Fanfiktion / Reale Personen / Sport / Fußball / Cuando el espacio se funda - Wenn die Welten verschmelzen
Kapitel 1 - Prolog
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von me and myself    erstellt: 26.11.2008    letztes Update: 09.03.2010    Allgemein / P16     348 Reviews
So ich traue mich mal wieder an etwas Neues, obwohl ich erst eine Story beendet habe, aber der Gedanke verfolgt mich schon länger, und da er mich nicht losgelassen habe, habe ich begonnen ihn aufzuschreiben.
Der Prolog meiner neuen Story beginnt im Jahr 1999, mehr sage ich hierzu erstmal nicht. (^^,)

Mein liebes Ozzylein, falls du hier vorbeischauen solltest, das hier ist für dich. Dafür, dass du einfach du bist, dafür, dass du mich immer mit deinen tollen Zeilen erfreust und mich an deiner Kreativität teilhaben lässt, die du so vehement unter den Scheffel stellst.
Ich glaub an dich so wie du an mich glaubst…
Du bist eine tolle Autorin und ich denke, das ist die richtige Plattform um das mal offiziell zu sagen… ich hoffe ja noch immer dass es dich mal hier her verschlagen wird… ich wäre deine treuste Leserin, aber das bin ich ja so oder so *quetsch*


Prolog

„Ich soll bitte was?“, Liliana sah mit einer Mischung aus Wut und Verzweiflung zwischen ihren Eltern hin und her.
„Lily, bitte“, versuchte es ihr Vater mit sanfter Stimme, doch seine Tochter unterbrach in sofort.
„Bitte spar dir das papá, nicht diese Stimmlage. Ich will mich nicht beruhigen, ich will wütend sein“, Liliana macht eine ausschweifende Handbewegung und ihr braunen Augen funkelten kämpferisch.
„Ich meine wie könnt ihr nur? Wie könnt ihr mich vor so vollendete Tatsachen stellen?“, und mit einem erstickten Schluchzen, machte sie auf den Absatz kehr tun lief mit wehenden Haaren in den oberen Stock des Einfamilienhauses, das sie mit ihren Eltern bewohnt und warf ihre  Zimmertür lautstark ins Schloss.

„Ich hab dir gesagt, dass wir sie hätten einbinden müssen?“, Claudio Alvaréz sah seine Frau resignierend an.
„Und du glaubst, dass es wirklich etwas an ihrer Reaktion geändert hätte?“, Adriana Sánchez, ordnete ihre ohnehin perfekt sitzende Frisur und bedachte ihren Mann mit einem vorwurfsvollen Blick.
„Ja, das glaube ich. Sie ist kein Kind mehr,…“
„Sie ist 15, widersprach Lilianas Mutter sofort.
„Und nur weil sie 15 ist, darf sie keine eigene Meinung haben? Sie hat gerade nicht nur erfahren, dass wir uns  scheiden lassen, sondern, dass sie hier alles aufgeben, alles zurücklassen muss um in Zukunft zwischen Tolosa und Fuenlabrada hin und her zu pendeln, was hast du erwartet? Dass sie vor Freude in die Hände klatschen wird?“, Claudio fuhr sich durch sein halblanges pechschwarzes Haar und lehnte sich gegen den Kaminsims.
„Es ist das Beste für sie. Sie wird bei mir ein gutes Leben haben,…“
„… und bei mir nicht, oder wie?“, die Augen von Lilianas Vater verdunkelten sich.
„Claudio ich bitte dich, als ob du sie mit deiner Pinselei ernähren könntest,…“
„… stimmt ja dein, warte wie heißt er … José? Juan?“
„Carlos!“, Adriana rollte erneut mit den Augen.
„Genau dein Carlos ist ja ein toller Fang, nicht so ein Träumer wie ich, er hat ja das was du dir schon immer gewünscht hast… Geld!“
„Jetzt machst du dich aber lächerlich. Für einen Mann klingst du ziemlich dramatisch. Tu tust ja gerade so als ob es für dich überraschend käme. Unsere Ehe funktioniert doch schon seit Jahren nicht mehr“
„Stimmt ja, ich hab ganz vergessen, dass man Sachen die kaputt sind nicht reparieren kann, sondern zwangsläufig wegwerfen muss“, Claudios Stimme war voll Spott.
„Es gibt bei uns schon lange nichts mehr zu reparieren, wir haben es doch versucht“, Adriana machte ein paar Schritte auf ihren noch Ehemann zu und sah ihn traurig an. „Du weißt dass ich dich geliebt habe Claudio. Wir waren beide jung und voller Träume. Und jetzt sieh uns an“, sie lächelte gequält. „Unsere Träume haben sich nicht erfüllt. Aber verdienen wir es nicht dennoch beide glücklich zu werden?“
„Und du denkst, dass dich Carlos glücklich machen wird?“, die Stimme von Lilianas Vater war leise.
„Ich hoffe es“, antworte Adriana ehrlich.
„Tja, dann musst du es wohl versuchen“, Claudio zwang sich zu einem Lächeln. „Ich werde dir da keine Steine in den Weg legen, ich mag nur Weiterhin Anteil an Lilys Leben nehmen.“
„Das wirst du, das verspreche ich dir“, und das erste Mal sein Monaten sahen sich Lilianas Eltern wirklich an. „Sie kann dich nicht nur jederzeit besuchen, auch du wirst jederzeit willkommen sein. Carlos weiß, dass ich eine Vergangenheit habe, und er weiß auch, dass du dazu gehörst,…“
„Danke!“, Claudio atmete erleichtert auf. Er wusste ja, dass seine Eher vorbei war und das nicht von gestern auf heute. Seine Frau und er, so sehr sie sich auch geliebt hatten, irgendwann war ihre Liebe auf der Strecke geblieben. Sie waren schon immer grundverschieden gewesen und da was am Anfang anziehende, prickelnde Gegensätze gewesen waren, hatte sich in all den Jahren zu einer unüberwindbaren Kluft entwickelt. Sie hatten beide so viel zurückgesteckt, doch geholfen hatte es nichts. Sie hatten es einfach nicht mehr geschafft sich einander anzunähern. Das einzige was sie noch wirklich verband, war Lily.


