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Geschichte: Fanfiktion
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von StrawberryCupcake
erstellt: 29.11.2008
letztes Update: 11.07.2011
Geschichte, Romanze / P18
(pausiert)
es ist samstag (wenn auch noch nicht sehr lange ^^) und deswegen gibts das neue kapitel ^^
DANKE AN: Schnuffelchen26, Dwynwen Moloney, darkJeanne, cherry 159, SuperSoffi, lufa, Shakira, German Lady, Yvette, fliedermaus, Claire Fraser, Violinchen, SarinaChan91, amilia, Dracofan, Maggie, Yoshiko, kore, Franzilein92, Nelja und Dibbii!
so....und da ich diesmal nicht wirklich viel rumlabern will, gibts jetzt das neue kapitel ^^
viel spaß!
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Chapter 3: Dysfunction between You and Me
Draco blickte auf die Skizze auf seinem Schreibtisch und fuhr sich mit einer Hand frustriert durch die Haare. Es funktionierte einfach nicht. Die bescheuerten Linien passten einfach nicht so zusammen wie sie es sollten. In seinem Kopf erschien es so leicht, doch in dem Augenblick, als er es mit Graphit zu Papier bringen wollte, passten die Maße einfach nicht zusammen und er blieb stecken, mit einem Gebäude, dem ein Teil der Verkleidung fehlte.
Es war zum Verrücktwerden.
„Wenn du zum Fundament am Südende zwei Meter hinzufügst und das Dach dann so weit erweiterst bis es übergreift, kannst du die korrekte Menge an Brettern für die Verkleidung verwenden,“ sagte Roger, der über Dracos Schulter blickte.
Draco lächelte spöttisch und wandte sich zu dem nervigen Unterbrecher um, der eigentlich für Draco arbeitete und nicht umgekehrt.
„Wenn ich das Dach erweitern würde, hätte es keine Stütze um es zu halten. Ich müsste einen Balken in der Mitte des verdammten Gebäudes platzieren. Du musst es dir unter den wirklichen Umständen vorstellen und nicht nur auf Papier,“ sagte Draco und erinnerte Roger Davies so daran, warum Draco Besitzer der Zee Magitecture Enterprise war.
Roger zuckte mit den Schultern und wandte sich wieder seinem eigenen Architektentisch zu. „Ich hab die Konstruktion der Bibliothek fertig und hab die Entwürfe zum Kopieren geschickt.“
Draco nickte und knüllte das Pergament zusammen, an dem er die letzten zwei Stunden gearbeitet hatte. „Ich will, dass du nachschaust, ob das Asymptotenteam mit dem Gewächshaus für Hogwarts weitermacht. Wenn wir diesen Auftrag verlieren, können sie ihren Gehaltsschecks Auf Wiedersehen sagen,“ sagte Draco.
Roger hob eine Augenbraue, stand schnell auf und ging, um die Nachricht im anderen Büro der Magitekten zu verbreiten.
Dies war Dracos Berufstitel seitdem er seine Magitekturprüfung im Jahr vor Zanes Geburt bestanden hatte. Magitekten waren insoweit anders als Muggelarchitekten, dass sie Gebäude und Häuser entwarfen, die Magie widerstehen konnten ohne einzustürzen oder sich auf Grund schlecht durchgeführter Zauber zu entzünden, außerdem merkten nichtmagische Menschen nicht, dass Magie in diesen Gebäuden praktiziert wurde.
Es war ein Elitejob, den nur wenige Leute machen wollten, da er viele Arbeitsstunden, sowie ein Talent im Skizzieren, in Arithmantik, Mathematik, Physik und Geschichte erforderte. Fast jeder, der für Draco arbeitete, ob im Büro in London oder in Besançon, war einer der intelligentesten Leute, die in magischen Schulen ihren Abschluss gemacht hatten. Trotz allem, was eine gewisse nervige Muggelgeborene sagen mochte, war Draco einer von ihnen. Genauer gesagt, wie vorher schon erwähnt, war er ihr Anführer, ihr Chef, ihr Big Kahuna. (1)
Er blickte hinüber zu der Uhr, die über dem Türrahmen hing, und bemerkte, dass es fast fünf Uhr war. Mit einem letzten, frustrierten Seufzen über die verschiedenen Skizzen und zerknüllten Pergamente, die seinen Schreibtisch umgaben, schnappte er seinen Mantel und seinen Zauberstab und verließ sein Büro.
Er tauschte schnell ein paar Worte mit Roger, seinem Stellvertreter, um sicher zu gehen, dass die anderen Mitarbeiter ihre Planungen und die täglichen Portfolios in das Postfach der Direktion legten. Er verließ das moderne Verwaltungszentrum, das sich in den Docklands befand, ein Geschäftsviertel im Osten Londons, welches überraschenderweise auch eine kleine, magische Firma beheimatete, von der die Muggel nichts wussten.
Es war nur ein kurzer Fußmarsch nach Hogsmeade, da die meisten magischen Gemeinschaften miteinander verbunden waren, und eher er sich versah stand Draco vor dem Eingang der Schule.
Er trat ein und sah die andere Lehrerin (er konnte sich nicht an ihren Namen erinnern) am Empfang sitzen. Sie blickte auf, als er hereinkam, und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.
„Hi, Mr. Malfoy!“ flötete sie und legte das Qudditchmagazin nieder, in dem sie gelesen hatte. Oliver Wood war auf dem Cover.
„Hallo, Miss…“
„Donny. Einfach nur Donny,“ unterbrach sie, bevor Draco die Gelegenheit hatte, ihr zu zeigen, dass er ihren Namen vergessen hatte.
