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Auf der Suche nach Urban-Fantasy

Was ich schon immer lesen wollte, war nicht die übliche High-Fantasy: außergewöhnliche Welten mit eigener Geschichte, eigenen Regeln und Gesetzen, Menschen mit Zauberkräften, fantastische Wesen. Auch nichts, was in Richtung „Harry Potter“ ging, den es damals natürlich noch nicht gab, den ich mittlerweile gelesen und für gut befunden habe.

Nein, ich suchte stets nach - wie ich es selber nenne - Urban-Fantasy*, nach einem Roman, dessen Handlung in der Realität spielt, aber fantastische Elemente aufweist. Die Hauptfiguren des Romans sollten Jugendliche sein, - denn zu jenem Zeitpunkt war ich selbst ein Teenager – mit besonderen Kräften, die zwar außergewöhnlicher Natur waren und doch möglichst wenig mit Magie zu tun hatten. Und natürlich stöberte ich nach Romanen, die von einem spannenden Kampf der Guten (alle im Teenageralter) gegen das Böse erzählten. Aber offenbar suchte ich nicht fleißig genug, denn ich hatte so ein Buch bisher noch nie in den Händen gehalten.

Also fing ich im Alter von 14 oder 15 an, selbst solche Geschichten zu schreiben. Mit Bleistift auf Papier. Sie waren kurz und holprig, die Charaktere unausgereift. Trotzdem gefielen sie mir, weshalb mehrere Geschichten mit eben diesen Helden folgten. Im Alter von 18 verfasste ich meinen ersten Roman am PC, der etwa 360 Normseiten zählte und all das vereinte, was ich in veröffentlichten Romanen echter Schriftsteller vermisste. Und weil die Ideen nur so sprudelten, schrieb ich zwei weitere Sequels, die sogar noch länger ausfielen.

Von allen Storys, die in meinen Schränken liegen oder im PC gespeichert sind, tat es mir am Meisten weh, mich von den Figuren eben dieser Geschichte zu trennen. Denn diese Charaktere sind mir im Laufe dieser zwei Jahre ans Herz gewachsen. Diese drei Romane, die von ihren Abenteuern erzählten, haben mir das Tor in meine schöne, magische, unheimliche und gefährliche Welt geöffnet, die der unseren so ähnelte und doch so anders war. Könnt ihr das nachempfinden? Seid ihr für eine von euren Geschichten auch Feuer und Flamme?

Ich habe mir Anregungen aus verschiedenen Ratgebern zum Thema „Schreiben“ geholt und die „Stilfibel“ (Ludwig Reiners) für ein besseres Deutsch zwei Mal gelesen. In den letzten Jahren habe ich Einiges dazu gelernt, habe mich entwickelt, habe einige Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht, aber ich habe dennoch nicht das Gefühl, dass ich gut schreibe. Ich denke, es wird immer Jemanden geben, der meine Story viel besser, viel spannender nacherzählen kann. Und es wird sicher viele Leute geben, die mein Buch, nachdem sie die ersten paar Seiten gelesen haben,  weglegen werden.
Trotzdem möchte ich es wagen.

Nun, fast fünf Jahre nach meinem ersten, am PC verfassten Urban-Fantasy-Roman habe ich beschlossen, die Geschichte, die mir einfach keine Ruhe gibt, noch mal zu schreiben. Eine Überarbeitung würde nicht genügen, weil ich beim Durchlesen ganze Seiten entdecke, die verändert und umgeschrieben werden müssen. Die neue Version wird besser: präziser, durchdachter und interessanter! Eindimensionale Charaktere fliegen raus. Überflüssige Dialoge verschwinden. Alles, was die Geschichte und die Entwicklung der Charaktere nicht vorantreibt, wird gestrichen. Trotz dieser radikalen Maßnahmen werde ich vermutlich ungefähr 300 Seiten schreiben.

Also dann, ran an die Arbeit!




* Nachtrag vom 31.8.08: Ich kannte den Begriff "Urban-Fantasy" nicht, als ich die Kolumne begonnen habe. Ich nannte es "Semi-Fantasy".
 
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