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1. Kapitel
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Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
| von StormXPadme erstellt: 13.12.2008 letztes Update: 14.12.2008 Allgemein / P12 (fertiggestellt) | 79 Reviews |
Vorwort:
a) In meinen beiden X-Men-Serien werdet ihr nicht nur auf Filmelemente sondern auch auf einige Comic- und Cartoon-Charaktere stoßen, die ich wahnsinnig interessant finde, canonmäßig hält ich mich jedoch nur an die Filme. Achtung: Teil 3 der Filme, ‚The last stand‘ habe ich aus meinem persönlichen Canon völlig ausgeschlossen, da dieser eine der größten Enttäuschungen der Filmgeschichte für mich war. Bei diesem speziellen Fanfiction-Canon habe ich mich übrigens ausgiebig im Photoshop ausgetobt und unter anderem zu allen Charakteren Collagen angefertigt. Wer Interesse daran hat, in meinem Profil ist der Link zu meinem Grafik-Tempel zu finden. Und jetzt viel Spaß :).
b) An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Diese Story enthält eine explizite Nc 17-Szene. Wie immer in meinen Geschichten kommt diese Szene nicht online sondern wird nur privat verschickt. Reviewer, die über 18 sind, können mich einfach mit ihrer E-Mail-Adresse kontaktieren, dann bekommen sie das entsprechende unzensierte Kapitel zugeschickt.
c) Fanfiction-Trailer für die gesamte Serie:
- http://www.youtube.com/watch?v=AMOM7INxZVU ; danke an phazonshark für dieses kleine Meisterwerk!
- http://de.youtube.com/watch?v=TBn85cdk_cM ; danke an Rasit für dieses kleine Meisterwerk!
- http://www.youtube.com/watch?v=qdrWlROMCrs
- http://calaer.bplaced.net/DOC.html ; danke an KathysSong für dieses kleine Meisterwerk!
- http://www.youtube.com/watch?v=IWAGLIiShws
- http://www.youtube.com/watch?v=oGh7dmgKlhw
- http://www.youtube.com/watch?v=zjwlNYvvhgA
- http://www.youtube.com/watch?v=GpoaQgKe2tI
d) Nachfolgeteile dieser Serie:
- Teil 1: http://www.fanfiktion.de/s/4947fa690000161f069003e8
- Teil 2: http://www.fanfiktion.de/s/495680680000161f069003e8
- Teil 3: http://www.fanfiktion.de/s/495bb4ff0000161f069003e8
- Teil 4: http://www.fanfiktion.de/s/49734e760000161f069003e8
- Teil 5: http://www.fanfiktion.de/s/4992100f0000161f069003e8
- Teil 6: http://www.fanfiktion.de/s/49a5a7210000161f069003e8
- Teil 7: http://www.fanfiktion.de/s/49dd016a0000161f069003e8
- Teil 8: http://www.fanfiktion.de/s/4a3e2b620000161f069003e8
- Teil 9: http://www.fanfiktion.de/s/4ae1a8930000161f069003e8
- Teil 10: http://www.fanfiktion.de/s/4b757c0b0000161f069003e8
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Serie: X-Men: Weathered I
Titel: FEELING THUNDER (Pilot)
Titelbild: http://i296.photobucket.com/albums/mm194/stormxpadme/art/ft.jpg
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Marvel, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: Realfilme Teil 1 und 2; Teil 3 schließe ich aus meinem persönlichen Canon aus. AU
Zeitlinie: kurz vor, während und kurz nach dem Film ‚X-Men‘
Zensur: P-12
Zusammenfassung: Katja kommt in Professor Xaviers Anwesen unter, um zu lernen, mit ihrem neuen Leben als Mutantin umzugehen. Mitten im Chaos um den Kampf Liberty Island kommt sie Scott näher, während auch Jean und Logan immer mehr spüren, dass sie ihre gegenseitige Anziehung nicht bekämpfen können. Eine Serie von unaufhaltsamen Ereignissen, die das ganze Team auf die Probe stellen, nimmt ihren Lauf…
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D
“Das glaubst du doch nicht im Ernst, was du da gerade behauptest! Komm mal wieder runter, Kleines.“ Fabian blieb regelrecht der Mund offen stehen. Der unbeherrschte, fast schon hysterische Ausbruch seiner sonst immer so stillen und friedlichen Freundin Katja überforderte ihn sichtlich. Fast wäre ihm seine Bierflasche aus der Hand gerutscht und auf dem Boden des Parkplatzes vor dem Jugendzentrum zerschellt, wo dieser Samstagabend eigentlich vor ein paar Minuten ganz nett angefangen hatte. Bis seine Partnerin aufgetaucht war und ihm irgendwelche, seiner Ansicht nach natürlich völlig lächerlichen Vorhaltungen gemacht hatte.
