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Geschichte: Fanfiktion
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von lilac butterfly
erstellt: 05.07.2008
letztes Update: 13.07.2008
Geschichte, Romanze / P12
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
"Ich denke wir sollten das nicht tun. Ich meine, wir haben noch so viel Zeit. Warum sollen wir Dinge überstürzen, die wir auch in ein paar Jahren noch überdenken können?"
"Aber ich denke, es ist besser wenn wir das Ganze jetzt hinter uns bringen und nicht erst in ein paar Jahren. Wenn wir es solange hinauszögern, dann denke ich, könnten wir Probleme bekommen."
"Du redest von der ganzen Sache als wäre es etwas, was du tun musst und eigentlich garnicht willst."
"Unsinn. Es gibt nichts was ich mehr möchte. Aber das ist eine wichtige Entscheidung."
"Gerade deshalb denke ich, dass wir warten sollten."
"Aber Probleme lösen sich nicht, indem man einfach eine Weile nicht daran denkt. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen dass du es eigentlich garnicht willst."
"Ron, jetzt werd aber mal nicht albern. Ich versuche nur eine richtige Entscheidung zu treffen. Aber ich denke auch, dass du nur deshalb so plötzlich heiraten willst, weil Harry und Ginny es getan haben.*
Stille trat ein und unterbrach die Diskussion, die Ron und Hermine seit knapp einer Stunde führten.
Wie im Gerichtssaal saßen sie sich gegenüber und versuchten sich zu einigen.
Ron hatte Hermine recht plötzlich einen Heiratantrag gemacht.
Hermines Versuche ihm klarzumachen, dass sie ihn zwar heiraten wollte, dies aber für den falschen Zeitpunkt hielt, hatte er offenbar sehr persönlich genommen.
Sein Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Ärger, großer Enttäuschung und dieser Spur Verständnis, das er Hermine gegenüber immer aufbrachte.
Hermine fühlte sich bei seinem Anblick sehr schlecht. Sie hasste es, ihm zu widersprechen und gegen seinen Willen zu handeln. Doch hier ging es um mehr als einen verschobenen Heiratsantrag. Hier ging es um ihre Beziehung und da ließ Hermine nicht mit sich scherzen.
Sie konnte sich nichts schöneres vorstellen, als Ron zu heiraten und mit ihm eine Familie zu gründen, doch im Moment fühlte sie sich noch nicht bereit dafür.
Sie glaubte einfach, dass es besser für sie beide wäre, wenn sie noch eine Weile damit warteten.
"Ron, jetzt versuch doch bitte mich zu verstehen. Ich sage doch nicht nein, ich will dir nur versuchen klarzumachen, dass ich nicht denke, dass wir diesen Schritt jetzt machen sollten. Ich liebe dich, und das weißt du, aber so etwas muss man sich gut überlegen und da kann keine Liebe der Welt etwas dran ändern.*, sagte sie und sah Ron hoffnungsvoll an, doch der hatte den Kopf leicht gesenkt und starrte auf seinen Teller.
"Ron, warum denkst du denn immer, wir müssen alles so machen wie Harry und Ginny? Als sie deinen Eltern gesagt haben, dass sie ein Paar sind, hast du es auch getan, als sie zusammengezogen sind, hast du die Wohnung hier besorgt. Und...", Hermine räusperte sich.
"Du weißt schon, als sie... ach egal. Du weißt was ich meine. Warum? Ich verstehe dich einfach nicht."
Ron antwortete nicht und starrte weiter auf die Tischplatte.
Hermine griff über den Tisch nach Rons Hand. Es erleichterte sie ungemein, dass er sie nicht zurückzog, doch die Tatsache, dass er keinerlei Reaktion auf ihre Berührung zeigte, ließ sie wiederum zweifeln.
"Ron.", sagte sie sanft und drückte seine Hand.
