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Geschichte: Freie Arbeiten
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von Kaze no Gaara
erstellt: 07.10.2008
letztes Update: 31.08.2011
Geschichte, Romanze / P16 Slash
(fertiggestellt)
Mein Leben hat in letzter Zeit einen großen Umschwung erlitten. Nachdem ich zu sehen musste, wie meine erste große Liebe im Krankenhaus gestorben ist und ich danach auch noch erfuhr, dass mein Vater bei einem Flugzeugunfall ums Leben kam, musste ich zu meiner Großtante und zu meinem Großonkel ziehen. Beide lebten weit von meinem alten Zuhause weg.
Beide waren die einzigen Verwandten die ich einigermaßen gut kannte, und außerdem fand ich ihre Namen gleich an erster Stelle in dem Adressbuch meines Vaters. Als ich ihnen von dem Tod ihres Neffen – meines Vaters – erzählte, boten sie mir gleich an, dass ich bei ihnen wohnen könnte. Außerdem hätte ich die Möglichkeit auf die örtliche Schule zu gehen.
Sie besaßen ein kleines Häuschen mit zwei Stockwerken und einem Keller. Ich bekam ein Zimmer im Dachboden. Es war viel Platz für all meine Sachen da, und auf die Balken die das Dach hielten konnte ich mich gemütlich drauflegen.
Der Umzug lief sehr schnell über den Tisch und ich konnte mich in den letzten Tagen auch ein wenig an den neuen Ort gewöhnen. Es war eine nicht gerade große Stadt, weswegen ich mich hier auch nicht so eingeengt fühlte. In der Nähe gab es auch einen großen Wald, über den es viele Legenden gab. Das hatte ich mir von meiner Großtante erzählen lassen.
Es war gemütlich hier und ich konnte mich einigermaßen wohl fühlen.
Einigermaßen? Dass ich nicht lache!
Seit dem Tag im Krankenhaus wurde mein Leben zu einer einzigen Qual. Ich war nur noch deprimiert und konnte an nichts anderes mehr denken, als alles verloren zu haben. Meine Hoffnungen, meine Träume und Wünsche... alles hatte ich verloren.
Emotionslos fand ich alles nun mehr „egal“. Mir war egal was mit mir passieren würde, egal was mit anderen passiert und egal ob ich lebe oder nicht.
Soviel zu meinem neuen Leben.
In der Nacht vor meinem ersten Schultag lag ich in meinem Bett und starrte aus meinem Dachfenster, das direkt über meinem Bett war. Die Sterne leuchteten an dem klaren Nachthimmel eher schwach und ich musste mich konzentrieren um jeden einzelnen zu erkennen.
Es war schwierig mit meinen Gedanken einzuschlafen.
Wie wohl die neue Schule sein würde?
Trotz meiner nicht zu enden wollenden Gedanken, schaffte ich es doch noch ein wenig dösen zu können.
Am nächsten Morgen weckten mich zärtlich die sanften Sonnenstrahlen. Als ich dann auf meinen Wecker blickte, merkte ich bedauernd dass ich noch einige Zeit hatte bevor ich aufstehen musste. Ich tat es aber trotzdem so früh wie möglich und machte mich auf den Weg zur Schule. Beziehungsweise erforschte ich die Umgebung bis ich zur Schule musste.
Durch die Stadt floss ein schöner Fluss und ich sah gern dem Wasser zu. Trotzdem konnte er einfach nicht DEN Fluss ersetzen.
Ich schlenderte also an diesem Fluss entlang und kam bald zu einer Brücke, die ich überqueren musste um zur Schule zu kommen.
Auf dieser Brücke stand ein Junge, er musste in meinem Alter sein, mit einer Schultasche neben ihn sich auf das Geländer lehnend. Er betrachtete das Wasser, doch als ich an ihm vorbei lief, sah er mich kurz musternd an.
Seit den letzten Ereignissen, machte ich es zu meiner Gewohnheit nur noch schwarz zu tragen.
Ein kurzer Blick auf meine Uhr verriet mir, dass es jetzt doch höchste Zeit war endlich zu Schule zu kommen und mein Tempo erhöhte sich.
An seinem ersten Tag sollte man doch nicht zu spät kommen, oder?
Ich erreichte schnell das große Schulgebäude und las von einer Tafel in der Aula ab in welche Klasse ich gehen sollte und in welchem Raum die sich befand.
