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Geschichte: Fanfiktion
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von Pandora02
erstellt: 01.09.2008
letztes Update: 23.10.2008
Geschichte, Humor / P18 Slash
(fertiggestellt)
Könnt ihr euch Lex in Frauenklamotten vorstellen? Also, ich kann es seeeehr gut, insbesondere seit ich die Filme „Sweet November“ und „Sorority Boys“ gesehen habe, in denen sich Michael Rosenbaum verdammt überzeugend weiblich gibt! *lol*
Clark als Stilberater in Modesachen… da hört’s mit meiner Vorstellungskraft auch schon auf. Bzw. es kommt so was dabei raus, wie das Folgende. Nur ein kurzes Kapitel, aber dafür kommt das dritte schon bald nach.
LG
~ ~ o ~ ~
Kapitel 2: In welchem ungewohnte Kleidung anprobiert wird.
Etwa sechseinhalb Minuten lang dozierte Lex über die Sinnlosigkeit des ganzen Unterfangens, während Clark vor ihm auf dem Boden kniete und eifrig konzentriert seiner Arbeit nachging.
“Clark? Hörst du mir überhaupt zu?”
„Hmm, sicher, Lex.“ Clark nuschelte ein wenig, denn er wollte das, was er in seinem Mund hatte, nicht fallen lassen. Seine Stimme verriet, dass er nicht ein Wort von Lex’ Rede mitbekommen hatte.
Dieser fuhr indessen ungerührt fort: „Folgendes: Ich bin schwanger und werde in drei Monaten unseren Sohn zur Welt bringen.“
„Hm-mm.“ Wohlwollende Zurkenntnisnahme.
„Er kommuniziert telepathisch mit mir und sagt, wenn du schon nicht die Weltherrschaft übernehmen willst, wird er es tun.“
Keine Reaktion. Clark war mit allen Sinnen in seine Beschäftigung vertieft.
„Er hat vier Arme, sechs Augen und, halt dich fest, Clark, er hat zwei -- „
„Hmmpf?“ Clark blinzelte und stoppte irritiert mitten in der Bewegung, um zu Lex aufzusehen.
„Hab ich jetzt deine Aufmerksamkeit, Mister Kent?“
„Hast du die nicht immer?“, fragte Clark, nachdem er die Nadeln aus seinem Mund in die Hand gespuckt hatte. Sein Tonfall erinnerte Lex an eine geduldige Ehefrau aus Hollywoods Schwarzweißfilmen. Es fehlte nur das ‚Schatz’ oder ‚Liebling’ am Ende.
„Gegenfrage: Erinnerst du dich daran, was ich dir über unseren Sohn erzählt habe?“
„Unseren WAS?!“
„Siehst du.“ Lex seufzte resigniert und triumphierend zugleich. „Vergiss es. Ich wollte nur festhalten, dass du dir die Perücke abschminken kannst. Das hier ist genug Maskerade.“
„Maskerade? Das soll eigentlich realistisch wirken.“
„Du hast keine Ahnung von Frauen, Clark.“
„Ach, aber du?“
„Nun...“ Lex brach wohlweislich rechtzeitig ab.
Clark lehnte sich auf seine Fersen zurück und sah zu dem ungewohnt hell angezogenen Mann vor ihm auf. „Was passt dir an dem Outfit nicht?“
„Kurz gesagt, alles.“
„Lex!“
„Was? Soll ich dich etwa schonen? Das hilft uns auch nicht weiter. Wenn du dir so vorstellen kannst, mit Lana zu reden, bitte, meinetwegen.“ Er breitete die Arme aus, um Clarks Aufmerksamkeit auf das Ergebnis seiner Arbeit zu richten.
Resignierend legte Clark das Kästchen mit den Nadeln auf den Boden und erhob sich, um einen Schritt zurückzutreten. Er betrachtete Lex von oben bis unten, der weiterhin mit ironischem Blick posierte, und sich nun sogar langsam um die eigene Achse drehte. Das Outfit stammte aus verschiedenen Quellen, von denen Clark auch unter Folter keine preisgeben würde.
