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von Suzumes Star    erstellt: 01.12.2008    letztes Update: 01.12.2008    Geschichte, Romanze / P6    (fertiggestellt)
[ONESHOT]

Diese Geschichte ist schon relativ alt, im Jahre 2001 geschrieben, wenn ich mich nicht irre ;)

Disclaimer: Kenshin gehört Watsuki-sensei. Die kursiv geschriebenen Zitate sind dem Manga entnommen!


Ich freue mich immer über Kommentare!

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Als Kenshin aufstand und sich antat, war es so kalt, dass selbst er, trotz Anwendung seines Chi, fror. Seine Zähne klapperten heftig aufeinander, als er durch den Garten schritt, das Holz, das er soeben gehackt hatte, auf den Armen balancierend. Im Haus feuerte er dann erst mal alle Öfen an, bevor er erneut hinausging, um gleich mehrere Eimer Wasser vom Brunnen, den er zuerst vom Eis befreien musste, ins Haus zu schleppen. Als alle notwendigen Arbeiten verrichtet waren, begann er, das Frühstück zu richten.
Gerade als er die heiße Suppe über die Reisbällchen löffelte, hörte er erste Lebenszei-chen im Haus, das bis jetzt still dagelegen hatte. Pünktlich als er das Frühstück servierte, betraten Kaoru und Yahiko den Raum.
  ,, Oh! Super! Heiße Suppe!“, rief Yahiko und stürzte sich auf seine Schale, die einladend dampfend neben einer Tasse Tee auf einem niedrigen Tisch mit einem Sitzkissen davor stand. Kaoru war weniger aktiv als ihr Schüler und gähnte hinter vorgehaltener Hand, dann erzitterte sie.
  ,, Es ist so furchtbar kalt dieses Jahr! Der Schnee liegt jetzt schon seit drei Wochen!“, seufzte sie und ließ sich vor ihrer Schale nieder.
  ,, Hm... Demo, mit der richtigen Bekleidung und der nötigen Bewegung geht das schon“, lächelte Kenshin und löffelte sein Frühstück in sich hinein. Kaoru starrte ihn erschrocken an. Ahnte er etwas von ihrem Geschenk?! Doch sein Lächeln verriet nichts dergleichen.
  ,, Also ich finde den Schnee klasse! Das kann man tolle Schneeballschlachten machen!“, rief Yahiko.
  ,, Wollen wir nicht eine nach dem Frühstück machen?“, schlug Kenshin vor.
  ,, Echt?! Super! Toll! Klasse!“, jubilierte Yahiko und schlang wie ein Wilder den Rest seiner Suppe hinunter, um ja nur schnell mit der Schlacht beginnen zu können.
  ,, Wollt Ihr auch mitmachen, Kaoru?“, wandte sich Kenshin derweil an das Mädchen, das ganz in Gedanken versunken schien.
  ,, Hm? Ano... Nein. Ich hab noch einiges zu erledigen!“, winkte sie dann hektisch ab.

