Geschichte: Fanfiktion / Bücher / Bis(s) / Luxuria
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von LovelySunshine    erstellt: 13.09.2008    letztes Update: 28.02.2009    Geschichte, Romanze / P18    (abgebrochen)
Edward.

Edwards Name flammte immer wieder auf dem Display auf und das schrille klingeln wurde durch einen sogar lauteren Ton übertönt. Als ich Jasper ansah, schoss mir das ganze Blut in die Ohren und mein Herzschlag ist von 19 auf 1000 gestiegen. Es war nicht Lust dieses mal, nein, es waren die Schuldgefühle. Ich flüsterte, unfähig mich selbst zu hören, denn mein Gehör war wie ausgeschaltet.

" Wirst du dran gehen Jazzy? " Jetzt fühlte mich vollkommen nüchtern. Was habe ich mir nur gedacht? Es fühlte sich so richtig so nah bei Jasper zu sein…..und es tat es immer noch, wie er mit seinem muskulösen Bein gepresst gegen mein, im schwach beleuchteten Zimmer saß. Ich hatte nie eine Chance gehabt ihn richtig zu berühren, das war unbekanntes Gebiet, irgendwo wo ein Mensch noch nie zuvor gewesen ist. Jetzt wusste ich warum Lust, unter den sieben Sünden war. Ich sollte das für Jasper nicht fühlen. Edward würde todunglücklich sein, sowie Alice. Das würde viel schlimmer für Edward sein, schlimmer als ich einmal Edward verletzt habe indem ich Jacob geküsst habe. Ich warf Jacobs Namen aus meinem Kopf. Ich hatte ihn schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Ich muss mich jetzt auf diese Angelegenheit konzentrieren. Jasper atmete tief ein und sah mich an. Ich wusste dass ich Edward entgegentreten musste, egal was er wusste, denn er wusste es. ALICE! Warum hab ich früher nicht an Alice gedacht? Sie hat eine Vision gehabt und Edward hat es in ihren Gedanken gelesen, und jetzt ruft Edward an weil meine beste Freundin verwirrt ist und er auseinander fällt, wissend dass sein Bruder und seine Verlobte sich auf der Couch bei ihm Zuhause, sich fast geküsst haben, wo Alice und Jasper sich geküsst haben, und Edward mich Dutzende male geküsst hat.

" Geh ran! " sagte ich ihm. Jasper sah mich ungläubig an, so als ob ich verrückt wäre.          " Stell ihn auf `laut´, ich will es hören. " Er sah mich widerwillig an, und ich schaute ihm direkt in die Augen, und versuchte nicht hypnotisiert zu werden durch seine wunderschöne Goldene Augen, ich flüsterte, " Wir müssen uns stellen Jazzy. " Jasper nickte und machte sein Handy auf. Der Blut-Sturm hat meine Ohren endlich verlassen, aber das schrille Piepen ging weiter. Er antwortet auf den Anruf und suchte im Optionsmenü nach der `Lautsprecher-Taste´.

" Jasper, ich will sofort mit Bella sprechen. " Edwards ungewöhnlich harter drohender Ton erschien aus dem Sprecher des winzigen Handys hervor. Warum wollte er mit mir sprechen?

" Warum? " Jasper klang erschrocken, und ich bemerkte, dass ich ihn bis jetzt nur einmal erschrocken erlebt habe, früher - als wir über die neugeborene Armee sprachen. Es ließ mich etwas wissen, was er nicht auszusprechen brauchte: Edwards Zorn, ist viel schlimmer als hundert Victorias oder sogar als eintausend neugeboren Vampire. Ich schauderte.

" Gib ihr das Handy, jetzt. " Sein Ton war ein bisschen ruhiger, aber ich konnte immer noch den Ärger hören, sowie Jasper.

" Edward, ich kann nicht….sie hat ein bisschen Alkohol getrunken, und ich bin mir nicht sicher…"

" ICH WUSSTE ES! " schrie Edward und ich bedeckte meine Ohren. Der Handy-Sprecher knisterte wegen der Lautstärke " Ihr habt gesagt ihr würdet ihr gar keinen geben. Wie schlecht ist sie dran!? " Jasper schluckte und sah mich an. Es schien so, als ob Edward gar keinen Plan hatte, was Jasper und ich vorhatten. Entweder wollte er das `beste´ bis zum Schluss aufheben, oder Alice hat es nicht gesehen. Und doch. Wir mussten wissen, ob Alice irgendwas gesehen hatte, was Edward so alarmiert hatte. Also hackte Jasper weiter nach,

