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von Bon Voyeur    erstellt: 15.05.2008    letztes Update: 30.07.2009    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (abgebrochen)
Aloha... also dies ist die Fortsetzung zu Only you can save me...eigentlich war ein Alternatives Ende geplant, aber mir fiel dann dies hier ein. Die Geschichte widme ich zu alle erst mal meiner lüpen Gunda <3 Ich vermiss dich jetzt schon und wünsch dir alles Gute in Finnland... und danke an Finnish Pirate für das betan *knuff* tolliges Bla du


You’re my only one I’ve ever loved

Pairing: Jack (Private Line) Jyrki (The69Eyes) später dann noch Sammy (Private Line)
Genre: Lüpe, Drama, Herzschmerz
Rating: Slash 18
Disclaimer:  Die Personen gehören nicht mir, noch wissen sie das es so was über sie gibt, noch verdiene ich damit irgendwas
Inhalt: Jack und Jyrki sind seit einem Jahr ein Paar. Nach vielem hin und her läuft alles gut in Jacks Leben und er hofft, das dies auch so bleiben wird. Bis zu dem Moment, wo seine Welt erneut ins Wanken gerät und er seine ganzen Entscheidungen der Vergangenheit in Frage stellt.

„Na wenn das nicht eine der besten Proben...“
„War die wir je hatten“, beendeten Spit, Illy, Eliaz und ich Sammys Satz. Jede Probe war, seit feststand, dass wir in Deutschland touren würden, die beste Probe die Private Line je hatte. Sammy wusste, dass wir ihn nur aufzogen, zog dennoch eine Schnute als wir uns lachend ansahen.
Während wir unsere Sachen zusammenpackten, merkte ich erneut die Verspannungen in meinem Rücken. Natürlich hätte ich nie ein Wort darüber verloren, dass die Arbeit im Gloria und die täglichen Proben mich doch arg mitnahmen, schließlich war das wofür wir arbeiteten, das was ich liebte. Dennoch betete ich innerlich, dass Sammy keine weitere Probe für die nächsten Tage ansetzen würde. Immer wieder sah ich zu dem Sänger, der allerdings keine Anstalten machte, irgendwas zu sagen und so atmete ich erleichtert auf, als ich nach meiner Jacke griff.
„Sag mal Jack...“
Unwillkürlich hielt ich in der Bewegung inne, sah über die Schulter fast schon verzweifelt zu Sammy und harte der Dinge die da nun kommen sollten.
„Lillo und ich wollten morgen in den Zoo. Hast du vielleicht Zeit und Lust mitzukommen? Kirsi muss zu so einer Schwangerschaftsvorsorge und da will sie den Kleinen nicht unbedingt mitnehmen.“
Froh über diese einfache Bitte, ließ ich die Schultern sinken. Ich liebte Lillo. Er war für mich so was wie ein kleiner Bruder und ich liebte die Zeit, die ich mit ihm verbringen durfte und so freute ich mich über die Frage von Sammy.
„Ja sicher. Ich hab morgen frei. Sag mir nur wann ich wo sein soll und ich werde da sein.“
Kurz dachte der Blonde nach, ehe er mir eine fast unchristliche Uhrzeit nannte, zu der ich, wenn ich frei hatte, noch nicht mal aufstehen würde, wenn das Haus brannte.
„Nun schau nicht so. Das dient alles dem höheren Zweck Lillo glücklich zu machen. Außerdem müssen wir schließlich auch noch ein Stück fahren.“
Also nickte ich und verabschiedete mich von den anderen mit einem Nicken, ehe ich mit einer Zigarette im Mundwinkel und den Händen in der Tasche nach Hause trottete, in dem Muffe sicher schon wartete.
Als ich damals in die Wohnung gezogen bin, war ich dem dummen Irrglauben erlegen, ich könnte eine solche Wohnung, wie ich sie mir ausgesucht hatte, alleine bezahlen. Doch weit gefehlt. Für mich alleine war sie schlicht und ergreifend zu groß und so zog Muffe zu mir ein. Nicht das Schlechteste was mir passieren konnte, aber hin und wieder das Nervigste.
Kaum hatte ich die Türe aufgeschlossen, kam er mir bereits pfeifend und lächelnd entgegen.
„Tag auch“, trällerte er mir entgegen, was mich nur miesepetrig grummeln ließ, während ich meine Lederjacke aufhing und in mein Zimmer stapfte. Ohne die Türe hinter mir zu schließen, ließ ich mich auf mein Bett fallen, sah noch kurz auf den Anrufbeantworter, der mir allerdings keine Anrufe anzeigte und zog mir meinen Hut ins Gesicht.
„Was bist du nur immer schlecht gelaunt, wenn du keinen Sex hattest“, stellte der ehemalige Bassist fest, worauf ich nur meinen ausgestreckten Mittelfinger als Antwort übrig hatte.
„Und was hast du nur immer für eine unverschämt gute Laune, wenn du Sex hattest“, nuschelte ich in mein Kissen.
