Fanfiktion / Bücher / Bis(s) / Innocent, Vigilant, Ordinary/ Unschuldig, Wachsam, Gewöhnlich
Prolog & Sixteen
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von papillon00    erstellt: 03.12.2008    letztes Update: 25.03.2009    Drama / P16     30 Reviews
A/N: Diese Fic ist eine Übersetzung der Story "Innocent, Vigilant, Ordinary" von Oxymoronic8, die mir erlaubte, dies zu veröffentlichen...
Originallink: http://www.fanfiction.net/s/4399727/1/


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Prolog


“I’m exactly right for you, Bella. It would have been effortless for us — comfortable, easy as breathing. I was the natural path your life would have taken… if the world was the way it was supposed to be, if there were no monsters and no magic.”
-- Jacob Black, Eclipse, p. 599

In einer Welt ohne Monster und Magie, umkreisen Jacob Black und ich einander; wir waren wie ein Universum, dass nur aus uns beiden besteht. Er macht mein Leben einfach und beschützt mich vor unerklärlicher Einsamkeit, die mich, bis zu dem Moment als ich ihn traf, beschattete . Unsere Liebe stützt sich auf die Art von Vertauen und Hingebung, von denen die meisten Menschen ein Leben lang brauchen, um sie zu finden. Irgendwann werden wir erwachsen sein, uns ein Leben lang aneinander binden und eine Familie gründen. Unserer beider Leben wird dann mühelos, angenehm verlaufen. Und, irgendwann werden wir einfach so, unser jetziges Leben in das Ungewisse eintauschen, nie nach mehr verlangend, was wir nicht schon besitzen.

In einer Welt ohne Monster und Magie ist es das beste, nicht dem nachzutrauern, was hätte sein können. Warum sollte man nach etwas mehr Ausschau halten, etwas, was womöglich gar nicht exisiert, wenn man sich sicher sein kann, dass sich unsere Bedürfnisse sowieso decken? Ich arbeite lieber für einen Gehaltsscheck und bin Teil von etwas realem und unkomplizierten, als darauf zu warten, irgendwann  in der Lotterie zu gewinnen. Das Leben ist nun mal dazu bestimmt, Enttäuschungen hervorzubringen; und wenn das Schicksal eingreift und einem Sicherheit und Zufriedenheit schenkt, setzt man nicht alles auf eine Karte bloß für die Chance von Aufregung; welches letzten Endes höchstwahrscheinlich sowieso nie auftritt. Wir schaffen uns ein Leben in der Realität und wissen, dass das Paradies nur in Märchen existiert.

In einer Welt ohne Monster und Magie sind Jacob Black und ich glücklich. Aber wir sind trotzdem ohne Magie. Wir teilen unsere Zufriedenheit mit guten Grund. Wir fühlen uns vollständig, weil wir die Dinge ignorieren, die uns fehlen. Was wir zusammen haben reicht, weil wir blind den Dingen gegenüberstehen die Magie bedeuten; unsere Herzen haben nie rasend vor Leidenschaft geklopft und wir hinterfragen nicht die Bestimmung unserer Seelenfreundschaft in unseren Leben; wir riskieren nichts. Normale Liebe ist alles was man braucht, wenn man gewöhnlich durchs Leben geht...

Dies passt solange, bis man die Magie findet, von der man nie geglaubt hatte, dass sie tatsächlich existiert; von der man nie wusste, dass man sie wollte.

Plötzlich ist das Gewöhnliche nicht mehr genug; man braucht das Außergewöhnliche...

