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The Next Step To Total Happiness
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von thatisntme    erstellt: 05.09.2008    letztes Update: 13.11.2009    Romanze / P16 Slash     39 Reviews
Halli, Hallo! Da bin ich wieder! Ich weiß, ich habe gesagt, die Fortsetzung wird sicher zwei Monate nach Ende von TGIL kommen, aber... ich habs einfach nicht ausgehalten! Viel Spaß beim lesen!

Im übrigen: Für die, die "The Girl I Love" nicht gelesen haben, könnte einiges in der Geschichte nicht ganz verständlich sein, also wäre es fast am besten wenn ihr vorher "The Girl I Love" lest.

eure Thati



The Woman I Love


Chapter 1: The Next Step To Total Happiness


„J? Kannst du mir kurz mit der Matratze helfen?“
Guten Tag, meine Damen und Herren, darf ich vorstellen? Ja, sicher darf ich das, nicht wahr?
Also, ich bin Carry Martins, meines Zeichens Designerin in New York und derzeit einer der glücklichsten Menschen auf diesem, von uns niederen Kreaturen bewohnten, Planeten Erde. Gründe dafür gibt es genügend, aber im Moment dürfte die Tatsache, dass ich gerade Kisten und Wandschränke schleppend und hechelnd mit meiner Lebensabschnittspartnerin (klingt das nicht wundervoll?) Lara, meinem besten Freund Jason und dessen Freund Dave das kleine, gemütliche Reihenhaus, dass sich Lara und ich gekauft haben, einräumen.
„Ja, ja, warte kurz, ich bring noch kurz den Fernseher rein!“
Auch jetzt noch, trotz des Schmerzes der sich in meinen Armen ausbreitet, bei dem Versuch die Matratze die für unser Doppelbett gedacht ist nicht einfach fallen zu lassen, vergeht das Gefühl des absoluten Glücks nicht. Immerhin ziehe ich mit meiner Traumfrau zusammen, da kann mir das Abreißen meiner Arme nichts anhaben!
Wo ich gerade an meine Traumfrau denke, da eilt sie mir auch schon zur Hilfe und hilft mir damit die Matratze ins Haus zu schaffen.
„Ich kann doch nicht riskieren, dass du bei einem Unfall mit dem Ding ums Leben kommst.“, scherzt Lara und hüpft ein wenig auf und ab, als hätte sie zu viel Coca Cola intervenös eingeflößt bekommen. Es freut mich sie so zu sehen. Normalerweise ist sie diejenige von uns beiden die sich erwachsen gibt. Die Vernünftige eben. Aber heute schwebt selbst sie zwischen rosa Wolken dahin und kann sich Teeniegehabe nicht verkneifen.
„Und was würden wir auch ohne Matratze im Haus machen?“
„Euer Sexleben auf den Teppich im Wohnzimmer verlegen.“, antwortet Jason, der im Türrahmen des Hauseingangs steht, während wir versuchen dieses Ungetüm von einer Schlafmöglichkeit in unser Heim zu schaffen.
Mit einem Grinsen erwidere ich, dass wir das bereits hinter uns hätten. (Das war vor genau einer Woche und zwei Tagen und, ja, ich schreibe mir das allen Ernstes auf. Ich habe mir mittlerweile neben einem schwarzen Buch für meine Feinde auch ein rotes für meine kleinen Abenteuerchen mit Lara zugelegt. Wenn ich dann alt und verkalkt bin kann ich wenigstens in Erinnerungen an meine blühende Jugend schwelgen.)
Okay, Okay, einige mögen im Moment nur „Bahnhof“ verstehen, deswegen sollte ich vielleicht erzählen was das alles überhaupt soll. Also, das ganze hat vor über zwei Jahren angefangen um aber nicht alles bis ins kleinste, verdammte Detail erzählen zu müssen kommt hier nur die Kurzversion von den Geschehnissen in dieser Zeit. Begonnen hat es schon lange bevor, ich Lara begegnet bin. Damals war ich in eines meiner Models verliebt. Sie hieß Maria, aber der Einfachheit halber nennen wir sie M. Lara ist L, Jason J und Dave D.
Gut. Ich war also in M verknallt, jahrelang. Es war sinnlos, ich traf L, verliebte mich, M war vergessen. Ich ging L einmal fremd und zwar mit M. Irgendwann davor hat J etwas mit D angefangen und seitdem sind die beiden glücklich. Eine zeitlang versuchte ich mit M zusammen zu sein, wir passten nicht zusammen, ich entschied mich bei L zu bleiben. Sie vergab mir und dann waren wir endlich glücklich zusammen, ohne irgendjemanden der dazwischenfunken wollte.
Das ist der Stand der Dinge seit 11 Monaten. Er hat sich bis heute nicht wirklich verändert, außer, dass ich Lara gefragt habe, ob sie mit mir zusammenziehen will. Sozusagen als nächsten logischen Schritt zum absoluten Glück.
Ich habe natürlich alles geplant, beinahe als ob ich ihr einen Antrag machen wollte aber wenn ich in Nachhinein darüber nachdenke war der ganze Abend eine einzige Blamage für mich. Begonnen hat es ganz harmlos indem ich Lara zum Essen eingeladen habe in einem weiß-Gott-wie-viele-Sterne Restaurant. Ab da ging es dann aber bergab. Ich hatte nämlich keine Ahnung von solch noblen Restaurants, geschweige denn wusste ich was über die Etikette bei Tisch.
