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Mylläkkä
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von cittycatty    erstellt: 04.11.2008    letztes Update: 02.05.2009    Allgemein / P18 Slash     46 Reviews
Hey Leute
Echt sorry dass es so lange gedauert hat. Aber das Kapitel war ziemlich lang und zu übersetzen ist viel schwieriger als zu schreiben. Wie gesagt, ihr dürft euch auf ein langes Kapitel freuen. Viel Spaß beim lesen und Kommentare sind wie immer erwünscht…

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Der 25 Jahre alter Harry Potter stöhnte, als er unsanft auf den Boden gepresst wurde, ein Unterarm vergraben in seinem Hals, hart genug um vor seinen Augenlidern kleine Lichtflecke zu erschaffen.

„Ich gebe auf, verdammt...“ flüsterte er, nach Luft keuchend als der Arm sich endlich entfernte. Er funkelte die katzenartigen blauen Augen an, welche über ihm schwebten. Das Glänzen in ihnen war das einzige, welche die Belustigung des Eigentümers zeigte. Harry blies ein Stück von dem goldenen Haar seines Kampfpartners aus seinem Gesicht und stellte seinen Fuß in den Bauch des Blonden und warf ihn mehrere Fuß weit von sich weg. „Verdammt,“ fluchte er nochmal.

Der Blonde stand elegant auf und klopfte sich den nicht vorhandenen Staub aus der Hose. „Es tut mir leid, Mylläkkä, aber du wirst mich niemals schlagen.“

„Ja.“ Harry schnaubte. „Wenn man betrachtet, dass ich nur einen Dezimal deiner Erfahrung habe, schlage ich mich aber gut genug.“ Harry schnappte sich seine Dolche, welche im Kampf verloren gegangen waren, schnallte sie an ihre üblichen Plätze – eins auf dem Oberschenkel, deutlich sichtbar und eins gehalten mit einem Zauber auf dem Spitze seines Rückens, bedeckt von seinem langen Haar. Harry konnte ein weiteres Stöhnen nicht unterdrücken, als er aufstand.

Dante Pierce hatte zwar den Ruf als den meistgeübten Kämpfers in der Sceaduwe Zitadelle, aber auch als den Umbarmherzigsten.

Mit beinahe einem Jahrtausend Erfahrung in fast jedem Kampfstil, der auf der Erde existierte. Seine Lehrungsart bestand daraus, aus seinen Schülern jeden Fehlwurf zu schlagen, bis dieser sich genug erheben konnte, um zurück zu schlagen. Er hatte in den letzten hundert Jahren nur zwei Schüler aufgenommen, trotz seines hochbegehrten Status, und Harry war für diese Möglichkeit dankbar, welche sich ihm bot. Dennoch, nach jedem Training, welches er mit Dante hatte, war er am Ende zerquetscht, erschöpft, und mit wunden Muskeln übersäht.

„Wenn du eine volle Änderung einfach hinnehmen würdest Mylläkkä, hättest du viel weniger Schwierigkeiten mit dem Kampf. Es ist dein Bedürfnis zu atmen, was ich immer gegen dich benutzen kann.“

Harry funkelte den Vampir an, welcher sich gelassen umsah, als ob er nicht gerade Harry auf den Boden geschlagen hatte. Er verfluchte sich selbst, verdammte Vampire und ignorierte die Tatsache, dass er selbst technisch gesehen auch einer war.

Er war kein Vampir in dem eigentlichen Sinne, wie sein Trainingspartner so schön betont hatte. Normale Vampire hatten kein Bedürfnis nach Luft und fühlten sich zweifellos nach einem einstündigen Kampf nicht wie von einem Muggel-LKW überfahren. Harry hatte das Blut von dem Lord der Zitadelle getrunken, was ihn mit vielen vampirischen Eigenschaften ausgestattet hatte.

Er brauchte Blut, aber damit kam auch die berühmte Schnelligkeit und Stärke der Vampire, welche er in den letzten Jahren bemüht hatte zu verbessern. Und dennoch waren seine Heilkräfte kaum besser als die eines Menschen und sein Bedürfnis zu atmen, hinderte ihn an seinen Anstrengungen seinen Lehrer zu übertreffen. Aber er mochte das Tageslicht viel zu sehr, um es einfach aufzugeben, was er für die ersten paar hundert Jahre hätte tun müssen, wäre er vollkommen verwandelt gewesen.

Seine unvollständige Verwandlung war der einzige Weg gewesen um nach Sceaduwe zu kommen. Nur welche mit unsterblichem Blut in sich konnten das Schattenreich betreten, in welcher die Zitadelle lag. Und nur Dank Valerian war es ihm möglich gewesen, als ein Mischling hier zu bleiben. Valerian hatte ihn an dem gleichen Tag verwandeln wollen an dem er Harry traf. Aber Harry war nicht gerade angetan von der Idee gewesen, für immer in seinem unterernährten fünfzehn Jahre alten Körper zu bleiben.

Harry schüttelte seinen Kopf. „Nein, Ich bin glücklich wie ich jetzt bin. Dies wird für das, was ich vor habe genug sein.“

Dante gab ein kleines Geräusch von sich, welches vage wie ein Schnauben klang, hätte er die Fähigkeit gehabt solch etwas von sich zu geben. „Was immer du auch sagst.“

„Ich muss hier raus. Obwohl, Valerian wartet im Solarium auf mich. Ich werde Morgen abreisen.“

Dante wendete seinen Blick ab. „Wirst du zurückkehren?“

„Vielleicht,“ sagte Harry. Ehrlich gesagt wusste er nicht ob zurückkehren würde, oder ob noch eine Alternative bleiben würde, wenn alles gesagt und getan war. Er liebte es hier in Sceaduwe zu sein, aber er wusste nicht was ihm in dem sterblichen Reich zustoßen würde. Ihm war es lieber zu denken, dass er den kommenden Konflikt überleben würde. Wer würde das auch nicht? Vielleicht war es seine sich entwickelnde Kindlichkeit welche jetzt sprach, aber er würde sich niemals in die Märchengeschichten verlieren. „Ich werde in Kontakt bleiben nachdem ich diese Zeit eingeholt habe. Definitiv.“

Nachdem Harry noch einen letzten Blick mit Dante wechselte und dann den Raum verließ, ließ er ein leises Lachen ertönen. Wie war es nur so weit gekommen? Er konnte sich kaum noch an sein früheres Leben erinnern, und trotzdem war er nun dabei zurück zu kehren. Harry ging um eine Gruppe Zwerge herum, nickte einem von ihnen mit einem breiten Grinsen zu. Sein Leben war nun so unglaublich anders. So außergewöhnlich, und das nur, weil er sich dazu entschieden hatte einem Mann zu folgen, welche er noch nie zuvor gesehen hatte.

Aber Merlin, war er froh, dass er es getan hatte.

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Der fünfzehn Jahre alte Harry Potter folgte dem hochgewachsenen Mann, Marquis Valerian, durch die komplizierten, labyrinthartigen Gänge. Die Sceaduwe Zitadelle war nicht so beeindruckend wie Hogwarts, aber sie hatte einen Magiestrom, wie es Harry noch nie zuvor gesehen hatte. Es war fast bedrohlich, dicht und lag schwer in der Luft. Er wunderte sich ob es seine neulich gestärkten Sinne waren welche ihn so fühlen ließen, oder war es die neue Realität, in der er sich seit letzter Woche befunden hatte? Er war kaum daran gewohnt.