Tödlich gekränkt in seiner Goth-Ehre, auf die er so stolz war – die nüchtern gesehen allerdings aus nichts als hüftlangen Haaren, schwarzem Kajal und einer speckigen schwarzem Lederhose basierte – wandte er sich ab, als ob er den Vorwurf erst verdauen müsste, dass er Katja betrog, und auch noch mit seiner Ex-Freundin. Aber an seinen verspannten Schultern, daran, wie er sich an der Flasche festhielt, erkannte Katja genau, dass er nur einen Weg suchte, sich aus der Affäre zu ziehen. Er wusste, dass er verloren hatte, und das war er nicht gewöhnt. Nicht bei ihr, die ihm die ganzen Monate nie Probleme gemacht hatte, die in ihrer blinden Verliebtheit nie einen Zweifel an ihm gehegt hatte, oder an irgendetwas, das er tat. Bis heute.
„Hör auf rumzuspinnen, Kleines.“ Als er sich wieder gefangen hatte, traute er sich schließlich, sie wieder anzusehen, schenkte ihr einen dieser trainiert treuherzigen Blicke aus seinen tiefblauen Augen, ganz der unschuldige, zuckersüß perfekte Junge an ihrer Seite, wie immer. „Können wir das nicht in Ruhe klären? Wir müssen nicht auf die Party gehen. Fahren wir zu mir. Ich bestell uns eine Pizza, und dann…“
Und dann. Wie dieses ‚und dann‘ aussehen würde, konnte sich Katja auch ohne weitere Erklärungen ausmalen. Ein wenig laute Musik, Knutschen, ein, zwei Joints, Sex, und schon war die Welt wieder in Ordnung. Die Nummer kannte sie schon. Sie war wochenlang darauf hereingefallen, wie ihr jetzt immer mehr klar wurde. „Spar es dir einfach. Du hast doch nur mit mir gespielt. Du hast mich nur solange gebraucht, bis du wieder bei dieser Schlampe unterkriechen konntest. Und ich dumme Kuh hab dir auch noch geglaubt, dass dir tatsächlich was an mir liegt.“ Sie musste es ihm einfach jetzt sagen, egal, ob Dutzende Leute um sie beide herum standen oder nicht, sonst wäre sie geplatzt. Schon auf dem Weg hierher hatten ihre Hände vor unterdrückter Wut so gezittert, dass sie mit ihrem Auto fast ein, zwei Verkehrsschilder gerammt hätte. Nicht einmal traurig war sie im Moment, sogar die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Sie hätte es die ganze Zeit ahnen sollen, dass sich ein gut aussehender Mann wie Fabian nicht lange mit einer grauen Maus wie ihr abgeben würde. Der Schmerz würde vermutlich erst später kommen. Im Moment tat es gut, wütend zu sein, alles rauszulassen, was sich in ihr aufgestaut hatte, seit sie heute Morgen diese eine verhängnisvolle SMS von ihrer besten Freundin bekommen hatte. Sie riss so hart die Seitentasche ihres Rucksacks auf, dass der Verschluss kaputt ging, und hielt Fabian ihr Handy mit dem Foto unter die Nase, das Alex heimlich von ihm und seiner Ex-Freundin gemacht hatte. Auf dem eindeutig ein inniger Kuss zu sehen war.
Stille. Das einzige Geräusch waren harte Regentropfen, die auf ihre Mäntel zu tropfen begannen, und ein leichtes Grollen in der Ferne. Ein Gewitter kam auf. Passend zur Situation. Sehr passend.
