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Geschichte: Fanfiktion
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von gugi28
erstellt: 18.01.2008
letztes Update: 31.12.2008
Geschichte, Allgemein / P18 Slash
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Hallo meine Lieben!
Na? Geht es euch soweit gut? Habt ihr den Schock, dass ich wieder hier bin, einigermaßen verdaut? *lach* Ich hab mich jedenfalls unglaublich gefreut, wieder so viele bekannte, aber auch neue Namen in der Reviewliste zu sehen! DANKE FÜR DIE VIELEN REVIEWS! WOW! *umflieg* Es ist echt schön, wieder bei euch zu sein und jeden Freitag mit zu fiebern, wie euch mein Kapitel wohl gefallen wird. *zwinker*
Ich hab schon gelesen, dass ihr viele Fragen, Andeutungen und Vermutungen habt und vor allem Vergleiche anstellt, doch dazu kann ich nur eines sagen: Bitte lasst euch von meiner Storyline überraschen. Sie geht in eine vollkommen andere Richtung, als der eine oder andere Leser vermutet… Deshalb noch einmal: Geht nicht mit Erwartungen an die Story heran, denn ich will euch sicher nicht enttäuschen.
(*) Salmeus Hardegan: Wie einige von euch bereits richtig erkannt haben, handelt es sich bei diesem Chara um denselben Salmeus Hardegan wie aus Jumanji, nur hat er von mir diesmal eine bessere Rolle aufs Aug´ gedrückt bekommen. *lach*
(*) Der Name Xion: Ich bin Ewigkeiten vor meinem PC gesessen, um den richtigen Namen für diese Story zu finden, und dann irgendwann fiel mir dieser Name ein – ich fand ihn passend. Nur Minuten später sah ich zufällig im Fernsehen eine Serie, in der mein ‚ausgedachter‘ Name vorkam, in einer anderen Serie war er ein wenig abgeändert… AH! Verdammt! *Kopf auf Tisch knall* War ja klar. Na ja, ich ändere ihn nicht, mir gefällt er so. Hoffentlich stört es euch nicht zu sehr.
So, damit ich nicht zu viel verrate, halte ich jetzt meine Finger still und gebe das Startsignal zum Lesen! Viel Spaß, meine Süßen! Mehr Geschwafel von mir kommt zum Schluss!
Bussis, eure gespannte, noch immer gestresste gugi!
Geschwafel + Kapitel = 14 Seiten
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Kapitel 01 – Reise in eine andere Welt
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Am Vorabend von Harrys Abreise erlaubte sich Albus Dumbledore, sich nochmals eingehende Gedanken um sein Sorgenkind zu machen. Zu einem großen Anteil fühlte er sich verantwortlich für dessen seelischen Zustand. Albus war davon ausgegangen, dass Harry von sich aus zu ihm käme, um über seine Sorgen zu sprechen – wie sehr er sich doch geirrt hatte!
Als Harry gestern Abend wohl den Höhepunkt seines Leidens erreicht hatte, hatte für Albus schon festgestanden, den Jungen sofort zu sich zu holen. Wie es der Zufall wollte, berichtete ihm Sir Wilhelm, ein alteingesessener Bewohner eines pompösen Gemäldes, dass Harry sich auf dem Astronomieturm befand. Etwa zur gleichen Zeit hatte wohl Ron Weasley Minerva benachrichtigt, so trafen Harry, Minerva und Albus im Turm aufeinander.
Albus überlegte erneut, ob sein Vorhaben dem Jungen tatsächlich helfen konnte, verwarf diese Besorgnis jedoch rasch. Schließlich hatte Salmeus ihn beruhigt und ihm versprochen, gut auf Harry aufzupassen. Albus vertraute ihm, er wusste, dass Salmeus ein ausgezeichneter Schulleiter war.
Es klopfte.
„Herein!“
Albus nahm die Tür in Augenschein und wartete ab, bis sich der Besucher zeigte. Severus betrat sein Büro, drückte die Tür zurück ins Schloss und kam mit langen Schritten auf Albus zu.
„Albus? Sie wollten mich sprechen?“, hielt Severus sich nicht lange auf, sein Gesicht war verschlossen. Albus, der direkt beim Fenster stand, sah wieder auf die Ländereien von Hogwarts hinaus.
„Ja, Severus. Entspricht es der Wahrheit, dass Draco Malfoy der Todesserweihe entgehen konnte?“
Severus zog automatisch eine Augenbraue hoch, straffte seine Schultern und reckte sein Kinn. „Sollte es mich wundern, dass Sie diese Vermutung hegen, Schulleiter?“
„Stimmt es oder stimmt es nicht?“ Albus wandte sich erneut dem Tränkemeister zu. Severus bevorzugte es, nicht zu antworten, er begab sich lautlos zu einem der Ohrensessel und setzte sich. Albus nahm ihm gegenüber Platz und musterte über seine Handmondbrille hinweg das versteinerte Gesicht seines ehemaligen Schülers.
„Severus, Sie erzählen mir doch sonst immer, was vor sich geht…“ Albus konnte nicht weitersprechen, da Severus plötzlich in seinen Geist eindrang und auf geistiger Ebene mit ihm kommunizierte. Etwas, das aufgrund eines sehr komplizierten Zaubers nur zwischen ihm und Albus möglich war.
Albus! Wir müssen vorsichtig sein! Der Dunkle Lord überwacht mich gezielter denn je! Soweit mir bekannt ist, hat er Lucius auf mich angesetzt. Das war auch der Grund, weshalb ich Ihnen nichts darüber mitteilen konnte! Allerdings habe ich einen anderen Weg gefunden, es Ihnen zu übermitteln, wenn auch über Umwege. Es stimmt: Draco Malfoy entging der Todesserweihe.
Albus Dumbledore verstand sofort. Tom schien tatsächlich alle Hebel in Bewegung gesetzt zu haben, um Severus Snape auf Schritt und Tritt zu überwachen, auf welche Weise auch immer. Zwar wusste Albus, dass die Bewohner seiner Gemälde nichts, das im Büro besprochen wurde, ohne sein Einverständnis in die Welt hinaustragen würden, doch es bestand durchaus die Möglichkeit, dass Tom einen gerissenen Weg finden könnte, sie abzufangen und zum Reden zu bringen.
Ron Weasley hat es von der Maulenden Myrte erfahren und es Harry erzählt, vermittelte Albus Severus in Gedanken.
Der Tränkemeister schmunzelte dezent und schien mit dieser Antwort zufrieden zu sein. Außerdem hätte er sich eigentlich denken können, dass ausgerechnet so eine Information bei den Gryffindors, dem neugierigem Volk, landete.
„Nun gut, Severus, ich verstehe“, erhob sich Albus, seine Augen funkelten. Der Schulleiter zückte seinen Zauberstab und ließ alle Gemälde erstarren, auch sahen und hörten sie von nun an nichts mehr.
„Jetzt können wir offen sprechen.“
„Na endlich“, rieb sich Severus mit einem Seufzen die Stirn, denn Unterhaltungen auf geistiger Ebene strengten ziemlich an.
