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von gugi28    erstellt: 18.01.2008    letztes Update: 31.12.2008    Geschichte, Allgemein / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Ave ihr Leser! *grins*


Nein, nein, nein… Auch wenn ihr protestiert, kann ich euch gugi nicht ausliefern. *bedauernd mit dem Kopf schüttel* Aber zuerst will ich mich vorstellen! Mein Name ist Kevin Leary und ich bin ein extrem heißer, gutgebauter Typ. Jedenfalls hat gugi mich so geschrieben. *Hose und Boxer etwas wegzieh und klein Kevin betrachte* Jaaaaah, das Ding kann sicher was, danke gugi! *zu ihr brüll* Wie gesagt: gugi ist, ähm, verhindert, weil ich ihr aufgetragen habe, MICH als Hauptcharakter in die Story einzubauen! *fies grins*

Denn ich bin… *Es war einmal ein Schuh, der kam geflogen und traf Kevin am Kopf* AH! gugi! Was soll der Scheiß! Ich will doch nur…! *Ein zweiter kam geflogen – Schuhe waren verdammt hart* Okay, okay! Leute? Ich hab‘s echt versucht, aber gugi will mich nicht als Hauptcharakter sehen. Sie meint, dieses Recht obliegt Harry. Hm, wer ist Harry? Ach! Der nette Typ mit den roten Wangen von vorhin? Der Neue? Was denn!? Kommt der denn in mein Zimmer? Wisst ihr mehr als ich? Boah, wenn das wirklich so ist… *zu gugi schiel, nur ich kann sie sehen*, dann muss ich mich noch in Schale werfen und einen auf Mr Cool machen!

Oh! Bevor ich wie ein Furz abzische, muss ich im Auftrag von gugi noch etwas loswerden. *Knäuel Papier aus der Hosentasche zieh und auffalt* Sie schreibt, dass es einige Leser unter euch gibt, die mit ihren Vermutungen Treffer gelandet haben! Bravo! Ihr seid ja echt taff drauf! Die Leser heißen… *dritter Schuh kommt geflogen, Kevin taumelt* Scheiße, gugi! Hör auf damit! Ich halt ja schon meinen Mund! *wieder zu euch seh* Aber es gibt auch Leser, die liegen voll weit daneben! *dämlich gackere* gugi?!?! Du musst an meinem Lachen was ändern! Ich hör mich an wie ein Weib! Klingt scheiße! *zu ihr brüll*

So, das war‘s. Viele Küsse an meine Fans! *Augenbrauen wackel und sexy Lächeln auspack* Ich verzieh mich, muss Harry begrüßen gehen! Haut euch das Chap rein, denn da lest ihr mich wieder!

Ave Leute, bis dann! *abzisch*

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Achtung: Dieses Kapitel inkl. Geschwafel hat Überlänge. 19 Seiten. Außerdem wird es von unzähligen Dialogen dominiert, damit man als Leser einen besseren Eindruck von Xion und seinen Bewohner bekommt.




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Kapitel 02 - Neugierde

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Harry blieb wie angewurzelt vor der Tür zu seinem neuen Zimmer stehen und atmete tief durch, an seiner Hose wischte er sich die feuchten Handflächen ab.

„Sind Sie bereit, Harry?“, fragte Salmeus an ihn gewandt und klopft an.

„Ähm…“, krächzte Harry und unterbrach sich in seiner Antwort, als er und Salmeus hinter der Tür gedämpfte Stimmen hörten.

Ob das der Neue ist?
Keine Ahnung, Mann, mach die Tür auf, dann weißt du es.
Wieso immer ich?
Weil du unser Türöffner bist!
Ach halt doch die Klappe! Lach nicht so dämlich!
Hallo-ho! Unser Besuch steht noch immer da draußen und wartet auf unsere Antwort, ihr Idioten!
Na dann antworte ihm doch!
Ihr geht mir schwer auf die Nerven, Leute! HEREIN! Äh… BITTE!

Salmeus verbiss sich ein Schmunzeln, schüttelte resigniert den Kopf, drückte die Klinke hinab und trat ein – Harry folgte ihm etwas unsicher.

„Machen Sie sich keine Umstände, meine Herren. Ich bin durchaus noch in der Lage, eine Tür zu öffnen. Allerdings sollten Sie an Ihrer Ausdrucksweise arbeiten, denn wir haben alles mit angehört“, sah er seine vier Schüler scharf an, die sich in diesem Zimmer befanden. Drei von ihnen blickten Salmeus etwas ertappt an, der vierte im Bunde verschanzte sich hinter einer Zeitung.

„Oh! Hallo Schulleiter! Ist das der Neue?“, sprang einer der Jungen aus seinem Bett und blieb unschlüssig stehen. Sein rotbraunes Haar war leicht gewellt und reichte ihm bis knapp zu den Schultern, rehbraune Augen musterten Harry voller Neugierde. Auf seiner Stupsnase zeichneten sich ein paar Sommersprossen ab. Auch schien er ziemlich aufgeregt zu sein, denn er knetete unentwegt seine Finger und biss sich auf seine Lippen.

Der zweite Junge in diesem Zimmer lümmelte bequem auf seinem Bett, seufzte und sah Harry eindringlich aus halb geschlossenen Lidern an. Er hatte dunkelbraune Augen und kurze braune Haare. Im Gegensatz zu seinen Kameraden war er ziemlich durchtrainiert, so erkannte Harry auf einem Blick, und schätzte ihn als Schlägertyp ein. Crabbe und Goyle konnten, im Vergleich zu diesem Jungen, sofort einpacken.

Direkt beim Kamin standen zwei Ohrensessel, die von weiteren zwei Jungen besetzt waren. Der eine von ihnen hatte schwarzes, glattes, halblanges Haar mit grünen Spitzen und tiefbraune, unergründliche Augen. Ein kleines, silbernes Piercing zierte seine rechte Augenbraue, ein weiteres seine rechte Ohrmuschel. Lässig beugte sich der schlanke Junge vor und legte seine Unterarme auf den Oberschenkeln ab, auch er musterte Harry ungeniert.

Der Letzte von ihnen ließ sich nicht beim Lesen stören, eine Zeitung verdeckte sein Gesicht. Harry sah von ihm nur die übereinander geschlagenen Beine, sonst nichts.

„Meine Herren? Darf ich vorstellen? Das hier ist Harry Potter aus Hogwarts, Ihr neuer Zimmergenosse. Harry?“, Salmeus deutete auf den ersten Jungen, „das ist Joey Miller, sein Bruder Samuel liegt auf dem Bett. Der Junge mit den grünen Haarspitzen heißt Adrian Fletscher, und der mit der Zeitung im Gesicht…“ Salmeus´ Stimme war etwas gereizter geworden, er funkelte die Zeitung an. Schließlich ließ besagter Junge die Zeitschrift ein wenig sinken und linste mit seinen meeresblauen Augen über den Rand hinweg zu Harry und Salmeus. „…hört auf den Namen Kevin Leary, wenn er will.“

Harry versuchte ein Lächeln und hob die Hand zum Gruße hoch. Salmeus klatschte in die Hände.

„Wie wär´s mit ein wenig Respekt? Meine Güte, Ihre Manieren sinken soeben ins Bodenlose! Was habe ich Sie gelehrt!“, zischte er sie an, die Jungs nickten eifrig. „Hallo!“, kam es einstimmig von ihnen.

„Nun gut, Harry, ich lasse Sie jetzt alleine. Wenn Sie etwas von mir benötigen, dann werfen Sie bitte das rote Pulver, das in dem kleinen runden Behälter auf dem Kaminsims steht, in die Flammen und sagen meinen Namen, einverstanden?“

„Ja, danke, Sir“, erwiderte Harry artig.

„Sehen Sie?“, knurrte Salmeus in die stumme Runde, „dieser junge Mann hat Manieren! Und wehe, Sie treiben sie ihm aus, dann setzt es was, verstanden?“

Zum ersten Mal bemerkte Harry, dass Salmeus auch streng sein konnte, und diese Strenge kam sehr wohl an!

„Jawohl, Sir!“, echoten die vier, Salmeus nickte zufrieden.

„Wir sehen uns beim Abendessen, Harry. Keine Panik, diese Jungs sind harmlos, sie wollen nur cool sein und vor Ihnen ein wenig angeben“, flüsterte er ihm zu und verschwand. Zurück blieb ein schüchterner Junge, der sich wieder einmal wie ein Ausstellungsobjekt vorkam. Als die Tür ins Schloss glitt, erwachte Leben in den Schülern.

„Hallo Harry! Ich bin Joey! Ist schön, dich endlich hier zu haben. Willkommen auf Xion. Ich war schon sehr neugierig auf dich“, kam Jo auf Harry zu und schüttelte eifrig seine Hand. Joeys Wangen waren vor Freude gerötet, Harry erkannte die Ehrlichkeit in seiner Stimme.

„Hallo Jo, freut mich auch“, lächelte Harry retour.

„Noch so ein Kurzer!“, schwang Samuel seine langen Beine aus dem Bett, stand auf und schlenderte gelassen auf den Neuling zu. Harrys Augen wurden ungläubig, als er die eindrucksvolle Gestalt von Samuel Miller von oben bis unten musterte.

„Nicht hauen“, nuschelte er sogleich, Sam blieb verdutzt vor ihm stehen. Adrian lachte mit tiefer Stimme los und klatschte sich auf den Schenkel, Joey winkte ab.

„Mein Bruder sieht nur so mächtig aus, keine Bange. Eigentlich ist er ganz harmlos“, flüsterte Joey ihm ins Ohr, doch Harry war nicht sonderlich überzeugt.

„Hey! Ich schlage niemanden, der kleiner ist als ich!“, meckerte Sam und verschränkte eingeschnappt seine muskulösen Arme vor der Brust.

„Ach – wirklich?“, ließ Adrian mit gurrender Stimme verlautbaren, Harry sah zwischen den Jungs hin und her.

„Manchmal schon, oder?“, wusste Adrian zu berichten.