Mein ganzes Leben lang habe ich solch schicke Dinners gemieden und wenn ich einmal wirklich nicht drum herum kam habe ich einfach Jason mitgenommen, der mir immer vormachte was ich tun sollte und ich habe es ihm nachgemacht in der Hoffnung, dass er weiß was er da tut. Bis jetzt bin ich ganz gut mit dieser Methode gefahren.
Nicht an diesem Tag, da Jason ja nicht da war. Ich hatte keine Ahnung was ich mit dieser Stoffserviette machen sollte, die auf dem Tisch lag, bis Lara sie auf ihren Schoß legte. Ich wusste nicht welche Gabel ich zuerst nehmen sollte und habe (wie Lara mir später erklärte) die Hauptspeisengabel für die Vorspeiße genommen, die Dessertgabel und das Dessertmesser für die Hauptspeise und so ging es halt den ganzen Abend dahin. Nebenbei hab ich mir noch Soße und Wein über meine weiße Bluse geschüttet und den Kellner mit meinen Fragen belustigt. (Es standen nur so blöde französische Sachen auf der Karte, die ich nicht mal aussprechen konnte, wie sollte ich da dann wissen, ob ich mir nicht gerade Schnecken mit Krötenschleim bestellte? Also habe ich den Kellner gefragt, der ab der fünften Frage sein Lachen beinahe nicht mehr zurückhalten konnte.)
Die Moral von der Geschichte ist, dass nichts so verlaufen ist, wie ich es gerne gehabt hätte. Es war nicht wirklich romantisch, ich hab mich wieder mal lächerlich gemacht und Lara hat sich innerlich sicher tot gelacht. Na ja, dann hatte sie wenigstens ihren Spaß.
Die Blamage, im Restaurant vor ihr auf die Knie zu gehen und sie ums Zusammenziehen zu bitten, tat ich mir letzten Endes nicht an. Nein, damit wartete ich auf den Nach-Hause-Weg. Natürlich (wie sollte es auch anders sein, in meinem chaotischen, völlig merkwürdigen Leben) trat ich in eine knöcheltiefe Pfütze die kurz vor Laras Auto auf mich gelauert hatte. Ich war bereits kurz davor das alles als ein Zeichen Gottes anzusehen und Lara ein anderes Mal zu fragen, vielleicht zu einem Zeitpunkt an dem es auch dem Typen da oben genehm ist, aber dann stellte Lara die Frage, die sie im Grunde immer stellt, wenn wir von einer Verabredung wieder nach Hause fahren.
„Zu dir, oder zu mir?“
Ich hab sie nur doof angestarrt, während sie bereits in den Jeep einstieg. Da stand ich nun mit einem nassen Hosenbein, einigen Flecken auf der Bluse und bis auf die Knochen durchblamiert. Wie sollte ich den in dem Zustand Lara fragen, ob sie mit mir zusammen ziehen will? Aber die Gelegenheit war perfekt! Ich schluckte also jeglichen Gedanken an all die Gründe die Lara im Moment hätte um abzulehnen hinunter und öffnete todesmutig die Autotür und setze mich auf den Beifahrersitz.
„Wäre es… nicht schön, wenn wir einfach `nach Hause´ fahren könnten?“
Lara sah mich daraufhin a, als wäre mir soeben ein zweiter Kopf oder ein drittes Auge gewachsen. Es bedurfte wohl eingehender Erklärung, um ihr klar zu machen, was ich überhaupt von ihr wollte.
„Du weißt schon. Ein Apartment… oder ein Haus, wo wir beide… wohnen.“
Ich konnte regelrecht sehen wie es bei Lara „Klick“ machte und sich ihr Blick von vollkommen verwirrt zu schlichtweg überrascht wandelte.
„Oh. Du meinst… Ein gemeinsames zu Hause?“
Auf Lara Frage hin nickte ich, versuchte allerdings ihren Blicken auszuweichen. Ihre Reaktion war nicht gerade die, die ich mir erhofft hatte. In meiner Fantasie hatte das alles so einfach ausgesehen. Da wäre ich mit Lara essen gegangen, wir hätten einen schönen Abend miteinander verbracht und nach dem Dessert hätte ich sie gefragt, ob sie mit mir zusammenziehen will. Sie hätte laut „Ja!“ gebrüllt und wäre mir vor Freude um den Hals gefallen. In jenem Moment sah es aber nicht so aus, als würde sie an besagtem Abend überhaupt noch in die Nähe meines Halses kommen.
Am liebsten wäre ich weg gerannt. Hätte mir einen gefälschten Pass gekauft und wäre nach Mexiko abgehauen. Die Zeit war leider zu knapp um meinen ausgeklügelten Plan durchzuführen, da Lara mich wieder etwas fragte.
„Willst du mich etwa fragen, ob ich mit dir zusammenziehen will?“
Wieder nickte ich bloß. Scheint meine neue Lieblingsbewegung sein. In diesem Moment passierte jedenfalls das erste Mal an diesem gottverdammten Abend etwas Tolles. Ach, was sag ich, etwas unglaublich schönes passierte!
Lara lächelte breit und meinte, dass sie gerne mit mir zusammen leben würde. Danach waren 10 Minuten kuscheln und knutschen angesagt, gefolgt von einer rasanten Autofahrt zu mir und einer Nacht, die ich für immer als „Einzugsantragsnacht“ bezeichnen werde.