Schnell ging ich in den 2. Stock und suchte meine Klasse. Glücklicherweise befanden sich an jeder Tür Schilder mit dem Klassennamen.
Die Erwartungen und die Gedanken über meine neue Klasse stiegen mir wieder in den Kopf und ich wurde nervöser.
Doch ich gab mir einen Ruck und öffnete die Tür.
Da ich es für unhöflich empfand gleich alle an zu starren, richtete ich meinen Blick direkt auf einen leeren Platz in der hintersten Reihe am Fenster. Schnurstracks ging ich zu dem und besetzte ihn für mich.
Geschafft!
Ein wenig von meiner Last befreit setzte ich mich auf den Stuhl und überlegte ob das wirklich ein geeigneter Platz für mich sei. Zur Tafel sehen konnte ich von der letzten Reihe aus locker, aber gab es da nicht das Problem mit dem Lüften? Aber da es ja eh bald Winter war, machte ich mir darüber keine größeren Sorgen mehr.
Es klingelte zur ersten Stunde, und eine recht kleine, blondhaarige Frau kam herein und stellte sich als unsere neue Klassenleiterin vor. Sie erklärte uns dann einige Regeln, die Hausordnung und den Fluchtplan, bis sie dann von einem Jungen unterbrochen wurde, der ins Klassenzimmer kam.
Bei genaueren betrachten erkannte ich, dass das der Junge von der Brücke war.
Er entschuldigte sich bei der Lehrerin und setzte sich neben mich auf den leeren Platz. Ausgerechnet neben mich! Das konnte ich gerade gar nicht gebrauchen. Zu alle dem nahm er sich die Frechheit mich auch noch anzugrinsen und mich auch noch anzusprechen.
„Ich hab dich doch heute morgen gesehen“, begrüßte er mich.
„Ja“, gab ich zur Antwort.
„Tja ein wenig zu spät komen, stört doch keinen...“, erwartungsvoll sah er mich an, doch ich gab keine weitere Antwort und starrte wieder aus dem Fenster raus.
Die ersten Stunden waren wirklich langweilig und nur halbherzig folgte ich den Vorträgen unserer Lehrerin. Sie meinte dann noch den neuen Schülern – eingeschlossen mir – das Schulhaus zeigen zu müssen, bevor die Pause angefangen hatte.
In dieser setzte mich einfach an der Wand des Schulgebäudes auf den Boden und schlürfte an meiner Milch.
Ich war endlich frei von meinen Gedanken und konnte mal nichts tun. Bis zu dem Zeitpunkt als ein Mädchen meines Alters auf mich zu kam und mich ansprach.
„Na, wie geht’s dir?“, fragte sich nach.
„Geht“, war eine kurze Antwort von mir und aus Höflichkeit fragte ich bei ihr nach, „Und dir?“
„Eigentlich ganz gut, du bist neu hier, stimmts?“
„Japp...“
Sie musterte mich genau und dann sagte sie etwas, das mich schockte.
„Sag mal, erkennst du mich nicht mehr?“
Ich blickte zu ihr hoch und sah sie genauer an. Schulterlanges, braunes Haar, dunkelbraune Augen, nicht zu schlank und nicht du füllig war sie. Ich konnte mich nicht an sie erinnern. Ich zweifelte überhaupt daran sie jemals gesehen zu haben.
„Wir waren mal zusammen in einer Klasse! Bis ich umgezogen bin... Wir waren gute Freunde. Na, kommen jetzt die Erinnerungen wieder hoch?“
Ich überlegte nach und versuchte mich zu erinnern. Es gab mal ein Mädchen, dass nach einem gemeinsamen Schuljahr weggezogen war. Nach meiner Einschätzung war sie sogar in mich verknallt.
„Ich hab in der Klassenliste nachgesehn“, sagte sie, „Und dein Name viel mir sofort ins Auge. Mensch, wie du dich verändert hast!“
Fassungslos saß ich auf dem Boden vor dem Schulgebäude und konnte noch nicht einmal mehr einen Schluck von meiner Milch nehmen.
Ausgerechnet hier und jetzt musste sie mir begegnen...
Sooo, erstes Kap fertig __ hoff es gefällt euch... und jaja xD da sind Dinge mehr als offensichtlich und absichtlich so eingebaut wie sie sind XDDDDD
Kritik erwünscht ^^
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