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Wichtig: Für alle, die diese Story in ihren Favoriten haben und sie erst lesen wollen, wenn sie beendet ist und solche, die damit liebäugeln jetzt anzufangen: Die Story ist endgültig abgebrochen, Annie hat sie nicht beendet und wird das auch nicht mehr tun. Drei Kapitel habe ich nicht mehr übersetzt (man hat ihnen Annies zunehmende Lustlosigkeit irgendwo angemerkt), wer die noch haben möchte, bitte melden.

Ein großes "Sorry" an alle, die ich mit dieser Story schon zum Lesen verführt habe...


Autorisierte Übersetzung aus dem Englischen von "Some Kind of Miracle" von _pinkchocolate alias Annie

Pairing: Harry/Ginny, später Harry/Draco, Ron/Hermine

Genre: Romanze

Warnung: Slash

Disclaimer: Mir gehört gar nichts davon, die Jungs gehören J.K.Rowling und der Plot gehört _pinkchocolate, Original hier zu finden: http://users.livejournal.com/_pinkchocolate/tag/some+kind+of+miracle

Prolog


"HARRY, PASS AUF!”

Bevor Harry die Warnung registrieren konnte, wurde er hart zu Boden gestoßen. Er fiel ungraziös und grunzte vor Schmerz, als seine Schulter auf die Erde schlug.

„Geht es dir gut?“ fragte eine Stimme heftig, bevor ein Paar Hände seine Arme packten und ihn in eine sitzende Position zogen.

„Mir geht’s gut“ würgte Harry hervor, griff nach oben und wischte den Dreck von seiner Brille. Er blinzelte und sah durch den Schmerz, der ihm die Sicht vernebelte, Ginny mit blassem, verängstigtem Gesicht über sich knien. „Was - ?“

„Die dort“, zischte Ginny und deutete mit ihrem Kopf in Richtung eines Gewimmels schwarzer, Kapuzen tragender Gestalten in der Ferne – Todesser. „Es ist jetzt keine Zeit für Erklärungen. Komm, wir müssen dich irgendwo in Sicherheit bringen.“

„Ich habe euch dreien gesagt, ihr sollt mich in Ruhe lassen“, sagte Harry matt, als Ginny ihn hinter den Stamm einer dicken Eiche in der Nähe schleifte. „Erzähl mir nicht, dass Ron und Hermine –“

„Nein, sie waren einverstanden, bei den restlichen Ordensmitgliedern zu bleiben“, sagte Ginny angespannt. Sie schob Harrys Robe beiseite, um die Schulter zu untersuchen, auf die er gefallen war. „Entschuldige, dass ich dich so grob weggestoßen habe, aber du warst voll im Sichtfeld. Du musst vorsichtiger sein!“

Harry stieß einen leisen Schmerzensschrei aus, als Ginny zwei Finger gegen seine Schulter drückte. „Verschwinde von hier!“ sagte er ärgerlich und entwand sich ihrer Berührung. „Du kannst jetzt nicht mit mir zusammen sein! Der Orden – sie dürfen nicht wissen – ich muss Voldemort finden –“

„Ich weiß, Harry, aber ich sah dich letzte Nacht aus dem Hauptquartier entwischen und ich konnte dich nicht einfach gehen lassen!“ Sie sah aus, als würde sie sehr untypisch jeden Moment in Tränen ausbrechen. „Ich erzählte es McGonagall und kurz nachdem Lupin zurückgekommen war, schickte sie mich los, um dich zu suchen. Und es war gut so! Hast du die da drüben überhaupt gesehen? Du wärst tot, wenn du ihnen aufgefallen wärst!“

„Was tun sie hier?“

„Ich weiß nicht, was sie tun, wahrscheinlich sind sie auf dem Weg zurück zu Du-Weißt-Schon-Wem, aber…. Es sind die... sie haben Mum und Dad…“

„Was?!“ Panik flutete durch Harrys Brust und machte das Atmen schwer. „Ginny, was hast du – was meinst du mit sie haben deine Eltern?“