„Wenn sie ihre freche Klappe zu weit aufreißen und sich unbedingt mit mir anlegen müssen, kann es schon mal vorkommen“, knurrte Sam in Adrians Richtung, dann sah er wieder zu Harry.

„Ich pass auf dich auf, Kleiner, okay? Wenn dir jemand schräg kommen sollte, dann sag es mir, big Sam, alles klar soweit?“

„Big Sam?“, wiederholte Harry belustigt, Joey rollte mit den Augen und Adrian stöhnte genervt auf.

„Klappe halten!“, donnerte Sam, Harry entspannte sich ein wenig. Obwohl Sam ein extrem imposantes Auftreten besaß und wirklich Angst einjagen konnte, war er im Grunde genommen sicher ein gutmütiger Mensch. Immerhin hatte er sofort angeboten, Harry zu beschützen.

„Danke, Sam, ich brauche nicht beschützt zu werden, ich kann mich schon wehren, wenn es sein muss, glaub mir“, erwiderte Harry bestimmt, Sam runzelte die Stirn.

„Tatsächlich?“, fragte er nach, Harry nickte.

„Ich weiß nicht wieso, aber ich nehm’ dir das voll ab“, griff sich Sam an sein Kinn, Harry lächelte.

„Hallo Blacky“, kam Adrian auf Harry zu, auch er musterte den Neuling sehr interessiert.

„Okay, ich will mal was klarstellen, Leute“, hob Harry die Hände an, sogar Kevin ließ die Zeitung sinken.

„Ich will weder ‚Kleiner‘ noch ‚Blacky‘ genannt werden, alles klar? Harry reicht vollkommen“, schnaufte er sie an, Sam grinste breit. „Wow, kleiner als ich und schon so ein loses Mundwerk. Ich bin stark beeindruckt.“

„Solltest du auch sein“, murrte Harry retour, Joey pfiff leise.

„Super, Harry! Es ist immer gut, wenn man sich durchsetzen kann“, kicherte er nun.

„Ich schätze, Harry hat seine Aufnahmeprüfung bei uns mit vollem Erfolg bestanden“, sah Adrian zu den Brüdern, die beide zufrieden nickten.

„Ich kenn dich bereits“, meldete sich Kevin endlich zu Wort. „Unser Master hat dich ins Schloss begleitet.“

Kevins Stimme war tief und ruhig, Harry schluckte angestrengt und sah zu ihm. Kevin stand geschmeidig auf, legte die Zeitung und Lesebrille beiseite und trat auf den Neuling zu. Harry konnte sich schwer von seinen Augen lösen, da diese tatsächlich sehr intensiv leuchteten.

Nun endlich zeigte sich Kevin von seiner lockeren Seite, er lächelte und streckte Harry die Hand entgegen. „Hallo, ich bin Kevin Leary und ich bin sehr erfreut, dich bei uns zu haben. Wir werden sicher eine Menge Spaß haben“, stellte sich Kevin galant vor und schüttelte Harrys Hand.

„Äh, eine Menge Spaß?“, erwiderte Harry den Händedruck, Kevin zwinkerte. „Na klar doch.“

„Hör auf zu baggern, Kevin, Harry soll schließlich keinen Herzinfarkt bekommen!“, schnaufte Sam ihn an, Kevin machte ein Engelsgesicht und Harry wurde verlegen. Erst jetzt ließ Kevin Harrys Hand los.

Baggern? Jetzt hör mal, Sam! Wenn ich jemanden anflirte, dann hört sich das anders an!“, begehrte Kevin auf, Harry fühlte sich irgendwie fehl am Platz.  

„Außerdem wollen wir Harry doch nicht verschrecken, oder? Wir wissen ja nicht einmal, ob er etwas…“, hielt Joey inne, alle sahen zu Harry.

„Ob ich was?“, fragte dieser, die Jungs tauschten fragende Blicke untereinander aus.

„Na ja… Hast du etwas gegen Homosexuelle?“, wollte Kevin wissen, Harry verschlug es glatt die Sprache. Mit so einer Frage hatte er jetzt nicht gerechnet…

„Da siehst du wieder, was du angerichtet hast! Idiot! Jetzt hast du ihn schockiert! Er ist noch nicht mal 10 Minuten hier!“, stauchte Joey Kevin zusammen und schupste ihn.

„Hey!“, knurrte Kevin. „Nicht schupsen! Außerdem wollten wir doch immer aufrichtig zueinander sein! Das ist immerhin unser Motto! Und Harry gehört jetzt zu uns! Was… Wieso seht ihr mich so komisch an?“

„Ähm. Ich habe nichts gegen Schwule, wenn ihr das meint“, zuckte Harry die Schultern.

„Seht ihr? Harry nimmt es gelassen“, deutete Kevin auf den Neuen. „Er ist absolut locker!“

„Themenwechsel“, entschied Joey spontan.

„Also, Harry?“ Adrian stellte sich neben ihn und zeigte auf ein leeres Bett. „Das hier ist deines, man liegt sehr gut darin, hab´s ausprobiert. Wurde heute frisch angeliefert, nur für dich“, grinste er ihn an, Harry schritt darauf zu und setzte sich.

„Und? Ist es besser als das in Hogwarts?“, wollte Joey wissen und nahm direkt neben Harry Platz.

„Na ja, ich bemerke noch keinen Unterschied. Vielleicht kann ich euch das morgen sagen, wenn ich eine Nacht darin geschlafen habe“, gestand Harry, Sam nickte zufrieden.

„Sollen wir dir beim Auspacken helfen?“, wandte sich Kevin an ihn und begutachtete dessen Koffer.

„Also das ist nicht notwendig, ich…“, meinte Harry verlegen, Adrian lachte auf. „Wir sind neugierig, Mann! Sorry.“

„Schon gut“, grinste Harry ihn an. „Mir macht es nichts aus, wenn ihr mir helfen wollt.“

„Klasse! Fangen wir an!“, war Kevin Feuer und Flamme und öffnete Harrys Koffer.

„Wo ist denn Hedwig? Ich hab noch ihren Käfig bei mir“, sah sich Harry in seinem neuen, geräumigen Zimmer um, das auch wie das Schloss sehr hell eingerichtet war und in Pastelltönen erstrahlte.

„Ist Hedwig deine Eule?“, sah Kevin hoch und deutete zu seinem Schlafplatz. „Sie sitzt neben Komet und scheint sich mit ihm sehr gut zu verstehen“, grinste er. Harry stand sofort auf und eilte auf Hedwig zu, um sie und auch Komet zu streicheln.

„Sieht so aus“, meinte er leise und war froh, dass es Hedwig gut ging. Dann holte er den klein gezauberten Käfig hervor und sprach den Gegenzauber.

„Wow, schöner Käfig. Muss eine Menge gekostet haben“, trat Sam neben ihn, Harry sah zu ihm hoch. „Na ja, ich hab Hedwig und den Käfig geschenkt bekommen, weißt du?“

„Gut! Dann wünsche ich mir zu meinem Geburtstag auch einen so schönen Käfig für Komet! Ähm, sag mal, Harry, trägst du diese Boxer noch?“, drehte Kevin zum Schluss die Boxer in seinen Händen umher, Harry wurde rot.

„Hey! Lass das, Kevin, das ist meine Unterwäsche“, schnaufte er, kam auf Kevin zu und riss sie ihm förmlich aus den Händen.

„Da waren doch Herzchen drauf, oder?“, gluckste Adrian, Harrys Röte nahm zu. „Na und? Hab ich von Hermine geschenkt bekommen, ich finde sie nett.“

„Hermine? Ist sie deine Freundin?“, wollte Kevin sofort wissen, kurz entstand peinliche Stille.

„Sie ist meine beste Freundin, ich bin nicht mit ihr zusammen“, erklärte Harry, Kevin grinste zufrieden. „Ach so!“

„Komm mal mit, Harry, ich zeig dir das Badezimmer“, schob Sam den Neuling in die andere Richtung, Kevin zog die Herzchen-Boxershorts aus Harrys Hand und betrachtete sie eingehend. „Also ich finde sie süß“, schielte er zu Joey, welcher schmunzelnd den Kopf schüttelte.

„Typisch“, antwortete er amüsiert.

Sam hatte Harry inzwischen ins Badezimmer geführt, welches ebenfalls größer war als jenes in Hogwarts.

„Jeder von uns hat eine eigene Duschkabine und ein eigenes Waschbecken. Professor Hardegan persönlich hat das Badezimmer vergrößert. Deine Kabine und Waschbecken befinden sich links außen“, zeigte er darauf, Harry nickte nur. „Auf der anderen Seite, wie du unschwer erkennen kannst, befinden sich die Toiletten.“

„Sag mal, Sam“, flüsterte er leise an ihn gewandt, Sam beugte sich zu ihm hinab. „Ja?“

„Ist… Ist Kevin etwa schwul? Ich meine, mir kam so vor, als ob…“ Harry hasste die Röte auf seinen Wangen.

„Er steht auf Jungs, ja. Ist das ein Problem für dich? Es hat auch mich erstaunt, dass er dich sofort angegraben hat. Ist normalerweise nicht seine Art. Es sieht so aus, als würdest du ihm gefallen.“

„Was?“, hauchte Harry geschockt. „Ähm, nein, ich dachte mir schon, dass Kevin auf Jungs steht. Wollte in meiner Vermutung nur sichergehen.“

„Wenn du willst, rede ich mit ihm und sag ihm, dass er sich ein wenig zurücknehmen soll, okay?“, schlug Sam vor. Harry war von diesem Jungen angenehm überrascht, da er wirklich sehr nett und einfühlsam war.

„Nein, schon gut, das bekomme ich alleine hin“, ließ Harry ihn wissen. „Aber danke für dein Angebot.“

„Kein Problem“, lächelte Sam und klopfte Harry auf die Schulter. „Du passt gut zu uns, Harry, willkommen auf Xion. Hoffentlich fühlst du dich bald wohl bei uns, auch wenn wir ziemlich direkt sind. Sollten wir aber irgendwelche Grenzen überschreiten, dann sag es uns bitte gleich, ja?“

„Keine Sorge, ich melde mich schon, wenn ihr zu weit geht. Und ich denke auch, dass ich mich hier wohlfühlen könnte“, lächelte Harry milde.

