Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Metal und schwarze Stiefel
Metal und schwarze Stiefel
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
 
 
von bluesky    erstellt: 22.09.2008    letztes Update: 22.09.2008    Allgemein / P18     8 Reviews
+++Sodale...das kommt dabei raus, wenn man spontanen Ideen nachgeht, anstatt mal schlafen zu gehen...ansonsten...Viel Spaß beim Lesen! *zwinker*+++


Grelle Lichtblitze zucken über die Bühne, tauchen die Band in ein diffuses Licht.  Mit rauer Stimme kündigt der Sänger den nächsten Song an. Und schon dröhnen die ersten harten Gitarrenriffs zu mir hinüber und bilden die eingängige Melodie von „Armies“.

Ich mag die Band, hatte nicht damit gerechnet, auf so einem kleinen Dorfkonzert etwas wirklich gutes zu hören zu bekommen. Aber damit habe ich mich definitiv geirrt. Eigentlich bin ich nur wegen meiner Freundin hier, schließlich ist sie diejenige, die auf Metal steht, ich bin da mehr für Gothic oder Rock. Aber manchmal wird man eben doch überrascht.

Schon ein merkwürdiges Volk hier heute Abend. Alteingefleischte, langhaarige Rocker in Lederjacken, junge Frauen im eher weniger vorhandenen Gothicoutfit mit 3-Meter-Plateauschuhen, relativ normal aussehende Leute mit Bandshirts und bunten Haaren. Und sogar 2 vielleicht 8 jährige Mädchen die begeistert auf und ab hüpfen. Am Rande frage ich mich, welche Eltern wohl genug Vertrauen in dieses düstere Volk haben, als dass sie ihre Kinder mit hierher bringen.

Und natürlich ER. Es mag kitschig klingen, aber er ist mir schon zu Anfang aufgefallen. Er und sein Freund. Beide mit dem typischen halblangen "Emohaarschnitt" mit langem Pony, schwarzer Röhrenjeans und Metalshirt. Ein Kopf schwarzhaarig mit femininem, freundlichem Gesicht. Volle Lippen, dunkle Augen. Etwas ruhiger, wahrscheinlich ziemlich zurückhaltend, was vom Alkohol allerdings relativiert wird.

Der andere hellbraue Haare, ebenfalls braune Augen, was in der Dunkelheit aber auch täuschen kann. Einer schlank und eher feminin, der andere etwas kräftiger, mit angedeuteten Armmuskeln. Sieht aus, als wäre er der selbstbewusstere der Beiden.

Und dann die Stiefel. Ich kann den Blick nicht von diesen Stiefeln nehmen. Eine Mischung aus Springer- und Piratenstiefeln. Sie gehen bis zum Knie, schwarzes Leder mit Schnürung und Umschlag. Und das ist es, was mich am meisten interessiert. Denkt was ihr wollt, normalerweise starre ich Kerlen nicht auf den Arsch, aber bei diesem Exemplar kann ich nicht anders.

Mein Blick wandert wieder nach oben, die enge Hose lässt kräftige Oberschenkel erahnen, jedes Mal wenn er sich vorbeugt und seine Haare beim Headbangen durch die Luft wirbelt, rutscht sein Shirt nach oben und gibt den Blick auf diesen festen, kleinen Hintern frei. Und wieder stelle ich mir vor, wie es wäre, zwischen diesen Schenkeln zu liegen.

Himmel! , ich bin doch sonst nicht so. Nein, wahrlich nicht. Ich bin normalerweise diejenige, die einem erst auf den zweiten Blick auffällt. Dunkelblonde lange Haare, irgendwo zwischen wirr und lockig. Schwarze Brille vor blauen Augen mit schwarzer Umrandung. Sehr „markante“ Nase. Nach meiner Meinung eindeutig zu dominant in meinem Gesicht, aber was soll man machen?

Ich bin sehr schlank, was teils daran liegt, dass mein Vater auch nicht ein Gramm zuviel auf den Knochen hat und andererseits daran, dass ich einfach oft genug das Essen vergesse. Nicht, weil ich krank bin, sondern weil ich wenn ich in etwas vertieft bin, wirklich alles um mich herum vergesse.

Und ich bin still, schüchtern und der Überzeugung, dass es besser ist die Klappe zu halten, wenn man nichts zu sagen hat. Allein die Tatsache, dass ich heute Abend hier bin zeigt, dass ich nicht zu der Art Mädchen gehöre, die Jungs an meiner Schule für gewöhnlich toll finden. Nicht süß, nicht selbstbewusst und schon gar nicht oberflächlich.