„In Ordnung, dann Hallo, einfach nur Donny,“ antwortete er.
Donny lachte und bedeutete ihm, Platz zu nehmen. „Die Kinder werden gleich kommen. Die Babies werden später entlassen als die älteren Kinder.“
Draco nickte. „Großer Quidditchfan?“
Donny blickte auf die Zeitschrift in ihrer Hand. „Könnte man sagen. Obwohl, ich denke ich bin eher ein Quidditchspielerfan als ein Quidditchfan.“
„Ah, verstehe,“ lächelte Draco. „Ich bin mit dem Typ auf dem Cover zur Schule gegangen.“
Donnys Augen weiteten sich. „Sie waren in Hogwarts?“
„Ja, aber wir waren keine Freunde. Wir waren in verschiedenen Häusern,“ erklärte er.
„Also heißt das, dass Sie auch mit Hermione zur Schule gegangen sind,“ schloss Donny. „Wart ihr beide Freunde?“
„Glücklicherweise, Gott sei Dank und erfreulicherweise nicht,“ ertönte Hermiones Stimme hinter Draco.
Er stand mit geschürzten Lippen aus seinem Sessel auf. „Ich danke jeden Tag dem Himmel, dass mir erspart geblieben ist, mich mit dir anzufreunden, Granger. Wiesel und Pothead haben mein volles Mitgefühl, wirklich.“
„Sicherlich nicht so viel Mitgefühl wie ich für den Pavian und den Gorilla hab, die dich die ganze Zeit über flankiert haben. Oh, nicht zu vergessen für die arme Furie die angeblich deine Freundin war. Sie tut mir am meisten Leid.“
Draco blickte sie finster an. Wie kannst du es wagen, Pansy zu erwähnen, und dieses schreckliche Übelkeitsgefühl auszulösen, das ich jedes Mal kriege, wenn sie zur Sprache gebracht wird? Zu Hölle mit den beiden Weibsbildern.
„Ich habe echt Mitleid mit jedem armen Trottel, der das Pech hatte, dich zu daten, obwohl……ich kann ja gar kein Mitleid mit jemandem haben, der nicht existiert.“.
Donny blickte zwischen den beiden hin und her, die sich böse anstarrten. Sie schnaubte. „Hat niemand Mitleid mit mir, weil ich mir das anhören muss?“
„Daddy!“ Zane stürzte aus dem Klassenzimmer und rannte mit voller Geschwindigkeit auf seinen Vater zu.
Draco merkte nicht, wie sein böser Blick verschwand und von einem breiten Lächeln ersetzt wurde. Er war noch nie solange von seinem Sohn getrennt gewesen. Er hob Zane hoch, umarmte ihn fest und fügte noch ein paar Küsse auf seine Wangen hinzu.
„Du bist genau richtig zur richtigen Zeit gekommen!“ sagte Zane und zeigte auf die Uhr an seinem Arm.
„Hab ich ja gesagt,“ sagte Draco.
„Ich hab einen neuen besten Freund gefunden, Daddy,“ sagte Zane aufgeregt.
„Einen neuen besten Freund? So schnell?“ fragte Draco, während er Zanes Namen auf das Anmeldung/Abmeldung-Blatt schrieb.
„Ja. Sein Name ist Wolfgang aber jeder nennt ihn Wolf. Ist das nicht witzig, Daddy? Sein Name ist wie das Tier!“ erklärte Zane.
„Das ist toll, Z. Ich wusste, dass du heute Spaß haben würdest,“ sagte Draco.
Er bemerkte, dass die dämliche Hexe ihn mit einem sehr, sehr nervigen Grinsen anblickte.
„Was?“ fragte er halbwegs nett, damit Zane den Hass, der zwischen den beiden brodelte, nicht mitbekam.
„Zane, Süßer, erinnerst du dich an Wolfs Nachnamen?“ fragte Hermione.
Zane schüttelte den Kopf.
„Er heißt Lupin,“ sagte sie und schaffte es nicht wirklich, ihre Freude über Dracos schnell versteckten geschockten Blick zu verbergen. „Wolfgang Lupin ist der neue beste Freund deines Sohnes.“
„Jap, das ist sein Name,“ nickte Zane.
Draco erwiderte ihr Lächeln. „Naja, natürlich sind sie Freunde. Lieg ich richtig in der Annahme, dass Nymphadora Tonks Wolfgangs Mutter ist?“
Hermione runzelte die Stirn und fragte sich, warum Draco nicht gegen die Freundschaft seines Sohnes mit dem Sohn eines Werwolfs protestierte. „Ja, tust du.“
„Zane, hast du gewusst, dass Wolf dein Cousin ist?“ sagte Draco, und nun umspielte ein Grinsen seine Lippen.
„Mein Cousin?! Wow!“ sagte Zane. „Ich hab noch nie einen Cousin gehabt!“
Hermione fluchte innerlich. Wie hatte sie nur vergessen können, dass Draco und Tonks Cousin und Cousine ersten Grades waren, was Zane und Wolf zu Großcousins zweiten Grades machte? Zur Hölle mit Malfoy.
„Also hast du kein Problem damit, dass sie Freunde sind? Vor allem damit, wer Wolf gezeugt hat?“ fragte Hermione unschuldig.