„Ach, Harry? Wir sollten wieder zurück ins Zimmer gehen. Ich befürchte, dass Kevin sich deinen Koffer ganz genau vornimmt. Er ist der Neugierigste von uns.“

„Oh verdammt!“, stieß Harry aus und lief sofort ins Zimmer zurück, hinter sich hörte er Sam lachen.

„Du Harry? Was ist das?“, kam Kevin in die Höhe und hielt den verkleinerten Besen in der Hand.

„Ein Besen, würde ich sagen“, schielte Adrian darauf, Joey nickte. „Ein Geschenk, Harry?“

„Ja, das ist mein Flugbesen, ich habe ihn nur verkleinert – her damit“, nahm Harry Kevin den Besen aus der Hand und zauberte ihn groß.

„Wow, der sieht cool aus“, staunte Kevin nicht schlecht, er stand direkt neben Harry. Der ehemalige Gryffindor bekam einen Hauch Aftershave in die Nase und musste sich eingestehen, dass Kevin ziemlich gut roch.

„Wozu brauchst du den, Harry?“, wollte Joey erfahren und schmiss sich auf das Bett. Neugierig betrachtete er den Besen.

„Na zum Fliegen?“, zuckte Harry die Schultern, vier verdutzte Gesichter musterten ihn.

„Zum Fliegen?“, echoten sie nun, Harry war irritiert. „Ähm, spielt ihr hier kein Quidditch?“

„Quietsch- was?“, klimperte Kevin mit den Augen, Harry seufzte. „Nicht Quietsch- was, sondern Quidditch! Jetzt sagt mir nicht, dass ihr nie…“

„Ah! Du meinst wie die Typen in der Quidditch-Weltmeisterschaft, richtig?“, fiel Sam nun ein, Harry seufzte erleichtert.

„Nein, Harry, wenn, dann fliegen wir mit Drachen, nicht mit Besen. Also ich habe erst einmal so ein Quidditchspiel gesehen“, meldete sich Adrian zu Wort.

„Was? Wirklich?“, staunte Harry nicht schlecht, die Jungs nickten.

„Joey und ich haben bisher noch nie ein Spiel besucht, nur davon gehört“, erklärte Sam betrübt, Harry fand dies sehr schade.

„Sag mal, Harry, würdest du uns zeigen, wie du mit diesem Besen fliegst? Bitte!“, setzte Kevin seinen Hundeblick auf, Harry seufzte.

„Meint ihr nicht, dass ich auf dem Besen nicht lächerlich aussehe? Immerhin fliegt ihr auf Drachen!“, hielt Harry dagegen, einheitliches Kopfschütteln folgte. „Nein!“

„Na gut, wenn ihr wollt?“, wurden Harrys Wangen wieder rot, Kevin lächelte. „Die roten Wangen stehen dir, Harry.“

„Kevin!“, brauste Sam auf, Angekeifter zuckte mit den Schultern. „Was denn?“

„Schon gut, Sam, schon gut“, beschwichtigte Harry ihn und räusperte sich. „Aber wo soll ich euch das zeigen? Und sollte ich vorher nicht meine Sachen…?“

„Das haben wir schnell erledigt!“, unterbrach Kevin Harry und marschierte wieder zum Koffer. Den Zauberstab gezückt sprang eine der Kastentüren auf und schon flogen Harrys Klamotten hinein.

„Also ich finde, du solltest Harrys Shirts nach Farben schlichten“, kam Joey hinzu und nahm ebenfalls seinen Zauberstab zur Hand.

„Und die Hosen sollten auf den Kleiderbügeln hängen, auch die Hemden“, mischte Adrian mit – Harry staunte. Unschlüssig sah er den Jungs zu, während Sam neben ihm stehend seufzte.

„So sind wir nun mal. Wir kümmern uns um unsere Kumpels und übertreiben gerne, verstehst du?“, schielte er zu Harry hinab.

„Das ist mir bereits aufgefallen“, stimmte Harry mit einem Lächeln zu und bemerkte, dass die Jungs mit dem Einräumen fertig waren.

„Geschafft! Nur… Wo willst du diesen Umhang hinhaben?“, hielt Kevin den Tarnumhang in Händen, Harry bekam große Augen.

„Oh, den nehme ich an mich“, nahm er ihm diesen ab, die Jungs von Xion sahen sich erstaunt an.  

„Dieser Umhang ist etwas Besonderes. Ich habe ihn von meinem verstorbenen Vater geerbt“, nuschelte Harry und drückte den Stoff zart an sich.

„Sorry, Harry. Tut mir leid das mit deinem Vater“, antwortete Joey mitfühlend, Harry nickte nur.

„Und deine Mom? Lebt sie noch? Oder war die Frage nicht angebracht?“, schloss Sam zu ihm auf, Harrys Kopf sank nach vorne. „Mein Dad und meine Mom wurden ermordet.“

Stille.

„Was?“, keuchte Kevin entsetzt, Harry sah nicht hoch und knetete seinen Umhang.

„Das ist hart. Armer Harry“, legte Joey die Hand auf seine Schulter, Harry zwang sich zu einem Lächeln. „Kein Problem, Leute, ich war erst ein Jahr alt, als…“

„Trotzdem! Der Verlust der Eltern ist immer schwer, unsere Eltern leben auch nicht mehr – es war ein Unfall… Vor drei Jahren“, gestand Joey kleinlaut, Sam nickte traurig.

„Oh, mein Beileid euch beiden“, wusste Harry nicht so recht, mit dieser Situation umzugehen, Sam winkte ab. „Themenwechsel, okay?“

„Alles klar! Sehen wir Harry beim Fliegen zu!“, war Kevin wieder einmal ziemlich eifrig bei der Sache, die Stimmung hob sich erneut.

°


Keine fünf Minuten später waren die Jungs aus dem Zimmer und konnten es kaum erwarten, Harry einen Teil des Schlosses zu zeigen. Sie bemerkten, dass der Neue noch ziemlich zugeknöpft war und ihn sichtlich etwas bedrückte. Natürlich wollten sie mehr von ihm erfahren, auch den Grund für Harrys zurückhaltendes Verhalten, aber sie hatten nicht vor, ihn noch weiter auszufragen.

Immerhin hatten sie bereits einige Grenzen überschritten und fragten sich im Stillen, was Harry nun von ihnen hielt. Wahrscheinlich nichts Gutes. Womöglich hielt er sie für irre! Aber damit Harry sie doch bald mochte, zeigten sie sich von ihrer besten Seite und wollten ihm beweisen, dass er sich auf sie verlassen konnte, dass sie Freunde für ihn sein wollten.

„Zuerst einmal zeigen wir dir den Trakt 17. Wie du weißt, ist unser Schloss sehr groß, man kann sich ziemlich schnell verlaufen. Würden wir dir das gesamte Schloss zeigen, wären wir übermorgen noch nicht fertig. Deshalb…“, Kevin lief im breiten Gang voraus und drückte die Flügeltüren auf, „…zeigen wir dir zuerst unseren Gemeinschaftsraum.“

Kevin machte grinsend einen Schritt beiseite und Harry betrat staunend den prächtigen Gemeinschaftsraum, der ihn farbenfroh begrüßte. An der Decke hing ein überdimensionaler Kronleuchter, dessen Kerzen sich von selbst entzündeten, sobald jemand den Raum betrat.

An den Wänden hingen altertümliche Gemälde und große Spiegel, die das Licht einfingen und reflektierten. Überall gab es kleine Tische, Sofas, Ohrensessel und Sitzkissen, die Gemütlichkeit dieses Raumes lud zum Relaxen ein. Ziemlich am Ende des Gemeinschaftsraumes befand sich ein großer Kamin, das Feuer prasselte sanft darin, die massive Standuhr läutete soeben die volle Stunde ein.

„Ein Neuer!“, hörte Harry eine ihm nicht bekannte Stimme, Sam lachte auf. „Sir Hendrik! Wie geht es Ihnen? Das ist Harry Potter“, stellte er Harry vor.  Joey und Adrian waren die letzten, die eintraten und schlossen zu Kevin, Sam und Harry auf.  

„Guten Tag, Sir“, schritt Harry näher an das riesige Gemälde heran, der Bewohner aus dem 17. Jahrhundert musterte ihn freundlich. „Es freut mich sehr, junger Mann. Willkommen auf Xion! Ich hoffe, Sie haben eine schöne Zeit hier“, verbeugte er sich galant, Harry lächelte. „Das hoffe ich auch.“

„Danke, Samuel, es geht mir ausgezeichnet. Und wie ist Ihr wertes Befinden?“, erkundigte sich Sir Hendrik, Sam steckte die Hände in die Hosentaschen. „Sehr gut! Ging mir nie besser.“ Sir Hendrik war zufrieden, verabschiedete sich eilig und verschwand aus seinem Gemälde.

„Sir Hendrik ist mit Lady Ludmilla verabredet“, ließ Kevin Harry wissen.

„Der Glückliche“, drehte sich Harry im Kreis, da er alle Eindrücke in sich aufnehmen wollte.

„Alle Schüler aus Trakt 17 kommen hier her, wenn sie Gesellschaft haben wollen“, erzählte Adrian.

„Heißt das, dass die Trakte 1-16 auch einen eigenen Gemeinschaftsraum besitzen?“, erkundigte sich Harry begeistert.

„So ist es. Gäbe es nur den einen, würde dieser aus den Nähten platzen“, schmunzelte Joey, Harry nickte abwesend.

„Sehr beeindruckend, nicht wahr?“, raunte Kevin Harry ins Ohr, Harry zuckte vor Schreck zusammen und ging etwas auf Abstand. „Absolut.“

„Bedräng´ ihn nicht, Kevin“, zog Adrian Kevin zu sich, der daraufhin schmollte, Harry sah betreten zu Boden.

„Tu ich doch gar nicht. Ich finde ihn nur sehr nett“, zischte Kevin an Adrian gewandt, doch Harry hörte es.

