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von Fairy Queen
erstellt: 28.08.2008
letztes Update: 28.08.2008
Geschichte, Drama / P12
(fertiggestellt)
„Sei es wie es sei, ich finde einfach, dass sie, was Hochzeitskleider angeht, unschlagbar ist.“, verkündete Charlotte, sehr zum Missfallen von Carrie und Miranda. „Oder, Sam? Was sagst du dazu?“
Erschrocken zuckte Samantha zusammen. „Ganz toll, Schätzchen…“, murmelte sie. „Bin voll deiner Meinung…“
Miranda seufzte. „Okay, wer ist es?“ Samantha runzelte die Stirn. „Was?“
Carrie und Charlotte wechselten vielsagende Blicke. „Wenn du nicht mal bei Vivien Westwood wach wirst, steckt doch bestimmt ein Kerl dahinter. Und so wie ich dich kenne, wirst du jetzt gleich mit allen Details rausrücken. Also sag schon, wie heißt er?"
Samantha runzelte die Stirn. "Woher soll ich das denn wissen?", erwiderte sie. "John... Jim... James... Irgendein Allerweltsname eben..."
Charlotte stieß einen leisen Seufzer aus, Carrie jedoch konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Samantha Jones wie wir sie kennen und lieben."
Ring... Ring... Ring...
Müde tastete Carrie nach dem Telefon. "Wer auch immer dran ist, soll sich eine Uhr zulegen...", murmelte sie.
"Ich bin schwanger!"
"Wer ist da?"
"Die Frau, die dir den Rest deines Lebens zur Hölle machen wird, wenn du nicht innerhalb von zehn Minuten vor meiner Tür stehst!"
Carrie seufzte. "Sam... Jetzt beruhig dich erstmal..." Ein Schnauben war am anderen Ende der Leitung zu vernehmen. Müde richtete Carrie sich auf. "Schön, ich komme..." Sie legte das Telefon zurück auf den Nachttisch und verließ das Bett.
"Also, was ist passiert?", fragte Carrie, während sie es sich neben Samantha auf der Couch bequem machte. Die Panik im Blick ihrer Freundin war nicht zu übersehen. "Hab ich dir doch schon gesagt!", rief sie. "Ich bin schwanger, verdammt!"
"Wer ist der Vater?"
"Keine Ahnung! Carrie, das ist eine Katastrophe!"
Carrie schloss für einen kuren Moment die Augen. "Und was willst du jetzt tun?", fragte sie.
"Na was wohl?! Ich mach mir morgen einen Termin bei meiner Ärztin!", entgegnete Samantha. Carrie biss sich auf die Unterlippe. "Sam... Bist du dir sicher, dass du das tun willst?"
"Natürlich! Ich kann doch kein Balg gebrauchen, das mir meine Karriere versaut!"
"Aber vielleicht bereust du es später..."
"Gott, Carrie, du hörst dich schon an wie Charlotte... Was sollte ich denn bereuen? Ich bin nicht der Typ für Kinder, das weißt du genau so gut wie ich."
Carrie seufzte. "Soll ich dich zum Arzt begleiten?", fragte sie. Samantha schüttelte den Kopf. "Danke, Schätzchen, aber das muss ich alleine durchstehen..." Sie quetschte ein Lächeln hervor. "Und jetzt geh schlafen, du siehst furchtbar aus..."
"Mädchen, ich muss euch was sagen..." Seufzend, mit einem melancholischen Gesichtsausdruck ließ Samantha sich auf den letzten freien Stuhl im Restaurant sinken. Miranda hob eine Augenbraue. "So deprimiert? Hast du einen Freund, der im Bett nichts taugt?"
Kopfschütteln. Charlotte legte mitfühlend eine Hand auf Samanthas Arm. "Was ist denn los?", fragte sie leise.
"Wir bekommen Nachwuchs..."
Charlotte begann zu quietschen. "Das ist ja toll!"
