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Geschichte: Fanfiktion
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von LiLaLE
erstellt: 21.04.2008
letztes Update: 16.03.2012
Geschichte, Abenteuer, Mystery / P16 Slash
(in Arbeit)
Über Feedback würde ich mich, wie immer, freuen...
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“Haben wir alles, was wir brauchen?”, fragte Prue noch einmal, während sie in ihr Auto stieg.
“Das Vernichtungselixier für Cole und den Spruch für den Schutzkreis habe ich, Paige hat den Rehabilitationsspruch und trifft sich dann dort mit uns.”, antwortete Piper, die eben den Sicherheitsgurt angelegt hatte.
“Gut, dann lass uns unsere Schwester zurückholen…” Mit diesen Worten startete Prue den Wagen und sie fuhren los, zu einem letzten Versuch, Phoebe zurück auf die gute Seite zu ziehen.
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“Schatz, hast du meine Aktentasche gesehen?” - “Sieh mal im Kinderzimmer nach!”
Cole folgte dem Rat seiner Frau und ging in das Zimmer, in welchem seine beiden älteren Töchter Anna und Alexandra gerade “Heiß oder kalt” spielten; ein Spiel bei dem die Eine etwas versteckte und die Andere mit den Anweisungen “warm” und “kalt” zum Versteck lotste.
“Kinder, habt ihr meine Aktentasche gesehen?”
Die beiden Mädchen sahen sich kurz an und auf Alexandras Gesicht kam ein fieses Lächeln zum Vorschein. “Du musst sie suchen…”, flötete sie und ihr Grinsen wurde breiter, als Cole genervt ausatmete. “Keine Sorge, wir helfen dir…”
Cole seufzte resignierend, stimmte aber schließlich mit einem Nicken zu. Alexandra klatschte begeistert in die Hände als Cole auf das Stockbett zuging.
“Warm… wärmer… Nein, war nur ein Scherz, eiskalt!”
Cole, der eben auf die Knie gegangen war um unter dem Bett nachzusehen, ballte die Hände zu Fäusten. “Alexandra, das ist nicht lustig! Ich habe einen wichtigen Termin mit Mercutio!” - “Dem Dämon?” - `”Nein, mit der Figur von Shakespeare… Natürlich mit dem Dämon!”
Man merkte Cole an, dass sein Geduldsfaden jeden Moment reißen würde. Er liebte seine Töchter, aber sie gingen ihm manchmal doch sehr auf die Nerven; besonders Alexandra überspannte den Bogen regelmäßig.
“Ach Daddy, sei doch nicht gleich böse…” Alexandra kicherte kurz über ihr eigenes Wortspiel, welches Cole allerdings noch weiter reizte.
“Ich warne dich, treib’ es nicht zu weit! Sonst…” Seine Drohung wurde von dem Geräusch splitternden Holzes unterbrochen, ein überraschter Aufschrei Phoebes und das Geplärre der jüngsten Tochter der Turners, der zweijährigen Alina, folgten.
Sofort verschwand die Wut von Coles Gesicht und ein besorgter Blick erschien stattdessen. “Ihr bleibt hier!”
Damit verließ er den Raum eilig und hetzte ins Wohnzimmer, wo er eine vor Überraschung erstarrte Phoebe mit Alina in ihren Armen erblickte, ihre Augen waren auf ihre Schwestern gerichtet, die ihr gegenüber, vor einer aufgebrochenen Tür standen.
Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. “Es gibt Menschen, die öffnen die Tür, anstatt sie gleich kaputt zu machen… Aber ich weiß ja, dass ihr es nicht so mit den Manieren habt, sonst würdet ihr nicht alle zwei Wochen unangemeldet unsere Wohnung stürmen… Ihr gebt wohl nie auf, hm? Das ist das Problem von euch Guten, ihr wisst nicht, wann es Zeit ist, aufzuhören…”
Phoebe löste sich aus ihrer Starre und trat an die Seite ihres Mannes, der einen Arm um ihre Hüften legte; Alina in ihren Armen war wieder in einen tiefen Schlaf gefallen.