Nach dem Frühstück verzogen sich Kenshin und Yahiko also nach draußen und Kaoru zog sich leise in ihr Zimmer zurück. Dort öffnete sie ihren Schrank und wühlte darin herum, bis sie das Gesuchte zu fassen bekam: Kenshins Geschenk. Zärtlich strich sie über den dicken, schweren schwarzen Samt. Er würde vortrefflich mit Kenshins feuerroten Haaren harmonieren. Sie seufzte glücklich. Gestern hatte sie bis tief in die Nacht an den Ärmeln gesessen. Mit einer raschen Bewegung faltete sie das Kleidungsstück auseinander, um ihr Werk zu betrachten und – kreischte auf. Die Ärmel saßen viel zu weit unten, ungefähr in Hüftgegend und Kaoru wurde bewusst, dass sie ihre Näharbeit wohl falsch herum gehalten haben musste. Sie sank mit Tränen in den Augen auf die Knie.
  ,, Kaoru! Was ist passiert?!“ Kenshin stürzte mit schreckensgeweiteten Augen ins Zimmer. Kaoru kreischte erneut auf, warf das verunstaltete Geschenk in ihren Schrank, knallte dessen Schiebetür zu und sprang auf.
  ,, Ni... nichts... Es... es ist alles in bester Ordnung... hihi... Ano... Na ja... Da war eine Spinne ... und... ich hab mich halt erschreckt!“, stammelte sie und trat auf Kenshin zu, um diesen aus dem Zimmer zu schieben.
  ,, IHR habt Angst vor Spinnen?“, fragte dieser ungläubig und starrte sie mit großen violetten Augen an. Schon donnerte die Eisenfaust Kaorus auf sein edles Haupt nieder.
  ,, Was dagegen?!“, fauchte sie, denn sie fürchtete sich tatsächlich vor Spinnen.
  ,, Aber nicht doch!“ Mit einer Riesenbeule auf dem Kopf und sich mit abwehrend erhobenen Händen zurückziehend, stolperte Kenshin aus dem Raum. Kaum war er draußen, schon knallte Kaoru die Tür zu. Dann wandte sie sich ihrem größeren Problem zu: Dem misslungenen Geschenk für Kenshin. Mit spitzen Fingern zog sie den hanten aus dem Schrank und bis sich auf die Lippen, um nicht zu weinen.
  ,, Verflucht!“, murmelte sie und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, die trotz allem über ihre Wangen geronnen waren. Sie atmete tief durch und begann, die Nähte aufzutrennen. Doch dies war eine sehr langwierige, anstrengende Arbeit, da sie mehrere Schichten übereinander genäht hatte, damit die Arme auch ja hielten.
  ,, Halten tun sie auf jeden Fall“, knurrte sie mit einem Anflug von Selbstironie. Als sie mit dem einen Arm endlich fertig war, hörte sie Kenshin zum Mittagessen rufen. Ihr wurde heiß. In diesem Tempo würde sie den hanten heute nicht mehr fertig be-kommen – und Morgen war bereits Weihnachten. Sie ließ ein paar sehr unschöne Flüche los, verstaute das Geschenk wieder im Schrank und begab sich zum Essen.
Nach diesem packte sie kurz entschlossen den hanten und ihr Nähzeug in die Tasche, die sie immer für ihre Sachen benutzte, wenn sie ins Maekawa-Dojo zum Trainieren ging. Sie wollte sich gerade vom Grundstück schleichen, als sie hinter sich den Schnee knirschen hörte – und Kenshins berühmtes “oho“. Sie fuhr zu ihm herum.
  ,, Oho! Wo wollt Ihr denn hin, Fräulein Kaoru?“, fragte er mit einem Ruroni-Lächeln.
  ,, I... Ich?! Ins Akabeko... ano... Tae besuchen und ihr ein Geschenk bringen, weil Morgen...“ Sie lächelte nervös und erfreut, weil ihr solch ein gutes Alibi für die Tasche eingefallen war.
  ,, In Akabeko? Kann ich dann wohl mit Euch...“
  ,, Nein, das kannst du nicht!“, unterbrach Kaoru ihn hektisch. ,, Du kannst mit Yahiko einen Tannenbaum besorgen!“ Mit diesen Worten ging sie vom Hof, sich in Gedanken tausendmal bei ihm entschuldigend. Zurück blieb ein verdatterter Kenshin.
  ,, Oho“, machte er perplex. Doch dann stemmte er die Hände in die Seiten und stieß mit einem Lächeln Luft aus, die wie einen weiße Wolke aufstieg.
  ,, Also ich werde das Gefühl nicht los, dass sie etwas vor mir verheimlicht...“ Dann wandte er sich um, auf dem Weg ins Haus nach Yahiko Ausschau haltend.

  ,, Tae! Tae! Du musst mir helfen! Es ist so furchtbar!“, rief Kaoru atemlos und rüttelte ihre Freundin, kaum hatte sie das Akabeko und diese erreicht.
  ,, Was ist denn geschehen?!“, fragte diese erschrocken und zog Kaoru in eine ruhige Ecke des Restaurants, weil die Gäste bereits guckten.
  ,, Mit Kenshins Geschenk! Ich... ich hab’s versucht, demo... sieh selbst...“ Sie zog den hanten aus der Tasche.
  ,, Ich hab die Arme vollkommen falsch angenäht und für das Lösen des einen fast zwei Stunden gebraucht! Ich schaffe das nie bis Morgen! Onegai helfe mir Tae, du bist doch so viel geschickter mit der Nadel!“, bat sie die Freundin verlegen.
  ,, Natürlich helfe ich dir! Arme sind auch sehr schwierig. Du hast du dir gleich ein ganz schönes Stück Arbeit ausgesucht!“, seufzte Tae und setzte sich, um mit dem Auftrennen der Naht des zweiten Arms anzufangen.
  ,, Also der Rumpf ist dir schon sehr gut gelungen! Aber pass mal auf, wir drehen ihn, damit man die Nähte nicht so sieht!“, schlug Tae vor und setzte ihren Vorschlag in die Wirklichkeit um. Danach trennte sie geschickt und außergewöhnlich schnell die Nähte des zweiten Arms auf.
  ,, So... Zieh es doch mal an“, bat sie Kaoru, die bis jetzt staunend dabeigesessen hatte. Diese gehorchte – und...
  ,, Ich habe die Armlöcher vergessen!“, kreischte sie.
  ,, Nicht so schlimm. Das haben wir gleich!“ Sofort machte Tae sich ans Werk und war, unter Kaorus immer größer werdenden Augen, innerhalb von zwei Stunden fertig. Sie machte einen Knoten in den Faden und schnitt das überschüssige Stück ab.
  ,, Fertig!“ Sie wischte sich den Schweiß vor der Stirn und überreichte der Freundin den fertigen hanten.
  ,, Arigatou!“, seufzte Kaoru, während sie das gute Stück wieder einpackte. ,, Demo... eigentlich wollte ich es ganz alleine schaffen!“
  ,, Du musst dich nicht ärgern! Das kann jedem mal passieren. Außerdem kommt es nicht darauf an WER es genäht hat, sondern auf die Absicht! Du machst dir Sorgen um Himura, weil er um diese Jahreszeit viel zu dünn angezogen ist! Allein das zählt. Er wird sich sicher freuen!“, kicherte Tae. Kaoru errötete.
  ,, Du kennst doch Kenshin! Er würde sich über alles freuen!“, seufzte Kaoru dann.
  ,, Na und? Das zeigt dir ja nur, wie viel du ihm bedeutest. Er würde sich sogar über einen Knopf freuen, wenn er von dir ist!“, strahlte Tae und seufzte dann ergriffen. Sie war eine hoffnungslose Romantikerin.  Kaoru musste lächeln.
  ,, Arigatou, Tae... Morgen bekommst du dein Geschenk!“, rief sie beim Verlassen des Akabeko.

