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von thatisntme
erstellt: 05.09.2008
letztes Update: 20.06.2010
Geschichte, Romanze / P16 Slash
(abgebrochen)
Ich hoffe dass Pitel ist in Ordnung, ich hatte einige Schwierigkeiten damit, wenn ich ehrlich bin. Aber was solls! Viel Spaß beim Lesen!
Chapter 4: The Father
„Du willst mich wohl verarschen, oder?“, fragt Jason mich, seine Stimme voller Erstaunen und dabei sieht er mich an, als sei ich ein Marsmännchen im rosa Tanga.
„Nein, will ich nicht.“, versichere ich ihm, während er noch immer seinen „Marsmännchen-trägt-Tanga“-Blick auf mich gerichtet hat.
„A-Aber das ging ja so schnell! Ich habe erst in ein, zwei Jahren damit gerechnet. Dann, wenn du mal dein Hirn einschaltest und die Sache ernsthaft in Angriff nehmen willst und – AU! Lass das!“
Auf Jasons Kommentar hin, dass mich zutiefst getroffen und verletzt hat („Natürlich und ich werde nächste Woche in deinem Kopf in die Luft gehen.“, kommentiert die nervige Stimme in meinem Kopf meine Gedankengänge) habe ich ihm eine Nadel in den Hintern gerammt (wobei „gerammt“ doch ein ziemlich überdramatisierter Begriff ist).
„Ich bin bewaffnet.“, murmele ich ihm in einer improvisierten (was heißen will: „Ich habe es stundenlang zu Hause vor dem Spiegel geübt.“) Gangsterstimme zu und piekse ihn noch einmal um meinen Worten Nachdruck zu verleihen. Das ganze scheint Jasons inneres kleines Kind (in seinem Fall ein fünfjähriges Mädchen, mit gestörtem Verhältnis zu ihren Barbiepuppen) zu wecken, da er mit einem Mal seine Hände zusammenfaltet, sie an seine Wange hält und in einer schrillen, hohen Stimme zu jammern beginnt.
„Bitte, nein, verschonen sie mich! Bitte! Ich will noch nicht sterben, großer, böser Mann, den ich noch nie zuvor in meinem Leben getroffen habe!“
Zum Abschluss sinkt er noch theatralisch zu Boden und beginnt zu schluchzen.
„Nicht weinen, meine Kleine.“ (Natürlich spiele ich dieses idiotische Spiel mit!) „Ich werde ganz, ganz sanft sein.“, sage ich und setze mich neben Jason auf den Boden, um ihm die Nadel vor die Nase zu halten, was ihm ein „erschrockenes“ Japsen entlockt.
Unsere bühnenreife Einlage wird leider von meinem Handy unterbrochen, dass sich mit dem Lied „Candy Man“ von Christina Aguilera bemerkbar macht.
„Immer wenn´s am lustigsten ist.“, beschwere sich Jason, während ich mir das „He´s A Sweeet Talking Sugar Coated Candy Man“-singende Ding schnappe und abhebe.
„Ja?“, melde ich mich, ohne vorher nachgesehen zu haben, wer mich da überhaupt beim Spielen mit Jason unterbrochen hat.
„Hi, Kleine. Ich wollte nur fragen, wann du heute nach Hause kommst?“
„Ich bin gerade mit Jason im Laden.“
„Du hast schon geschlossen.“
„Das ist pure Theorie, nichts weiter.“ Am anderen Ende der Leitung höre ich Lara auf meine Worte hin ein wenig Kichern.
„Okay, wenn du meinst. Ruf mich an, sobald du dich von euren perversen Rollenspielen losreißen kannst.“
„Mach ich.“
„Gut, bis später.“
„Bye.“ Und aufgelegt. Das war das Ende unseres Spaßes nicht wirklich wert. Wir könnten ja weiter machen, aber irgendwie befürchte ich, dass die Stimmung dahin ist. (Klingt, als hätten wir was Unanständiges getan.)
„Wartet deine Frau schon auf dich?“, fragt Jason, mittlerweile aus seiner Rolle geschlüpft, nach.
„Die kann sich schon noch ein wenig gedulden, bis ich deine Maße genommen habe.“
„Wieso nimmst du die eigentlich immer wieder. So sehr verändere ich mich auch wieder nicht.“
„Du hast letzten Monat 4 Kilo zugenommen!“
„Und die sind wieder weg.“
„Ich mach es trotzdem. Doppelt gesichert hält besser. Also: Zurück an die Arbeit, damit wir beide schnell wieder nach Hause können. Dave wird sicher schon ganz krank vor Sorge sein, weil er nicht weiß wo sein `Schnuckipuh´ hin ist.“
Jason lacht laut (und hyänenartig), als er das Wort „Schnuckipuh“ hört. Während er unter Lachsalven beinahe zusammenbricht verrät er mir noch, dass er Dave vermutlich auf der Stelle verlassen würde, würde dieser es auch nur in Erwägung ziehen in so zu nennen.