„Nicht das Geringste. Familie ist Familie,“ antwortete Draco, der unglaublich selbstgefällig aussah, in dem Wissen, dass er ihren Plan durchkreuzt hatte, ihn wie sein früheres, voreingenommenes Selbst aussehen zu lassen. „Zane kann befreundet sein mit wem er will.“
Hermione schürzte die Lippen. „Wunderbar. Bis Morgen, Zane.“
„Tschüss, Miss Her-mi-one,“ sagte er langsam um sicher zu gehen, dass er es richtig aussprach.
Hermione lächelte und winkte dem süßen Jungen zum Abschied.
Sie beobachtete, wie der nervigste Mann der Erde schließlich ging, während sein Sohn ihr winkte. Sie ließ sich in den freien Sessel fallen und fuhr sich übers Gesicht.
„Das war eigenartig,“ sagte Donny, während sie durch ihre Quidditchzeitschrift blätterte. „Eine Sekunde lang hatt ich das Gefühl, dass ihr zwei euch irgendwie hasst.“
„Hass ist so ein harmloses Wort um zu beschreiben, was ich für diesen Mann fühle,“ grummelte Hermione.
Donny faltete ein Poster von Oliver Wood auseinander, in dem er in seinem Trainingsoutfit, sprich, Trainingshosen und oben ohne, zu sehen war. „Herr, erbarme dich meiner armen, sexuell benachteiligten Seele. Dieser Mann ist wunderschön.“
Hermione seufzte und sackte noch weiter in ihrem Sessel zusammen. „Er hat mich wie einen Idioten aussehen lassen.“
„Wer? Oliver?“ fragte Donny, unfähig, ihre Augen von der breiten, glänzenden Brust auf dem Bild zu nehmen.
„Nein, nicht Oliver, du Genie. Malfoy,“ sagte Hermione, spuckte das letzte Wort jedoch mit Abscheu aus.
„Wie hat dich der Hottie wie einen Idioten aussehen lassen?“ fragte Donny und blätterte zu einem weiteren Foto von Oliver oben ohne.
„Okay, erstmal…..Malfoy ist kein Hottie. Zweitens, hab ich versucht ihn blöd dastehen zu lassen und er hat es komplett ruiniert,“ erklärte Hermione.
Donny blickte kurz von ihrer Zeitschrift auf. „Für mich hat es so geklungen als ob ihr euch nur ein bisschen gezankt hättet.“
„Ich weiß nicht, wie lange ich durchhalte ohne ihn umzubringen,“ sagte Hermione.
„Er scheint harmlos zu sein,“ fuhr Donny fort. „Ich versteh überhaupt nicht, warum ihr zwei euch nicht mögt. Warte, lass mich raten. Ihr zwei wart gemeinsam auf der Schule, wart zusammen und er hat dein Herz gebrochen.“
Hermione starrte Donny komplett erstaunt an. „Das stimmt nicht mal annähernd, Don. Du hast keine Ahnung, wie weit du von der Wahrheit entfernt bist.“
„Warum hasst du ihn dann? Er scheint ein netter Kerl zu sein, ich meine, er geht echt toll mit seinem Baby um, das, nebenbei gesagt, hinreißend ist. Ein Typ, der so nett zu Kindern ist, kann nicht so schlimm sein,“ sagte sie.
„Er ist das arroganteste, voreingenommenste, egozentrischste, aufgeblasenste, übelste menschliche Wesen, das je auf Erden wandelte. Er war so verdammt gemein zu mir in meinen Freunden als wir in der Schule waren. Ich kann nicht mal anfangen, alle schlimmen Dinge aufzuzählen, die er getan hat. Nicht zu vergessen, dass es seine Schuld war, dass unser Direktor umgebracht worden ist.“
„Autsch, Granger, das war ein bisschen unter der Gürtellinie, findest du nicht?“ ertönte Dracos schleppende Stimme aus dem Türrahmen des Eingangs.
Hermione wirbelte keuchend herum und starrte auf den zufälligen Zuhörer ihres Gesprächs. „Was machst du wieder hier?“
„Zane hat seinen Pullover vergessen, deswegen bin ich zurückgegangen um ihn zu holen,“ schnarrte Draco. „Du hast Glück, dass er draußen ist und eine Katze streichelt und nicht mitbekommen hat, wie seine Lehrerin wirklich über seinen Vater denkt. Das wär für uns alle sicher ein irrer Spaß geworden.“
„Sie müssen sie entschuldigen,“ beeilte sich Donny zu erklären. „Sie hatte einen langen Tag.“
Draco rollte mit den Augen und schüttelte den Kopf, während er an der Reihe von Haken, die an der Wand angebracht waren und an denen die Kinder ihre Jacken und Pullover aufhängten, entlangging,. Er schnappte sich den marineblauen Pullover, der Zane gehörte, und verließ die Schule, ohne noch ein Wort an eine der beiden Frauen zu richten.
„Ach herrje.“ Donny biss sich auf die Lippe.
Hermione wirbelte herum, um Donny anblicken zu können. „Warum hast du mich nicht gewarnt, dass er hinter mir stand?“
„Ich hab ihn nicht gesehen!“ antwortete sie.
„Hast du das Bimmeln nicht gehört?“
„Du hast beinahe geschrieen, Hermione, und das Bimmeln kann man nur in unserem Büro hören,“ erklärte Donny.