Vielleicht auch mit einem Hang zum Depressiven, ich weiß es nicht. Andere trauen sich oft nicht an mich ran, weil ich den Anschein erwecke in meiner eigenen Welt zu leben, mich nicht für sie zu interessieren. So beschreibt es zumindest mein bester Kumpel.

Unvermittelt reißt mich meine beste Freundin aus meinen Gedanken, schreit mir irgendwas ins Ohr von wegen wie süß und geil und umwerfend der Sänger doch wäre. Ich schmunzle und zwinkere ihr zu. Norah und ihr Sängerfetisch. Zu lange Haare wenn ihr mich fragt. Und 5 Jahre zuviel.

Hach ich liebe Konzerte. Headbangen, springen und schreien was das Zeug hält. Und niemand, der etwas dagegen sagt, weil jeder es genießt, dich ein Stück weit gehen zu lassen. Und die, die mit reservierter Miene weiter hinten stehen und sich über uns lustig machen. Auf die scheiß ich heute Abend. Der Bass dröhnt in meinen Ohren, dringt durch meine Beine direkt in die Brust. Mir geht es einfach nur gut!

Und der Kerl vor mir ist wieder am Headbangen. Ok, jetzt hilft alles nichts mehr. Ich bin besoffen, high von der Musik und unwahrscheinlich geil auf diesen Typen. Und das, obwohl ich mit meinen 17 Jahren immer noch Jungfrau bin und bis jetzt nur mit meinem ehemals besten Kumpel rumgeleckt habe. Bevor er mir gesagt hat, dass er doch nur Freundschaft möchte. Ein drückendes Gefühl kriecht in mir hoch. Bloß nicht dran denken.

Und dann wird die Musik wieder aggressiver. Einige Kerle fangen an zu pogen und sich gegenseitig anzurempeln. Ich werde nach vorne gestoßen, verliere den Halt und falle gegen fremde Körper. Kralle mich fest, reiße jemanden mit.

Als ich die Augen wieder aufmache, sehe ich hellbraune Haare. Ich schlucke. Der Kerl mit den Stiefeln und dem unwahrscheinlich tollen Hintern. Bin ich grade in einer von diesen Zufallsgeschichten gelandet?

Wahrscheinlich, denn er lächelt mich an, fragt, obs mir gut geht. Zumindest vermute ich das, denn die Musik ist viel zu laut um irgendwas zu verstehen. Und ich liege immer noch auf ihm, fühle sein Bein zwischen meinen. Um uns springen die Leute weiter durch die Gegend, es ist längst zu spät, als das noch viele wirklich merken würden, was um sie herum vorgeht.

Benebelt rapple ich mich auf, murmle eine Entschuldigung, irgendwas von wegen nix passiert und reiche ihm die Hand. Er ergreift sie, obwohl er sie wahrscheinlich nicht nötig gehabt hätte, denn allein schon die Art wie er aufsteht, strotzt vor Kraft.

Er steht jetzt neben mir, schreit mir was ins Ohr. Ich verstehe wieder nichts, spüre nur heißen Atem an meinem Ohr und gucke ihn entschuldigend an. Scheinbar stört ihn das nicht, denn er grinst nur und zieht mich an der Hand, die ich seltsamerweise immer noch halte, mit sich durch die Menge. Wo ist Norah eigentlich geblieben? Ich weiß es nicht und irgendwie ist das gerade auch nicht wichtig.

Er zieht mich ein paar Schritte aus der wogenden Menge, über die Wiese und hinter ein Auto. Immer noch bin ich leicht betäubt, fühle mich seltsam fremd.

Und dann steht er wieder direkt vor mir, sieht mir fragend in die Augen und bevor ich noch etwas sagen kann, liegen seine Lippen auf meinen. Warm und weich und doch kraftvoll. Mein Herz rast auf einmal, mir ist schwindlig.

Und ohne wirklich darüber nachzudenken, erwidere ich den Kuss. Erst tastend und unkoordiniert, dann entschlossener. Eine feuchte Zungenspitze drückt gegen meine Lippen und ich öffne sie nur zu bereitwillig.

Unsere Zungen berühren sich, stupsen sich an. Seine Zähne an meiner Unterlippe. Wärme breitet sich in mir aus, wird stärker, als seine Hände um meine Taille fassen, mich an ihn ziehen. Starke Hände, doch ich habe keine Angst, fühle mich nur seltsam beschützt. Es ist egal, dass er vollkommen fremd ist, dass niemand weiß, wo ich bin, ich kann einfach nur noch verwundert mitverfolgen, wie ungewohnt sich das hier alles anfühlt.

