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von audi    erstellt: 24.07.2008    letztes Update: 25.08.2008    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt)
Titel: Wird alles gut?!

Autor: audi

Raiting: 18 S

Warnings: M-Preg, Slash, Lemon, Lime

Teil: 3

Disclaimer: Ich will niemanden hiermit etwas anhängen. Tokio Hotel gehören sich selbst. Alles Fantasie.

Claimer: Mein Cover [klick], meine Idee

Zum Cover: Wer die Kinder auf dem Bild sind, weiß ich nicht. Die hab ich aus Google. Aber in diesem Zusammenhang sollen sie die Kinder von Bill und Tom darstellen.

Autorenbemerkung: Vielen Dank für eure Geduld und das ihr es zu der Fortsetzung geschafft habt. Ich hoffe, euch wird sie gefallen. Über Kommentare aller Art würde ich mich freuen und Kritiker kriegen keine Prügel.. Also raus mit der Wahrheit ;o)
Viel Spaß, audi


Bill
„Welchen Namen nehmen wir denn nun? So langsam müssen wir uns endlich entscheiden! Es sind doch nur noch 3 Wochen bis zum Geburtstermin“, seufzte Tom und legte das Namensbuch auf den Tisch, fuhr sich mit der Hand durch die Dreads und schaute mich fragend an.
„Wie wäre es mit Devin?“, warf ich in den Raum und blätterte weiter in dem Namensbuch, dass ich in den Händen hielt.
„Devin? Hört sich an wie Kevin. Ich kannte mal ein und der war ein Vollidiot“
Seufzend ließ ich das Buch sinken.
„Was hat das damit zu tun?“, ich zog meine Augenbraue empor und blickte Tom fragend an.
„Ich will keinen Vollidioten“
„Das hat doch nichts mit dem Namen zutun“
Seufzend blätterte ich weiter und las die einzelnen Namen. Matthias, Markus, Marvin…
Aber die Namen mit M fand ich nicht so schön und so blätterte ich mit großen Sprüngen weiter.
„Wie wäre es mit Iphillius?“, fragte ich scherzend.
„Iphi-WAS?“, Tom sprang auf und riss mir das Buch aus der Hand.
„Iphillius“, sagte ich so leicht wie jedes andere Wort.
„I-PHIL-I-I-PHILLI-US!”, laß Tom stotternd vor.
Lachend stand ich von der Couch auf und ging zur Balkontür, öffnete sie und ließ mich wieder zurück auf die Couch sinken.
„Na das wird lustig, wenn du ihn mal rufen musst“, scherzte ich und strich sanft über meine runde Kugel.
„Den Namen nehmen wir ganz bestimmt nicht! Wir nehmen was, dass ich aussprechen kann und kein IPHILLI-Geblubber“, brummte Tom sauer und ließ sich zurück auf seinen Sessel sinken, ergriff sein Namensbuch und schlug eine x-beliebige Seite auf.
„Wie wäre es zum Beispiel mit Thomas, hört sich doch fast an wie der Papa“, Tom blickte mich mit strahlenden Augen an.
„Das hat mit Bill doch rein gar nichts zutun“, Tom ließ sein Buch scheppernd auf den Tisch fallen und setzte sich auf.
Ein lauter Seufzer entfuhr ihm und dann erklärte er mir mit Engelsgeduld: „Ich heiße Tom“
„Ich weiß“, entgegnete ich und unterdrückte ein Lachen.
Tom ließ sich zurück sinken und schüttelte nur abwesend mit dem Kopf.
„Du, was hältst du von Alexander?“, fragte ich ihn nach einigen Minuten des Schweigens.
„So heißt doch Alex mit vollem Namen. Das ist doch langweilig“
„Daran hatte ich nicht gedacht“, gab ich zu und blätterte eine Seite weiter.
Es gab so viele aber Tausende von Namen. Wie sollte man sich da nur entscheiden? Als Melissa kam, hab ich es Gustav entscheiden lassen, damit ich ihm die Schuld geben konnte, wenn ich den Namen nicht mehr mögen würde, aber ich mag den Namen immer noch. Immerhin ist sie ja auch meine Tochter.
„Und was hältst du von Arian?“, fragte ich und lass weiter. „Oder vielleicht doch besser Adrian?“, ich blickte auf und versuchte Toms Miene zu deuten.
„Adrian Kaulitz?“, nuschelte er leise vor sich hin und stand auf.
Er lief ein paar Schritte durch das Zimmer und spielte an seinem nicht vorhandenen Bart herum. Gespannt verfolgte ich sein Nachdenken und sein Gemurmel.
„Adrian Kaulitz klingt für mich gut, oder was meinst du?“, teilte mir Tom nun endlich seine Gedanken mit.
„Adrian Kaulitz. Hört sich wirklich gut an und passt auch wohl zu Melissa. Adrian und Melissa auf eure Zimmer“, kicherte ich.
„Genau“, Tom stimmte ins Kichern ein und trat auf mich zu, beugte sich hinunter und gab mir einen Kuss.
„Also Adrian?“, fragte ich noch mal nach und Tom nickte.