„Du warst schon fort, als wir es erfuhren. Sie waren mit Lupin zusammen und versuchten Bellatrix’ Gruppe aufzuspüren, die, die aus Askaban ausgebrochen war… aber sie wurden umzingelt –“ Ginnys halb Einatmen, halb Schluchzen schnitt ihre Worte ab und sie schloss fest die Augen, als ob die Erinnerung schmerzhaft sei. „Lupin schaffte es, ein paar Stunden nach deinem Verschwinden zurückzukommen, aber sie hatten Mum und Dad. Wir rechneten damit; wir wussten, dass sie Reinblüter verfolgen würden, die –“

„Nein!“ zischte Harry. Er wollte die Hände über seine Ohren halten und Ginny sagen, sie solle aufhören, ihn anzulügen, weil es nicht richtig war, es konnte nicht wahr sein, sie versuchte nur, ihn auszutricksen, damit er zum Orden zurückkehrte. „Sag das nicht! Das ist nicht lustig, Ginny!“

Ginnys Hände flogen hoch, um die Vorderseite seiner schmutzigen Robe zu umklammern. „Für mich ist das auch nicht lustig!“ schrie sie fast und schüttelte ihn. Einen Sekundenbruchteil später weiteten sich ihre Augen als sie erkannte, was sie getan hatte und  sie ließ Harry sofort los. „Oh Merlin, es tut mir Leid! McGonagall befahl mir, dir nichts über Mum und Dad zu erzählen, wenn ich dich fände. Der Orden möchte nicht, dass du etwas Dummes tust, sie dachten, du würdest versuchen, sie zu finden und zurück zu bringen. Wir müssen dich in Sicherheit behalten!“

„Es – es kann nicht wahr sein!“ Harry schwang herum zu der schwarzen Masse von Todessern und fühlte eine Welle von Hass, so heiß und grimmig, dass er fast ohnmächtig wurde angesichts der schieren Intensität, mit der sie in ihm aufstieg. Diese Menschen – sie hatten die Weasleys. Er musste sie zurückholen. Er konnte nicht hier sitzen und sich hinter einem Baum verstecken, während die einzigen Eltern, die er je gekannt hatte, gequält wurden - falls sie überhaupt noch lebten.

Er riss sich von Ginny los, zog seinen Zauberstab und deutete mit der Spitze auf sie. Zwischen abgerissenen Atemzügen sagte er grimmig „Ich werde ihnen nachgehen, Ginny. Versuch nicht, mich aufzuhalten. Tu’s nicht - wenn du es dem Orden erzählst - dann –“

„Harry, tu deinen Zauberstab weg! Tu das nicht; du benimmst dich genau wie sie sagten, dass du würdest!“

„Bellatrix ist bei ihnen, ja?“ sagte er, seine Stimme war plötzlich eine Maske aus kalter Fassung.

Perfekt. Er hatte die Möglichkeit, auch Sirius’ Tod zu rächen. „Sie ist genau dort drüben. Du hast nicht gelogen, Ginny, nicht wahr?“

„Nein – ja – Harry!“

Ginny stand auf wackligen Beinen, die Hände ausgestreckt, um sich vor Harry zu schützen. Panische Augen voller Schrecken flehten Harry an aufzuhören, aber er trat einen Schritt zurück, entfernte sich von dem einzigen Mädchen, das er je geliebt hatte, weil er wusste, dass er es tun musste. Er musste ihr Angst machen, er musste ihr klar machen, dass sie nicht an seiner Seite sein konnte, bis der Krieg vorüber war und er sie wieder beschützen konnte.

Und dann wurde Ginnys Blick hart. Ihre Lippen kräuselten sich in etwas, das weder Lächeln noch Missbilligung war, sondern ein Zeichen von Akzeptanz. „Ich werde dir nie verzeihen, wenn du nicht lebend zurückkommst.“

Harry atmete erleichtert aus. „Ich werde zurückkommen“, sagte er, aber traute seinen eigenen Worten nicht und es war klar, dass auch Ginny es nicht tat.

