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von soccerinnen    erstellt: 20.05.2008    letztes Update: 10.03.2011    Geschichte, Drama / P18 Slash    (fertiggestellt)
Hey (:
hier folgt auch schon das nächste Kapi!
Ganz großes Dankeschön für die Reviews und viel Spaß beim Lesen ;-)

Liebe Grüße
Kathi & Steding

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Disclaimer: Leider gehört keine der Personen uns... *seufzt* Alles frei erfunden... (wer weiß^^ *grins*) Ach und Geld gibt’s dafür auch keins...
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Philipp winkte Marcell noch kurz hinterher und verschwand dann in der Kabine. Erleichtert ließ er sich auf die Bank fallen. Aber erstmal durch atmen konnte er trotzdem nicht, denn so gleich kamen Poldi und Schweini wieder auf ihn zu gestürmt. Mit lautem Lachen machten sie es sich auf der Bank neben ihm bequem. "Mensch Fips, den Korb eben hättest ja auch mal vermeiden können!", grinste Lukas und zog sich seine Schuhe aus.
Bevor Philipp jedoch was erwidern konnte, laberte Basti schon dazwischen. "Und du hättest mal deine Schuhe anlassen können. Das ist ja ein Gestank!" Mit der Hand wedelte der Blonde vor seiner Nase herum, wofür er sich einen gehörigen Rippenstoß vom Stürmer einhandelte.
Als Philipp sich kurz verabschiedete und die Kabine verließ, waren die beiden sich immer noch am Kabbeln. 'Reinster Kindergarten!' Philipp wollte einfach nur so schnell wie möglich nach Hause und telefonieren.

Bis zum Abend hatte Marcell fast alles weggeräumt. Nur das Schlafzimmer war nicht ganz fertig geworden. Aber gut, die Klamotten konnten warten, die würde er einfach nach und nach in den Kleiderschrank packen. Hatte ja keine Eile. Zufrieden saß er auf dem Sofa und betrachtete sein Wohnzimmer. Noch nicht sehr gemütlich, aber es wurde besser. Die Bücher standen an ihrem Platz. Jetzt fehlten nur noch Bilder. Die waren zwischen den Anziehsachen, damit die Rahmen nicht kaputt gehen konnten. Er erhob sich erneut. Nein, das musste jetzt noch gemacht werden. Ohne die Fotos ging gar nichts. Als erstes fand er welche mit seiner Familie. Sie erhielten einen besonders schönen Platz. Es folgten welche aus seinen Jahren bei Gladbach. Als letztes fand er Zeitungsausschnitte. WM 2006. Ein Lächeln schlich sich auf Marcells Gesicht. Es war so... atemberaubend gewesen. Unfassbar. Als er das Bild in seiner Hand genauer betrachtete fiel ihm auf, dass es von Philipp und ihm war. Jubelnd, nach einem der Spiele. Zuordnen konnte er es nicht. Viel zu sehr vermischten sich die Gedanken und Eindrücke, um sich alles zu behalten. Erneut schaute er drauf. Sah den kleinen Verteidiger. Das Glänzen in dessen Augen. Seinen schönen Augen. Wunderschön.... Sofort schüttelte Marcell den Kopf. Nein, dass hatte er eben nicht gedacht... Nicht wirklich. Er legte das Bild beiseite und wollte morgen einen passenden Platz suchen. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass es bereits ziemlich spät war und so machte er sich auf den Weg ins Bett.

Als Philipp bei sich Zuhause ankam, schmiss er seine Trainingstasche in den Flur und ging ins Wohnzimmer. Dort setzte er sich auf die Couch und griff nach dem Telefon. Bevor er aber Timos Nummer wählte, beförderte Philipp seine Schuhe noch in die Ecke und zog seine Beine mit aufs Sofa.
Seine Gänsehaut und sein Zittern machten ihm deutlich, dass er sichtlich aufgeregt war. Nervös. Vor dem Gespräch mit seinem Freund. Er ließ noch einmal den Streit Revue passieren. Sie hatten sich richtig angeschrieen. Wobei es darum eigentlich genau ging, wusste er selbst nicht mehr. Irgendetwas Belangloses.
Mit zittrigen Händen wählte Philipp nun Timos Nummer.

„Hildebrand?!“

Philipp zögerte kurz. Irgendwie hatte er ein flaues Gefühl im Magen. „Hey, hier ist Philipp.“ Nervös zog der Verteidiger seine Beine heran und umklammerte sie mit seinem freien Arm.

