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von audi    erstellt: 16.02.2008    letztes Update: 06.03.2008    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt)
Titel: Dirrty Desire

Autor: audi (ich)

Rating: P-18 Slash

Paring: Bill X ?

Warnings: Viele detailierte, teils versaute Lemons

Claimer: Meine Idee, mein Cover [klick]

Disclaimer: Tokio Hotel gehören sich selbst. Ich habe sie mir nur mal kurz "ausgeborgt". Ich verdiene keinerlei Geld mit dieser Geschichte.

Inhaltsangabe: Was passiert, wenn man etwas begehrt, wovon man sich sicher ist, dass man es nie bekommen wird? Es ist wie in einer alten Geschichte. Ein Junge mit einem besonderen Talent bekommt die Chance seines Lebens, doch dann fuscht das ein Geschehen dazwischen, das alles verändert. Wird die Begierde alles vermasseln oder doch neue Türen öffnen? Bill, der begabte Modestudent, muss sich entscheiden. Karriere oder Begierde? Oder geht vielleicht doch beides?

Anmerkung des Autors (von mir): In dieser Geschichte versuche ich mal einen ganz neuen Schreibstil auszuprobieren. Ich bin gespannt, wie ihr ihn findet. Konstruktive Kritik dürft ihr mir gern geben, ob ich sie mir zu Herzen nehme oder der gleichen Meinung bin wie ihr, kann ich jedoch an dieser Stelle nicht sagen. Danke für die Interesse an dieser Geschichte. Das erste Kapitel:




Für Tom war es ein Morgen, wie jeder andere. Ein Tag, wie jeder andere, doch für Bill war es etwas anderes. Etwas völlig Neues. Sein erster Tag als Praktikant in einer sehr berühmten Modefirma. Nicht nur das. Er war der persönliche Assistent von Tom Kaulitz. Der Modeguru schlecht weg. Jeder kannte seinen Namen und jeder Mensch, der davon träumte Karriere in der Modebranche zu machen, wollte ihn, Tom. Wer mit Tom bekannt war, hatte Chancen. Unzählige Chancen und Bill hatte die Chance 6 Monate Praktikum bei diesem zu machen. Er nutze sie.
Heute war also dieser Tag. Der allererste Tag im neuem Leben. Was früher war, war egal, denn es zählten nur heute und morgen und wenn heute alles gut lief, würde morgen vielleicht schon ein paar Leute seinen Namen kennen, Bill Decore. Sein Studium war zwar noch lange nicht beendet, doch er hatte Talent und Ideen. Seine Kreativität war grenzenlos, was seine Kommilitonen oft nicht zu schätzen wussten. Die Anzahl der Neider stieg von Tag zu Tag, doch das störte Bill nicht. Nein, es machte ihn nur stolz, da er etwas Besonderes war. Etwas Besonderes, doch trotzdem war er immer auf den Boden geblieben. Selbst, als er das Praktikum zu gesagt bekommen hatte, war er nicht ausgeflippt. Nein, er blieb so wie er zuvor auch war. Fleißig, konsequent und erfolgsorientiert. Er wusste, wo er sich sehen wollte. Er wusste ganz genau, was er wollte und wie er es bekommen konnte. Der erste Schritt das Praktikum und der nächste war noch ungewiss. Zu viele Chancen auf einmal.
So stand er nun das allererste Mal vor der Tür zu Toms Atelier. Das Heiligtum dieser Firma. Nicht jeder durfte dort ein- und ausgehen, wie er wollte. Die wenigsten Mitarbeiter waren noch nie zuvor hier drin und er, Bill, würde dort die nächsten 6 Monate ein- und ausgehen. Unvorstellbar, aber wahr. Die Tür wirkte kalt und schwer. Bill zitterte etwas vor Nervösität. Er wollte auf jeden Fall alles richtig machen. Einen guten Eindruck machen, denn der zählte. Vorsichtig streckte er seine Hand aus und schlug sie an die Tür. Ein lautes Pochen war zu vernehmen. Hatte Tom dies gehört? Er war sich nicht sicher. Also klopfte er nochmals fest an die schwere Tür. Zögernd schaute er sich um. Sollte er vielleicht einfach hineingehen? Doch diese Entscheidung wurde ihn abgenommen, da sich die Tür just in diesem Momente öffnete und Tom, ja genau der Tom, vor ihm stand und seine Stirn in Falten zog.
„Was gibt’s?“, fragte dieser mit einem genervten Unterton in der Stimme.
„Ich bin Bill, Ihr neuer Praktikant. Ihr persönlicher Assistent.“, stotterte Bill sich zusammen.
„Ahh Bill, Sie sind es“, er zog Bill in seine Arme und gab ihn links und rechts einen kurzen Kuss auf die Wange.
Bill kannte zwar die Modebranche, doch trotzdem war er etwas bestürzt über diesen liebevollen Empfang. Er war ja schließlich nur der Praktikant und niemand wichtiges. Tom zog ihn ohne ein weiteres Wort in sein Atelier und schloss hinter ihnen die Tür.
„Schön, dass Sie da sind. Haben Sie gut hergefunden?“, fragte er freundlich und deutete auf einen schwarzen Ledersessel auf den Bill sich setzen durfte.
Nervös ließ sich Bill also auf den Stuhl sinken und schaute sich unauffällig um.
„Ja, war ganz leicht. Danke nochmal, dass ich das Praktikum hier machen darf...“, Bill fuhr sich nervös mit seinem Finger über seine Tasche, die er bei sich trug.
„Ach kein Ding“, winkte Tom übertrieben ab und ließ sich ebenfalls auf einen schwarzen Ledersessel sinken.
„Hat man mit Ihnen denn schon eine Führung durch das Haus gemacht?“, erkundigte sich Tom mit höflicher Stimme.
„Nein, bisher noch nicht“, sagte Bill und schaute sich weiter unauffällig um.
Ein paar schwarz-weiß Fotos hingen an der Wand und auf der gegenüberliegenden Seite war ein Fenster das über die Decke hinweg ging. Bill hatte noch nie ein Zimmer betreten, dass ein Dachfenster hatte und war völlig fasziniert. Das musste wunderschön sein, wenn es mal später wurde und schon die Sterne am Firmament zu sehen waren. Tom beobachtete Bills faszinierte Miene und lächelte süfisant.
„Gefällt Ihnen mein Atelier?“, fragt Tom direkt heraus.
„Ehm..“, stottert Bill und richtet sein Blick wieder zu Tom.
„Ja sehr sogar. Das Dachfenster ist wunderschön“.
„Vielen Dank“, Tom stand auf und ging auf das Fenster zu.
Unschlüssig stand auch Bill auf und folgte ihm, um sich dann neben ihn zu stellen und auf die schöne Stadt Hamburg zu schauen, die unter ihnen ihr wildes Treiben nachging. Sie waren im 10. Stock, also nicht gerade im unteren Bereich des Büroturms, doch das machte Bill keine Sorgen. Er mochte Bürotürme, da sie so kraftvoll wirkten, wenn man vor ihnen stand. Es wirkte so machtvoll, wenn man sich vorstellte, wie sie tage-, wochen- und monatelang von Menschen aufgezogen wurden, bis sie dann letztendlich fertig waren. Die leuchten Fensterfassaden, die Größe. All dies bewirkte Bewunderung in Bill.
Tom wendete sich von dem Trubel unter ihnen ab und ging zu einer Tür, die in einen Nebenraum führte. Bill schaute ihm nach und wusste nicht so recht, ob er nun folgen sollte oder doch warten sollte, bis Tom zurück kommen würde, doch dann beschloss er doch das Erstere zu tun und ging zielsicher auf die Tür zu.
Dort hinter verbarg sich ein kleines Büro, welches mit einem Schreibtisch, einem Pc, einer Pflanze und einigen anderen Gerätschaften ausgestattet war. Bill musterte ein Bild, was an der Wand hing, als Tom neben ihm auftauchte und sich dazu stellte.
