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von Bon Voyeur    erstellt: 15.05.2008    letztes Update: 30.07.2009    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (abgebrochen)
Ja, endlich... endlich geht es weiter. Falls da draußen noch irgendwer ist, denn die Story interessiert heißt es. Es tut mir auch schrecklich leid, dass ich alles so schrecklich vernachlässigte *blush* Aber nun bin ich wieder zurück und morgen werde ich das, was ich per Hand geschrieben habe liebevoll abtippen um es meinem lieben Beta-Dü zu schicken. Danketön noch mal <3

So und nun geht es weiter. Eines vor weg, es kommen hin und wieder Ereignisse von der Tour drin vor, die so oder so ähnlich statt gefunden haben. Allerdings werde ich sie nicht kennzeichnen noch Auskunft darüber geben. Das meiste dieser FF ist und bleibt komplette Fiktion und Wunschdenken. Also bitte keine Tiefenanalysen oder Vermutungen er- bzw. anstellen.

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Nach Stunden hatten wir endlich alle Gehege abgeklappert. Zumindest kam es mir so vor, als wären wir ewig über das Gelände des Zoos gekrochen. An einigen Stellen blieb Lillo länger stehen, manchmal mussten wir sogar noch einen Weg zurück machen, weil er sich eines der Tiere noch mal ansehen wollte. Nun befanden wir uns in einem kleinen Park, die Sonne schien, ich hatte noch einen Becher Kaffee und Sammy und sein Sohn krabbelten lustig über die Wiese. So musste ein Mittag doch sein. Entspannt lehnte ich mich an den Baum, unter dem wir unser Lager aufgeschlagen hatten und sah den beiden dabei zu, wie sie sich jagten. Im Grunde war ich froh, mir das nur ansehen zu müssen, denn wie Sammy messerscharf nach einer Stunde erkannt hatte, ich war immer noch tot müde.
Vielleicht mutete ich mir doch etwas viel zu, nicht nur mir machte die Doppelbelastung zu schaffen.
Erneut gähnte ich, schob mir meinen Hut tiefer ins Gesicht und suchte in meiner Tasche nach den Zigaretten, als sich Sammy keuchend neben mich fallen ließ.
„Ich bin auch keine zwanzig mehr“, stellte er nüchtern fest und legte sich seinen Cowboyhut auf sein Gesicht.
Anerkennend klatschte ich in die Hände, was ihn dazu veranlasste unter der Kopfbedeckung hervorzulugen.
„Ehhh...“
„Ja, also ich finde eine solch frühe Erkenntnis der Sachlage, sollte doch gebührend honoriert werden.“, erklärte ich mein Verhalten und nahm einen Schluck von meinem Kaffee.
„Du bist so müde und kannst noch so geschwollen daher reden. Das ist der Wahnsinn.“ Kopfschüttelnd richtete sich der Blonde auf und griff in seine Tasche um sein Handy herauszuziehen, welches er allerdings fast sofort wieder verschwinden ließ.
„Wartest du auf etwas?“, fragte ich beiläufig und sah den Sänger aus dem Augenwinkel an, der seinen Blick zu seinem Sohn schweifen ließ.
„Kirsi wollte mir sagen, wenn es was neues vom Arzt gibt.“, bekam ich als knappe Antwort.
„Weißt du eigentlich immer noch nicht, von wem das Kind ist?“ Kirsis Schwangerschaft war ein heikles Thema und ich befand mich schon auf dünnem Eis. Wieso ich mich soweit hinauswagte, wusste ich selber nicht.
„Nein.“
Thema beendet.
„Papa, darf ich mit den anderen Jungs Fußball spielen?“ Lillo kam, die Arme wie ein Flugzeug von sich gestreckt, auf uns zugerannt und sprang natürlich mir um den Hals. Dabei sah er seinen Vater mit riesigen Kulleraugen an. Woher er die nur hatte?
„Aber nur, wenn du in Sichtweite bleibst. Und wenn wir gehen, dann will ich nicht, dass du anfängst zu diskutieren.“, wies Sammy seinen Sohn an, der brav nickte, mir einen Kuss auf den Mund drückte und wieder zu seinen neuen Freunden eilte.
„Dir steht ein Kind richtig gut.“
Skeptisch blickte ich von Lillo zu dem Sänger, der mich beobachtet hatte.
„Leihweise vielleicht.“, gab ich zurück und schnappte mir seinen Rucksack, um nach Keksen zu suchen, von denen ich fest überzeugt war, dass er sie eingesteckt hatte.
„Nein, mal ernsthaft. Ich glaube, du wärst ein toller Vater. Auf jeden Fall besser als ich.“
Geschockt ließ ich die Suche nach Nahrung sein und schob mir meinen Hut aus dem Gesicht.
„Sag mal, heute leicht neben der Spur? Als würde es einen besseren Vater als dich geben.“
Sammy lachte.
„Nein, ernsthaft mal. Du bist wirklich perfekt, was das angeht. Nicht zu streng und auch nicht zu nachlässig. Lillo liebt dich und das sollte dir zeigen, was für ein toller Vater du bist.“, sprach ich immer weiter und wunderte mich über meine flammenden Worte. Sicher fand ich schon immer, dass Sammy ein toller Vater war. Jedes Mal wenn er Lillo ansah, war es wie ein kleiner magischer Moment, den kein Außenstehender verstehen kann, wenn er nicht selber ein Kind hat.
„Ja, vielleicht hast du recht. Aber ich habe hin und wieder das Gefühl, als wäre ich kein gutes Vorbild für meinen Sohn. Mein Leben ist unbeständig und das sollte nicht so sein. Ich hab es noch nicht mal geschafft mit Kirsi zusammen zu bleiben.“ Nachdenklich zog sich Sammy an seiner Unterlippe und starrte betrübt auf seine Schuhe.