„Es war also beabsichtigt, Myrte darüber in Kenntnis zu setzen?“, vergewisserte sich Albus, Severus nickte. „Natürlich, niemand bringt sie mit mir in Verbindung.“
„Das ist richtig, Severus. Bitte tun Sie mir nur den Gefallen: Passen Sie auf sich auf“, runzelte Albus die Stirn. „Selbstverständlich, Schulleiter.“
„Harry wird uns verlassen“, übermittelte Albus aus heiterem Himmel.
„Potter verlässt diese Schule? Für immer? Darf ich den Grund erfahren?“, zügelte Snape dennoch seine Neugierde, Albus gluckste.
„Nein, ich verweise Harry nicht von der Schule, Severus, ich schicke ihn nur zur Erholung in ein anderes Internat.“
Severus war erstaunt. „Und wo befindet sich dieses Internat?“
„Den Aufenthaltsort kann ich Ihnen zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht nennen, Severus, besonders jetzt nicht. Sie wissen so gut wie ich, dass Tom bereits seinen nächsten Angriff plant – und er lässt Sie beschatten. Sorgen Sie wieder dafür, dass Sie das volle Vertrauen von Tom wiedererlangen.“
„Verstehe“, erwiderte Severus barsch, jedoch war Albus´ Entscheidung nachvollziehbar.
„Harry geht es nicht gut, Severus“, erzählte Albus leise. „Die Bürde auf seinen Schultern erdrückt ihn, er kommt damit nicht mehr zurecht.“
„Was man ihm nicht verübeln kann“, murrte Severus, Albus nickte.
„Harry leidet unter Panikattacken, er muss dringend auf andere Gedanken kommen und sein Selbstbewusstsein wiederfinden.“
„Wann wird er wieder zurückkommen?“, lehnte sich Severus in seinem Ohrensessel zurück.
„Das ist schwer abzuschätzen, vielleicht in einem halben Jahr. Bis dahin hoffe ich, dass er wieder zu Kräften kommt, um Tom besiegen zu können.“
„Ihr Wort in Merlins Ohr“, seufzte Severus, sah an Albus vorbei und hing seinen eigenen Gedanken nach. Auch wenn Severus den Potter-Jungen nicht unbedingt leiden konnte, empfand er trotzdem so etwas wie Respekt für ihn. Ein Junge seines Alters trug die schlimmste Bürde überhaupt, was mit Sicherheit nicht so einfach zu verkraften war.
„Ich werde Potter einige Tränke zusammenstellen“, erhob sich Severus nun mit Schwung aus dem Ohrensessel, Albus hingegen hatte es nicht so eilig.
„Tun Sie das bitte, Severus“, erwiderte der Schulleiter müde. „Poppy kann Ihnen Genaueres über Harrys Symptome berichten.“
„Bis wann benötigt der Junge die Tränke?“
Albus atmete tief durch und lächelte ein wenig. „Morgen um 10 Uhr reist er ab.“
„In Ordnung. Auf Wiedersehen, Schulleiter“, verabschiedete sich Severus knapp und eilte mit wehendem Umhang aus dem Büro.
„Ich kann mich immer auf dich verlassen, Severus“, schmunzelte Albus vor sich hin, bevor er sich an seinen Tisch setzte und den Zauber von den Gemälden nahm.
°
Am Abend des heutigen Tages saßen die Freunde aus Gryffindor im Gemeinschaftsraum beisammen und verhielten sich ziemlich wortkarg. Allesamt starrten sie in den Kamin, Hermine seufzte wehmütig.
„Ich kann nicht glauben, dass wir heute zum letzten Mal gemeinsam hier sitzen“, wurde Ron melancholisch und ließ die Schultern hängen.
„Ja, Alter, irgendwie geht das zu schnell“, ließ Seamus kopfschüttelnd vernehmen, Neville streichelte betrübt seine Kröte.
„Ich weiß, aber Dumbledore will es so“, flüsterte Harry in das Knistern der Scheite hinein, Hermine kuschelte sich an ihn. „Du wirst uns fehlen, Harry.“
„Du wirst mir auch fehlen - ihr alle“, sah Harry mit einem Kloß im Hals seine Freunde der Reihe nach an, Ginny strich sich eine Strähne hinters Ohr.
„Glaubst du, dass es dir auf Xion besser gehen wird?“, fragte sie leise, der Schein des Feuers erhellte ihr Gesicht.
„Ich weiß es nicht, Ginny. Ich hoffe schon. Vielleicht tut es mir auch gut, wenn ich mal eine Auszeit von allem nehme.“
„Aber Harry! Was wird mit… Du-weißt-schon-wem?“, haspelte Ron, Hermine sprang energisch hoch.
„Hör auf, Ron! Siehst du denn nicht, dass wir durch unser Nachbohren alles nur noch verschlimmern?! Wir bedrängen ihn!“, keifte sie plötzlich, die Freunde sahen sie bestürzt an. Hermine drehte ihnen den Rücken zu, während Harry den Boden musterte.
„Stimmt das, Kumpel? Haben wir dich wirklich bedrängt?“, hauchte Ron geschockt, Harry sah wieder hoch. „Ähm, irgendwie schon…“
„Und wieso hast du nie etwas gesagt?“, fragte Dean leise.
„Weil Hermine und Ron Recht haben. Ich muss mich auf meinen letzten Kampf konzentrieren, mich vorbereiten und mir immer vor Augen halten, dass…“
„So ein Unsinn, Harry!“, unterbrach Ginny ihn unwirsch und ballte ihre Hände zu Fäusten. „Du bist immer gut vorbereitet! Wir alle hätten mehr Rücksicht auf dich nehmen sollen!“
„Ich stimme ihr zu“, drehte Hermine sich endlich wieder der Gruppe zu, sie sah sehr mitgenommen aus.
„Bitte gebt euch nicht die Schuld, Leute, ich tu es nämlich auch nicht“, erwiderte Harry kleinlaut, trotzdem war die Stimmung bedrückt.
„Moment, Kumpel, ich muss dir noch etwas geben“, erinnerte sich Ron wieder an sein Vorhaben und zog ein kleines, in Leder gebundenes Buch hervor, welches er an Harry überreichte. Der Schwarzhaarige nahm es entgegen, betrachtete es eingehend und schlug es auf.
„Aber da steht nichts drin“, wunderte er sich.
„Noch nicht, Harry“, grinste Ron, „es dient zur Kommunikation. Ich, Hermine, Fred und George haben auch eines. Wenn wir etwas reinschreiben, leuchtet dein Buch auf. Und wenn du antworten willst, brauchst du es nur zu öffnen und schreibst uns zurück.“
„Die Zwillinge haben diese Idee von Riddles Tagebuch geklaut und sie sofort vermarktet“, schnaubte Ginny, Harry lachte auf.
„Das ist mir egal, Hauptsache, ich bleibe mit euch in Kontakt. Wow, danke“, grinste Harry mit roten Wangen in die Runde und drückte das Buch an sich.
„Keine Ursache, Mann“, meinte Ron bescheiden, Hermine lächelte schmal.
