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von Jasonn    erstellt: 20.03.2008    letztes Update: 30.04.2008    Geschichte, Abenteuer / P18    (fertiggestellt)
Dies ist meine erste Ff. Ich habe vorher noch nie geschrieben, nur gelesen. Doch dann bin ich auf diese Eure Seite gestoßen. Das hat mich doch sehr zum Schreiben motiviert. Darum habe ich nun den Prolog einer Geschichte geschrieben. Ich hoffe auf viel Kritik, ob nun positiv oder negativ. Aber jetzt mal los...






Prolog
Eine Fabrik in der Wüste

Wir waren von den Untoten umringt. Es schien kein Entkommen zu geben.  Dabei waren wir uns doch so sicher, daß wir uns hier in einer relativ zombiefreien Zone befanden. Was machen diese fleischfressenden Ungeheuer überhaupt in dieser triesten sandigen Gegend. Man sollte meinen, die Zombies würden sich eher in Städten und bevölkerten Gegend aufhalten als hier in der Wüste von Nevada.
Meine Mitstreiter und ich befanden uns ziemlich genau zwischen den ehemaligen Städten Las Vegas und Reno, also weit ab jeglicher Zivilisation. Das einzige, was es hier gab war eine alte Fabrik - mitten im Nichts. Und gerade diese Fabrik schien nun unsere letzte Chance auf Rettung sein. Sie könnte uns als Zuflucht dienen, mal vorausgenommen, wir überleben diesen Ansturm der fauligen, fleischhungrigen Kreaturen.
Wir waren sechsunddreißig, als wir aus Reno flohen... als die Menschenfresser auch diese Stadt langsam, aber unaufhaltsam in ihren Besitz nahmen. Das Militär hatte lange Widerstand gehalten, mußte aber dann aufgrund der immer höher werdenden Zahl der Monster die Stadt aufgeben. Zusammen mit dem Militär gaben auch wir auf und stahlen einen Bus, der mit offenen Türen auf einem Parkplatz verweiste. Auf dem Weg aus der Stadt haben wir noch einige Menschen, großteils der Panik verfallen, aufgelesen und in den Bus verfrachtet.
Nun waren wir bereits Wochen unterwegs und die Untoten, die wir sahen, wurden an Anzahl immer geringer. Doch auf dem Weg haben wir große Verluste hinnehmen müssen. An einer Tankstelle, starben vier Menschen, darunter ein Kind, bei der Beschaffung von Benzin - bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln und Waffen in einem popeligen kleinen Kaff mitten in der Wüste, starben neun weitere. Mit dreiundzwanzig Personen blieben wir dann hier in dieser sandigen Ecke der Wüste liegen. Da wir Tage lang keine Zombies mehr gesehen hatte, waren wir sicher, dieser Landstich sei sauber, doch da hatten wir uns geirrt.
Plötzlich, wie aus heiterem Himmel waren sie dann über uns hergefallen. Da wir vollkommen überrascht waren, konnten wir so gut wie keinen Widerstand leisten und flohen in alle Richtungen davon. Jeder versuchte in Panik, die leerstehende alter Fabrik zu erreichen.
Als ich eine Seitentür der Fabrik erreicht, war ich überzeugt, es als einziger geschafft zu haben. Ohne lange nachzudenken, trat ich die Türe auf und spurtete hinein.
Gehetzt sah ich mich in der großen, nur durch das von draußen hereindringende Tageslicht leicht erhellten Fabrikhalle um. Dann fiel mir ein, daß ich, jetzt wo die Türe hinter mir offen war, einem weiteren Ansturm der lebenden Toten nicht sicher sein konnte. Ich wandt mich um und blickte hinaus... und tatsächlich: Drei Untote kamen mir mit ihren so steif wirkenden Schritten und ihrer gefährlicher Langsamkeit nach.
Da die Eingangstür durch meinen Tritt komplett demoliert war, konnte sie mir keinen Schutz mehr bieten. Also durchlief ich die Halle und verließ sie durch eine weitere Tür, die ins Treppenhaus des zweistöckigen Gebäudes führte. Ich trat hinaus und mein Herz machte fast einen Freudensprung, als ich bemerkte, daß ein Schlüssel in der Tür steckte. Er war zwar alt und rostig, aber ich versuchte dennoch, ihn zu drehen, als ich die Tür vorsichtig, damit ich nicht zu große Geräusche fabrizierte, ins Schloß gedrückt hatte. Es gelang. Die Türe war abgesperrt und schien sogar recht massiv zu sein.
Ich eilte die Treppe nach oben und verschloß und verrammelte jede Türe, durch die ich trat. Ich rannte, durch Hallen, Bürokomplexe, Korridore und Räume, bis ich schließlich an einer Außenmauer der Fabrik ankam. Zwar saß ich hier theoretisch in der Falle, doch andererseits sollten mich die fleischfressenden Monster hier erst mal finden... und um mich zu finden, müssen sie erst durch mindestens vierzig Türen hindurchkommen, von den ich einige abgeschlossen, aber jede einzelne verbarrikatiert hatte, mit Schreibtischen, Schränken und all dem alten Zeug, was in dieser alten Fabrik hier finden konnte.
Erschöpft von diesem Marathon lehnte ich mich auf den Sims eines Fensters, das nach draußen führte. Da vernahm ich plötzlich Schreie und blickte auf. Was ich nun sah, ließ mir das Blut in den Adern gerinnen. Schon oft mußte ich diesen Anblick ertragen, doch jedes weitere Mal schockierte er mich zutiefst.
Unten im Hof der Fabrik fielen die wütenden Untoten über meine Mitreisenden her, über die wenigen, die noch lebten. Einige Zombies saßen zufrieden am Boden und aßen das Fleisch ihrer Opfer, die zum Teil meine Freunde waren. Wenige andere wehrten sich noch gegen die Angreifer, doch ihre Chancen waren die eines Schneeballs in der Hölle.
Ich spürte, wie mir übel wurde und ich mich übergeben mußte.
Als ich mich wieder aufrichtete, um nochmals aus dem Fenster zu sehen, verschwamm mir der Blick.
Dann zollte meine erschöpfter und gestreßter Körper seinen Tribut. Mir wurde schwarz vor Augen und ich begann zu wanken. Wie mein Körper auf den harten Betonboden aufschlug, spürte ich nicht mehr.

--- Ende des Prologs ---

Fortsetzung folgt...
...im ersten Kapitel: "Abgrund"...
 
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