Seine Hände wandern tiefer, legen sich um meinen Po, fassen fest zu und alles am mir beginnt zu kribbeln, als ich mich an ihn dränge. Wir stolpern ein paar Schritte zurück, irgendwie zieht er mir die Jacke aus, dann liegt seine Hand auf meiner Brust, massiert sie durch den dünnen schwarzen Stoff. Meine Hände halten sich an seien Schultern fest, fühlen harte Muskeln.

Dann spüre ich wieder das kalte Metall des Autos hinter mir, als er mich dagegen drückt. Seine Lippen sind mittlerweile an meinem Hals, seine Zähne in meinem Fleisch, seine Zunge an meinem Puls.

Als seine Hand dann nach unten und unter meinen Rock wandert denke ich nur noch „scheiß drauf!“, dränge mich seiner Hand entgegen, die mich durch den Slip reibt, die Naht immer wieder diese gewisse Stelle reizt.

Ich fange seinen Mund wieder ein, unsere Küsse werden hektischer, während ich meine Hände von seinem Rücken löse und sie ebenfalls nach vorne wandern lasse. Sanft streichen sie über seinen Schritt, fühlen den Widerstand und ich fühle es in meinen Adern rauschen. Der Kerl ist eindeutig hart und das ist mein Verdienst. Und ich will mehr.

Er anscheinend auch, denn er drängt sich unkontrolliert an mich, seine Hand wird schnellern, bewegt sich aufregend, erregend. Ich greife nach seinem Gürtel, hantiere an der Schnalle herum, was sich nicht allzu einfach gestaltet, weil er sein Becken nicht stillhalten will. Anschließend der Knopf, dann der Reißverschluss, den ich langsam öffne, meine Finger dabei leichten Druck ausübend.  

Ein heiserer Ton, halb Stöhnen halb Luftholen, verlässt seinen Mund, der mittlerweile an meiner Stirn liegt und jagt mir einen Schauer über den Rücken. Hat er das vorher schon gemacht? Ich weiß es nicht, nur, dass sich das unwahrscheinlich gut anhört.

Ich lasse meine Hand in seine Hose gleiten, reibe ihn und genieße seine Reaktion. Doch nicht lange, denn ich vergesse vollkommen, was ich zutun habe, als seine Hand meinen Slip beiseite schiebt und mich nun direkt streichelt. Seine Bewegungen sind schnell, dann dringen seine Finger in mich und schieben sich weiter vor. Sein Daumen reibt nach wie vor meinen Lustpunkt. Die Finger bewegen sich in meinem Innern, das Kribbeln wird stärker.

Verschwommen nehme ich wahr, dass seine anderer Hand sich in seien Hose vor und zurück bewegt. Ich kralle mich an ihm fest, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, aber dann reiße ich mich los. Seine Finger gleiten aus mir, hinterlassen Leere.

Schimmernde Augen sehen mich fragend an, seine Wangen sind gerötet, seine Lippen feucht. Dann ziehe ich ihn wieder an mich, küsse ihn tief, nehme seine Hand aus der Hose und hoffe, dass er versteht. Bete, dass er was dabei hat.

Er nickt, sucht in seinen Hosentaschen und befördert eine kleine Packung zutage. Gott sei dank, denn jetzt aufzuhören müssen wäre…überaus beschissen. Ich ziehe ihm die Jeans vom Hintern, lasse meine Hände endlich über diesen göttlichen Arsch wandern und weiter hinunter über die Rückseiten seiner Schenkel.

Ungeduldig reißt er das Plastik auf, löst sich von mir um sich das Kondom überzuziehen. Schon komisch, das alles hier. Auf einem Parkplatz, mit einem Jungen, den ich nicht mal kenne. Und trotzdem stelle fest, dass ich nichts anderes will.

Dann kommt er wieder auf mich zu, verschießt meinen Mund mit seinem, eine Hand in meinem Nacken, die andere an seinem Schwanz.

Und dann fühle ich ihn dort, wie er gegen mich drückt und hoffe, dass es nicht allzu weh tut. Gleichzeitig rast mein Puls und die Aufregung bringt mich zum Zittern. Und dann dringt er in mich, Stück für Stück, auch er zittert jetzt.

Kurz stößt er auf Widerstand, es zieht ein bisschen und dann ist er in mir. Füllt mich aus und ich warte, bis er beginnt sich zu bewegen. Das Gefühl ist ungewohnt, aber gut. Und es wird besser. Seine Hand ist wieder zwischen uns und streichelt mich dabei, es ist unbeschreiblich.