Ehrlich aus der Fassung gebracht leerte Fabian seine Flasche und warf Katja einen betont traurigen Blick zu. Hinter seiner Stirn arbeitete es sichtlich, aber jetzt fiel ihm nichts mehr Plausibles ein, mit dem er sein Ansehen vor seinen Freunden retten konnte, die den Streit interessiert beobachteten. „Wenn du gleich aus jeder Mücke einen Elefanten machst, lassen wir das mal lieber mit uns beiden. Ich hatte dich sehr gern, weißt du. Aber jetzt verhältst du dich nur mehr albern. Geh wieder zu deinen Pferdchen und Turngeräten, wenn du mit dem richtigen Leben nicht klarkommst.“
Dieser abfällige Tonfall, diese völlige Gefühlskälte, so plötzlich, wo Fabian merkte, dass bei ihr nichts mehr zu holen war, gab Katja den Rest. Sie hatte diesen Kerl geliebt, verdammt! Ohne darüber nachzudenken holte sie aus, um ihren Ex-Freund zu ohrfeigen- es würde das erste Mal in ihrem Leben sein, dass sie einen Mann ohrfeigen würde.
Fabian sah rechtzeitig, was sie vorhatte und ging rasch zwei Schritte zurück. Das rettete ihm das Leben.
Nur Zehntelsekunden später traf ein Blitz den Boden, auf dem er eben noch gestanden war.
Das Gewitter verschwand so schnell wie es gekommen war.
Hatte Katja gedacht, es war vorhin still gewesen?
Ein leises Klappern. Erst nach Sekunden begriff sie, dass es ihre Zähne waren, die aufeinander schlugen. Als sie ihren Blick nach einer halben Ewigkeit von der verbrannten Stelle im schlammigen Erdboden wenden und auf Fabian richten konnte, sah sie, dass er genau wie sie am ganzen Körper zitterte.
„Bist du verrückt geworden?“ Er konnte kaum sprechen vor Schreck, seine Stimme versagte ihm den Dienst.
Katja war genauso fassungslos, aber sie hatte genug Geistesgegenwart, um zu verstehen, was die Frage sollte. „Schau mich bloß nicht so an! Bin ich daran jetzt vielleicht auch noch Schuld?“
„Verkauf mich nicht für dumm!“ Fabian hob aufgebacht die Hände, als ob er sie an den Schultern nehmen wollte, besann sich dann aber eines Besseren und trat vorsichtshalber noch einen Schritt zurück. „Du hast das gerade genauso gesehen wie ich, also stell dich jetzt ja nicht blöd!“ Er musterte Katja genauso schockiert wie ihre Freunde, eine stumme Anklage in den Augen.
Immer mehr Leute zogen sich zurück und tuschelten aufgeregt, ein paar flüchteten regelrecht ins Jugendzentrum. Die unausgesprochenen Worte, die Erkenntnis, was vielleicht mit Katja los sein könnte, dass diese gefährliche Situation gerade ausgelöst hatte, hingen schwer wie der Regen in der Luft.
„Ich hab gesehen, dass du soeben Riesenglück gehabt hast“, erwiderte Katja gespielt ruhig. Sollte sie ausgerechnet diesem Menschen, der sie so sehr verletzt hatte, sagen, dass sie kurz davor war, in Panik auszubrechen? Sie fühlte dieses ekelhafte Gefühl, das jeden rationalen Gedanken lahmlegen wollte, in sich loswüten wie einen Eissturm, der sich immer rascher ausbreitete. Ihr Atem ging schnell, hektisch, ihre Hände verkrampften sich in ihren Hosentaschen zu harten Fäusten, als könnte sie so verhindern, dass so etwas wie gerade wieder passieren würde. Dabei wusste sie doch nicht einmal, was sie da gemacht hatte, wie sie es gemacht hatte... Sie wollte sofort hier weg, wollte versuchen, zu verstehen, damit klarzukommen, sich Hilfe suchen... Noch weigerte sich ihr Verstand, anzunehmen, was die anderen anscheinend sowieso schon alle glaubten. Das konnte gar nicht sein… Nicht sie… „Du hast beinahe dein Leben verloren. Wenn du mich weiter dumm anmachst, verlierst du noch was anderes.“ Sie drehte sich abrupt um.