OOOoooOOO


„Aber papá, du darfst das nicht zulassen, ich will nicht weg von hier, ich will nicht mit ihr gehen und schon gar nicht bei ihm wohnen“, Liliana sah ihren Vater flehend an und ihre Unterlippe zitterte, während ihr immer wieder Tränen über die Wangen rannen.
„Deine Mutter liebt dich, sie will nur das Beste für dich,….“
„…und das Beste für ich ist alles zurückzulassen, in eine fremde Stadt, zu einer neuen Familie zu ziehen?“, sie zwirbelte eine Strähne ihres braunen lockigen Haares um ihren Zeigefinger.
„Ich will keine neue Familie, ich will auch nicht wegziehen. Ich will hier bleiben,…“
„Aber ich bleibe doch auch nicht hier, ich ziehe zurück in meinen Heimatort und glaube mir, das ist wirklich nicht das richtige für dich. Du verdienst etwas Besseres als einen kleinen Vorort. St. Sebastian hat bessere Schulen, und es hat das Meer“, Claudio sah seine Tochter sanft an. „Du liebst das Meer, du bist doch meine kleine Träumerin, was ist eine Träumerin ohne das Meer?“
„Aber ich darf dich doch besuchen kommen, oder?“, Lilanas Stimme  zitterte als sie den Blick ihres Vaters suchte.
„Du darfst nicht nur, du musst, ich bestehe darauf“, sie mussten beide lächeln.
„Wirklich immer?“
„Immer solang du keine Schule hast, du weißt wie wichtig die Schule ist, aber jedes Wochenende, jede noch so kurzen Ferien, kannst du jederzeit vorbeischauen. Jederzeit!“
„Und was ist wenn du dann auch eine neue Familie hast, was ist wenn du mich dann nicht mehr willst?“, die eben versiegten Tränen begannen wieder über ihre Wangen zu laufen.
„Du bist meine Familie, Lily. Und egal wer noch in mein Leben treten wird, du warst immer zuerst da, hörst du?“
„Gut“, und mit einem tränenverschleierten Lächeln fiel Liliana ihrem Vater um den Hals. „Und was wenn ich Carlos und seine komische Bonzentochter nicht ausstehen kann, kann ich dann zu dir kommen und bei dir leben?“
„Wenn du mir versprichst ihnen wirklich eine Chance zu geben, es wirklich zu versuchen und es dann nicht klappt, ja. Aber vielleicht wird es auch einfach nur eine tolle Zeit. Vielleicht wist du deinen alten Vater auch total vergessen…“
„Das wird niemals passieren, niemals“, widersprach Lily sofort heftig den Kopf schüttelnd und fiel ihrem Vater erneut um den Hals, der sie nur stumm lächelnd sanft hin und her wiegte.