„Wenn du Lust hast zu lesen, Harry, kannst du auch unsere Bücherei besuchen“, schlenderte Sam auf Harry zu und zeigte auf eine der Wände.

„Und wo ist sie?“, verstand Harry nicht so recht und ließ seine Augen über die Gemälde und Spiegel gleiten.

„Geh hin und du wirst sie sehen…“, antwortete Joey geheimnisvoll, der ehemalige Gryffindor schritt auf die Wand zu. Da er an die Bibliothek dachte, fing vor seinen Augen die Wand an zu flimmern, wurde dann durchsichtig und schließlich verschwand sie.

„Wahnsinn“, staunte Harry nicht schlecht, da sich vor ihm ein neuer Raum auftat, in dem vier elendslange Bücherregale parallel zueinander verliefen. Harry schüttelte immer wieder den Kopf, was die vier anderen Jungs grinsen ließ. Sie erinnerten sich noch zu gut daran, als sie im ersten Jahr das Schloss Xion betraten und absolut beeindruckt waren.

„Harry? Kommst du? Du wolltest uns doch zeigen, wie man auf einem Besen fliegt, erinnerst du dich? Außerdem wollten wir dir noch die Stallungen der Drachen zeigen“, hörte Harry Kevins Stimme und riss sich sogleich von der beeindruckenden Bibliothek los.  

„Komme schon!“, beeilte sich Harry, die Jungs grinsten erneut. Gemeinsam verließen sie den Gemeinschaftsraum und brauchten eine knappe viertel Stunde, bis sie endlich den zweiten Ausgang des Schlosses erreichten und auf das Gelände hinaus traten – noch konnte Harry keine Stallungen entdecken.

„Wir müssen noch ein Stück gehen, Harry. Die Stallungen befinden sich zur Sicherheit etwas weiter vom Schloss entfernt“, informierte Adrian ihn, Harry stöhnte auf. „Das ist ja schon bald ein Wandertag!“

„Das dachten wir anfangs auch, Harry. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die Fußmärsche – hält fit“, meinte Kevin, Sam stimmte ihm zu. Die fünf Jungs beschritten einen kleinen Trampelpfad, der durch eine dichte Palmengruppe führte, erst dann blieb Harry stehen und bekam große Augen.

„Das ist…“, schaffte er nicht, den Satz zu vervollständigen, so beeindruckt war er. Auf dem weiten Gelände tummelten sich Professoren, Stallburschen, Drachen und ihre Reiter, letztere waren in weite Umhänge gehüllt und trugen Tücher vor ihren Mündern. Soeben brüllte einer der Drachen auf und stampfte mit dem rechten Fuß auf den Boden. Harry konnte die Vibration unter seinen Füßen spüren.

„Schon gut, schon gut, wir fliegen ja gleich!“, rief sein Reiter aus und versuchte, den störrischen Drachen zu satteln, was nicht unbedingt leicht war. Schließlich schaffte er es doch, zog den Gurt stramm und stieg mit Hilfe eines Kollegen auf sein Tier auf.

„Kann´s losgehen?“, tätschelte der Reiter die schuppigen Flanken des Drachens, ein weiteres Brüllen folgte. Als der Drachenreiter die Zügel fest in der Hand hielt, gab er einen Befehl, schon ging es los. Der Drache brauchte nur ein paar Schritte, ehe er sich mit ausgebreiteten Flügeln in die Lüfte erhob und in den Himmel schoss.

„Das muss cool sein“, wisperte Harry und traute sich nicht, näher an die Stallungen heran zu treten.

„Viel cooler ist es, wenn man tatsächlich auf dem Rücken des Drachens sitzt und durch die Lüfte gleitet“, erklärte Kevin stolz, Harry sah ihn an.

„Ihr seid alle Drachenreiter, nicht wahr?“, fragte er sie der Reihe nach, Joey schüttelte den Kopf.

„Nur Sam, Kevin und Adrian. Die Schüler sind nicht verpflichtet, Drachenreiter zu werden. Ich trau´ mich nicht, diese Tiere zu steuern, deshalb helfe ich bei der Fütterung und Pflege der Drachen“, erklärte der Junge mit den Sommersprossen, Harry blinzelte. „Wie – das kann man auch machen?“

„Klar doch!“, ereiferte sich Sam. „Nicht jeder Schüler hat den Mumm, auf einen Drachen aufzusteigen. Nur ein paar ausgewählte Schüler werden zu Drachenreitern ausgebildet. Das Training ist sehr hart, nicht jeder hält das durch.“

Harry wollte alles über die Drachen erfahren, mindestens dreißig von ihnen befanden sich in ihren riesigen Ställen und ließen sich verwöhnen. Ab und zu gab es auch etwas zu lachen, denn die Drachen waren sehr anspruchsvoll. Bekamen sie nicht sofort etwas zu fressen, spien sie kleine Feuerfontänen aus, die Stallburschen riefen sofort Schutzschilde hervor und schimpften mit den Tieren.

„Sie sind zahmer als die, die ich kenne“, flüsterte Harry.

„Sieht nur so aus. Sie kennen die Schüler und Professoren, die sich um sie kümmern. Aber wenn es hart auf hart kommt, können die Drachen durchaus tödliche Waffen sein“, antwortete Kevin ihm.

„Woher wisst ihr das? Wurden die Drachen schon mal im Krieg eingesetzt?“, wollte Harry von ihnen wissen.

„Jeden Monat gibt es ein Sondertraining, bei einem richtigen Krieg wurden sie jedoch noch nie eingesetzt. Allerdings verlaufen diese Trainings unter realen Bedingungen, wir müssen immer hart kämpfen.“

„Seid ihr schon mal verletzt worden?“, wurde Harry immer neugieriger, Sam und Adrian nickten.

„Letztes Jahr war es brenzlig. Ich und Adrian lagen auf der Krankenstation, das war nicht lustig. Wir waren…“, Sam dachte angestrengt nach.

„…fast zwei Wochen bewusstlos“, beendete Adrian den Satz, Harrys Augen wurden groß. „Nur Kevin schaffte es ohne schwere Verletzungen zurück zum Schloss.“

„Oh mein Gott“, stammelte Harry.

„Diese Sondertrainingseinheiten sind alles andere als harmlos. Hardegan besteht darauf, dass wir besser werden und an unsere Grenzen gehen, damit wir im Ernstfall den Sieg erringen können. Jetzt weißt du, weshalb nur wenige Schüler Drachenreiter werden“, seufzte Kevin.  

Harry sah wieder zu den Stallungen, hörte das Brüllen der Drachen und die Rufe der Professoren, Stalljungen und Drachenreiter. Soeben stieß ein weiterer Drache in die Lüfte und vollführte eine Schraube.

„Ich habe noch nie Drachen gesehen, die so groß sind“, schüttelte Harry den Kopf, Kevin trat neben ihn und sah bei den Flugkünsten der beiden Drachen und ihren Reitern zu.

„Ja, sie sind groß, aber nicht die größten“, ließ er Harry wissen.

„Wie bitte? Das kann doch nicht sein!“, konnte Harry schwer glauben.

„Hör mal, Harry“, legte Kevin einen Arm auf seinen Schultern ab und räusperte sich, Harry bekam rote Wangen.

„Diese Insel wurde nach einem Drachen benannt, wie du dir sicher denken kannst. Die Sage erzählt, dass ein Junge aus einem armen Dorf hier auf der Insel – dieses Dorf gibt es schon seit Jahrhunderten nicht mehr – einst ein Drachenei in der Nähe des Vulkans gefunden hat. Er hütete es so lange, bis der Drache schlüpfte. Das Baby gehörte zu der Gattung der Feuerdrachen. Feuerdrachen sind sehr seltene Exemplare, denn es gibt größtenteils nur noch Erddrachen. Die Wasserdrachen sind so gut wie ausgestorben. Jedenfalls… Sie wuchsen gemeinsam auf, vertieften ihre geistige Verbundenheit und bald darauf wusste dieser Junge den richtigen, wahren Namen des Feuerdrachens: Xion.“

„Und was passierte weiter?“, ereiferte sich Harry, Kevins Arm ruhte noch immer auf seinen Schultern. Gedankenverloren starrte Kevin zu den höhlenartigen Stallungen, beobachtete die verschiedenen Gattungen der Erddrachen und seufzte.

„Na ja, man erzählt sich, dass die Bewohner dieser Insel Angst vor Xion bekamen, sich zusammentaten und ihn bekämpften.“

„Xion verlor, oder?“, wollte Harry leise wissen, Kevin nickte nur. „Ja. Es heißt, dass er tot ist, nur glauben wir nicht daran.“

„Ihr glaubt nicht daran? Wieso?“

„In der Nacht können wir manches Mal ein lautes Brüllen hören, es kommt von weit her“, erwiderte Kevin.

„Vielleicht hört ihr ja das Brüllen eurer Drachen“, entgegnete Harry.

„Nein, wir kennen jedes einzelne Brüllen unserer Drachen, Harry. Aber das, das wir in der Nacht hören, klingt anders.“

„Habt ihr schon mal nachgesehen, woher dieses Brüllen kommt?“

Kevin ließ seinen Arm von Harrys Schultern rutschen. „Bist du verrückt? In der Nacht aus dem Schloss zu gehen wäre Selbstmord, Harry! Es wurde uns verboten, auf die Suche zu gehen.“

„Aber hat jemand nachgesehen?“, wollte Harry sofort wissen, nun schalteten sich auch die anderen Jungs ein.

„Ja, viele der Professoren und auch unser Schulleiter gingen tagsüber auf die Suche, aber niemand konnte Xion finden“, antwortete Sam, Harry seufzte. „Sehr schade. Und starb der Drachenreiter auch bei der Schlacht?“

„Ja, er wurde sogar beerdigt. Sein Grab befindet sich einen Fußmarsch von zwei Stunden von hier. Man erzählt sich, dass Xion, sollte er noch leben, unter dem Tod seines Reiters leidet und auf seinen eigenen Tod wartet“, sah Joey ihn ernst an.