„Du wolltest mich umbringen.“ Jetzt war es heraus, die Worte, auf die sie gewartet hatte, die sie so befürchtet hatte. „Mein Gott... Du... du wolltest mich umbringen, Katja...“
„Du solltest wirklich mit deinen Drogen aufhören, Fabi. Du fantasierst.“ Katja ging mit unsicheren, wackeligen Schritten auf ihr Auto zu. Die Lust zum Feiern war ihr gründlich vergangen. „Mach dich nicht lächerlich.“
„Bleib gefälligst hier!“ Jetzt legte Fabian ihr doch kurz eine Hand auf die Schulter, ließ sie aber sofort wieder los, als hätte er sich verbrannt.
Hass klang durch Katjas Stimme, als sie noch einmal das Wort an ihn richtete. Sie hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet dieser Mensch einmal so ein Gefühl in ihr auslösen würde. „Fass mich nie wieder an.“ Sie spie jede einzelne Silbe aus, langsam und gedehnt, um ihm zu vermitteln, dass er seine Ohrfeige doch noch bekommen würde wenn er sie nicht in Ruhe ließ. Sie erkannte sich selbst nicht wieder. Sie war doch sonst nie so aggressiv… Aber sie war eben auch noch nie betrogen worden. Und vor allem hatte sie noch nie gesehen, dass jemand mit einer einzigen Handbewegung das Wetter kontrollieren konnte. Höchstens im Fernsehen. Nur dass genau das gerade geschehen war. Und es war nicht irgendjemand gewesen.
„Wie zur Hölle hast du das gemacht?“ Fabians warme, dunkle Stimme, die Katja vor wenigen Tagen noch so gern gehört hatte, die sie vom ersten Tag an fasziniert hatte, begann zu zittern. Der Schock machte sich jetzt erst richtig bemerkbar. Katja bezweifelte, dass er je so nüchtern gewesen war, seit er 13 gewesen war. „Was hast du da getan?“
„Das geht dich einen Scheißdreck an. Du machst mich krank. Ich will nie wieder etwas mit dir zu tun haben.“ Damit verließ Katja die Fete, noch bevor sie richtig angefangen hatte. Sie musste sofort hier weg.
a) In meinen beiden X-Men-Serien werdet ihr nicht nur auf Filmelemente sondern auch auf einige Comic- und Cartoon-Charaktere stoßen, die ich wahnsinnig interessant finde, canonmäßig hält ich mich jedoch nur an die Filme. Achtung: Teil 3 der Filme, ‚The last stand‘ habe ich aus meinem persönlichen Canon völlig ausgeschlossen, da dieser eine der größten Enttäuschungen der Filmgeschichte für mich war. Bei diesem speziellen Fanfiction-Canon habe ich mich übrigens ausgiebig im Photoshop ausgetobt und unter anderem zu allen Charakteren Collagen angefertigt. Wer Interesse daran hat, in meinem Profil ist der Link zu meinem Grafik-Tempel zu finden. Und jetzt viel Spaß :).
b) An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Diese Story enthält eine explizite Nc 17-Szene. Wie immer in meinen Geschichten kommt diese Szene nicht online sondern wird nur privat verschickt. Reviewer, die über 18 sind, können mich einfach mit ihrer E-Mail-Adresse kontaktieren, dann bekommen sie das entsprechende unzensierte Kapitel zugeschickt.
c) Fanfiction-Trailer für die gesamte Serie:
- http://www.youtube.com/watch?v=AMOM7INxZVU ; danke an phazonshark für dieses kleine Meisterwerk!
- http://de.youtube.com/watch?v=TBn85cdk_cM ; danke an Rasit für dieses kleine Meisterwerk!
- http://www.youtube.com/watch?v=qdrWlROMCrs
- http://calaer.bplaced.net/DOC.html ; danke an KathysSong für dieses kleine Meisterwerk!