„Du wirst mir so fehlen, Harry“, wiederholte sie mit glänzenden Augen, für kurze Zeit wurde es still im Gemeinschaftsraum. Harry stand auf, kam auf sie zu und umarmte sie fest.
In dieser Nacht wurde noch lange geredet, viele Unklarheiten geklärt und bereinigt. Für die Freunde aus Gryffindor war es nicht einfach, Abschied zu nehmen, zumal Harry auch für längere Zeit wegbleiben würde. Sie konnten sich die kommenden Monate ohne Harry nicht vorstellen, doch leider mussten sie es akzeptieren.
°
Am nächsten Morgen um 10 Uhr saß Harry pünktlich in Albus´ Büro und ließ sich von ihm die Wegbeschreibung erklären. Zwar runzelte der bald Reisende die Stirn, aber er hakte nicht nach. Albus´ Beschreibung, wie Harry nach Xion kam, war äußerst sonderbar, doch mehr wollte der Schulleiter nicht verraten und übergab Harry zusätzlich eine selbst angefertigte Karte. Zu guter Letzt bekam er noch seine Tränke, für die der junge Schüler überaus dankbar war.
Dann hieß es auch für Albus, Abschied zu nehmen, nur ungern gab er seinen Lieblingsschüler in andere beschützende Hände. Wehmütig sah er seinem Sorgenkind hinterher, als sich die Tür schloss, Albus spürte tiefe Trauer in seinem Herzen. Er fühlte sich wie ein leidender Großvater, der die Verantwortung für seinen Jungen aufgeben musste.
°
Natürlich hatte Albus erlaubt, dass Harrys Freunde ihn ein Stück begleiten durften, der Weg bis zu den Grenzen von Hogwarts war hart für sie.
„Bitte, Harry, pass auf dich auf, ja?“, schniefte Hermine, sie hing um seinen Hals und wollte nicht loslassen. „Klar, Hermine, das werde ich tun.“
„Und schreib regelmäßig, okay?“, mahnte sie ihn mit dünner Stimme und entfernte sich von ihm, Harry brachte nur ein Nicken zustande. „Sicher.“
„Harry…“ Ron fand keine weiteren Worte, er blinzelte. Bisher waren sie nie länger als ein paar Monate voneinander getrennt gewesen, auch Harry dachte soeben daran.
„Die Zeit auf Xion wird wie im Flug vergehen, ihr werdet schon sehen! Und dann sehen wir uns wieder“, versuchte Harry, sie überzeugend anzulächeln, was ihm nicht unbedingt gelang. Ron sagte nichts dazu, machte einen Schritt auf Harry zu und umarmte ihn fest. Harry schloss die Augen und genoss diese Umarmung, denn sie würde die letzte für einen langen Zeitraum sein.
„Darf ich auch?“, meldete sich Neville zu Wort, Ron löste sich von Harry und drehte schnell ab.
Neville, Dean, Seamus und Ginny taten sich ebenfalls schwer, Harry nun „Auf Wiedersehen“ zu sagen, auch ihnen fehlten die Worte - somit mussten verzweifelte Umarmungen genügen.
„Harry, warte!“ Die Kids drehten sich der rufenden Stimme zu, Luna kam angelaufen und blieb vor Harry außer Puste stehen.
„Luna! Woher…?“, wunderte sich Harry, Neville wurde rot. „Ich hab´s ihr gesagt, sorry, Harry.“
„Nicht so wild“, wiegelte Harry ab und lächelte Luna an.
„Hier, Harry, das ist ein Freundschaftsarmband. Es soll dir Glück bringen, weißt du? Und es schützt dich auch vor Nargeln. Du wirst mir fehlen, Harry“, sah sie ihn traurig an. Harry nahm das selbst gemachte Armband entgegen und befestigte es an seinem Handgelenkt.
„Danke, Luna“, erwiderte artig, nun lächelte Luna doch. Sie zwirbelte ihre Locken und machte einen Schritt zurück, der Ernst der Lage trat wieder in den Vordergrund.
„Wir sehen uns, Leute, passt auf euch auf“, verabschiedete sich Harry schnell, schnappte seinen Koffer und Hedwigs Käfig und machte sich eilig auf den Weg. Tränen brannten in seinen Augen. Er hatte nicht geahnt, dass Abschied nehmen so verflucht schmerzhaft sein konnte.
„HARRY!“ Der Angesprochene blieb stehen, spürte einen heißen Stich im Herzen und schloss verzweifelt seine Augen. Er wusste, wem diese Stimme gehörte, schon lag Hermine erneut in seinen Armen. Auch Ron war bei ihm und drückte die beiden an sich, Harry hatte seine besten Freunde noch nie so verzweifelt gesehen.
„Schon gut“, wisperte Harry mit brüchiger Stimme, seine Freunde ließen ihn los. Ron versuchte, seine feuchten Augen zu vertuschen und räusperte sich.
„Geh schon, Mann, verdammt – geh endlich!“, keuchte er angestrengt und stieß Harry unsanft an. Harry folgte seinem Befehl sofort, nahm wieder Koffer und Käfig an sich und flüchtete. Er wusste, dass Ron es nicht böse meinte, dass auch er mit sich zu kämpfen hatte.
Harry lief so schnell es sein Gepäck erlaubte. Er drehte sich kein einziges Mal um, obwohl das Schluchzen seiner Freunde ihn noch lange verfolgte.
°
Zwei Stunden zuvor:
„Draco? Ist das nicht die Eule deines Vaters?“, lehnte sich Blaise zu seinem Freund und starrte an die Decke der Großen Halle. Einmal am Tag, meist in der Früh, kam die Post, der Blonde sah sofort hoch.
„Ja, das ist sie“, wurden seine Augen groß, schon landete das schöne Tier direkt vor Dracos Nase.
„Das verheißt niemals etwas Gutes“, sinnierte Blaise zur Eule schielend, Draco sagte nichts dazu. Mit zittrigen Fingern band er den Brief ab und nickte der Eule zu, die sich nun in die Lüfte erhob und die Heimreise antrat.
„Willst du ihn denn nicht lesen?“, beugte sich Pansy Parkinson über den Tisch, Draco kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. „Nicht jetzt.“
„Oh“, war Pansy beleidigt, die die Neugierde in Person war, Blaise grinste breit.
„Ist beim Gryffindortisch die große Trauer ausgebrochen oder was?“, schnarrte Theodore Nott und ließ seinen Blick über die betrübten Gesichter der Löwen wandern. Blaise hob den Kopf an und zuckte mit den Schultern. „Wer weiß? Ist das wichtig?“
„Nein, ist es nicht“, entschied Draco und erhob sich. „Ihr entschuldigt mich?“ Schon eilte er davon.
„Aber wir müssen bald zum Unterricht, Draco!“, rief Pansy ihm hinterher, was der Blonde natürlich nicht mehr hörte - Blaise und Theo verdrehten ihre Augen. Millicent gähnte verhalten und stieß danach ein tiefes Seufzen aus.