„Komm Kleiner. Wir müssen die Zutaten für den Trank ernten, wenn du beabsichtigst jemals wieder zurück in das sterbliche Reich zu kehren.“

„Ernten?“ fragte Harry mit erhöhten Augenbrauen. „Was meinst du?“

Valerian drehte sich mit einem Grinsen zu ihm um, welches einen Fangzahn offenbarte. „Oh gar nichts, Kleiner.“

Ein warnender Schauer rann Harrys Rücken herab.

„Ah, hier sind wir. Kleiner, das ist Dougar Fraiser, “ sagte er gebieterisch, auf einen langen Rothaarigen zeigend. „Er ist unsere Tränkemeister und wird die nötigen Zutaten für den Trank ernten, welcher sicher stellt, dass du zurück zu deinem Leben kannst, wenn dein Training hier abgeschlossen ist.“

Harry beäugte den Mann argwöhnisch; Fünfzehn und 1.64 Meter groß zu sein war schwer genug, aber neben dem gewaltigen Mann, welcher wie Harry schätze, beinahe 2.10 Meter groß war, fühlte er sich ziemlich winzig. „Ähm, nett sie kennen zu lernen?“

Valerian schlug ihm leicht auf den Kopf. „Du sagst nicht ‚ähm’ wie der Pöbel! Nochmal!“

„Nett sie kennen zu lernen,“ sagte Harry nochmal durch zusammen gebissene Zähne. Das war schon in den letzten Wochen alltäglich geworden und er hatte gelernt, dass es zwecklos war mit dem älteren Vampir zu argumentieren. Er wusste, er würde nur verlieren.

„Gut, Kleiner.“

Harry hasste diesen Spitznamen; er fühlte sich dann immer wie ein Kind. Gerade wollte er sich funkelnd zu ihm drehen, um ihm das auch zu sagen, als er das böse Glitzern in Valerians Augen einfing. Er trat einen Schritt zurück, „Ähm, wie-wieso siehst du mich so an?“

Valerians Grinsen breitete sich aus als er seine Hand hoch hob, das kleine Ritualmesser zeigend.

Harrys Augen wurden rund. Er wusste nicht was diese ‚Zutaten’ waren, aber er wusste, dass es weh tun würde.

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Harry war nun schon beinahe sechs Monate in der Sceaduwe Zitadelle, und nachdem er ununterbrochen ‚Kleiner’ genannt worden war, hatte er endlich nach dem Grund gefragt. Der 16-jährige blickte Valerian finster an. „Harry war der Name, welche meine Eltern mir gaben.“

Valerian rollte seine Augen. „Es ist mir egal. Vielleicht ist es unter den Sterblichen passend, aber hier ist er genauso stumpf und leblos wie eine Leiche. Du brauchst einen neuen Namen und ich werde derjenige sein, welcher ihn dir geben wird.“

Der pompöse Vampir schritt vor seinem Schreibtisch auf und ab, die Finger nachdenklich auf sein Kinn klopfend. „Was für eine Sprache sollen wir nehmen, hm? Vielleicht französisch. Es ist immerhin mein Geburtsland.“

Harry sah vor seinem inneren Augen, wie er für den Rest seines Lebens mit Chouchou gerufen wurde. Er schauderte. „Nein danke.“

„Dann vielleicht italienisch? Ich habe ein paar Dekaden in dem letzten Jahrhundert dort verbracht. Es ist ein schöner Ort.“

Harry neigte seinen Kopf. „Was zum Beispiel?“

Valerian schlug seine Hand nach ihm, „Sei still. Nein, italienisch passt nicht zu dir.“ Er umrundete Harry wie ein Raubvogel, ihn aus verengten Augen prüfend ansehend. „Du erinnerst mich an meinen Geliebten aus dem späteren fünfzehnten Jahrhundert. Ein stolzer Mann, aber liebevoll zu denen, von welchen er dachte, dass sie würdig sind. Und er war ein Revolutionär, oh bei den Göttern das war er. Sein Wunsch war es sein Land zu verändern, seine Leute zu befreien.“ Valerian seufzte wehmütig. „Solch einer Mann.“


Harry wurde ungemütlich. „Was hat das damit zu tun, mir einen Namen zu geben?“

Valerian schreckte aus seiner Träumerei auf, verlegen grinsend. „Tut mir leid, Kleiner. Ich war in Gedanken. Wie ich sagte, du erinnerst mich sehr an ihn. Und er wurde Mylläkkä gerufen, Chaosbringer. Es passt ebenfalls zu dir, und ich bin mir sicher, Chaos wird es sein, dass du in die Zauberwelt bringen wirst. Finnland ist solch einer schöner Ort, wirklich. Ich verbrachte dort mehr Zeit als in allen anderen Ländern, in denen ich schon war: Dreihundert Jahre, ich betrachte es als mein zu Hause, wirklich.“

Harrys Augenbrauen erhöhten sich. Er hätte von dem launischen Mann nicht erwartet, dass dieser ihm solch einen würdevollen Namen aussuchen würde. Ein leichtes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Mylläkkä, ich mag es.“

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„Hallo, Mister Pierce. Valerian sagte, sie hätten zugestimmt, mich den physisches Kampf zu lehren.“

Valerian hatte ihm gesagt, dass der Mann vor ihm als einer der besten Kämpfer der Welt bekannt war und über die Jahrhunderte viele berühmte und siegreiche Kämpfer trainiert hatte. Er war aufgeregt, die eher physischen Kampfarten zu erlernen; Duellieren war schön und gut, aber er hatte immer gedacht, dass die Zauberer zu faul waren. Dante war nicht so groß wie die anderen, vielleicht gerade mal 1.80, aber seine Haltung schien ihn irgendwie größer zu machen. Goldene Haare fielen über seine Schulterblätter und in den brillianten blauen Augen konnte man aufgeschlitzte Pupillen vorfinden. Die beherrschenden Augen waren zur Zeit dabei ihn zu untersuchen, als wäre er ein besonders ekelhaftes Insekt.

„Hn.“

Harry überlegte. „Nun, würden sie lieber nach einem Programm arbeiten?“

Der Blonde blinzelte.

„Oder wir würden vielleicht gleich starten? Ich würde gerne lernen.“

Dante sah auf seine Finger, ihn ignorierend.

„Kannst du überhaupt sprechen?“

„Ja.“

„Wieso tust du es dann nicht? Valerian sagte du wärst einverstanden, aber wenn du mich lieber außen vor lassen willst…“

Dante erhöhte eine Augenbraue.

„Wirst du mir antworten oder nicht?“

„Hn.“

„Argh! Du bist ärgerlich.“

„Du wirst um vier Uhr Morgens in diesem Zimmer sein. Jeden Morgen.“

Harry stoppte sein frustrierendes Knurren und wurde leicht blass bei dem kalten Befehl in der Stimme des Blonden. „Oh. In Ordnung.“

„Sir.“

Harry schluckte und sah in das emotionslose Gesicht des Mannes, nein, Vampirs. Er hatte schon viele Leute getroffen, welche fähig waren ihre Emotionen abzudecken, aber niemals so sehr. Er war es gewohnt statt eines Lächeln ein höhnisches Grinsen zu sehen oder an Stelle von einem finsteren Blick einen Wutausbruch, aber das war lächerlich. Der Mann sah aus als wäre er aus Stein gemacht, beim Merlin! Bei Vielen hätte er jetzt einen höhnischen Kommentar erhalten, aber bei diesem Mann wusste er nicht was er als Nächstes tun sollte. Er konnte ihn einfach nicht einschätzen.

