Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
«
»
von me and myself    erstellt: 26.11.2008    letztes Update: 20.03.2010    Geschichte, Allgemein / P16    (fertiggestellt)
Huii geich acht Kommis, ich bin wirklich überrascht *in die Runde strahl*
Ich weiß ja, dass noch nicht all zu viel passiert ist und daher freut mich die Resonanz umso mehr!



@ märchen-mond
auch scheidungkinder sind ein thema und in die story   „passt“ es einfach.
Nur weil ehen scheitern muss man sich ja nicht hassen, vor allem lässt man sich immer nur vom ehepartner und nicht von den Kindern scheiden… aber stimmt lily hat sowohl zu ihrem vater als auch zu ihrer mutter ein relativ intaktes verhältnis, etwas dass nicht mal alle „nicht scheidungskinder“ haben…
Also ziehvater und stiefschwester, die kommen jetzt auch gleich prompt vor, mal sehen was du dazu sagen wirst…. ;O)
Noch ist sie nicht in fuenlabrada… aber ich nächsten oder übernächsten kapitel, könnte es dann auch schon so weit sein *g*


@ masa771
ja, ging schnell ich weiß… aber gedanken soll man ja festhalten also hab ich mal ein paar sachen aufgeschrieben, mal sehen wie sich alles entwickelt,… (wobei diesmal hab ich zumindest ein grobes storyboard)
welcher spieler es wohll wird….?
Tja mal sehen (^^,)

@ maichen
wenn dir das mit dem „nicht zu viel verraten“ gefällt bin ich beruhit, dass dir auch die nächsten chaps gefallen werden… die story wird wirklich etwas langamer beginnen… aber nach und nach kommen immer mehr infos, versprochen,…

@ sarahmagnando
na dann freu ich mich ja gleich, dass du mir zumindset bei der story ein kommi da lässt *g*
in lilys leben wird es wzei große rollen geben.. so viel sei gesagt…
alles ander wirst du hoffentlich noch lesen….

@ markigirl 89
miiiiiich haben wir da miiiiiiiiiiiiiich *aufzeig*
naja da sich meien alte story noch immer eher unkooperativ zeigt, dachte ich mir ich  schreib mal andere ideen auf *g*
ich kann dir schon sagen, dass es zwei männliche hauptpersonen gibt… aber mit der von dir gedachten liegst du auf jeden fall schon mal richtig ;o) auch wenn die noch etwas auf ihren auftritt warten muss….
Ich hoffe dir gefällt es weiterhin,..  es iwrd noch einiges passieren… aber alles schön langsam Stepp by Stepp, lily muss ja erst mal ankommen….

@ franzie
*auflach* hach, ich mag deine überschwängliche, refreshig art…. Ganz ehrlich *strahl*
du magst lily jetzt schon? Na ich hoffe das bleibt so… *g*
du brauchst mich fürs schreiben doch nicht bezahlen,.. so weit würds noch kommen… deine kommis sind meine „bezahlung“…. Obwohl dann bezahlst du mich ja doch *lol
geht auch schon weiter, auch wenn nicht übermäßig viel passiert…. *beschämt den kopf senk*


@ mi mejor
wooooow was für ein monsterkommi *ganz debil grins*
ja, auch 15jährige sollten eine meinung habne dürfen, überhaupt sind viele kinder vernünftiger als manche erwachsenen,…
du kannst so schreiben, sogar besser… du bist la mejor.. ich mein halloooo ich erinnere nur an kim und mona… DAS sind so unheimlicht tolle dialoge…..
ich glaube nicht, dass lilys schicksal der normalfall von einem scheidungskind ist, aber du weißt ja bei mir darfs immer ein bisschen drama mehr sein *unschuldigschau*
jaaa du wackelst berechtigt mit den augenbrauen aber so weit sind wir ja noch nicht….. irgendwie kommt hier nur alles sehr langsam in die gänge… wenn ich genau darüber nachdenke… *schäm*
danke für das tolle kommi, du hast mir damit wie immer ein lächeln aufs gesicht gezaubert, dafür danke ich dir, mi mejor!