" Sie hatte nicht so viel, Ed. Emmett hat es ihr in den Kopf gesetzt. Sie hatte nur ein bisschen zu viel um mit dir vernünftig zu sprechen." Er machte Pause, und die Schuldgefühle strömten nur so aus ihm heraus. Emmett würde jetzt den ganzen Ärger von Edward abbekommen. Edward seufzte, wissend dass ich nicht `verrückt betrunken´ war. Oder war ich?! Ich hatte gerade versucht den Bruder meines Verlobten zu küssen, den Ehemann meiner besten Freundin! " Hatte Alice keine Visionen? " fragte Jasper behutsam.

Edward seufzte, aber machte weiter. " Nein, sie hatte keine. " Ich sprang vor Freude und Jasper bedeckte seinen Mund um nicht zu schreien. Edward klang aufgebracht. " Hier sind Wehrwölfe in der Nähe, und sie ist nun ja...sozusagen `blind´ " Freude wandte sich in Schrecken um, als wir die Gefahr realisierten in der unsere Familie war. Wehrwölfe könnten sie töten. " Ich denke wir sind hier dennoch sicher. Wir sind zumindest noch nicht mit ihnen zusammen gestoßen " Jasper seufzte erleichtert, doch plötzlich sah ich den Schrecken in seinen Augen.

" Bedeutet das, dass ihr nachhause kommt!? " Der Gedanke schüttelte mich und ich versuchte gleichmäßig zu atmen, damit ich Edward nicht alarmierte. Jasper sah mich an und drückte meine Hand. Ich merkte, dass wir jeweils die Hand des anderen ergriffen haben, seit Edward Jasper angerufen hat.

" Nein, wir kommen nicht nach Hause. Wir werden nur weiter ziehen, was jetzt auch heißt, dass wir drei Tage weg sein werden statt zwei." Zwei Gefühle durchdrangen mich auf einmal. Glück - ich würde noch einen Extratag mit Jasper haben, und es war offensichtlich, dass er es auch gut fand. Aber das zweite Gefühl war Schrecken -, denn Alice wäre dann wieder imstande Visionen zu haben. Sie würde uns sehen…egal was wir tun würden. " Aber mach dir keine Sorgen. " setzte Edward fort. " Sie vermeidet absichtlich Visionen, die dich und Bella angehen. Sie hat sich eher darauf konzentriert, wer als nächstes zu McDonald’s geht." Er lachte, und Jasper tat es ihm gleich. " Sie will euch zwei nicht stören - sodass ihr euch besser kennen lernen könnt." Jasper sah mich an und küsste flüchtig meine Wange. Ich kicherte und begriff, dass ich mit Jasper ganz allein bis Montag sein würde. Ich bewegte mich etwas nach vorne, damit ich ihn richtig küssen konnte, sowie ich es schon den ganzen Abend tun wollte, bis ich merkte das Edward noch am Telefon war. " Warum kann ich Bella nicht hören?!" Er hatte bestimmten den massiven Fehler in unserem Plan erkannt, den wir vorher nicht gesehen hatten.

" Was meinst du?" stotterte Jasper, begreifend, dass Edward bestimmt mit mir sprechen wollte, weil ich nicht genug Geräusche machte, weil ich ja eigentlich nicht in der Lage bin mit ihm zu reden, weil ich ja total besoffen bin.

" Tja, weißt du Jazz, wenn sie so betrunken wäre, würde sie bestimmt viel Geräusche machen. Gib sie mir bitte?! " Sogar ich konnte das Plädoyer(das betteln) in seiner Stimme hören und ich nickte Jasper zu.

" ' llo Edward! " Ich wusste, dass ich ein bisschen trotz meiner nüchternen Gedanken undeutlich redete, so dass ich es ein wenig hochspielte. Ich konnte ein Lächeln von Edward durch seine Stimme hören und es begeisterte mich.

" Hallo Bella, wie geht’s dir Liebling? " Er schien scherzlich-besorgt zu sein, und ich wusste, dass er mich auf den Lautsprecher stellte, denn ich konnte seine ganze Familie hören.