„Wie nennt er dich denn sonst? Und steh still, ich kann so nicht arbeiten!“, letzteres befehle ich, da Jason die ganze Zeit vor Lachen herumzappelt und ich nicht richtig an seinen Brustkorb rankomme, wenn er sich ständig nach vorne beugt vor Lachbauchschmerzen.
Jason, mein lieber, barmherziger Freund, beruhigt sich tatsächlich ein wenig und hört auf lautstark zu Lachen und minimiert seine Belustigung auf ein Kichern. Wenige Sekunden nachdem er sein Lachen gebändigt hat, ist auch das Kichern verschwunden und er sieht sich in der Lage mir meine Frage zu beantworten.
„Er nennt mich im Bett gerne `Daddy´.“, selbst wenn er das scheinbar nicht ernsthaft kann. (Außer es ist die Wahrheit und wenn dass der Fall ist, dann will ich es nicht wissen.)
„Idiot.“, murre ich, grinse dabei allerdings und messe noch seine Arme ab.
Die letzten Minuten meiner Messarbeit verbringen wir beinahe stumm, nur einzelne Aufforderungen wie „umdrehen“ oder „Arme hoch“ verlassen meine Lippen, die Jason schweigend befolgt. Das ist wohl auch der Grund weswegen wir so schnell fertig sind. Innerlich klopfe ich mir auf die Schulter als ich mir Jasons Maße noch einmal auf einem Blatt Papier ansehe und daran denke, dass wir das alles im Zeitraum einer Stunde geschafft haben. Normalerweise dauert das Ganze bei uns „etwas“ länger, da wir die Blödeleien einfach nicht lassen können.
Dabei fällt mir das Gesprächsthema ein, dass Jason und ich vor unserem Spielchen angeschnitten haben. Mir entkommt ein leises Lachen bei der Erinnerung an Jasons Gesicht, als ich ihm erzählt habe, dass Lara und ich uns entschieden haben ein Baby zu bekommen. Eigentlich wollte ich ihm neben dieser Neuigkeit noch eine weitere erzählen, aber dann sind wir in unser Spiel verfallen und ich konnte das Thema danach irgendwie nicht mehr anschneiden. Dabei habe ich Lara versprochen es heute noch zu erledigen.
„Versprochen ist versprochen!“, belehrt mich die Stimme in mir, die immer unnötige Kommentare macht die keinen interessieren. Vielleicht ist das mein Gewissen? Na ja, jedenfalls werde ich ausnahmsweise darauf hören.
„J?“, mache ich auf mich aufmerksam, während Jason sich seinen Mantel anzieht.
„Mhm?“
„Was würdest du davon halten, wenn dich jemand anders so nennt?“
Natürlich kommt Jason nicht mit und sieht mich wieder an als sei ich das Marsmännchen das ich vorhin bereits erwähnt habe.
„Wie nennen?“
„Daddy.“
Die Hoffnung, dass Jason die Verbindung von „Daddy“ zu „jemand anders“ versteht, stirbt in dem Moment in dem sein Blick sich dahingehend verändert, dass man meinen könnte das Marsmännchen tanzt jetzt auch noch Tango. Trotzdem leite ich lebenserhaltende Maßnahmen für meine Hoffnung ein und stelle diese erst nach einigen Sekunden ein, in denen sich an Jasons Gesichtsausdruck nichts ändert.
„Jason, ich frage dich gerade ob DU der DADDY für Lara´s und mein Baby sein willst.“
JA! JETZT hat er es verstanden. Woran ich das feststellen kann? Nun, seine Augen werden mit jedem Augenblick der vergeht immer größer und sein Kiefer wandert in Richtung Boden, was in einer Situation wie dieser darauf hinweist, dass die Betroffene Person verstanden hat, um was man sie gerade bittet.
„I-Ich?“, stottert er und zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich meinen besten Freund völlig sprachlos.
„Ja, d-du. Wer sonst? Du bist mein bester Freund, einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben und es würde mir und Lara sehr viel bedeuten, wenn du uns dabei helfen würdest eine Familie zu gründen.“
Gerade als ich langsam in Fahrt komme und mich fühle als könnte ich Jason noch stundenlang so zutexten, von wegen er ist uns wichtig, wie lieben ihn und er wäre sicher ein toller Vater, da höre ich einen dumpfen Aufprall, der sich in meiner unmittelbaren Umgebung zugetragen haben muss. Erschrocken drehe ich mich um, nur um fest zu stellen, dass Jason spontan beschlossen hat in Ohnmacht zu fallen. Wie... filmreif...