@ ozzylein
meisterwerk? Naja davon sind wir bitte meilenweit entfernt, aber ich bin schon wieder lieb und halte den mund (^^,)
Ich finde noch immer du könntest auch andere mit deinen Stories bereichern, aber ich genieße dieses Privileg schon sehr, dass muss ich zugeben x)
Ich warte auf jeden fall gespannt wann du mal wieder vorbeischneist… aber ich weiß ja wo ich dich „finden“ kann *muhahahaha*



Kapitel 2 – Neues Leben I


Madre de Dios“, Liliana sah mit großen Augen aus dem Auto, dass in die Auffahrt ihres zukünftigen Zuhauses einfuhr. Auch wenn sie es bereits von Photos kannte, wirkte es Natura noch viel imposanter.
„Schön nicht?“, Adriana sah ihre Tochter gut gelaunt an „Bist du bereit?“
„Und was wenn ich nein sage?“, Lily versuchte sich an einem ernsten Gesichtsausdruck doch als sie den geschockten Blick ihrer Mutter bemerkte, lächelte sie zaghaft. „War ein Scherz, mamá, ich werde mich schon benehmen, keine Sorge!“, doch als sie den Hebel des Türöffners betätigen wollte, zuckte sie zusammen, da ihr ein älterer Mann im Anzug zuvorkam.
„Sie müssen Señorita Liliana sein?“, lächelte er freundlich und Lily konnte nur stumm nicken, ihr hatte es vollkommen die Sprache verschlagen. Hinter dem höflichen älteren Mann erkannte sie plötzlich Carlos und dessen Tochter, die beide ebenfalls freundlich lächelten, irgendwie erinnerte Liliana das ganze an eine widerlich idyllische  Maklerwerbung, sie versuchte sich jedoch nichts anmerken zu lassen, sondern sah zu wie Carlos ihre Mutter strahlend in die Arme schloss, bevor er sich ihr zuwandte.
„Liliana, schön dich endlich kennen zu lernen“, und ehe Lily es sich versah war sie ebenfalls umarmt worden.
„Darf ich dir Nieves vorstellen?“, Señor Alonso winkte seine Tochter zu sich, die die braunhaarige Spanierin schüchtern ansah.
„Hola“, murmelte Lily nur und versuchte nicht zu viel Missmut in ihre Stimme zu legen.
„Hola“, erwiderte die Blonde leise und lächelte zaghaft.
Liliana musterte ihr Gegenüber.
Klein, blond, zierlich. Der dunkelblaue Rock und die weiße Bluse die Nieves an hatte, passte perfekt in das Bild, dass sich Lily im Vorfeld von ihr gemacht hatte, ebenso wie die Perlenohrringe die sie trug. Wieder kamen Liliana Zweifel wie sie nur hier her passen sollte.  Keiner wirkte hier so als würde er Jeans und Converse tragen oder gar eine Schwäche für Kapuzenpullis haben, auch wenn Lily, ihrer Mutter zuliebe, extra auf eines ihrer Lieblingskleidungstücke verzichtet hatte.

„Du könntest Liliana doch schon mal alles zeigen, ….“
„Ja, klar“, antwortete Carlos’ Tochter sofort, noch bevor ihr Vater den Satz überhaupt beendet hatte, was Lily wiederum dazu veranlasste innerlich mit den Augen zu rollen. Nieves schien nicht nur ein perfektes Äußeres zu haben, sie schien auch noch wohl erzogen zu sein. Genau so eine Tochter wie es sich ihre Mutter immer gewünscht hatte, eine Tochter die sie ihr nie gewesen war.
Sie war nun mal keine Vorzeigetochter.
Sie war weder so hübsch und adrett anzusehen, noch hielt sie sich in irgendeiner Art und Weise vorzeigbar, sie war nun mal eine kleine Rebellin, sagte immer was sie dachte ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

„Soll ich dir…“, begann Nieves leise, doch Liliana schnitt ihr das Wort an.
„Danke, ich kann meine Sachen ganz gut alleine tragen!“, und ohne ein weiteres Wort zu wechseln folgte Liliana ihrer vielleicht-bald Stiefschwester durch den großzügig angelegten, schon fast parkähnlichen Vorgarten, über die die breite geschwungene Marmortreppe zum Haupteingang hinauf und trat in eine Vorhalle, die ihr erneut die Sprache verschlug.
Lily konnte nicht verhindern, dass ihr der Mund aufklappte.
Das war kein Haus, das war ein Palast.
Eine mit Holz getäfelte Decke, mit Stuck verzierte Wände, der Boden, der wieder verdächtig an Marmor erinnerte, war mit den erlesenen Teppichen ausgelegt.
Von der großen Halle führten fünf Türen in andere Räume, sowie eine weitere imposante geschwungene Treppe, ähnlich der vor dem Eingang, nur kleiner,  in den oberen Stock.