Hermione kratzte sich an der Augenbraue und seufzte. Bevor Donny überhaupt wusste, was los war, rannte Hermione praktisch durch die Tür und lief Malfoy hinterher. Mit einem verblüfften Lachen setzte sich wieder hinter den Schreibtisch und öffnete die Zeitschrift. „Oh, Oliver, wenn du doch nur aus dem Magazin herausspringen und mich vor diesem verrückten Tag retten könntest.“
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Hermione wurde langsamer, als sie Draco und Zane aufholte, die die ruhige Straße in Hogsmeade entlanggingen. Draco drehte sich bei den Geräuschen der Fußtritte hinter ihm um. Zu sagen, dass es ein Schock für ihn war, Granger dort stehen zu sehen, wäre eine Untertreibung.
„Miss Hernime!“ schrie Zane und vergaß dabei vollkommen, den Namen langsam auszusprechen, damit er ihn richtig hinbekam.
Hermione nahm einen tiefen Atemzug und blickte Draco in die Augen. „Ich wollte mich nur entschuldigen.“
Draco starrte sie an, sein Gesicht war frei von jeglichem Hinweis darauf, was er dachte. „Entschuldigung nicht angenommen.“
Hermine lachte beinahe. Gott, er war so kindisch. Aber sie würde nicht zurückweichen, nur damit er wieder Mal der Tollere war. „Ich hab ein paar unhöfliche Dinge gesagt, und das tut mir Leid.“
Draco hob eine perfekt geformte Augenbraue. Zur Hölle mit ihm und seinen makellosen Gesichtszügen. „Zane, geh in den Honigtopf und such dir was aus. Ich komm gleich nach um zu bezahlen.“
Der Honigtopf, der nur ein Geschäft weiter von ihrem Standort war, war eine großartige Ablenkung. Zane stürmte so schnell in den Laden, wie ihn seine kleinen Beine tragen konnten.
Kaum war Zane außer Sicht, wandte sich Draco Hermione zu. „Hör mal zu, Granger, und hör gut zu. Es ist mir egal, was du über mich denkst oder bei wem du dich über mich beschwerst, aber wenn ich auch nur einmal höre, dass du solche Dinge in Gegenwart meines Sohnes sagst, werde ich deine Schule so schnell schließen lassen, dass du es nicht einmal mitkriegst bis ich persönlich bei dir vorbeischaue, um dir den Räumungsbefehl zu geben.“
Hermione musste sich dazu zwingen, nicht den Mund aufzuklappen……oder diesem arroganten Idioten die dunkelblonden Stoppeln aus dem Gesicht zu schlagen. „Wie kannst du es wagen mir zu unterstellen, dass ich unprofessionell und verantwortungslos genug wäre um etwas Herablassendes vor deinem Kind, oder überhaupt vor irgendeinem Kind, zu sagen? Meine Schüler sind mir sehr wichtig und ich würde ihre Eltern in ihrer Anwesenheit niemals schlecht machen, ganz egal wie sehr besagte Eltern diese Abwertung verdienen.“
Draco biss die Zähne zusammen und ballte seine Hände zu Fäusten. „Fahr zur Hölle, Granger.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und ging davon.
Oh, verdammt, nein…Hermione legte ihre Hand auf seine Schulter und zwang ihn, sie anzusehen. „Ich hasse dich. Das habe ich immer und werd ich auch immer. Ich nehm meine Entschuldigung zurück, weil ich jedes einzelne Wort, das ich vorhin gesagt hab, auch so gemeint hab.“
Und mit diesen Worten, drehte sich Hermione um, ging davon und ließ Draco zurück, der finster dreinblickte und im Flüsterton vor sich hin fluchte.
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Hermione ging zurück zur Schule, wo sie Tonks vorfand, die mit Donny sprach. Wolf saß auf dem Sessel und schwang seine Beine vor und zurück, während er auf seine Mutter wartete.
„Hallo, Tonks,“ grüßte Hermione und wechselte ihre Stimmung von unglaublich sauer in halbwegs ungezwungen.
„Hermione! Wie geht’s dir, Liebes?“
„Ganz okay, ich bin nur ziemlich beschäftigt mit der Schule und allem,“ sagte Hermione, als sie sich in den Sessel neben Wolf setzte. „Wie geht’s Remus?“
„Es geht ihm großartig. Naja, nicht großartig, heute ist ja Vollmond, und deswegen werden Wolf und ich meine Mum besuchen,“ erklärte Tonks.
„Richte ihr schöne Grüße aus,“ sagte Hermione.
„Mummy? Kann Zane am Wochenende zu mir kommen?“ fragte Wolf.
Tonks blickte ihren Sohn an, der sie mit geweiteten, honigfarbenen Augen fragend anstarrte. Sein herzförmiges Gesicht strahlte Reinheit und Freundlichkeit aus, und seine Augen erzählten von der Verschmitztheit, die seine Abstammung von einem Rumtreiber mit sich brachte.
„Wer ist Zane?“ fragte ihn Tonks.
„Zane ist mein neuer bestester Freund, Mummy,“ sagte Wolf. Mit seinen vier Jahren war er nur zwei Monate älter als der Malfoyerbe. Hermione hatte die beiden Jungen gemeinsam beobachtet und festgestellt, dass sie sich in vielen Dingen ähnelten, obwohl einige Differenzen zu ihrer neu entdeckten Beziehung dazugekommen waren.
„Dein neuer bester Freund? Oh, das ist wunderbar, Wolfie. Natürlich kann Zane zu uns kommen. Aber wir müssen zuerst seine Mummy und seinen Daddy fragen, okay?“
Wolf nickte glücklich und fuhr damit fort, mit seinen Beinen hin und her zu schwingen und leise zu summen.