Ein prüfender Blick befand das eng anliegende hellblaue T-Shirt für perfekt. Gut, es war verwaschen, aber schließlich hatte es jahrelang auf dem Dachboden gelegen, zwischen all den Sachen, die Martha Kent für die Altkleidersammlung aufbewahrte. Die weiße Strickjacke darüber war zugegebenermaßen einige Nummern zu klein, aber das machte nichts, wenn man sie vorn offen ließ. Was zusätzlich die beiden Sockenpaare unter dem T-Shirt zur Geltung brachte. Außerdem sorgte die Jacke für Authentizität, da sie tatsächlich Lana gehörte. Sie hatte sie einige Tage zuvor in seinem Loft liegen lassen. Eine Tatsache, die er Lex nicht unbedingt auf die Nase binden wollte.
Eine passende weibliche Bekleidung für Lex’ untere Körperhälfte zu finden, war eine größere Herausforderung gewesen. Auch wenn Lana häufig Hosen trug, wollte er Lex unbedingt in einem Rock sehen. (Aus rein persönlichen, unschuldigen, neugierigen und absolut niederträchtigen Gründen.) Nur, woher einen Rock nehmen? Im Kleidersack seiner Mom war jedenfalls keiner zu finden, der halbwegs in Frage gekommen wäre. Er hatte darüber nachgedacht, sich etwas von Chloe oder Lana zu ‚borgen’, wobei die Überlegung, ob Lex’ schmale Hüften für einen Rock der Mädchen schmal genug wären, ihn kurzfristig abgelenkt hatte. Letztlich entschied er sich dagegen, weil er keinen Einbruch bei den Sullivans riskieren wollte. Und da es relativ unwahrscheinlich war, dass Lana auch einen Rock bei ihm vergessen würde (ein Gedanke, bei dem Clark beinahe hysterisch gekichert hatte), mussten Alternativen her.
Diese kreuzten am frühen Nachmittag in Form einer strategisch günstig platzierten Wäscheleine seinen Weg. Seine übliche Gemüseauslieferungstour führte ihn auch zu den Freemans, wo ihn anstelle von Mrs. Freeman am Gartentor ein Zettel mit der Anweisung, wo er das Gemüse unterstellen sollte, begrüßte. Ein Blick auf die zum Trocknen aufgehängte Wäsche machte Clark kurzerhand zum Schwerverbrecher. So fühlte er sich wenigstens. Auch wenn er den Rock am nächsten Tag unauffällig zurückgeben wollte.
Zu guter Letzt hatte er bei Fordman’s mit klopfendem Herzen eine weiße Seidenstrumpfhose gekauft, die nun Lex’ schlanke Beine umschmeichelte. Sie war sehr... nun, weiß. Jetzt, da er sie angezogen sah, war er gewillt, leichte Fehler in seinem Sinn für Mode zuzugeben.
Er hob den Blick. Bemerkte dabei den mehr oder weniger auf Knieniveau dilettantisch hochgesteckten Saum des zartrosa Rockes. Konnte es sein, dass er ein wenig zu voreilig an die Sache herangegangen war?
Lex sagte immer noch kein Wort. Er hatte die Hände in die Hüften gestemmt und sah ihn einfach nur an. Er sah lächerlich aus. Das musste Clark leider zugeben. Er schluckte, als er Lex’ Augen begegnete. Er hatte recht gehabt. Lex hatte immer Recht. Clark konnte nur die Schultern heben und hoffen, dass sein entschuldigendes Grinsen ausreichte, um ihn vor dem Zorn eines Luthors zu schützen.
„Also, das T-Shirt steht dir gut, finde ich...“
„Ein Vorschlag, Clark: Wir versuchen das Ganze noch mal in realistisch. Ich bestimme mein Outfit, ich finde einen passenden Ort, und wir sehen, wie wir zurechtkommen. OK? Hast du morgen Abend Zeit?“
„Ja... ich denke schon.“ Glück gehabt, kein zorniger Luthor.
„Gut, dann schlage ich vor, du lässt mich jetzt allein, damit ich alles vorbereiten kann, und holst mich morgen um sechs ab. Nein, warte, ich hole dich ab. Und sag deinen Eltern, du bist den ganzen Abend lang weg.“
„Lex? Hast du Zeit für so was? Ich meine, du heiratest schließlich in zwei Tagen.“
„Ich habe beschlossen, morgen meinen Junggesellenabschied zu feiern. Mit dir.“
„Ähm... OK... klar, warum nicht?“
tbc.
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