Meine Hände liegen auf seinem Hintern, ziehen ihn zu mir, in mich. Festes Fleisch unter meinen Fingern. Sein Kopf lehnt an meinem, seine andere Hand hat meinen BH geöffnet und massiert wieder meine Brust. Mir fällt es schwer, mich auf irgendwas zu konzentrieren, ich kann einfach nur noch fühlen, erleben, was hier gerade geschieht.

Irgendwann schlinge ich ein Bein um ihn. Er umfasst mich, hebt mich hoch, drängt mich gegen das Auto. Und sein nächster Stoß geht tiefer, mir wird schwindelig, als ich ihm immer wieder entgegenkomme. Ich fühle meine Muskeln um ihn zucken, spüre, wie sie sich stärker zusammenziehen. Seine Stöße werden härter, unkontrollierter.

Und dann spüre ich, wie er kommt, sein Schwanz in mir pulsiert. Er keucht mir ins Ohr und dann ist es vorbei. Eine Weile steht er atemlos an mich gelehnt, meine Beine und Arme umschlingen ihn.

Langsam löse ich mich ein Stück, er gleitet aus mir, schmeißt das Gummi weg und zieht seine Hose wieder hoch. Ich stehe einfach nur da und warte, dass die Welt um mich herum aufhört sich zu drehen. Doch in mir pulsiert es noch immer verlangend.

Er sieht mich an, sein Blick leicht verklärt aber doch wach. Dann verziehen sich seine Lippen zu einem entschuldigenden Lächeln, er umfasst mein Gesicht, küsst mich noch einmal verlangend.

Seine Hand gleitet wieder unter meinen Rock, findet zielstrebig ihr Ziel und reibt mich. Aufseufzend dränge ich mich ihm entgegen, will ihn wieder küssen, doch er lässt mich nicht.

Er lässt sich vor mir auf die Knie sinken, ich fühle wie er meinen Slip nun ganz hinunterzieht und dann ist da etwas Feuchtes zwischen meinen Beinen, gleitet über meine Spalte, stößt in mich.

Meine Beine beginnen unkontrolliert zu zittern, ich kann es nicht fassen. Doch dann saugt er an mir, und alles beginnt sich zu drehen. Es zieht sich heftig in mir zusammen, alles kribbelt und ich seufze erlöst auf.

Sein Gesicht ist wieder vor meinem, seine Augen scheinen zu fragen: „Und, war ich gut?“ Und scheiße, das war er. Noch einmal stoße ich meine Zunge tief in seinen Mund,  berühre seine Lippen dann sanft mit meinen.

Und dann fällt mir glühend heiß wieder ein, wo wir uns befinden. Wenn uns jetzt wer gesehen hat? Hastig schaue ich mich um, richte meine Kleider wieder und höre ein leises Lachen neben mir. „Keine Sorge, die sind alle drüben bei der Bühne“, sagt er.

Einen Augenblick sehe ich ihn etwas perplex an, weil ich komischerweise nicht damit gerechnet hatte, dass er sprechen kann. Schließlich haben wir das die ganze Zeit über nicht getan. Und seine Stimme klingt verdammt toll. Tief, warm und voll. Passt zu ihm. Scheint so, als gehört zu diesem Paket noch mehr, als nur ein toller Körper.

„Du redest anscheinend nicht viel“, höre ich ihn wieder, „ok, mag vielleicht an der Situation liegen. Meinst du, das ließe sich bei einer Cola ändern? Ich wüsste nämlich schon gerne, wie du heißt, weißt du?“ Und wieder dieses strahlende Lächeln.

„Ähm ja…alles klar, sicher“, fange ich mich wieder. „Ich würde gern mit dir ne Cola trinken -  Tanja“, sage ich und reiche ihm mit einem schiefen Lächeln die Hand. „Freut mich Tanja“, zwinkert er:“ Ich bin Sam.“

Dann ergreift er meine Hand und zieht mich wieder einfach mit.
Vielleicht sollte ich ihm mal erklären, dass ich das nicht immer mit mir machen lasse…


+++So, und das wars dann auch schon wieder...Den Song gibt es übrigens wirklich: "Armies" von Layment...wirklich klasse, also wer mal reinhörn will...Und ja, das Konzi und die Stiefel hats auch wirklich gegeben...wenn auch leider nicht mit diesem Ausgang *lol* In der Hoffnung, dass es  euch gefallen hat...*wink*+++
 
 
   
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
> AGB <   > Impressum <          v3.0.1