„Nur irgendwie passt das nicht zusammen. Ein Drache kann nicht so alt werden. Vielleicht… Vielleicht treibt sich sein Geist auf dieser Insel herum“, vermutete Harry, die Jungs überlegten.

„Nun ja, es ist bekannt, dass die Drachen, die hier auf dieser Insel leben, über tausend Jahre alt werden können. Glaub uns, wir haben schon sehr oft über Xion nachgedacht und Vermutungen angestellt“, erklärte Kevin.

Harry blieb still und versank in seinen Gedanken. Seine Neugierde war geweckt. Lebte Xion noch? Und wenn ja, wo versteckte er sich? Weshalb war er nie gefunden worden? Hörten die Schüler in der Nacht tatsächlich das Brüllen von Xion oder war dies nur Einbildung?

„Was ist jetzt? Zeigst du uns nun, wie gut du fliegen kannst?“, grinste Kevin, Harry kam wieder zu sich.

„Na ja, ich denke nicht, dass ich euch mit meinen Flugkünsten noch beeindrucken kann“, zuckte Harry die Schultern.

„Schwachsinn! Zeig es uns!“, war Sam begeistert, Harry sah wieder zu den Stallungen. „Okay.“

Die Jungs machten einen Schritt zurück und ließen Harry nicht aus den Augen. Sogar einige Professoren und Stalljungen hielten in ihrer Tätigkeit inne, flüsterten angeregt miteinander und zeigten auf Harry. Der ehemalige Gryffindor klemmte den Besen zwischen seine Beine und stieß sich vom Boden ab.

„Ach du Scheiße“, wisperte Sam, als Harry in den Himmel schoss und Kunststücke vollführte, die ziemlich waghalsig waren. Kevin, Joey, Sam und Adrian staunten mit offenem Mund, dann wurden sie ernst.

„Denkt ihr dasselbe was ich denke?“, fragte Kevin, er ließ Harry nicht aus den Augen.

„Dieser Kerl fliegt verdammt gut, zu gut. Er könnte glatt ein Drachenreiter werden, wenn er Mut hat. Wir sollten mit dem Master sprechen, Leute. Ich glaube, das würde ihn interessieren“, antwortete Sam beeindruckt, Adrian und Joey nickten.

Dies war jedoch nicht notwendig, da Salmeus Hardegans Büro sich an der Seite der Stallungen befand. Durch Zufall sah Salmeus hinaus und zuckte erschrocken zusammen, als Harry mit seinem Besen knapp vor seinem Fenster vorbeizischte.

„Das kann doch nicht wahr sein“, hauchte Salmeus, öffnete rasch das Fenster und verfolgte Harrys Flugkünste mit seinen Augen. „Ein neuer Drachenreiter, eindeutig. Harry Potter ist wirklich gut.“ Einige Minuten lang genoss er Harrys Flugkünste, bevor er das Fenster schloss und still vor sich hin lächelte. Vielleicht sollte er sich noch einmal mit Harry unterhalten…

Harry Potter liebte das Fliegen über alles, er lebte diese Sportart geradezu. Für einen Moment vergaß er, dass er nicht in Hogwarts war, genoss den Wind auf seinem Gesicht und erschrak heftig, als er sich auf Frontalkurs mit einem Drachen sah.

„Hey du Idiot! Was machst du hier oben ohne Drachen!“, kreischte der Drachenreiter, der Drache öffnete automatisch sein Maul – er war bereit, Feuer zu speien. Da Harry nicht als Kaminholz enden wollte, drehte er schnell ab und begab sich auf seiner Flucht in den Sturzflug, wobei seine neuen Freunde glaubten, dass Harry dieses Manöver geplant hatte.

Als er landete, zitterten seine Beine, völlig aus der Puste drehte er sich nach dem Drachen um. Einige Meter weg von ihm landete dieser, der Drachenreiter sprang von seinem Tier ab.

„Klasse, Harry! Das war grandios!“, lief Kevin auf ihn zu und strahlte ihn an. Sam, Adrian und Joey folgten, sie sahen Harry in einem völlig neuen Licht und empfanden viel Respekt vor so viel Mut. Leider stapfte auch der Drachenreiter auf ihn zu, riss sich das Tuch von seinem Mund und funkelte Harry wütend an.

„Hey du! Ja du! Ich spreche mit dir!“, zeigte er auf Harry, welcher sich gerne auf den Mond wünschte.

„Was hast du für ein Problem, Mike?“, knurrte Sam den blonden Jungen an, doch Mike hatte nur Augen für Harry.

„Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken“, erwiderte Harry sofort, Mike baute sich vor ihm auf. Nun ging Sam dazwischen, stellte sich vor Harry und stemmte seine Hände in die Hüften.

„Ich hab dich gefragt, was du für ein Problem hast, Finnley!“, fauchte Sam Mike an, der Drachenreiter schnaubte zurück.

„Was für ein Problem ich habe? Den da! Er hat meinen Drachen erschreckt!“, brauste er auf.

„Wohl eher dich, oder?“, meinte Kevin spitz, Mike funkelte ihn an, sagte aber nichts dazu.

„Ich wollte das nicht, wirklich“, trat Harry hinter Sams Rücken vor, Mike musterte ihn von oben bis unten.

„Und du bist?“, wollte Mike Finnley wissen.

„Harry Potter aus Hogwarts, angenehm“, hielt Harry ihm die Hand entgegen, Mike entglitten die Gesichtszüge.

„Komm mal mit“, zog er Harry mit sich, die vier Freunde protestierten lautstark.

„Ich bring ihn euch gleich wieder!“, rief Mike aus, Harry stolperte hinter ihm her. Als sie außerhalb der Hörweite der vier Freunde waren, hielt Mike an und sah Harry emotionslos ins Gesicht.

Der Harry Potter? Ich hab von dir gehört. Keine Sorge, ich verrate dich nicht. Ausgerechnet du bist bei uns gelandet? Das erstaunt mich. Und ja, verdammt, du hast mich erschreckt! Aber nicht nur mich, auch Ori.“

„Heißt dein Drache so?“, schielte Harry an ihm vorbei und musterte Ori.

„Ganz genau.“

„Weißt du auch den richtigen Namen von Ori? Ich schätze, du hast ihm diesen Namen gegeben“, erwiderte Harry.

„Woher…? Aha, Leary hat dir die Geschichte von Xion erzählt, oder?“, erkundigte er sich und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Stimmt. Ich finde sie sehr interessant“, befand Harry.

„Nein, ich weiß den richtigen Namen meines Drachens noch nicht, aber ich gebe mir Mühe, eine tiefere Bindung zu ihm aufzubauen. Sag mal, Harry, hast du vor, auch ein Drachenreiter zu werden? Du fliegst gut“, zuckte er mit der rechten Augenbraue und musterte den Neuling eingehend, Harry fühlte sich etwas überfordert.

„Ich… Keine Ahnung. Mann, ihr legt mit euren Fragen ein irres Tempo vor! Ich bin gerade mal ein paar Stunden hier und fühl mich etwas überrumpelt“, stellte Harry klar, Mike kratzte sich etwas verlegen am Kopf.

„Tut mir leid, ich wollte dich nicht bedrängen. Aber deine Flugkünste… Nicht mal ein Drachenreiter bringt so eine Manöverkombination zusammen wie du vorhin mit deinem Besen“, betonte Mike, Harry runzelte die Stirn.

„Na ja, mit einem Besen fliegen ist einfacher, als einen Drachen zu steuern, stelle ich mir vor. Mein Besen kann nicht denken, dein Drache schon.“

„Da ist was Wahres dran“, schmunzelte Mike dezent und klopfte Harry auf die Schulter. „Willkommen auf Xion, ich bin Mike Finnley, einer der legendären Drachenreiter. Mal sehen, ob du auch einer wirst. Okay, ich muss weiter, Ori will etwas zu futtern“, rollte er mit den Augen, verabschiedete sich und lief zu seinem überaus hungrigen Drachen.

„Harry! Was wollte Mike von dir? Ist es nötig, ihn zu polieren?“, lief Sam auf ihn zu, die drei anderen folgten, und Harry lachte heute zum ersten Mal. „Nein, Sam, lass nur. Mike wollte nur wissen, ob ich Drachenreiter werden will“, zuckte er mit den Schultern.

Die vier Jungs sahen sich erstaunt an und grinsten danach Harry an. „Das wollten wir dir auch vorschlagen. So wie du mit deinem Besen umgehst, wird es kein Problem für dich sein, einen Drachen zu fliegen“, stimmte Adrian zu.

„Hey Harry! Harry! Willst du Ori streicheln?“, hörte Harry Mikes Stimme und bekam ein mulmiges Gefühl im Bauch.

„Trau dich, Harry, Ori tut dir nichts“, ermutigte ihn Kevin und schob ihn sanft an. Harrys Herz raste, als er näher kam, Gott sei Dank begleiteten ihn die anderen. Als er schließlich neben Mike zum Stehen kam, bestaunte er Ori eingehend. Ori war ein wunderschönes Tier mit blaugräulich schimmerndem Schuppenpanzer. Gelbe Augen starrten ihn an, die Nüstern des Tieres zuckten, es roch an Harry.

„Halt still, Harry, mein Kleiner muss erst deinen Geruch aufnehmen“, wies Mike ihn an, Harry erstarrte. Der warme Atem des Tieres floss über Harrys Gesicht, sein Herz raste noch immer. Harry schaffte es nicht, die Augen von den gelben des Drachens zu nehmen.

„Er mag dich“, grinste Adrian, schritt mutig auf Ori zu und streichelte ihm über die Schnauze. Schließlich stupste Ori Harry etwas an und gurrte, dann wandte er sich wieder dem frischen Fleisch zu.

„Wow, das hat er bei Neulingen noch nie getan“, staunte Mike nicht schlecht und haftete seine hellbraunen Augen auf Harry.

„Ja, das kam mir auch in den Sinn. Sehr eigenartig. Harry, du musst eine besondere Aura haben, oder…“, schielte Adrian zu ihm.