Sie ballte ihre Fäuste, aber senkte resigniert ihren Kopf und flüsterte kaum hörbar „Und… und wenn du kannst, bring meine Eltern zurück.“
„Ich werde sie zurückbringen“, sagte Harry wieder und dieses Mal mit weit größerer Sicherheit. Er schluckte und warf einen weiteren verstohlenen Blick in Richtung der Todesser. Sie schienen sich fort zu bewegen. „Scheiße“, fluchte er. “Ich – Ginny, ich muss gehen.”

Ohne auf eine Antwort von ihr zu warten, warf er sich seinen Tarnumhang um und riss sich los - den Todessern hinterher. Haltet durch, Mr und Mrs Weasley, flehte er stumm. Für den Moment hatte er vergessen, dass er ausgzogen war, die Horcruxe zu finden und Voldemort zu zerstören. Bitte…bitte, nur noch eine Weile...

Harry brauchte nicht lange, um die Gruppe einzuholen. Zuerst war er verwirrt über die Schnelligkeit, mit der der Abstand zwischen ihnen dahin schmolz; aber als er sich ihnen näherte, erkannte er den Grund dafür. Die Todesser hatten angehalten und gruppierten sich in einem Halbkreis um zwei verkrümmte Gestalten. Harry musste nicht einmal anhalten und nachdenken um zu wissen, wer sie waren.

Oh Gott, bitte seien Sie nicht tot, dachte er hysterisch, zu bestürzt um auch nur daran zu denken, die Gelegenheit zu nutzen, ein paar Todesser unschädlich zu machen während sie sich seiner Gegenwart nicht bewusst waren. Er schob sich näher an sie heran. Ja, es war nun klar, die weißen Gesichter, beleuchtet durch die Zauberstäbe der Todesser, gehörten Ginnys Eltern – und sie waren so still als seien sie tot.

Abscheu und Verzweiflung stiegen in Harrys Magen auf, er fiel auf die Hände und kämpfte gegen den Drang aufzuschreien. Er war zu spät. Er hatte sie nicht retten können, genauso wenig, wie er Cedric hatte retten können und Sirius und Dumbledore und –

„Na, wer möchte sie umbringen?“

Bellatrix’ grausig vertraute Stimme unterbrach Harrys wirbelnde Gedanken. Seine Augen
weiteten sich, als ihm die Bedeutung ihrer Worte bewusst wurde. Die Wealeys lebten noch.

„Warum lassen wir es nicht Draco tun?“ kicherte eine raue Stimme. „Er war so erpicht darauf mitzukommen und er verdient eine Belohnung für die ermordeten Muggel dort hinten.“

„Nein“, sagte Bellatrix scharf. „Unser Lord hat klar gemacht, dass er Dracos Hände noch nicht mit Verräterblut beschmutzt haben möchte.“

Harry kniete wie erstarrt. Draco? Draco Malfoy? Er durchforschte die vermummten Gestalten im Dämmerlicht, versuchte verzweifelt, ihre Gesichter im schwindenden Licht auszumachen.

„Dann tu du es, Bella!“

Ein zustimmendes Murmeln machte die Runde. „Du hast immer gesagt, du freust dich auf den Tag, an dem du sie ihr Leben aushauchen sehen würdest“, fügte jemand hinzu.

In Bellatrix’ seidiger Stimme war ein höhnisches Lächeln als sie antwortete „Das ist wahr, Alecto. Vielleicht ist dieser Tag endlich gekommen…“

Der Klang von Bellatrix’ Stimme brachte Harry wieder zu sich. Er musste die Weasleys retten, während Bellatrix abgelenkt war. Er krallte seine Hände in Grasbüschel und suchte verzweifelt nach möglichen Wegen, die Weasleys zu packen und zu verschwinden, bevor die Todesser es bemerkten. Es fiel ihm keiner ein.

Töte sie, Harry, drängte ihn eine leise Stimme im Hintergrund seines Bewusstseins. Töte sie oder betäube sie. Es ist der einzige Weg.

Mit einer Hand packte er fest seinen Zauberstab, mit der anderen umklammerte er seinen Umhang und stand zitternd auf. Er schlich näher, versuchte Bellatrix’ Gesicht in der Dunkelheit zu finden. Auf die anderen zu zielen war nutzlos, er musste sie töten, ihre Anführerin.

„Kinder…“

Mrs Weasleys unerwartetes Stöhnen erreichte Harrys Ohren und ließ ihn anhalten.