Tonks wandte sich Hermione zu. „Also hat Wolf einen neuen Freund gefunden? Ich bin so froh, ich hab gedacht, er würde für immer schüchtern bleiben. Ist Zane ein neuer Schüler?“
Hermione biss sich auf die Lippe. „Ja, ist er. Eigentlich ist er Wolfs Großcousin zweiten Grades. Ist das nicht toll?“
Tonks dachte einen Moment lang nach und runzelte die Stirn. „Wirklich? Also wenn er sein Großcousin zweiten Grades ist, ist Zane mein Großcousin, was Zanes Dad oder Mum zu meinem Cousin oder meiner Cousine machen würde……und ich habe nur einen Cousin, das heißt….“
Hermione beobachtete, wie Tonks ein Licht aufging, während sie nachdachte; ihr Mund klappte auf. „Malfoy hat ein Kind?“
Hermione nickte. „Er ist vier, genau wie Wolf, und sie waren praktisch vom ersten Moment an Freunde. Heute war Zanes erster Tag hier, und sie haben sofort angefangen zu reden und miteinander zu lachen. Ich hab komplett vergessen, dass die beiden verwandt sind, und dass Zanes Vater und der Rest seiner Familie deiner nicht gerade nahe steht.“
Sie hatte es absichtlich so höflich wie möglich formuliert, da Wolf im Zimmer war.
Tonks zuckte mit den Schultern. „Wenn Wolf das Kind mag, ist das das einzige, was zählt. Aber wenn er meinem Sohn irgendwelchen Kummer macht, dann gibt’s höllischen Ärger.“
Wolf kicherte auf Grund der Tatsache, dass seine Mutter „höllisch“ gesagt hatte.
„Oh Gott, nein, Tonks. Zane ist das süßeste Kind überhaupt, und trotz der Tatsache, dass er aus einer Familie voll widerwärtiger Leute stammt, ist er wirklich sehr nett. Ich freu mich wirklich, dass er und Wolf Freunde sind.“
Tonks lächelte. „Naja, dann ist das toll. Wolf wird es gefallen, einen Cousin zu haben.“
„Zane ist mein Cousin?“ fragte Wolf.
Die drei Frauen nickten.
„Wow,“ rief Wolf. „Ich hab noch nie einen Cousin gehabt.“
Hermione war erstaunt, dass Wolf genau das Gleiche gesagt hatte wie Zane. Komisch.
„Komm schon, Wolfie-Häschen, es ist Zeit, deine Großmutter zu besuchen.“ Tonks bedeutete Wolf, ihre Hand zu halten. „Sag Tschüss zu Miss Donny und Miss Hermione.“
Wolf winkte den beiden Frauen und folgte seiner Mutter aus der Schule.
„Er war das letzte Baby,“ sagte Donny, während sie eine Mappe hervorzog und schnell etwas notierte.
„Gut, ich bin todmüde,“ sagte Hermione und lehnte sich gegen den Schreibtisch.
„Was war mit dem Hottie?“ fragte Donny.
„Nichts besonderes,“ seufzte Hermione.
Donny hob leicht ungläubig eine Augenbraue.
„Naja, ich könnte ich ihm vielleicht gesagt haben, dass ich ihn hasse und jedes Wort ernst gemeint hab, nachdem er meine Entschuldigung abgelehnt hat,“ sagte Hermione leise.
„Sehr professionell, Schnuckelchen,“ lachte Donny. „Gott, was ist mit euch beiden? Wenn du es nicht abgestritten hättest, würde ich wirklich glauben, dass ihr früher mal zusammen wart.“
„Dieses geistige Bild brauch ich nicht, Don. Nicht jetzt, und auch nicht später,“ stöhnte Hermione. „Zane ist so ein tolles Kind und er ist so klug! Es gab keine Frage im Unterricht, die er nicht beantworten konnte und er kann schon alle Buchstaben des Alphabets und kann sie perfekt schreiben….doch dann denke ich immer daran, dass ich mit seinem Vater sprechen muss und ich frag mich, wie es sein kann, dass so ein schrecklicher Mann so ein wundervolles Kind hat.“
„Eine Frage, warum hasst ihr euch überhaupt?“
Ein weiteres Seufzen in einer Sammlung von Seufzern war von Hermione zu hören. „Ich denke, es hat hauptsächlich damit angefangen, dass wir in der Schule in verschiedenen Häusern waren. Ich weiß, das klingt irgendwie lächerlich, aber es ist einfach üblich für Slytherins und Gryffindors, sich gegenseitig zu verabscheuen. Das alles war ein schreckliches Beispiel von Gruppenzwang und ist dadurch noch schlimmer geworden, dass ich eine von Harry Potters besten Freunden und eine Muggelgeborene war.“
„Oh, stimmt, und die Malfoys sind eine alte reinblütige Familie. Ich hab von ihnen sogar in Südafrika gehört. Sie waren auf Voldemorts Seite, oder?“
Hermione nickte. „Ein paar Monate vor Voldemorts Fall sind sie neutral geworden. Es war klar, dass sie den feigen Weg wählen würden.“
„Ich finde nicht, dass das feige ist. Sicher, sie haben der hellen Seite nicht geholfen, aber auch nicht dem Dunklen Lord. Anscheinend haben sie ihre Fehler eingesehen, waren aber so verwickelt in ihre Abneigung gegen Nicht-Reinblüter, dass sie sich während des Krieges einfach nicht komplett deiner Seite widmen und helfen konnten.“, sagte Donny, während sie weiterhin den halbnackten Oliver betrachtete.
„Danke, Professor, das war eine tolle These über die Mentalität der Malfoys,“ zog sie Hermione auf.