„Mensch Pansy! Draco kam bisher noch nie zu spät zum Unterricht! Wann geht das denn endlich in dein Gehirn rein?“, belehrte sie die Dunkelhaarige, Pansys Augen sprühten vor Zorn. „Halt die Klappe, Millicent!“
Während die beiden Mädchen ihr morgendliches Zickenterror-Ritual abhielten und die Jungs darunter litten, befand sich Draco bereits im Kerker und sprang die letzten Stufen hinab. Sein Herz hämmerte unangenehm gegen den Brustkorb, seine Hände waren feucht. Während er den letzten Gang entlang rauschte, sahen ihm die Bewohner sämtlicher Gemälde hinterher und schüttelten nur ihre Köpfe.
Was wohl in diesem Brief stand? Ging es um den Dunklen Lord? Hatte er einen Auftrag für ihn? Vermutlich. Draco wusste nicht, ob er sich freuen oder Angst haben sollte. In den Sommerferien hatte es jede Menge Ärger gegeben, als Draco plötzlich erkrankte und nicht zur Todesserweihe antreten konnte.
Er bewunderte seinen besten Freund Blaise Zabini, welcher in den Sommerferien Mut gezeigt und sich Rat bei Albus Dumbledore geholt hatte. Da sein Vater nicht mehr lebte und seine Mutter in der Welt umherreiste, musste sich Blaise keine Sorgen um sie machen und rettete so schnell wie möglich seine eigene Haut. Unter Albus´ sicherem Schutz hatte er nichts mehr von Voldemort zu befürchten, Draco allerdings schon.
Blaise hatte Draco sehr oft in den Ferien besucht, heimlich, verstand sich. Denn nachdem für ihn feststand, dass er sich nicht zum Todesser rekrutieren lassen wollte, brach er offiziell alle Brücken zu den Malfoys ab – nur Draco war in seinem Plan eingeweiht.
„Du könntest doch krank werden?“, grinste Blaise ihn eines Abends an, sie befanden sich im Zimmer von Draco und saßen sich auf dem Bett gegenüber. Die Eltern waren außer Haus.
„Bist du verrückt, Blaise? Das kann ich doch nicht machen! Ist dir bewusst, was für ein Risiko das wäre?“, schnauzte Draco gedämpft retour, Blaise war nicht sonderlich beeindruckt von seinem Ausbruch.
„Aus einem Teufelskreis auszubrechen, ist immer ein Risiko, Draco. Du kannst nicht für deine Eltern entscheiden, aber du kannst es für dich tun. Ich würde dir sogar dabei helfen“, grinste Blaise mit glitzernden Augen und wackelte mit den Augenbrauen.
„Lass hören“, entschied Draco und Blaise schilderte ihm seine Idee…
Nun, wie gesagt: Nachdem Draco aufgrund seiner hoch ansteckenden Krankheit verhindert war, tobte der Dunkle Lord und ließ seine Wut selbstverständlich an Lucius aus. Das Malfoyoberhaupt nahm die Bestrafung demütig hin, doch er schämte sich für Draco, der sich seinen Sohn schimpfte. Narzissa hingegen fühlte sich hilflos und gleichzeitig war sie froh, dass Draco krank geworden war.
Nun saß das schwarze und jüngste Schaf der Familie Malfoy auf dem Bett und öffnete mit zittrigen Fingern den Brief. Dracos Augen huschten über die energisch geschwungene Schrift, nur langsam begriff er den Inhalt des Briefes. Geschockt sah er in den Raum hinein.
Er sollte was tun?
Das konnte sein Vater doch unmöglich ernst meinen! Noch einmal vergewisserte sich Draco und schüttelte immer wieder den Kopf. Es stand Schwarz auf Weiß geschrieben, sein Vater hatte tatsächlich im Namen des Dunklen Lords einen wichtigen Auftrag für ihn – einen, den Draco verdammt ungern annahm. Würde er sich aber weigern, so wäre das Leben seiner Eltern in Gefahr, darüber war sich Draco im Klaren.
Der blonde Slytherin hatte also keine Wahl, holte tief Luft und nahm ein leeres Pergament und Feder zu Hand. In kurzen Zeilen teilte er seinem Vater mit, dass er den Auftrag annahm und ihn zur vollsten Zufriedenheit des Dunklen Lords erledigen würde.
Da Dracos Eule als Strafe für seine Krankheit in seinem Elternhaus verweilte, machte er sich auf den Weg zur Eulerei. Als er die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht hatte, hörte er Stimmen hinter der nächsten Ecke und blieb abrupt stehen – schnell suchte er Schutz hinter einer Statue und presste sich an die kühle Wand. Neugierig belauschte er das Gespräch und fing an, breit zu grinsen. Die Information, die er soeben vernommen hatte, war ein Volltreffer!
°
Harry zwang sich, einen Schritt vor den nächsten zu setzen; die Tränen waren versiegt, allerdings schmerzte sein Herz enorm. Er hatte Ron und Hermine schon längst verziehen und außerdem fühlte er sich gut genug, um nicht abreisen zu müssen! Nur konnte Harry schlecht wieder zurückgehen und Albus sagen, dass er den Auftrag dankend ablehnte!
Harry seufzte und blieb kurz stehen, vor ihm erstreckten sich die engen, verwinkelten Gassen und Häuser von Hogsmeade. Eine kleine Verschnaufpause folgte, Harry zog die Karte hervor und studierte sie genau. Der Gryffindor prägte sich die nächsten Checkpoints ein und setzte schließlich seinen Weg fort.
Nach und nach durchquerte er die Gassen des kleinen Dorfes, jedes Detail brannte sich in sein Gedächtnis ein. Lachende Besucher und Bewohner kamen dem traurigen Gryffindor entgegen, sie schienen ihn nicht einmal zu bemerken.
„Präg dir alles gut ein, Hedwig, diesen Ort werden wir für lange Zeit nicht mehr besuchen“, wisperte Harry seiner Schneeeule zu, sie fiepte leise und drehte ihren Kopf in alle Richtungen.
Nach nicht all zu langer Zeit hatte er Hogsmeade hinter sich gelassen und tauchte in ein kleines Wäldchen ein, welches ihm nicht unbedingt bekannt vorkam. Ob Dumbledore mit seiner Wegbeschreibung tatsächlich richtig lag?
Ein kleiner Pfad führte Harry immer tiefer in die dicht angesiedelten Baumgruppen hinein, die Sonne bemühte sich, ihre Strahlen durch das dichte Blätterwerk zu schicken. Harry musste erneut verschnaufen und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Mit einem Stöhnen drückte er sein Kreuz durch, danach streckte er sich.
„Was meinst du, Hedwig? Soll ich dich frei lassen? Aber du musst mir versprechen, immer bei mir zu bleiben, einverstanden?“ Hedwig fiepte zustimmend und plusterte sich auf, Harry öffnete den Käfig. Die Eule flatterte auf seine Schulter und ließ sich dort in aller Ruhe nieder.
Harry streichelte sie liebevoll, zückte seinen Zauberstab und murmelte zwei verschiedene Sprüche. Der eine verkleinerte Hedwigs Käfig, so dass er diesen in die Hosentasche stecken konnte, der andere ließ Rollen an seinem Koffer erscheinen. Harry entschied sich deshalb für diese Variante, da der letzte Verkleinerungszauber an seinem Koffer ziemlich schief gegangen war - der Gryffindor wollte diesmal kein Risiko eingehen.