- http://www.youtube.com/watch?v=IWAGLIiShws
- http://www.youtube.com/watch?v=oGh7dmgKlhw
- http://www.youtube.com/watch?v=zjwlNYvvhgA
- http://www.youtube.com/watch?v=GpoaQgKe2tI
d) Nachfolgeteile dieser Serie:
- Teil 1: http://www.fanfiktion.de/s/4947fa690000161f069003e8
- Teil 2: http://www.fanfiktion.de/s/495680680000161f069003e8
- Teil 3: http://www.fanfiktion.de/s/495bb4ff0000161f069003e8
- Teil 4: http://www.fanfiktion.de/s/49734e760000161f069003e8
- Teil 5: http://www.fanfiktion.de/s/4992100f0000161f069003e8
- Teil 6: http://www.fanfiktion.de/s/49a5a7210000161f069003e8
- Teil 7: http://www.fanfiktion.de/s/49dd016a0000161f069003e8
- Teil 8: http://www.fanfiktion.de/s/4a3e2b620000161f069003e8
- Teil 9: http://www.fanfiktion.de/s/4ae1a8930000161f069003e8
- Teil 10: http://www.fanfiktion.de/s/4b757c0b0000161f069003e8
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Serie: X-Men: Weathered I
Titel: FEELING THUNDER (Pilot)
Titelbild: http://i296.photobucket.com/albums/mm194/stormxpadme/art/ft.jpg
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Marvel, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: Realfilme Teil 1 und 2; Teil 3 schließe ich aus meinem persönlichen Canon aus. AU
Zeitlinie: kurz vor, während und kurz nach dem Film ‚X-Men‘
Zensur: P-12
Zusammenfassung: Katja kommt in Professor Xaviers Anwesen unter, um zu lernen, mit ihrem neuen Leben als Mutantin umzugehen. Mitten im Chaos um den Kampf Liberty Island kommt sie Scott näher, während auch Jean und Logan immer mehr spüren, dass sie ihre gegenseitige Anziehung nicht bekämpfen können. Eine Serie von unaufhaltsamen Ereignissen, die das ganze Team auf die Probe stellen, nimmt ihren Lauf…
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D
X-Men: Weathered I
FEELING THUNDER
(Pilot)
FEELING THUNDER
(Pilot)
1
“Das glaubst du doch nicht im Ernst, was du da gerade behauptest! Komm mal wieder runter, Kleines.“ Fabian blieb regelrecht der Mund offen stehen. Der unbeherrschte, fast schon hysterische Ausbruch seiner sonst immer so stillen und friedlichen Freundin Katja überforderte ihn sichtlich. Fast wäre ihm seine Bierflasche aus der Hand gerutscht und auf dem Boden des Parkplatzes vor dem Jugendzentrum zerschellt, wo dieser Samstagabend eigentlich vor ein paar Minuten ganz nett angefangen hatte. Bis seine Partnerin aufgetaucht war und ihm irgendwelche, seiner Ansicht nach natürlich völlig lächerlichen Vorhaltungen gemacht hatte.
Tödlich gekränkt in seiner Goth-Ehre, auf die er so stolz war – die nüchtern gesehen allerdings aus nichts als hüftlangen Haaren, schwarzem Kajal und einer speckigen schwarzem Lederhose basierte – wandte er sich ab, als ob er den Vorwurf erst verdauen müsste, dass er Katja betrog, und auch noch mit seiner Ex-Freundin. Aber an seinen verspannten Schultern, daran, wie er sich an der Flasche festhielt, erkannte Katja genau, dass er nur einen Weg suchte, sich aus der Affäre zu ziehen. Er wusste, dass er verloren hatte, und das war er nicht gewöhnt. Nicht bei ihr, die ihm die ganzen Monate nie Probleme gemacht hatte, die in ihrer blinden Verliebtheit nie einen Zweifel an ihm gehegt hatte, oder an irgendetwas, das er tat. Bis heute.
