zigarette schon wieder halb vergessen. Gewisse Laster legte man irgendwann ganz von selbst ab, wenn man in Form bleiben wollte.

„Sei so gut und mach das Ding aus, ja?“ Scott schien ihre Gedanken erraten zu haben, und er murmelte es ihr liebevoll genug zu, um sich nicht bevormundet vorzukommen. „Danke, dass du dich so um die Kleinen kümmerst, Süße. Das ist nicht selbstverständlich.“ Er biss ihr sanft ins Ohrläppchen, schlang seine Arme noch ein wenig fester um ihre Taille. „Denkst du wieder an Ororo?“

„Es lässt mich einfach nicht los.“ Katja legte seufzend ihren Kopf an seine Schulter zurück. Es würde wieder eine endlose Diskussion geben, aber sie wollte Scott auch nicht anlügen. Er wusste sowieso oft viel zu gut, was gerade in ihrem Kopf vorging, ganz ohne telepathische Fähigkeiten. Die vereinzelten Regentropfen, die ihre Mutation rund um sie herum auslösten, verrieten auch schon genug. „Ich weiß, ihr denkt da anders, aber trotzdem… Keiner kann sagen, was passiert wäre, wenn ich sie damals in den Wald begleitet hätte. Das kann ich nicht einfach vergessen.“

„Nein, vielleicht nicht.“ Scott drehte sie sanft zu sich, strich ihr ein paar verrutschte Haarsträhnen aus der Stirn. „Wir haben alle so unsere Geister. Ich habe in meinem Team schon viele Entscheidungen treffen müssen, die ich hinterher bereut habe. Wenn ich deswegen jedes Mal verzweifelt wäre oder gar aufgegeben hätte, würde es die X-Men schon lange nicht mehr geben.
Ororo weiß, dass du nicht Schuld warst, auch wenn sie nicht darüber reden will. Sie fühlt sich wohl in deiner Nähe, du bringst sie zum Lächeln. Vielleicht ist das schon alles, was wir im Moment tun können.“

„Das reicht aber nicht.“ Katja machte sich widerwillig von ihm los, ging zurück zum Bett, warf sich bäuchlings darauf und legte den Kopf auf die Ellbogen. „Ich will es wieder gutmachen, Scott, irgendwie. Ich kann nicht einfach zusehen, wie sie sich kaputt macht.“

„Sie muss es von sich aus wollen, Katja.“ Scott legte sich neben sie und legte zärtlich seinen Arm um sie, ließ seine Fingerspitzen über ihren Nacken wandern, was trotz des ernsten Gesprächs sofort Gänsehaut über ihren Rücken laufen ließ. „Wir machen uns alle Sorgen. Reden wir morgen mal mit Jean, vielleicht weiß sie einen Rat. Aber tu mir einen Gefallen und lass dich von diesen Selbstvorwürfen nicht so nach unten ziehen. Wenn du bei uns mitkämpfen willst, musst du mit deinen Fehlern leben lernen, sonst fangen sie an, deine Motivation und deine Entschlossenheit zu beeinträchtigen. Und das kannst du dir in einem Krieg wie unserem nicht leisten.“

„Ich weiß ja.“ Katja strich sich seufzend über die Stirn und drehte sich auf den Rücken, um sich eng an Scott zu schmiegen, die Wärme seiner Nähe zu genießen, die sie selbst in solchen dunklen Nächten immer aufmuntern konnte. „Drehen wir morgen eine kleine Runde, dann komme ich auf andere Gedanken.“ Die Fahrstunden, die Scott ihr auf einem seiner Motorräder gab, machten ihr tierischen Spaß, leider hatten sie beide dafür – wie für so vieles – zuwenig Zeit. Katja war trotzdem immer noch fest entschlossen, ihre kleine Wette zu gewinnen, dass sie keine zehn davon brauchen würde, bis sie ihren Führerschein machen konnte.
Sie seufzte, wollte gerade noch etwas hinzufügen, da leuchtete der Kommunikator ihrer Armbanduhr auf, das schrille Piepsen ließ sie zusammenzucken.

Diese neuen Uhren hatten die X-Men erst vor kurzem von einem befreundeten, geheimen Technik-Labor bekommen, das der Professor mit seinen regelmäßigen Spenden am Leben erhielt. Katja hatte sich noch nicht ganz an die vielen Funktionen gewöhnt, mit denen man im Grunde jedes Handy ersetzen konnte. Jemandem Außenstehenden hätte man solche Errungenschaften nicht zeigen dürfen, die Industrie hätte sich mit Freuden darauf gestürzt. Und sämtliche Verbrechersyndikate auf diesem Planeten vermutlich noch dazu. Mit solchem Spielzeug konnte man viel zuviel Illegales anstellen, wenn man es darauf anlegte. Dieses Labor in Kanada war darauf spezialisiert, solch innovative Ausrüstung ausschließlich für Leute wie die X-Men herzustellen, wie Scott Katja erklärt hatte. Auch die Avengers gehörten zu seinen Kunden, die zweite große Superheldengruppierung in den Staaten. Außerdem, Spiderman, Emma Frost, die genau wie der Professor ein Asyl für Mutanten in New York betrieb, und die Defenders Of The Earth, die sich der Verteidigung der Erde vor interstellaren feindlichen Mächten verschrieben hatte.