Nach einigen Minuten erreichte Harry eine Höhle, von der Dumbledore ihm berichtet hatte. Neugierig ging er darauf zu, bewunderte den riesigen Eingang und verschwand darin.
Ihm war nicht bewusst, dass ihm ein Verfolger auf den Fersen war, Harry wog sich in Sicherheit.
In der Höhle war es kühl und dunkel, Harry nahm seinen Zauberstab zur Hilfe. „Lumos.“ Neugierig wie eh und je marschierte er weiter, sogar Hedwig sah sich eingehend um und gab ab und zu Laut. Schließlich sah Harry ein helles Licht am Ende des holprigen Steinweges und steuerte mit schnellen Schritten darauf zu, während die Räder seines Koffers über Stock und Stein ratterten.
„Siehst du das auch, Hedwig? Was ist das?“, fragte er sie leise, wusste aber natürlich, dass sie ihm nicht antworten konnte. Als Harry in diese Licht eintauchte, machte er vor Staunen den Mund auf und blieb stehen.
„Wow, schön hier“, hauchte er überwältigt und ließ seine Augen über die Lichtung schweifen. Diese dürfte wohl das Zentrum der großen Höhle sein; das Sonnenlicht drang über die große Öffnung über ihm ein und erhellte diesen Ort. Direkt vor ihm befand sich ein kleiner Wasserfall, der in einen Süßwasserteich mündete, eine grüne Oase rundete das harmonische Bild ab. Schnell nahm Harry noch einmal die Karte an sich und studierte sie. Tatsächlich, er sollte in den See steigen!
„Na toll“, nuschelte er und steckte sie weg, Hedwig sah ihn an und wackelte mit ihrem Köpfchen. Der Gryffindor mochte es nicht, in voller Montur und mit Gepäck in das kühle Nass zu steigen, doch er erlebte eine Überraschung, als sich bei seinem ersten Schritt das Wasser teilte und einen schmalen Weg zum Wasserfall freigab.
„Damit hätte ich rechnen müssen“, raunte er seiner Eule zu und watete über den schlammigen Boden darauf zu. Jeder Schritt war mühsam, denn Harry sank geradezu im Schlamm ein und blieb immer wieder stecken. Je näher er kam, desto intensiver spürte er den Sprühregen auf seiner Haut, Hedwig fiepte verärgert und schüttelte ihr Gefieder durch.
„Entschuldige, meine Schöne, aber da müssen wir durch“, sah er sie mitfühlend an, Hedwig drehte beleidigt ihren Kopf zur Seite. Als Harry vor dem Wasserfall zum Stehen kam, bemerkte er etwas Ungewöhnliches: Er und seine Eule wurden nicht nass, obwohl Harry den Sprühregen noch immer zart auf sich niederprasseln fühlte. Schnell wurde ihm bewusst, dass dieser Wasserfall wohl von magischer Natur sein musste und trat entschlossen mitsamt seiner Eule und dem Koffer darunter.
Im selben Moment stieß er einen lauten Schrei aus, als die Welt sich um ihn herum drehte und Harry nicht mehr wusste, wo oben und wo unten war…
Der Verfolger trat aus seinem schattigen Versteck; er war in eine schwarze, lange Kutte gehüllt, die Kapuze verdeckte zum Teil sein Gesicht. Man konnte nur den Mund erkennen, welcher sich zu einem beinahe weichem Lächeln verzog.
„Ich behalte dich im Auge, Harry Potter, du entkommst mir nicht!“, zischte er, im nächsten Moment disapparierte er mit einem lauten Knall. Zurück blieb eine kleine wunderschöne Oase mitsamt ihrem Wasserfall und Süßwassersee. Es war, als ob diese kleine Lichtung nie Besucher empfangen hätte.
°
Das unangenehme Gefühl, welches seine Übelkeit weiter ankurbelte, erinnerte Harry an das gehasste Reisen mit einem Portschlüssel. Damit ihm nicht noch schlechter wurde, hielt Harry seine Augen fest geschlossen und umklammerte den Griff seines Koffers. Kurz wallte Angst um Hedwig in ihm auf, doch er beruhigte sich mit dem Gedanken, dass seine Eule sicher bei ihm war.
°°°°
Mitten im aufbrausenden Meer, irgendwo im nirgendwo, gab es eine wunderschöne große Insel, die von einem Muggelauge oder Radar nicht erfasst werden konnte. Dieses Stück Land war umgeben von einem gigantisch magischen Schutzschild, nur Zauberer und Hexen war das Zureisen gewährt. Inmitten dieser Insel stach ein großer Vulkan hervor, der seit Hunderten von Jahren friedlich war und seine Umgebung saftig blühen ließ.
Die aufbrausenden meterhohen Wellen klatschten mit voller Wucht und lautem Getöse an die eindrucksvollen massiven Riffwände, die so hoch und scharfkantig waren, dass man nicht einmal mit einem Boot zufahren, geschweige denn die Insel über einen Strand betreten konnte. Die einzige Möglichkeit, auf diese Insel zu gelangen, bestand darin zu apparieren, einen Portschlüssel zu benutzen oder Harrys Weg zu wählen.
Über Xion, dem Reich der Drachen, zog sich in Sekundenschnelle eine dicke Wolkendecke zusammen, kleine Blitzentladungen sammelten sich an exakt einer Stelle. Als diese Entladungen immer häufiger wurden, entluden sie sich in Richtung Erde und trafen am grünen Plateau auf. Dieses Phänomen verabschiedete sich mit einem gewaltigen Knall und hinterließ einen torkelnden jungen Mann, einen am Boden liegenden Koffer und eine hüpfende, fiepende Eule.
Harry hatte endlich wieder Boden unter den Füßen und versuchte, seinen Schwindel in den Griff zu bekommen. Er wankte hin und her, stolperte und fing sich wieder – über ihm zogen sich die Wolken zurück und hinterließen einen strahlend blauen Himmel und sommerliche Temperaturen. Harry schaffte es endlich, gerade zu stehen und schnappte gierig nach Luft.
„Hedwig?“ Prüfend sah er sich um, seine Augen erfassten seine auf dem Boden hüpfende, aufgeplusterte Eule.
„Ruhig, Mädchen, ganz ruhig, alles in Ordnung. Tut mir leid, Hedwig“, ging Harry auf sie zu und bückte sich. Im selben Moment sauste von links über den Boden ein riesiger Schatten auf sie zu, passierte sie und jagte weiterhin über das Plateau. Begleitet wurde dieser Schatten von kräftigen Flügelschlägen, Harrys Kopf wanderte in den Nacken. Der Gryffindor bekam große Augen, ihm klappte sprachlos der Mund auf, dann krachte er mit dem Hintern voran auf den Boden und blieb dort perplex sitzen.