Er schluckte. „J…Ja Sir.“

Obwohl das Gesicht des Blonden sich nicht bewegte, hatte Harry den eindeutigen Eindruck, dass er grinste.

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Valerian knurrte auf den jüngeren Vampir runter, welcher ihn herausgefordert hatte. Eine mörderische Aura wirbelte um ihn herum. Harry war außer Atem, als er Valerian das erste Mal wütend erlebte, das greifbare Farbenspiel um ihn herum sah. Braun gebrannter Haut in Bronze glühend, die goldenen Augen hell leuchtend. Der junge Vampir war offensichtlich ein Narr, stellte Harry fest, als dieser eingebildet vor Valerian stand. Selbst als seine rot-bräunliche Strähnen bei Valerians Macht herumwirbelten, schien es ihn nicht zu beeindrucken.

„Du hast das Tastgefühl in den vielen Jahren verloren, alter Mann. Offensichtlich ist neues Blut nötig.“

Valerian grinste, eine drohende Windung seiner Lippen, welche alle intelligenten Wesen dazu aufforderte, sich lieber zu entfernen. „Du denkst so, nicht wahr Jüngling? Komm her.“

Harry sah voller Ehrfurcht, als Valerian sich bloß duckte als eine Attacke auf ihn zu kam, keine sichtbare Anstrengung war ihm anzusehen. Er glitt flüssig wie Wasser, von seinem ärgerlichen Gegner immer mehr weg tanzend, wenn nötig zurück schlagend. Schon nach fünf Minuten schien Valerian damit fertig zu sein den Jungen wie ein Narr aussehen zu lassen. Er schien völlig zu verschwinden, nur um ein paar Meter entfernt wieder zu erscheinen und in die Haut seiner Handfläche ein Kreuz zu schlitzen.

Harrys Augen weiteten sich, als Valerian seine Hand, das Kreuz unten, auf den Boden knallte, pure Magie schlug aus seinen Fingern heraus. Es gab keine Farbe um es zu beschreiben, jeder Schatten wirbelte zu einem vorstellbaren Tanz.

Als das Licht verschwand, stand ein schwarzer Fuchs an Valerians Seite, in purem Schwarz, seine Rückenhöhe genauso hoch wie seine Taille. Die Zähne waren gefletscht und die Augen blutrot. Für einen Moment lang sah Harry Voldemorts aufgeschlitzte Augen in denen des wilden Fuchses. Mit einem Schnipsen aus Valerians Hand sprang der Fuchs auf den jüngeren Vampir, seine Zähne mit einem ekelhaften Geräusch in den Hals des Brünetten versinkend. Harry wurde es schlecht. Mit siebzehn Jahren hatte er schon mehrmals den Tod gesehen, aber so war es das heftigste. Es gab einen großen Unterschied zwischen dem sauberen Tod, welche er bis jetzt gesehen hatte und dem Blutbad, welchen Valerian gerade veranstaltet hatte.

Dennoch konnte Harry nicht anders als bei Valerians Fähigkeiten, erstaunt zu sein.

Er war immer noch ziemlich beeindruckt von Valerians Show, als dieser ihn in den Schatten schleppte und sie unmittelbar in ihre Räume transportierte.

Später an diesem Abend speiste er mit dem alten Vampir, wie sie es jede Nacht seit letztes Jahr taten. Harry war ständig verblüfft darüber wie sehr sie sich verstanden, wie einfach es war mit Valerian zu sprechen. „Guter Merlin, das war brillant heute, Val! Wie hast du das nur gemacht? Kann ich das jetzt auch lernen? Du kämpfst wie ein Genie! Du hast noch nicht mal einen Zauberstab benötigt, wie hast du das nur angestellt?“

Valerian gluckste leicht. „Es ist Vampirmagie, Kleiner, Blutmagie. Das wird als dunkel angesehen. Nein du kannst es nicht jetzt machen. Es hat mich über ein Jahrhundert gekostet, um eine Beschwörung zustande zu bringen. Du hast noch viel Zeit bis dahin. Nein, ich werde es dir nicht lehren. Dein Körper braucht wenigstens ein paar Jahrzehnte Training, um die Stärke, Schnelligkeit und Flinkheit zu erlangen, welche ich besitze. Obwohl, du hast eine viel höhere Schwelle für solche Dinge. Ein Vampir bekommt nicht automatisch unmenschliche Fähigkeiten. Man muss für sie arbeiten. Und dies wirst du auch tun. Dennoch bin ich erfreut, dass es dir gefallen hat. Ich habe es für dich vorgeführt.

Harry blickte ihn finster an und ignorierte die Hitze, welche in seinem Hals hoch kroch. Er würde es ignorieren wenn er konnte. „So… ähm… kein cooles Tier?“

„Nein,“ sagte Valerian mit einem amüsierten Spott.

„Keine coole Schatten-Bewegungen?“

„Nein, Kleiner. Du hast noch viele Jahre vor dir.“

Harry schmollte. „Scheiße.“

Valerian lachte mit einem anzüglichen Grinsen. „Ist das eine Offenbarung, Kleiner?“

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„Val!“ schrie ein zwanzigjähriger Harry durch die Hallen. Er passierte eine Gruppe von Elben in der schmalen Eingangshalle, alle gingen ihm aus dem Weg. Er war nun seit fünf Jahren in der Sceaduwe Zitadelle und jetzt wusste jeder, dass man ihn vermeiden sollte wenn er wütend war. Als ein enger Freund und gemunkelter Liebhaber des Lords war er dazu imstande förmlich mit einem Mord davon zu kommen.

Grüne Augen loderten nun, eine greifbare Aura aus Zorn wirbelte um ihn herum. Die Bewohner von Sceaduwe, welche ihn sahen hatten keine Ahnung was ihn so sehr aufgeregt hatte, aber sie ließen es weise auf sich beruhen. Es gab Situationen, an denen man lieber nicht herum schnüffeln sollte.

Harry stürmte zu Valerians Büro und riss die Türe auf. „Val!“

Valerian blinzelte schnell in seinem Sitz, seinen Kopf leicht neigend. „Was ist los, Kleiner?“

„Aufruhr. Es bedeutet verdammt nochmal Aufruhr.“

„Was meinst du, mein Lieber?“

Harry blickte ihn finster an. „Ich habe mich mit der europäischen Werwolf-Vertretung getroffen wie du es mir gesagt hast und mich mit den Namen Mylläkkä vorgestellt. Und weißt du was? Sie haben über mich gelacht. Du meintest es würde Chaos bedeuten!“

„Das tut es.“ Es stoppte für einen langen Moment, die Augen in der Ferne gerichtet. „Nun, im fünfzehnten Jahrhundert wenigstens. Wieso? Was ist falsch daran?“

Harry ließ seinen Kopf auf den Tisch fallen, um ihn wieder zu heben und wieder fallen zu lassen. „Jetzt sehe ich aus wie ein Idiot. Ich renne mit einem Namen rum, welcher ‚kleine Zerstörung’ bedeutet. Ich will einen neuen Namen!“

Valerian unterbrach ihn. „Nein. Mylläkkä ist wer du bist.“

„Mylläkkä ist schwächlich. Ich will nicht herum rennen, während die Leute auf meinem Namen kichern. Ich wusste, ich hätte Harry bleiben sollen.“

„Es ist ein starker Name, war früher bekannt als ein starker Name, und so lange deine Gegner nicht finnisch sprechen, wird es ein starker Name bleiben! Hör jetzt auf zu winseln, du dummer Junge.“

Harry ließ sein Kopf wieder auf den Tisch fallen.