  ,, Schneller! Schneller!“, brüllte Yahiko, auf dem Schlitten stehend, den Kenshin im Laufschritt durch den tiefen Schnee zog. Plötzlich blieb dieser mit einem Ruck stehen, sodass Yahiko rückwärts in eine Schneewehe fiel. Kenshin, der gerade einen sehr schönen, gerade gewachsenen Baum bewunderte, bemerkte nichts davon. Erst als die Faust des Jungen auf seinen Kopf niedersauste, nahm er wieder Notiz von ihm.
  ,, Ohoho!“, seufzte er, streichelte die Beule und meinte dann:,, Wie findest du diesen hier? Der ist nicht zu groß und zudem sehr schön gerade gewachsen.“ Yahiko nickte uninteressiert. Er hatte etwas viel Besseres entdeckt.
  ,, Wir nehmen den!“ Zielsicher zeigte er auf den größten Baum im ganzen Umfeld.
  ,, Der ist bestimmt zwei Meter hoch!“, merkte Kenshin an. ,, Den bekommen wir niemals ins Haus!“
  ,, Dann schneiden wir halt ein Loch ins Dach!“, fauchte Yahiko und tätschelte sanft den Stamm des Baumes.
  ,, ...“, war alles, was Kenshin von sich gab. Dann zog er sein Schwert und begann den von ihm ausgesuchten, kleineren Baum zu fällen.
  ,, Warum hast du mich überhaupt mitgenommen zum Baumholen, wenn du am Ende doch entscheidest, was wir nehmen?!“, brüllte Yahiko, auf den jungen Mann einschlagend.
  ,, Ohohoho!“, machte Kenshin, als er plötzlich ein Kichern vernahm. Er richtete sich auf und hielt den fuchsteufelswilden Yahiko mit einem Arm von sich und lauschte. Er hörte das Knirschen von Füßen im Schnee. Schnell wie ein Schatten war er zwischen den Bäumen verschwunden. Yahiko blieb verdutzt zurück.
  ,, Hm? Kenshin?!“, brüllte er verwirrt. Doch Kenshin reagierte nicht. Er suchte sich einen Weg durch den Tannenhain, als er plötzlich auf drei kleine Mädchen stieß. Sie starrten ihn mit großen Augen an und waren versucht zu fliehen.
  ,, Kein Angst!“, lächelte Kenshin und steckte langsam das Schwert weg. ,, Ich tue euch doch nichts! Ganz ruhig!“ Er schenkte den in Lumpen gehüllten Kindern sein schönstes und liebstes Lächeln.
  ,, Bist du ein netter Mann?“, fragte ein Mädchen mit zwei Zöpfen schüchtern, sie schien die Älteste zu sein. Kenshin musste lachen.
  ,, Aa. Keine Sorge!“, meinte er beruhigend.
  ,, Und warum hast du dann ein Schwert?“, fragte sie weiter.
  ,, Oho? Ach das! Es hat eine verkehrte Klinge, siehst du?“ Vorsichtig zog er die Waffe. ,,Es ist nur zur Verteidigung, nicht zum Töten.“ Das Mädchen nickte gelehrig.
  ,, Ich kenne den Onkel von woher“, ertönte die leise Stimme eines der anderen beiden Kinder. Es war ebenfalls ein Mädchen, nur bestimmt drei Jahre jünger als das andere.
  ,, Stimmt!“, rief das Mädchen mit den Zöpfen, das zu Kenshin Vertrauen gefasst hatte. ,, Du warst der Samurai, der im Sommer bei uns im Dorf der Ausgestoßenen war! Plötzlich warst du fort!" Kenshin ging es durch und durch.

Das Dorf der Ausgestoßenen, Enishi, das tote Ding mit Kaorus Gesicht, mein Schmerz, der nette Alte, meine Wahrheit. Ist es schon so lange her?