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CHAPTER ONE: Sixteen



Jacob ist am Mittwoch Sechzehn geworden.
Als ich in die Auffahrt fuhr, entdeckte ich ihn lächelnd auf der heruntergekommenen Veranda und sein leuchtendes, ansteckendes Grinsen, das ich nur zu gut kannte. Unter der Oberfläche seines Lächelns schlich sich während der letzten Monate etwas ein; etwas anregendes, was mit der Zeit bewusst durch das Erwachsen werden wuchs. Die unausgesprochene Wandlung in Jake's Verhalten zeigte mir, dass, nun mit sechzehn Jahren, seine Erwartungen wuchsen. Sechzehn bedeutete Erwachsensein, jedenfalls für Jacob, der unzählige Stunden damit zubrachte, seinen VW Rabbit (Anm.: heisst bei uns VW Golf), den er auf dem Schrottplatz fand, zu vervollkommen.

In den drei Jahren in denen ich ihn kannte, sprach er endlos davon, wie sehr Auto fahren Freiheit bedeutete. Nachdem er das nun endlich durfte, worauf er solange gewartet hat, erreichte seine Selbsticherheit ein neues Ausmaß. Längst nicht mehr der unsichere Acht-Klässler, den ich kennengelernt hatte als ich mit fünfzehn nach Forks zog, verbrachte Jacob jeden gemeinsamen verbrachten Moment damit, Ausreden zu finden um näher beisammen zu sitzen, oder widerspentstige Strähnen meines Haares hinter mein Ohr zu streichen oder sich zu mir lehnen, wenn er mit mir redete. Er war bloß ein Freshman in High School und jünger als ich mit meinen beinahe 18 Jahren, aber in seinem Kopf spielten wir bereits in der selben Liga.

Nur wusste ich nicht, ob ich mitspielen wollte.

Jacob Black und ich waren beste Freunde, seitdem ich nach Forks, Washington zog, um mit meinem Vater -kurz bevor ich in die zehnte Klasse kam- zu leben. Sein Vater Billy und meiner, Charlie, waren seit Ewigkeiten befreundet. So fanden wir, Jake und ich, uns oft genug beim Abendessen wieder und aßen Fischgerichte, die unsere Väter während ihrer wöchentlichen Ausflüge fingen; wir wurden sofort Freunde. Schon bald verbrachten wir fast jede freie Sekunde in seiner Garage witzelnd, dem Ort seiner vielen Projekte, wie sein VW.

Er war nicht wie die Kids mit denen ich zur Schule ging; Jake war interessant, bescheiden und voller Leben. Abgesehen von den Schuldgefühlen die ich über seinem armseligen Versuch, seine Verknalltheit in mich zu verstecken hatte, schaffte er es, meine dumpfe Welt erträglicher zu machen. Trotzdem - für mich war er ein Kind.

Etwas was ich an ihm liebenswert fand, war sein nie enden wollender Enthusiasmus, den man nur bei fünfjährigen unter Zucker Schock am Weihnachtsmorgen finden konnte. Ich dagegen war bereits eine Frau mittleren Alters, gefangen im Körper eines Teenagers, hervorgegangen durch den Fakt, das Einzige Kind meiner Mutter Renee zu sein, die wiederrum ein Teenager gefangen im Körper einer 38 jährigen war. Bis sie Phil vor drei Jahren heiratete, war ich in dieser Beziehung diejenige, die sich um sie kümmerte. Mich störte die Verantwortung nicht, denn ich fühlte mich gebraucht. So genoß ich die ähnliche Art mit Jake, in der er mich brauchte; es fühlte sich einfach richtig an, dass ich mich um ihn kümmerte. Wiederrum hielt er die Einsamkeit, die mich ein Leben lang verfolgte, in Grenzen.

Jacob und ich waren perfekt in unserem vorläufigem, platonischen Zustand; alles andere könnte leicht den gegenwärtigen Stand, an den ich mich so sehr klammerte, zerstören. Aber er wollte mehr. Jeden Tag erwartete er mich auf der Veranda des kleinen Hauses in dem er mit seinem Vater wohnte. Nachdem dies anhielt, wuchs sein Ausdruck in die Bestätigung, dass er nicht mehr länger tatenlos zulassen wollte, dass ich ihn als ein Kind ansah.

Ich brachte meinen Truck zum Stillstand und richtete mich langsam vom Sitz auf. Trotz all meiner Sorgen über unseren Beziehungsstatus, war ich entspannt, da ich nun bei Jacob war.