Donny lächelte. „Ich mein’s Ernst, Hermione. Obwohl ich es idiotisch von ihnen finde, dass sie so etwas Bescheuertes wie den Familienstand und den Blutstatus darüber entscheiden ließen, wie sie über andere Leute gedacht haben, haben sie gemerkt, dass ihre früheren Ansichten die falschen waren.“
Hermione klopfte mit ihrem Finger gegen den Schreibtisch und dachte darüber nach, was Donny gesagt hatte. „Er war trotzdem ein Wichser. Sein Vater war auch schrecklich. Die ganze Familie war übel.“
„Naja, dann. Aber hasse ihn, weil er ein Wichser ist und nicht wegen Dingen, die in der Vergangenheit passiert sind.“
„Es ist ziemlich schwer, die Vergangenheit einfach zu vergessen, Don,“ seufzte Hermione. „Ich bin einfach müde und will nachhause. Je weniger ich über Malfoy rede, desto besser fühle ich mich.“
„Also, vorhin, als du den Hottie gefragt hast, was er darüber denkt, dass sein Sohn mit dem Sohn eines Werwolfs befreundet ist, wolltest du ihn schlecht dastehen lassen?“ fragte Donny mit einem kleinen Lächeln. „Das klingt nicht nach der Hermione, die ich kenne.“
Hermione fühlte, dass sich ihre Wangen erhitzten. „Ich vermute ich wollte sehen, ob er immer noch so voreingenommen ist und ok, schön, ich geb zu, dass es ein bisschen kindisch war.“
Donny gluckste und legte die Zeitschrift nieder. „Ich weiß genau, was du nach so einem schrecklich anstrengenden Tag brauchst.“
Hermione lächelte. „Ein schönes, langes Bad und ein Glas Wein?“
„Nö, eine Mini Shoppingtour, nach einem kurzen Besuch im Honigtopf, um was von ihrer importierten Schokolade zu kaufen,“ sagte Donny.
„Ich hab kein Geld,“ schmollte Hermione. „Mein letzter Gehaltsscheck ist für meine Miete, die Miete für die Schule, die üblichen Nebenkosten, Schulden, die ich bei Harry hatte und die Reparatur der Verkabelung im Klassenzimmer der Halbwüchsigen draufgegangen. Ich hab circa 20 Galleonen, mit denen ich den Rest des Monats auskommen muss.“
„Ist deine Mitleidsrede vorbei?“ fragte Donny. „Die Shoppingtour geht auf mich. Meine Eltern haben mir letzte Woche Geld geschickt weil ich zugestimmt hab, meine Schwester für einen Besuch bei mir aufzunehmen. Sie ist der reine Terror und sie wollten sie so verzweifelt loswerden, dass sie sogar dafür gezahlt haben.“
Hermione lachte. „Ok, schön. Aber wir werden pro Person nicht mehr als 25 Galleonen ausgeben.“
„Spielverderber,“ sagte Donny und streckte ihr die Zunge raus. „Wenn du nicht auf mich aufpassen würdest, wäre ich auf der Stelle pleite.“
Die zwei beendeten die Diskussion über ihre entsetzliche finanzielle Situation und schlossen die Schule letztendlich. Alle Exemplare von reinblütigen Idioten waren komplett aus ihren Gedanken verschwunden….naja, fast.
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Draco beobachtete, wie sein Sohn ein Pommes Frites in Ahornsirup tauchte und es dann aß. Die Mägen von Kindern waren anscheinend aus Stahl.
„Schmeckt dir dein Abendessen, Kumpel?“ fragte Draco.
Zane nickte fröhlich. „Es ist lecker. Ich mag es wenn du Pommes und Hühnchen kochst.“
Draco lächelte. „Ich glaube nicht, dass es als kochen durchgeht, wenn ich es einfach mit meinem Zauberstab auftaue und es dann für 20 Minuten in den Ofen schiebe.“
„Du bist ein guter Koch, Daddy,“ sagte Zane.
Draco kam nicht umhin, zu lachen. Nach dem schrecklichen, beschissenen Tag, den er gehabt hatte, konnte ihn Zane umgehend wieder aufheitern. „Und jetzt erzähl mal, Zane, wie war dein erster Tag in der Schule?“
Zanes Augen leuchteten auf, und er lies das Pommes Frites in seiner Hand zurück auf seinen Teller fallen, als er begann, seinem Vater alles über seinen Tag zu erzählen.
„Zuerst hat Miss Her-mi-one der ganzen Klasse meinen Namen gesagt, damit sie alle meinen Namen wissen und dann sind wir zu den Stationen gegangen….“
„Warte, was sind die Stationen?“ fragte Draco.
„Stationen sind die Stationen, Daddy,“ sagte Zane.
Ah, die Nachteile, wenn man Antworten von einem Vierjährigen bekommt.
„Was macht ihr bei den Stationen?“
„Es ist so, dass man verschiedene Dinge bei den Stationen macht. Da gibt’s eine Bausteinstation, eine Spielhausstation und eine Sandkistenstation und eine Biblotheksstation….“
„Bibliothek,“ korrigierte Draco.
„Ja, und dann gibt’s eine Verkleidungsstation und eine Geschichtenstation,“ sagte Zane.
„Okay, jetzt versteh ich’s. Welche hast du genommen?“
„Ich hab in der Sandkistenstation gespielt. So ist Wolf mein neuer bester Freund geworden.“
„Wie seid ihr Freunde geworden?“, fragte Draco und nahm einen Bissen von seinem Essen.