  ,, Ihr wohnt im Dorf der Ausgestoßenen?“, fragte er ungläubig.
  ,, Hai! Seit etwa einem Jahr! Unsere Eltern sind an der Cholera gestorben!“, erzählte das Zopfmädchen. Kenshin zuckte zusammen. An der Cholera?

Du hast nicht nur deine Eltern, sondern auch die Banditen begraben?
  Das waren Menschenhändler. Meine Eltern sind letzes Jahr an der Cholera gestorben. Im Tod sind sie alle gleich... Deshalb habe ich sie beerdigt...


  ,, Meine Eltern sind auch an der Cholera gestorben.“ Ehe Kenshin es sich bewusst war, hatte er dies gesagt.
  ,, Honto? Bist du noch traurig?“, fragte das kleine Mädchen und fasste seine Hand.
  ,, Es ist sehr lange her“, antwortete er nur und drückte ihre Hand. Da knackte hinter ihm ein Zweig.
  ,, Was sind das denn für Vogelscheuchen?“, ertönte da Yahikos Stimme. Die Kleinen wollten fortlaufen, doch Kenshin hielt die Älteste weiterhin bei der Hand. Daher blieben die anderen beiden zitternd stehen.
  ,, Keine Angst! Das ist Yahiko. Er gibt sich rüder als er ist. – Yahiko, das sind drei Mädchen aus dem Dorf der Ausgestoßenen. Wir sollten sie mitnehmen und ihnen etwas zu essen geben! – Kommt, ihr müsst euch nicht fürchten!“, lächelte er und nahm die Kleinste auf den Arm.
  ,, Yahiko, trage du sie hier, onegai“, er machte eine Kopfbewegung zu der übriggebliebenen Schwester. Yahiko gehorchte und nahm die Kleine Huckepack. So trugen sie die Mädchen zu ihrem Schlitten. Dort fällte Kenshin noch rasch den Baum, band ihn auf den Schlitten und die Mädchen kletterten erschöpft auf das stachelige Lager. Aber sie schienen Schlimmeres gewohnt zu sein.
  ,, Wie heißt ihr eigentlich?“, fragte Kenshin gut gelaunt.
  ,, Ich bin Kasumi, das ist Akane und das hier Sakura!“, meinte die Älteste und deutete dem Alter nach auf die beiden Schwestern. Kenshin zuckte heftig zusammen.

Die drei Steine... Wer liegt dort?
  Kasumi, Akane und Sakura. (...) Ich kannte sie erst einen Tag. Aber ich war der einzige Junge und sie hatten keine Eltern... Ich wollte sie beschützen... Auch wenn es mein Leben gekostet hätte.


  ,, Zufälle gibt’s“, murmelte Kenshin und seufzte. Es war schon so lange her und noch immer konnte er sich an jedes Wort erinnern, als wäre es gestern gewesen.
  ,, Und wie heißt du?“, fragte Kasumi in seine Gedanken hinein.
  ,, Shinta... nein... Kenshin...  Ich heiße Kenshin!“ Er lächelte.

Als sie im Dojo ankamen, war bereits eine gut gelaunte Kaoru zugegen. Sie nahm sich sofort der Kinder an und suchte in ihren Schränken nach alter Kleidung, die sie ihnen schenken konnte. Derweil kochte Kenshin etwas zu essen und Yahiko und die Mädchen waren mit dem Weihnachtsbaum beschäftigt. Als sie über ihre Teller gebeugt dasaßen, betrachtete Kenshin sie lange Zeit. Er sah nicht sie, sondern die drei Mädchen, die er damals nicht hatte schützen können. Sie sahen ihnen verblüffend ähnlich.
Die drei Mädchen waren sehr hungrig und halb erfroren. Sie schlangen das Essen hinunter und sahen weder nach links, noch nach rechts. Nur ab und zu starrten sie den Tannenbaum mit unverhohlener Begeisterung an.
Sie nahmen dankbar die Kleidung an. Doch das Angebot über Nacht bleiben zu dürfen, lehnten sie ab.
  ,, Wir müssen zurück, sonst macht sich Oibore noch Sorgen!“, meinte Kasumi und nahm ihre Schwestern bei der Hand.
  ,, Soll ich euch begleiten? Es wird schnell dunkel...“, schlug Kenshin vor.
  ,, Nein, nein. Schon gut! Vielen Dank für alles!“ Die drei Mädchen verließen hüpfend den Hof des Dojo. Kenshin sah ihnen nach. Er stand noch immer am Fenster, als sie schon längst um die Ecke gebogen waren und sich Dunkelheit hernieder senkte. Kaoru entzündete eine Laterne, bevor sie neben Kenshin trat.
  ,, Daijoubu ka, Kenshin? Du bist heute so nachdenklich... Ist es wegen des Schnees...?“, fragte sie leise.
  ,, Oho?! Nein. Es ist nicht wegen deswegen. Sorgt Euch nicht. Daijoubu. Der Winter macht einen nur so nachdenklich. Der Schnee ist nicht das Problem. Die schlechte Erinnerung ist nun mit vielen guten überlagert.“ Er schenkte ihr ein süßes Lächeln und sie erwiderte es erleichtert.
  ,, Das ist schön...“
  ,, Arigatou, Kaoru-dono.“ Er berührte zart ihre Hand. Sie errötete. Draußen begann es leise zu schneien. Morgen war Weihnachten. Das Fest der Liebe, des Teilens und der Freude. Alles war gut. Endlich...