Hoch über ihm fegte ein riesiger Drache wie ein Düsenjet durch die Lüfte und vollführte einige Schrauben, ehe er wieder seinen Kurs aufnahm. Harry staunte noch immer, denn dieser Drache war viel größer als jene, die er beim Trimagischen Turnier gesehen hatte.
„D-Drachen? Dumbledore schickt mich auf eine Insel, die von Drachen bewohnt ist?“, keuchte er, Hedwig hüpfte fiepend vor seinen Füßen auf und ab.
„Hedwig!“, rief Harry entsetzt aus und griff in seine Tasche. „Armes Mädchen, komm her, geht´s denn wieder?“, fragte er fürsorglich und hielt ihr einen Eulenkeks unter den Schnabel. Hedwig schickte Harry einen bösen Blick, so bildete es sich der junge Schüler jedenfalls ein, trotzdem hüpfte sie auf ihn zu und schnappte sich den Keks. Harry wartete ab, bis sich Hedwig wieder beruhigt und den Keks vertilgt hatte, bevor er sie einfühlsam aufforderte, wieder auf seiner Schulter Platz zu nehmen, was sie auch tat.
Der Schwarzhaarige zauberte zuerst seine Füße trocken und sauber, schnappte sich danach den Henkel des Koffers und setzte sich in Bewegung. Erst jetzt bemerkte er das eigenartige Gefühl, das sich seit seinem Eintreffen in ihm eingenistet hatte. Es war so intensiv, dass er ständig Gänsehaut hatte, obwohl sommerliche Temperaturen herrschten. Moment: Sommerliche Temperaturen? Und das im Winter? Eigenartig. Die Frage war: Wo genau befand sich diese Insel?
Harry keuchte und ätzte, als er die Steigung des weitläufigen Plateaus in Angriff nahm und endlich am Gipfel angelangte. Was er dann sah, ließ ihn abermals den Atem anhalten. Vor ihm erstreckte sich grünes Land, so weit das Auge reichte. Palmen und Bäume verschiedener Arten zierten die Insel, ein kleiner Fluss führte mitten durch das Land, welchen man mittels einer kleinen Brücke überqueren konnte. Gleich dahinter zeichnete sich ein kleiner Urwald ab, Harry atmete tief durch. Als er seine Augen weiter wandern ließ, bemerkte er die Spitzen einiger Türme; er vermutete, dass diese zu einem Schloss gehörten.
Da es von nun an bergab ging, strengte sich Harry nicht unbedingt an, überquerte die Brücke und kam dem kleinen Urwald immer näher. Mit etwas Unbehagen trat er in diesen ein und folgte einem kleinen Trampelpfad.
„Eins schwör ich dir, Hedwig. Wenn wir wieder zurück in Hogwarts sind, dann werde ich Dumbledore etwas erzählen!“, knurrte er schlechtgelaunt - den Urwald hatte er recht bald hinter sich gebracht.
Erschrocken blieb er stehen, als ein Mann zu seinen Füßen apparierte und Harry freundlich ansah. Er sah sehr sympathisch aus, war etwas größer als Harry und schlank. Dieser Mann trug keine Robe sondern eine schlichte schwarze Hose und ein dunkelblaues, kurzärmliges Hemd. Er war um die vierzig Jahre alt, so schätzte Harry, hatte braune kurze Haare und tiefschwarze Augen. Ein freundliches Lächeln zierte seine Lippen.
„Willkommen auf Xion! Sie müssen Harry Potter sein. Mein Name ist Salmeus Hardegan“, kam er auf Harry zu und streckte ihm die Hand entgegen.
„Oh, ähm, ja, der bin ich“, fing sich Harry wieder. Kurz schüttelten die Männer die Hände.
„Ich habe Sie bereits erwartet, Albus Dumbledore informierte mich über Ihren Besuch. Bitte folgen Sie mir, Mister Potter“, streckte er seine Hand in eine bestimmte Richtung aus, Harry kam seiner Aufforderung natürlich nach.
„Ich bin mir sicher, dass Sie viele Fragen an mich haben, ist das so?“
„Auf jeden Fall.“
„Gut, dann will ich Ihnen schon vorab einige Informationen liefern“, erwiderte Salmeus Hardegan. „Ich bin der Leiter und Wächter von Xion, dem Reich der Drachen.“
„Reich der Drachen?“, machte Harry große Augen und fragte sich sogleich, was er hier verloren hatte.
Salmeus lachte auf. „Ja, diese Insel wird von vielen ausgestorben geglaubten Drachen bewohnt. Aber nicht nur das. Auf Xion gibt es ein Internat, das Ihrem in Hogwarts ähnelt. Auch wir beherbergen begabte Zauberer und Hexen und unterrichten sie.“
„Wieso habe ich nur noch nie etwas von Xion gehört, Professor?“, fragte Harry, Salmeus sah ihn wieder an.
„Weil dieser Ort nur sehr wenigen Zauberer und Hexen bekannt ist, Mister Potter. Wir bevorzugen die Geheimhaltung dieser Insel, da wir sonst überfüllt wären und nur ausgewählte Schüler unser Internat besuchen dürfen.“
„Also kommen nur Insider hier her, um ausgebildet zu werden?“, erkundigte sich Harry weiter.
„So kann man es sehen.“
„Darf ich fragen, was für Fächer hier unterrichtet werden, Professor?“
„Fast alle Fächer, die auch in Hogwarts gelehrt werden, Mister Potter. Allerdings gibt es bei uns zwei Schwerpunkte: Drachenkunde und Zwillingszauberkunde.“
„Oh, hört sich beides sehr interessant und schwierig an“, gestand Harry.
„Das stimmt, allerdings lieben meine Schüler die beiden Fächer. Sie werden bald sehen, wieso…“, blitzten seine Augen auf, Harry war mehr als neugierig.
„Sir? Professor Dumbledore gab mir einen Auftrag. Wissen Sie davon?“, hinterfragte Harry, Salmeus bejahte.
„Sie sollen hier etwas Besonderes finden, ich weiß. Aber leider kann ich Ihnen nicht dabei helfen, tut mir leid.“
„Toll!“, war Harry sauer und schüttelte den Kopf. „Wie soll ich es dann finden?“
Salmeus blieb stehen, Harry etwas verzögert. „Ich kann Ihnen nur einen Tipp geben, Mister Potter: Suchen Sie nicht verkrampft, lassen Sie sich finden.“
„Mich finden lassen? Aber…“, stammelte Harry, während Salmeus weiter ging. Harry vergaß seinen Einwurf, da sich vor ihm ein wahrhaftig großes Schloss erstreckte, welches noch eindrucksvoller war als jenes in Hogwarts. Hinzu kam, dass ständig Drachen über die Spitzen der Türme flogen und…
„Kann es sein, dass jemand auf den Drachen sitzt und sie steuert?“, konnte Harry nicht glauben und schloss zu seinem neuen Schulleiter auf, Salmeus schmunzelte dezent.
„Natürlich, Mister Potter, sonst wären die Drachen viel zu gefährlich. Wir bilden hier hauptsächlich Drachenreiter aus. Hinter dem Schloss befinden sich die Stallungen der schönen Tiere, ich werde Sie noch heute herumführen, wenn Sie möchten“, bot er an. Harry brauchte nichts zu sagen, seine leuchtenden Augen verrieten ihn. Salmeus´ Grinsen wurde breiter.