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„Ich will meine Haare schneiden,“ sagte Harry mit einem verärgerten Seufzen, während er versuchte die Haare, welche bis zur Mitte seines Rücken hingen, über seine Schultern zu halten, während er aß.

Valerian funkelte ihn über seinen Kelch an. „Nein.“

„Komm schon Val! Es ist total unpraktisch beim Kampf, wenn die Haare so lang sind. Sie sind im Weg.“

Valerian ignorierte ihn mit geübter Leichtigkeit, sein Pony mit seinen Fingern bürstend. „Erzähl mir das nicht, Kleiner. Die Länge deines Haares zeigt deinen Status hier, und du wirst es wenigstens bis zum Ende deines Rückens wachsen lassen. Ich werde nicht zulassen, dass mein Erbe mit einer zotteligen Masse herum rennt, mit welcher du hierher kamst.“

„Ich will es nicht wieder so kurz, ich will es nur kürzer haben als es jetzt ist! Kann ich es nicht so lange tragen wie Dante? Das Haar ist in dieser Länge ziemlich schwer und fällt ständig in mein Gesicht.“

„Ich werde dich einen Spruch lehren um es aus deinem Gesicht zu halten. Aber du musst lernen damit umzugehen. Ich hatte meines in dieser Länge schon seit fünfhundert Jahren, so weiß ich wie man damit umgeht. Dante ist kein Adliger und ist für seine Tapferkeit im Kampf wie auch für seine Würde akzeptiert. Du bist ein tobender Jüngling, welcher mit vielen mächtigen Figuren vertraut ist. Es würde dir gut tun, bekannt zu machen, dass du mehr als das bist, und nicht nur in deinen Verbindungen entlang zu sausen.

Harry stützte seinen Kopf in seine Hände. „Du bist so schwierig, Val.“

„Und du bist unverschämt, Kleiner.“

„Ah, aber du liebst mich trotzdem, nicht wahr?“

Ein dramatisches Seufzen. „Wie könnte ich auch nicht, Mylläkkä mein Kleiner.“

Harry lächelte. Obwohl sie nicht ineinander verliebt waren, gab es viel Zuneigung und eine gesunde Dosis Lust zwischen ihnen. Er wusste, dass ihre Lage vorübergehend war, aber er sorgte sich aufrichtig um Valerian. Er war anders als jeder den Harry zuvor traf. Eine Mischung aus Ausgelassenheit, Arroganz und totale Wildheit war ungewöhnlich.

„So, Ich kann es nicht schneiden?“

Ein Funkeln war seine einzige Antwort.

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Als er 23 war, dachte Harry, dass er vielleicht das erste Mal in seinem Leben echtes Glück gefunden hatte, und er würde es niemals für etwas Kurzes in der Welt aufgeben. Und nun, im 25. Jahr wurde es von ihm erwartet, genau das zu tun. Harry schüttelte sich selbst aus seinen Träumereien und erhöhte die Geschwindigkeit seiner Schritte. Egal wie sentimental er in den letzten Stunden geworden war, er würde in wenigen Stunden nach 1995 zurück kehren. Es war der Plan von Anfang an gewesen, und wenn er nun einen Rückzug machte, würde sein Stolz aufhören zu existieren. Er konnte nicht zulassen, dass seine Anhängsel ihn zurück hielten.

Als Harry den Raum betrat, grinste Valerian als Begrüßung mit leuchtenden Augen, was dazu führte, dass Harry unwillig ein kleines Lächeln von sich gab. Valerian schmiss seine Haare über seine Schultern und stand auf. „Ah Mylläkkä, mein Kleiner. Ich hatte befürchtet du hättest mich vergessen,“ schnurrte er in seine akzentuierten Stimme, nicht überwältigend, aber zweifellos da.

„Du weißt es besser. Dante entschied, dass ich zu nachlässig im Training wurde und entschied sich als Konsequenz, mir in den Arsch zu treten.“

Valerian gab ihm nur ein flottes Grinsen, als er sich zu ihm hin bewegte. Harry mit offenem Vergnügen umkreisend. „Ich sehe nichts Falsches an dir. Keine blutenden Wunden, keine offensichtliche Missbildungen, viel besser als ein Jahr früher, Kleiner.“

Harry gab ihm ein echtes Lächeln. „Ich hoffe nur, es wird genug sein.“

Goldene Augen schlossen sich und Valerian seufzte. Er bewegte sich auf die Couch zu und nahm Platz. Nachdem er etwas Wein für sich und seinen Schützling beschaffte, starrte er in das Glas und schwenkte es leicht in der Hand. „Du wirst dann gehen?“

„Du weißt, dass ich muss.“

Ein bitteres Lachen, ungewöhnlich und rollenwidrig. „Ah, ja. Retter der Zauberwelt und so weiter.“

Harry nippte an seinem Getränk, der Hals wurde von dem bejahrten Alkohol zugeschnürt. „Aber wen werde ich nur retten?“

Harry wusste das er nicht länger der Spross des Lichtes war, welcher er zu werden bestimmt war. Und er war bereit die Zauberwelt im Sturm zu erwischen. Ein Vampir mit freier Wahl, mit einer Vorliebe für unbekannte dunkle Flüche und mit einer Gier für Herausforderungen. Harry war fern von ‚Gryffindors goldenem Jungen’ welcher er mal war. Er war nicht länger von dem Optimismus seiner Jugend verblendet, und es kümmerte ihn nicht was die anderen über ihn dachten; Die Welt konnte sich selbst vernichten, sofern er nicht davon betroffen war. Der einzige Grund wieso er überhaupt zu der sterblichen Welt zurückkehrte war wegen einen verdammten Prophezeiung, von welcher er noch nicht mal wusste, ob sie wahr war. Das, und wie er wusste, Dumbledore ohne Zweifel gestoppt werden musste.

Oh, an sich konnte er den alten Mann nicht wirklich als böse bezeichnen. Er war moralisch gut und gerecht und hatte wundervolle Pläne für die Zauberer und Hexen überall. Aber genau das war das Problem. Es waren seine Pläne und seine Bevormundungen von richtig und falsch. Niemand anderem war es frei ihre eigenen Definitionen und Meinungen zu haben. Eine andere Meinung bedeutete du wärst dunkel, was in den Meinungen von Dumbledore und seiner Truppe sofort mit Böse gleichgestellt wurde.