Stunden später, nachdem ich Jason von einem Krankenwagen holen ließ, nur um zwei Stunden später wieder mit ihm nach Hause zu fahren, da es scheinbar nur eine Schockreaktion von ihm gewesen ist (oder was auch immer der Arzt für eine Begründung hatte, ich konnte nicht richtig hin hören, da ich zu beschäftigt war mit der Krankenschwester die sich rührend um Jason und mich, die ja immerhin beinahe ihren besten Freund verloren hätte, kümmerte), sitzen ich und Jason auf seinem Bett und sprechen leise miteinander über die Geschehnisse des Tages.
„Und ihr seid euch ganz sicher, dass ihr mich haben wollt?“, fragt er mich zum wohl hundertsten Mal. Ich bejahe seine Frage wieder und sage ihm ein ums andere Mal, dass für Lara und mich kein anderer in Frage kommt.
„Warum geht ihr nicht zur Samenbank?“
„Weil wir wollen, dass unser Kind einen Vater hat. Es wird wissen wollen, wer sein Erzeuger ist und wir wollen ihm dann sagen können, dass du das bist.“
„Du weißt schon, was es heißt, wenn ich euch tatsächlich dabei helfe ein Kind zu bekommen?“
„Natürlich. Du bist der Vater, Jason. Das wird dir niemand wegnehmen. Du kannst das Kind besuchen, kannst es auch hier und da über Nacht bei dir haben. Dave würde sich sicher freuen wenn er einen kleinen Jason in seiner Nähe hätte.“
„Meinst du?“
Jason sieht ein wenig fertig aus, seine Haare stehen zu allen Seiten von seinem Kopf ab und sein Gesichtsausdruck sieht müde aus. Diese ganze „in Ohmacht fallen“-Sache hat ein wenig an ihm gezehrt, das sieht man, aber dennoch scheint er zu strahlen. Vermutlich kann er sein Glück noch gar nicht fassen. Ich weiß, dass er sehr gerne Vater werden würde und jetzt, da Lara und ich die Möglichkeit haben ihm diese Freude zu bereiten, die uns selbst noch dazu einige Vorteile bringt, rückt diese Möglichkeit in greifbare Nähe. Etwas, das Jason vor Tagen noch für unmöglich gehalten hätte.
„Natürlich. Wenn Lara und ich uns schon freuen, was soll er dann sagen? Der wird vor Freude aus der Haut fahren!“
Ermutigend lege ich eine Hand auf Jasons Schulter.
„Weißt du noch, letztes Jahr, als du und Dave uns beim Umzug geholfen habt?“, Jason nickt auf meine Frage hin. „Da hab ich mir gedacht, dass alles gut wird. Und das gleiche Gefühl habe ich jetzt. Alles wird gut. Wir können das schaffen. Zu viert. Du, ich, Lara und Dave.”
Daraufhin lächelt Jason sanft und lehnt seinen Kopf an meine Schulter.
„Ich muss noch mit Dave darüber sprechen, okay? Dann kann ich dir sagen wie ich mich entscheide.“
„Ist gut.“
„Aber, Carry…“
„Ja?“
“Merk dir eines.”
“Was denn?”
„Alles wird gut.“
tbc
thati
@the dark angel: Ich mag Yoda-Jason. Sollte ihm mal so ein Outfit auf den Leib schreiben. XD
@PennyDreadful: Gut, ich habe die Tische ausgebesssert. -_- Danke für den Hinweis, im Nachhinein hätte ich mich für diesen dummen Fehler am liebsten erschlagen...
Du entführst Lara übrigens nicht! Ansonsten schneide ich ihr ne Glatze!
Hm... das mit dem Essen könnte nach hinten los gehen. Immerhin hätte sie dann mehr, dass sie kotzen könnte. ^^
@DannySidle: Das wäre eine Idee! Beide werden schwanger! XD
Ich finde, dass es nicht allzu wichtig ist wer den männlichen und wer den weiblichen Part übernimmt, da die beiden in erster Linie Frauen sind und in jeder Hinsicht gleichgestellt sind/sein sollten.
Ich hätte es lieber wenn die beiden sich in diesen Rollen eher abwechseln, auch wenn ich finde, dass Lara eher der Mann ist, was ja nicht gleich heißt, dass sie nicht schwanger werden sollte.
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