Als Kenshin erwachte, was das erste was er dachte: Weihnachten! Er setzte sich verdutzt auf. Normalerweise war er nicht so materialistisch eingestellt. Doch heute war ein ganz besonderer Tag. Es war nicht nur Weihnachten. Er wollte Kaoru ein ganz besonderes Geschenk machen. Mit der üblichen Routine begann er alles zu erledigen – wie jeden Morgen. Doch diesmal summte er leise dabei. Neben dem Frühstück bereitete er noch Ohagi vor, die er mit rotem Bohnenmus füllte. Plötzlich hörte er leise Schritte und blickte auf, um Kaoru zu erblicken.
  ,, Ohayou!“, grüßte er.
  ,, Ohayou... Was machst du da?“ Neugierig trat sie näher.
  ,, Ohagi mit Bohnenmus. Sie werden zwar nicht so gut, wie die von Megumi, demo...“, sagte Kenshin entschuldigend.
  ,, Das werden sie garantiert!“, widersprach Kaoru und ihre vorwitzigen Finger hatten eine der Köstlichkeiten ergriffen.
  ,, Hmmmm! Toll! Echt! Ich lüge nicht!“, rief sie dann, nachdem sie gekostet hatte. Kenshin lächelte glücklich.
  ,, Yorashiku... Das sind nämlich meine ersten Ohagi...“ Er stieß erleichtert Luft aus und blickte dann zur Tür, in der urplötzlich Yahiko aufgetaucht war.
  ,, Wow! Du hast Ohagi gemacht?! Klasse!“, rief der und stürzte sich sofort auf die Platte.
  ,, Denk nicht mal dran!“ Kaoru packte ihren Schüler am Kragen und schleifte ihn mit sich aus der Tür. ,, Zuerst wird trainiert. Dann kannst du dir den Bauch vollschlagen!“, belehrte sie ihn im Hinausgehen. Kenshin lächelte still in sich hinein und formte weiterhin mit unermüdlicher Geduld die Ohagi.

  ,, Wann gibt es Geschenke?“, war die erste Frage von Yahiko, nachdem sein Mund mal wieder leer gewesen war. Kaoru haute ihm eine runter.
  ,, Später. Außerdem geht es bei Weihnachten nicht um Geschenke. Es ist ein christliches Fest aus Europa. – Zumindest hat Yutaro mal geschrieben, dass man es in Deutschland feiert...“, erklärte sie.
  ,, Das stimmt!“, mischte sich Kenshin ein. ,, Durch die Bemühungen des Kaisers, neue Beziehungen zum Westen und Osten zu knüpfen, haben wir nicht nur eine neue Regelung der Dinge, sondern auch viele neue Feste bekommen!“
  ,, Demo... es gibt trotzdem Geschenke!“, beharrte Yahiko.
  ,, Schon, aber eigentlich ist es das Fest der Liebe. Man sollte an seine Mitmenschen denken, wenn man es feiert!“, sagte Kaoru, sich auf die Briefe von Yutaro beziehend.
  ,, Wie es den kleinen Mädchen wohl geht?“, murmelte Kenshin plötzlich. Kaoru und Yahiko blickten ihn groß an.
  ,, Vielleicht sollten wir sie besuchen...?“, schlug Kaoru vor. Kenshin versteifte sich ein wenig. Yahiko räusperte sich.
  ,, Also in das Dorf der Ausgestoßenen... Da will ich echt nicht noch mal hin“, merkte er leise an. Kenshin erwiderte nichts, starrte nur aus dem Fenster. Kaoru biss sich auf die Unterlippe. Irgendwie hatte sie schon geahnt, dass da etwas während ihrer Entführung von Enishi geschehen war... Aber sie hatte nie gewagt, danach zu fragen, da Kenshin äußerst sensibel auf dieses Thema zu reagieren schien. Dieser stand jetzt auf, sah ein wenig unschlüssig aus. Schließlich seufzte er und entspannte sich. Er lächelte leicht und sagte:,,Also, lasst uns gehen. Wir sollten den Mädchen und ein paar von den anderen Bewohnern etwas mitbringen...“ Kaoru nickte, erleichtert, dass Kenshin nicht in trübe Grübelei verfallen war, wie es im Sommer bei der Sache mit Tomoe und Enishi des öfteren geschehen war.
  ,, Also gut! Jeder sucht etwas heraus, was wir mitnehmen könnten“, strahlte sie und sprang sogleich energisch auf.
  ,, Ich werde mich dann mal ums Abspülen kümmern“, merkte Kenshin an und verschwand in der Küche. Dort packte er, nachdem er abgewaschen hatte, einen Korb mit den übriggebliebenen Ohagi, etwas Reis und Reiswein.