Freudig legte ich meine Arme um ihn und küsste ihn intensiv, als die Wohnzimmertür aufging und Melissa hinein trat.
„Na mein Schatz“, begrüßte ich sie und ließ Tom los.
„Hallo Papas“, sie ließ sich neben mir auf die Couch sinken und musterte interessiert die Bücher.
Tom sammelte die Bücher zusammen und legte sie in den Schrank.
„Was sind das für Bücher?“, erkundigte sich Melissa interessiert und kuschelte sich an mich heran.
„Namensbücher“, antwortete Tom und ließ sich wieder auf seinen Sessel sinken.
„Wozu?“
„Wir brauchen doch ein Namen für deinen Bruder“, erklärte ich und strich ihr übers blonde Haar.
„Nennt ihn Benjamin“, schlug sie vor und ich blickte Tom an.
Wir hatten uns doch gerade einen Namen ausgedacht. Wie sollten wir ihr jetzt erklären, dass wir uns schon entschieden hatten?
„Benjamin Kaulitz hört sich doch komisch an“, meinte Tom und stand auf.
„Wie nennt ihr ihn denn?“, fragte Melissa weiter.
„Adrian“
„Der Name ist schön“, sie sprang auf und rannte durchs Wohnzimmer, sang dazu ein selbst gedichtetes Lied, was ihr wohl gerade so spontan einfiel.
Ich strich mir über meinen Bauch, da Adrian trat. Heute war er besonders wild zugange. Vermutlich würde er mal Fußballer werden, so doll wie er jetzt schon trat.
„Melissa nicht so wild, nicht dass du fällst“, ermahnte sie Tom und stellte ein Glas Wasser mit Eiswürfeln vor mir auf den Tisch.
„Danke“, sagte ich und nahm einen tiefen Schluck.
Tom schien immer genau zu wissen, worauf ich Lust hatte, selbst wenn ich es ihm nicht sagte. Dann öffnete er den Schrank und holte eine Tafel Schokolade heraus, öffnete die Packung und legte sie dazu. Genau darauf hatte ich Lust.
„Danke, mein Gedankenleser“, neckte ich ihn grinsend und brach ein Stück ab, biss genussvoll rein und ließ mir die Schokolade schmecken.
„Bitte schön“, zwinkerte mir Tom zu und ließ sich neben mich sinken.
Sanft legte er seine Hand auf meinen Bauch und betrachtete dann glücklich meinen Bauch.
„Tritt er heute doll?“, fragte Tom und ließ seine Hand über meinen Bauch gleiten.
„Ja, ich denke Adrian wird Fußballer“, kicherte ich und schob Tom ein Stück Schokolade in den Mund, das er brav kaute und schluckte.
Ich mochte es nicht, dass ich so fett war und Tom so schön schlank. Er ging zwei mal die Woche ins Fitnessstudio und ich zu den ganzen Schwangerschaftssportkursen, doch jetzt, 3 Wochen vor der Geburt, darf ich einiges nicht mehr machen, was ich sehr schade finde, aber Ruhe ist das, was ich als männliche Mutter brauche. Immerhin ist so eine Geburt mit mehr Gefahren verbunden als eine normale Geburt, aber ich freute mich darauf wieder ein kleines Baby im Haus zu haben. Dieses Mal würde ich auch nicht ganz allein dastehen und ich würde Erfahrung haben. Ich brauchte nicht alles in Büchern nachlesen und die ganze Zeit die Sorge haben, dass ich etwas falsch machen würde. Dieses Gefühl würde eher Tom haben, da er noch nie zuvor was mit Kindern zutun hatte, aber mit Melissa klappte es auch prima. Er hatte eher die Vaterrolle als ich. Meist war ich dann der liebere von uns beiden und ließ noch dies und das durchgehen, was Tom schon mit einer Strafpredigt verurteilte, aber so waren unsere Erziehungsstile unterschiedlich. Wir wollten beide das Beste für Melissa und sprachen uns auch viel ab. Keiner von uns entschied irgendetwas Wichtiges alleine.
„Schatz, ich muss gleich noch mal kurz ins Büro. Kann ich euch allein lassen?“, fragte Tom lieb und küsste mich sanft.
„Natürlich. Bin doch schon groß“
„Aber schwanger“
„Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit“, klärte ich ihn mal wieder von neuem auf und verdrehte die Augen.
„Ich weiß, aber trotzdem mach ich mir meine Sorgen, wenn ich nicht da bin und auf dich aufpassen kann“, ich küsste ihn sanft und schob ihm von der Couch.
„Ich schaff das schon. Los ab mit dir. So eher du weg bist, desto eher kannst du wieder da sein“
„Das stimmt“, er verließ das Wohnzimmer und ich hörte, wie er sich seine Schuhe im Flur anzog.
Ich stand von der Couch auf und ging in den Flur.
„Setz dich wieder. Ich bring dir alles, was du brauchen könntest und sage Melissa, dass sie sich vernünftig benehmen soll“