„Soll ich dir als erstes dein Zimmer zeigen? Dann kannst du schon mal deine Sachen deponieren?“, wieder lächelte Carlos Tochter zaghaft.
„Okay“, antwortete Lily nur knapp, da sie noch immer damit beschäftigt war alles zu bestaunen und folgte der blonden Spanierin dann die Treppe nach hoch.

„Hier, das ist dein  Zimmer“, Nieves öffnete die letzte Tür auf der linken Seite des Galerie, bevor sie zur Seite trat um Lilian den Vortritt zu lassen und wieder konnte Lily nicht anders als erneut große Augen zu machen. Das Zimmer war groß und hell, es war zugleich stilvoll und gemütlich, aber nicht so pompös, wie das, was sie bisher vom Haus gesehen hatte. Das hier entsprach viel eher ihrem Geschmack.
Es gab ein Erkerfenster, mit Fensterbank, ein schmiedeisernes Bett, mit passenden Nachttischen, sowie diverse Bücherregale, einen großen Schreibtisch, sogar Fernseher, Stereoanlage und DVD-Player gab es.
Das einzige was ihr auf den ersten Blick fehlte war ein Schrank, auf den zweiten Blick fielen Lily zwei Türen auf, die links und rechts vom Zimmer nahezu der Wand angepasst waren und bevor sie hätte fragen können, wohin die Türen überhaupt führten, meldete sich die sanfte leise Stimme von Carlos Tochter zu Wort.
„Falls du deinen Schrank suchst, der ist hier“, und mit einem erneuten Lächeln öffnete Nieves die rechte der beiden Türen.
„Ein begehbarer Schrank?“, platze es aus Liliana heraus, die den Kleinen Raum sofort in Augenschein nahm, bevor sie sich zu Carlos’ Tochter umwandte.
„Und das hier ist das Bad, das  müssen wir uns aber teilen, aber die linke Seite gehört vollkommen dir“, sie deutete auf ein blitz blank geputztes, freies Waschbecken, sowie zwei kleine weiße Schränke.
„Okay danke“, murmelte Liliana schließlich, da ihr die entstandene Stille unangenehm wurde.
„Brauchst du sonst noch etwas?“
„Danke ich komm ganz gut allein zurecht“, die Braunhaarige Spanierin biss sich auf die Unterlippe und senkte den Kopf, doch als sie wieder aufsah, war Carlos Tochter bereits verschwunden.

Lilian ließ sich quer über das Bett fallen und atmete tief durch.
Das war es also nun.
Ihr neues Leben.


Neue Stadt.
Neue Umgebung.
Sie war wirklich gespannt wie sich hier alles gestalten würde.
Wie sie mit Carlos und Nieves klar kommen würde.
Wie würde die neue Schule werden?
Was wenn sie nicht mit kam, oder es nicht schaffen würde Anschluss zu finden?
Es spukten ihr so viele Gedanken durch den Kopf und ehe sie es verhindern könnte, rannten ihr heiße Tränen über die Wangen, wie ein kleines Kind rollte sie sich auf ihrem Bett zusammen und ließ ihnen freien Lauf.

OOOoooOOO





Als Liliana im großen Esszimmer neben Nieves saß, fühlte sie sich noch immer verloren, da half es auch nicht, dass Carlos versuchte sich vor Freundlichkeit zu überschlagen, überhaupt war ihr das ganze herzliche Gehabe suspekt.
Sie wollte das alles nicht.
Sie wollte nur in Ruhe gelassen werden.

„Schmeckt es dir?“, durchdrang Carlos’ tiefe Stimme die Stille „Adriana hat mir erzählt, dass Lasagne dein Lieblingsessen ist?“
„Ja schmeckt schon … gracias“, fügte Lily nach einem rügenden Blick ihrer Mutter schnell hinzu.
„Liliana, kann ich dich bitte kurz sprechen?“, die braunhaarige Spanierin zuckte nur resignierend mit den Schultern und folgte Adriana aus dem Speisezimmer in die angrenzende Küche.