Schließlich trafen sich Kenshin, Kaoru und Yahiko vor dem Haus auf dem zugeschneiten Hof wieder. Jeder hatte etwas bei sich, aber Yahiko das wohl Kurioseste.
  ,, Was willst du mit dem Tannenbaum?“, fauchte Kaoru.
  ,, Die drei hatten ihn gestern doch so toll gefunden! Ich dachte, darüber würden sie sich echt freuen!“, brüllte Yahiko, dumpf klingend zwischen den Stacheln des Baumes. Kenshin musste lachen.
  ,, Pass auf, Yahiko. Ich bringe den Baum jetzt wieder hinein und dann nehmen wir den Schlitten mit und holen auf dem Weg einen neuen, schönen Baum für die Mädchen, hm?!“, schlug er vor. Er nahm den Baum an sich und verfrachtete ihn wieder an den alten Platz. Dann zogen sie los.

  ,, Hüa! Hüa!“ Yahiko hüpfte auf dem Schlitten herum, den Kenshin zog.
  ,, Irgendwie kommt mir diese Szene bekannt vor...“, seufzte er schicksalsergeben.
  ,, Mach nicht so einen Radau, Yahiko!“, mahnte Kaoru und warf einen Tannenzapfen nach dem Jungen. Der wich geschickt aus.
  ,, Hoho! Verfehlt!“, jubelte er, verlor den Halt und knallte vom Schlitten. Kaoru brach in Gelächter aus. Auch Kenshin musste befreit lachen. Er zuckte zusammen, als Kaoru ihn am Arm berührte und zärtlich ansah.
  ,, Ich habe dich wirklich selten so lachen hören“, murmelte sie. Er schenkte ihr ein strahlendes Lächeln.
  ,, Gewöhnt Euch besser daran!“, warnte er und ergriff übermütig ihre Hand. Kaorus Gesicht glühte. Doch dann kicherte sie und umfasste seine Hand.
Yahiko, der jetzt hinter den beiden lief, strahlte über das ganze Gesicht. Endlich kamen sich die beiden näher...! Er beobachtete grinsend, wie die beiden immer dichter nebeneinander liefen.
  ,, Oh... Der Baum ist schön!“ Kaorus Stimme klang seltsam gedämpft.
  ,, Hm... Hai, der könnte gut sein.“ Kenshin löste sich von ihrer Seite und kontrollierte den Baum. Dann zog er sein Schwert und fällte den Baum. - Ob diese Arbeit für sein Schwert wohl gut war?
Nun, schließlich hatten sie den Baum auf den Schlitten gelegt und zogen weiter ins Dorf der Ausgestoßenen. Als sie vor dem Tor standen, hörten sie Schreie. Kenshin versteifte sich. Seine Hand fuhr zu dem Heft seines Schwertes.
  ,, Bleibt zurück!“, rief er dann, bevor er lossprang. In dem verfallenen Dorf angekommen, erkannte er rasch die Lage. Ein groß gewachsener Mann bedrohte gerade die drei kleinen Mädchen!
  ,, Lass die Mädchen in Ruhe! Suche dir lieber einen Gegner, der dir gewachsen ist!“, brüllte Kenshin und zog sein Schwert. Der Mann fuhr herum und – schrie auf. Der Rotz schoss ihm vor Schreck auf der Nase.
  ,, Oh nein! Der schon wieder! Der starke Samurai!“, stöhnte er. Kenshin runzelte die Stirn.
  ,, Ich kenne Euch... Ihr seid doch der falsche Battosai. Ihr seid einer der beiden Hiruma Brüder. Wo habt Ihr denn Eure zweite Hälfte gelassen?“, fragte Kenshin.
  ,, Hier bin ich! Und wirf lieber dein Schwert weg, sonst wird dein Mädchen sterben!“, ertönte es da hinter Kenshin. Er fuhr herum und sah, dass Kihee Kaoru, die ihm wohl doch gefolgt war, gepackt hatte und ihr ein scharf blitzendes Messer an den Hals hielt.
  ,, Kaoru! Du solltest doch...“, seufzte Kenshin. Langsam steckte er das Schwert zurück in die Scheide.
  ,, Tja... Ich finde ja, dass Frauen nicht zu viel Mundfreiheit haben sollten. Und erst recht keine Recht ein eigenes Dojo zu führen. Sie gehören ins Haus hinter den Herd. – Demo, bei der hier ist das ja wohl hoffnungslos...“, griente Kihee.
  ,, Ich stimme Euch weder in der einen, noch in der anderen Ansicht zu. Wir Menschen sind alle frei. Wir dürfen uns alle frei bewegen, wir können tun, was wir wollen, solange wir keine Gesetze oder andere Menschen verletzen. Frauen haben die-selben Rechte wie Männer. Sie sind nicht schlechter oder besser. Und jetzt lasse besser dein Messer fallen, sonst wirst du es bereuen!“, drohte Kenshin. Seine Augen glitzerten golden. Hinter ihm knirschte der Schnee. In einer blitzschnellen Wendung hatte er Battojutsu angewendet, den großen der beiden Brüder zur Strecke gebracht, und dann mit einem gezielten Tritt Kihee im Gesicht getroffen. Sacht zog er Kaoru an sich. Das Schwert hielt er vor Kihees Brust.
  ,, Ein Schwertkämpfer muss nicht nur mit seinem Schwert kämpfen...“, sagte er leise. Seine Stimme klang scharf. So scharf, wie sein Schwert in der Wintersonne glänzte. Er schob Kaoru hinter sich.
  ,, Und jetzt würde ich dir raten zu verschwinden“, fuhr er an Kihee gerichtet fort. In diesem Moment kam Yahiko angelaufen. Er bekam riesige Augen und blickte auf etwas hinter Kenshin.
  ,, Kenshin! Pass auf! Es...!“ Er kam nicht weiter, Kenshin war schon herumgewirbelt, bereit zuzuschlagen – direkt in Kaorus Rücken.
  ,,  Nein!“ Das Schwert fiel in den Schnee. Kenshin sank auf die Knie. Kaoru fuhr herum. Sie hatte den großen Bruder Kihees, der wieder aufgestanden war, mit einem dicken Stock zur Strecke gebracht.
  ,, Kenshin?!“, flüsterte sie und hockte vor ihm nieder.
  ,, Schon wieder... schon wieder... schon wieder...“, flüsterte dieser vor sich hin. Dann blickte er auf.
  ,, Bist du verletzt?“, fragte er besorgt, wie immer dann ins Du übergehend.
  ,, Nein. Es ist nichts passiert... Es wird mir nie etwas geschehen! Du bist doch da!“ Sie umarmte ihn.
  ,, Aber gerade deswegen...“ Er sprach nicht weiter. Die Bewohner des Dorfes der Ausgestoßenen, ebenso die drei kleinen Mädchen, umringten ihn und Kaoru. Er nahm sein Schwert und richtete sich auf.
  ,, Sieh an... Der Samurai. Bist du zurückgekehrt?“, fragte einer der Männer.
  ,, Wir haben ein paar Sachen mitgebracht!“, erklärte Kaoru, die gar nicht näher auf Kenshins Erinnerungen an diesen Ort eingehen wollte.
  ,, Aa, genau!“ Yahiko schob sich in den Kreis. ,, Da!“ Er reichte den Korb mit dem Essen und alter Kleidung einem alten Mann.
  ,, Außerdem ist da noch ein Tannenbaum“, fügte er betont gelangweilt hinzu. Die kleinen Mädchen kreischten.
  ,, Das ist ein Wunder, ein Wunder!“, riefen sie.
  ,, Nein... Das ist Weihnachten“, erklärte Yahiko wichtig.
  ,, Weihnachten... Noch so ein unnützer Schund aus dem Westen...“, meckerte einer der Männer.
  ,, Nun... Vielleicht ist es wirklich ein Fest der Wunder“, murmelte Kenshin plötzlich. Kaoru begann zu lächeln.
  ,, Hm... Vielleicht...“
Als sie sich auf den Weg ins Akabeko machten, saßen Yahiko und Kaoru auf dem Schlitten, den Kenshin zog.
Schon wieder wäre es fast geschehen... Ist es mein Schicksal, dass alle Menschen, die ich liebe durch meine Hand sterben? Dabei möchte ich doch, dass Kaoru sicher ist und vor nichts und niemanden Angst haben muss. Vor allem nicht vor mir...
Kann ich sie wirklich glücklich machen...?