Gut, so sind wir also zu diesem Umzug gekommen. Obwohl es einfacher klingt, als es tatsächlich war. Lara und ich diskutierten stundenlang ob wir ein Haus oder ein Apartment nehmen sollten, welche Möbel wir wollten, wie viele Zimmer wir bräuchten, wo wir wohnen wollten, etc. etc.
Es war anstrengend und ich will es nie wieder machen. Weder dieses ganze Diskutieren noch dieses Umzugsgeschleppe. (Jason wurde von mir bereits unter Morddrohungen zu einem Eid gezwungen, dass er mich nie wieder für einen Umzug einspannt. Zwei Umzüge innerhalb eines Jahres sind GENUG!)
Alleine Laras unzählige Bücher waren eine Herausforderung, von meinem ganzen Weihnachtskram ganz zu schweigen! (Wenn ich so daran denke… Dieses Jahr kann ich dann zum ersten Mal ein Rentier in den kleinen Garten vor dem Haus stellen.)
Nach einer Woche Urlaub, die mit dem Einrichten unseres Eigenheimes zugebracht wurde, sind wir endlich so weit. Wir müssen nur noch ein paar Sachen in unser Haus schaffen und wir haben es geschafft. Dann können wir die erste Nacht in unserem vollständig möblierten Eigenheim verbringen. Beim Gedanken daran beginne ich immer verträumt zu grinsen und male mir alle möglichen Ereignisse aus, die wir hier erleben werden. Ich werde dann immer handlungsunfähig, weil ich so sehr mit glücklich sein beschäftigt bin. Genauso wie jetzt, als Lara meinen Namen ruft um mich aus meinen Tranceähnlichen Zustand zu holen.
„Ich weiß, Sex auf dem Teppich klingt verlockend, aber ich würde gerne endlich in unserem Bett schlafen!“
Laras Worte ernten lautes Gelächter von Jason, was mich auch in sekundenschnelle zurück in die Realität holt. Diese Lache ist einfach grauenhaft. Der einzige der sie gerne hört und auch der Meinung ist, dass sie „süß“ klingt, ist Dave. (Aber der denkt sogar, dass es niedlich ist, wenn Jason sich die Fingernägel schneidet, also kann man auf seine Meinung nicht viel Wert legen, wenn es um Jason geht.)
„Tut mir Leid, ich war kurz nicht ganz bei der Sache.“, murmele ich und fahre damit fort Lara beim Tragen der Matratze zu helfen.