„…oder Harry hat keine Angst vor ihm. Er erkennt ihn als Drachenreiter an, da er ihn mit dem Besen gesehen hat“, überlegte Joey, Harry schluckte nervös. „Na ja, ein wenig Angst hab ich schon, aber ich bin auch neugierig und ich respektiere die Drachen. Mit ihnen sollte man sich nicht unbedingt anlegen.“

„Gute Einstellung, Harry“, meldete Mike und machte sich daran, das Geschirr von seinem Drachen zu nehmen.

„Komm, Harry, gehen wir zurück. Wir müssen dir noch den Stundenplan geben“, setzte sich Kevin in Bewegung, die Freunde und Harry machten sich auf den Weg.

„Bis später, Mike!“, rief Harry ihm noch zu und bekam ein Winken als Antwort.  

„Mike ist ein Außenseiter“, informierte Kevin ihn, als sie sich immer weiter von den Stallungen entfernten.

Harry runzelte die Stirn. „Weshalb?“

„Keine Ahnung. Er sucht sich seine Freunde selbst aus, ist eher zurückgezogen. Aber dich scheint er zu mögen“, zuckte Joey die Schultern, Harry freute sich.

°


„Ah! Harry! Zu Ihnen wollte ich“, kam Salmeus den fünf Jungs entgegen, vier von ihnen grinsten. Hatte Salmeus Harry fliegen sehen? Höchst wahrscheinlich. „Ja, Professor?“ Salmeus blieb direkt vor ihm stehen.

„Ich hatte das Vergnügen, Ihre Flugkünste bewundern zu dürfen“, sah er zu Harrys Besen, der ehemalige Gryffindor wurde verlegen. „Ich, ähm…“

„Sie fliegen ausgezeichnet, Harry Potter. Ich will Ihnen einen Vorschlag unterbreiten: Lassen Sie sich zum Drachenreiter ausbilden, es wäre mir als Schulleiter einer besondere Ehre. Sie brauchen sich nicht sofort zu entscheiden, lassen Sie sich Zeit. Wenn Sie Interesse haben, geben Sie mir bitte Bescheid.“

„Ja, danke, Sir, das werde ich tun“, antwortete Harry mit einem Lächeln, alle Beteiligten waren zufrieden.

„Komm, Harry, wir müssen noch den Stundenplan für morgen durchgehen“, legte Kevin eine Hand auf seine Schulter.

„Ausgezeichnet“, lächelte Salmeus. „Herrschaften? Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Nachmittag. Wir sehen uns beim Abendessen“, verabschiedete er sich und eilte davon, die Jungs nahmen die andere Richtung.

„Hast du das gehört, Ernest?“, sprach der Inhaber eines Gemäldes seinen Pokerspielpartner an.

„Ja, Steve. Der neue Junge soll Drachenreiter werden!“

°


Der restliche Nachmittag bis zum Abendessen verging wie im Flug. Harry stellte fest, dass er fast dieselben Fächer besuchen musste, wie sie in Hogwarts gelehrt wurden. Statt Wahrsagen gab es allerdings Drachenkunde, hinzu kam das Fach Zwillingszauberkunde - Harry war schon sehr gespannt auf den morgigen Tag.

„Und, Harry? Bist du bereit, dich der Meute von Xion zu stellen? Das Abendessen ruft nach uns“, meldete sich Adrian zu Wort, Harry fühlte Nervosität in sich aufkeimen.

„Eigentlich will ich eher flüchten“, gab er zu.

„Willkommen im Club, dieses Gefühl hab ich ziemlich oft“, nuschelte Joey, Sam zog seinen Bruder auf. „Weichei.“

„Klappe“, schoss Joey retour, beide grinsten nun Harry an.

„Na los, Harry, Arsch hoch und abmarsch“, kannte Adrian kein Pardon und zog Harry bestimmt aus dem Ohrensessel.

„Mir wird wohl nichts Anderes übrig bleiben“, seufzte Harry ergeben, die Jungs lachten auf. „Nein.“

Auf dem Weg zur Großen Halle versuchten Harrys neue Freunde, ihn auf andere Gedanken zu bringen und ihm zu versichern, dass die Vorstellung nur halb so peinlich für ihn werden würde, wie er dachte. Ja, diese Nachricht beruhigte Harry ungemein, im sarkastischem Sinne natürlich.

Die Flügeltüren kamen immer näher, Harry holte noch einmal tief Luft. Kevin und Sam öffneten diese und betraten die zum Bersten gefüllte Halle, in der es relativ gelassen zuging, der Lärmpegel sich in Grenzen hielt. Niemand beachtete sie, so erlaubte sich Harry vorerst aufzuatmen. Sam, Kevin, Joey und Adrian steuerten auf einen kleinen Tisch zu und setzten sich.

„Das ist unser Stammtisch“, erklärte Joey sofort.

„Was… Karten?“, staunte Harry nicht schlecht, als statt dem Essen Speisekarten erschienen, Kevin schmökerte bereits darin.

„Klar doch! Jeden Tag gibt es eine neue mit fünf verschiedenen Speisen und ein paar Getränken zur Auswahl. Wenn du deine Wahl getroffen hast, tippst du mit dem Zauberstab darauf“, gab Kevin die Anweisung, Harry war angenehm überrascht. Leider hatte er nun die Qual der Wahl, da ihn alle fünf Speiseangebote ansprachen. Nach einigen Minuten hatte er sich entschieden, Harry bestätigte mit seinem Zauberstab.

„Und wie lange dauert es, bis das Essen serviert wird?“, erkundigte sich Harry.

„Unser Master hält in exakt fünf Minuten eine Rede, dann gibt’s Futter“, antwortete Sam mit einem Bärenhunger.

„Hey, seht mal. Mike sitzt ganz alleine an einem Tisch“, reckte Harry seinen Hals, die Jungs folgten seinem Blick.

„Nichts Neues. Er sitzt fast jeden Abend alleine an einem Tisch, hat er sich selbst ausgesucht“, seufzte Joey.

„Aber er muss sich doch einsam fühlen“, runzelte Harry die Stirn und beobachtete Mike eingehend. Der blonde, leicht braun gebrannte Junge studierte noch immer die Karte, er konnte sich wohl nicht entscheiden.

„Das dachten wir uns auch, aber…“, gestand Sam.

„Aber was?“, fragte Harry nach.

„…aber wir haben uns nie so richtig überwinden können, ihn anzusprechen“, meinte Kevin kleinlaut, Harry glotzte sie ungläubig an.

„Ihr? Kann ich schwer glauben. Wieso nicht?“

„Sam fürchtet sich vor ihm“, grinste Joey keck und zeigte ungeniert mit nacktem Finger auf seinen Bruder.

„Idiot! Das ist nicht wahr!“, bekam Joey von Sam einen leichten Schlag auf den Hinterkopf, Adrian und Kevin prusteten los und Joey blitzte seinen Bruder böse an.

„Dann werde ich ihn eben fragen“, stand Harry auf und machte sich auf den Weg zu Mike, den vier Jungs klappten die Kinnladen auf die Tischplatte – sie starrten ihm hinterher.

„Das gibt `ne Abfuhr“, staunte Sam nicht schlecht.

„Ich halte dagegen“, war Joey von Harry überzeugt.

„Wette?“, mischte Kevin mit.

„10 Murmeln, dass Harry es schafft“, holte Adrian seine Schätze hervor.

„Boah, da halte ich mit“, war Joey eifrig bei der Sache und knallte ein kleines Säckchen auf den Tisch.

„Ich bin mit 15 dagegen“, gab sich Sam geschlagen.

„Und ich bin unsicher“, gestand Kevin, die Jungs schnauften ihn an.

„Na dann eben nicht“, zischte Adrian Kevin an, Kevin zeigte ihm die kalte Schulter. „Gut, dann bin ich raus, ich kann mich einfach nicht entscheiden“, näselte er und verschränkte die Arme vor der Brust.

°


„Hallo Mike. Würde es dir etwas ausmachen, wenn ich mich kurz zu dir setze und dich etwas frage?“, sprach Harry Mike an, welcher von seiner Karte hochsah und erstaunt Harry musterte.

„Tu dir keinen Zwang an“, zuckte Mike die Schultern, Harry setzte sich.

„Und?“, wollte Mike wissen.

„Wieso sitzt du hier alleine?“, erkundigte sich Harry, Mikes Gesicht wurde eisig. „Weil ich es so will.“

„Hat das einen Grund?“, wollte Harry mehr wissen.

„Das sind schon zwei Fragen“, stellte Mike mit einem dezenten Schmunzeln fest.

„Ich weiß. Bekomme ich darauf auch eine Antwort?“

„Kann es sein, dass du frech bist, Harry? Färben die anderen bereits auf dich ab?“, grinste Mike nun. „In welchem Haus warst du auf Hogwarts? Lass mich raten: Gryffindor.“

„Ja, woher weißt du das?“, lächelte Harry und machte es sich bequem.

„Ich weiß sehr viel über dich, Harry. Eigentlich deine ganze Lebensgeschichte“, wurde Mike wieder ernst, Harry verspannte sich.

„Super. Mein Leben ist großartig, nicht wahr?“, schnaufte er, Mike erwiderte lange nichts darauf.

„Ich will nicht mit dir tauschen, Harry. Aber… Ich… Na ja, ich bin so etwas wie ein Fan von dir“, gestand Mike und wurde etwas rot im Gesicht.

„Ich hab mich jetzt wohl verhört“, lehnte sich Harry vor, Mike schüttelte den Kopf.

„Nein, hast du nicht. Seit ich denken kann, sammle ich Artikel von dir. Du bist mein Vorbild. Sieh mal, Harry… Du bist genauso alt wie ich und musst permanent die Hölle durchmachen. Aus deinen Handlungen und Erfolgen schöpfe ich Kraft. Du gibst uns Zauberern und Hexen Mut. Verstehst du das?“

„Na ja, so irgendwie“, runzelte Harry die Stirn.