Als er seufzte, stieg eine leichte weiße Wolke in den klaren Himmel auf. Plötzlich merkte er, wie man ihm die Schnur des Schlittens aus der Hand nahm und er sah nur noch, wie Kaoru davonstob. Yahiko juchzte und johlte. Schließlich musste Kaoru atemlos stehen bleiben. Mit strahlenden Augen und geröteten Wangen wandte sie sich um und streckte die Hand in Kenshins Richtung aus, während sie rief:,, Komm schon, Kenshin!“ Er begann zu lächeln.
Auf jeden Fall macht sie mich glücklich...
Er beeilte sich, an ihre Seite zu kommen und ergriff ihre Hand. Als er ihr glückliches Strahlen sah, das tief aus ihr zu kommen schien und an dem er sich wie an einem Feuer wärmen konnte, wusste er plötzlich die Antwort.
Sie weinte, als ich sie verließ, um nach Kyoto zu gehen. Sie folgte mir, nur um mich wieder zu sehen. Sie kann ohne mich nicht sein – und ich nicht ohne sie und diese Wärme, die sie mir gibt, damit ich endlich die Kälte vergessen kann, von der mein Herz so lange umfangen war...
  ,, Kommt... Tae und Tsubame warten sicher schon...“ Sie gingen langsam los.