„Ein Picasso. Wunderschön, nicht wahr?“, stellte Tom fest und Bill nickte zustimmend.
„Nun kommen wir mal zu Ihren Aufgaben.“
Wieder nickte Bill und sie gingen zurück ins Atelier, setzten sich wieder auf die Ledersessel und schauten sich über den kleinen Glastisch hinweg an. Toms Blick wirkte abschätzend, doch zu gleich schien er mit diesem die Augen seines Gegenübers zu durchdringen, hinter die Fassade aus Coolness zu schauen und in ihm den unsicheren, kleinen Studenten zu sehen, der nur diese Chance ergreifen wollte. Die Chance ganz groß heraus zukommen und das mit Toms Hilfe.
„Sie sind also nun mein persönlicher Assistent. Was glauben Sie, sind Ihre Aufgaben?“, fragt Tom geradeheraus.
„Ehmm..“, fing Bill an zustottern.
„Ich glaube, ehm..“, stotterte Bill weiter.
Verdammt, dachte er. Er schien sich völlig zum Vollidioten zu machen und das nur wegen ein bisschen Nervösität. Er war doch schon so einiges gewöhnt. Warum stotterte er nun fast bei jedem dritten Satz? Das kannte Bill nicht von sich.
„Ja?“, fragte Tom und zog eine Augenbraue empor.
Bill wurde nervös. Er hatte sich nicht ganz ausgemalt, was wohl seine genauen Aufgaben sein würden. Das Praktikum stand fest und weiter hatte er nicht gedacht. Hätte er mal, dachte er sich frustriert und versuchte ruhig zu bleiben.
Es klopfte an der Tür und die peinliche Stille wurde unterbrochen.
„Entschuldigen Sie“, entschuldigte sich Tom förmlich und ging zur Tür, öffnete diese und nahm ein Päckchen entgegen. Bill hätte nicht gedacht, dass Tom so förmlich sein würde. Eher locker und vielleicht ein bisschen durchgeknallt. Wie es schien, hatte er sich da getäuscht.
Genervt trat er auf die Sitzecke zurück und leckte das Päckchen auf den Glastisch.
„Nun.. Ihre Aufgaben werden heute darin bestehen, mich von diesem Kleinkram“, er wieß auf das Päckchen, „zu bewahren. Heute stehen wichtige Aufträge an und die Entwürfe für die Winterkollektion müssen noch heute Hand und Fuss bekommen, doch Pakete annehmen wird nicht ihre einzige Aufgabe sein. Nein. Das wäre zu leicht. Sie werden mir assistieren.“
Bill schaute ihn sprachlos an. Er würde dabei sein, wenn Tom die Entwürfe für die Winterkollektion entwerfen würde? Er konnte es nicht glauben. Nein, es war zu unvorstellbar. Er, Bill Decore, würde dabei sein. Sein Herz schlug höher. Das hatte er sich in seinen künsten Träumen nicht vorstellen können.
Tom klärte ihn noch weiter auf und er war darauf bedacht jedes einzelne Wort zu verstehen und wahrzunehmen. Noch nie hatte er jemanden so konzentriert zu gehört und als Tom endete, konnte er sich kaum vorstellen, dass dies nun alles wahr sein sollte. Er wusste zwar zuvor, dass er mit Tom zusammenarbeiten würde, aber nicht, dass er gleich am ersten Tag bei so etwas Wichtigem dabei sein würde. Es erfüllte ihn mit Stolz und doch hatte er Angst etwas falsch zu machen. Schließlich fehlten ihm Erfahrungen und vorallem die Praxis. Er hatte zwar schon viele Entwürfe gezeichnet und all das, doch es war etwas anderes, wenn man es nur für das Studium machte. Da konnte man sich noch Fehler erlauben, doch an Tom Kaulitz Seite zu arbeiten, das war etwas anders. Es war eine Herausforderung, der Bill gewachsen war. Da war er sich sicher. Sehr sicher sogar. Er würde das hinkriegen. Er musste nur an sich glauben, dann konnte er das schaffen.
Tom beendete also das Gespräch und Bill ging in den Nebenraum, um Tom einen Tee zu kochen. Dann machte er sich an die Arbeit. Immer wieder klingelte das Telefon, an dem irgendwelche Mitarbeiter waren, die Fragen hatten und Bill konnte sie meist sogar beantworten, da Tom ihn das meiste zuvor erklärt hatte. So musste Bill also nur einmal ins Atelier und Tom stören. Der Anfang war also gar nicht mal so schlecht. Bis zur Mittagspause verlief also alles blendend und es machte ihn unheimlich viel Spaß.
Der Nachmittag verging rasendschnell als Bill nun auch im Atelier war und von Tom Anweisungen erhielt. Mit einem Stift und einem Block bewaffnet setzte sich Bill nun ans Fenster und sollte für Tom ein Dreiteiler malen, da er sich selbst von Bills Talent überzeugen wollte. Bill war aufgeregt. Er hatte so viele Ideen und malte voller Eifer drauf los.
Tom beobachtete ihn zwischendurch immer wieder und konnte über diesen Eifer nur müde lächeln. Damals war er genauso eifrig, doch die Branche hatte ihn abstumpfen lassen. Er hoffte sehr, dass Bill es nicht genauso ergehen würde, doch das konnte er auch nicht verhindern. Es lag nicht in seiner Macht aus Bill jemanden zu machen, denn Bill war schon jemand. Er hatte Talent und als er die Entwürfe anschaute, die Bill gemalt hatte, wusste er, aus Bill würde etwas werden, selbst wenn sein Name ihm dabei nicht helfen würde.
Es wurde draußen schon dunkel, als Tom Bill hinunter in die Stoffabteilung schickte, da er einige Stoffe benötigte.
Schneller als erwartete, kam Bill mit den richtigen Stoffen zurück. Tom war begeistert. Nicht gerade viele Praktikanten fanden auf Anhieb genau das, was er sich vorgestellt hatte. Bill schien ein Händchen dafür zu haben oder er hatte genau zugehört und beobachtet, was wiederrum auch für ihn sprach.
Gegen 21 Uhr schickte er Bill nach Hause. Es war genug für den heutigen Tag und Bill hatte sich gut geschlagen. Viel besser, als er es von anderen Praktikanten gewöhnt war und auch Bill war zufrieden mit sich selbst. Es hätte schlimmer kommen können. Wenn es so weitergehen würde, würde er die nächsten 6 Monate einfach nur noch genießen können.
 
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