Samantha zwang sich zu einem Lächeln. "Achja?", sie stieß einen weiteren Seufzer aus. "Carrie? Miranda? Was sagt ihr dazu?"
Carrie sah ihr tief in die Augen. "Heißt das, du behältst es?"
Nicken. Nun zeichnete sich auch auf ihrem Gesicht ein Lächeln ab. "Du tust das Richtige..."
"Sehen Sie, Miss Jones?", die Ärztin deutete mit dem Finger auf den Bildschirm des Ultraschallmonitors. "Das ist Ihr Baby..."
Samantha biss sich auf die Unterlippe. "Ich... ich kann auf solchen Bildern nie etwas erkennen...", entgegnete sie. Charlotte, die sie zu der Untersuchung begleitet hatte, lächelte. "Sam... Du darfst ruhig weinen..."
"Was? Ich... ich wein doch gar nicht!", hastig fuhr sich Samantha über die Augen. "Ich hab nur was in die Augen bekommen."
"Süße... Das ist dein Kind... Deine kleine Tochter..."
Die Ärztin lächelte. "Ich kann Ihnen das Bild ausdrucken, wenn Sie wollen." Samantha schüttelte den Kopf. "Nicht nötig..."
Charlotte seufzte leise. "Das wäre toll...", erwiderte sie an die Ärztin gewandt. "Vielen Dank..."
"Oh mein Gott...", erschrocken legte Samantha eine Hand auf ihren Bauch. Miranda runzelte die Stirn. "Was ist denn los?"
"Mein Anhängsel will raus!"
Charlotte stemmte empört die Hände in die Hüften. "Sam! Das-"
"-ist ein Lebewesen, ja ja, ich weiß, auf jeden Fall ist es ein Ding, dessen Drang nach Freiheit mir verdammt große Bauchschmerzen bereitet!"
Carrie seufzte leise. "Ist ja gut, Leute, ihr könnt später weiter streiten, aber jetzt haben wir Wichtigeres zu tun..."
"Miss Jones? Ich habe schlechte Nachrichten für Sie..."
Erschöpft setzte sich Samantha ein kleines bisschen auf. "Worum geht es denn?", fragte sie leise.
"Um Ihr Baby... Es gab einige Komplikationen bei der Geburt..."
Samantha musste schlucken. "Es... es geht ihr doch gut... Oder?"
Die Schwester schüttelte den Kopf. "Wir werden alles versuchen, um Ihre Tochter zu retten..."
"Vielen Dank...", murmelte Samantha, noch bevor die Schwester die Tür hinter sich geschlossen hatte. Sofort schossen ihr Tränen in die Augen und sie wandte ihren Blick ab. "Tut mir Leid...", flüsterte sie, als Miranda sie vorsichtig in ihre Arme schloss, um sie zu trösten. Charlotte strich ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Süße... Es ist okay... Völlig okay... Du musst nicht stark sein..."
"Ist... ist das meine Tochter?" Ein kaum merkliches Lächeln umspielte Samanthas Lippen, als eine Ärztin ihr vorsichtig ein winziges Bündel in die Arme legte. Diese nickte lächelnd. "Unser kleines Sorgenkind... Die Nabelschnur hatte sich um ihren Hals gewickelt, sie konnte nicht atmen. Aber jetzt ist alles gut... Sie haben eine gesunde, kleine Tochter bekommen, Miss Jones."
"Danke...", flüsterte Samantha. "Vielen, vielen Dank..."
Nachdem die Ärztin den Raum verlassen hatte, strich sie ihrer Tochter zärtlich über die Wange. "Na, Kleine?"
Carrie lächelte. "Sie ist wunderschön... Genau so wie ihre Mutter... Weißt du schon einen Namen für sie?"
Samantha nickte. "Charlotte... Charlotte Rose...", sie suchte nach Charlottes Hand. "Weil du es warst, die mir gezeigt hat, dass es nicht verboten ist, sein Baby zu lieben...
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