Aber Muffe hatte recht. Ich war unausstehlich in den letzten Wochen, was nicht nur an dem mangelndem Sex lag, sondern an der Tatsache, dass ich mit so manchem schlicht und ergreifend frustriert war.
Mit Jyrki war ich nun seit einem Jahr zusammen, schließlich wurde es auch öffentlich, was nun mal unvermeidlich wurde in anbetracht der Tatsache, das Finnland das kleinste Land der Welt zu sein schien.
Doch gerade in den letzten Wochen war ich einfach nur noch genervt und frustriert von der ganzen Sache. Wir lebten beide in Helsinki. Also keine Lichtjahre voneinander entfernt und doch war es schon fast zwei Monate her, dass wir uns das letzte mal sahen. Das letzte Telefonat vor einigen Wochen war wenig viel versprechend: Festivaltermine, Studioaufnahmen, Promotermine. Die Aufzählung der Dinge, die er zu tun hatte, nahm keinen Abbruch und so sagte ich ihm, dass er sich melden sollte, wenn er denn mal Zeit hatte. Dass er sich in der Zwischenzeit gar nicht  melden sollte, war damit nicht gemeint.
Unzufrieden warf ich mich auf den Rücken und sah zur Decke, doch schon nach kurzer Zeit wanderten meine Augen zu dem Telefon auf meinem Nachttisch.
„Na, nu ruf ihn schon an“, drang Muffes Stimme aus dem Wohnzimmer an mein Ohr.
„Boah, gib zu, du hast mein Zimmer verkabelt“, rief ich zurück und setzte mich auf. „Wenn du einen Schwulenporno sehen willst, kannst du dir gerne einen aus meiner Sammlung ausleihen, dafür brauchst du nicht Jyrki und mich zu beobachten.“
Doch lachte mein Mitbewohner nur und kurz darauf stand er in meiner Zimmertüre.
„Jetzt pass mal auf Smack. Du seufzt hier mal wieder die letzten Tage rum,  wie ne Jungfer kurz vorm sterben. Da brauch ich dich nicht zu sehen, um zu wissen, dass es dir im Höschen juckt. Also ruf an, mach nen Termin klar und lass den über dich drüber steigen“
Damit wandte er sich wieder um und marschierte in die Küche. Selbst nach der Zeit, die wir uns kannten und nun auch zusammenwohnten, schaffte er es mich sprachlos zu machen.
Und auch jetzt dauerte es eine Zeit, bis ich mich gesammelt hatte.
„Nur damit du es weißt, du ungepflegter, arbeitsloser Musiker, der du bist, ich ruf den jetzt nicht an, weil ich Sex brauch“, nuschelte ich, während ich nach dem Hörer griff und tief durchatmete.
„Also wenn du das ungepflegt durch sexy und das ich ruf den nicht an durch ich ruf den nur an änderst, dann könnte ich dir das doch glatt noch abkaufen.“
Verärgert biss ich mir auf die Zunge, als Muffe an meiner Tür vorbei ging und wählte tapfer die Nummer des Sängers. Ich würde mich nicht schon wieder auf eine verbale Diskussion mit ihm einlassen, da konnte ich nur verlieren.
Meine Verärgerung verflog, als ich das Freizeichen hörte. Doch außer einem Tuten, tat sich nichts.
Nicht mehr frustriert als zuvor, legte ich auf und ließ mich wieder auf mein Bett fallen.
Was war dieser Tag doch für den Arsch, also entschloss ich mich kurzerhand einfach zu schlafen. Schließlich musste ich eh am nächsten Morgen um spätestens sechs Uhr aufstehen.

Als schlussendlich mein Wecker am nächsten Morgen ging, war ich nur halb so erholt, wie ich vermutet hatte. Im Grunde fühlte ich mich, als hätte ich gar nicht geschlafen, dennoch pellte ich mich aus dem Bett und schlurfte ins Bad, wo ich mich erst mal ausgiebig duschte. Nachdem ich gewaschen, sauber und an den wichtigsten Stellen rasiert war, fühlte ich mich immer noch nicht frischer, beschloss allerdings, dass ein Kaffee sicher Wunder tun würde. Also macht ich einen Umweg in die Küche, wo ich mit einem Schrecken auf die Uhr sah, dass ich viel zu lange unter der Dusche war und so befand ich, das Koffein überbewertet wurde und Sammy sicher etwas für seinen armen, überarbeiteten und müden Gitarristen übrig hatte.
So hastetet ich wieder in mein Zimmer, sprang in eine schwarze Jeans, schnappte mir mein Backyard Babies Shirt, sowie ein Hemd, modellierte notdürftig meine Haare, beschloss allerdings, das es ein Hut auch tun würde und sprintete, nachdem meine Augen noch was Kajal abbekamen, raus und zu Sammy.
Dort angekommen, sammelte ich mich erst mal, schließlich wollte ich nicht, dass er sofort bemerkte, dass ich beinahe zu spät gekommen wäre und klingelte. Einmal. Zweimal. Dreimal.