" GUT " setzte ich in einer allzu sehr lauten Stimme fort, " Emmetts Denkweise ist brilliiiiiiiiiiiiiiiiant, mein Liebliiiiiiiiiiing Edwardo! " Jasper erstickte ein Lachen, als er meinen Plan begriff. Edward würde nicht mit mir sprechen wollen, wenn er dachte das ich besoffen wäre, und wir würden so unerwünschte Fragen vermeiden. Florierendes Lachen von Emmett kam aus dem Sprecher, als er schrie,

" Edwardo, Edwardo! Das ist neu! " Jasper lachte, und er streckte seine Arme hinter mich und zog mich auf seinen Schoß. Edward lachte auch mit und sagte, dass Alice das Telefon für eine Minute übernehmen würde.  

" Jazzy, bist du da? " Ich fühlte wie Jasper seine Arme angespannte, die sich um mich straften. Er hustete und tat so als ob er das Telefon bewegen würde.

" Ja Al, ich bin hier. " Nur Alice konnte gehört werden und ich wusste, dass wir nicht mehr auf dem Lautsprecher waren. " Wie laufen den die Dinge? "

" Es ist ganz o.k., abgesehen von meinen Visionen. Ich weiß, dass alles okay mit euch ist, Jazzy. Ich vertraue dir. Wir alle vertrauen dir." Jasper war unglaublich angespannt und ich fing an mich schuldig zu fühlen, so dass ich wusste, dass er unbeabsichtigt meine Gefühle manipulierte. " Ich liebe dich so sehr Jazzy. Kümmere dich um Bella. Ich werde mich in nichts einmischen, versprochen. Edward will jetzt reden, dann gib Bella mal das Telefon,  ich liebe dich!" Jaspers Antwort " ich liebe dich." Kam nur krächzend heraus, aber Alice schien das nicht zu bemerken. An der Spitze seiner Schuld war auch meine, und wir beide ertränkten uns fast in unserem eigenem Scham. Als Edwards Stimme aus dem Sprecher kam, fühlte ich mich noch mieser und ich ertickte ein Schluchzen.

" Bella, ich weiß, dass du dich am nächsten morgen daran wahrscheinlich nicht erinnern wirst " begann er glucksend. " Aber ich liebe dich so sehr, und ich weiß, dass es drei Tage sein werden wo ich dich nicht sehen werde - wahrscheinlich die längsten meines Lebens - aber ich will, dass du weißt, dass ich dich mehr liebe als du es dir jemals vorstellen könntest und ich vermisse dich. Schlaf heute gut, mein Liebling. " Ich wisperte etwas heiser zurück,

" Ich liebe dich auch Edward. " Der Anruf wurde abgeschnitten, und Jasper klappte das Handy zu. Ich zog mich aus seiner Umarmung und stand etwas unsicher auf den Beinen auf. " Ich gehe jetzt besser ins Bett. Es ist schon spät. " Jasper nickte und guckte runter. Es war bloß zehn Uhr, aber ich konnte nichts riskieren. Ich konnte es nicht riskieren, dass Jasper die Tränen in meinen Augen sah und mich tröstete. Ich ging langsam zur Treppe, und dann hoch. Ich wollte Jasper nicht mit meiner Hysterie alarmieren, die ich versuchte zurück in meine Kehle zu drängen. Sobald ich außer Sicht war, lief ich blind und stolpernd die letzten Treppen hoch bis ich das Zimmer von Edward erreichte. Ich machte die Tür auf und schlug sie zu. Ich zog mein Hemd über den Kopf und zerrte meine Jeans runter. Ich ließ die Sachen in einem Haufen auf dem Fußboden liegen und kugelte mich in Edwards Bett ein. Ich wickelte die Decke um mich, und fing an zu schluchzen. Ich hatte schon vorher in Edwards Bett nur mit Unterwäsche geschlafen als er weg war, aber irgendwie war es heute kälter als sonst und ich konnte mich einfach nicht aufwärmen. Das Bett zitterte nur so von meinem schluchzen. Jedes mal wenn ich hier war, ihn schrecklich vermissend, hab ich mich nie darum gekümmert mich richtig fürs Bett fertig zu machen. Aber auf dem vermissen von ihm heute Abend, hatte ich noch ein anderes Gefühl, die Schuld, die immer tiefer in meine Seele schnitt. Ich lag dort eine Stunde, und konnte mein schluchzen immer noch nicht kontrollieren, als sich plötzlich die Tür öffnete. Ich schaute auf und sah Jasper wie er rein ging, sein Hemd auszog und es auf meinen Stapel warf. Er hob die Decke an, unter der ich lag und legte sich zu mir. Er schlang seine kalten Arme um meine Taille. Ich drehte mich um, damit ich ihn anschauen konnte und er zog mich näher an sich heran.
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