„Was sollte das?“
„Was sollte was?“, Lily verschränkte trotzig die Hände vor der Brust und sah ihre Mutter herausfordernd an.
„Wieso musst du dich so unmöglich aufführen? Alle versuchen dir entgegen zu kommen und nett zu sein, und du verhältst dich wie ein trotziges Kleinkind.“
„Wenn ich mich so unmöglich aufführe, dann schick mich doch zurück, ich will nämlich nicht hier sein, klar?“, ihre braunen Augen funkelten kämpferisch  „Aber mich hat ja keiner gefragt, niemand hat es interessiert wie es mir geht, ich bin ja nur das dumme kleine Kind, dass keinerlei Mitspracherecht hat.“
„Liliana“, ihre Mutter seufzte.
„Was?“, kam es nur weiterhin patzig von Lily, die nun den schwarz, weiß gefliesten Küchenboden betrachtete.
„Das stimmt doch so nicht. Es ist weder deinem Vater noch mir egal wie es dir geht. Aber glaub mir es ist so das Beste. Du bist gerade einen halben Tag hier. Glaubst du nicht, dass Carlos und Nieves es verdienen dass du ihnen eine Chance gibst?“, Adrianas Tochter verdrehte nur die Augen, sie wusste ja dass ihre Mutter recht hatte, aber sie wollte nicht vernünftig sein.
Sie wollte wütend sein und sich selbst bemitleiden.

Sie war ein 15jähriges Mädchen das von heute auf morgen  alles hatte zurücklassen müssen, ein Mädchen, das von heute auf morgen in einer neuen Stadt in einer neuen Familie leben musste.
Es war einfach zu viel auf einmal.
Vielleicht würde sich ja alles geben, vielleicht würde sie es sogar schaffen sich einzuleben, Freunde zu finden.
Aber noch fühlte sie sich einsam, verraten und verkauft.
Noch wollte sie sich weder anpassen, noch mit der neuen Situation arrangieren.
Sie war einfach noch nicht so weit.

„Kann ich bitte auf mein Zimmer gehen?“, murmelte sie schließlich und sie sah ihre Mutter fragend an.
„Natürlich kannst du das, aber sag Carlos und Nieves bitte noch gute Nacht, ja?“, Adriana macht zwei Schritte auf ihre Tochter zu um sie in den Arm zu nehmen, doch Lily tauchte nur unter ihrem Arm weg, durchquerte mit großen Schritten das Wohnzimmer, murmelte ein kaum hörbares „Buenas Noches“, jedoch ohne den neuen Freund ihrer Mutter und dessen Tochter auch nur anzusehen, und verschwand dann durch die weiße Seitentüre, die in die große Eingangshalle führte.


Wieder glitt ihr Blick, schon wie bei ihrer Ankunft über die holzgetäfelte Decke.
„Ich passe einfach nicht hier her“, murmelte Lily leise, als sie die Treppe nach oben stieg. „Das hier ist definitiv nicht meine Welt“, missmutig durchsuchte sie ihren noch nicht ausgeräumten Koffer nach Schlafsachen und schlurfte ins Bad um sich fertig zu machen.
Als sie zurück ins Zimmer kam, verschloss sie die Türe zum Gemeinschaftsbad sorgfältig, ehe sie in ihr Bett kroch und ihr Handy vom Nachttisch holte um die Nummer ihres Vaters zu wählen.  
Bereits nach dem  zweiten Klingeln hob Claudio Alvaréz ab.

Hola mi torbellino“, allein schon bei der sanften Stimme ihres Vaters kamen Lily erneut die Tränen.
Hola papá“, murmelte sie erstickt und wischte sich die Tränen fort.