In seinen Plänen. Zweifellos gut gemeint, wurde es keineswegs erwähnt, wie sie die anderen am Ende beeinflussen würden. Wieso wurde zugelassen, dass Sirius eingesperrt wurde ohne eine Verhandlung? Dumbledore war für Jahrzehnte in dem Zauberergamot gewesen. Sicher hätte er fordern können, dass man auf dem Mann eine Art Wahrheitszauber sprach? Veritaserum war zu dieser Zeit noch nicht erfunden worden und selbst in der Zeit als es schon war, wurde es leicht unterminiert. Aber da waren immer noch viele Wege um festzustellen, ob die Person gelogen hatte. Es war nicht nötig die ganze Geschichte abzufragen und die Wahrheit zu checken. Man hätte einfach nur nach Ja-Nein Fragen verlangen können. Mühelos. Und dennoch war es nicht gemacht worden.

Voldemort war ein Irrer, so viel war wahr. Er war schnell gereizt und wurde leicht zu deinem Gegner, größenwahnsinnig und grausam. Selbst wenn er das ignorierte, war Harry mehr als vorsichtig wenn es darum ging die Kräfte mit dem Mörder seiner Eltern zu vereinen. Was würden sie über ihn denken? Ein Vampir, welcher sich vorbereitete den Mann zu vernichten, welchem sie gefolgt waren. Gerade dabei sich mit dem Mann zu vereinen, welcher sie getötet hatte. Aber Harry wusste, dass er keine andere Wahl hatte. So wie er war, war keiner in der Zauberwelt. Und abgesehen davon würde er als Vampir gefürchtet und gemieden werden. Er brauchte Unterstützung, und der einzige Weg sie zu kriegen war Voldemort, unabhängig von den Folgen.

Abgesehen von all dem, war da noch die einfache Tatsache, dass er mehr mit Voldemorts Philosophie einig war als mit Dumbledores. Es gab da vieles was bearbeitet werden musste, aber Zauberer und Hexen mussten damit aufhören sich mit den Muggeln zu verbinden. Es würde zum Ende der Magie führen. Es war als ob man einem ausgezeichneten, reinrassigen Hund erlauben würde mit Kötern herum zu rennen. In wenigen Generationen würde das reine Blut verschwinden, und wenn man damit weiter machte, würde die Rasse verschwinden. Dennoch, Voldemorts Logik war fehlerhaft wenn er bedachte, dass dies die Ausrottung der Muggelgeborenen bedeutete. Das war töricht und entfernte nur all das neue Blut von ihrer Rasse. Aber er schweifte ab.

Dumbledores Pfad würde mit der Zerstörung der Zauberwelt enden. Und Harry hatte die Absicht dafür zu sorgen, dass dies nicht passierte. Es sah so aus, als ob sein oft erwähnter Heldenkomplex und Gryffindor-Loyalität nicht zu ersticken war.

Er seufzte und traf auf goldene Augen. „Du willst immer noch nicht mit mir kommen?“

„Nein,“ sagte Valerian sanft. „Ich muss die Dinge hier überwachen. Du kennst meine Verantwortung. Du bist mein Nachfolger. Es ist nicht so, als ob ich diesen Ort dir überlassen könnte. Und wenn ich für eine Periode von Zeit gehe, werden die Emporkömmlinge sich vereinen und versuchen es einzunehmen. Wir können das nicht haben. Die Sicherheit von zu vielen steht auf dem Spiel.“

„Du bist korrekt, ich weiß das du es bist, aber…“ Harry seufzte und senkte seine Augen gen Boden. „Da sind so viele unbekannte Dinge. So weit ich weiß könnte ich schon lange tot sein, bevor ich wieder in dieser Zeit ankomme.“

Valerian blickte ihn finster an. „Denkst du wirklich, ich würde es dir erlauben zurück zu gehen um deine Mission zu erfüllen, wenn du in dieser Zeit schon tot wärst? Nein.“

„Ich weiß. Du weißt alles, du bist allmächtig, whoo.“ Harry wackelte mit den Fingern und gab Valerian ein sarkastisches Grinsen.

Er war überrascht zu sehen, als Valerians Gesicht immer noch finster blieb, die Augebrauen zogen sich nun zusammen. „Ich bin weit davon entfernt allmächtig zu sein, Kleiner. Und ich dachte ich hätte dir dies schon gelehrt. In vielen Sachen hast du mehr Macht als ich. Ich bin durch die Gesetze meiner Position gebunden, durch die Gesetze des Schicksals, welche meine Fähigkeiten führen. Sie werden es mir nicht erlauben, mein Wissen über die äußere Welt mit anderen zu teilen, Noch kann ich meine Kräfte dazu benutzen um diejenigen zu retten, von welchen sie denken, dass dieser sterben soll. Verstehst du nicht, Harry?“

Valerian hatte ihn noch nie mit Harry angesprochen. Er drehte seine Augen zu dem Gartenfenster. Künstliches Sonnenlicht durchtränkte ihn, als sein freches Lächeln verschwand. „Ich weiß es Val, ich tue es wirklich. Aber immer noch gilt, wir können nicht wissen wie die Dinge sich drehen werden.“

„Das können wir nicht. Selbst ich nicht. Aber dennoch, selbst nachdem die sterblichen Besprechungen hier verboten sind, ich weiß sehr wohl was draußen passiert. In der sterblichen Welt genauso wie in den anderen. Ich würde dich nicht in den Tod schicken, das Schicksal soll verdammt sein.“

Harry ließ seine Augen auf dem Fenster und legte seine Hand über Valerians, die Fingern zusammen bindend. „Selbst du kannst die Zukunft nicht wissen, Val. Die Vergangenheit vielleicht, die Gegenwart natürlich aber die Zukunft ist ein anderes Spiel.“

„Es ist dann gut, dass du planst in die Vergangenheit zu reisen, nicht wahr?“ Valerian stand auf und traf auf Harry Augen, ein Grinsen legte sich auf seine Lippen. „Nun, komm. Wir gehen zum Abendessen. Ich muss dir ein letztes, wundervolles Abendessen geben damit du dich noch an uns alle erinnerst.

„In Ordnung, hört sich gut an. Danke, Val.“

Valerian stoppte, drehte sich um und hob eine Augenbraue. „Aber zuerst musst du wirklich duschen. Du riechst wie ein totes Tier.“

Prompt gab Harry ihm einen Klapps.

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Harrys Hände festigten sich in dem schwarzem Haar, ein Keuchen floh aus seinem Hals. Er würde das vermissen, diese merkwürdige Verbindung welche sie teilten. Jedes streifen dieser Lippen, welches ein Feuer unter seiner Haut entfachten, jede Bewegung dieser narbigen Hände, welche Schauer über seinen Körper sandten.

Goldene Augen glühten wie Bernstein im Mondlicht. Ihr goldener Schein leuchte in jedem Winkel anders. Harry krümmte sich lustvoll gegen die vertraute Berührung. Er erhob sich leicht, um seine Zähne leicht an die nackte Schulter vor ihm reiben zu lassen. Das war ihre letzte Nacht zusammen nach sieben Jahren ihrer merkwürdigen Beziehung; Irgendwo, tief in sich, Harry wusste, dass er nicht zurückkehren würde. Und mit jedem berühren von Haut auf seiner, jedem der flüsternden Zärtlichkeiten in viele Sprachen, Harry wusste das Valerian es auch wusste. Irgendwann würde er zurückkehren, aber das lag noch viele, viele Jahre in der Zukunft.