„Keine Angst, ich stelle dir nicht nach oder so. Ich bin diskret genug. Und noch was, Harry. Ich messe dich nicht an deinem Namen.“

„Das ist schön zu hören, denn nicht jeder sieht mich als normalen Jungen“, quetschte Harry hervor, Mike nickte. „Das kenne ich nur zu gut…“

„Wie meinst du das?“, wurde Harry hellhörig, Mike zierte sich ein wenig.

„Nur der Schulleiter weiß darüber Bescheid, Harry. Aber weil du mein Vorbild bist, will ich es dir sagen. Gleichzeitig aber verlange ich von dir absolute Verschwiegenheit, klar?“, flüsterte Mike eingehend, Harry nickte.

„Ich komme aus adligem Hause, Harry, ich habe sogar den Status eines Lords, da mein Vater schon lange tot ist. Mein voller Name ist Mikael Raphael Finnley. Sagt dir dieser Name etwas?“, wollte er von Harry wissen.

„Finnley… Nein, eigentlich nicht“, gestand Harry kleinlaut, Mike war zufrieden.

„Geboren wurde ich in Kanada. Mein Vater kam aus Kanada, meine Mutter aus Australien. Als sie in Kanada Urlaub machte, lernte sie meinen Vater kennen und wusste nicht, dass er in der dortigen Zauberwelt ein Lord war. Sie verliebten sich, heirateten und bekamen mich“, ratschte Mike herunter.

„Da kommt doch noch was“, legte Harry den Kopf schief, Mike nickte. „Vater betrog sie mehrmals, und als meine Mutter davon Wind bekam, brachte sie ihn um. Sie vergiftete ihn.“

„Oh mein Gott“, keuchte Harry auf, Mike seufzte. „Sie wurde nach Askaban gebracht, da dort auch die Todeskandidaten einquartiert werden. Noch lebt sie, aber nicht mehr lange. Sie wird bald den Kuss des Dementors bekommen. Mein Vater liebte mich, meine Mutter jedoch nicht. Es macht mir nicht viel aus, dass sie in Askaban sitzt, denn ich werde ihr nie verzeihen, dass sie meinen Vater ermordet hat. Na ja, ich sollte eigentlich seinen Platz einnehmen, aber ich fühle mich der Thronfolge einfach noch nicht gewachsen.“

„Bist du abgehauen?“, wollte Harry wissen, Mike sah ihm lange in die Augen.

„Ja, und ich wollte dorthin, wo mich die Leute meines Vaters nicht finden können – Xion. Professor Hardegan versprach mir, mir zu helfen. Ich habe mich mit meinem abgeänderten Namen eingeschrieben, weil ich nicht wie ein Lord behandelt werden will.“

„Und ich will nicht als Held behandelt werden“, seufzte Harry.

„Siehst du? Wir haben etwas gemeinsam, Harry. Wir beide wollen einfach nur so sein, wie wir sind. Ich tu mir ehrlich gesagt auch schwer, anderen zu vertrauen. Zu dir aber habe ich aber Vertrauen. Du bist nicht oberflächig und hochnäsig wie die Reinblüter unter uns Zauberern, die Muggelstämmige verachten. Du bist sogar mit einer eng befreundet… Hermine Granger, oder? Ich bewundere das sehr.“

„Du hast gut recherchiert“, war Harry beeindruckt, Mike zuckte die Schultern. „Tja…“

„Ich selbst bin erst seit heute hier, Mike, aber ich glaube, dass du auch meinen Zimmergenossen vertrauen kannst. Ich verlasse mich nämlich auf meine Menschenkenntnis. Sei einfach du selbst und du wirst sehen, dass man dich auch so annimmt, wie du bist“, war Harry überzeugt, Mikes Augen glitzerten.
„Einverstanden, ich werde es versuchen.“    

„Gut so! Kommst du mit zu meinem Tisch?“, fragte Harry sogleich, Mike entglitten die Gesichtszüge.

„Ich soll was?“, stammelte er.

„Na mitkommen! Heute Nachmittag warst du auch nicht so schüchtern“, stand Harry auf. „Aber wenn du nicht willst, ist das auch okay“, räumte er sofort ein.

„Willst du denn, dass ich zu euch komme?“, erwiderte Mike etwas unsicher, Harry lächelte. „Würde ich sonst fragen?“

°


„Scheiße, ich hab verloren“, schnaufte Sam und musste seine 15 Murmeln hergeben, Adrian und Joey grinsten breit. Kevin traute seinen Augen nicht, als Harry mit Mike im Schlepptau zu ihrem Tisch kam.

„Hallo“, räusperte sich Mike.

„Was denn? Du und schüchtern? Sah heute Nachmittag anders aus“, grinste Sam schief, Mike blitzte ihn an. Ohne etwas zu sagen, nahm er trotzig Platz und lieferte sich mit Sam ein stummes Blickduell.

„Mike? Ähm, hast du schon gewählt?“, durchbrach Harry die Stille bei Tisch, Mike studierte kurz die Karte.

„Ich nehme Nummer Drei und Kürbissaft“, legte er die Speisekarte auf den Tisch und tippte mit seinem Zauberstab darauf.

„Gute Wahl, hab ich auch“, grinste Harry zufrieden, nun meldete sich Salmeus zu Wort.

„Meine lieben Schüler!“, hallte seine Stimme laut durch die Große Halle, augenblicklich wurde es still, alle Schüler sahen zu ihm. „Heute dürfen wir einen neuen Schüler in unserem Schloss begrüßten! Harry Potter kommt aus Hogwarts und wird von nun an ein halbes Jahr auf unsere Schule gehen! Heißen wir ihn herzlich willkommen!“, sah er zu Harry, alle Augenpaare waren auf den neuen Schüler gerichtet.

Die Schüler und auch die Lehrer fingen an zu klatschen, standen auf und zollten dem Neuling ihren Respekt. Harry wurde rot im Gesicht, grinste etwas und nickte ab und zu einigen Schülern zu. Nach und nach verklang das Klatschen, die Schüler und Lehrer nahmen wieder ihre Sitzplätze ein.

„Und nun wünsche ich Ihnen allen guten Appetit“, erklangen Salmeus´ letzte Worte, das Essen erschien auf den Tischen.

Die Schüler redeten und lachten und ließen sich die bestellten Speisen schmecken. Auch an Harrys Tisch wurde endlich ausgelassen herumgealbert, Mike lockerte seine Haltung ein wenig. Er war froh, Harrys Rat gefolgt zu sein und gab sich Mühe, seine neuen Freunde besser kennen zu lernen. Vielleicht war es tatsächlich an der Zeit, seinen Mitschülern etwas Vertrauen entgegen zu bringen, so wie Harry es tat, obwohl er erst seit einigen Stunden hier war. Bewundernswert.

°


Spät am Abend lag Harry in seinem Bett und dachte über den heutigen Tag nach. Irgendwie kam ihm alles wie ein Traum vor. Nach nur wenigen Stunden hatte er bereits neue Freunde gefunden, war herzlich empfangen worden und sollte sogar die Möglichkeit bekommen, Drachenreiter zu werden.

Allerdings gestand sich Harry auch ein, dass alle Ereignisse einfach zu schnell für ihn passiert waren, er Zeit brauchen würde, um auch auf Xion seinen Weg zu finden. Noch wollte er sich etwas zurückhalten und beobachten, aber er hoffte, dass er sich in seiner Menschenkenntnis nicht irren würde.  

Plötzlich fiel ihm wieder das Buch ein, welches Ron ihm geschenkt hatte, rasch nahm er es an sich. Seine Zimmergenossen schliefen bereits, nur Harry konnte einfach nicht einschlafen. Zwei gemurmelte Zaubersprüche später waren seine Vorhänge geschlossen und das Bett gesichert, niemand würde ihn jetzt stören. Harry sprach einen Lumos aus und legte den Zauberstab neben sich, dann setzte er sich auf und öffnete das Buch. Die Feder hielt über den leeren Seiten inne, was sollte er schreiben?

Ich vermisse euch.

Harry wartete ab. Würde jemand antworten? Minuten vergingen und Harry wollte das Buch bereits schließen, als direkt unter seiner Schrift eine andere erschien.

Von Ron: Harry? Kumpel! Wir haben uns schon Sorgen gemacht! Sag mal, bist du gut angekommen? Wie sieht es auf Xion aus? Hast du schon neue Freunde gefunden? Bist du müde? Ich kann nicht schlafen.

Harry musste lachen, er vermisste seinen besten Freund sehr.

An Ron: Ja, bin gut angekommen, ist eine tolle Insel. Wenn du mal einen Wandertag machen willst, solltest du unbedingt hierher kommen. Ron! Hier gibt es Drachen! Sie sind viel größer als die, die Charly in Rumänien betreut! Das Schloss ist ziemlich beeindruckend. Hier gibt es keine vier Häuser sondern Trakte. Jeder Trakt hat einen eigenen Gemeinschaftsraum und eine Bibliothek! Irre, was? Meine vier Zimmergenossen sind sehr nett, wenn auch ein wenig zu direkt. Der Schulleiter hat mir angeboten, ein Drachenreiter zu werden! Aber ich weiß noch nicht, ob ich das Angebot annehmen soll…
 
Von Ron: Mensch, Alter! Was erlebst du denn für Sachen? Und das am ersten Tag! Wie machst du das bloß? Boah, eure Drachen sind größer als die von Charly? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Soll ich Dumbledore fragen, ob ich zu dir kommen kann? Scherz, der würde mich sowieso nicht gehen lassen. Das, was du schreibst, klingt wirklich gut, ich bin ein wenig neidisch… Du und Drachenreiter? Mann, du bist der beste Sucher neben Krumm, da wirst du doch mit einem Drachen spielend fertig!

An Ron: Ich weiß nicht, Ron. Diese Drachen sind riesig! Schade, dass du nicht zu mir kommen kannst…
 
Von Ron: Sehr schade, ja, ich wär´ so gerne bei dir! Sag jetzt nicht, du hast keinen Mumm! Ja, ja, ich hör dich schon meckern. Ehrlich, Harry, lass dir Zeit. Wenn du es tun willst, dann tu´s einfach. Wenn nicht, dann lass es, klar? Ganz easy. Kumpel? Macht es dir etwas aus, wenn ich unsere Nachrichten auch an Fred, George und Hermine weiterleite?