„Hey. Wie geht es dir? Hast dich ja lange nicht gemeldet...“

Das war so typisch Timo. In letzter Zeit war es immer so gewesen, dass er die Schuld bei den anderen suchte und sich nicht mal fragte, ob er eventuell was falsch gemacht haben könnte. Philipp konnte sich darüber immer dermaßen aufregen, aber er versuchte sich diesmal zurückzuhalten. „Ja, sorry! Trainingsauftakt eben…und bei dir?“

„Geht so... Ist eben schon was anderes, hier in Spanien. Und wenn du dich dann nicht meldest...“

Philipp kratzte sich am Kopf. ‚Du hättest dich ja auch mal melden können!’, dachte er und erhob sich. Nun tigerte der Verteidiger in seinem Wohnzimmer auf und ab.
„Ich hab mich ja schon entschuldigt. Außerdem weißt du ja selber, wie das ist. Stress ohne Ende…“

„Trotzdem. Wir sind zusammen... Und du hast gesagt, dass du anrufst.... Ich hab darauf gewartet.“

„Ja, hab ich doch jetzt! Es ging halt nicht eher und außerdem hat mich Hitzfeld jetzt auch noch zum Babysitter von Marcell abkommandiert!“, ärgerte sich Philipp. Timo hat schließlich auch seine Nummer.

„Klingt ja super.... Na ja, Hauptsache du vergisst mich nicht wieder... Sonst weiß ich ja nicht mal, was du da in Deutschland so alles treibst...“

‚Was soll das denn jetzt wieder heißen?’ Aufgebracht runzelte Philipp die Stirn. Er atmete einmal tief ein und wieder aus.
„Wie könnte ich dich vergessen? Und was soll ich hier schon ohne dich treiben…?“

„Ach, was weiß ich... ich hier ohne dich nicht viel.... Du bist erst so kurz weg und ich vermisse dich schon... Wie soll ich das bloß die ganze nächste Zeit aushalten?“

„Frag mich mal!“ Der Münchener setzte sich wieder aufs Sofa und seufzte laut. „Und jetzt, wo das Training wieder angefangen hat…! Ich weiß noch, wie du einmal das Training hast sausen lassen und hier rüber gefahren bist…“

„Ja... ich kann mich auch noch sehr gut an den Anschiss danach erinnern... Aber das war es irgendwie wert... Wenn es jetzt doch so einfach wäre.“

Philipp schmunzelte. Ja, das war der Timo, in den er sich damals verliebt hatte.
„Ja, das wär schön! So müssen wir uns halt mit Telefonaten rumschlagen und warten bis das nächste Nationalmannschaftsspiel ist.“

„Das ist noch so lange.... Vielleicht täusche ich mal ’ne Krankheit vor und fliege zu dir...“

„Genau, und dann kommt das raus und du fliegst achtkantig aus dem Kader. So gern, ich dich auch bei mir hätte…aber ich will nicht, dass du das für mich riskierst!“, meinte Philipp ernst.

„Würd’ ich aber glatt tun.... Wenn ich jetzt los fliege, verpasse ich nur das nächste Training und bin dann ganz schnell wieder zurück. Das merkt gar keiner.“

Ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf den Lippen des Müncheners ab. Eigentlich war es ja eine ganz süße Idee, aber…
„Ach, Timo!“ Philipp seufzte wieder. „Ich vermiss dich so!“

„Ich dich auch Kleiner... Wir treffen uns viel zu selten mit der Natio... Vielleicht sollte ich Jogi mal anrufen und ihm sagen, dass er einfach mehr Länderspiele ansetzten muss.“

Philipp lächelte in den Hörer hinein.
„Ja, das wäre mal eine gute Idee!“ Zufrieden streckte der Münchener die Beine aus und lehnte sich in die weichen Kissen zurück.

„Musst du heute noch mal zum Training? Oder hat der Trainer am ersten Tag Gnade wallten lassen?“

„Wer das Tripple holen will, muss ranklotzen… Also: Ich muss nachher wieder hin!“ Philipp seufzte.

„Tja so ist das... Aber du hast ja jetzt Verstärkung auf deiner Seite bekommen... Vielleicht teilst du dir ja die Einsätze mit Marcell.“

„Genau…und hinterher bin ich meinen Stammplatz los! Ne, ne, dann arbeite ich lieber ein bisschen härter und spiele die ganze Saison durch.“
Während Philipp es sich noch ein bisschen bequemer machte, warf er einen Blick auf die Uhr.

„Aber nicht, dass du noch aus den Schuhen kippst bei so viel Anstrengung... Wobei, ein guter Grund für mich, vom Training freigestellt zu werden. Ich mein, einem guten Freund muss man ja helfen, ne?“

Der Verteidiger lachte kurz. „Ja, das wäre natürlich eine Überlegung wert!“
Wenn Philipp nicht verhungern wollte, musste er vor dem nächsten Training noch schnell einkaufen. Denn in seinem Kühlschrank herrschte gähnende Leere.
„Timo, ich muss jetzt leider aufhören, wenn ich nicht doch noch aus den Latschen kippen will. Mein Kühlschrank ist mal wieder leer.“

„Dich kann man aber auch nicht allein lassen... Und jetzt kannst du nicht mal von Luft und liebe leben, wenn ich nicht da bin...“

„Tja ohne dich komm ich wohl echt nicht klar!“, lachte der Jüngere.
„Ich ruf dich heute Abend noch mal an, ja?“

„Ja, ok. Aber nicht wieder vergessen... Lieb dich mein Kleiner.“

„Ganz bestimmt nicht! Ich liebe dich auch!“
Philipp legte auf. Das Gespräch war ja doch noch ganz gut verlaufen, deshalb konnte er sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Er war einfach glücklich.
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