Geschafft! Endlich sind wir fertig geworden. Jason und Dave haben sich auch gerade verabschiedet und jetzt haben Lara und ich endlich unsere Ruhe. Keine dreckigen Witze von Jason, kein Dave der fragt wo er das und das hinstellen soll und vor allem keine Möbel mehr, die irgendwohin geschleppt werden müssen. Erschöpft und glücklich haben Lara und ich uns auf unser riesiges Himmelbett gelegt um uns auszuruhen. (Um dieses Bett haben wir uns ganz schön gestritten, da ich weiterhin ein Wasserbett haben wollte, Lara es aber schon immer gehasst hat. Am Ende habe ich aufgegeben und nun muss ich mich an die durchaus weiche, aber eben unverformbare Matratze gewöhnen. Was ich nicht alles für Lara tue…)
So liegen wir jetzt also nebeneinander, grinsen uns wie die größten Idioten an und halten Händchen.
Ehrlich gesagt, hätte mir vor zwei Jahren jemand erzählt, dass ich glücklich werden könnte mit einer anderen Frau als Maria, dann hätte ich ihn ausgelacht. Hätte er dann noch ein „Du wirst sogar mit dieser anderen Frau zusammenziehen“ draufgelegt, dann hätte ich ihn in die Psychiatrie einliefern lassen. Jetzt ist es aber passiert. Ich müsste diesen armen Menschen spätestens jetzt wieder rausholen und mich bei ihm hunderte Male entschuldigen.
Zum Glück hat keiner je so etwas behauptet. (Es hat wohl auch keiner, von denen die Bescheid über meine Abhängigkeit von Maria wussten, damit gerechnet, dass ich jemals eine andere als sie auch nur in Betracht ziehen würde.)
„Hab ich dir heute schon einmal gesagt, wie sehr ich dich liebe, Kleine?“
„Ja, das hast du.“ Aber ich höre es immer wieder gerne. Sag es doch noch mal. Und danach noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal…
„Ist es schlimm, wenn ich mich wiederhole?“
„Nein. Nicht, solange du so etwas sagst.“
Ich weiß, dass das alles sehr schmalzig klingt, aber ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als gemeinsam mit Lara schmalzig zu klingen.
„Ich liebe dich auch, Lara.“, erwidere ich Laras Liebeserklärung nach einigen Momenten der Stille. Lara schenkt mir dafür ein bezauberndes Lächeln und ich fühle mich wieder wie zu Beginn unserer Beziehung, als mir ständig Schmetterlinge durch den Bauch flatterten, wenn ich auch nur an Lara dachte. (Ja, natürlich klinge ich als hätte ich gerade erst mein vierzehntes Lebensjahr vollendet, aber wenn stört das? Immerhin hab ich Lara, da darf ich mir kitschige Gedanken aus dem Tagebuch eines Teenagers erlauben.)
Lara nimmt mich ganz sachte in die Arme, eine mittlerweile sehr vertraute Berührung für mich. Ohne zu zögern erwidere ich ihre Umarmung und genieße die Wärme ihres Körpers. So schlafe ich in ihren Armen ein und als ich am nächsten Morgen in derselben Position aufwache denke ich bei mir: „Es gibt nichts schöneres auf dieser Welt, als das hier.“

tbc

thati

PS: Ich hoffe es hat euch gefallen! In etwa einer Woche kommt dann das nächste Kapitel.
 
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