OOOoooOOO


„Hasst du mich jetzt?“, Adriana sah ihre Tochter schuldbewusst an, die sich konzentriert die Photos von ihrem zukünftigen Zuhause ansah.
„Ich hasse dich nicht, aber das hier,…“, Liliana schmiss die Photos, die ihr die große Villa zeigte in der sie künftig wohnen sollte, auf den dunklen Mahagonitisch,. „… sieht einfach… das ist nicht…. ich meine…“, Lily fuhr sich durch ihre braunen Locken und versuchte ihre Gedanken in Worte zu fassen. „… das ist einfach nicht mein Zuhause, es sieht auch nicht aus wie ich mir ein Zuhause vorstelle. Es ist groß und steril und…..“
„Könnte es nicht vielleicht dein Zuhause werden?“, Señora Sánchez, tastete zögerlich nach Lilys Hand.
„Ich kann dir das nicht versprechen. Ich bin hier zuhause. In Barcelona. Ich werde weder in Tolosa, noch in Fuenlabrada zuhause sein. Dank der vollendeten Entscheidung vor die ihr mich gestellt habt, kann ich nämlich die nächsten drei Jahre meines Lebens damit verbringen zwischen meiner Mutter und meinem Vater hin und her zupendeln. Kannst du mir da bitte sagen wie ich mich je wo heimisch fühlen soll? Ich bin kein Ping Pong Ball!“.
„Lily, bitte!“, Adriana sah ihrer Tochter nach, die vom Fauteuil  aufgesprungen war und durch das Wohnzimmer zu tigern begann.  
„Was bitte?“, Liliana fuhr in der Bewegung herum „Du hast einen neuen Mann du wirst willkommen sein, du wirst dich nicht fühlen wie eine Fremde, …“
„Aber du wirst doch auch willkommen sein. Claudio und Nieves freuen sich doch schon auf dich!“
„Ich freu mich aber nicht auf sie, mamá. Ich brauche weder einen Möchtegern-Ersatzvater, noch eine komische blondgelockte Stiefschwester. Ich will hier bleiben. Wieso kann ich nicht bei abuelo y abuela bleiben? Wieso kann ich nicht hier weiterhin hier zur Schule gehen?“
„Weil dein Vater und ich das so entschieden haben, Liliana“, ihre Mutter seufzte resigniert und vergrub den Kopf in den Händen.
„Da könnt ihr euch ja plötzlich einig sein. Magnífico!“, Lily trat frustriert gegen den Türstock. Wieso konnte sie niemand verstehen?
Sie war 15, sie war nicht bereit dazu alles aufzugeben. Die vertraute Umgebung, ihre Freunde, einfach alles. Und als ob es nicht schlimm genug wäre, dass sie Barcelona verlassen musste, würde sie nun auch noch wie ein typisches Scheidungskind hin und her geschoben werden.
Scheidungskind.
Wie sehr sie das Wort hasste.

Schon in einer Woche würde ihr neues Leben beginnen, oder besser gesagt ihre zwei neue Leben. Eines würde in Tolosa stattfinden, wo sie mit ihrer Mutter wohnen und zur Schule gehen würde. Das andere würde in Fuenlabrada stattfinden, dem keinen madrilenischen Vorort in dem ihr Vater aufgewachsen war, den er aber für ihre Mutter verlassen hatte um mit ihr nach Barcelona zu gehen.
Lilian liebte ihre Eltern, aber der Gedanke, dass in sieben Tagen nichts mehr so sein würde, sie es sie kannte, erschreckte sie.
In sieben Tagen würde sie zu dem neuen Freund ihrer Mutter und dessen Tochter in eine riesige Villa ziehen. Würde eine neue Schule besuchen und sich ein neues Leben aufbauen müssen, und als ob sie das nicht ohnehin vor eine fast unlösbare Aufgabe stellen würde, wusste sie aber auch, dass sie alles zweimal hinbekommen musste, denn sie hatte nicht vor, ihre Beziehung zu ihrem Vater zu vernachlässigen, also würde sie ich n jedes Wochenende und in den Ferien besuchen. Das wiederum hieß aber, dass sie auch in Fuenlabrada Freunde brauchte um sich zumindest etwas heimisch fühlen zu können.
Und wenn Lily in etwas ganz und gar nicht gut war, war es darin Freunde zu finden. Sie war kein offner Mensch und sie war schon gar kein Mensch der sich gut anpassen oder einfügen konnte. Ihre Eltern, vor allem ihr Vater hatte sie zu einem Freigeist erzogen und Freigeister waren nun mal keine einfachen Menschen.
Wenn sie sich hier umsah, war ihr einfach alles vertraut. Die Straßen, die Parks, der Strand, einfach alles und bald würde sich alles ändern.
Aber das Leben war nun mal Veränderung und Lilian war bereit diese Herausforderung anzunehmen.
 
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