„Wie geht es meiner Kleinen? Sind alle gut zu dir?“
„Ich mag hier nicht bleiben, ich mag zu dir kommen“, flüsterte Liliana sofort.
„Ist es so schlimm?“, sofort saß Claudio aufrecht in seinem Lehnstuhl und lauschte angestrengt der Stimme seiner Tochter.
„Ja… nein….ich will hier einfach nur nicht bleiben“
„Ich kann dich am Wochenende holen wenn du willst“, bot Lilys Vater sofort an.
„Ich darf wirklich kommen?“
„Natürlich darfst du, ich hab dir doch gesagt, dass du jederzeit zu mir kommen kannst….“
„… nur nicht wenn ich Schule habe“, unwillkürlich musste die Fünfzehnjährige lächeln.
„Du weißt, dass die Schule wichtig ist, mi torbellino
„Ich weiß papá“, Lily nickte automatisch, auch wenn es ihr Vater ja nicht sehen konnte. „Aber kann ich dann Freitag gleich nach der Schule zu dir kommen?“, mit einem unangenehmen Magenkribbeln dachte die junge Spanierin an ihren ersten Schultag, wenigstens war es ein neues Schuljahr, mitten im Jahr zu wechseln wäre sicher noch schlimmer gewesen.
„Ich würde mich sogar freuen“; Claudio lächelte „Aber sag mal hast du schon mein Päckchen aufgemacht?“
„Päckchen?“, wurde Liliana sofort hellhörig.
„Schau mal in deinen Koffer“, und sofort sprang Lily aus dem Bett um ihren Koffer zu durchwühlen.
„Was ist denn drinnen?“, fragte sie als sie das, in dunkelblaues Papier eingewickelte Päckchen in Händen hielt.
„Pack es einfach aus, dann siehst du es“, kam es lächelnd von ihrem Vater und Liliana tat wie ihr geheißen, schnell löste sie die Klebestreifen vom Papier und öffnete es und als sie sah was ihr Vater verpackt hatte, begannen ihre braunen Augen zu leuchten, zärtlich strich sie über den bordeauxroten Harvard Kapuzenpulli.
Genau so einen hatte sie schon immer gewollt, und jetzt hielt sie tatsächlich einen Pulli ihrer absoluten Wunschuni in den Händen. Sie wussten, dass die Chancen gering waren als ausländische Studentin dort angenommen zu werden und dennoch war das zeit einem Jahr ihre fixe Idee, dort einmal ein Auslandssemester zu absolvieren.  Seit sie die Uni mit ihrer alten Schule besucht hatte. Sie erinnerte sich noch an jede  noch so kleine Kleinigkeit und auch daran, dass sie damals keine Zeit mehr gehabt hatten den Souveniershop aufzusuchen.
Doch jetzt hatte sie ihn.
Ihren geliebten Harvardpulli und ihr Ziel war somit wieder ganz klar geworden.
Sie würde übermorgen ihren ersten Schultag in der neuen Schule haben und sie würde sich anstrengen, denn nur mit wirklich guten Noten ließ ihr Traum von einem Auslandssemester in Harvard verwirklichen.  

„Aber, …“, setzte Lily sprachlos an.
„Gefällt er dir?“
„Ich find ihn abscheulich“, grinste Claudios Tochter und schlüpfte in den Pulli.
„Das ist schön“
„Ich hab dich lieb, papá“, und mit einem Lächeln auf den Lippen kuschelte sich Liliana in ihre Decke.
„Ich dich auch mi mi torbellino

„Und wir sehen uns dann Freitag, ja?“, versicherte sich die junge Spanierin noch einmal bei ihrem Vater.
„Auf jeden Fall und jetzt huscht du besser ins Bett“, Claudio sah auf die Uhr, die an der Wohnzimmertür hing. Das Haus, das er nun bewohnte war nicht sehr groß, aber es genügte seinen Ansprüchen, es war hell genug dass er gut malen konnte und es gab drei Zimmer. Sein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und natürlich Lilys Zimmer, das er bis Freitag noch fertig herrichten würde.
„Bin ich schon. Que descanses bien, papá“,
Duerme con los angelitos, mi trobellino“, murmelte Lilys Vater sanft und mit einem stummen Lächeln hatten beide aufgelegt.
Egal was diese Woche noch bringen würde, immerhin hatte Liliana jetzt einen Lichtblick. Am Freitag gleich nach der Schule würde sie den Zug nach Fuenlabrada nehmen und mit diesem Gedanken schlief sie auch schon ein.


_____

Torbellino - Wirbelwind
«
»
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.3-6311