„Hör auf rumzuspinnen, Kleines.“ Als er sich wieder gefangen hatte, traute er sich schließlich, sie wieder anzusehen, schenkte ihr einen dieser trainiert treuherzigen Blicke aus seinen tiefblauen Augen, ganz der unschuldige, zuckersüß perfekte Junge an ihrer Seite, wie immer. „Können wir das nicht in Ruhe klären? Wir müssen nicht auf die Party gehen. Fahren wir zu mir. Ich bestell uns eine Pizza, und dann…“
Und dann. Wie dieses ‚und dann‘ aussehen würde, konnte sich Katja auch ohne weitere Erklärungen ausmalen. Ein wenig laute Musik, Knutschen, ein, zwei Joints, Sex, und schon war die Welt wieder in Ordnung. Die Nummer kannte sie schon. Sie war wochenlang darauf hereingefallen, wie ihr jetzt immer mehr klar wurde. „Spar es dir einfach. Du hast doch nur mit mir gespielt. Du hast mich nur solange gebraucht, bis du wieder bei dieser Schlampe unterkriechen konntest. Und ich dumme Kuh hab dir auch noch geglaubt, dass dir tatsächlich was an mir liegt.“ Sie musste es ihm einfach jetzt sagen, egal, ob Dutzende Leute um sie beide herum standen oder nicht, sonst wäre sie geplatzt. Schon auf dem Weg hierher hatten ihre Hände vor unterdrückter Wut so gezittert, dass sie mit ihrem Auto fast ein, zwei Verkehrsschilder gerammt hätte. Nicht einmal traurig war sie im Moment, sogar die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Sie hätte es die ganze Zeit ahnen sollen, dass sich ein gut aussehender Mann wie Fabian nicht lange mit einer grauen Maus wie ihr abgeben würde. Der Schmerz würde vermutlich erst später kommen. Im Moment tat es gut, wütend zu sein, alles rauszulassen, was sich in ihr aufgestaut hatte, seit sie heute Morgen diese eine verhängnisvolle SMS von ihrer besten Freundin bekommen hatte. Sie riss so hart die Seitentasche ihres Rucksacks auf, dass der Verschluss kaputt ging, und hielt Fabian ihr Handy mit dem Foto unter die Nase, das Alex heimlich von ihm und seiner Ex-Freundin gemacht hatte. Auf dem eindeutig ein inniger Kuss zu sehen war.
Stille. Das einzige Geräusch waren harte Regentropfen, die auf ihre Mäntel zu tropfen begannen, und ein leichtes Grollen in der Ferne. Ein Gewitter kam auf. Passend zur Situation. Sehr passend.
Ehrlich aus der Fassung gebracht leerte Fabian seine Flasche und warf Katja einen betont traurigen Blick zu. Hinter seiner Stirn arbeitete es sichtlich, aber jetzt fiel ihm nichts mehr Plausibles ein, mit dem er sein Ansehen vor seinen Freunden retten konnte, die den Streit interessiert beobachteten. „Wenn du gleich aus jeder Mücke einen Elefanten machst, lassen wir das mal lieber mit uns beiden. Ich hatte dich sehr gern, weißt du. Aber jetzt verhältst du dich nur mehr albern. Geh wieder zu deinen Pferdchen und Turngeräten, wenn du mit dem richtigen Leben nicht klarkommst.“
Dieser abfällige Tonfall, diese völlige Gefühlskälte, so plötzlich, wo Fabian merkte, dass bei ihr nichts mehr zu holen war, gab Katja den Rest. Sie hatte diesen Kerl geliebt, verdammt! Ohne darüber nachzudenken holte sie aus, um ihren Ex-Freund zu ohrfeigen- es würde das erste Mal in ihrem Leben sein, dass sie einen Mann ohrfeigen würde.
Fabian sah rechtzeitig, was sie vorhatte und ging rasch zwei Schritte zurück. Das rettete ihm das Leben.
Nur Zehntelsekunden später traf ein Blitz den Boden, auf dem er eben noch gestanden war.
Das Gewitter verschwand so schnell wie es gekommen war.
Hatte Katja gedacht, es war vorhin still gewesen?
Ein leises Klappern. Erst nach Sekunden begriff sie, dass es ihre Zähne waren, die aufeinander schlugen. Als sie ihren Blick nach einer halben Ewigkeit von der verbrannten Stelle im schlammigen Erdboden wenden und auf Fabian richten konnte, sah sie, dass er genau wie sie am ganzen Körper zitterte.
„Bist du verrückt geworden?“ Er konnte kaum sprechen vor Schreck, seine Stimme versagte ihm den Dienst.