Die mächtigen Drei sahen sich an und nickten entschlossen. “Phoebe, wir bitten dich noch einmal im Guten; komm auf unsere Seite zurück! Wir wollen dir nicht wehtun, oder deinen Kindern, aber wenn du bei den Bösen bleibst, müssen wir das, der Welt wegen, tun…” Paiges Stimme klang als würde sie jeden Moment versagen, während sie sprach, auf Phoebes Lippen bildete sich bloß ein abfälliges, arrogantes Lächeln. Hätte eine ihrer beiden Schwester diese Worte ausgesprochen, so hätten jene sie vielleicht erreicht, sie zumindest zum Nachdenken angeregt, doch Paige? Sie kannte die junge Frau doch nicht, sie war eine Fremde für die Hexe und das würde sich auch nicht ändern, insbesondere weil sie wohl nie auf der gleichen Seite stehen würden.
“Weißt du Paige…”, Phoebes Stimme klang, als würde sie nur schwer ein Lachen unterdrücken, “Ich habe hier, bei Cole, alles was ich jemals wollte. Ich habe eine Familie, die ich liebe und die mich liebt, ich höre keine Vorwürfe, weil ich im Stress einmal etwas vergessen habe”, ihre Augen wanderten zu Piper, “und ich werde nicht angeschnauzt, weil ich mir ein Kleid ausgeborgt habe ohne vorher zu fragen“, diesmal galt ihr Blick Prue, “und mein Mann liest mir jeden Wunsch, egal in welcher Hinsicht, von den Augen ab! Und jetzt nennt mir einen vernünftigen Grund, warum ich das alles aufgeben sollte!”
Schweigen.
“Weil du unsere Schwester bist!” Prues Worte hallten in ihrem Kopf nach. Die Beiden Hexen hatten früher das denkbar schlechteste Verhältnis in der gesamten Familiengeschichte zueinander gehabt, bevor Phoebe die Macht der Drei beschworen hatte, und dann… Ja, es fiel ihr schwer sich das einzugestehen, aber Prue war ihr dann wohl wichtiger geworden als Piper, eben weil sie sich erst aufeinander zu bewegen hatten müssen.
Phoebe schüttelte den Kopf, ganz leicht und langsam nur, doch nahmen alle Menschen im Raum das Zeichen wahr; Cole fühlte dabei Triumph und die Schwestern tiefe Trauer.
“Gut…” Piper ergriff das Wort, seufzend, während sie ein Stück Papier aus ihrer Jackentasche hervorkramte und auffaltete. “Du lässt uns leider keine andere Wahl…”
Die mächtigen Drei stellten sich zusammen und begannen, vom Zettel abzulesen: “Prudence, Penelope, Melinda…“ Phoebes Augen weiteten sich, das war der Spruch, mit dem sie die Quelle, Cole, vernichten konnten. In ihrer Panik drückte sich Cole Alina in die Arme und schleuderte einen Feuerball auf ihre Schwestern.
Wie in Zeitlupe sah sie, wie das kugelartige brennende Gebilde von einem unsichtbaren Schutzschild abprallte und direkt auf sie zu zurück schoss.
Keine der mächtigen Drei hatte damit gerechnet, dass Phoebe sie angreifen würde, sie alle hatten mit einer Attacke von Seiten Coles gerechnet, so waren sie aus dem Konzept gebracht und Prue, übermannt von der Sorge um ihre jüngere Schwester, hielt inne und schleuderte den Feuerball mit einer schlichten Handbewegung aus der Bahn, kurz bevor er Phoebe erreichen konnte. Die beiden anderen Schwestern verstummten, das Kokeln des angesengten Vorhanges war das einzige Geräusch in der Wohnung.
“Phoebe, bring Alina ins Kinderzimmer…” Die Königin der Unterwelt bewegte sich nicht. “SOFORT!”
Damit nahm sie das jüngste ihrer Kinder wieder in die Arme und brachte es schnell in Sicherheit. Sie war nicht darauf gefasst gewesen, dass Prue sie retten würde. Sie hätte keinen großartigen Schaden davon getragen, sie hatte durch ihre Krönung einen Schutz gegen Magie niedriger Klassifizierung erhalten, doch das wussten die Schwestern nicht, und schon allein, dass Prue sie aus dem Affekt heraus geschützt hatte, machte es unendlich viel schwerer für Phoebe.