„Bells!“, rief er als er mich in einer seiner Knochen brechenden Umarmungen zog. Immer mehr verzichtete er auf Ausreden für körperlichen Kontakt. Gott sei Dank war er schlank und nur ein bisschen größer als ich, denn andernfalls hätte ich es sehr schwer gehabt, den Leuten in der Notaufnahe zu erklären, wie ich mir meine Rippen gebrochen hätte.

Ich gab ihm ein kleines, in Zeitungspapier eingewickeltes Paket. „Happy Birthday!“
Er sah mich an als hätte er tatsächlich erwartet, dass ich mit leeren Händen aufkreuzen würde.

„Du hättest mir nichts besorgen müssen“.

„Doch, du Lügner. Sorry wegen dem Papier; Charlie hat nie was festliches im Haus herum liegen.        
Er zwinkerte zur Antwort und kam näher an meine Seite. „Ich werde dir dieses Mal vergeben“.
Er verschwendete wirklich keine Zeit mit seinem weniger-als-subtilem Flirten und bedachte mich mit einem Lächeln, dass förmlich in Subtext begraben lag. Ich sah weg; immer noch unsicher, wie ich darauf antworten sollte.

Für eine Weile saßen wir in Schweigen und ich konnte seine Augen auf mir spüren.
Etwas zu laut, zwang ich „Komm schon, öffne es!“, heraus.
Wegen mehrerer Gründe, noch mehr als die unausgesprochene Spannung zwischen Jake und mir, war ich angespannt. Ich hoffte auf einen Sommer Job sobald die Schule aus war, aber dies war noch einen Monat hin. Wie es nun so stand, hatte ich ein beschränktes Budget für das Geschenk zur Verfügung gehabt; also musste ich improvisieren. Nun hinterfragte ich meine Wahl.

Sein Lachen überfiel mich sofort. „Einen Hasenfuß als Schlüsselband?“

Plötzlich fühlte ich mich wie ein Idiot, ein seltenes Gefühl in Jacobs Anwesenheit.
„Naja du weisst schon, weil du einen VW Rabbit restaurierst...“
Er schlang einen Arm um mich, antwortend: „Ja klar, ich kapiers...Mensch Bella, du machst mich fertig!“

„Du weißt dass ich total pleite bin, ansonsten hättest du was anderes bekommen. Sorry. Wenigstens ist es nicht rosa.“

„Hör auf dich zu endschuldigen! Ich liebe es!“ Ich wusste, dass es stimmte; Jacob war fast genauso ein schlechter Lügner wie ich.

„Wirklich, du hättest mir kein Geschenk machen sollen. Deine Anwesenheit ist Geschenk genug.“ Er stockte. In einer heiseren Stimme, die immer noch neu für mich war, fuhr er fort, „Weisst du, Bella, ich habe nachge--“
Ich ring nach Worten, bevor er weitersprechen konnte. „Warte, hier ist noch was!“

Als würde ich einen Zaubertrick vorführen, zog ich die Karte aus meiner Tasche.
Er wirkte etwas zitternd nach meiner Unterbrechung; aber trotzdem neugierig. Andächtig öffnete er den Umschlag.

„Nicht wahr, oder?!“ Er tat, als hätte ich ihm einen Millionen Dollar Scheck und nicht bloß einen Gutschein für ein 'Bella Swan Lasagne Dinner' geschenkt. „Ich werde mir Kopien machen, dann kann ich das jede Woche einlösen!“

Noch bevor mein Lächeln größer werden konnte, festigte er seinen Griff um mich und zog mich so nahe an sich, dass ich praktisch auf seinem Schoß saß.
„Das ist so cool, Bella. Danke“.