Valerian und er hatten noch nie eine normale Beziehung gehabt, von ihrem eigenwilligen Anfang bis zur Gegenwart. Sie ergänzten den anderen in vielerlei Weise, dazu imstande Dinge zu erledigen welche der andere unberührt gelassen hatte. Valerian war nicht dafür bekannt, vertrauliche Kameraden zu haben. Liebhaber ja, Freunde gerade so, aber niemandem hatte er erlaubt ständig bei ihm zu bleiben wie Harry.

Beginnend mit Valerians Entscheidung, Harry irgendwann nach seinem siebzehnten Geburtstag die Jungfräulichkeit zu nehmen und damit fortfahrend, immer wenn einer von ihnen in der Stimmung dafür war. Doch ihre Beziehung war nicht von Liebe geprägt gewesen. Die Funkeln zwischen ihnen war ein Inferno. Sie brannte zwischen ihnen, bevor diese sie verließ, um nur eine stille Zufriedenheit zurück zu lassen, welche nur zwischen den engsten Freunden zu finden war. Wenn sie versucht hätten mehr daraus zu machen als es war, hätte es sie zerstört, sie verbrannt, bis nichts anderes mehr übrig war als Asche.

Abgekühlt im Abendwind, eine Gänsehaut zog sich über Harrys Haut, wo ihn die leicht kriechenden Fingerspitzen berührten. Er hatte sich oft gewundert, wieso keiner von ihnen sich dazu bringen konnte zu sagen was für eine Beziehung sie hatten, wieso sie sich niemals ineinander verliebten. Wieso es sich niemals zu etwas mehr vertiefte. Er wunderte sich, ob er nachdem er nach vielen Jahren zurück kam, endlich einer völligen Verwandlung zustimmen würde und neben dem königlichen Mann, in dieser merkwürdigen Verdrehung einer Beziehung, stehen würde. Er würde glücklich sein, dachte er. Glücklich genug.

Aber er wollte so viel mehr in diesem Leben. Harry wusste, dass da draußen viel mehr war. Etwas wie ein Feuer, welche niemals zur Kohle wurde.

Der Höhepunkt kam schnell, ohne eine Warnung. Seine Hände zogen seinen Geliebten zu sich, die Fingernägel versenkten sich in den Schulterblättern. Er konnte Valerians Schaudern gegen sich fühlen, und Harrys dicht gepresste Knöchel lockerten sich um seine Taille.

Harry wusste nicht was die Zukunft mit sich brachte, aber es war ihm egal. Er durchlebte lieber dieses Moment, in goldene Augen starrend.

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Wenn es etwas gab, dass Harry in dem dekadelangen Lebenslauf in der Sceaduwe Zitadelle gelernt hatte, dann war es der große Unterschied zwischen Leben und Überleben.

Überleben war bloße Existenz. Es war der Zustand, an dem der Körper nicht aufhörte zu funktionieren, wenn der Geist frei war. Es war bloß von einem Sonnenuntergang bis zu dem anderen zu leben.

Leben jedoch… Harry sehnte sich nach dem wahren Leben. Die letzten zehn Jahre kamen am nächsten an die Bedeutung von ‚Leben’ heran, und er sehnte sich nach mehr. Die Aussicht auf vergnügliche Existenz war ein Ideal, welches Harry begehrte. Und etwas von welchem er wusste, dass er keine Erfahrung damit hatte. Er bemitleidete sich beinahe selbst dafür, dass er zurück in die Zeit gehen musste.

Er seufzte und steckte eine Hand in seine Tasche. Die Phiolen darin mit den Fingern abtastend. Die Tränke, welche von Valerian in Auftrag gestellt worden waren. Sie wurden von Dougal Fraiser gebraut und lagerten jetzt in kleinen unbrechbaren Fläschchen. Sie enthielten das fertige Produkt, welche für all diese Jahre erschaffen wurden, als er in Sceaduwe eintraf. Einst hatten sie eine beunruhigende Menge von Blut und einen Streifen von Fleisch von ihm genommen um zu erklären, wie der Trank funktionierte. Mit nur einem Tropfen des schwarzen Trankes auf der Zunge, welcher ‚Regression’ genannt wurde, konnte er mit dem Alter erscheinen, in welchem er war, als die Zutaten geerntet wurden. Ein zweiter Trank, orange glimmend und einfach ‚Umkehrung’ genannt, würde ihn wieder in seinen natürlichen Zustand bringen. Der Haken war, dass der Regressiontrank nur eine Woche hielt, und er den Überblick behalten musste wenn er es benutzte. Er hatte genug für hundert Transformationen, aber er hoffte innig, dass er es nicht so oft brauchen würde. Er hatte es schon getestet und die Transformationen taten weh.

Und nun stand er in den Schatten von der Nokturngasse, die Kapuze runter gezogen um seine Gesichtszüge zu verdecken als er darauf wartete, dass ein bekannter Todesser seinen Weg kreuzte. Er brauche einen leichten Weg zu Voldemort, und dies schien ihm am leichtesten. Harry war nicht besorgt, in dieser Form erkannt zu werden; Niemand erwartete Harry Potter als einen hochgewachsenen Erwachsenen mit fast Taille-langem Haar und mit unmenschlich hellen Augen. Selbst jemand der ihn kannte, würde es schwer haben ihn zu erkennen, und der größte Teil der Zauberwelt erkannte ihn durch seine Narbe, welche ziemlich verwelkt und durch seinen langen Pony bedeckt wurde.

Er war eher besorgt, dass jemand ihn für das erkannte was er war. Denn das würde ihm sicher Probleme machen, egal in welcher Gasse er war. Gewöhnlich blieben Vampire nur unter sich und die Zauberer hatten eine angeborene Furcht gegen sie. Geboren durch die Tatsache, dass sie nicht die Spitze der Nahrungskette bildeten.

Er hatte vierundzwanzig Stunden bis zu dem Moment, an dem sein jüngeres Ich den Ligusterweg verlassen würde und es sah aus, als würde er jeden Moment davon brauchen. Er lehnte sich schon seit beinahe einer Stunde an die alte Mauer und wartete, doch noch hatte er kein Glück gehabt, einen Todesser zu finden. Hatten sie alle sich nach der Sache in der Mysteriumsabteilung versteckt? Er hoffte nicht. Mit einem Seufzen machte Harry es sich bequemer; das könnte noch eine Weile dauern.

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Lucius Malfoy war nicht glücklich. Seine Berührung mit Askaban hatte ihn erschüttert, sein guter Ruf war dahin und sein Vermögen eingefroren. Wie könnte der Potterbalg es wagen, ihn in diesen Zustand zu bringen? Wenn er nicht seine Kontakte zu dem Ministerium hätte, würde er immer noch in irgendeiner vergessenen Zelle sein und sich in seinem eigenen Schmutz winden! Es war unmenschlich und absolut ekelhaft. Und bei den vielen Dinge welche ein Malfoy nicht tat, kamen ekelhafte Dinge als einer der ersten.

Er schritt königlich neben seinem Sohn durch den Winkelgasse, sein Kopf hoch trotz des offensichtlichen Starren und Wisperns. Er wurde zur Zeit von der hohen Gesellschaft gemieden, aber er würde es niemals zeigen. Diese Leute waren Ungeziefer unter seinen Schuhen, und er würde sie nicht befriedigen, in dem er seine Anmut verlor. Sollten sie doch reden. Wenn der dunkle Lord regierte, würden sie zu seinen Füßen kauern.