An Ron: Okay, werde ich machen. Sicher, schick sie ihnen. Und richte ihnen schöne Grüße aus, ja?

Von Ron: Mach ich, Kumpel! Und bitte vergiss uns nicht, okay? Es… Es ist komisch ohne dich. Es fehlt was.

An Ron: Werde ich niemals, Ron. Ich fühl mich hier noch nicht zu Hause. Hogwarts wird immer mein Zuhause sein. Ich sollte jetzt Schluss machen, damit ich morgen ausgeschlafen bin. Mein erster Schultag!

Von Ron: Ja, ist schon spät. Viel Spaß morgen! Pass auf dich auf Kumpel und melde dich, wenn du Zeit hast. Gute Nacht.

An Ron: Gute Nacht Ron, und träum was Schönes.

Von Ron: Du auch, Harry…

Harry sah noch lange auf ihren Dialog und lächelte wehmütig. Wie gerne würde er sich mit Ron von Angesicht zu Angesicht unterhalten? Es war irgendwie sehr unpersönlich, sich per Buch zu unterhalten; trotzdem war diese Art der Kommunikation noch immer besser als per Eulenpost. Im Buch erschien eine weitere Schrift:

Nachrichten an alle gesendet.

Harry lächelte zufrieden, schlug das Buch zu und legte es beiseite. Jetzt hieß es, schlafen zu gehen, Harry spürte erneut das unangenehme Gefühl in sich. Bevor er wieder eine Panikattacke erleiden konnte, nahm er die Zauber von seinem Bett, stand auf und schlich zu seinem Koffer. Als er diesen durchsuchte, stellte er fest, dass seine Tränke fehlten, nun kam die Panik doch. Wo hatten seine Zimmergenossen seine Tränke versteckt? Wieso hatten sie Harry nicht darauf angesprochen?

Harry wurde nervös, strich sich durch die Haare und schluckte. Ruhig bleiben, Harry, ganz ruhig!, befahl er sich selbst und atmete tief durch. Systematisch begann er, seinen Kasten so leise wie möglich zu durchsuchen, konnte aber die Tränke nicht finden. Als letzte Möglichkeit blieb nur noch sein Nachtkästchen, Harry zog die erste Lade auf.

Ein tiefes Seufzen glitt über seine Lippen, als er die Tränke fein säuberlich darin liegend vorfand, schnell nahm er ein Fläschchen an sich und entkorkte es. Sobald drei Tropfen des grässlich schmeckenden Inhalts in seinem Bauch waren, beruhigte sich Harry wieder, doch der leichte Schüttelfrost blieb, seine Nerven waren einfach zu überspannt. Er wünschte sich sehnlichst wieder zurück nach Hogwarts, da ihm hier nichts vertraut war. Auch wenn seine neuen Mitbewohner nett zu ihm waren, fühlte sich Harry noch immer fehl am Platz. Ob sich dieses Gefühl je ändern würde?

Tief in Gedanken versunken machte es sich Harry im Bett gemütlich und zog die Decke über sich – dann sah er in die Dunkelheit hinein. Wohlige Wärme hüllte ihn ein, seine Glieder wurden immer schwerer. Wenn er es nicht anders wüsste, Harry würde meinen, dass dieses Bett tatsächlich ein Liegetraum war. Kaum den letzten Gedanken gedacht, war Harry auch schon eingeschlafen…

°


Etwa eine Stunde später hörte man die regelmäßigen Atemzüge der Jungs, alles war friedlich – bis jetzt. Plötzlich drang ein dunkler, bedrohlicher Laut in das ruhige Zimmer ein, fünf Jungs saßen aufrecht im Bett und keuchten. Verpeilt sahen sie sich an. Das Brüllen war noch immer zu hören; zwar nicht laut, aber es ging dennoch unter die Haut.

„Hörst du das, Harry?“, wisperte Kevin vom Nebenbett aus, Harry nickte nur. Gänsehaut lief seinen Körper auf und ab. Die Spannung stieg.

„Das ist Xion, da bin ich mir sicher“, flüsterte Joey, die Jungs sahen sich noch immer schlaftrunken an.

„Hören alle Schüler auf Xion dieses Brüllen?“, fragte Harry leise und legte sich wieder zurück in die Kissen.

„Ja…“, antwortete Kevin und machte es Harry nach. Sam, Adrian und Joey folgten ebenfalls ihrem Beispiel und kuschelten sich in ihre Decken.

„Gute Nacht, Harry“, nuschelte Kevin.

„Nacht“, wisperte Harry retour, das Brüllen erstarb. Nun war Harrys Neugierde geweckt, denn dieses Brüllen war tatsächlich anders als jenes der Drachen der Schule.

Es war älter, dunkler und… gefährlicher.

TBC…




Hallo Leute! *winke* Zur Erklärung: Die ‚Xions‘, wie ich meine Jungs nenne, sind schon ein eigenes, wenn auch aufgedrehtes und/oder eher durchgeknalltes(?) Volk. Aber ich liebe sie so! *Herzchenblick* Einerseits ist es ihr von mir aufgezwungenes Naturell - andererseits haben die neuen Zimmergenossen von Harry vom Master den Auftrag bekommen, Harry so oft wie möglich und mit was auch immer abzulenken, damit er erstens auf andere Gedanken kommt und zweitens nicht vom Heimweh geplagt wird. Jetzt besser verständlich? Und was die Eigenschaften und das Aussehen der Drachen angeht bzw. angehen wird: Einiges an Infos habe ich aus dem Internet, andere Ideen habe ich mir zusammengereimt. Ich bitte um Verständnis. Wie immer gilt: Antworten auf eure Fragen werden kommen, aber erst ein paar Chaps später, okay? *unschuldig Augenklimper*

Mein besonderer Dank geht an folgende Reviewer:

LadyMarJa, Muffi, Black Moon, ena, Silvereyes, eries, Moosi, Sturmkind, blackaoi, silbernewolfsfrau, Lady Drue, Mauseschmatz, Drachen-Fan, Rainie, My SasuGirl, bambi71, Feaneth, kolibri, BellaVanWolle, Die Schwarze Lady, Brirdy, Shia Potter, nekoKuecken, kat2, rachelhp, -Serendipity-, Elbenstein1978, potty-panther, Alex71, MyGirl22, -Lunaris-, sturmgraueaugen, Chu-chan, Katzi Tatzi, Nici, Noelia Potter, black-kaito, Darina, Nanaki, Nela, black eye, dana chan, dianka, teddy, taloon, Antares, Kathiebell01, lotus, Aschra, LyraX, Arina3, natsucat, Pat Black, Ninale, Hermmy, CrazyStrawberry, eyeshadow, DarkSarina, lera, SchLa, Babsel, Lord Voldemort, sarphia, Silverfire, Mangolina, Nela, AuroraSky, amina90, Demonlove, XxNoBodYxX, windy, bill-tomschicka, Livi, -Sherry-, Hedwig Morgenrot, w-girl, Purple Rose, Mister Figgs, sakura16, Miss Zabini, ambar, darklady, hermione-twin, Fana Indil Finduilas, juli-san, Freaky, Tatze, darkwings984, isiii, KuraiHana, RukiaChan, GothicFreya, -Cherry-, burn, Anastasia, Sweetbunny, DracosLove, Seraphita, Synergie, kaho und Snake Eye!


Hab ich jemanden vergessen oder falsch geschrieben? Wenn ja, gilt wie immer: SORRY! Ist bitte nicht mit Absicht! *Bammel hab*

So, ein wenig Gelaber zum Schluss, wenn’s recht ist: *lach* Jetzt sitz ich hier vor meinem PC und ich hab keine Ahnung, wo ich anfangen soll! Ich will euch am liebsten tausend Sachen sagen und trotzdem fällt es mir schwer, euch die richtigen Worte zu übermitteln, so aufgedreht bin ich! *ah!* Meine Finger zittern und mein Herz rast. Ich bin fast fassungslos, wie viele Leser sich wieder gemeldet haben! Wenn ich keine Ohren hätte, würde ich im Kreis grinsen! Sieht zwar dämlich aus, aber… Boah, Leute, merci, dass es euch gibt! Für mich ist es das schönste Geschenk, eure so lieb gewonnenen Namen zu lesen und neue zu entdecken! Am liebsten würde ich euch alle nur abschmusen, euch umarmen und euch sagen, wie happy ihr mich mit euren Rückmeldungen macht. *Herzchenblick für euch hab* Eure Kommis befördern mich auf Wolke Sieben, und dieses Gefühl, was ich dabei empfinde, kann ich beim besten Willen nicht in Worte fassen. Das, was ihr hier mir als Kommis abliefert, ist der Grund dafür, weshalb ich so gerne schreibe. Es ist ein Geben und Nehmen, richtig? Obwohl ich so klein bin, reicht mein Stolz auf eure Kommis aus, um über 3 Meter groß zu werden, am liebsten würde ich vor Freude heulen. *hust* Auch wenn ich mich wiederhole, ich mach‘ das sehr gerne: Ich liebe euch einfach und ich bin so was von happy, euch als meine Leser zu haben. Vielen, vielen lieben Dank euch allen! *euch kleine Bussis auf Nase geb*

So, bevor ich noch mehr Schmalz verschütte und ihr vielleicht noch ausrutscht, verzieh‘ ich mich ins Wochenende und hoffe, dass das eure ganz toll wird! Ich wünsche mir und hoffe so sehr, euch wieder zu lesen! Wäre ganz toll! ^_^ Zu guter letzt verteil ich heute Kekse verschiedener Art, neu gezeichnete Geldscheine (wurden die anderen von Geschäften angenommen?) und Reisetickets nach Xion! Eure Reiseleiter werden Harry und die wilde Bande sein! Wann die Reise für euch losgeht? Nächsten Freitag! Nicht verpassen!

Viele Bussis an euch, eure überglückliche gugi!
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