Sein Ton wurde wieder ernst und mir war plötzlich völlig bewusst, das unsere Gesicher nur Zentimeter auseinander waren; so nahe, dass ich seine Wimpern zählen konnte.  In meinem Magen bildete sich ein Knoten; mir war glasklar, was in ihm vorging. Bitte küss mich nicht, bat ich stumm, als er begann seinen Kopf noch näher an meinen zu ziehen. Gleich würde ich seine Wimpern fühlen können... Ich habe noch nie jemanden geküsst, jedenfalls auf romantische Art, und mir war schleierhaft, ob ich eine Freundschaft zerstören wollte um einen ersten Kuss mit jemanden zu haben, bei dem ich mir nicht mal sicher war, ob ich ihn überhaupt attraktiv fand.
Die Worte kamen aus meinem Mund bevor mir klar war, dass sie zu mir gehörten.

„Jake, ich glaube nicht, dass das so eine gute Idee ist.“

Seine Augen waren halb geschlossen als er antwortete, „Werden wir sehen.“
Noch ehe ich was sagen konnte, waren seine Lippen fest auf meine gepresst, seine Hände auf meinem Rücken. In diesem Moment, passten die Worte „Kind“ und „Jacob“ nicht mehr in den gleichen Satz. Zögerlich küsste ich ihn zurück, mir bewusst werdend, dass  keiner von uns das jemals gemacht hatte. Ich hatte Angst, dass ich irgendwie schlecht darin sein könnte, obwohl Jake's Unerfahrenheit keinen Einfluss auf seine Fähigkeiten oder Selbstbewusstsein zu sein schien. Er war unerschrocken leidenschaftlich, zog seine Hände von meinem Rücken zu meinem Hals und dann in mein Gesicht. Seine Zunge schlich sich wie selbstverständlich in meinen Mund und ich hatte keine Ahnung, wie ich darauf reagieren sollte. Es fühlte sich gut an, sogar großartig, aber mein Gehirn drohte mit der Aussicht auf das, was dies bedeutete, sobald sich unsere Lippen trennen würden.
Ich tat alles, um meine innerliche Nörgelei zu schlichten; denn Jake war, schlicht und einfach unglaublich. Mit ihm zusammen zu sein war das einfachste, was ich jemals erlebt habe. Seit Jahren war er die Schulter, an der ich mich ausheulte wenn alles andere in der Welt dumpf und kalt schien. Und nun küsste er, als würde er versuchen, seinen und meinen Körper in Eines zu vereinen. Er liebte mich. Er musste.

Als ein Kind von Eltern die sich scheiden ließen noch bevor ich mich daran erinnern konnte, war ich erfahren in Selbstständigkeit. Ich sagte mir, dass ich niemanden brauchte, auch wenn ich wussste dass es eine Lüge war. So war mir aber klar, dass ich Jacob brauchte. Er war alles für mich. Mein Leben lang habe ich mir eingeredet, dass nicht jede Liebe schwinden musste wie die meiner Eltern. Oder dass Liebe nicht unbedingt diese alles-absorbierende, grundlose Leidenschaft sein musste. Als Jacob's Lippen weiter über meine strichen, wurde mir klar, dass das was wir haben, wirklich zu etwas anderem werden konnte. Ich schuldete es mir und vor allem Jacob rauszufinden, was dieses etwas sein könnte.
Ich schlang meine Hände um sein Gesicht und gab ihm alles, was ich hatte. Er war mein bester Freund, meine Welt.
Wahrscheinlich war ich verrückt gewesen zu glauben, dass ich zu jemanden anderen als ihm gehörte.

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Was man nicht alles tut, wenn man selbst keinen klaren Gedanken fassen kann...Erklärt mich für verrückt, dass ich mir dies zur Aufgabe gemacht habe, aber ich finde, dies ist eine gute Methode, Schreibblockkaden zu lösen...Also, das war das erste Kapitel. Und keine Sorge, Edward wird auch noch auftauchen und Bella auf Trab halten...Die Story ist übrigens sehr an Twilight angelehnt...nur halt eine andere Version.
Reviews sind gerne gesehen...
Vielen Dank fürs Lesen,
papillon
 
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