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Prolog - Freunde
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von LadyAurora    erstellt: 06.04.2008    letztes Update: 09.04.2009    Romanze / P18     490 Reviews
Hallo und herzlich willkommen zu meiner ersten Kimi Räikkönen Fan Fiction!

KURZBESCHREIBUNG:

Was kommt dabei raus, wenn die kleine Schwester von Michael Schumacher sich in Kimi Räikkönen verliebt? Richtig! Verwirrung, Liebe, Streit und jede Menge Chaos! Als Pressesprecherin der Scuderia Ferrari hat Selene es eben nicht immer leicht. Vor allem dann nicht, wenn man auch noch mit dem Mann befreundet ist, in den man sich verliebt hat und dieser noch dazu verheiratet ist. Das kann nicht gut gehen. Selene Schumacher muss sich all diesen und noch vielen mehr Problemen stellen, ehe sie endlich glücklich sein kann und das hoffentlich mit dem Mann ihrer Träume.


DISCLAIMER:
Keine der bekannten Personen gehört mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld.
Ich stelle die Personen so dar, wie ich sie mir vorstelle oder wünsche (Schicksal spielen ist toll *muhaha*). Da diese Darstellungen wahrscheinlich nicht der Wirklichkeit entsprechen, bitte ich das zu entschuldigen.
Die komplette Handlung, sowie Selene Schumacher sind aus meinen kranken Gehirnwindungen entsprungen und haben nichts mit der Realität zu tun, obwohl Selene öfter mal aus der Reihe tanzt und ihr Eigenleben entwickelt. ;)


WARNUNG:
Die Fan Fiction hat nicht umsonst das Rating P18. Es werden in späteren Kapiteln "spezielle" Szenen vorkommen.


INFORMATIONEN:
Ich werde mich an die Ergebnisse und Ereignisse der Formel 1 Saison 2007 halten


BETA:
LadyPistolero und Lady in Red. Ihr seid die Größten, ohne euch wäre ich verloren und total hoffnungs- und hilflos!


Über Reviews (positiv oder negativ) freu ich mich natürlich, es ist die einzige Bezahlung die ich bekomme, also seid nicht so sparsam, ja? Konstruktive Kritik wird von mir gerne zur Kenntnis genommen und soweit möglich und realistisch auch beim Schreiben berücksichtigt.
Ich beiße nicht, also keine Angst =P

Und jetzt viel Spaß beim lesen.

Eure LadyAurora









Gefühle?



Aber mit dir ist zum allerersten Mal was anders gewesen,
mein Herz ist geschmolzen, weil es was Echtes gefunden hat.
Die Anderen schauen nur ratlos, denken, ich dreh’ langsam durch.

Aber das schert mich nicht.
Auch wenn sie versucht haben, mich von dir wegzuziehen,
sie kennen die Wahrheit einfach nicht.

Mein Herz ist schon ganz geschwächt,
ich versuch’ immer wieder, die Vene abzudrücken.
Du hast mich aufgeschnitten,
und ich blute...
blute Liebe, weil du mich aufgeschnitten hast.



(Leona Lewis, "Bleeding Love"http://www.youtube.com/watch?v=HJZnx5pMzl4)






Prolog - Freunde



Selene:

Gott, war das langweilig. Ich hasste die Essen mit dem Team. Felipe war bei dem Grand Prix von Europa, auf dem Nürburgring, Zweiter geworden. Was nicht ganz über Kimis Ausfall hinweghalf, aber auch ein zweiter Platz musste gefeiert werden.
Gelangweilt stütze ich mein Kinn auf der Hand ab und beobachtete Stefano und Jean bei ihrer Unterhaltung. Stefano fuchtelte wild mit den Armen umher, während er irgendeine Geschichte erzählte. Er war auch schon nicht mehr ganz nüchtern, was wohl zu seinem Zustand maßgeblich bei trug.
Kimi saß neben mir und war anscheinend genauso gelangweilt wie ich, was man von ihm eigentlich gar nicht kannte. Wenn es ums feiern ging war er eigentlich immer der Erste, der eine Runde ausgab, aber heute war er, aus welchem Grund auch immer, leicht angespannt. Auch ein Kimi Räikkönen erwischte mal einen schlechten Tag.
„Sollen wir nach draußen gehen?“, schlug ich vor und er nickte nur. Ich schnappte mir die Flasche Rotwein, zwei Gläser und folgte Kimi in die Parkanlage des Hotels.
Wir ließen uns unter einem Baum auf einer Wiese nieder. Ich reichte Kimi ein Glas und füllte es mit Rotwein.
„Was ist los?“, fragte ich während der rote Saft gluckend ins Glas lief.
„Nichts.“, er log, das sah ich ihm an der Nasenspitze an.
Als er vor gut neun Monaten zu Ferrari kam, war ich anfangs skeptisch ob er in unser Team passen würde, aber wir hatten uns auf Anhieb gut verstanden und waren gute Freunde geworden. Unser Verhältnis ging weit über das von Arbeitskollegen hinaus und wenn ich ehrlich war, dann waren da von mir aus mehr als nur freundschaftliche Gefühle, aber er war verheiratet.
„Du lügst. Was ist los?“, fragte ich erneut.
„Ich habe einfach einen schlechten Tag erwischt.“, beharrte er auf seiner Antwort.
Ich verdrehte innerlich die Augen. „Du bist ein verdammt schlechter Lügner.“, stellte ich fest und trank einen Schluck Rotwein, ehe ich mich nach hinten auf den Rasen fallen ließ.
Kimi legte sich ebenfalls nach hinten und sah mich an. „Du kennst mich gut.“, war seine lapidare Antwort, aber immer noch keine auf meine Frage.
„Was ist los?“, musste ich ein drittes Mal nachharken.
„Ich habe Streit mit Jenni. So richtig heftig.“, offenbarte er mir dann endlich.
Als hätte ich es nicht geahnt. Ich mochte Jenni nicht besonders, nicht dass ich eifersüchtig wäre.
Nein.
Sie war mir einfach unsympathisch und so ganz anders als Kimi. Auf mich wirkte sie immer etwas hochnäsig und eingebildet. Sie dachte wohl, dass sie nur weil sie Model war und mit einem Formel 1 Piloten verheiratet war, etwas Besonderes sei, doch letztendlich waren wir alle nur Menschen.
„Hey.“, versuchte ich ihn aufzumuntern. „Das wird schon wieder. Willst du mir erzählen was passiert ist?“, fragte ich vorsichtig. Immerhin waren wir gute Freunde und Freunde erzählten sich nun einmal solche Sachen.
„Sie hat mich betrogen.“, stellte er sachlich fest, doch ich hörte seiner Stimme an, dass ihn das sehr beschäftigte. Verständlicherweise. Vielleicht war es auch mit ein Grund, für seinen fatalen Fahrfehler heute.
Die Presse stellte ihn immer als den ruhigen, verschlossenen Iceman dar, den nichts aus der Ruhe bringen konnte. Ich wusste es besser. Man musste ihm nur etwas näher kommen um den wahren Kimi kennen zu lernen, der alles andere als kühl und verschlossen war.
Ich stütze mich auf dem Ellenbogen ab um ihn ins Gesicht schauen zu können. Ich konnte mich geirrt haben, doch glaubte ich Tränen in seinen Augen schimmern zu sehen. „Das tut mir leid.“, gab ich ehrlich zu. „Wie… wann?“, ich wusste nicht wirklich wie ich mit dieser Situation umgehen sollte.
„Als ich vom Rennen in England zurück nach Finnland geflogen bin. Ich wollte sie überraschen, denn eigentlich wollte ich nach Wollerau.“, er schluckte. „Ich habe sie in flagranti erwischt.“