Katja konnte sich noch gut daran erinnern, wie sie zuerst als kleines Geheimnis von Scott und dann auch offiziell in den Theorielehrstunden des Professors zum ersten Mal etwas von den Defenders gehört hatte und mit offenem Mund versucht hatte, zu verarbeiten, was die beiden ihr da so ganz nebenbei, wie ein Detail am Rande, eröffnet hatten:
Nämlich, dass es tatsächlich wahr war- dass es Leben außerhalb dieser Planeten gab. Genau wie man es sich als junger Mensch, dem eine Welt des Kapitalismus und der Kriegstreiberei noch nicht sämtliche Träume genommen hatte, immer vorstellte. Die Menschheit war tatsächlich nicht allein im Universum. Der Professor hatte schon länger Kontakt mit einer Spezies, die viele Millionen Lichtjahre entfernt von der Erde ihren Sitz hatte. Die Anführerin, Lilandra, hatte ihm schon das eine oder andere Mal in schwierigen Situationen geholfen, und sie war es auch, die den X-Men und bezeichnetem Techniklabor immer wieder mit der Technik der Shi’ar unter die Arme griff. So ging zum Beispiel die Holo-Technologie im Trainingsraum des Anwesens, dem Danger Room, auf ihre Kosten.
Es war ein Wissen, das allein der Mutantenwelt vorbehalten war, wie der Professor und Scott Katja sogleich ermahnt hatten, und selbst in diesen Kreisen wussten nur vertrauenswürdige Personen Bescheid. Auf Katjas verständnislose Frage, warum dieses Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit kommen durfte, hatte selbst der sonst immer so geduldige und optimistische Professor nur bitter gelächelt und ihr das Versprechen abgenommen, über diese Sache zu schweigen.

Nach einigem Nachdenken hatte Katja sich für die dumme Frage geschämt. Was sollte denn eine Menschheit, die schon damit völlig überfordert war, dass es in ihren eigenen Kreisen eine Evolution wie die der Mutanten gab, mit der Erkenntnis anfangen, dass es außerirdisches Leben gab? Bei der Stimmung, die im Moment bei den Weltmächten vorherrschte, hätten sich die USA, Japan und Russland vermutlich fröhlich zusammengetan, um ein paar Atombomben ins All zu jagen. Rein präventiv und als Warnung. Als Vorsorge, damit nur ja niemand der Erde zu nahe kam.

Katja wäre natürlich sehr neugierig darauf gewesen, die Shi’ar einmal in echt zu sehen, nicht nur auf Bildern und Videoaufzeichnungen in der X-Men-Datenbank, auch ein Ausflug in den Weltraum gehörte seit ihrer Kindheit zu ihren großen Wünschen. Aber das war natürlich nicht halb so einfach, wie es klang. Solche Treffen mit den geheimnisvollen Partnern der X-Men fanden schon aus Sicherheitsgründen nur selten statt, und nur ausgewählte Personen durften dann dabei sein. Eine private Reise ins All zu unternehmen, ohne dabei den Satelliten und Sensoren der offiziellen Weltraumüberwachung aufzufallen, war selbstredend mit großem Aufwand verbunden. Niemand vom Team hatte je die Shi’ar zu Gesicht bekommen. Vielleicht würde das nie passieren. Die Mutantenwelt musste froh und dankbar darum sein, dass Lilandra der Erde überhaupt immer so hilfsbereit mit ihrer technischen Unterstützung zur Seite stand.

Aber Träumen sollte man ja bekanntlich nie verlernen…
Katja verdrängte diese Gedanken mit einem kurzen Kopfschütteln und beugte sich zu ihrer Uhr, die immer am Nachttisch bereit lag. Das Display leuchtete weiß auf. Das war die Farbe des Professors. Sie fragte sich unwillkürlich, warum er auf nicht auf Scotts Uhr angerufen hatte. Sie bekam so eine Ahnung, dass sie es lieber gar nicht wissen wollte. Das konnte eigentlich nur bedeuten, dass die Schwierigkeiten, worum immer es ging, sich um sie drehten…
Bei der hörbaren Unruhe in Charles‘ sonst so ruhiger, nachdenklicher Stimme sprang sie unwillkürlich auf und griff bereits nach ihrer Kleidung. Es war etwas passiert, das nicht passieren hätte dürfen, das ahnte sie schon, bevor der Professor mehr als ihren Namen gesagt hatte.

‚Flashwind, Scott- in mein Büro. Etwas Ernstes ist passiert. Magneto ist aus dem Gefängnis ausgebrochen.’
 
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