„Ich hab mit der roten Schaufel zum Graben gespielt und dann wollte Wolf auch ein Loch graben, also hat er mich gefragt, ob ich die Schaufel teilen kann. Er hat Bitte gesagt, Daddy, und ich weiß noch, dass du gesagt hast, dass das höflich ist und dass ich teilen soll, also hab ich sie mit ihm geteilt,“ sagte Zane. „Er hat gesagt ich hab ein sehr schönes Loch gegruben.“
„Er hat gesagt, du hast ein sehr schönes Loch gegraben?“ fragte Draco und korrigierte heimlich die Grammatik seines Sohnes.
„Mhm und dann haben wir ein sehr großes Loch gemeinsam gemacht, mit der roten Schaufel und unseren Händen,“ erklärte Zane. „Es war so ein großes Loch, Daddy, und wir haben so viel gelacht, weil das Loch größer war als unsere Köpfe!“
Zane fing an zu lachen, als ob es das Witzigste wäre, das er je gehört hatte. „Größer als unsere Köpfe, Daddy!“
Draco lachte mit seinem Sohn mit, dessen Lachen ansteckend war.
„Freut mich, dass du so viel Spaß hattest,“ sagte Draco.
„Hab ich, Daddy. Miss Her-mi-one ist sehr nett zu mir. Sie hat gesagt ich bin sehr, sehr klug und nett.“
Draco versuchte, seine Überraschung darüber, dass die Königin der Zicken eine nette Sache über jemanden gesagt hatte, der mit ihm verwandt war, zu verbergen. „Naja, du bist sehr klug Zane, und sehr nett.“
Zane lächelte und fuhr damit fort, weiter Pommes mit Sirup zu essen. Nach einigen Minuten der Stille blickte er seinen Vater mit einem fragenden Blick an. „Daddy, was ist ein Hottie?“
Draco verschluckte sich an seinem Schluck Wasser, als sein Sohn ihm diese heikle Frage stellte. „Was? Wo hast du dieses Wort gehört?“
„Miss Donny hat es gesagt,“ antwortete Zane.
Draco wurde klar, dass die andere Lehrerin den Quidditchspieler in Anwesenheit seines Sohnes angeschmachtet haben musste. Wie reizend.
„Naja, ehm, ein Hottie ist eine Person, die jemand attraktiv findet,“ erklärte Draco.
Zane starrte seinen Vater mit ausdruckslosem Gesicht an. „Was heißt das?“
Draco fuhr sich mit der Hand über die Stirn. „Okay, wenn du älter wirst, wirst du anfangen zu denken, dass Mädchen hübsch sind….“
„Bäh, Igitt!“ rief Zane mit einer Grimasse.
Draco gluckste über die Unschuld seines Sohnes. Oh, die guten alten Zeiten, in denen Mädchen Läuse hatten.
„Also, wenn du denkst, dass ein Mädchen hübsch ist, nennst du sie einen Hottie, und das Gleiche gilt, wenn ein Mädchen denkt, dass ein Junge gut aussieht,“ erklärte Draco lahm.
„Oh,“ sagte Zane. „Ich denke, Miss Hernime ist hübsch. Ist sie dann ein Hottie?“
Draco unterdrückte den Drang, zu lachen. Gott, wie konnte er das seinem Sohn erklären ohne zu gestehen, was er wirklich von diesem schrecklichen Monster dachte? „Du kannst nur finden, dass jemand ein Hottie ist, wenn du erwachsen bist.“
Toll gemacht, Draco. Wunderbare Elternkompetenz. Das Kind ist auf dem besten Weg zu einem Ödipuskomplex.
„Du bist erwachsen, Daddy,“ sagte Zane. „Nur Erwachsene sagen Hottie? Ist Miss Her-mi-one für dich ein Hottie? Ist Miss Donny ein Hottie?“
Draco wollte weinen. Sich einfach zu einer Kugel zusammenrollen und weinen. Wann würden die verdammten Fragen endlich aufhören? „Miss Hermione und Miss Donny sind Lehrer, und Lehrer können keine Hotties sein.“
Und der Bullshit Award geht an Draco Malfoy.
„Warum?“ fragte Zane.
„Weil sie mit Kindern arbeiten,“ sagte Draco. Wie zur Hölle kam er auf diese Lügen?
Zane sah verwirrt aus. Draco war verwirrt….und ihm war schlecht….und er war müde.
„Bist du ein Hottie, Daddy?“ fragte Zane.
Draco lachte beinahe, hielt sich aber davon ab, um die Gefühle seines Sohnes nicht zu verletzen. „Alle Malfoys sind Hotties, Zane. Das ist allgemein bekannt.“
„Ich bin ein Malfoy! Ich bin auch ein Hottie, Daddy!“ sagte Zane fröhlich. „Und Gamma und Gampa!“
Das war offiziell das merkwürdigste Gespräch, das Draco je mit einem anderen menschlichen Wesen geführt hatte. „Sicher, Z. Das stimmt. Und jetzt ist es glaub ich Zeit, dir deinen Pyjama rauszusuchen und dich für dein Bad fertig zu machen.“
Zane nickte verdrießlich in dem Wissen, dass es fast schon Schlafenszeit war, doch seine Hoffnungen stiegen sofort wieder, als ihm einfiel, dass es immer noch die Badezeit und die Geschichtenzeit gab. Sein Daddy war der beste Daddy überhaupt!