Kurz bevor mein Finger erneut energische Bekanntschaft mit der Klingel machen konnte, wurde sie mir geöffnet und so stapfte ich, mittlerweile zu Atem gekommen, in die zweite Etage, wo Sammy mich, nur mit einem Handtuch um die Hüften bekleidet, begrüßte.
„Oh ich hab total vergessen, dass du ja mitkommen wolltest.“, waren Sammys erste Worte, worauf ich ihn skeptisch angähnte.
„Wie, du hast vergessen, dass ich mitkommen wollte? Du Pappkopf hast mich gefragt. Und überhaupt, wieso bist du noch nicht fertig?“ Während ich ihn das fragte, ließ ich meinen Blick seinen Körper entlangfahren. Ob ich wollte oder nicht, Sammy hatte immer noch diese bestimmte Wirkung auf mich und das gerade, machte es nicht unbedingt besser.
„Tut mir leid. Kirsi rief gestern Abend noch an, um mir zu sagen, dass sie den Termin um eine Stunde verlegt hätte. Und ich hab in meinem Dusel vergessen, dich anzurufen. Tut mir leid“ Verlegen kratze sich der Sänger am Hals und sah mich verzeihend an.
„Solange ich einen Kaffee kriege...“
Sammy trat einen Schritt zur Seite und ließ mich in die Wohnung, wo ich direkt die Küche ansteuerte.
„Also Kaffee kannst du haben, allerdings nur Koffeinfreien“
Ungläubig drehte ich mich zu dem Blonden um, der überrascht durch diese Reaktion, nicht mehr bremsen konnte und in mich lief.
„Oh ne, ey Sammy. Da kannst du direkt Leitungswasser saufen, ist billiger. Und wie werde ich nun bitte wach?!“, jammerte ich vor mich her, während ich Sammy schmollend und verzweifelt ansah.
Erneut blickten mich seine blauen Augen entschuldigend an. „Tut mir leid. Auf dem Weg zu Kirsi halten wir bei einem Bäcker und ich spendier dir einen riesigen Kaffeebecher. Klingt das wie ein Deal?“
Immer noch die Unterlippe vorgeschoben, nickte ich, entschied mich allerdings dann schnell, aus Sammys Reichweite zu kommen. Ob es an der Tatsache lag, dass zumindest in meinen Augen, der Mann Sex pur war oder ich einfach schon zu lange keinen Sex mehr hatte. Zu lange in seiner Gegenwart zu sein, bescherte mir unanständige Gedanken.
Also drehte ich mich wieder um und ging in die große Küche, wo ich mich an den Kühlschrank zu schaffen machte. Zumindest hatte er gerade eingekauft und so konnte ich mich über den Orangensaft und einem Buttertoast hermachen. Viel zu gesund für meinen Geschmack,  doch in anbetracht der Tatsache, dass Sammy Vater war genau das Richtige.
Langsam wurde ich nun doch noch wach und gerade als ich die Spuren meines Treibens beseitigen wollte, hörte ich den Mieter der Wohnung in die Küche treten.
„Ich hoffe, es macht dir nichts aus, das ich mich an deinen Kühlschrank zu schaffen machte“
Aus den Augenwinkeln sah ich zu dem Älteren und stockte. Kurz schloss ich die Augen, atmete nochmals durch und sah wieder hoch.
Ja, ich war eine ganze Zeit lang in Sammy verliebt gewesen. Und ja, er war immer noch in meinen Augen ein attraktiver Mann. Doch wieso ich nun so atemlos war,  konnte ich mir selber nicht erklären. Und dabei war nicht viel anders als sonst.
Schwarze Hose, schwarzes ärmelloses Hemd, Bandana und Cowboyhut. Ich kannte ihn so, hatte mit ihm bereits so schon auf einer Bühne gestanden. Es konnte also nur an meinem überarbeiteten Selbst liegen.
„Kein Ding. Ich wollte eigentlich mit euch beiden heute hier Frühstücken, aber da wir nun Lillo abholen, hatte sich das ja erledigt. Also hau ruhig rein. Ich hol nur noch schnell mein Geld und die Autoschlüssel, dann können wir los“ Während er sprach, packte er eine Tasche mit Dingen aus dem Kühlschrank und sah nicht wirklich hoch. Ein Glück, denn meine Gesichtsentgleisung war sicher nicht so schön.
Ich schüttelte mich, um alle Gedanken irgendwie loszuwerden und nahm mir vor, mich zusammenzureißen. Mir fehlte einfach das Koffein, das war die Lösung für alles. Und so lange ich den nicht hatte, musste mein anderer bester Freund herhalten. Mein Freund, das Nikotin.
Nach den ersten Zügen bemerkte ich, wie ich mich langsam entspannte und als Sammy wieder rein kam, war alles wieder beim alten. Keine Besonderheiten. Dies war nur mein Freund und Bandkollege und wir würden gleich mit seinem Sohn in den Zoo fahren.
Rasch kontrollierte der Sänger alles noch einmal und gab mir dann das Zeichen für den Aufbruch.
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