„Hey, das kann ich gerade noch alleine“, fuhr ich ihn schmollend an.
„Ich weiß“, er richtete sich auf und blickte mir tief in die Augen.
Seine Hände legten sich um mich und er zog mich nah an sich heran. Ich liebte Umarmungen. Ich spürte seinen kühlen Ring an meiner Haut, als er seine Hand unter mein Shirt den Rücken hochschob.
Tom hatte extra für mich eine Schwangerschaftskollektion entworfen, wobei ich ihn hier und da geholfen hatte, da ich eher wusste, wo es weit sein musste und wo es ruhig enger sein durfte. Richtige Schmuckstücke waren dabei entstanden, die ich gerne trug.
Sanft legten sich Toms Lippen auf die meine und nach einem kurzen, aber schönen Kuss lösten wir uns voneinander.
„Ich bin in einer Stunde wieder da. Wenn was ist, ich hab meinen Pager dabei“
„Okay, bis dann“
Tom verließ das Haus und ich ging zurück ins Wohnzimmer.
„Melissa, hast du Lust eine DVD zu schauen?“, rief ich laut zum Garten.
„Oh ja“, sie kam ins Haus gerannt und ließ sich auf die Couch sinken.
„Glücksbärchies, Bob der Baumeister, Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg oder Findet Nemo“, fing ich an die Titel vorzulesen.
„Ehm ich nimm Findet Nemo“, rief sie aus und patschte sich freudig in die Hände.
Grinsend legte ich die DVD ein und ließ mich neben sie auf die Couch sinken, legte meinen Arm um sie und legte meine Füße zur anderen Seite hoch.
Adrian trat ganz schon stark. Ich rieb mir über den Bauch und atmete tief ein und aus. Melissa hatte nie so viel getreten. War es ihm darin vielleicht zu eng? Ein Grinsen unterdrückend schaute ich zu meinem Bauch. Bald kommst du ja hinaus und kannst mit Findet Nemo schauen, auch wenn du davon nicht viel verstehen wirst. Bald wirst du in meinen Armen liegen und ich werde dich genauso lieb haben, wie ich Melissa lieb habe. Ich werde dich waschen, füttern, pflegen und ganz viel knuddeln.
„Papa, du hast mich doch noch lieb, oder?“, holte mich Melissa plötzlich aus meinen Gedanken.
„Natürlich mein Schatz. Wie kommst du nur auf die Idee, dass ich dich nicht mehr lieb haben könnte?“, fragte ich sie besorgt.
„Weil Adrian jetzt kommt“
„Ja, aber der ersetzt dich nicht. Der ergänzt unsere Familie nur und es ist doch klar, dass wir und vor allem ich mich freue.“
„Ich freue mich ja auch, weil ich dann bald wen zum Rutschen habe“
„Oh ich denke, das wird noch ein wenig länger dauern. Er ist dann doch noch ganz klein. Etwa genauso groß wie deine Puppen“
„Ja mit denen rutsch ich doch auch immer“
„Ich weiß, aber Adrian ist ein richtiges Kind und dafür ist es dann noch viel zu klein und gebrechlich. Er muss doch erst groß und stark werden“
„Bin ich schon groß und stark?“, fragte sie und fing an ihren Arm hochzuheben, wie Tom es oft vor dem Spiegel tat, wenn er Hanteltraining gemacht hatte.
Ich drückte an ihrem Unterarm herum und natürlich waren da nicht sonderlich viele Muskeln.
„Klar bist du stark“, antwortete ich, so wie es jeder Vater tun würde.
Melissa grinste und gab mir einen Kuss auf die Wange.
„Bist du auch stark?“, fragte sie und ich spannte den Arm an.
„Na fühl mal“, forderte ich sie auf und sie drückte herum.
„Boah bist du stark!“, rief sie erstaunt aus.
„Ja, du musst mal bei Papa fühlen. Der ist noch viel stärker“
„Der spielt ja auch immer mit den komischen, schweren Dingsbumsteilen herum“
„Bumsteilen?“, ich zog erschrocken die Augenbraue empor.
Woher hatte sie so einen Begriff?
„Ja, wie heißen die Dinger noch? Diese Dinger da, die Papa immer vor dem Spiegel hochhebt“
„Meinst du Hanteln?“, fragte ich sie nach und atmete entspannt aus.
Einen Moment lang hatte ich schon gedacht, sie käme mit den ersten Bezeichnungen von Sex an, aber das war ja zum Glück falscher Alarm gewesen. Ich wusste, dass ich sie nicht für immer von solchen Begriffen fern halten konnte, aber ich wollte, dass sie noch länger Kind bleiben konnte, als manch andere Kinder.
Sie nickte und wendete sich dann wieder dem Film zu. Ich stand auf, holte eine Haarbürste und ging meiner Lieblingsbeschäftigung nach, die ich schon seit langer Zeit hatte, dem Melissas Haare bürsten.
 
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