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Nachdem er Zane ins Bett gesteckt hatte, ließ sich Draco auf die Couch im Wohnzimmer ihrer neuen Wohnung fallen, die sich ziemlich genau in der Mitte zwischen Hogsmeade und den Docklands befand, wo Draco arbeitete. Es war eine kleine, vornehme magische Wohngegend, die vorwiegend von jungen, noblen Pärchen oder älteren, vermögenderen Ehepaaren bewohnt wurde. Keine sehr familiäre Gegend, aber die Wohnung war schön, ziemlich nahe an Zanes Schule und Dracos Arbeitsplatz gelegen und nicht allzu weit weg von Malfoy Manor.
Er legte seinen Kopf auf die Armlehne der Ledercouch und streckte seine Beine vor sich aus. Er war immer noch ein bisschen nass von Zanes Bad. Das Kind konnte einfach nicht still sitzen, wenn es einmal in der Wanne war.
Seine Gedanken wanderten zu dem fürchterlichen Tag, den er gehabt hatte. Wenn er nicht herausfinden konnte, wie er das Gebäude, an dem er gerade arbeitete, verbessern konnte, würde er den Auftrag an Roger oder an jemanden im Parabel- oder Asymptotenteam abtreten müssen, damit sie ihn fertig machen konnten. Das hatte er noch nie zuvor machen müssen, aber das neue Hotel hatte sich als ziemlich schwieriges Projekt herausgestellt.
Abgesehen von der Arbeit bereitete ihm auch die Erinnerung an das, was sich in Zanes Schule zugetragen hatte, Kopfschmerzen. Allmächtiger Gott, Granger war eine Nervensäge. Sie hatte absichtlich versucht, ihn schlecht dastehen zu lassen, indem sie irgendwie beweisen hatte wollen, dass er Halbblütern gegenüber immer noch voreingenommen war. Tja, er hatte es ihr gezeigt. Sie wusste nicht, dass ihm das Blut vollkommen egal war. Vater zu werden hatte seine Prioritäten komplett verändert.
Klar, er war immer noch arrogant, aber das war, weil seine Familie besser war als die meisten, wenn nicht alle. Es hatte nichts mit Blut zu tun sondern damit, überlegen zu sein, was Intelligenz und Reichtum anging.
Doch dann hatte die bescheuerte Hexe auch noch die Nerven gehabt, sich nach ihrem verbalen Durchfall zu entschuldigen, bei dem sie sich über alle Dinge aufgeregt hatte, die ihn verunsicherten. Nicht, dass er das selbst unter Todesqualen zugeben würde, aber sie hätte nicht so schonungslos sein müssen. Er konnte nicht einmal damit anfangen, sich vorzustellen, wie schrecklich er sich gefühlt hätte, wenn Zane diese niederschmetternde Beschreibung seines Vaters gehört hätte.
Scheiß auf sie; Scheiß auf sie und ihre bescheuerte Meinung über ihn. Sie konnte von ihm aus in der Hölle schmoren. War doch egal, dass sie nett zu seinem Sohn war, ihn lobte und ihn nicht schlecht behandelte, weil sie den Mann hasste, der ihn gezeugt hatte. War doch egal, dass ihre Wangen sich leicht rosa färbten, wenn sie wütend wurde und ihre Augen auf erschreckend attraktive Weise vor Hass dunkel wurden, wann immer sie ihn anblickte. Was soll’s?
Sie war eine Zicke, Ende der Geschichte und es gab keinen Grund dafür, über sie in einer anderen Weise nachzudenken als in der, dass sie die Lehrerin seines Sohnes war. Sie war nicht Mal hübsch! Sie war unscheinbar und langweilig und unangenehm scharfzüngig. Nichts an ihr war attraktiv…….wobei…….nein, nichts davon.
Er würde der Bessere sein und sich ihr gegenüber höflich verhalten, wann immer Zane in der Nähe war. So, nun war das auch erledigt.
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Hermione hatte gerade die neue, gelbe Robe verstaut, die Donny gekauft und darauf bestanden hatte, dass Gelb trés chic und diese Saison sehr angesagt war.
Als sie sich fürs Bett fertig machte, konnte sie nicht anders als mit der Welt komplett zufrieden zu sein. Donny hatte sie zum Lachen gebracht und sie hatte sich während ihrem Shopping/Schokolade Abend ziemlich entspannt. Sie hatte nicht mal mehr an den üblen Mann gedacht, der so ungewollt in ihr Leben getreten war.
Aber sie würde nicht über ihn nachdenken, das hatte sie nicht nötig. Es war ja nicht so, dass sie ihn attraktiv fand. Er war so abstoßend, dass es schwer war, sich auf etwas anderes als auf die Tatsache zu konzentrieren, wie nervig er war. Sogar wenn seine Augen kalt und gefährlich wurden, wenn er sich bedroht fühlte. Und auch, wenn er so groß war, dass sie aufblicken musste, um ihn zu beleidigen.
Nein, eine Mütze Schlaf und eine schöne Tasse Tee vor dem Schlafengehen war alles, was sie brauchte. Donny lag falsch.
Malfoy war KEIN Hottie.
Überhaupt nicht.
Nicht mal ein bisschen.
Bis auf das, dass er einer war.
Verdammt!
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(1): Big Kahuna ist glaub ich ein film...der auf deutsch:" ein dicker fisch" oder so heißt.....ich bin mir aber nicht sicher, dass sie darauf anspielt.....erscheint mir aber noch am logischsten...
der titel des chapters kommt von dem Song "Nothing lasts forever" von Maroon 5.
so...das wars auch schon wieder! :)
kommis bitte!
bis nächsten samstag!
glg eure sabs
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