Mit jedem Schritt wuchs das imposante Schloss in die Höhe, Harry kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Als sie nahe dem Haupteingang waren, entdeckte Harry einen Jungen seines Alters, der lässig an einer der Säulen beim Haupteingang lehnte und in ein Buch vertieft war. Eine zarte Lesebrille saß auf seiner Nase, dunkelbraune Stirnfransen fielen ihm ins Gesicht. Dieser Junge war etwa gleich groß wie Harry, sehr schlank und strahlte eine unglaubliche Selbstsicherheit aus. Harry war der Meinung, dass dieser Junge sogar beim Lesen noch ziemlich cool aussah.
„Ah! Das ist Kevin Leary, einer meiner Musterschüler und ziemlich beliebt bei den Schülern. Sie werden ihn bald näher kennenlernen, Mister Potter“, zwinkerte Salmeus ihm zu, Harry bekam rote Wangen. Weshalb war es ihm nicht möglich, sich von dem Anblick dieses Jungen zu lösen?
Als Harry und Salmeus den Eingang passierten, sah Kevin von seinem Buch hoch und hob die Hand. „Ave, Master“, grinste er keck und zwinkerte Harry aus seinen meeresblauen Augen zu. Harrys Rot vertiefte sich, während Salmeus ein tiefes Seufzen ausstieß.
„Ein bisschen mehr Respekt, Mister Leary, wenn ich bitten darf“, tadelte Salmeus seinen Schüler sanft.
„Jawohl, Sir!“, lachte er kurz auf und vertiefte sich erneut in seinem Buch.
„Sind hier alle so drauf?“, vergewisserte sich Harry leise bei seinem neuen Schulleiter. Gemeinsam gingen sie einen sehr breiten und langen Gang entlang, er war nicht zu vergleichen mit einem der Flure in Hogwarts. Hier war alles viel heller, freundlicher, eindrucksvoller. Magie lag in der Luft, Harry konnte sie noch immer fühlen, nun wurde sie sogar noch intensiver.
„Eigentlich schon. Sie müssen wissen, Harry, dass hier ein legerer Umgang gepflegt wird, so lange der Umgangston und der Respekt zueinander stimmt. Sie werden sich auf Xion gut einleben, glauben Sie mir. Teddy!“, blieb Salmeus plötzlich stehen, vor ihm erschien ein Hauself.
„Ja, Professor Hardegan, Sir?“, quietschte der Hauself und strahlte den Schulleiter an.
„Wärst du bitte so freundlich und würdest das Gepäck von Mister Potter auf sein neues Zimmer bringen? Ach… und kümmerst du dich bitte auch um seine wunderschöne Schneeeule? Für sie war die Reise sicher sehr anstrengend“, vermittelte er dezent, Teddy nickte wie wild.
„Sehr gerne, Professor Hardegan, Sir!“, war Teddy happy, Harry traute seinen Augen nicht. Sogar die Hauselfen waren fröhlicher Natur, was für ihn etwas ganz Neues war.
„Oh, sie ist wirklich wunderschön“, wisperte Teddy ergriffen, er starrte Hedwig an. Harry glaubte zu wissen, dass seine Eule von Natur aus misstrauisch war, doch nun bewies sie ihm exakt das Gegenteil. Hedwig erhob sich von seiner Schulter und setzte sich auf jene des Hauselfen.
„Also so hab ich sie noch nie gesehen“, war Harry verdutzt.
„Das liegt an der Magie dieser Insel, Mister Potter. Sie beeinflusst nicht nur die Zauberer und Hexen sondern auch die Elfen und Tiere“, teilte Salmeus ihm mit, nun verstand Harry. Teddy verbeugte sich dezent und disapparierte mit der Eule und dem Koffer.
„Haben Sie Hunger, Harry?“, fragte Salmeus, Harrys Magen meldete sich sofort. Salmeus schmunzelte und deutete ihm, ihm zu folgen, was Harry nur all zu gerne tat.
„Auch hier gibt es eine Große Halle, Mister Potter, aber Sie werden keine vier Häuser vorfinden, wie es in Hogwarts der Fall ist. Wir sind alle eine Gemeinschaft.“
„Das ist schön“, freute sich Harry. „Gibt es auch Rivalitäten?“
„Sie meinen, wie bei Ihnen zwischen Gryffindor und Slytherin?“, fragte Salmeus und bog mit Harry um die nächste Ecke, zwei lachende Mädchen kamen ihnen entgegen. Zwar trugen die Schülerinnen auch Schuluniformen, nur schien die Vorschrift für diese nicht all so streng zu sein wie auf Hogwarts.
„Hallo Professor!“, winkte ihnen die Blonde entgegen, Salmeus lächelte zurück. „Hallo Amanda.“
„Natürlich gibt es auch ab und zu Streitereien zwischen den Schülern, aber bisher ist noch kein Krieg ausgebrochen“, beantwortete er die Frage seines neuen Schülers.
Endlich kamen sie in der Großen Halle an, in deren Wände viele große Fenster eingelassen waren und somit freundlich und hell erstrahlte. Da es bereits eine Stunde nach Mittag war, tummelten sich noch ein paar Schüler in der Halle und sahen neugierig zu Harry.
„Die Vorstellung des jungen Mannes an meiner Seite erfolgt heute beim Abendessen!“, verlautbarte Salmeus, das Tuscheln wurde sofort eingestellt. Harry fühlte sich wie ein Ausstellungsobjekt, er wurde regelrecht angestarrt. Dennoch war es nicht unangenehm, da die Kids ihm größtenteils zulächelten und zuzwinkerten.
„Die Schüler hier scheinen nett zu sein“, murmelte Harry und sah sich um, Salmeus nahm an einen der Tische Platz und wies Harry den zu seiner Linken an.
„Das ist richtig, Harry, setzen Sie sich.“
„Wir sitzen zusammen?“, stotterte Harry, Salmeus lachte und Harry wurde feuerrot im Gesicht.
„Ich weiß, dass das in Hogwarts ein wenig anders gehandhabt wird und normalerweise ist mein Platz auch bei den Lehrern… Aber da ich heute schon gegessen habe und Ihnen Gesellschaft leisten möchte…“
„Danke, das ist sehr freundlich“, setzte sich Harry rasch, Salmeus klatschte in die Hände. Teddy erschien erneut.
„Harry? Was möchten Sie essen?“, erkundigte sich der Schulleiter neutral, Harry war erstaunt. „Ich darf es mir aussuchen?“
Salmeus´ Grinsen wurde breiter, er nickte. Harry überlegte nicht lange, gab seine Bestellung auf und rutschte unruhig auf seinem Platz umher.
„Ich denke, meine Schüler brennen schon darauf, Sie kennen zu lernen“, zwinkerte Salmeus, Harrys Feuerröte kam zurück. „Aha.“
„Ach ja, Ihr Zimmer befindet sich im Westflügel, im Trakt Nummer Siebzehn.“
„Bewohne ich ein Einzelzimmer?“, wollte Harry sofort wissen.