Er ließ Draco bei Madam Malkins, damit dieser für seine neuen Roben gemessen werden konnte, und in der Zwischenzeit würde er zum Borgin gehen. Der rundliche Geschäftsführer betreute seine dunkleren Objekte für die nächsten Monate, dort wo sie vor den neugierigen Augen des Ministeriums sicher waren. Da war ein besonderer Wälzer in seiner speziellen Sammlung, welchen er nun für eine Aufgabe seines Meisters brauchte, und egal wie unglücklich Lucius in dem Moment war, es war ihm lieber wenn er es war als der dunkle Lord.


Wenn Voldemort unglücklich war, würde die Welt seinen Zorn spüren.

Er hob die Kapuze seines Umhangs, als er den dunklen Verbindungsweg zwischen der Winkelgasse und der Nokturngasse betrat, immer noch innerliche Monologe haltend und die restliche Welt ignorierend. Er hatte niemals die Augen gespürt welche all seinen Bewegungen folgten, niemals die Instinkte einer Beute gefühlt, welche von dem Raubtier beobachtet wurde. Lucius hatte keine Zeit zu reagieren, als er an eine Wand gepresst wurde. Seine Handgelenke über seinen Kopf und ein kleinerer Körper an ihn gepresst. Das Gesicht seines Angreifers war versteckt, als er in Lucius Ohr schnurrte, ein Lachen überströmte seine Stimme. „Hallo Lucius. Verzeih mir wegen meinen schrecklichen Manieren, aber du kamst allein und ich brauche eine Audienz mit deinem Meister, Sofort.“

Lucius schnaubte in die Richtung von der Person welche ihn hielt. Er presste sein Gesicht in die langen schwarzen Haaren. „Als ob ich deinem Befehl gehorchen würde, einfach nur weil du mich angegriffen hast? Lass mich los, du dreckiger Idiot.“

Eine schwaches Glucksen war die Antwort, er spürte den heißen Atem an seinem Ohr, welche es sehr schwierig machte nicht zu erschaudern. „Ah, aber Lucius. Du würdest nicht wollen, dass deinem kleinen hübschen Erben etwas passiert, würdest du nicht? Ich denke es wäre das beste, auch für dein Interesse, mich jetzt zu dem dunklen Lord zu bringen, und das schnell… Bevor ich meine Geduld für deine Getue verliere.“

Lucius schauderte. Diesmal aber war es nicht wegen irgendeiner Art von Freude. Mit einer Drohung gegen sich selber könnte er umgehen, aber sein Sohn war die Zukunft der Malfoyfamilie, und er konnte nicht zulassen, dass ihm etwas Unerfreuliches passierte. Und viel mehr als das, Draco war sein Sohn. Und er würde verdammt noch mal niemals zulassen, dass ihm etwas passierte. Obwohl Selbsterhaltung das vorderste in einem Geist eines Slytherins war. Als ein Vater kam sein Sohn als erster. Der dunkle Lord würde sicher seinen Kopf wollen. Sein Spott wurde zu einem finsteren Blick. „Für das werde ich deinen Kopf sehen.“

„Ah“, sagte der Mann mit einer leisen Stimme, während er ihn von sich weg zog. Unnatürlich grüne Augen trafen auf Silberne. „Wir werden es sehen, hm?“

Lucius festigte seine Zähne im Kiefer und apparierte sie beide ins Riddle Manor.

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Harry war zufrieden. Nicht nur hatte er einen Todesser gefunden, welcher ihn zu Voldemort brachte, auch war gesagter Todesser Lucius Malfoy gewesen. Harry zog seine Neugier darüber, wie Lucius Askaban entkommen konnte, zurück. Er war darüber amüsiert, Lucius sich winden zu sehen. Er konnte den Trottel wirklich nicht ausstehen. Er dachte viel zu sehr von sich selbst und seine Ideale waren unklar, aber verdammt war er hübsch. Und Harry hatte es schon immer gemocht mit schönen Dingen zu spielen.

Aber er wusste, er hatte Geschäfte um welche er sich kümmern müsste. So schoss er einen leisen Petrificus Totalus auf den hübschen Lucius um ihn auf dem Platz zu halten, bevor er seine Kapuze wieder hoch zog und in das Manor lief. Er wusste es besser als zu denken das der Blonde sich nicht an ihm rächen würde, für seine ziemlich unpassende Taktik, um in die Basis von Voldemort zu gelangen, aber er hatte keine andere Wahl gehabt. Einer seiner Todesser zu töten war wahrscheinlich kein guter Weg um Voldemorts Gunst zu gewinnen, so würde er es also lassen müssen.

Harry rieb seine Stirn bevor er realisierte, was er als Antwort auf das kribbelnde Jucken, tat. Ein Vampir zu sein schien die Verbindung zu verkleinern, ihn von den Visionen oder dem Schmerz zu retten, aber es sah aus als ob sie immer noch schwach verbunden waren. Er ließ seinen Sinnen die Führung. Er ging runter durch einem langen Korridor, und dann in einen anderen. Er passierte einen Raum voller Todesser. Manche stürmten Papiere tragend von einem Raum zu dem anderen, während andere in Gruppen standen und plauderten. Als ob es ein gesellschaftliches Ereignis wäre, in dem Haus des dunklen Lords zu sein. Nur was war die gesamte Intelligenz von dieser Gruppe? Harry seufzte für sich selbst. Er schlenderte an dem Rand des Zimmers zu dem offensichtlichen Fluch der Existenz. Hier war er bloß eine weitere schwarz gekleidete Figur, und er bekam keinen zweiten Blick zugeworfen.

Er war sich wirklich nicht sicher wie er es anstellen sollte. Einerseits könnte er enthüllen wer er war. Er hatte dabei ein ziemlich schlechtes Gefühl. Er konnte beinahe sehen, wie Voldemort ihn nach vorne stieß, als ob er eine Trophäe wäre. Seine einzige andere Chance war sich als ein mächtiger Vampir zu offenbaren, welcher nach Allianz suchte. Dennoch, egal wie sehr er es verabscheute wie ein Preis behandelt zu werden. Niemand außer Harry Potter selber würde eine Chance auf eine gleichwertige Partnerschaft haben. Harry würde niemals vor jemandem knien. Selbst als er sich der reich verzierten Eichentür näherte, hatte Harry noch keine Entscheidung getroffen. Er war schlecht im planen und zog es lieber vor zu handeln.

Voldemorts Arbeitsbüro war geräumig und beleuchtet, die Sonne strömte aus den großen Fenstern, welche sich durch eine ganze Seite des Zimmers zogen. Es war viel anders als das feuchte kleine Loch, das Harry erwartet hatte. Was wäre für eine Schlange auch besser? Aber das war nichts was er erwartet hatte, jedoch war es nett hier. Es war eine ziemlich große Überraschung.

Keine Überraschung war jedoch der kränklich blasse, reptilienartige Voldemort, welcher hinter seinem Tisch saß, reizbar hackte er mit einer Feder auf den Blättern rum. Harry schauderte ein klein wenig, sein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse aus Abneigung. Beinahe eine flache Nase und wachsbleiche Haut. Die Haut bildete einen ziemlich großen Kontrast mit der schwarzen Robe. Er ergab ein erschreckendes Bild, gebeugt und knurrend, das Objekt von vielen Albträumen aus Harrys Leben. Und er war eklig. Dennoch, Harry war nicht das Kind welches er mal war. Und er war zuversichtlich, dass er wenigstens den mächtigen dunklen Lord von sich fern halten konnte. Eine Dekade von intensivem Training mit den besten Kämpfern und Dualisten in dem unsterblichen Reich hatte auch seine Vorteile.