„Menschen trennen sich voneinander. Es wäre für keinen von euch nützlich gewesen, zusammen zu bleiben, wenn die Liebe weg ist. Auch nicht für dein Kind. Dinge ändern sich im Leben. Das weißt du doch.
Aber wieso bläst du auf einmal so viel Trübsal? Muss ich mir Sorgen machen?“, hakte ich vorsichtig nach.
Mich wunderte es, welche Wendung das Gespräch genommen hatte. Im letzten Jahr waren wir uns wieder näher gekommen. Anfangs war es für uns beide komisch zu wissen, was er für mich empfand und was ich nicht mehr erwidern konnte. Wir mussten uns erst neu kennen lernen. Doch gerade in den letzten Monaten waren wir wieder zusammengewachsen. Wie Brüder. Dies hier allerdings war eines der ersten richtig vertraulichen Gespräche.
Doch Sammy schüttelte nur den Kopf. „Quatsch. Ich denk nur viel nach in letzter Zeit. Sonst nichts.“
Skeptisch sah ich den Sänger an, doch als ich merkte, dass er nicht weiter über das Thema sprechen wollte, suchte ich erneut nach den Keksen.
„Sag mal, was suchst du da eigentlich?“ fragte der Blonde mich nach einiger Zeit, worauf ich schmollend zu ihm blickte.
„Kekse. Du hattest doch welche dabei.“
Sammy lachte. „Ja, hatte ich. Das war allerdings bevor Lillo die alle weg geputzt hat.“
„Ey, wo steckt der Kleine das alles hin? Ich seh’ den nur essen.“ Meckernd legte ich die Tasche wieder zur Seite und strich über meinen knurrenden Bauch.
„Du bist aber auch bemitleidenswert heute. Okay, weißt du was? Ich lad euch beide gleich zum essen ein.“
Während ich der Stimme des Sängers lauschte, zündete ich mir eine Zigarette an, an der ich genussvoll zog. Langsam blies ich den Qualm aus und schüttelte den Kopf.
„Ich kann schon selber zahlen. Aber ja, ich bin dafür, dass wir gleich was essen gehen.“
Mit einem Lächeln zwinkerte Sammy mir zu, ehe er aufstand und in die Richtung verschwand, aus der immer wieder Kindergeschrei zu uns rüber drang. Keine Minute später tauchte er auch schon wieder auf, dieses mal mit Lillo unter seinem Arm, der fast schon hysterisch lachte.
„Also worauf habt ihr Rabauken denn Hunger? Pommes?“
Leicht angewidert verzog ich meinen Mund und schüttelte den Kopf, was mir Lillo nachtat.
„Seit wann willst du keine Pommes?“, fragte Sammy seinen Sohn überrascht und zog die Augenbrauen irritiert nach oben.
„Onkel Jack mag…”
Ergeben hob der Blonde die Arme. „Schon gut, keine weiteren Fragen. Was haltet ihr von Chinesisch?“
Sofort leuchteten meine Augen auf, doch dieses mal wollte ich Lillos Reaktion abwarten.
„Krieg ich auch Süß-Saure-Soße zu den Nudeln?“, fragte er freudig in die Hände klatschend, worauf ich ihm liebevoll durch die Haare wuschelte.
„Dann würde ich mal sagen, suchen wir jetzt einen Chinesen.“ Damit schnappte sich Sammy seine Tasche und nahm Lillo wieder unter den Arm, während ich gemächlich neben den beiden herlief.
Schon nach kurzer Zeit fanden wir ein kleines Restaurant, in das wir uns setzten und in dem wir fast einmal die Karte durch bestellten. Während wir warteten, unterhielten Sammy und ich uns über die kommende Tour und beobachteten Lillo dabei, wie er versuchte mit den Stäbchen einen Turm zu bauen.
„Was denkst du, wie wird es in Deutschland?“
„Gute Frage. Ich erwarte erst mal nichts. Sonst ist die Enttäuschung nachher zu groß, wenn ich mich der Illusion hingebe, dass wir vor mehr als 100 Leuten pro Abend spielen werden.“
Bedächtig nickte ich. „Wenn ich ehrlich bin, ich hab irgendwie Angst, dass es der totale Reinfall wird und wir dann...“
Sammys Handy unterbrach meine Bedenken, fast gleichzeitig mit der Kellnerin, die die erste Ladung Essen brachte.
„Ich geh eben raus zum telefonieren.“, erklärte der Sänger und verschwand raus auf die Straße.
Verwundert runzelte ich die Stirn. Sammy ging nie woanders hin, wenn er telefonierte.
„Er telefoniert sicher wieder mit Mama.“
Lillo stopfte sich gerade eine Ladung gebratene Nudeln in den Mund, also wartete ich mit meiner Frage, bis er soweit gekaut hatte, um mir zu antworten.
„Wie kommst du darauf?“
„Papa geht immer in ein anderes Zimmer, wenn er mit Mama telefoniert. Sie reden sicher wieder über den Umzug.“
Ich hatte gerade nach dem gebraten Reis gegriffen, als dieser Satz mein Hirn erreichte.
„Umzug? Was für ein Umzug?“, hakte ich nach und starrte zu Sammy, der draußen vor dem Restaurant auf und ab ging, während er hektisch seine Zigarette rauchte und dabei seinem Gesprächspartner am anderen der Leitung zuhörte.
„Na Mama und Papa wollen doch nach der Tour zusammenziehen.“
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