Als sie vor ihren beiden Töchtern stand, mit der dritten auf den Armen, hörte sie Kampflärm aus dem Wohnzimmer dringen, ihre Stirn legte sich in tiefe Sorgenfalten. Es gab nur eine Möglichkeit, ob Cole diese jetzt billigen würde, oder nicht, um ihn zu retten…
Cole hatte einige seiner Dämonen zur Unterstützung gerufen, die ihren Zweck durchaus erfüllten, lenkten sie die mächtigen Drei doch von ihrem eigentlichen Ziel, ihn zu töten, ab, doch nahm ihre Zahl mit drastischer Geschwindigkeit ab.
Der Letzte von ihnen ging schreiend in Flammen auf, als Phoebe wieder im Raum stand, Alexandra und Anna, die Alina in Armen hielt, an den Händen.
“Phoebe, was…?!” Die Königin der Unterwelt gebot ihm mit einem einzigen Blick, zu schweigen, was er auch sofort tat; sie musste einen Plan haben. Er wusste zwar noch nicht, ob er ihm gefallen würde, doch solange er funktionierte musste er sich darüber keine Gedanken machen, das hatte dann Zeit.
“Ich muss euch jetzt auffordern, zu gehen…” Ihre Stimme war eiskalt, doch die Schwestern bewegten sich nicht.
“Gut, sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt…” Damit blickte sie zu ihren Töchtern, nahm Alina auf den Arm und nickte bestimmt. Sie hatten zuvor den Spruch eingeübt, so wie ihre Mum es mit Prue und Piper gemacht hatte, als sie in die Vergangenheit gereist waren, um den Pakt mit Nicholas zu verhindern; auch wenn es ein Spruch aus dem Buch der Schatten war, die Mädchen waren trotz allem Töchter einer direkten Nachfahrin Melinda Warrens, drei an der Zahl, sie hatten auch noch Mächte des Guten in sich.
“Nehmt sie raus aus diesem Haus, fort von diesem Ort. Wir rufen die Mächte hinzu, verschafft uns vor ihnen endlich Ruh…” Die zwei kleinen Mädchen und ihre Mutter, mit der dritten Tochter auf den Armen sprachen den Spruch im Chor und als sie ihn zwei mal aufgesagt hatten, erhob sich plötzlich ein Orkan, der die Schwestern packte und durch die zerstörte Tür warf, weiter vorantrieb bis sie sich vor dem Haus, das ihre verlorene Schwester und ihre Familie bewohnten, wieder fanden.
“Was zum Teufel war das?”, fragte Paige perplex, mit einem unsicheren Blick auf die Eingangstür.
“Die Mädchen sind drei Schwestern und geborene Warrens, sie sind geborene gute Hexen.”, antwortete Piper nach kurzem Überlegen. “Soll das heißen, es gibt eine zweite Ausführung der mächtigen Drei?”, bohrte Paige nach. Prue nickte, “Sie könnten die neue Generation der mächtigen Drei sein, doch Coles böser Keim wird sie verdorben haben… Sie werden wohl eher ein dunkles Trio werden…”
Damit verließen die mächtigen Drei den Ort ihrer Niederlage, zu niedergeschlagen um es noch einmal zu versuchen.
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“Was zum Teufel sollte das?!”, fuhr Cole seine Frau an, nachdem diese die Mädchen ins Bett gebracht hatte. Phoebe drehte sich zu ihm um und hob eine Augenbraue. “Was sollte was?” - “Du hast unsere Töchter gute Magie anwenden lassen!” - “Waren wir uns nicht einig, dass wir ihnen die Entscheidung überlassen wollen?” - “Nein, DU wolltest diese Regelung… Sieh mal Phoebe, wenn sie in diesem empfindlichen Alter mit guter Magie experimentieren, dann sind sie vielleicht voreingenommen gegenüber dem Bösen, und das wollen wir nicht; DARÜBER waren wir uns einig…”
Phoebe senkte bei seinem beleidigten und auch gekränkten Tonfall beschämt den Kopf und murmelte ihre Zustimmung. “Ja, Schatz…”
Keiner der beiden Obersten der Unterwelt wusste, wie recht Cole mit dieser Vermutung haben sollte, auch wenn sich das erst in weiter Zukunft zeigen würde…
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