Langsam hob er den Kopf und sah ihr tief in die Augen. Normalerweise liebte Hermine seine Augen, doch in diesem Moment kamen sie ihr vor wie Messer, die ihr Herz durchbohrten.
"Du weißt nicht wie das ist." sagte Ron knapp und jetzt zog er seine Hand weg.
Hermine sah ihn etwas verängstigt an.
"Was?", fragte sie und sie konnte die Kälte spüren, die sich jetzt im Raum ausbreitete.
"Du wusstest immer, dass ich im Schatten aller anderen stand. Erst in dem meiner älteren Brüder, dann in dem meiner kleinen Schwester. Und dann, als ich es gerade geschafft hatte, dass mich jemand beachtet, da kommt sie mit ihrer Bilderbuchbeziehung daher. Jahrelang schwärmt sie für den berühmten Harry Potter, dann werden sie ein Paar. Nobel wie Harry ist trennt er sich, um sie zu beschützen und nach dem großen, erfolgreichen Kampf, finden sie wieder zueinander. Hört sich doch unglaublich romantisch an, nicht wahr? Und was ist mit mir? Jahrelang mache ich mir selber etwas vor und bin zu dumm zu erkennen, dass das Mädchen, das ich liebe dasselbe für mich empfindet, dann fehlt mir der Mut es ihr zu sagen, ich verletze sie andauernd und schliesslich ist es nur dir zu verdanken, dass wir überhaupt zusammen gekommen sind. Hört sich schon weniger schön an, oder?", endete Ron und er wich Hermines schockiertem Blick aus.
Seine Worte hallten in ihrem Kopf wieder, doch vermochte sie nicht darum, sie zu verstehen.
"So denkst du also von uns? Du willst mich nur heiraten, damit es heißt du hättest selbst etwas gewagt? Das....", Hermine stoppte und Tränen liefen ihre Wangen herab.
Als Ron hörte, dass Hermine weinte, sah er zu ihr.
Einen Momant lang war in dem Raum nichts außer Hermines Schluchzen zu hören, dann schob Ron seinen Stuhl vom Tisch weg und stand auf.
Hermine blickte nicht auf. Sie war der Überzeugung, dass er den Raum verlassen würde. Er hasste es, sie weinen zu sehen. Ganz besonders, wenn der Grund dafür von ihm ausgegangen war.
Doch Hermine zuckte überrascht zusammen, als er vor ihr auf die Knie sank und nach ihren Händen griff.
"Tut mir Leid. Ich wollte damit nicht unsere Beziehung in Frage stellen. Ich... ich wollte nur versuchen zu erklären warum..."
Rons Stimme klang ungewöhnlich dünn und Hermine spürte, dass seine Finger zitterten, während sie sanft über ihre Haut strichen.
Sie wandte ihren Blick nun doch Ron zu und er erwiderte ihn.
"Ich versteh dich ja. Aber du musst doch wissen, dass es niemanden gibt der wichtiger für mich ist als du. Und das war noch nie anders. Du musst mir nichts beweisen." sagte sie mit tränenerstickter Stimme.
"Ich weiß, aber du kennst mich doch." sagte Ron und ein zartes Lächeln entwich Hermine.
"Vielleicht sollten wir diese ganze Hochzeitsdiskussion erstmal verschieben." fügte er hinzu und Hermine griff fest nach seiner Hand.
Für ein paar Minuten saßen die Beiden reglos da und sahen sich einfach nur an.
Dieses Gespräch hatte Beiden einfach zu sehr zugesetzt. Aber es war auch das ehrlichste gewesen, das sie seit vielen Jahren geführt hatten.
Und das konnte nicht schlecht sein.
Hermine atmete tief ein und rutschte von ihrem Stuhl.
Ron schien etwas überrascht, als sie vor ihm auf die Knie sank und ihren Kopf an seine Brust lehnte.
Er zögerte kurz, bevor er seine Arme um sie schlang...
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