Katja war genauso fassungslos, aber sie hatte genug Geistesgegenwart, um zu verstehen, was die Frage sollte. „Schau mich bloß nicht so an! Bin ich daran jetzt vielleicht auch noch Schuld?“
„Verkauf mich nicht für dumm!“ Fabian hob aufgebacht die Hände, als ob er sie an den Schultern nehmen wollte, besann sich dann aber eines Besseren und trat vorsichtshalber noch einen Schritt zurück. „Du hast das gerade genauso gesehen wie ich, also stell dich jetzt ja nicht blöd!“ Er musterte Katja genauso schockiert wie ihre Freunde, eine stumme Anklage in den Augen.
Immer mehr Leute zogen sich zurück und tuschelten aufgeregt, ein paar flüchteten regelrecht ins Jugendzentrum. Die unausgesprochenen Worte, die Erkenntnis, was vielleicht mit Katja los sein könnte, dass diese gefährliche Situation gerade ausgelöst hatte, hingen schwer wie der Regen in der Luft.
„Ich hab gesehen, dass du soeben Riesenglück gehabt hast“, erwiderte Katja gespielt ruhig. Sollte sie ausgerechnet diesem Menschen, der sie so sehr verletzt hatte, sagen, dass sie kurz davor war, in Panik auszubrechen? Sie fühlte dieses ekelhafte Gefühl, das jeden rationalen Gedanken lahmlegen wollte, in sich loswüten wie einen Eissturm, der sich immer rascher ausbreitete. Ihr Atem ging schnell, hektisch, ihre Hände verkrampften sich in ihren Hosentaschen zu harten Fäusten, als könnte sie so verhindern, dass so etwas wie gerade wieder passieren würde. Dabei wusste sie doch nicht einmal, was sie da gemacht hatte, wie sie es gemacht hatte... Sie wollte sofort hier weg, wollte versuchen, zu verstehen, damit klarzukommen, sich Hilfe suchen... Noch weigerte sich ihr Verstand, anzunehmen, was die anderen anscheinend sowieso schon alle glaubten. Das konnte gar nicht sein… Nicht sie… „Du hast beinahe dein Leben verloren. Wenn du mich weiter dumm anmachst, verlierst du noch was anderes.“ Sie drehte sich abrupt um.
„Du wolltest mich umbringen.“ Jetzt war es heraus, die Worte, auf die sie gewartet hatte, die sie so befürchtet hatte. „Mein Gott... Du... du wolltest mich umbringen, Katja...“
„Du solltest wirklich mit deinen Drogen aufhören, Fabi. Du fantasierst.“ Katja ging mit unsicheren, wackeligen Schritten auf ihr Auto zu. Die Lust zum Feiern war ihr gründlich vergangen. „Mach dich nicht lächerlich.“
„Bleib gefälligst hier!“ Jetzt legte Fabian ihr doch kurz eine Hand auf die Schulter, ließ sie aber sofort wieder los, als hätte er sich verbrannt.
Hass klang durch Katjas Stimme, als sie noch einmal das Wort an ihn richtete. Sie hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet dieser Mensch einmal so ein Gefühl in ihr auslösen würde. „Fass mich nie wieder an.“ Sie spie jede einzelne Silbe aus, langsam und gedehnt, um ihm zu vermitteln, dass er seine Ohrfeige doch noch bekommen würde wenn er sie nicht in Ruhe ließ. Sie erkannte sich selbst nicht wieder. Sie war doch sonst nie so aggressiv… Aber sie war eben auch noch nie betrogen worden. Und vor allem hatte sie noch nie gesehen, dass jemand mit einer einzigen Handbewegung das Wetter kontrollieren konnte. Höchstens im Fernsehen. Nur dass genau das gerade geschehen war. Und es war nicht irgendjemand gewesen.
„Wie zur Hölle hast du das gemacht?“ Fabians warme, dunkle Stimme, die Katja vor wenigen Tagen noch so gern gehört hatte, die sie vom ersten Tag an fasziniert hatte, begann zu zittern. Der Schock machte sich jetzt erst richtig bemerkbar. Katja bezweifelte, dass er je so nüchtern gewesen war, seit er 13 gewesen war. „Was hast du da getan?“
„Das geht dich einen Scheißdreck an. Du machst mich krank. Ich will nie wieder etwas mit dir zu tun haben.“ Damit verließ Katja die Fete, noch bevor sie richtig angefangen hatte. Sie musste sofort hier weg.
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