  ,, Da seid ihr ja!“, rief Tae, als sie das Akabeko betraten.
  ,, Es hat ein wenig länger gedauert, weil wir noch einen Weihnachtsbesuch im Dorf der Ausgestoßenen gemacht haben...“, erklärte Kaoru.
  ,, Im Dorf der Ausgestoßenen?! Was habt ihr denn da verloren? – Nun, auf jeden Fall solltet ihr euch jetzt setzen, sonst ist das Essen kalt!“ Tae bugsierte die Freunde zu der größten Sitzecke des Lokals, das vollkommen leer war, da draußen ein entsprechendes Schild hing.
Beim Essen wurde über das Übliche palavert und Yahiko trank, wie immer, zu viel...
Nach dem Essen kam es zur Geschenkübergabe. Es waren natürlich keine großen Geschenke, sondern nur kleine, aber sehr persönliche Dinge.

  ,, Kaoru...“ Kenshin hatte es tatsächlich geschafft, sie alleine in einem ruhigen Moment zu erwischen.
  ,, Hm?“
  ,, Ich habe ein Geschenk für Euch...“
  ,, Ich hab auch eines für dich...“, murmelte Kaoru nervös. Davor hatte sie sich am meisten gefürchtet.
  ,, Ihr zuerst...“, forderte er sie sanft auf. Also fasste sich Kaoru ein Herz und wühlte in der Tasche, die sie extra mitgenommen hatte.
  ,, Ano... Ich... ich hoffe es gefällt dir...“, haspelte sie und zog den hanten hervor. Kenshins Augen weiteten sich.
  ,, Kaoru“, keuchte er.
  ,, Der ist für dich. Trage ihn, onegai! Du frierst doch sicher in deinem dünnen Kimono“, murmelte sie. Kenshin berührte zögernd den schweren, edlen Stoff.
  ,, Das kann ich doch nicht...“, begann er, doch als er ihren verletzten Blick sah, hielt er inne. ,, Er ist wunderschön. Ich... ich habe noch nie etwas so Kostbares besessen...“ Er drückte den hanten an seine Brust und strahlte sie an. Sie lächelte erleichtert.
  ,, Mein Geschenk ist im Vergleich dazu ziemlich armselig“, murmelte er verlegen.
  ,, Von wegen! Es ist bestimmt sehr schön. Gib es mir!“, bat sie. Er seufzte, legte den hanten sanft auf ein Sitzkissen und griff dann unter sein Gewand, wo er gut versteckt seinen Geldbeutel aufbewahrte. Er fischte etwas Seidenes heraus und reichte es ihr.
  ,, Da ich Euch so oft Eure Haarbänder zerstört hab...“, murmelte er. Kaoru lächelte. Er war wirklich süß. Sie klappte das zusammengefaltete Band auseinander, um es ganz zu betrachten, als etwas zu Boden fiel.
  ,, Oho...“, machte Kenshin.
  ,, Was...?“ Sie bückte sich.
  ,, Nun... Eigentlich war dies das Hauptgeschenk...“, erklärte er. Sie hob es zögernd auf und hielt es ins Licht. Es war ein goldener Anhänger in Form eines Schlüssels. In der Öffnung am Ende saß ein blauer Stein.
  ,, Der ist... Der ist wirklich...“, flüsterte sie, als ob sie Angst hätte das filigrane Schmuckstück allein durch ihren Atem zu zerstören.
  ,, Als ich den Stein sah, musste ich an Eure Augen denken“, murmelte Kenshin und hing ihr sanft die Kette um. ,, Passt gut darauf auf, es ist der Schlüssel zu meinem Herzen...“ Er schenkte ihr das süßeste, liebste Lächeln. Kaorus Wangen glühten. Dann fiel sie ihm um den Hals.
  ,, Kenshin...“, murmelte sie irgendwo zwischen seinen Haaren und seinem Hals. Ihm wurde heiß. Sanft strich ihr über den Rücken, als ihn plötzlich etwas am Hakama zupfte.
  ,, Oho?!“ Er löste sich von Kaoru. Yahiko stand neben ihnen und blickte sie mit glasigen Augen an.
  ,, Allesch dreht sisch“, merkte er an, bevor er sich abwandte und übergab...

  ,, Ich bringe ihn ins Bett...“
  ,, Hai. Ist gut. Ich verriegele die Tore und lösche das Licht. Schlaft gut!“ Kenshin schenkte ihr ein letztes Lächeln, bevor er, mit dem hanten bekleidet, über den Hof zu dem großen Tor ging. Kaoru sah ihm nachdenklich nach. Sie seufzte.
  ,, Du hast uns alles versaut! Die ganze romantische Stimmung war hin!“, knurrte sie und schlug auf Yahiko ein, der im Delirium an ihrem Arm hing. ,,Verdammt!!“

~ the end
 
 
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