„Nein… bitte… Kinder…“

„Avada Kedavra!“

In dem Blitz aus grünem Licht, das der geschrieenen Beschwörung folgte, erschlafften seine Finger, die den Umhang um ihn hielten. Betäubt durch die Wellen des Schocks, bemerkte Harry nicht einmal, als der Mantel zum Boden fiel und seine Anwesenheit enthüllte.

Nein!

Als dieses eine Wort in Harrys Kopf wider hallte wie Trommelschläge gegen seinen Schädel, hob er seine Augen von Mrs. Weasleys schlaffem Körper – und begegneten einem gleichermaßen geschockten silbernen Augenpaar.

Und so standen Harry Potter und Draco Malfoy, Blicke ineinander getaucht in gegenseitigem Unglauben und die Welt um sie herum kam zitternd zum Stillstand. Für eine Sekunde, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte, vergaß Harry zu atmen. Malfoy war dort. Malfoy hatte ihn gesehen. Malfoy wusste. Und dann senkte Malfoy seine Augen, versteckte sie in den Schatten unterhalb seiner Kapuze und brach die Verbindung gerade rechtzeitig, dass Harry den zweiten Blitz grünen Lichts wahrnahm. Schlagartig kam ihm der Ernst der Lage wieder zu Bewusstsein.

Harry ließ sich fallen und tastete nach seinem Tarnumhang. Zieh ihn über und hau hier ab bevor sie dich sehen! riet ihm die leise Stimme in seinem Kopf, als er ihn gefunden hatte. Harry gehorchte automatisch, schwang den Mantel um seine Schultern und kam stolpernd auf die Füße.

Aber nein. Er konnte noch nicht gehen. Auch wenn er nichts tun konnte, um Rons Eltern zu retten, auch wenn er versagt hatte, er konnte Bellatrix nicht wieder gehen lassen.

„Tante Bellatrix, vielleicht sollten wir die Leichen hier lassen und zum Hauptquartier zurück kehren“, murmelte Malfoys kalte Stimme gerade, als Harry herum schwang, jede Ader mit giftigem Hass pochend, jeder Muskel in seinem Körper gespannt und bereit, die zwei Worte zu sprechen, die Bellatrix’ Leben nehmen würden.

Harry zögerte. Malfoy hatte ihn nicht verraten. Er hätte ohne Umstände preisgeben können, dass Harry mit erhobenem Zauberstab und bereit zum Angriff dort stand, aber stattdessen sagte er ihnen, sie sollten die Gegend verlassen. Er… deckte Harry?

NIMM DICH ZUSAMMEN! TU ES JETZT!

Er befreite sein Bewusstsein von allen Gedanken an Malfoy, von allen Gedanken an irgendetwas außer dem puren Hass, den er für diese irre, völlig verrückte Frau empfand, die ihm die drei Menschen genommen hatte, die sich am meisten um ihn gekümmert hatten und  packte seinen Zauberstab fester. Er konnte Bellatrix nun klar sehen. Sie stand neben Malfoy, und formte Worte, die er durch das betäubende Rauschen des Bluts in seinen Ohren nicht hören konnte.

„Avada – “ krächzte er durch ausgedörrte Lippen. Seine Hände zitterten heftig. Er konnte es nicht tun.

Aber dann wallte ein weiterer Ansturm von Hass von irgendwo tief in ihm auf und alles, was er sehen konnte, war Schwärze – Schwärze, aus der Bellatrix’ wächsernes, boshaft verzogenes  Gesicht plötzlich auftauchte. In diesem Augenblick wusste Harry, dass auch, wenn er versuchte sich selbst aufzuhalten, er es nicht schaffen würde. Bellatrix war zu weit gegangen, hatte ihm zu viel genommen und er konnte sie nicht einfach wieder davon gehen lassen, ohne gleichfalls etwas von ihr zu nehmen.

Und so kreuzte Harry Potter die letzte Schwelle zwischen Unschuld und Dunkelheit, komplett verschlungen von einer Art Bösem, die er niemals zuvor gekannt hatte.

„AVADA KEDAVRA!"
 
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