„Bedaure, Harry, Sie werden Sich wohl Ihr Zimmer mit Ihren Mitbewohnern teilen müssen.“
„Oh. Und wie viele Mitbewohner habe ich?“
Salmeus musterte den jungen Mann, welcher ziemlich abgekämpft und etwas ungesund aussah. Allerdings fiel ihm auch die Neugierde an diesem Jungen auf, und das gefiel ihm.
„Kevin Leary, den Sie bereits beim Eingang getroffen haben, ist einer von ihnen. Adrian Fletscher, Samuel und Joey Miller werden Ihre Zimmergenossen sein.“
„Ob ich mich mit Ihnen vertragen werde?“, seufzte Harry, da er nicht wusste, wie die Jungs hier so drauf waren.
„Sind Sie selbstbewusst, Harry?“, stellte Salmeus die Gegenfrage.
„Selbstbewusst? Na ja, ich denke schon, manchmal jedenfalls“, gestand der neue Schüler von Xion.
„Machen Sie sich keine Sorgen, Harry. Wenn Sie mal nicht selbstbewusst sein sollten, werden die Jungs Ihnen schon unter die Arme greifen, garantiert“, entgegnete er. Nun war Harry sich ganz sicher, dass es hier etwas lockerer zuging, so wie der Schulleiter über ‚seine Jungs‘ sprach.
„Ähm, Professor?“, runzelte Harry die Stirn. Soeben wurde Harrys Essen serviert, Harry nahm die Gabel in die Hand - Salmeus wartete ab.
„Kann es sein, dass die Augen von Kevin Leary… Ach, das habe ich mir nur eingebildet“, winkte Harry peinlich berührt ab und nahm den ersten Bissen zu sich. Salmeus räusperte sich und legte die Arme auf dem Tisch ab.
„Nein, das war keine Einbildung, Harry. Obwohl Mister Leary helle Augen hat, strahlen sie sehr intensiv, nicht wahr?“
„Ja“, nuschelte Harry und schluckte den Bissen hinab.
„Das kommt daher, dass die Magie dieser Insel sich in jeden der Zauberer und Hexen einnistet. Sobald ein Schüler längere Zeit auf Xion verweilt, bekommen die Augen einen eigenen Glanz, den des Meeres. Bei Mister Leary sticht dieser Glanz besonders hervor. Sie werden bald bemerken, dass jeder Schüler hier eine veränderte Augenfarbe besitzt.“
„Wird das auch bei mir passieren?“, informierte sich Harry, Salmeus überlegte kurz. „Ja, wenn Sie länger hier bleiben, dann schon.“
°
Harry genoss seine Mahlzeit, denn das Essen schmeckte vorzüglich. Als er endlich satt war und sich umsah, war keiner der Schüler mehr in der Großen Halle zu sehen.
„Meine Schüler bereiten sich für den nächsten Unterricht vor, Mister Potter. Gehen wir?“, informierte und erhob sich Salmeus, Harry folgte seiner Aufforderung. Als nächstes machten sie sich auf den Weg zum Westflügel, Harry merkte sich nur schwer den Weg.
„Keine Sorge, Mister Potter, Ihre neuen Kameraden werden Sie zu Anfang überall hin begleiten, bis Sie sich im Schloss zurecht finden und sich nicht mehr verlaufen. Außerdem glaube ich ganz fest daran, dass Sie freundlich empfangen werden“, grinste Salmeus erneut.
„Wieso denn?“, wollte Harry sofort wissen. War es wegen seines Ruhms? Wegen seines Namens?
„Nun, ich habe Ihren Kameraden für heute Nachmittag frei gegeben, damit sie Sie im Schloss herumführen und mit Ihnen den Stundenplan durchgehen können. Ich weiß, dass sie nicht all zu traurig über die Freistunden waren“, steckte Salmeus seine Hände in die Hosentaschen, Harry war erleichtert.
„So, Harry, nur noch ein paar Meter, dann können Sie auspacken. Sind Sie ein wenig nervös?“, erkundigte er sich zaghaft, Harry nickte sofort.
„Und wie…“, gestand der Schwarzhaarige, Salmeus blieb stehen und legte eine Hand auf seine Schulter.
„Das müssen Sie nicht sein, Harry, wir alle passen auf Sie auf und bringen Sie wieder auf die Beine. Niemand außer mir weiß, dass es Ihnen zurzeit nicht so gut geht, Ihre Mitbewohner ahnen nichts davon. Ich bin mir sicher, Harry, dass Sie sich hier erholen werden.“
Salmeus nickte ihm kurz zu und ging weiter, Harry folgte ihm mit Füßen aus Wackelpudding. Auch wenn Salmeus´ Worte ihn ein wenig besänftigten, so hatte er trotz der netten Worte seines neuen Schulleiters ein wenig Angst vor dem Neuen und wie wohl seine Kameraden auf ihn reagieren würden.
Harry wünschte sich zurück nach Hogwarts, wo alles so vertraut war…
TBC…
Anmerkung: Na bitte! Wer hier angelangt ist, hat das Chap überlebt, Respekt! Hätte jemand von euch gedacht, dass ausgerechnet Severus Snape die Plaudertasche in Person war? Welchen Auftrag hat Draco? Und wer war der Verfolger von Harry? Auf diese Fragen bekommt ihr natürlich auch Antworten, nur lassen diese noch ein wenig auf sich warten. Im nächsten Chap lernt Harry seine neuen Mitbewohner kennen – na das kann ja was werden! Macht euch auf alles gefasst!
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2. Hab ich jemanden vergessen? Wenn ja, war nicht Absicht!
Wahnsinn. *stille* Sagt mal, seid ihr irre? Wisst ihr eigentlich, wie beschissen ich mich anhöre, wenn ich vor meinem PC sitze und wie ein Schwein quieke, weil die Reviewanzahl in die Höhe schießt? Das ist soooo abgefahren! Nicht mein Gequieke, sondern eure Reviews! Ich starre dauernd auf die Reviewanzahl, zittere wie dämlich und kann voll nicht glauben, was ich da lese! Dass der Prolog so dermaßen einschlägt, hätte ich nie im Leben erwartet! Echt jetzt. Das ist wirklich… Meine Finger finden keine richtigen Worte! Ich bin so platt, sprachlos und so schwer begeistert – puh! *rote Wangen hab* DANKE, DANKE, DANKE!!! Ich kann euch nicht sagen, wie glücklich ich gerade bin! *strahl*
So, meine körperliche Masse ohne Nerven und Gehirnzellen verabschiedet sich für heute, wünscht euch ein angenehmes, tolles Wochenende und hofft, euch nächsten Freitag wieder zu lesen!
Heute bin ich besonders großzügig und schicke euch allen viele Bussis, Blumensträuße, Gleitgel *hust* (man weiß ja nie!), Schokolade, Kuchen, Kekse und selbst gemalte Geldscheine (das sind die mit den Strichmännchen drauf)!
Nochmals Bussis, eure total begeisterte, rotwangige, quiekende, blöd dreinschauende gugi!
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