„Hat sie irgendetwas gesagt?“
„Sie hat etwas von einer Entschuldigung gefaselt, aber ich habe ihr gar nicht zu gehört und bin in den nächsten Flieger in die Schweiz gestiegen.“, erzählte er mir bereitwillig.
Ich spürte, dass es ihm gut tat mit jemandem darüber zu reden, anstatt das Ganze in sich hinein zu fressen. Er hatte sich wahrscheinlich auch Marc anvertraut, doch ich wusste, dass Kimi nicht gerne mit seinem Physiotherapeuten über private Dinge sprach.
„Und dann?“, fragte ich weiter.
„Sie hat mich heute Abend angerufen und gemeint wir müssten reden. Ich werde mich morgen mit ihr treffen.“, jetzt setzte auch er sich auf. „Aber Selene. Wie soll ich ihr wieder vertrauen können? Ich meine, ich bin so viel unterwegs, ich muss ihr doch vertrauen können.“, er blickte zu Boden. „Ich fürchte das kann und will ich nicht mehr.“
So niedergeschlagen hatte ich ihn selten, vielleicht noch nie gesehen. „Da musst du alleine durch, aber du weißt, dass ich für dich da bin, oder?“, versuchte ich ihm Mut und Unterstützung zu geben.
„Ja, das weiß ich.“, er strich mir über die Wange, was mir ungewollt einen Schauer über den Rücken jagte. „Danke.“
„Gerne. Für so etwas sind Freunde doch da.“, gab ich zurück.
Kimi ließ sich wieder nach hinten sinken und starrte in den Nachthimmel. Es war merklich abgekühlt, aber nicht so kalt, dass ich zu frieren begann. Gegen den heftigen Schauer, der kurz nach dem Rennstart runter geprasselt war, konnte die Temperatur im Moment locker mithalten.
„Was machst du in den zwei Wochen bis Ungarn?“, fragte Kimi.
„Morgen früh mit dem ersten Flieger zurück nach Hause, nach Rom.“
„Mmh.“, murrte Kimi.
„Und du?“, ich machte eine kurze Pause. „Ich meine ein bisschen Ablenkung könnte dir nicht schaden, je nachdem wie das morgen abläuft. Wir könnten zusammen was unternehmen. Dann kommst du mal auf andere Gedanken.“
„An was denkst du?“, wollte Kimi dann wissen und stütze sich erneut auf dem Ellenbogen ab um mich anzusehen.
„Keine Ahnung.“, gab ich offen zu. „Warst du schon mal in Rom?“
„Nein.“, er lächelte, das erste Mal an diesen Abend.
„Dann komm mich besuchen, ich zeige dir die Stadt und wir machen uns ein paar schöne Tage. Ich habe genug Platz, du kannst bei mir schlafen.“
„Das klingt gut.“, seine Miene erstarrte wieder und das Leuchten in seinen Augen, dass ich für einen kurzen Moment gesehen hatte erlosch. „Ich ruf dich morgen an und sag dir bescheid, wie das mit Jenni gelaufen ist.“
Ich nickte, er tat mir Leid, ich wusste wie es sich an fühlte betrogen zu werden. Kein schönes Gefühl.
„Hey ihr zwei.“, unterbrach uns eine männliche Stimme, die ich meinem Bruder zuordnen konnte.
„Michael? Ich dachte du wärst schon lange weg.“, fragte ich auf deutsch. Kimi verstand uns nicht.
„Ja, ich dachte mir, ich feire noch ein bisschen und mache mich dann auf den Weg nach Hause. Mein Flug geht in…“, er sah auf seine Uhr. „… fünf Stunden.“
Etwas verwirrt sah ich auf meine Uhr: Ein Uhr. „Scheiße!“, mein Flug ging bereits in vier Stunden und ich hatte noch nicht gepackt.
„Was?“, fragte Kimi etwas verwirrt, da er uns nicht verstanden hatte.
„Ich muss noch packen und mein Flug geht in vier Stunden.“
Er lächelte. „Na dann beeil dich aber.“
„Da werde ich nicht drum herum kommen.“, ich stürzte den letzen Schluck Rotwein runter und erhob mich vom Rasen. „Du rufst morgen an?“, wollte ich nochmals wissen.
„Jap.“, bestätigte Kimi und stand ebenfalls auf. Er gab mir einen Kuss auf die Wange, wie immer. „Wir sehen uns spätestens in Ungarn.“, verabschiedete ich mich und eilte ins Hotel, Michael hinterher, der schon voraus gegangen war.
 
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