Die Kapuze immer noch hoch gezogen, war er kaum einen Schritt in den Raum getreten, als auch schon ein Dreizehnundeinhalb Zoll von Ebenholz auf ihn gerichtet war. Glühendrote Augen bohrten sich in seine. Es provozierte beinahe einen anderen Schauer.

„Du unverschämter Narr, wie kannst du es wagen einzutreten ohne zu klopfen?“

„Aber, aber Tom. Es ist doch nicht nötig so grob zu sein,“ sagte Harry mühelos, in sein übliches Benehmen gleitend und seine kindischen Gedanken weg stoßend.

Voldemort sträubte sich, sein höhnisches Grinsen verwandelte sich zu einem Knurren. „Wer bist du?“

Harry zog seine Kapuze runter und grinste auf den funkelnden, dunklen Lord. Das unangenehme kribbeln auf seiner Narbe ignorierte er einfach. „Wieso rufst du mich erstmal nicht Mylläkkä, Mister Riddle?“

Crucio!“

Harry schritt aus dem Ausdehnungsbereich des Spruches raus, bevor er ihn treffen konnte. „Das war jetzt grob. Wo sind deine Manieren? Behandelst du all deine zukünftige Verbündeten so?“

Voldemort blickte ihn finster an, seine Finger festigten sich um seinen Stab. „Was willst du hier?“

„Ein Allianz,“ sagte Harry mit einem Schnurren, während er auf Voldemorts Tisch zu lief. „Du willst doch über die Zauberwelt regieren, richtig? Ich kann dir helfen es zu erreichen. Du brauchst nur deine Prioritäten in Ordnung zu bringen, das ist alle.“

„Meine Prioritäten sind in Ordnung, du kleiner unverschämter Wicht.“

„Sind sie das wirklich?“ Harry ließ sich auf den Stuhl fallen, welcher vor dem Tisch stand und stützte seinen Kopf in die Hände. „Seit deiner Wiederbelebung hatten deine Pläne fast nichts eingeschlossen außer dem einen, Harry Potter zu fangen. Du bist besessen von dem Jungen, von seiner Vernichtung. Es lässt dich wegen deiner anderen Pläne erblinden.“

„Du bist ein Narr hierher zu kommen und zu denken, dass…“

Harry unterbrach Voldemorts Antwort als er fort fuhr. Grüne Augen trafen auf Rote mit einem Grinsen. „Der eine mit der Macht, den dunklen Lord zu besiegen, naht heran ... jenen geboren, die ihm dreimal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt…

Voldemort war nun wütend, wie Harry wusste. Rote Augen waren mit Zorn entzündet, und Harry fragte sich für einen kleinen Moment, ob Blicke wirklich töten konnten. Aber das hier war wichtig, er dürfte nicht albern sein. Das war der Kernpunkt von dem, was er auf den Tisch brachte, und Voldemort würde verdammt noch mal ihn reden lassen. Voldemort stand von seinem Stuhl auf, den Stab draußen und nur ein paar Zentimeter von Harry entfernt. „Woher kennst du die Prophezeiung?“

Harry spürte die leichte Furcht welche er zu verbergen versucht hatte, ohne den Augenkontakt zu unterbrechen fuhr er fort. „und der dunkle Lord wird ihn als sich Ebenbürtigen kennzeichnen, aber er wird eine Macht besitzen, die der dunkle Lord nicht kennt... und der eine muss von der Hand des anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt ... der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, wird geboren werden, wenn der siebte Monat stirbt ...

Voldemort hatte mit den Konterversuchen aufgehört. Er senkte den Zauberstabarm und verengte die Augen. Ein paar Minuten lang sah er auf die hintere Wand, und Harry konnte nur vermuten, dass er den Inhalt der Prophezeiung verarbeitete. Er konnte den Schock verstehen. Er erinnerte sich an seinen Eigenen. Harry blieb leise, sich damit amüsierend, das Emotionsspiel auf Voldemorts Gesicht anzuschauen. Es war ungewöhnlich, solch relativ normale Emotionen auf seinem Gesicht zu sehen, gedankenvoll und nachdenklich. Voldemort setzte sich zurück, mit einer müden Aura um sich, eine Hand mit dünnen Fingern ließ er durch sein Gesicht wandern. „Mylläkkä sagtest du war dein Name? Nur der alter Mann kennt die Prophezeiung, wie hast du es geschafft?“


Harry summte in seinem Hals. „Ich werde dazu kommen. Ich bin neugierig. Angenommen die Prophezeiung welche ich dir gerade offenbarte ist wahr, was wirst mit deiner neuen Information machen?“

„Den Jungen töten, natürlich. Dachtest du wirklich mir die Prophezeiung zu offenbaren, in welchem gesagt wird, dass er der einzige ist welcher mich töten kann, würde mich davon abhalten den Jungen weiter zu jagen?“ Voldemort grinste wieder höhnisch. Ein viel vertrauter Ausdruck.

Harry täuschte Gelassenheit vor. „Nun, wenigstens denkst du viel mehr über dessen Bedeutung nach als ich gedacht hätte. Ich dachte du würdest es wie Dumbledore sehen und gleich annehmen, dass einer sterben muss.“

Voldemort schüttelte den Kopf und lehnte sich zurück in seinem Stuhl. „Nein, die Formulierung ist kompliziert, aber lässt dennoch viele Löcher. Das benutzen von ‚Leben’ und ‚Überleben’ sagt es schon. Ich muss bloß den Jungen töten, bevor ich einen echten Lebensschein finde.

Harry gab beinahe ein echtes Lächeln. Er schwang seine Beine so, dass er aufstehen konnte. „Du bist viel weniger verrückt als ich es gedacht hatte. Du bist beinahe korrekt.“

Ein gefährlicher Blick war die sofortige Antwort. „Was genau meinst du mit ‚beinahe’?“

„Wie du angenommen hast, Leben und Überleben sind völlig verschiedene Dinge. Aber nur weil der Junge den Kraft hat dich zu vernichten, wieso ihn auch töten? Wäre es nicht schlauer für deine Regierung, wenn du ihn als deinen Ebenbürtigen haben würdest, und mit ihm arbeiten würdest um zu lernen, wie man ‚lebt’? Wenn er mächtig genug ist dich zu vernichten, dann wäre er doch sicher ein Vermögen wert.“

„Das Balg würde niemals durch Dumbledores Intrigen hindurch sehen. Er ist viel zu fasziniert von dem Licht.“

Harry lächelte. „Bist du dir wirklich sicher Tom? Sagen wir mal, er hat es geschafft…“

Voldemorts Augen verengten sich nun, und Harry war zufrieden als er bildlich vor sich sah, wie eine leuchtende Birne über seinem Kopf erschien. „Wer bist du?“

„Ich wusste, der geniale Tom Verlost Riddle würde die Teile zusammensetzen,“ sagte Harry mit einem aufrichtigen Lächeln. „Es ist überraschenderweise gut, dich wieder zu sehen Tom. Es ist schon eine Weile her, zumindest für mich.“
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